Aktualisiert am 12 März 26 von

Die Non-4-Bet-Strategy mit Premiumhänden

Einleitung

In diesem Artikel

  • Warum du deine Premiumhände preflop nicht immer 4-betten solltest
  • Wie du Tendenzen deiner Gegner mit dieser Strategie maximal exploitest
  • Praktische Beispiele

Die Non-4-Bet-Strategy beschreibt einen Spielzug, bei dem du deine Premiumhände preflop in Position nicht 4-bettest, sondern auf eine 3-Bet lediglich callst, um deine wahre Handstärke zu verschleiern. Man gibt hierbei 1 SB preflop mit der Annahme auf, diesen Verlust auf späteren Streets zu überkompensieren.

Abhängigkeit vom Spielertyp

Diese Strategie sollte in jedem Fall kritisch betrachtet und nicht als Default gespielt werden. Wichtigstes Kriterium bei der Entscheidung, ob man eine Hand preflop 4-bettet oder nicht, ist dein Gegenspieler.

Der weake TAG
BEISPIEL 1

$1/$2 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)

Preflop: Hero is BU with AdAh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero caps, SB calls.

Flop: (9 SB) Kc7c4d (2 Players)

Villain ist ein TAG (24/18/2,7/35) und spielt mit 35 WTS nicht besonders showdownbound. Zusätzlich hast du gemerkt, dass er nach einem Cap preflop sehr viele Hände am Flop check/folded. Auch wenn eine 4-Bet spieltheoretisch natürlich korrekt ist, wäre ein Call seiner 3-Bet in diesem Spot profitabler gewesen. Der Grund dafür ist, dass deine perceived Range in Villains Augen sehr stark ist. Wenn Villain annimmt, dass du nach ORC spielst, sieht deine Range folgendermaßen aus:

TT+, AQs+, AK

Hält er in diesem Fall eine Hand wie 9h9d beträgt seine Equity gegen deine Range gerade mal 13,01%. Dieser Spielertyp wird dich in den wenigsten Fälle bis zum Showdown heruntercallen.

BEISPIEL 2

$1/$2 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)

Preflop: Hero is BU with AdAh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero calls.

Flop: (7 SB) Kc7c4d (2 Players)

Diesmal hast du dich für einen Call entschieden, weil dir die Tendenzen von Villain bekannt sind. Villain wird dich in etwa auf folgende Range setzen:

99-33, A2s+, K2s+, Q6s+, J7s+, T8s+, 98s, 87s, 76s, AQo-A2o, K7o+, Q9o+, J9o+

Gegen diese Range hat Villain am Flop 60,73%. Selbst wenn er weiß, dass du TT+, AQs+ und AK nicht cappst, beträgt seine Equity immer noch 55,97%. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Hand zum Showdown geht und du mindestens 2BB mehr (1 SB Flopbet + 1BB Turnbet + 1BB Riverbet - 1SB Preflop) als bei einer 4-Bet preflop gewinnst, erhöht sich dadurch deutlich.

Gegen solche Spieler bietet es sich im Umkehrschluss an, deine Cappingrange um schwächere Hände wie suited Connectors zu erweitern, da sich diese mit Initiative deutlich besser spielen lassen als ohne und zusätzlich noch sehr viel Foldequity auf guten Flops erzeugen.

Anmerkung zur Floptextur

Die Strategie ist besonders wirkungsvoll auf A oder K-High-Boards, auf denen Villains Equity gegen deine perceived Cappingrange sehr gering ist. Auf Boards wie z.B. 2c5h8d, auf denen Villain mit Händen wie A8s den Flop raisen könnte, hat die Line cap preflop, b/c Flop, Raise Turn einen höheren EV als call Flop, Raise Turn.

Die besten Hände wie AA und KK eignen sich am besten für eine Non-4-Bet-Strategy. Mit schwächeren Pocketpairs wie TT beträgt die Wahrscheinlichkeit für eine Overcard am Flop bereits 69,5%, für KK sind es lediglich 22,5%. Folglich ist man mit den kleineren Pocketpairs häufiger gezwungen, seine Hand Way ahead – Way behind zu spielen und somit nicht in der Lage, die preflop verlorene SB postflop zu kompensieren.

Der Fisch
BEISPIEL 3

$1/$2 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)

Preflop: Hero is BU with AdQh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero calls.

Flop: (7 SB) Kc7c4d (2 Players)

In diesem Beispiel ist Villain ein (70/15/0,8/45) Fisch. Hier preflop nicht zu cappen, ist definitiv ein Fehler, da Villain sich in der Regel keine Gedanken macht, was du für eine Range repräsentierst. Er sieht das Board und seine zwei Karten und wird nach der absoluten Handstärke seine Entscheidungen treffen, die relative Handstärke zu deiner Range interessiert ihn wenig. Außerdem ist Villain mit 45 WTS sehr showdownbound, er wird folglich nur selten toughe Folds finden.

Der thinking TAG/LAG:
BEISPIEL 4

$1/$2 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)

Preflop: Hero is BU with AdAh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero calls.

Flop: (7 SB) Kc7c4d (2 Players)

Villain ist diesmal ein mitdenkender Regular, mit dem du bereits eine History hast. Er spielt über mehrere tausend Hände (27/21/3,2/39). Er weiß, dass du weißt, dass er eine weite 3-Betting-Range hat und du ihn nicht nur mit starken Händen 4-betten wirst. Er hat dich bereits spekulative Hände wie 65s oder kleine Pocketpairs wie 55 4-betten sehen. Gegen einen solchen Spieler ist es noch fataler als gegen einen Fisch, nicht zu 4-betten, da dich dieser auf eine viel weitere Range setzt, als der weake TAG. Gerade in einer aggressiven Dynamik sollte man 4-betten, um mit der Line b/c eventuell sogar Bluffs zu inducen.

Fazit

Die Non-4-Bet-Strategy eignet sich vor allem gegen weake Spieler, die nach einem Cap preflop zu viel aufgeben, weil sie dich auf eine zu starke Range setzen. Gegen Fische und gute TAGs/LAGs solltest du deinen EV durch eine 4-Bet preflop maximieren.

Das Spiel am Flop

Villain ist der weake TAG (24/18/2,7/35) aus Beispiel 1 und 2. Dieser 3-bettet dein Openraise vom Button mit einer Range von 22+, A2s+, K9s+, QTs+, A3o+, KTo+. Deine Entscheidung ob du callst, raist oder foldest, triffst du nun aufgrund deiner Equity.

Um zu wissen, ob du die Hand profitabel weiterspielen kannst, hilft dir folgende Formel:

EV(Calldown) > 0, falls Equity > Verlust / (Gewinn + Verlust)

Gewinn: Da Villain weak ist und Turn und River nicht blind barreln wird, beträgt der Gewinn durchschnittlich 5 BB (3,5BB am Flop + 1,5BB durch Flop- und Turnbet). Hierbei wird angenommen, dass Villain den River immer perfekt spielt, was in der Realität selbstverständlich nicht zutrifft.

Verlust: 2,5BB bei Calldown (call Flop, Turn und River)

EV(Calldown) > 0, wenn EQ > 2,5 / (5 + 2,5) = 33,33%

Da du dich in Position befindest und deshalb immer auf Villains Aktion reagieren kannst, solltest du die für einen Call benötigte Equity noch etwas nach unten schrauben. Unter 29% solltest du jedoch einen Fold finden. Mit der Range TT+, AQs+, AK ist dies allerdings nur auf den ungünstigsten Boards der Fall.

Ein Beispiel hierfür ist:

TdTh auf einem AcKc9c Board.

Dieses Board ist eine der wenigen Ausnahmen, wann du eine eigentlich starke Hand wie TT am Flop direkt folden kannst. Deine Equity gegen Villains Range beträgt hier nur noch 22,07%.

Selbst mit AhQh auf einem 9d8d7d Board hast du noch ~36% Equity.

Liegt deine Equity über 50%, könntest du direkt am Flop for Value raisen. Dies ist jedoch nur profitabel, wenn du erwartest, dass Villain schlechtere Hände 3-bettet und du auf seine 3-Bet callen kannst, um den Turn erneut zu raisen.

Meist ist es besser den Flop nur zu callen, um die in 3-betted Pots häufigen fixed Bettingsequences (FBS) auszunutzen. Ein großer Anteil der Spieler bettet in 3-betted Pots 100% der Flops und >90% der Turns mit der Intention, am Turn Gutshots und Overcards zum Folden zu bringen und keine Freecards zu verteilen.

Das Spiel am Turn

Auch am Turn ist die Equity die Grundlage deiner Entscheidung. Da der Pot nun größer ist und du für einen Calldown nur noch 2BB zahlen musst, sinkt die benötigte Equity am Turn. Errechnen lässt sie sich mit der bereits verwendeten Formel (Auch hier wird wieder von Villain angenommen, dass er den River perfekt spielt):

EV(Calldown) > 0, falls Equity > Verlust / (Gewinn + Verlust)

EV(Calldown) > 0, wenn EQ > 2 / (6 + 2) = 25%

Als Faustregel kannst du verwenden:

  • Equity < 25% => Fold
  • Equity 25-66% => Call
  • Equity > 66% => Raise

Die Turnkarte kann die Equity sehr stark nach oben oder unten verschieben, wie folgende Beispiele zeigen.

AhQh auf einem 9d8d7d Board ist mit ~36% Equity am Flop noch ein klarer Call. Am Turn nun ändert sich die Sache:

Turn Equity Action
6d 21,1% Fold
Kd 21,8% Fold
5d 24,3% Fold
6c 27,9% Call
9h 40,8% Call
Ad 41,7% Call
Ac 58,8% Call
Qc 67,8% Raise

Bei der Entscheidung am Turn ist es wichtig, dass du auf gegnerische Tendenzen achtest: Gerade bei schlechten Turnkarten wie der 5d, bei der die Equity für einen Call grenzwertig ist, solltest du dir ein paar Fragen stellen:

  • Barrelt Villain am Turn blind?
  • Gibt Villain mit hoffnungslosen Händen auf die Turnkarte in der Regel eher auf oder nutzt er sie als Barrelkarte?
  • Wie oft wird Villain den River barreln?

Das Spiel am River

Das Spiel am River ist gerade bei marginalen Händen weniger stark von der Equity als von Villain abhängig. Folgende Szenarien sind am River möglich:

  • Du callst den Turn und Villain checkt
  • Du callst den Turn und Villain bettet
  • Du raist den Turn, Villain callt und checkt zu dir
  • Du raist den Turn, Villain callt und donkt den River

Den Fall, dass Villain den Turn nach deinem Raise 3-bettet, ist zu vernachlässigen, da deine Equity nach einem Valueraise am Turn durch eine Riverkarte nie so stark fallen kann, dass du folden müsstest.

Fall 1

Du hast nun die Möglichkeit als Bluff zu betten, for Value zu betten oder einen Checkbehind zu nehmen. Grundlage deiner Entscheidung sollte hier wiederum deine Equity sein. Mit einem Check signalisiert dir Villain, dass er keine starke Hand hält. Je nach Board kannst du ihm nun eine Range geben, die deine Entscheidung beeinflusst.

BEISPIEL 5

$1/$2 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)

Preflop: Hero is BU with AhKh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero calls

Flop: (7 SB) 6h4c6d (2 players)
SB bets, Hero calls.

Turn: (4,5 BB) 5c (2 players)
SB bets, Hero calls.

River: (6,5 BB) Kc (2 players)
SB checks, Hero ???

Na klar, eine ganz einfache Valuebet.

BEISPIEL 6

$1/$2 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)

Preflop: Hero is BU with AhKh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero calls

Flop: (7 SB) 6h4c6d (2 players)
SB bets, Hero calls.

Turn: (4,5 BB) 5c (2 players)
SB bets, Hero calls.

River: (6,5 BB) 6s (2 players)
SB checks, Hero ???

Hero sollte auch auf diesem Board in jedem Fall valuebetten, da selbst weake Tags auf so einem Board noch mit A high callen. Manchmal werden auch bessere Hände wie A4 oder A5 diese Line spielen, alles in allem hat Hero hier aber in jedem Fall eine Valuebet.

BEISPIEL 7

$1/$2 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)

Preflop: Hero is BU with AhKh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero calls

Flop: (7 SB) 6h4c5c (2 players)
SB bets, Hero calls.

Turn: (4,5 BB) 9c (2 players)
SB bets, Hero calls.

River: (6,5 BB) Jc (2 players)
SB checks, Hero ???

Dies ist einer der wenigen Spots, in dem du deine Hand in einen Bluff turnen kannst. Da Villain weak ist, wird er hier in der Lage sein eine 6, 5 oder gar eine 9 zu folden.

BEISPIEL 8

$1/$2 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)

Preflop: Hero is BU with AhKh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero calls

Flop: (7 SB) 6h4c5c (2 players)
SB bets, Hero calls.

Turn: (4,5 BB) 9c (2 players)
SB bets, Hero calls.

River: (6,5 BB) Td (2 players)
SB checks, Hero ???

Auf diese Riverkarte ist ein Checkbehind die beste Option. Villain wird Pairs wie 77 oder 88 aus Angst vor einem Raise gerne check/call spielen und außer vielleicht AJ und AQ keine A highs mehr callen, wenn überhaupt.

Fall 2

Der River ist die Street, auf der die meisten Spieler nach einer 3-Bet von ihrer Fixed Bettingsequence (FBS) vom Flop und Turn abweichen und ihre Hand reevaluieren. Gerade hier wird es nun sehr wichtig, Reads auf Villain zu haben, um ihn maximal zu exploiten.

BEISPIEL 9

Preflop: Hero is BU with AhQh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero calls

Flop: (7 SB) 9d8d7d (2 players)
SB bets, Hero calls.

Turn: (4,5 BB) 6c (2 players)
SB bets, Hero calls.

River: (6,5 BB) X (2 players)
SB bets, Hero ???

Die benötigte Equity für einen Call am River lässt sich wieder mit der bereits bekannten Formel ausrechnen.

EV(Calldown) > 0, wenn EQ > 1 / (7,5 + 1) = 11,7%

Da du nur noch in 1 von 8,5 Fällen vorne sein musst, benötigst du gerade noch 11,7% Equity.

Die Riverentscheidung in Abhängigkeit von Villain

Folgende Extrembeispiele sollen die Problematik verdeutlichen:

Villain spielt am River immer bet/3-bet, bet/fold oder bet/call. Er checkt zu 0%. In diesem Fall solltest du bei deiner Riverentscheidung streng nach deiner Equity gehen, da du aus der Bet von Villain keinerlei Information über dessen Handstärke gewinnen kannst. Für ein Valueraise benötigst du wie am Turn 50% Equity.

River Equity Action
Jd 9,7% Fold
Kd 10,9% Fold
4d 14,2% Call
Qd 36,2% Call
Ac 45,3% Call
Qc 59% Call

Wie du siehst, musst du, auch wenn die Equity am Turn bereits sehr knapp wahr, rein equity-technisch bei diesem Board nur auf zwei Riverkarten folden. Selbst die 4d erlaubt dir noch einen profitablen Call.

Nun das andere Extrembeispiel:

Villain blufft nie und valuebettet auf Boards mit vier Karten der gleichen Farbe nur, wenn er einen Flush => T high hat. In diesem Fall ist die Equity hinsichtlich deiner Entscheidung fast egal.

BEISPIEL 10

Preflop: Hero is BU with AhQh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero calls

Flop: (7 SB) 9d8d7d (2 players)
SB bets, Hero calls.

Turn: (4,5 BB) 6c (2 players)
SB bets, Hero calls.

River: (6,5 BB) Qd (2 players)
SB bets, Hero folds!

Da Villain nie blufft und hier kein Toppair valuebettet, hast du trotz deiner 36,2% Equity einen einfachen Fold.

In Wirklichkeit werden beide Beispiele höchst selten vorkommen, zur Entscheidungsfindung kannst du jedoch folgende Faustregeln zur Hilfe nehmen:

  • Je eher Villain geneigt ist am River zu bluffen, desto weniger Equity für einen Call benötigst du.
  • Je seltener Villain blufft und je dünner er valuebettet, desto mehr Equity benötigst du für einen Call.
Fall 3
BEISPIEL 11

$1/$2 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)

Preflop: Hero is BU with AhQh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero calls

Flop: (7 SB) 6h4c5c (2 players)
SB bets, Hero calls.

Turn: (4,5 BB) Qc (2 players)
SB bets, Hero raises, SB calls

River: (8,5 BB) X (2 players)
SB checks, Hero ???

In diesem Fall hast du am Turn zu Toppair improved und raist for Value, da deine Equity nun auf 72,1% gestiegen ist. Nachdem er nun den Turn gecallt hat, musst du seine Callingrange neu definieren. Dies ist wieder von Spieler zu Spieler unterschiedlich, besonders weake Spieler folden auf so einem Board auch Hände wie TdTs andere bringen hier 3h3s zum Showdown, wenn kein mehr fällt. Je nach Riverkarte solltest du hier nur betten, wenn du erwartest, dass => 50% seiner Calling- bzw Raisingrange aus schlechteren Händen bestehen. Ungünstige Riverkarten wären jede 7, 3 und jedes .

Fall 4
BEISPIEL 12

$1/$2 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)

Preflop: Hero is BU with AhQh
Hero raises, SB 3-Bets, BB folds, Hero calls

Flop: (7 SB) 6h4c5c (2 players)
SB bets, Hero calls.

Turn: (4,5 BB) Qc (2 players)
SB bets, Hero raises, SB calls

River: (8,5 BB) 7c (2 players)
SB bets, Hero ???

Wie in Fall 3 raist du den Turn for Value. Am River kommt die wohl schlechteste Karte und Villain donkt. Auch hier lässt sich eine Entscheidung nur mit Hilfe von Reads treffen. Wenn du Villain zutraust, hier öfter als in einem von 9,5 Fällen zu bluffen, dann kannst du callen, gegen gewöhnliche TAGs auf 1/2 $ kann man hier jedoch meist einen Fold finden.

Zusammenfassung

Die Non-4-Bet-Strategy ist ein Spielzug, den man nur gegen Spieler mit weaken Tendenzen in 3-betted Pots spielen sollte. Er erfordert ein gutes Gefühl für Equity, da man die Initiative preflop aus der Hand gibt und somit zumindest am Flop und meist auch nach Turn stur nach Equity callt, raist oder folded.

Es ist außerordentlich wichtig, Reads über das Riverplay deiner Gegenspieler zu haben, da du sonst oft auf verlorenem Posten stehst. Hast du diese Reads auf weake Spieler, stellt die Non-4-Bet-Strategy auf jeden Fall eine profitable Abweichung von den Standardlines dar.