Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

WSOP Event #34: Eric Baldwin gewinnt

Der Amerikaner Eric Baldwin konnte mehr als 2.000 Spieler im $1.500 No Limit Event hinter sich lassen, bevor er Jonas Klausen im Heads-up eliminierte und sich damit $521.932 verdiente.

Event 34Er kämpfte sich unbeirrt durch das stark besetzte Teilnehmerfeld mit 2.095 Teilnehmern, um am dritten und letzten Spieltag die verbliebenen 19 Gegner auszuschalten, zu denen unter anderem Bertrand "ElkY" Grospellier gehörte. Im finalen Heads-up fertigte er seinen Kontrahenten Jonas Klausen kurzerhand ab. Jetzt trägt er das goldene Bracelet um seinen Arm und feiert mit seiner Prämie in Höhe von $521.932 den Sieg im 34. Event der World Series of Poker 2009: Die Rede ist von Eric Baldwin, einem jungen Amerikaner aus Wisconsin.

ELkyDer dritte Tag stand im Zeichen des größten Namens im Turnier. Zumindest hatte es den Anschein, nachdem Bertrand "ElkY" Grospellier (Bild links) mehrere Shortstacks aus dem Turnier nahm und sich damit einen enormen Chiplead über den Rest des Feldes erarbeitete. Doch das änderte sich blitzartig, als "ElkY" zwei enorme Pötte innerhalb weniger Minuten verlor. Der zweite katapultierte ihn sogar aus dem Turnier, da er mit seinem Pocketpaar KK in die Pocket Rockets AA von Steven Bradbury rannte. Nicht nur dieses Setup war ungünstig, ebenso die Tatsache, dass Bradbury mehr Chips vor sich liegen hatte als "ElkY". Das Board hatte kein Mitleid und beföderte Bertrand Grospellier mit dem 13. Platz an die Rails. Zwei weitere Spieler folgten ihm, bevor sich die Top-10 um die Plätze an dem Final Table stritt.

bad beat in den blinds 

Der Titel als Bubble Boy gebührte letztlich Young Phan, der seine letzten 250.000 Chips preflop mit Q8 in die Mitte stellte, einen Call von Benjamin Scholl mit einem Paar JJ bekam, keine Hilfe auf Board sah und immerhin $42.895 für den 10. Platz einkassierte.

Ihm folgte Eric DeFontes auf dem 9. Platz, als er den Preflop-Raise von Jonas Klausen auf 80.000 mit einem Push für 359.000 erwiderte. Klausen lies sich nicht abschütteln und callte mit AhTh. DeFontes zeigte 4s4h und musste mit ansehen, wie der Flop 6h Ac 7d seinen Untergang einleitete. Die 9s und Ks am Turn und River änderten nichts mehr am Ausgang der Hand, so dass der erste Abgang am Final Table besiegelt war.

All-inMartin Jacobson und ElkY-Bezwinger Steven Bradbury konnten sich auch nicht entschieden länger im Rennen halten und sahen nur noch von den Rails, wie Andrew Youngblood unglücklich auf dem sechsten Platz ausschied. Es fing harmlos an, alle checkten zu den Blinds, in denen Jonas Klausen und Youngblood saßen. Klausen completete seinen Small Blind nur und Youngblood checkte. Der Flop kam 6h 9h 8d und Klausen setzte 75.000. Youngblood raiste schnell auf 420.000 und mindestens genau so schnell kam der All-in Ruf von Klausen. Defintiv noch schneller callte Youngblood und zeigte 6c6d zum Set. Nicht genug, denn Klausen hatte mit 5s7s eine Straight gefloppt, die an Turn (As) und River (5h) nicht mehr geschlagen werden sollte.

Klausen erlangte durch diesen Pot einen Chipstapel in Höhe von 4.4 Millionen Jetons. Das war ihm anscheinend noch immer nicht genug, da er in der nächsten nennenswerten Hand den Shortstack Roland de Wolfe eliminierte, indem er mit A6 gegen de Wolfes 67 bestand.

James Taylor haute Benjamin Scholl auf dem vierten Platz raus, so dass nur noch Taylor, Baldwin und Klausen um den Sieg im 34. Event spielen konnten. Die drei Spieler hatten zwar anfangs nahezu gleichgroße Stacks, doch Baldwin konnte durch seine aggressive Spielweise die Führung erklimmen und Taylor zum Shorty werden lassen. Schließlich nahm er Taylor seine letzten Chips ab, als er ein Toppair floppte und damit all-in ging. Taylor musste mit seinen Overcards lange überlegen, doch die Frust über Baldwins Aggression führte dazu, dass er callte. Seine sechs Outs auf alle Könige und Damen im Deck kamen nicht an und Baldwin konnte sich über einen leichten Chiplead im Heads-up freuen.

Spannung pur 
Eric Baldwin
 Source: IMPDI for 2009 WSOP

Die entscheidene Hand im Kampf um das Bracelet kam kurz nachdem Klausen die Führung erlangen konnte. Baldwin (Bild rechts) floppte ein Set Vierer mit dem er all-in ging, während Klausen mit QsTh das Top Twopair auf dem 4s Ts Qh Flop inne hatte. Die die 2c am Turn und 3h am River halfen nichts, so dass sich Baldwin einen Chiplead von 8:1 aufbauen konnte.

Diese Führung lies er sich dann nicht mehr nehmen. Ein Coinflip brachte die Entscheidung, als Klausen das Preflop-Raise seines Gegners mit einem All-in beantwortete. Baldwin callte mit ThTc und hatte sich wahrscheinlich klarere Verhältnisse gehofft, denn Klausen konnte immerhin AhQh aufweisen. Der Dealer warf JsKs6d am Flop aus, womit schonmal die Flush-Hoffnungen Klausens eliminiert waren. Doch nun halfen ihm jede weitere Zehn, die Baldwin nun bloß nicht mehr sehen wollte, jedes Ass und jede Dame zum Verdoppeln. Der komplette Saal äußerte seine Wünsche auf weitere Karten am Turn und River und man konnte nur noch wirre Rufe von Fans beider Seiten vernehmen: "Ten! Ace! Brick! Queen! Six! Ace!
Ten!"

Dem schönen Chor folgte die 6h auf dem Turn. Mehr als eine Blank! Denn sollte Klausen nun doch noch eine Zehn am River treffen, würde er trotzdem verloren haben, da diese das Full-House für Baldwin bedeutet hätte. Es blieben also nur noch sechs Outs für eine vermeintlich letzte Karte im Turnier. Der so laute Saal verstummte, als der Dealer ausholte, um die entscheidene Karte umzudrehen. Es war die 5s, die das Turnier beendete und Eric Baldwin um das Bracelet und $521.932 bereicherte.
Klausen verdiente sich für seine sehr starke Leistung in diesem Event immerhin $322.271.

Abschlussplatzierungen 
World Series Of Poker
Event #34 Ergebnisse
Platz Name Preisgeld
1. Eric Baldwin $521.932
2. Jonas Klausen $322.371
3. James Taylor $213.046
4. Benjamin Scholl $150.133
5. Roland de Wolfe $112.957
6. Andrew Youngblood $89.222
7. Steven Bradbury $74.352
8. Martin Jacobson $65.487
9. Eric DeFontes $60.335

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