WSOP: Rheem der "Bad Boy" der November Nine?
David 'Chino' Rheem ist der bekannteste der neun WSOP-Final-Table-Teilnehmer. Nun machen Negativschlagzeilen des „Bad Boys“ die Runde. Diebstahl, Suff, Drogenkonsum und ein Gefängnisaufenthalt sollen es in Rheems Vergangenheit gegeben haben.
So hatten sich die Veranstalter der WSOP die Berichterstattungen zu den Final Table-Teilnehmern vermutlich nicht vorgestellt: David Rheem sorgt für unangenehme Überraschungen.
Rheems Vergangenheit...
Vor acht Jahren war Rheem Medienberichten zufolge in diverse Diebstähle verwickelt und wurde des Marihuanabesitzes überführt. Für seine Vergehen wurde Rheem in Broward County zu vier Monaten Gefängnis und 30 Monaten Bewährung verurteilt. 2003 entkam Rheem einer weiteren Verhaftung in Hollywood: Das dortige Gericht verurteilte den US-Amerikaner zu einer Haftstrafe. Rheem erschien jedoch nie vor Gericht. Der Haftbefehl hat laut Medienberichten weiterhin Gültigkeit.
...und mögliche Auswirkungen auf die Gegenwart
Das alles sind für die Verantwortlichen der Series natürlich bedrückende Nachrichten. Die Verantwortlichen der WSOP meinten, man habe von Rheems Vergangenheit nichts gewusst. Für Rheem könnte sich seine Vergangenheit somit in Zeiten seines größten Erfolges gegen ihn stellen. Vor allem seine nicht angetretene Haftstrafe könnte Stimmung gegen ihn aufkommen lassen. Möglicherweise ist es aber auch genau das, was die Pokerfans wollen: Kantige Typen mit Profil und einer Geschichte, ein amerikanischer Traum: Vom Knasti zum Millionär.
Rheem zum Final Table
Rheem jedenfalls ist heiß auf das Finale. Auch wenn er die Zwischenzeit nach eigener Aussage nicht zur Verbesserung seines Spiels nutzen möchte. Er hat sich seine Strategie für das Finale bereits ausgemalt. So konnte man in einem Interview mit ihm lesen:
"Well, if the other eight people at the table are reading this, I’m just going to get piss drunk every night from now until the final table. I’m not going to plan or think at all. I’m just going to raise every pot without looking."
Wie ernst solche Aussagen von Rheem zu nehmen sind, wird sich erst im November zeigen. Bis dahin wird sich vielleicht auch herausstellen, ob Rheem wirklich so ein „Bad Boy“ ist, und ob er es versteht, seine Story zu vermarkten. Man darf jedenfalls auf weitere Geschichten zum Final Table der WSOP gespannt sein.