Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

WSOP Event #20: John-Paul Kelly gewinnt

John-Paul Kelly ist der Sieger des $1.500 Pot Limit Hold'em-Events. In der entscheidenden Hand siegte er mit einer symbolischen Deuce auf dem River und gewann $194.434 sowie sein erstes Bracelet.

Zu Beginn des Final Tables waren alle Augen auf Erik Seidel gerichtet. Als dritter in Chips gestartet war der Pro einer der gefürchtetsten Spieler am Tisch und nach seiner Performance am Vortag schien höchstens noch der Chipleader eine Gefahr für ihn darzustellen. Tatsächlich gab es am Tisch eine Menge Action, doch Erik Seidel war lange nicht der einzige Garant für Spannung.

Zunächst einmal erwischte es jedoch den Shortstack Ravi Raghavan. Nach einigen Stealversuchen endete der Final Table für ihn beim Board Tc9s8h. Mit 7d7s schob er seine letzten Chips rein, nur um sich von Marc Tschirch JsJc zum höheren Paar und zum höheren Straightdraw zeigen zu lassen. Turn und River 4d4h änderten nichts, und das Turnier war für Raghavan vorbei.

Noch unglücklicher erwischte es Andrew Radel. Mit AhQh traf er auf dem Board AdTh2c das Toppair und callte einen Move von John-Paul Kelly mit 9d9h. Der Turn war der Jd, doch auf dem River kam mit der 9c, eins von Kellys zwei Outs, und Andrew Radel war auf Platz 8 eliminiert, während Kelly sich einen beeindruckenden Chiplead mit einer Million Chips erspielt hatte.

Erik Seidel ohne Chance

Auch Erik Seidels Hoffnungen auf ein weiteres Bracelet wurden schnell ausgelöscht. Jason Dewitt gab Seidel auf allen Straßen Action und setzte ihn beim Board 8hKcJs5h5d mit seiner letzten Bet all-in. Nach langem Überlegen callte Seidel, blieb aber chancenlos gegen Dewitts gerivertes Full House mit 8s8c und muckte seine Hand.

Tony Steward war der Nächste, der seinen Stealversuch teuer bezahlen musste. Mit Jh3c wollte er die Blinds mitnehmen, doch Marc Tschirch als Big Blind callte. Der Flop kam QsJc4h, Tschirch checkte, Steward contibettete und Tschirch checkraiste Steward all-in. Der Call fiel Steward sichtlich schwer, doch mit nur noch 8.000 Chips zu callen kam er nicht mehr vom Pot los. Tschirch drehte KhJh zum höheren Middlepair um, und Turn und River 6h5h brachten Tschirch sogar noch den Flush. Steward hingegen war an den Rails.

Auch Aaron Virchis erging es ähnlich. Mit Ks8h attackierte er als Small Blind den Chipleader John-Paul Kelly, der sich jedoch nicht so leicht aus der Hand drängen ließ. Den Flop Th4hTd checkte Virchis nur zu Kelly, der keine Zeit verlor all-in zu gehen. Committed callte Virchis die Bet und hatte gegen Kellys Ac4d zumindest noch einige Outs. Der Jc und das Ah brachten jedoch nicht die erhoffte Hilfe, und nur noch vier Spieler waren im Rennen um den Titel.

Selbst ein Straightflush kann Kelly nicht stoppen

John-Paul Kelly
Der Nächste, der auf Kellys Abschussliste landete, war Kyle Carlston. Nach einem Limp von Kelly (Bild rechts) raiste Carlston und sah sich instant einer 3-Bet von Kelly ausgesetzt. Carlston callte mit seinen restlichen Chips zum all-in und war mit AdJd in einer schlechten Lage gegen Kellys AsKs, und Carlston blieb nur Platz 4 und $54.711.

Kelly hingegen schien kaum noch aufzuhalten. Zumindest bis zu dem Moment als Jason Dewitt gegen ihn mit 4c5c einen Straightflush riverte und so den Chiplead übernahm. Beim Board AdTh3c7c war Dewitt all-in, und der River brachte ihm tatsächlich die benötigte 6c zum Runner-Runner-Straightflush. Doch selbst dies konnte Kelly nicht lange aufhalten, der Dewitt beim Board 9sTc2d2s fast seinen gesamten Stack wieder abnahm. Zu sehr hing Dewitt an seinen 9h8c und zog damit gegen Kellys AhTs den Kürzeren. Dewitts Aus besiegelte wenig später Marc Tschirch, dem mit 7s6c vs. AhTs bei Dewitt eine 6d auf dem Turn genügte.

Auch das Heads-up bot eine Menge Action, und sowohl preflop als auch postflop kam es immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden. In der letzten Hand versuchte Kelly beim Board 8c5d4s mit AsQh den Pot abzugreifen. Tschirch callte mit Ah5h und als auf dem Turn die Qc erschien, und Kelly Tschirchers all-in nur noch zu callen brauchte, brachen Kellys Fans schon in Jubelstürme aus und propagierten lauthals die "Deuce". Tatsächlich fiel auf dem River die geforderte 2c, und John-Paul Kelly gewann in einem verrückten Finale sein erstes Bracelet.

WSOP 2009
Event #20: $1.500 PLH
Ergebnis
Platz Name Preis
1st John-Paul Kelly $194.434
2nd Marc Tschirch $120.102
3rd Jason Dewitt $78.826
4th Kyle Carlston $54.711
5th Aaron Virchis $40.048
6th Tony Steward $30.837
7th Erik Seidel $24.919
8th Andrew Radel $21.082
9th Ravi Raghavan $18.637

Bildquelle: IMPDI for 2009 WSOP
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