Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Trauerspiel beim Live-Stream von High Stakes Poker

Mobbing, viel Rotwein, ein unstillbarer Drang nach Aufmerksamkeit und wenig Poker haben die erste Live-Folge von High Stakes Poker überschattet. Wir haben die Aufzeichnung...

Dass die Live-Ausgabe von High Stakes Poker eine kontroverse Show bieten würde, war aufgrund der geladenen Gäste bereits im Vorfeld absehbar. Nik Airball, Doug Polk, Eric Persson und Lynne Ji haben allesamt ein Problem mit Matt Berkey – und alle Streithähne wurden am Tisch der Kultshow zusammengewürfelt.

Schon das Marketing von PokerGO vor dem Start der Partie deutete an, was auf uns zukommen würde: 

Und so ließ das Drama nicht lange auf sich warten. Als Airball ausgerechnet die Asse seines Nemesis knacken konnte, ließ er es sich nicht nehmen, zusätzliches Salz in die Wunde Berkeys zu streuen, als er kurzerhand den gesamten Chipstapel seines Gegners direkt am Tisch in seinen eigenen schaufelte:

Im Anschluss gab es dann den Cringe-Moment schlechthin des Streams: Airball, Ji und Polk betrachteten die Hand noch einmal und kamen wie ein paar verzogene Schulkinder aus dem Feiern und Kichern gar nicht heraus: 

Der vornehme Gentleman Nik Airball schüttete sich derweil auch ein Glas Rotwein nach dem anderen in den Rachen und sah dabei so aus, als würde Phil Hellmuth ein Sandwich verschlingen:

Und nachdem er sich offenbar genug Mut angetrunken hatte, versuchte ein sichtlich betrunkener Airball in üblicher Pöbelmanier dann Berkey dazu zu bringen, den Einsatz im Spiel zu erhöhen:

Das Tohuwabohu, verkleidet als Cashgame-Stream, endete letztlich damit, dass Airball – der vielleicht seine letzte Chance witterte, etwas dringend benötigte Aufmerksamkeit zu bekommen – ohne besonderen Grund zum Slowroll gegen Jennifer Tilly ansetzte, bis selbst ein Doug Polk genug hatte:

Der gesamte Stream war ein heilloses Durcheinander und trotz hoher Einschaltquoten schienen nur wenige in den sozialen Medien Gefallen daran gefunden zu haben. Zu viel Drama und nicht genug Poker, so der allgemeine Tenor, und ein Großteil der Spieler am Tisch war mehr daran interessiert, Aufmerksamkeit zu erregen als Geld zu gewinnen. Unabhängig davon, was man von Matt Berkey hält, war man sich einig, dass dieser noch am besten bei dem Trauerspiel wegkam, wenn man bedenkt, dass der halbe Tisch im Grunde nur ausgewählt war, um ihn zu provozieren und zu schikanieren. 

Es ist nicht der beste Start in eine neue Ära der Kultshow nach dem Ruhestand von Kommentatoren-Legende Gabe Kaplan. Wer sich von der gesamten Partie selbst ein Bild machen will, findet hier die vollständige Aufzeichnung:

Wie hat euch der Stream gefallen? Wir freuen uns auf eure Kommentare!