Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

WCGRider spielt Challenge gegen Heads-up-Bot

Doug Polk und drei weitere Profis treten im Rahmen einer 13-tägigen No-Limit-Challenge gegen das Computerprogramm 'Claudico' an. Das Duell läuft bereits.

Doug Polk
Doug Polk

Es könnte ein epischer Kampf zwischen Mensch und Maschine werden: Claudico, der Bot der Carnegie Mellon University, spielt momentan eine Challenge gegen die professionellen Pokerspieler Doug PolkDong KimBjorn Li und Jason Les.

Im Rivers Casino spielt jeder Profi 13 Tage lang 750 Hände pro Tag, bis sie insgesamt jeweils 20.000 Hände absolviert haben. Gespielt wird dabei immer Heads-up No-Limit Hold'em.

Microsoft Research und das Rivers Casino haben jedem der vier Spieler eine 'Antrittsprämie' in Höhe von $100.000 gezahlt. Für die Wissenschaftler der Carnegie Mellon hingegen geht es 'nur' um Ruhm und wissenschaftlichen Fortschritt:

"Wie früher einmal Schach ist heute Poker der Maßstab schlechthin, wenn es um die Erforschung künstlicher Intelligenz geht, sagt Professor Tuomas Sandholm. "Es ist ein Spiel mit großer Komplexität, welches eine Maschine vor die Herausforderung stellt, Entscheidungen aufgrund unvollständiger und oftmals irreführender Informationen zu treffen - dank Bluffs, Slow Play und anderer Spielelemente. Um zu gewinnen, muss die Maschine ihre menschlichen Kontrahenten überlisten. Die weltweit besten Strategien für dieses Spiel zu programmieren, war eine große Herausforderung. Dabei wurden Algorithmen genutzt, die zukünftig auch in der Geschäftswelt, im Militär, bei der Netzsicherheit und im medizinischen Bereich Anwendung finden können."

"Menschen haben eine Edge"

Doug Polk, besser bekannt als WCGRider, wird oft als bester Heads-up-No-Limit-Spieler der Welt bezeichnet. Er glaubt, dass sein Team einen Vorteil hat:

"Ich gehe davon aus, dass Menschen in diesem Duell eine Edge haben. Da ich aber nicht genau weiß, was mich erwartet, ist es äußerst schwierig, den Ausgang mit einiger Sicherheit vorherzusagen. Meine Strategie wird sich häufiger ändern, als wenn ich gegen menschliche Kontrahenten antrete. Ich erwarte weniger Hand Reading und weniger Psychospielchen. In gewisser Weise kann ich mich mehr auf das reine Spiel konzentrieren, das reizt mich. Es geht weniger darum, was er denkt, dass ich denke und so weiter. Ich freue mich daher auf das Match."

Claudico
Zwischenstand vom Montag

Zum Zeitpunkt dieses Artikels wurden 12.000 Hände gespielt und die Profis sind insgesamt mit $59.766 im Plus. Nur Jason Les verliert momentan gegen Claudio, während Polk die größte Führung gegen den Computer innehat.

Ihr könnt die Action auf der Webseite der Carnegie Mellon University und bei Twitch verfolgen.

Wer glaubt ihr wird gewinnen?

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