NL Heads-up: Preflopspiel
Einleitung
In diesem Artikel
- welche Hände du aus dem Small Blind spielst
- wie viel du aus dem Small Blind erhöhst
- welche Hände du aus dem Big Blind spielst
- wann eine 3-Bet sinnvoll ist und wann ein Call besser ist
Die Grundlage einer ausgereiften Pokerstrategie ist das Preflopspiel. Im Heads-up sitzt du in jeder einzelnen Hand im Small Blind oder Big Blind, du musst also in jeder Hand einen Blindeinsatz zahlen. Das verändert die Spieldynamik ziemlich im Vergleich zu Shorthanded oder Fullring.
In diesem Artikel lernst du die Grundlagen des Preflopspiels im No-Limit Hold'em Heads-up. Du lernst, welche Hände du spielen kannst und wie du sie vor dem Flop spielst. Außerdem lernst du, den Big Blind zu verteidigen und zu guter Letzt, wie du dein Spiel gegen unterschiedliche Spielertypen anpassen solltest.
Wie spielst du im Small Blind?
Sitzt du im Small Blind, bist du preflop zuerst an der Reihe. Außerdem hast du bisher weniger Geld investiert als dein Gegenspieler. Deshalb kannst du jede Erhöhung von dir als einen Angriff auf die Blinds, also als einen Stealraise interpretieren. Du machst jedes Mal Profit, wenn du erhöhst und dein Gegenspieler foldet.
Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur starke Hände for Value zu erhöhen, sondern auch schwächere Hände zu raisen, anstatt nur mitzugehen. Außerdem kann dein Gegenspieler dich auf diese Weise nicht so leicht auf eine Hand setzen, du betreibst also gleichzeitig Deception.
Ein weiterer Grund aus dem Small Blind sehr loose zu openraisen, ist deine Position nach dem Flop. Mittlerweile ist es auf allen Pokerseiten Standard, dass der Small Blind gleichzeitig auch den Dealerbutton hat. Preflop muss er zuerst handeln, postflop ist er in Position und kann zunächst die Aktion seines Gegenspielers abwarten.
Zu einer genauen Standard-Openraisingrange gibt es verschiedene Meinungen. Es ist aber sowohl spieltheoretisch als auch praktisch sinnvoll, vom Small Blind gegen einen unbekannten Gegner circa 70% deiner Starthände zu spielen.
Eine 70% Range könnte zum Beispiel so aussehen:
22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J2s+, T2s+, 94s+, 84s+, 74s+, 64s+, 53s+, 43s, 32s, A2o+, K2o+, Q4o+, J6o+, T6o+, 97o+, 86o+, 75o+, 65o, 54o
Wenn du dich als Anfänger in marginalen Spots nach dem Flop noch nicht wohlfühlst, kannst du auch eine etwas tightere Range wählen. Eine 60% Range für den Anfang könnte zum Beispiel so aussehen:
22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J4s+, T6s+, 96s+, 86s+, 75s+, 64s+, 54s, 43s, A2o+, K4o+, Q6o+, J7o+, T7o+, 97o+, 86o+, 75o+, 65o, 54o
Im Heads-up hat sich, wie auch in anderen Varianten, als Größe eines Openraises das Potsizeraise durchgesetzt. Du raist also auf 3BB, um dem Gegner Pot Odds von 2:1 zu geben (4BB im Pot, 2BB zu callen).
Es gibt Preflopstrategien, die mit anderen Größen arbeiten. Mit entsprechenden Anpassungen kann es zum Beispiel sinnvoll sein, nur auf 2BB oder 2,5BB zu erhöhen. Auch profitable Anpassungen auf 4BB sind denkbar. In manchen Situationen kann es sogar die profitabelste Alternative sein, nur zu limpen.
In diesem Artikel soll es aber zunächst nur um eine Strategie gehen, bei der auf 3BB geraist wird.
Im Heads-up ist es von enormer Wichtigkeit, deine Strategie ständig dem Gegenspieler anzupassen. Auf den unteren Limits hast du glücklicherweise oft Gegenspieler vor dir, die ihre Spielweise im Laufe eines Matches kaum oder gar nicht verändern.
Ganz allgemein lässt sich sagen:
Foldet ein Gegenspieler sehr viel (vor und nach dem Flop), solltest du looser openraisen. Dabei kannst du auch viele schlechte Hände mit in deine Range nehmen. Foldet ein Gegenspieler sehr wenig, solltest du tighter openraisen und vor allem Hände spielen, mit denen du oft einen Showdown gewinnen kannst.
Außerdem sollte sich deine Openraisingrange daran anpassen, ob dein Gegenspieler eher passiv oder aktiv defendet. Wenn er viel aktiv defendet, also reraist, solltest du eher Hände openraisen, mit denen du auch ein Reraise callen kannst. Wenn dein Gegenspieler aber viel passiv defendet, also nur callt, kannst du auch schwächere Hände openraisen, wenn sie eine gute Playability haben.
Sehr gute Hände (JJ+, AK) solltest du in den meisten Fällen 4-betten und natürlich gegen einen Push auch nicht mehr weglegen.
Mit mittelstarken Händen (zum Beispiel guten Broadways, mittleren Pocketpairs, hohen suited Connectors) kannst du in den meisten Fällen eine 3-Bet profitabel mitgehen. Du sitzt in Position und hast damit einen großen Vorteil gegenüber deinem Gegner. Du kannst die Potgröße ziemlich gut kontrollieren und so auch mit marginalen Händen oft einen Showdown sehen.
Sollte dein Gegenspieler sehr viel 3-betten, openraist du sowieso eine relativ tighte Range. Aus dieser Range solltest du die meisten Hände gegen eine 3-Bet weiterspielen können. Dein Gegenspieler hat eine relativ schwache Range und muss ab dem Flop out of Position gegen dich weiterspielen.
Wenn dein Gegenspieler sehr kleine 3-Bets macht, bekommst du gute Pot Odds und kannst mit sehr vielen Händen callen. Du solltest nur noch sehr schlechte Hände weglegen, da alles mit annehmbarer Playability oder Equity profitabel spielbar wird.
Stacks & Stats
Hero ($50)
BB ($50) (20/3.5/101) [VPIP_BB/3BET/Hands]
Preflop: Hero is SB with 7

Hero ?
Dein Gegenspieler hat aus dem Big Blind einen VPIP von 20% und einen 3-Bet Wert von 3,5%. Das bedeutet, dass er sehr wenige Hände defendet. Du hast bisher schon sehr loose geraist und Villain hat keine Anstalten gemacht, dagegen zu adapten.
Im Prinzip hast du gegen diesen Gegner mit jeder beliebigen Hand ein profitables Raise, da du allein durch die Foldequity, die du vor dem Flop erzeugst, im Schnitt Profit machst. Sollte dein Gegenspieler also auch weiterhin vom Big Blind sehr tight spielen, kannst du theoretisch jede Hand vom Small Blind erhöhen.
Die meisten Gegner passen sich allerdings nach einiger Zeit an, wenn du sie so offensichtlich ausspielst. Deshalb ist es besser, hin und wieder auch eine schwache Hand zu folden. So fühlt sich der Gegner nicht bedrängt und passt sich wesentlich langsamer an deine Spielweise an.
Stacks & Stats
Hero ($50)
BB ($50) (60/3.5/101) [VPIP_BB/3BET/Hands]
Preflop: Hero is SB with 5

Hero ?
Dein Gegenspieler hat aus dem Big Blind einen VPIP von 60%, jedoch nur einen 3-Bet Wert von 3,5%. Das bedeutet, dass er sehr wenige Hände aktiv defendet, dafür aber sehr viele Hände passiv defendet.
Deine Hand hat keine gute Equity (gerade mal 36% gegen die Callingrange des Gegners) und du kannst nicht davon ausgehen, deinen Gegenspieler oft zum Folden zu bewegen.
Obwohl die Hand eine schöne Playability hat, ist sie gegen diesen Gegenspieler kaum profitabel spielbar. Selbst mit einem einzelnen Paar stehst du am Flop etwas auf verlorenem Posten. Einen OESD hast du am Flop nur in knapp 10% der Fälle und ein Twopair sogar nur in 2% der Fälle.
Deshalb solltest du diese Hand gegen einen solchen Gegner einfach weglegen.
Stacks & Stats
Hero ($50)
BB ($50) (40/33/101) [VPIP_BB/3BET/Hands]
Preflop: Hero is SB with 5

Hero ?
Dein Gegenspieler hat aus dem Big Blind einen VPIP von 40% und einen 3-Bet Wert von stolzen 33%. Er foldet also relativ wenig gegen deine Openraises und 3-bettet extrem viel. Postflop spielt er bisher sehr aggressiv und auch in Position ist es für dich nicht gerade einfach, ihn auszuspielen.
Gegen diesen Gegner kannst du relativ tight openraisen und jede Hand folden, mit der du keine 3-Bet callen willst. Auch wenn dein Gegenspieler eine sehr schwache Range am Flop hat und 54s eine schöne Playability besitzt, solltest du hier folden, solange du deinen Gegner noch nicht gut genug einschätzen kannst, um ihn nach dem Flop gut ausspielen zu können.
Deine Strategie ist es, hier zunächst nur noch gute Hände zu openraisen und for Value zu spielen.
Stacks & Stats
Hero ($50)
BB ($50) (40/33/101) [VPIP_BB/3BET/Hands]
Preflop: Hero is SB with A

Hero raises to $1,50, BB raises to $5, Hero ?
Nun hältst du gegen den gleichen Spieler AJs und openraist. Dein Gegenspieler 3-bettet, wie er es ca. jedes dritte Mal tut. Deine Hand hat gegen seine Range eine gute Equity (ca. 61%) und du solltest 4-betten. Dadurch steht dein Gegenspieler vor der Wahl, entweder sehr viele Hände folden zu müssen oder mit einer schwachen Range weiterzuspielen.
Auf einen Push legst du deine Hand natürlich nicht mehr weg. Selbst wenn dein Gegenspieler nur mit dem besten Sechstel seiner Hände (88+, ATs+, KQs, AKo) All-In geht, hast du noch 39% Equity und somit genug für einen Call.
Stacks & Stats
Hero ($50)
BB ($50) (30/12/101) [VPIP_BB/3BET/Hands]
Preflop: Hero is SB with T

Hero raises to $1,50, BB raises to $2,50, Hero ?
Dein Gegenspieler hat aus dem Big Blind einen VPIP von 30% und einen 3-Bet Wert von 12%. Er foldet also nicht übermäßig viel, 3-bettet aber auch nicht unnormal häufig. Normalerweise würdest du eine Hand wie T7s hier also mit gutem Gewissen weglegen können.
In diesem Fall erhöht dein Gegenspieler allerdings nur um den minimalen Betrag von $1. Deshalb bekommst du unglaubliche Pot Odds von 4:1. Du brauchst also im Schnitt nur jedes fünfte Mal den Pot nach dem Flop gewinnen (Implied Odds mal außen vor gelassen).
Das sollte auch mit einer Hand wie T7s locker möglich sein. Deine Equity ist nicht allzu schlecht und die Playability ist auch annehmbar. Für so gute Pot Odds reicht das als Argument für einen Call in Position.
Wie spielst du im Big Blind?
Im Big Blind hast du das Problem, dass du nach dem Flop out of Position spielen musst. Gerade im No-Limit Hold'em ist das ein riesiger Nachteil. Dennoch kannst du auch vom Big Blind aus einige Hände profitabel spielen, gerade wenn dein Gegenspieler sehr loose openraist.
Selbst wenn dein Gegner sehr aggressiv spielt und es out of Position gegen ihn nicht einfach ist, gibt es aber einige Hände, die du immer defenden solltest. Eine Range, mit der du in fast jeder Situation defenden kannst, ist folgende:
22+, A7s+, K9s+, Q9s+, J9s+, T8s+, 97s+, 87s, 76s, 65s, 54s, A9o+, KTo+, QTo+, JTo
Diese Range besteht vor allem aus Händen, die sehr stark sind (hohe Bildkarten, hohe Pocketpairs) und Händen, die eine sehr gute Playability haben (suited Connectors, suited One Gapper, kleine Pocketpairs). Je nach Situation kannst du entweder weitere starke Hände oder weitere Hände mit guter Playability defenden.
Ob und welche Hände du lieber callen oder reraisen solltest, hängt von einigen Faktoren ab. Sehr gute Hände solltest du immer for Value 3-betten. Konkret sind das mindestens TT+, AJs+, KQs, AQo+.
Hände mit schlechter Equity und guter Playability ((off-)suited Connectors, suited One Gapper, kleine Pocketpairs) leben von Implied Odds und Foldequity. Du solltest sie gegen Spieler 3-betten, die viel auf deine 3-Bets folden und nur ihre guten Hände callen.
Callt ein Gegenspieler jedoch viele 3-Bets, solltest du solche Hände lieber nur callen. Meist kannst du nach dem Flop noch viel Geld gewinnen, wenn du eine starke Hand triffst.
Hände mit mittelguter Equity und schlechter Playability (schwache Broadways, mittlere Pocketpairs) spielen sich fast genau anders herum. 3-Bets mit diesen Händen sind wenig sinnvoll, wenn dein Gegenspieler nur seine guten Hände callt. Dann bist du oft dominiert und isolierst dich mit deiner 3-Bet gegen eine bessere Range. Du verschenkst das Potential deiner Hand.
Callt dein Gegenspieler jedoch viel zu viele schlechte Hände gegen deine 3-Bets, bist du mit deinen mittelguten Händen selten dominiert und möchtest einen Pot aufbauen, um nach dem Flop mit einem starken Pair All-In zu kommen.
Wenn dein Gegenspieler sehr groß openraist, ist es im Schnitt unprofitabler, eine Hand zu defenden. Außerdem macht dein Gegenspieler nicht so leicht Profit, nur weil du mehr foldest. Gegen Openraises von 4BB und mehr solltest du deshalb ohne weitere Reads nur noch sehr gute Hände defenden.
Wenn dein Gegenspieler sehr klein openraist, bekommst du für einen Call bessere Pot Odds. Außerdem kann dein Gegenspieler sehr profitabel stealen, wenn du dich nicht anpasst. Deshalb solltest du gegen 2BB Openraises mehr Hände callen.
Mit 3-Bets erzeugst du gegen ein kleines Openraise weniger Foldequity, da dein Gegenspieler in Position mit gutem Stack-Pot-Verhältnis viele Hände callen kann. Deshalb solltest du weniger schwache Hände 3-betten, wenn dein Gegenspieler klein openraist.
Stacks & Stats
SB ($50) (82/70/101) [VPIP_SB/FOLD_TO_3BET/Hands]
Hero ($50)
Preflop: Hero is BB with 5

SB raises to $1,50, Hero ?
Dein Gegenspieler hat aus dem Small Blind einen VPIP von 82% und einen Fold to 3-Bet Wert von 70%. Er openraist also ziemlich viel, spielt allerdings nur eine ziemlich starke Range gegen eine 3-Bet weiter.
Solltest du keine Reads auf deinen Gegner haben, mit denen du ihn nach einem Call postflop extrem gut ausspielen kannst, ist hier eine 3-Bet der profitablere Spielzug. Du wirst den Pot oft preflop mitnehmen. Sollte dein Gegenspieler allerdings callen, weißt du postflop gut, wo du stehst: Wenn du eine starke Hand getroffen hast, bist du selten dominiert.
Stacks & Stats
SB ($50) (82/70/101) [VPIP_SB/FOLD_TO_3BET/Hands]
Hero ($50)
Preflop: Hero is BB with K

SB raises to $1,50, Hero ?
In diesem Beispiel hast du den gleichen Gegner, allerdings eine völlig andere Hand. Gegen die Openraisingrange deines Gegners liegst du mit dieser Hand weit vorne und dominierst einige seiner Hände.
Wenn du nun 3-betten würdest, würdest du allerdings fast jede Hand vertreiben, die du dominierst, und dich gegen eine bessere Range isolieren. Auch wenn du mit einer 3-Bet viel Foldequity erzeugst, ist hier ein Call die bessere Variante, da du mit einer 3-Bet das Potential deiner Hand aufgibst.
Stacks & Stats
SB ($50) (70/30/101) [VPIP_SB/FOLD_TO_3BET/Hands]
Hero ($50)
Preflop: Hero is BB with 5

SB raises to $1,50, Hero ?
Nun hältst du wieder den suited Connector aus Beispiel 6. Dein Gegenspieler reagiert jedoch in diesem Beispiel völlig anders gegen 3-Bets. Er openraist mit 70% immer noch relativ loose, foldet allerdings nur in 30% der Fälle gegen eine 3-Bet von dir.
Daraus ergibt sich zwar eine sehr weite Range, mit der er am Flop steht, allerdings liegst du gegen diese im Schnitt mit 54s immer noch weit hinten. Du hast also weder viel Foldequity, noch kannst du deine Hand for Value raisen.
Dein Gegenspieler scheint ziemlich loose zu sein. Deshalb kannst du dir hohe Implied Odds ausrechnen. Du hältst am Flop jedes vierte Mal zumindest einen starken Draw oder eine starke made Hand (Twopair+), kannst also häufig am Flop profitabel weiterspielen.
Ein Fold wäre hier klar zu weak. Der Call ist gegen diesen Gegner die beste Alternative.
Stacks & Stats
SB ($50) (70/30/101) [VPIP_SB/FOLD_TO_3BET/Hands]
Hero ($50)
Preflop: Hero is BB with K

SB raises to $1,50, Hero ?
Dieses Mal spielst du mit einem suited Broadway gegen den loosen Spieler, der wenig auf 3-Bets foldet. Im Gegensatz zu Beispiel 7 isolierst du dich mit einer 3-Bet nicht gegen eine bessere Range.
Gegen eine 49%ige Range (von der du bisher nach seinen Stats im Durchschnitt ausgehen kannst) hast du 56% Equity. Du kannst also for Value reraisen. Außerdem enthält die Range, mit der dein Gegenspieler callt, viele schwache Kx und Jx Hände. Das heißt, dass du dir auch keine zu großen Gedanken darum machen musst, dominiert zu sein.
Zusammenfassung
Im Small Blind ist es profitabel, relativ loose zu raisen, während du im Big Blind eher tight defenden solltest. Dabei solltest du dich ständig deinem Gegenspieler anpassen und auf alle Auffälligkeiten in seinem Spiel reagieren.
Auch die Frage, ob du im Big Blind lieber 3-betten oder flatcallen solltest, hängt stark von deinem Gegenspieler ab. Während du dich anfangs an grobe Richtlinien halten kannst, ist das Spiel im Heads-up so stark gegnerabhängig, dass es letztlich vor allem darauf ankommt, den Gegner gut einschätzen zu können und seine Schwächen auszunutzen.
Neben der Grundregel gegen tighte Spieler looser zu raisen und gegen loose Gegner tighter zu werden, verschiebt sich deine Handrange gegen loose Gegner in Richtung Valuehands, während du gegen tighte Gegner viele schlechtere Hände mit guter Playability spielen kannst, weil du viel Foldequity erzeugen kannst.
Weitere Faktoren, die dein Spiel beeinflussen, sind Aggressivität und Raisesize deines Gegenspielers sowie Postfloptendenzen:
Gegen aggressive Gegner musst du selbst tighter werden, um nicht zu oft in marginale Situationen zu geraten, während du gegen passive Spieler sehr viele knappe Hände spielen kannst, da du besser Potcontrol betreiben kannst.
Die Raisesize deines Gegners beeinflusst dein Spiel insofern, dass sich einerseits die Pot Odds verändern, die du für einen Call bekommst und du somit mehr oder weniger marginale Hände callen kannst. Andererseits verändert sich auch das Verhältnis von Potsize zu Stacksize. In Position kann ein großer Stack viel eher ein Vorteil sein als out of Position.
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