WSOPE: John Paul Kelly schafft Cross-Atlantic WSOP Double
JP Kelly gewann in London sein zweites Bracelet in diesem Jahr, nachdem er schon Event #20 der WSOP in Las Vegas als strahlender Gewinner verlassen hatte.
Die von Betfair Poker gesponserte WSOP Europe 2009 startete am 18. September mit dem £1.000 NL Hold'em Event. Insgesamt kauften sich 608 Teilnehmer in das Turnier ein, was einen respektablen Preispool von £608.000 ergab.
Trotz des relativ geringen Buy-ins zog das Event auch das Interesse einiger Toppros auf sich. Spieler wie Chris Ferguson, Phil Hellmuth, John Juanda, Barry Greenstein, Phil Ivey und Erik Seidel verliehen dem Event mit ihrer Anwesenheit den gewissen Glamour.
Die Pros hatten jedoch ihre Probleme in diesem Turnier, gelang es doch nur Chris Ferguson länger am Ball zu bleiben. Er erreichte den 15. Platz mit einem Gewinn von $6.980. John Juanda, letztjähriger Gewinner des WSOP Main Events, landete mit $2.803 auf dem 43. Platz auch im Geld. Die meisten anderen Toppros schafften es nicht über Tag 1 hinaus.
John-Paul Kelly bringt Fabien Dunlop um den Titelgewinn
Am Ende war es John-Paul Kelly, der alle anderen überlebte und als Sieger £136.803 mit nach Hause nahm. Mit diesem Sieg erreicht er ein Double aus WSOP- und WSOPE-Titel, da er schon das $1.500 NL Hold'em Event in Las Vegas in diesem Jahr gewann. Kelly ist damit der erste Brite, der ein WSOPE-Event gewinnt.
Kelly startete mit einem fetten Chiplead in den zweiten Tag. Weiterhin in guter Form erreichte er den Final Table mit dem drittgrößten Chipstack. Fabien Dunlop, der mit einem eindrucksvollen 3:1 Chiplead ins Heads-up startete, war am Ende derjenige, der Kellys Griff nach den Sternen noch hätte vereiteln können.
Doch Kelly ließ sich trotz Dunlops sattem Chiplead nicht aus dem Konzept bringen. Konnte er den Chipcount doch schnell ausgleichen, als Dunlop bei der ersten Hand All-in ging. Alsdann wurde es zur Berg- und Talfahrt für Kelly, der sich erst einen satten Vorsprung erspielte, um diesen dann gleich wieder zu verlieren. Aber er blieb cool und beherrscht bis er schließlich die Karten traf, die Dunlop auf den zweiten Platz verweisen und heimschicken sollten.
Das ausschlaggebende Blatt wurde drei Hände vor dem Ende gespielt als Kelly mit gegen Dunlop den höheren Flush traf. Letzterer war mit seinen 19.000 verbliebenen Chips spieltechnisch stark eingeschränkt. Auch wenn Dunlop seinen Stack mit der nächsten Hand noch einmal verdoppeln konnte, blieb das große Wunder für ihn aus.