WSOP Event #40: Matt Graham macht das Rennen gegen Vitaly Lunkin
An Tag 3 des $10.000 PLO Events konnten die Zuschauer zusehen, wie sich das Feld solange verkleinerte, bis nur noch Matt Graham und Vitaly Lunkin am Tisch saßen. Die beiden rissen sich den Chiplead ein ums andere Mal gegenseitig aus der Hand, bis sich schließlich einer von ihnen durchsetzen konnte.
Am letzten Spieltag des $10.000 PLO Events ging es darum, den Sieger unter den verbleibenden 25 Spielern auszumachen. Howard Lederer, Vitaly Lunkin, Nenad Medic, Barry Greenstein, Chau Giang, Noah Schwartz und die restlichen Teilnehmer waren alle bereit und gewillt, dort weiterzumachen, wo sie am Ende von Tag 2 aufgehört hatten.
Schon nach kurzer Zeit mussten die Ersten das Feld räumen, mit eingeschlossen waren auch einige der verbleibenden Pros. Während Medic und Lederer früh ihre Sachen packen mussten, könnten die anderen sich an ihren wachsenden Chipstapeln erfreuen. Barry Greenstein war bereit zu gamblen und das schien sich auszahlen.
Greenstein setzte 35.000 auf den
-Flop, Schwartz legte zusätzliche 95.000 nach, alle bis auf Greenstein foldeten, er selber jedoch entschied sich für das All-in. Schwartz schaute sich daraufhin kurz nochmal seine Hand an und callte. Greenstein drehte
zum Nutflushdraw um und Schwartz konnte mit
zwei Paar aufweisen, die jetzt nur noch halten mussten, um ihm den Pot zu bringen. Die
am Turn veränderte die ganze Situation allerdings schlagartig, da Greenstein nun mit Trips vorne lag. Die
am River brachte nichts Neues mehr und so konnte Greenstein auf 1,15 Millionen verdoppeln, während Schwartz auf nur noch 150.000 herunter fiel.
Die Eigenarten des PLO Spiels sind extrem gefährlich, da man immer damit rechnen muss, noch geschlagen zu werden. Schwartz war an diesem Tag derjenige, der dieses Phänomen besonders zu spüren bekam. Nach verspieltem Chiplead lag nur noch ein Bruchteil des ehemaligen Stacks vor ihm und er fand kein Mittel dagegen, den Zerfall aufzuhalten. Schließlich schied er als 15. aus und konnte sich $46.226 an Preisgeld einstecken.
Danach ging es dann Schlag auf Schlag und nachdem Nathan Doudney als 10. den bitteren Gang zu den Rails antreten musste, stand die Besetzung für den Final Table fest. An eben diesem war es Matt Graham, der mit 1,4 Millionen in Chips den größten Stapel vor sich liegen hatte. Einen echten Shortstack hingegen gab es nicht, da der „ärmste“ Spieler, Van Marcus, immerhin auch noch 500.000 in Chips besaß.

Barry Greenstein (links im Bild) war das erste Opfer an diesem Final Table. Nachdem Vitaly Lunkin auf 120.000 geraist hatte, callten Barry Greenstein und Josh Arieh. Der Flop zeigte
Lunkin fand im Folgenden immer wieder neue Opfer, die er zu den Rails schickte. Richard Austin war der nächste Spieler, für den dies galt. Nachdem der aggressive Lunkin auf 120.000 geraist hatte, callte Austin. Der Flop sah wie folgt aus:
. Austin nahm dies zum Anlass, 120.000 anzuspielen, woraufhin Lunkin allerdings genug Chips in die Mitte schob um seinen Kontrahenten all-in zu setzen. Austin callte und sah sich mit
Lunkins
gegenüber. Der Turn brachte einen
und die
am River gab Lunkin die Nuts und machte Austins soeben gebaute Straße wertlos.
Josh Arieh war zwar dem Turniertod in dieser Hand entkommen, jedoch war Minuten später auch für ihn Endstation, und zwar gegen Ferit Gabriellson. Nachdem Arieh mit all-in gegangen war, callte Gabriellson mit
. Das
-Board stattete Letzteren sogar mit Quads aus, so dass Arieh kein Wort mehr im Rennen um den Sieg mitzusprechen haben sollte.
Vitaly Lunkin hielt weiterhin nicht viel vom Prinzip des Teilens, und so kam es, dass er damit weitermachte, sich die Chips der Gegner unter den Nagel zu reißen. Lunkin startete die Action mit einer 210.000-Bet, Stefan Mattsson erhöhte auf Potsize, woraufhin Lunkin genug reraiste, um Mattsson all-in zu setzen und zu sehen, wie dieser die Herausforderung annahm. Lunkin zeigte und trat damit gegen Mattssons
an. Das
-Board brachte eine Menge verpasster Outs und bestätigte schließlich Lunkins Asse, die ihn auf 4 Millionen Chips hochkatapultierten.
Für Merit Gabriellson gingen die Lichter in einer Hand gegen Matt Graham aus. Zunächst sah es bei dem
Graham sollte danach noch einen Spieler aus dem Turnier befördern. Der Leidtragende hieß Robin Keston, der den Platz für die letzten drei Verbliebenen räumte. Von diesem Punkt an dauerte es noch eine Weile, bevor es ins Heads-up ging. Wieder einmal war es Matt Graham, der das Feld durch Eliminierung eines anderen verkleinerte.
Graham raiste auf 200.000, Van Marcus reraiste Potsize und Graham ging kurzerhand mit einem solch großen Stack all-in, dass auch Marcus bei einem Call all-in wäre. Dieser sah seine Hand als stark genug an um zu callen. Jedoch sollte er eine unangenehme Überraschung in den Karten seines Gegners entdecken. Diese bestanden nämlich aus
. Das
-Board räumte Marcus endgültig aus dem Weg. Das Heads-up konnte beginnen.
Matt Graham trat mit 4,5 Millionen Chips gegen Vitaly Lunkins 4.350.000 an. Spannende Voraussetzungen waren also gegeben. Der Chiplead wanderte einige Male hin und her und es wurde lange nicht richtig klar, wohin die Reise gehen sollte. Schlussendlich sollte eine Hand, in der beide limpten, bestimmen, wer das Event #40 mit dem Bracelet verlassen sollte.
Graham checkraiste Potsize auf einem
-Flop, nachdem Lunkin zuvor 120.000 gesetzt hatte. Lunkin callte, und es erschien eine
am Turn. Graham setzte nun 1,1 Millionen, Lunkin ging all-in und wurde gecallt. Lunkin zeigte
und Graham drehte
um. Das
am River änderte nichts mehr, sodass Graham diese Hand siegreich gestalten konnte. Nachdem die Chips daraufhin gezählt waren, stand fest, dass diese Hand für Graham reichen sollte, um seinen letzten Kontrahenten aus dem Turnier zu befördern. Lunkin ging sofort danach zum strahlenden Sieger herüber und gratulierte ihm mit einem Handschlag, obwohl ihm selber natürlich auch großer Respekt für die tolle Leistung gebührt.
Hier sind die kompletten Resultate des Final Tables:
| World Series Of Poker Event #40 Resultate |
||
| Platz | Name | Preisgeld |
| 1. | Matt Graham | $679.379 |
| 2. | Vitaly Lunkin | $419.832 |
| 3. | Van Marcus | $278.409 |
| 4. | Robin Keston | $196.994 |
| 5. | Ferit Gabriellson | $148.439 |
| 6. | Stefan Mattsson | $118.463 |
| 7. | Josh Arieh | $99.856 |
| 8. | Richard Austin | $88.681 |
| 9. | Barry Greenstein | $82.746 |
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