Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

WSOP Event #29: Leo Wolpert holt den Titel

Nach einem anstrengenden Marathon Best-of-3 Match konnte sich Leo Wolpert als Sieger des $10.000 No Limit Heads-up Events feiern lassen. Hunderte Hände waren nötig, um John Duthie in die Knie zu zwingen.

WSOP Event 29Das $10.000 No Limit Hold'em Heads-up Event wurde zwischen Leo Wolpert und John Duthie ausgetragen. Sie brauchten alleine drei Spieltage, um sich für das Finale zu qualifizieren, welches am vierten Tag im Best-of-3 Modus ausgespielt wurde.

In der ersten Runde hatte Wolpert lange den Chiplead inne, doch Duthie konnte den ersten großen Pot für sich entscheiden und schnappte sich kurz darauf auch die restlichen Chips von Wolpert. In der 91. Hand raiste Wolpert auf 150.000 und Duthie callte. Der Flop brachte 8cKd3d, Duthie checkte, Wolpert setzte 180.000 und Duthie callte erneut.
Der Turn brachte die 9h,
die Duthie in gewohnter Manier checkte. Dieses Mal setzte Wolpert 420.000. Duthie war darauf vorbereitet und stellte nach diesem Einsatz all seine Chips in die Mitte. Wolpert callte für seine letzten Chips, und sein Gegenüber zeigte Td7d für einen OESD + Flushdraw. Wolpert hatte mit seinem Set KhKc noch keinen Grund zum Aufatmen, da Duthie 30% Siegchancen in dieser Hand hatte. Zu diesen 30% gehörte auch die 4d, die am River aufgedeckt wurde und Duthie den Megapot von 6.730.000 Chips bescherte.

Fünf Hände später war das erste Match vorbei. Duthie raiste, Wolpert ging für 920.000 Chips all-in und bekam einen Instant-Call. Duthie zeigte AdQd und dominierte damit Wolperts KsQs. Das Board kam 8c5c3h3sAs und Duthie gewann die erste Runde.

 
geknackte asse stoppen wolpert nicht 

Der Beginn der zweiten Runde ging ebenfalls an Wolpert, der sich schnell einen kleinen Vorsprung verschaffen konnte und somit neuen Mut für den Ausgang des Finales bekam. Ebenfalls analog zum ersten Durchgang sollte aber erneut die erste große Hand an Duthie gehen:

WSOP Event 29Duthie limpte in den Pot und callte das Raise auf 125.000. Der Flop brachte Td8s6s, Wolpert setzte 160.000 und Duthie callte. Der Turn brachte eine weitere Ts, die beide Spieler checkten. Auf die 2h am River setzte Wolpert noch einmal 420.000, die Duthie erstaunlicherweise nur callte. Er zeigte Th9c und schlug mit seinen Trips das Pocketpaar AdAs von Wolpert.

Doch in diesem Durchgang konnten selbst geschlagene Asse nicht den Wind aus Wolperts Segeln nehmen. Nach nur neun Händen beendete er das zweite Match, indem er preflop auf 90.000 raiste und nach Wolperts Call folgenden Flop sah: 9s6cAh.
Duthie checkte, Wolpert setzte 130.000, Duthie check-raiste auf 300.000 und
Wolpert schaute nochmal seine Karten an, um dann doch zu callen. Der Turn brachte die 2d, Duthie checkte mal wieder, Wolpert setzte 420.000 und nun ging Duthie all-in. Wolpert callte sofort!

Wolpert zeigte 6d6h zum Set und Duthie bot AsKc für Toppair mit Topkicker an. Die 2c am River war eine Blank, so dass nun die Chips der Teilnehmer gezählt wurden: Wolpert hatte mit 3.460.000 zu 3.440.000 einen hauchdünnen Vorsprung, so dass das zweite Match zu seinen Gunsten entschieden war.

 
EIn marathon zum bracelet 
Leo Wolpert
 Source: IMPDI for 2009 WSOP

In der dritten und letzte Runde erspielte sich Leo Wolpert (Bild rechts) einmal mehr die Führung und gab sie nicht mehr her. Die Hand, die ihm die Führung bescherte, begann mit einem Raise auf 90.000 preflop. Duthie callte wie so oft und sah sich den Flop 4dKh5h an. Duthie setzte 150.000, Wolpert sah sich seine zwei Karten sicherheitshalber noch einmal an und callte.

Der Turn brachte die 7c,
Duthie setzte 250.000, die Wolpert auf 725.000 erhöhte. Nun musste Duthie seine Karten nochmal unter die Lupe nehmen, doch nach einiger Bedenkzeit entschied er sich zum Fold. Durch diese Hand gelang Wolpert ein 5.265.000 zu 2.415.000 Chiplead.

Am Ende des vierten Levels war Wolperts Stack bereits auf über 6.000.000 Jetons angewachsen, aber nach einer kurzen Verschnaufpause konnte Duthie verdoppeln, so dass er nur noch eine Million Chips Rückstand hatte.

Fortan ging es lange hin und her bis es in der 191. Hand zum entscheidenen All-in kam. Wolpert limpte und Duthie checkte. Der Flop brachte Ts3s5c, Duthie checkte, Wolpert setzte 120.000 und Duthie verkündete überraschend sein All-in. Wolpert callte sofort mit seinem Twopair 3h5h, während Duthie nur Td2h vorzuweisen hatte. Dem Jh am Turn folgte die Qh am River - Duthie musste sich mit dem zweiten Platz begnügen und erhielt dafür $386.636.

Leo Wolpert hat nun neben seinem Bracelet auch eine interessante Geschichte vorzuweisen: Er war früher professioneller Pokerspieler, entschied sich jedoch dafür, sein Jura-Studium wiederaufzunehmen, bevor ihn die Begierde nach der WSOP nach Las Vegas verschlug. Das $10.000 Heads-up Event würde seinem Studium nicht schaden, dachte er sich. Eine kluge Entscheidung, da er nun mit einem netten Taschengeld von $625.682 zurück an seinen Campus kehren wird!

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