Sebastian 'miamivice' Ruthenberg bloggt exklusiv über die SCOOP 2013
Die Spring Championship of Online Poker ist in vollem Gange und auch der Team PokerStars Pro greift jetzt ins Geschehen ein. Exklusiv bei uns berichtet er von seinen gespielten Events.
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| Sebastian bei der EPT Berlin 2013 |
Liebe PokerStrategen,
in Zusammenarbeit mit PokerStrategy.com und PokerStars.eu (PokerStars.com für Spieler aus Österreich und der Schweiz) gibt es von mir eine kleine SCOOP-Artikelserie, in der ich ab heute im Schnitt alle zwei Tage Berichte über meine SCOOP-Erfahrungen aber auch über Themen abseits vom Pokertisch schreiben werde.
Erst einmal zu mir: Ich bin Sebastian miamivice Ruthenberg, PokerStars Team Pro seit 2007, habe vor einer gefühlten Ewigkeit einen EPT-Titel und ein WSOP-Bracelet gewonnen und bin nun nach kleiner Pokerabstinenz wieder auf der Jagd nach Turniererfolgen... zumindest online und da gibt es mit der diesjährigen SCOOP ja einiges an Möglichkeiten.
Als erstes auf dem Plan stand für mich das Event #17 (6-Max Super-Knockout, 50 Prozent des Buy-ins gehen in den Preispool, 50 Prozent werden in Form von Bountys verteilt) in allen drei Buy-in-Klassen auf dem Programm: $27, $215 und $2.100.
Ich habe zwar noch nicht viele Super-Knockout-Turniere gespielt, aber bezeichnend ist, dass zumindest in der frühen und mittleren Phase All-Ins aufgrund des Knockoutvalues (halber Buy-in) viel lighter gecallt werden können beziehungsweise müssen. Mit dem weiteren Turnierverlauf steigert sich aber der Value der Chips, sodass die Callingranges für "gleiche" Spots wieder tighter werden.
Nun gingen die SCOOP-Events heute leider nicht wirklich lange für mich, aber hier ein Beispiel für einen dieser Calls. Die Pot Odds von 1:1.69 (2.513 Chips callen für einen 4.068-Pot) würden einen Call in einem normalen Turnier in diesem Spot nicht rechtfertigen. Aufgrund des hohen Bountys wird dies aber zu einem einfachen Call und kann auch mit viel schlechteren Händen gecallt werden.
Knockout-Events: Anpassung der eigenen Push-Ranges wichtig
In normalen Knockout-Turnieren, wo nur 20 Prozent des Buy-ins als Bounty benutzt werden, wird diese Bountyvalue aber von vielen Spielern überschätzt und im Schnitt zu loose gecallt. Die eigenen Push-Ranges müssen also entsprechend angepasst werden. Dadurch dass die Spieler lighter callen (und im Falle von normalen Knockout-Turnieren ZU light), wird die Foldequity minimiert. Es sollte also um einiges tighter gepusht und gerestealt werden.
Das war es für dieses Mal von mir. Im High-Event ($2.100) hat es nach ein paar verlorenen Flips leider nur zu Platz 236 (787 Teilnehmer) gereicht. Die nächsten Turniere sind für mich wahrscheinlich das Zoom-Event (#20) und dann nach einer kurzen Pause das $2.100 Stud Hi/Lo.
Im nächsten Blogeintrag schreibe ich vielleicht etwas über meine Kocherfahrung in einem Michelinrestaurant in der Schweiz und die Parallelen zum Poker.
Viele Grüße und alles Gute!
Euer Sebastian miamivice Ruthenberg
Exklusiv zur SCOOP 2013: Blog von Sebastian Ruthenberg bei PokerStrategy.com
