Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

WSOP: Seiver startet 43-mal beim Flip-&-Go-Event... und casht nicht!

Die Stimmen von Kritikern des varianzlastigen Formats werden nach der diesjährigen WSOP-Ausgabe wohl kaum verstimmen, nachdem Scott Seiver den degenerierten Ansatz wählte.





Eins der kontroversesten WSOP-Events im vergangenen Jahr was das erstmals ausgetragene Flip-&-Go-Turnier, das dem umstrittenen Gamble-Format bei GGPoker folgt.

Die Sicht auf Flip & Go dürfte sich nicht allzu schnell ändern, nachdem bei der WSOP in diesem Jahr ein Spieler ein beachtliches Ausmaß an degenerierter Gambelei mit negativem Erwartungswert vorgetragen hat.

Scott Seiver hat insgesamt 43-mal das Buy-in für die Flip-Phase entlohnt und konnte trotzdem nicht die Geldränge erreichen. Mathematisch eigentlich nahezu unmöglich...

Insgesamt kamen bei dem Turnier, an dessen Ende es ein offizielles WSOP-Bracelet gab, 1.329 Buy-ins zustande. Geschnappt hat sich das Armband samt Hauptpreis von $187.770 Christopher Chatman. Die interessante Statistik war jedoch, dass Seiver nach seiner Buy-in-Lawine mindestens Platz 5 hätte erreichen müssen, um überhaupt noch Profit zu machen:

Leisten kann sich der gute Mann derartige Glanzleistungen offenbar aber allemal, nicht zuletzt nachdem bekannt wurde, dass er abermals gegen Phil Hellmuth beim High Stakes Duel antreten und um $1,6 Millionen spielen wird.

Bereits 2006 hatten wir bei der WSOP einst Ähnliches erlebt, als Daniel Negreanu satte 48-mal ein Rebuy bei einem $1.000-Turnier gezogen hatte. Ob Seiver eine Wette in Sachen Bracelet-Ausbeute oder POY-Race am Laufen hat, ist nicht bekannt, es ist jedoch klar, dass das Flip-&-Go-Turnier bei der WSOP weiterhin mit Argwohn betrachtet wird.

Schaden derartige Turniere dem Prestige und Ansehen der WSOP? Wir freuen uns auf eure Meinung!