Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Pokerspieler in Schuldenbetrug um $31 Millionen verwickelt

Travell Thomas wurde wegen Betrugs angeklagt und muss eine Haftstrafe von 20 Jahren fürchten.

Travell Thomas debt collection fraud

Der in Buffalo, New York ansässige Profispieler Travell Thomas mit Live-Turniergewinnen von $510.885 wurde von der Staatsanwaltschaft Manhattan aufgrund seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem Schuldenbetrug angeklagt, bei dem Opfer einen Schaden von rund $31 Millionen erlitten haben sollen.

Thomas (37) ist in dem spektakulären Fall einer von fünfzehn Angeklagten und als Miteigentümer, Präsident und Geschäftsführer des betrügerischen Inkassounternehmens genannt, das zwischen Januar 2010 und November 2014 den Millionenbetrug geleitet haben soll.

Die gigantische Betrugssumme sei dadurch entstanden, dass man zahlreiche Opfer innerhalb der gesamten USA zur Zahlung von Millionen von Dollar genötigt habe, auf die eigentlich kein Anspruch bestand, indem man ihnen Lügen auftischte und falsche Gesetze präsentierte

In den Gerichtspapieren wird das betrügerische Vorgehen näher beschrieben: Den Opfern wurde vorgegaukelt, dass die Nichtbegleichung von Schulden nun eine Straftat sei und den unmittelbaren Entzug des Führerscheins zur Folge habe. In einem Fall soll man sich gegenüber der Mutter eines Dialysepatienten sogar als Ermittlungsbeamter ausgegeben und dem Betroffenen Scheckbetrug vorgeworfen haben.

Strafverfolgung

Preet Bharara

Der leitende Staatsanwalt Preet Bharara, der auch die Anklagen im Zuge des Black Friday im Jahr 2011 gelenkt hat, geht davon aus, dass es sich aufgrund der hohen Summe von $31 Millionen um den bisher größten Schuldenbetrug des Landes handle.

Das nicht näher genannte Unternehmen hat nach Aussage von Bharara "die verzweifelte Situation, in der sich die Opfer befanden, skrupellos ausgenutzt". Thomas selbst soll seinem "Eliteteam" von Schuldeneintreibern aufgetragen haben, die Schuldhöhe der Opfer zu fälschen, um vorzutäuschen, dass die Schulden höher seien, als sie eigentlich waren. Das eingetriebene Geld soll zum Teil zur Finanzierung von Thomas' Pokerkarriere gedient haben.

Die Anklage lautet Überweisungsbetrug und Verschwörung zum Überweisungsbetrug. Thomas plädierte vor Gericht auf "nicht schuldig".

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