WSOP Event #4: Ein aggressiver Steve Sung holt den Sieg
Im vierten Event konnte Steve Sung durch eine respektable Leistung am Final Table verdient den Sieg einfahren. Das Event geht mit 6.012 Teilnehmern als größtes Side-Event in der Geschichte der WSOP ein.
Der Final Table begann mit Dan Heimiller und Steve Sung als Bigstacks, die beide mit über 3.300.000 Chips komfortabel im Rennen lagen. Mehr Druck verspürte hingegen Danny Fuhs, der mit knapp unter einer Million Chips der Shortstack am Tisch war. Seiner Lage bewusst versuchte er möglichst schnell zu verdoppeln, aber direkt der erste Versuch sollte der letzte gewesen sein, da er auf dem Flop

mit seinem Top Twopair starker Außenseiter gegen das Set Zehner von Phong Huynh war. Die
am Turn und
am River änderten nichts am Ausgang der Hand, so dass sich Danny Fuhs als erster Spieler vom Final Table verabschieden musste.
Seine Endstation, Phung Huynh, konnte sich nicht lange über Fuhs' letzte Chips freuen, da er kurz darauf mit einem Set Dreier in das Topset Buben von James Matz rannte. Dem All-in am Turn folgte eine weitere Blank am River und nachdem der Final Table erst wenige Minuten alt war, platzte der Traum vom Bracelet bereits für zwei Spieler.
Die Lage am Tisch beruhigte sich nach dem Feuerwerk am Anfang ein wenig. Es dauerte eine Weile bis der nächste große Pot zustande kam. Daher entschied sich der Bigstack Steve Sung seine Position auszunutzen und viel Druck auf die Shortstacks auszuüben. Das gelang ihm mit nichten, da er in diverse Check-Raises rannte und plötzlich, ohne einen Showdown am Final Table gesehen zu haben, zum Shortstack avancierte. Drei Viertel seines Stacks investierte er in Bluffs, bevor es in die Pause ging. Hier holte sich der Amerikaner anscheinend neue Motivation und Tipps, wie er seinen bisherigen vier kleineren Cashes bei der WSOP einen ersten dicken Gewinn hinzufügen könnte.
In seiner ersten relevanten Hand nach der Pause gelang es ihm, endlich einen Showdown zu sehen. Das war bereits preflop klar, als er das All-in von Jeff Oakes mit callte. Oakes zeigte ein Paar Fünfen, das bereits durch die erste Karte am Flop zum Scheitern verurteilt werden sollte. Das Board
besiegelte das Aus für Oakes und beförderte Sung erneut zu einem der Bigstacks.
Im Shorthanded-Spiel nutzte Sung (Bild links*) seine Aggressionen deutlich effektiver
und so kletterte er mit guten Reads und ohne Showdown langsam an die
Spitze des Chipcounts. Dan Heimiller gefiel das überhaupt nicht, denn sein Stack schrumpfte durch Blinds, Antes und Steals von Sung auf etwas mehr als eine Million Chips. Die Hand verschaffte ihm wieder neue Hoffnung. Preflop konnte er all seine Chips in die Mitte stellen und sich über den Call von Sung mit
freuen. Doch das Glück war mittlerweile auf die Seite des 24-jährigen Sung gekehrt. Mit einer Dame auf dem

Board konnte er Heimiller aus dem Spiel nehmen und seine Führung weiter ausbauen.
Steve Sung hatte einen Lauf und nutzte diesen, um die weiteren Kontrahenten an die Rails zu verweisen. Das musste auch Nathan Mullen feststellen, nachdem er mit 
und traf auf dem River die
zur Straight, die gleichzeitig Twopair und Turnierende für Mullen bedeutete. Wer sollte Sung nach einem getroffenen Gutshot noch aufhalten? Der nächste, der er versuchte, war Pete Vilandos. Mit einem Paar Neuner pushte er preflop all-in und bekam den Call von Sung. Dieser hatte eine legitime Hand mit
, jedoch bekam er dieses Mal keine Hilfe vom Board. Vilandos konnte verdoppeln und den Lauf Sungs beenden.
* Quelle: WorldSeriesofPoker.com
Einer der stillsten Spieler des Abends war Larry Sidebotham, der sich in wenige Pötte verwickelte und ab und zu all-in pushte, um die Blinds einzukassieren. Dies gelang ihm bis dato ganz gut, jedoch musste er seinen Platz räumen, nachdem sein Push mit von James Matz mit
gecallt wurde und das Board keinem Spielern Hilfe gab. Ass hoch sollte reichen, um den vierten Platz zu besiegeln.
Dennoch blieb James Matz Shortstack. Dementsprechend aggressiv versuchte er die Blinds zu stehlen und sich an die anderen beiden Spieler heranzukämpfen. Eine Weile ging das gut, jedoch war es wieder einmal Steve Sung, der einen weiteren Spieler eliminierte. Auf dem Board
callte er das All-in von Matz, der mit
nicht gerade eine Monsterhand aufweisen konnte. Sung hingegen hielt lediglich einen OESD mit
, aber wer mitverfolgt hat, wie der Final Table für Sung lief, wird nicht erstaunt sein, dass ein Ass auf dem River für die Straight sorgte.
Im Heads-Up konnte es daher auch nur einen Sieger geben! Der war nach einer Weile gefunden, als Sung Könige erhielt und ohne große Überlegungen das All-in Vilandos' callte. Dieser hatte ein Paar Achter auf der Hand und sah auf dem Board

keine Hilfe. Somit stand Steve Sung als Sieger des größten WSOP Side-Events aller Zeiten fest. Der Sieg brachte ihm $771.106 ein.
| WSOP Event #4: $1.000 NL Abschlussplatzierungen |
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| Platz | Name | Chips |
| 1. | Steve Sung | $771.106 |
| 2. | Panayote Vilandos | $473.283 |
| 3. | James Matz | $313.826 |
| 4. | Larry Sidebotham | $227.254 |
| 5. | Nathan Mullen | $175.851 |
| 6. | Dan Heimiller | $145.009 |
| 7. | Jeff Oakes | $126.613 |
| 8. | Phong Huynh | $117.414 |
| 9. | Danny Fuhs | $114.168 |
