UK-Spieler protestieren gegen neue Reglementierung
Im Vereinigten Königreich wurde eine Petition gegründet, um gegen das Verbot von automatischen Rebuys vorzugehen.
Letzte Woche haben wir berichtet, dass PokerStars die Option für automatische Rebuys in Cashgames und Rebuy-Turnieren, für UK-Spieler entfernen wird. Dieser Schritt ist notwendig, um der neuen Gesetzgebung der UK Gambling Commission, welche am 1. Oktober wirksam wird, gerecht zu werden.
Das neue Gesetz besagt, dass:
“der Geldbetrag der in ein Produkt investiert wird, bei jedem Anlass nicht ohne die Zustimmung des Kunden erhöht werden darf. Wenn ein Kunde sich beispielsweise an einem Pokertisch einkauft, sollte er sich aussuchen müssen, ob er mehr Chips kaufen möchte. Eine Option auf automatische Rebuys soll nicht zur Verfügung stehen.”
Angeführt von Richard Richardson, hat eine Gruppe von UK-Spielern nun eine Petition auf die Beine gestellt, um gegen die Änderungen vorzugehen. Sie sind der Meinung, dass die Ziele der neuen Regelung löblich wären, jedoch beim Poker in der Praxis nicht funktionieren würden.
Das neue Gesetz untersagt Spielern nicht, ihre Stacks zu vergrößern oder sich in Turniere erneut einzukaufen. Es zwingt sie lediglich, dies manuell zu tun. Während das für Freizeitspieler kein Problem darstellen sollte, ist dieser Umstand natürlich ein Problem für professionelle Grinder, die viele Tische gleichzeitig spielen. Hierzu erklärt Richardson in einem Brief an die UKGC:
UK-Spieler im Nachteil
“Diese Standardisierung ist wichtig für viele Spieler, die sich dazu entscheiden mehrere Tische, auf den gleichen Stakes gleichzeitig zu spielen. Sie spielen regelmäßig 4, 10 oder 20+ Tische auf einmal. Für diejenigen die Poker nicht verstehen, mag das vielleicht schockierend oder als ein Symptom einer Spielsucht erscheinen. Für Spieler die multi-tablen ist das jedoch genau das Gegenteil."
"Indem man die Einsätze auf mehrere Tische aufteilt, verringert sich, aufgrund der Tatsache, dass der Glücksfaktor kleiner wird und die Fähigkeiten des Spielers wichtiger, die Varianz. Das liegt daran, dass mehr auf Fähigkeiten basierende Entscheidungen in kürzerer Zeit getroffen werden können. Es lässt die höhe der Einsätze also nicht eskalieren, sondern verringert sie.”
Er sagt weiter, dass das Gesetz die UK-Spieler erheblich benachteiligt:
“Wenn man die Funktion entfernt, werden die Spieler mit schwierigen Entscheidungen und einem anderen Stil an den verschiedenen Tischen zur gleichen Zeit konfrontiert. Hierdurch entsteht ein erheblicher Nachteil im Vergleich zu Spielern aus anderen Ländern, die diesen Komplikationen nicht gegenüberstehen. Die Fairness des Spiels wird also, zum Leidtragen der UK-Spieler, beeinflusst.
Das ganze Schreiben an Jenny Williams von der UKGC könnt ihr hier finden.
Ist das Auto-rebuy eine schlechte Idee für potenzielle Spielsüchtige? Erleiden die UK-Spieler nun einen erheblichen Nachteil? Schreibt es uns in die Kommentare.

