Blinddefense mit dominierten Händen - Small Blind vs. Big Blind
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Blinddefense mit dominierten Händen (III) – Small Blind vs. Big Blind
von Miiwiin
Dies ist nun der letzte Teil der Kolumne "Blinddefense mit dominierten Händen". Bislang handelten die Spots von einem Defend im Small bzw. Big Blind, nachdem der Button einen Steal angesetzt hatte.
Diesmal geht es nun um den direkten Kampf der Blinds, den so genannten Blindbattle. Auch hier gibt es einige Unterschiede zu einem Steal vom Button, welche im Folgenden besprochen werden. Zum besseren Verständnis wird empfohlen, die beiden vorherigen Teile zuerst zu lesen.
Besonderheiten im Blindbattle
Der Kampf um die Blinds nimmt im Spiel Blind vs. Blind die ursprünglichste Form an. Der Stealer hat nur eines im Sinn, nämlich deinen Big Blind. Agiert er first in, ist es ausgeschlossen, dass noch andere Spieler agieren können (im Gegensatz zu einem Steal vom Button, bei dem der Gegner nicht nur auf dich achten muss, sondern auch die möglichen Reaktionen des anderen Spielers in den Blinds berücksichtigen muss).
Grob zusammengefasst gibt es vier wichtige Punkte, die du in einem Blindbattle beachten solltest, sofern Villain versucht zu stealen:
Eines ist klar: Sollte der Small Blind versuchen gegen dich zu stealen, so hast du immer den Vorteil der Position. Stealt er first in, so spielst du einen Heads-Up Pot in Position, welches nun mal keine sonderlich schlechte Ausgangsposition ist.
In den vorherigen Situationen musstest du jeweils out of Position agieren.
Ein Abschätzen der gegnerischen Ranges ist enorm wichtig. Gerade die Openraisingrange eines Small Blinds jedoch ist sehr schwer zu kalkulieren. Es gibt Spieler, die hier sehr tight agieren und es gibt Spieler, die sehr loose stealen.
Die Spieler selbst werden es von dir abhängig machen, ob sie der Meinung sind, dass sich loose Steals lohnen. Im Klartext heißt das:
- Foldest du zu häufig deinen Big Blind, wird Villain sehr viel stealen.
- Defendest du meistens passiv und gibst postflop häufig auf, wird Villain sehr viel stealen.
- Defendest du passiv und bist bereit looser broke zu gehen, wird Villain vorsichtiger werden.
- Defendest du häufig aggressiv und 3-bettest den Small Blind, wird dieser in den nächsten Runden ebenfalls vorsichtiger agieren müssen.
Gehst du von einem vernünftigen Gegner aus, der dich als einen annehmbaren Spieler ansieht, so wird es für ihn schönere Situationen geben, als gegen dich out of Position spielen zu müssen. Letztlich ist es ihm egal, ob du nun loose defendest und zur Callingstation mutierst oder ob du jedes Mal aggressiv zurück feuerst.
Ab einem gewissen Grad wird es für deinen Gegner einfach unprofitabel, out of Position deinen Blind zu attackieren. Diesen Zustand willst du im Grunde erreichen.
Es bleibt natürlich die Frage: In welcher Phase ändern sich die Ranges deines Gegners? Dies ist leider nicht zu beantworten, da dort jeder Spieler seine eigenen Vorlieben hat. Einige gehen nur nach Equity und raisen Hände wie Ax/Kx, verzichten dafür aber auf drawing Hands. Andere wiederum raisen jeden suited Connector, spielen aber beispielsweise keine offsuited Aces aus dem Small Blind (z.B.A8o-).
An dieser Stelle werden deine Beobachtungen immer wertvoller.
Die Bereitschaft broke zu gehen nimmt im Blindbattle natürlich zu. Dies bezieht sich zum einen auf das Preflopplay, bei dem recht aggressive Gegner auch mit sehr schwachen Händen bereit sind, ihren ganzen Stack zu investieren.
Ebenso überträgt es sich selbstverständlich auf das Postflopplay, wo ein Toppair meistens die beste Hand ist und kaum noch foldbar erscheint.
Herrscht diese Bereitschaft vor, auch mit mittelstarken Händen broke zu gehen, geht andererseits natürlich die Foldequity in den Keller. Das wiederum bedeutet: Du wirst deinen Gegner recht selten von einer stärkeren Hand bluffen können, sofern du passiv defendest.
Nun halte dir das Beispiel AJ vor Augen: Du triffst in 1 von 3 Fällen, stehst also in grob 66% aller Fälle ohne jeglichen Hit da. Für diese Situationen bräuchtest du einen Plan, da du nicht jedes Mal folden kannst.
Und was machst du bei einem Hit? Jedes Mal heruntercallen? Oder auch mal raisen? Wenn du mit deinen made Hands im Blindbattle nur downcallst (theoretisch ist das Prinzip Way ahead - Way behind hier ideal), wie willst du dann ohne Hit deinen Gegner zum Folden bringen?
Die Ursprungsfrage des Balancing lautet: Muss ich überhaupt etwas balancen?
Angedeutet wurde es eben in Punkt 3: Möchtest du ohne Hit bluffen und aggressiv spielen, so musst du das auch mit deinen made Hands machen (siehe dazu Beispiel 4), auch wenn diese auf den ersten Blick recht schwach erscheinen.
Dies gilt aber nicht grundsätzlich. Folgende Fragen musst du dir stellen:
- Was für ein Spieler ist der Small Blind?
- Stealt er häufig gegen dich?
- Warum stealt er so häufig gegen dich?
- Achtet dieser Gegner überhaupt auf Balancing? Interessiert ihn, was du machst, oder schaut er nur seine Karten an?
- Ist dieser Spieler preflop aggressiv, postflop aber weak? Kannst du ihn jedes Mal floaten, so dass er dir häufig genug den Pot überlässt?
- Kommst du überhaupt häufig in diese Situation oder sitzen am Cutoff/Button solch aggressive Gegner, die ohnehin vorher schon Action machen? Oder ist der Tisch voller Callingstations, die preflop schon meistens in den Pot gelimpt haben? Dann muss nämlich der Stealer wieder mehrere Spieler beobachten und spielt nicht gegen dich allein.
Solltest du gegen einen TAG spielen, der es nicht gerade auf dich abgesehen hat, so hat ein passiver Defend viele Vorteile:
- Du spielst einen kleinen Pot mit einer nicht sonderlich starken Hand.
- Du spielst in Position, kannst also postflop deine Position gut nutzen (z.B. Float, Freecards, etc…).
- Du kannst Potcontrol oder Protection selbst bestimmen.
- Du isolierst dich nicht gegen bessere Hände.
- Du kannst preflop nicht mehr von der Hand geblufft werden.
Letztlich spielen viele Faktoren mit in deine Entscheidung hinein, daher schau dir nun ein paar Beispiele an.
PartyPoker $100 NL Hold'em (6 handed)
Stacks & Stats
UTG ($100)
MP ($100)
CO ($100)
BU ($100) (40/13/1.9/29/32/1102) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
SB ($100) (15/13/2.9/33/24/1000) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
Hero ($100)
Preflop: Hero is BB with A

4 folds, SB raises to $4.00, Hero...
Du hast es mit einem recht tighten Spieler zu tun, den du als TAG klassifizieren kannst. Er scheint nicht unbedingt ein aggressiver Stealer zu sein, scheint sich aber doch einige Spots herauszusuchen.
Was sind deine Optionen? Entweder du findest einen Call oder du spielst 3-bet/fold. Auch im Blindbattle ist ein All-In preflop mit AJ gegen einen 15/13-Spieler overplayed.
Beweis:
| Equityanalyse | |||||
| Equity | Win | Split | Loss | Hand | |
| Spieler 1 | 28,74% | 27,3% | 2,89% | 69,82% | AJs, AJo |
| Spieler 2 | 71,26% | 69,82% | 2,89% | 27,3% | TT+, AQs+, AQo+ |
Solltest du dich also für eine 3-Bet entscheiden, kannst du davon ausgehen, dass dieser Gegner nahezu niemals deine 3-Bet callen wird. Entweder er 4-bettet dich oder er foldet. Daraus kannst du schlussfolgern, dass deine Handstärke absolut egal ist. Letztlich spielst du eine Art Bluff, den du an dieser Stelle auch mit 72o durchführen könntest.
Sollte er tatsächlich deine 3-Bet callen, dann wohl häufig als Trap mit einer starken Hand bzw. Händen wie AK/AQ. Das würde dir nicht unbedingt gefallen.
Bleibt aber die Frage, ob es etwas zu balancen gibt? Der Button ist ein sehr looser Spieler, der häufig in den Pot limpen wird. Das bedeutet, der Small Blind wird selten die Gelegenheit bekommen gegen dich first in zu stealen. Somit besteht für dich kein akuter Handlungsbedarf, dem Small Blind hier gleich mal einen vor den Latz zu knallen.
Des Weiteren scheint der Gegner recht passiv, dennoch ist sein WTS-Wert recht gering. Hier kannst du deine Position gut ausspielen. Vielleicht würde sogar ein Plan ausreichen, preflop zu callen, den Flop zu callen und jeden Turn zu floaten, ohne eine Karte auf dem Board gesehen zu haben.
Solche Pläne solltest du natürlich nicht verfolgen, der Flop ist nun mal mit entscheidend, aber es soll zeigen, dass du hier auch häufig genug ohne Hit den Pot gewinnen kannst. Gleichzeitig zeigst du dem Gegner damit auch, dass er sich in den künftigen Runden lieber zweimal überlegen sollte, gegen wen er da stealen möchte.
Solltest du hitten, so ist ein Calldown durchaus in Ordnung. Einfach deshalb, da der Gegner mit einem AF von 2,9 durchaus mal eine Bluffbet heraushauen könnte, aber nun mal gar nicht der Typ Callingstation zu sein scheint. Und unnötig broke gehen möchtest du hier auch nicht.
PartyPoker $100 NL Hold'em (6 handed)
Stacks & Stats
UTG ($100)
MP ($100)
CO ($100)
BU ($100) (40/13/1.9/29/32/1102) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
SB ($100) (15/13/2.9/33/24/1000) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
Hero ($100)
Preflop: Hero is BB with A

4 folds, SB raises to $4.00, Hero calls
Flop: ($8.00) 4


SB bets $6.00, Hero calls $6.00
Turn: ($20.00) 7
SB checks, Hero checks
River: ($20.00) T
…Hero ist bereit eine Bet zu callen oder selber zu betten...
Das Prinzip Way ahead - Way behind funktioniert hier am besten, so wirst du häufig genug am River eine Bluffbet bekommen. Sollte Villain nur checken, kannst du valuebetten. Du hast bis dahin deine Hand so schwach verkauft, dass es nach einem billigen Bluff aussehen könnte.
Dass Villain hier einen Draw hält ist unwahrscheinlich, und selbst wenn, so hat hier die Potcontrol eine höhere Priorität als die Protection.
Fazit:
Unter Betrachtung aller Umstände ist ein passiver Defend hier wohl die etwas bessere Lösung.
PartyPoker $100 NL Hold'em (6 handed)
Stacks & Stats
UTG ($100)
MP ($100)
CO ($100)
BU ($100) (17/11/1.6/24/26/561) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
SB ($100) (25/21/3.7/45/24/1455) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
Hero ($100)
Preflop: Hero is BB with A
4 folds, SB raises to $4.00, Hero...
Diese Situation sieht nun ein bisschen anders aus. Du hältst die gleiche Hand und befindest dich selbstverständlich nach wie vor im Blindbattle, jedoch ist der Stealer diesmal deutlich aggressiver. Sein ATS-Wert spricht ebenfalls dafür.
Der Button hingegen ist eher ein tighter Spieler, der nicht sonderlich aggressiv ist. Das bedeutet, der Small Blind wird sehr häufig die Möglichkeit bekommen, first in zu raisen und somit häufig versuchen, dir deinen Blind streitig zu machen. Zeigst du hier nicht klare Grenzen auf, wie weit man es mit dir treiben darf, könntest du zu seinem Spielball werden.
Gegen ihn musst du dir schon eine andere Frage stellen: Sofern du 3-bettest, kannst du dann auf eine 4-Bet folden? Das ist gegen ihn nicht sonderlich einfach, man kann unter Umständen bereit sein, preflop broke zu gehen, jedoch wären hier weitere Reads über seine 4-Bets sehr wichtig.
Fazit:
Einerseits ist die Option 3-Bet gut, da du dich häufig dieser Situation ausgesetzt siehst und dich wehren musst. Auf der anderen Seite spielst du mit 3-bet/fold einem aggressiven Spieler wieder in die Karten und gibst deine gute Equity auf. 3-bet/push jedoch sollte man auch in einem Blindbattle nicht automatisch in Erwägung ziehen.
Mit einem Call begehst du ebenfalls keinen Fehler, jedoch musst du dich dann auch postflop entsprechend verhalten. Dieses Verhalten bezieht sich auf mögliche Bluffs, sofern du unimproved geblieben bist und mögliche Valueplays, solltest du gehittet haben.
Dein Gesamtspiel muss passen. Entscheidest du dich passiv zu defenden, muss es postflop krachen. Wie spielst du einen möglichen Bluff? Raise Flop?
Solltest du also lieber den Flop raisen als zu floaten (was gegen sehr aggressive Gegner im Blindbattle durchaus gut ist, da diese häufig zu 2nd Barrels neigen und dein Float somit entweder nicht funktioniert oder sich in einen Bluff-Turnpush verwandelt), dann musst du das auch mit marginalen Händen balancen.
Dieser Gegner scheint nämlich etwas mitdenkend zu spielen und wie erwähnt, wirst du diese Spots gegen ihn häufig erleben müssen. Daraus ergibt sich folgende Hand:
PartyPoker $100 NL Hold'em (6 handed)
Stacks & Stats
UTG ($100)
MP ($100)
CO ($100)
BU ($100) (17/11/1.6/24/26/561) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
SB ($100) (25/21/3.7/45/24/1455) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
Hero ($100)
Preflop: Hero is BB with A
4 folds, SB raises to $4.00, Hero calls
Flop: ($8.00) 3


SB bets $6.00, Hero raises to $20.00, SB pushes All-in, Hero calls All-in
Einzeln betrachtet mag diese Hand overplayed aussehen. Ebenfalls wäre es ein Way ahead - Way behind Spot. Aber gegen diesen Gegner ist es aufgrund des Balancing ein Flopraise. Und Raise/Fold mit einem Toppair kommt ohnehin nicht in Frage, erst Recht nicht hier im Blind Battle gegen einen aggressiven Gegner. Nach deinem Raise ist klar, dass das Geld in die Mitte wandert.
Solltest du beispielsweise einen Gegner vorfinden, den du postflop gut lesen kannst, und von dem du weißt, dass dieser häufig am Turn aufgibt und deswegen mit deinen Bluffs lieber floatest, solltest du das auch in diesem Beispiel tun und den Flop nur callen.
PartyPoker $100 NL Hold'em (6 handed)
Stacks & Stats
UTG ($100)
MP ($100)
CO ($100)
BU ($100) (26/19/3.2/35/26/777) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
SB ($100) (35/15/1.6/30/30/438) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
Hero ($100)
Preflop: Hero is BB with A

4 folds, SB raises to $4.00, Hero...
Wiederum eine knappe Entscheidung. Ein loose wirkender Gegner, der aber nicht ganz normal zu spielen scheint, openraist im Small Blind. Bei solchen Gegnern ist es dir nahezu unmöglich, Ranges abzuschätzen. Er kann hier viel openraisen, jedoch sind PFR und ATS in einem durchaus akzeptablen Rahmen.
Nun kannst du natürlich anführen, dass du gerne einen 3-bettet Pot in Position gegen einen eventuell schwächeren Gegner spielen möchtest und deswegen standardisiert 3-betten möchtest. Solltest du das tun, ist das auch durchaus in Ordnung.
Dennoch hat ein passiver Defend hier einen leichten Vorteil.
Zum einen wird der Button recht häufig stealen, somit wird diese Situation – im Gegensatz zu Beispiel 2 – nicht sonderlich häufig vorkommen.
Des Weiteren braucht man gegen solche Gegner nicht unbedingt viel zu balancen, es sieht schon danach aus, als sei es ein Gegner der eher seine Hände spielt, als auf deine Aktionen zu achten und sich diesen anzupassen.
Sein VPIP von 35 lässt natürlich einen weiteren Schluss zu: Er wird deine 3-bet recht häufig callen, vermehrt auch mit schlechteren Händen, mit besseren Händen aber auf jeden Fall (auch wenn das Einschätzen von Ranges hier, wie oben beschrieben, schwer fällt: AK/AQ wird dieser Gegner hier wohl nahezu immer callen, ab und an 4-betten aber nie folden.)
Postflop kommst du dann natürlich garantiert nicht mehr raus aus der Hand.
Fazit:
Die Tendenz geht in Richtung Call.
Postflop jedoch kannst du gegen diesen Gegner anders spielen. Balancing ist sekundär, Valueplay ist wichtig. Deswegen nun ein mögliches Postflopplay bei einem passiven Defend. Achte dabei auf das Turnplay im Vergleich zum Turnplay in Beispiel 1.
PartyPoker $100 NL Hold'em (6 handed)
Stacks & Stats
UTG ($100)
MP ($100)
CO ($100)
BU ($100) (26/19/3.2/35/26/777) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
SB ($100) (35/15/1.6/30/30/438) [VPIP/PFR/AF/ATS/WTS/Hands]
Hero ($100)
Preflop: Hero is BB with A

4 folds, SB raises to $4.00, Hero calls
Flop: ($8.00) 4


SB bets $6.00, Hero calls $6.00
Turn: ($20.00) 7
SB checks, Hero bets $15.00,...
In Beispiel 1 hast du am Turn behind gecheckt um einen Bluff zu inducen. Der Gegner war eher tight-aggressiv. Das bedeutet er callt nicht alles, blufft aber ab und an.
Dieser Gegner jedoch ist eher das umgekehrte Beispiel. Er ist zu looseren Calldowns in der Lage, aber nicht unbedingt der Spielertyp, der am River einen Bluff heraushauen muss. Daher bietet sich hier eine Turnbet an.
Vergleichbar ist das mit dem grundsätzlichen Play auf einem drawy Board gegen einen loose-passiven Gegner, wo du lieber den Turn bettest, um Value von Draws zu erhalten und du dir am River den free Showdown nehmen kannst.
Wenn du den Turn behind checkst, um einen Bluff zu induzieren, hoffst du nun mal auf einen aggressiven Gegner, der viel am Turn folden wird, im Gegensatz dazu jedoch oftmals den River (bluff-) bet/folden wird.
Hier ist zwar nur ein Flushdraw möglich, aber dieser Gegner wird eher loose heruntercallen, als Bluffs durchzuziehen. Daher tritt hier Way ahead - Way behind etwas in den Hintergrund und du hast am Turn eine Valuebet. Bei einem Checkraise hingegen wirst du gegen diesen Gegner deine Hand am Turn wohl aufgeben müssen.
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Diesmal ging es um die Blinddefense im Blindbattle mit dominierten Händen. Du hast gesehen, worauf du achten solltest: Den Small Blind, die History, mögliches Image, die Frage des Balancing und ebenfalls die Betrachtung des Buttons zum Einschätzen der Häufigkeit dieser Situationen. Im Blindbattle geht es am ehesten Mann gegen Mann. Hier kannst du gar nicht genug aufpassen, Fehlerquellen gibt es genügend. Mache dir immer ausreichend Gedanken und gehe nie einen Schritt, ohne dir dessen Folgen bewusst zu sein. Du musst die Reaktionen deines Gegners abschätzen können und für jede Alternative eine Antwort parat haben. |
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