Im Zusammenhang mit mutmaßlicher Glücksspiel- sowie organisierter Kriminalität sind einen Monat nach der Durchsuchung des Aviation Club in Paris mindestens zehn weitere Verdächtige verhaftet worden.
Razzia am frühen Morgen
Die Schwierigkeiten für die französische Pokerszene gehen auch in dieser Woche weiter: Ein weiterer Anbieter von Live-Poker wurde von der französischen Polizei durchsucht. Am Morgen des Dienstags fand im Pariser Cercle Cadet Club eine Razzia statt.
Dabei wurden französischen Medien zufolge mindestens zehn Personen in Gewahrsam genommen. Ihnen werden unter anderem die Verletzung finanzieller Pflichten sowie Untreue in Frankreich und Marokko vorgeworfen.
Im Rahmen der Operation wurde Berichten zufolge ebenfalls Club-Eigentümer Serge Kasparian verhaftet.
Die zweite Razzia innerhalb eines Monats
Die gestrige war bereits die zweite große Verhaftungsserie in Glücksspieleinrichtungen in der französischen Hauptstadt in diesem Monat. Im letzten Monat wurde zudem der berühmte Aviation Club von der Polizei durchsucht, dabei wurden zwölf Menschen festgenommen. Ihnen werden Vorwürfe im Bereich der Geldwäsche und Unregelmäßigkeiten bei Beschäftigungsverhältnissen gemacht. Vier von ihnen wurden bereits angeklagt, der Club ist seitdem geschlossen.
Die Angestellten des Aviation Club haben seitdem eine Kampagne gestartet, die aus einer Petition sowie einem Hashtag in den sozialen Medien (#bringbackACF) besteht. Ihr Ziel ist es, dass der Premierminister es den 213 Beschäftigten erlaubt, wieder ihrer Arbeit nachzugehen, bevor den vier Angeklagten der Prozess gemacht wurde.
Beide Razzien sind Teil einer größeren Operation gegen Glücksspiel und das organisierte Verbrechen. Die Operation wurde im Juli 2013 gestartet und es wird vermutet, dass sie von den Richtern Herve Robert und Serge Tournaire geleitet wird.
Folge der Razzia: Der Club bleibt vorerst geschlossen