WSOP Event #5: Nazgul ausgeschieden
Event #5, ein $1.500 PLO-Event, lockte unzählige Toppros und drei PokerStrategen an die Tische. Tim 'Nazgul' Kahlmeyer erlebte erneut einen aufregenden aber unerfolgreichen Tag, während Bjorn Verbakel sich in den Geldrängen positionierte.
Tim 'nazgul' Kahlmeyer ist bei der WSOP 2009 bisher einfach nicht vom Glück verfolgt. Nach seinem unglücklichen Aus im $1.000 NLH-Event, als er mit geturntem Flush gegen einen ebenfalls geturnten Vierling seines Gegners ausschied, trat nazgul gestern zu Event #5 an, einem $1.500 PLO-Event.
Am Tisch traf unser Videoproduzent auf Shaun Deeb, und zusammen mit zwei Spielern denen die Omaha-Regeln scheinbar völlig Unbekannt waren, und einem Dealer dem es nicht gelang den Pot richtig zu berechnen waren das Setting für nazguls zweiten Auftritt bei der WSOP, den er natürlich auch für euch im Team-Blog festhielt.
Das Turnier war ein Triple-Chance-Turnier, was bedeutet, dass der Startingstack von 4.500 Chips in drei Teile zu jeweils 1.500 Chips aufgeteilt wurde. Zum Turnierstart erhielten die Spieler die ersten 1.500 Chips, sowie zwei rote Buttons, die jederzeit vor einer Hand gegen weitere 1.500 Chips eingetauscht werden konnten. Nach drei Stunden endete das ganze Spielchen, und alle noch vorhandenen Buttons wurden gegen Chips Zwangseingetauscht, so dass jeder Spieler wieder mit seinem tatsächlichen Stack am Tisch saß.
Nachdem nazgul den Tisch eine Zeit lang beobachtet hatte und die Lage einzuschätzen vermochte, entschied er sich im Button für einen Double-Rebuy und fand auch sogleich die scheinbar passende Situation seinen Stack zu vergrößern.
Die Blinds standen bei 25/50, zwei Spieler limpten in die Hand, ein looser Gegenspieler raiste auf 150, und nazgul erhöhte noch einmal auf 550. Nach einem Snapcall seines Gegenübers sahen die Zwei den Flop . Für nazgul der
hielt ein Traumflop, und so raiste unser Videoproduzent die Bet seines Gegners von 250 auf 1.100. Sein Gegenüber callte, und der Turn war die
. Sein Gegner checkte, nazgul bettete 1.400, und wieder snapcallte ihn sein Gegenüber.
Der River war die und dieses Mal checkte nazguls Gegner nicht, sondern pushte für seine verbliebenen Chips all-in. nazgul callte und musste sich 6-6-5-3 zum geriverten Full House zeigen lassen. Nur 1.000 Chips blieben ihm, und obwohl er seinen Stack noch mal auf 1.400 Chips ausbauen konnte, war nazguls Ende nach einem missglückten Move und einer weiteren unglücklichen Hand besiegelte Sache.
Auch wenn das ganz große Schaulaufen der Stars bei der WSOP noch warten muss, befanden sich unter den Startern einige Größen der Pokerwelt wie Daniel Negreanu, Erick Seidel, Thang Luu, Chau Giang, Allen Cunninghan, Nenad Medic, Jeff Madsen und weitere. Andy Black (Bild links) war zu Beginn des Turniers ein wenig verloren im Dschungel des Rios.
Nicht nur, dass er sich den falschen Seat auswählte, sondern dies tat er auch noch am falschen Tisch. Eine gute Stunde spielte Black, bevor der Fehler auffiel und Black seinen eigentlichen Platz einnehmen konnte.
Viele Spieler nahmen lieber gleich das volle Risiko auf sich und starteten mit dem vollen Stack von 4.500 Chips, und ohne einen Plan B in der Hinterhand zu haben, um im Falle eines verlorenen All-ins noch einmal Chips nachlegen zu können. So auch Sorel Mizzi, Jimmy Fricke, David Ulliot, Chris Bell und Bill Gazes, die das Turnier dennoch allesamt früh verlassen mussten.
Im siebten Level waren nur noch 185 Spieler im Rennen, und mit Ivan Demidov befand sich auch noch ein Dauergast der CAPT im Rennen, der es jedoch nicht bis in die Geldränge schaffte. Nach einer 3-Bet-Raise all-in vom Small Blind entschied sich Demidov seinen Stack mit in die Mitte des Tisches zu bringen. Der Small Blind zeigte
, das Board kam
, und Demidov blieben nur etwa 1.300 Chips und wenig später war es um ihn geschehen.
Während die meisten Spieler damit beschäftigt waren, sich im PLO-Event in den Geldrängen zu positionieren, entschieden sich Kiril Gerasimov, Alexander Kravchenko und Alexander Kostritsynn fürs multitablen und spielten zugleich noch das $10.000 Seven Card Stud-Event.
Als man sich dort der Bubble näherte verlor das Spiel extrem an Tempo und fast alle noch im Spiel befindlichen Spieler schalteten in den Nit-Mode, mit der Hoffnung doch noch sicher die Geldränge zu erreichen. Vielleicht um das Spiel wieder etwas zu beleben entschied der Turnierdirektor, dass weitergespielt werden sollte, bis die Bubble geplatzt war.
Dank einer Double-Elimination war dies früher der Fall als erhofft, und einer unter den 81 Spielern ITM war PokerStratege Bjorn 'bjorn1987' Verbake, der es schaffte sich langsam aber sicher einen Stack von 12.500 Chips aufzubauen. Nicht ganz so erfolgreich war leider Florian 'fa_morgoth' Langmann, der an Tag 1 an die Rails musste.
Chipleader ist Jason Mercier mit einem Stack von 227.000 Chips und einem beeindruckenden Vorsprung von 88.000 Chips auf seinen engsten Verfolger.
