Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

WSOP 2009: Konstanz siegt

Das Mainevent ist in vollem Gange und einige Top-Pros kämpfen noch um den großen Titel. Währenddessen ist es an der Zeit, die kontinuierlich besten Spieler der vorangegangenen 56 Events zu ehren.

WSOP 2009Sobald der Gewinner des Mainevents sein goldenes Bracelet in den Händen hält, werden die Veranstalter der World Series of Poker ihr Konto um $174 Millionen verringert haben. Das ist die Summe an Preisgeldern, die alleine in diesem Jahr ausgeschüttet werden. Den größten Anteil dieser Summe werden die Bestplatzierten im Mainevent einsacken, jedoch sind die besten Leistungen nicht zwangsläufig mit der Höhe an Siegprämien zu messen.

Im Folgenden werden rein subjektiv die fünf erfolgreichsten Spieler geehrt, welche neben der Höhe der eingenommenen Preisgelder vor allem durch Konstanz und Durchsetzungskraft glänzten.

5. Daniel Negreanu 

Daniel Negreanu„Kid Poker“ hatte durchaus schon bessere Jahre bei der WSOP – gemessen an den erhaltenen Siegprämien. Dieses Jahr konnte er seinem Konto „nur“ $331.380 hinzufügen. Dennoch waren seine Auftritte in diesem Jahr einmal mehr ganz besonders: Bisher schaffte es kein anderer Spieler, acht Platzierungen im Geld zu erzielen. Insgesamt kommt Negreanu nun auf 42 Cashes bei der WSOP, die belegen, dass seine Konstanz beeindruckend ist und ihn als einen der besten Pokerspieler weltweit auszeichnet.

Durch die neusten Erfolge konnte er seine Gesamteinnahmen bei der WSOP auf $2.570.962 hochschrauben. Seine beste Platzierung war der zweite Platz im 6-max Limit Hold’em Event, der ihm $138.280 einbrachte.

4. Ville Wahlbeck 

WahlbeckVille Wahlbeck ist einer der Topverdiener in diesem Jahr. Dem Finnen gelang es, sechs Mal im Geld zu landen, an vier Final Tables zu sitzen und ein Bracelet zu gewinnen. Das Beachtliche an seinen Resultaten ist vor allem, dass er fünf seiner sechs Cashes in den $10.000 Buy-in Weltmeisterschaften erzielen konnte. Die Hohen Buy-ins liegen ihm und zahlen sich aus: Er fuhr in diesem Jahr $1.082.176 ein – Platz Drei der Topverdiener.

Seinen größter Erfolg feierte Wahlbeck in Event 12, einem Mixed Event mit $10.000 Buy-in. Bei diesem Event konnte er David Chiu im Heads-up besiegen und strich neben seinem aller ersten Bracelet eine Siegprämie in Höhe von $492.375 ein.

3. Vitaly Lunkin 

LunkinEs ist sein Jahr: Bereits im Mai gewann er die Russian Poker Tour in seiner Heimatstadt Moskau. Dieser Triumph bescherte ihm ein Preisgeld in Höhe von $443.731, ein Klacks im Vergleich zu dem, was Lunkin bei der WSOP noch gewinnen sollte.

Nach den bisherigen 56 Events ist der Russe der erfolgreichste Spieler des Sommers: Er landete vier Mal im Geld, saß an drei Final Tables und gewann direkt zum Auftakt der World Series of Poker das 40th Annual No-Limit Hold‘em Event. Der Erfolg in diesem Turnier brachte ihm mit $1.891.012 die bisher größte Siegprämie des Jahres. Er ruhte sich aber nicht auf diesem Erfolg aus, dominierte weiter die Events mit hohen Buy-ins und kann nun auf Preisgelder in Höhe von $2.696.305 zurückblicken. Zusammen mit seinem ersten Bracelet und damit verbundenen $628.417 aus dem Vorjahr, bringt Vitaly Lunkin seine Gesamteinnahmen aus der World Series of Poker auf über $3.300.000 – damit ist er einer der erfolgreichsten Pokerspieler, die Russland je hervorbrachte.

2. Phil Ivey 

IveyVor der WSOP wurde sein Name häufig genannt, wenn es um die Favoriten der zahlreichen Events ging. In Retroperspektive können wir festhalten: zu Recht! In diesem Jahr konnte Ivey seine Bracelets sechs und sieben einsacken. Das bedeutet, dass er zwei von drei Final Tables als Sieger verlassen konnte.

Insgesamt landete er bisher fünf Mal im Geld. Diese Resultate bescherten ihm $356.994, mit denen er seine Gesamteinnahmen bei der World Series of Poker auf satte $3.843.018 erhöhen konnte. Dabei wird es aller Voraussicht nach nicht bleiben, da Phil Ivey beim derzeit laufenden Mainevent einen gesunden Stack aufweisen kann und vermutlich bald auf Siegprämien über vier Millionen Dollar zurückblicken kann.

1. Jeffrey Lisandro 

LisandroWährend Ivey bei den Buchmachern täglich notiert wurde, war Jeffrey Lisandro eher ein Geheimfavorit. Dennoch ist der gebürtige Australier der bisherige Gewinner der World Series of Poker 2009. Er stellte einen Rekord ein, indem er drei Bracelets in einem Jahr gewann. Neben dem $1.500 Seven-Card Stud Event (Nr. 16) und dem $10.000 World Championship Seven-Card Stud Hi-Low 8-or-Better Event (Nr. 37) konnte er noch das $2.500 Razz event (Nr. 44) für sich entscheiden. Jeden Final Table, den er erreichte, gewann er und hinzu kommen drei weitere Platzierungen im Geld, die ihm insgesamt $807.521 bescheren.

Seine erste Top-Platzierung bei der World Series of Poker datiert vom 20. April 1997: Ein 12. Platz im Limit Razz Event für ein Preisgeld in Höhe von $2.800.

So zeigt es sich auch bei ihm: Konstanz siegt!