Homegames: Wie viel Eintritt und wie verteilst du das Preisgeld?
1. Einleitung
Ein Pokerturnier macht erst so richtig Spaß, wenn es auch etwas zu gewinnen gibt. Auf der anderen Seite natürlich auch, wenn es etwas zu verlieren gibt. Erst so kommt der richtige Nervenkitzel auf. Das bedeutet natürlich nicht, dass du jetzt unbedingt riesige Eintrittsgelder (Buy-in) festsetzen solltest. Dieser Artikel gibt dir ein paar Faustregeln an die Hand, anhand derer du die Höhe des Buy-ins festmachen kannst.
Eine andere wichtige Frage, die in diesem Artikel geklärt wird, ist: Wer gewinnt wie viel? Du erfährst im zweiten Teil des Textes, wie du eine sinnvolle Auszahlungsstruktur gestaltest, also wie du das Preisgeld aufteilst.
2. Wie hoch sollte das Eintrittsgeld sein?
Die Höhe des Eintrittsgeldes (Buy-in) für dein Turnier, sollte zwei einfachen Regeln folgen:
- Es sollte so niedrig sein, dass jeder Spieler es sich bequem leisten kann, es zu verlieren.
- Es sollte so hoch sein, dass für die Spieler Anreiz besteht, zu gewinnen und tatsächlich Poker zu spielen.
Ist das Buy-in zu groß, geht der Spielspaß verloren und die Spieler stehen auf einmal unter Druck. Ein zu geringes Buy-in führt teilweise dazu, dass einige Spieler das Turnier nicht ernst nehmen. D.h. du solltest das Buy-in vor allem auch den finanziellen Mitteln der Mitspieler anpassen. Spielst du in einer Runde mit Schülern und Studenten, solltest du weniger Buy-in nehmen, als wenn du mit erfolgreichen Geschäftsleuten spielst.
Außerdem ist wichtig, wie viel Erfahrung die Teilnehmer haben. Ein totaler Anfänger wird sicherlich keine Lust haben, direkt beim ersten Mal um 50€ zu spielen. Da empfiehlt es sich, lieber um eine kleine Summe zu spielen. Erfahrene Spieler hingegen, die eventuell schon höhere Limits beim Onlinepoker spielen, werden gerne um etwas mehr Geld spielen. Da kann man das Buy-in dann entsprechend anheben.
Desweiteren solltest du dir vorher überlegen, wie viele Runden ihr an einem Abend spielen möchtet. Spielt ihr nur eine längere Runde, kann das Buy-in entsprechend höher ausfallen, als wenn ihr mehrere kürzere Runden hintereinander spielt.
3. Wie teilst du das Preisgeld auf?
Für normale Turniere an einem Tisch kannst du auf die Auszahlungsstruktur zugreifen, die im Onlinepoker üblich ist. Also bei einem Turnier mit 8-10 Spielern gehen:
- 50% des Preisgeldes an den ersten Platz
- 30% des Preisgeldes an den zweiten Platz
- 20% des Preisgeldes an den dritten Platz
Bei 5-7 Spielern sollten nur die ersten beiden Spieler etwas gewinnen:
- 60% gehen an den ersten Platz
- 40 % gehen an den zweiten Platz
Alternativ kann man auch folgende Auszahlung wählen:
- 70% gehen an den ersten Platz
- 30% gehen an den zweiten Platz
Seid ihr mehr Spieler, muss sich das auch in der Auszahlung niederschlagen. Spielt ihr z.B. ein Turnier an zwei Tisch mit maximal 20 Spielern, dann sollten mindestens die ersten vier Teilnehmer etwas vom Preisgeld erhalten. Es empfiehlt sich folgende Auszahlungsstruktur:
- 1. Platz erhält 50%
- 2. Platz erhält 25%
- 3. Platz erhält 15%
- 4. Platz erhält 10%
Spielt ihr sogar ein Turnier mit 3-6 Tischen, dann ist es üblich, dass ca. 3/4 der Spieler, die den Final Table erreichen, Geld gewinnen. Die Auszahlungsstruktur kann man variabel gestalten. Es ist nur wichtig, dass die Geldsprünge zwischen den Plätzen zum ersten Platz hin ansteigen.
Bei noch größeren Turnieren, wird die Auszahlungsstruktur auch wesentlich komplexer. Als Richtlinie sagt man hier, dass immer mindestens zehn Prozent der Spieler einen Anteil vom Preisgeld erhalten sollten. Dabei kannst du dich auch wieder an der Auszahlungsstruktur von einem Online-Poker-Raum wie z.B. PartyPoker orientieren. Eine komplette Übersicht findest du auf folgender Seite:
PartyPoker Auszahlungsstruktur
4. Fazit
Zusammenfassend kann man sagen: Die Höhe des Buy-ins sollte sich immer danach richten, wie erfahren die Teilnehmer sind und was für sie viel und was für sie wenig Geld ist. Auf der einen Seite sollte es schon einen Anreiz geben, gewinnen zu wollen, auf der anderen Seite aber sollte der Spaßfaktor nicht durch ein zu hohes Buy-in verloren gehen.
Die Auszahlungsstruktur schließlich richtet sich immer nach der Anzahl der Spieler. Du kannst dich an den von uns gegebenen Vorgaben oder auch einfach einer Auszahlungsstruktur eines Online-Anbieters orientieren.