Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

WSOP Event #30: Ein sehr schnelles PLO-Turnier

Nazgul und Trader hatten ebenso wie viele Top-Pros nur ein kurzes Auftreten bei Event #30 dieser WSOP. Sie alle wurden Opfer der schnellen Struktur des Turniers.

WSOP Event 27 Insgesamt 436 Spieler registrierten sich für das $2.500 Pot Limit Omaha Event, so auch Barry Greenstein, Gavin Griffin, J.C. Tran, Erick Lindgren, Phil Hellmuth, David Benyamine und der letztjährige Gewinner des Turniers Phil 'OMGClayAiken' Galfond.

Auch zwei Mitglieder des Team PokerStrategy.com waren in diesem Turnier angetreten. Neben nazgul ließ sich  trader an den Tischen blicken, welcher sein Debüt bei der diesjährigen WSOP feierte. Nachdem er die Registrierung im HU-Event knapp verpasst hatte (siehe seinen letzten Blogeintrag), konnte er nun endlich sein Glück versuchen.

nazgul wiederum musste nach einer Konfrontation mit Mike Sexton schnell die Segel streichen. Bevor Sexton dabei Nazgul gecallt hatte, sagte dieser: "Anyway, I call you, I have the H.O.R.S.E. event starting soon." "Naja und dank des Calls bustete er mich." scherzte nazgul.

trader muss sich geschlagen geben 

TraderWährenddessen lief es für trader (Bild links) anfangs besser.

Er saß an einem Tisch mit Jason Mercier, der in diesem Jahr schon ein Bracelet gewinnen konnte und sah sich darüber hinaus weiteren Spielern gegenüber, die das Spiel durchaus gut beherrschten. So kam es kaum zu Limps, sondern zu vielen Raises und Re-Raises preflop.

Schnell konnte trader dabei einige Chips gewinnen und seinen Startstack von 7.500 auf 10.000 ausbauen.

Kurz darauf sollte er jedoch mehrere Rückschläge hinnehmen müssen. Auf dem Flop Q-J-5 hatte er mit T-8-8-6 einen Flush getroffen und war noch gegen zwei Spieler im Rennen. Beide checkten zu ihm und trader setzte 1.100 in einen Pot von 1.300. Einer seiner Gegner ging für 2.600 all-in, trader callte und sah bei seinem Gegenüber einen besseren Flush mit K-3-X-X. Seinen einzigen Out zum Straight Flush sollte trader nicht mehr treffen, sodass der Pot nicht den Weg zu ihm fand.

Einige Hände später hielt trader A-A-9-9 und nach seiner 3-bet preflop hatte er es auf dem Flop ein weiteres Mal mit zwei Gegnern zu tun. Der Flop kam 2h6h7h und unser Mann vor Ort entschied sich mit dem Ah auf der Hand zu conti-betten. Nachdem ein Gegner gecallt hatte, entschied sich der Zweite all seine Chips zu setzen und trader foldete seine Hand.

Nun short in Chips entschied sich trader mit T-9-6-7 double suited preflop zu reraisen. Der Initialraiser ging noch mal drüber und trader callte für all seine Chips. Sein Gegenüber zeigte A-A-Q-5 und konnte den Pot einstreichen.

farha opfer seiner aggressiven spielweise 
Wie in den bisherigen PLO Events konnte man auch diesmal von der Rebuy-Option Gebrauch machen. Jeder Spieler hatte zwei rote Buttons und falls die Spieler ihren Stack verloren oder aber ihrem Stack mehr Chips hinzufügen mochten, konnten sie den enstsprechenden Rebuy-Button in die Hand nehmen und weitere Jetons erhalten.

Diese Option des Rebuys veranlasste einige Teilnehmer dazu etwas loser zu spielen und so des Öfteren all ihre Chips zu setzen. Sammy Farha war beispielsweise einer der Spieler, der des Öfteren All-in shovte und ein frühes Double up provozieren wollte. Dieser Plan ging bei Farha jedoch nur bedingt auf. Er schied noch in den ersten Blindleveln aus.

So verlor er seinen ersten Stack mit Two Pair gegen ein gerivertes höheres Two Pair seines Gegners und bereits kurze Zeit später war Farha ein weiteres Mal All-in. Auf dem Flop 5hAs3d hatte er mit Qs7c6c4s all seine Chips gesetzt, während sein Gegenüber mit 5s5c7d4c Favorit war. Das Board 9s6s bescherte Farha jedoch noch einen Flush und plötzlich sah sich dieser einem großen Chipstapel gegenüber.

Dieses Momentum konnte Farha jedoch nicht lange nutzen. Bereits kurze Zeit später hatte er wieder all seine Chips verloren und war an die Rails geschickt worden. Dort befand er sich in bester Gesellschaft. Auch Greg Raymer, Gavin Griffin und Michael Mizrachi hatten früh ihre Sachen packen müssen.

Phil Ivey kommt zu spät

Robert MizrachiDer einfachste Weg dieser Tage einen Pro zu erkennen ist derweil nicht nach einem Shirt mit einem Aufdruck des jeweiligen Sponsors zu suchen. Viele Spieler scheinen es bei dieser WSOP zu lieben zu multitablen und, wenn möglich, sich spät für ein Turnier zu registrieren. Daniel Negreanu, Robert Mizrachi (Bild rechts), Max Pescatori, Chau Giang, Men Nguyen, Michael Binger und andere fanden ihren Weg an die Tische, als das Turnier längst begonnen hatte und schon einige Spieler ihren Platz wieder hatten räumen müssen.

Ein weiterer Spieler, der spät angekommen war, war Phil Ivey. Dieser hatte wiederum eine gute Entschuldigung für die Verspätung - er hatte gerade Event #25 gewonnen. Phil Hellmuth registrierte Iveys Erscheinen und ging postwendend zu ihm, um ihm zu gratulieren und kommentierte "Aren't you setting the bar a little high kid?"

Gegen Ende des Tages war Hellmuth neben David Ulliott, Chau Giang und viele weiteren Spielern bereits ausgeschieden. Phil Ivey konnte derweil trotz seines späten Erscheinens den Tag überleben und kehrt als Shortstack an die Tische zurück.

Insgesamt überlebten nur 63 Spieler den ersten Tag. J.C Tran konnte sich dabei den Chiplead sichern, gefolgt von Jesse Rios und Pros wie John Juanda oder Theo Jorgensen.

Hier seht ihr die Top 10 des Chipcounts nach Tag 1:

World Series Of Poker
Event #30 Top 10 Chipcount
Platz Name Chips
1 J.C. Tran 176.900
2 Len Ashby 123.500
3 Jesse Rios 109.200
4 Chad Layne 106.000
5 Loren Klein 102.000
6 David Ewing 95.100
7 Jakcob Elbaz 95.000
8 Hertzel Zalewski 91.800
9 John Juanda 85.300
10 Theo Jorgensen 85.900

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