Woche 12 (BSS): Quiz - Das Spielen von Toppaar
Einleitung |
von sandman2080 |
Diese Woche gibt es wieder ein Quiz. Das Thema ist das Spielen von Toppaar. Anders als sonst soll es heute um eine einzige Hand gehen. Darin wird es Fragen zu jeder Straße geben. Viel Spaß!
Hand
Hero ($10.57)
CO ($12.60)
UTG ($2.90)
Preflop: Hero is MP3 with A 

UTG calls, Hero raises to $0.5, CO calls $0.50, 3 folds.
Flop: ($0.95) A 


UTG checks, Hero bets $0.8, CO calls $0.8, UTG folds.
Turn: ($2.55) 7 
Hero bets $1.5, CO calls $1.5.
River: ($5.55) 4 
Hero checks, CO bets $3, Hero calls $3.
1.) Was machen wir vor dem Flop?
a) Nachdem bereits ein Spieler in früher Position gelimpt hat (also in die Hand eingestiegen ist, ohne zu erhöhen) und dies grundsätzlich für Stärke spricht, gehen wir auch nur mit, da wir keinen großen Pot mit AQs gegen einen UTG Limper spielen wollen und hoffen, dass noch mehrere Leute in die Hand einsteigen.
b) Wir machen eine Minierhöhung auf $ 0.2. Dies sollte reichen, um die Hand vielleicht schon vor dem Flop zu gewinnen und alle hinter uns zum aussteigen zu bringen.
c) Wir machen eine Erhöhung auf $ 0.5.
2.) Flop mit Top-Paar. Was nun?
a) Das Board läßt viele Draws zu und wir setzen daher den doppelten Pot, um den Gegnern viel zu schlechte Odds zu geben für ihre Draws.
b) Wir setzen etwas mehr als 2/3 des Pots, da wir die Gegner nicht billig drawen lassen wollen und sie so einen Fehler machen durch ihr Mitgehen.
c) Wir setzen nicht und slowplayen unser TP mit zweitbester Beikarte, hier wäre der optimale Zeitpunkt dafür.
3.) Nachdem der Spieler in später Position nun unseren Einsatz in Position mitgeht: Auf welche Hand können wir ihn setzen?
a) Wenn er auf dem Board mitgeht, hat er 100 %ig einen Drilling getroffen, nachdem er vor dem Flop unsere Erhöhung mitgegangen ist.
b) Mit großer Wahrscheinlichkeit ist er hier auf einem Draw oder hält ein schlechteres A.
c) Er will uns doch eindeutig floaten auf diesem Board.
4.) Am Turn haben wir immer noch TP, allerdings besitzt das Board nun schon zwei Mal 2 Karten der gleichen Farbe. Was nun?
a) Wir setzen Turn nochmal 2/3 des Pots, um gegen die vielen Draws am Board zu protecten.
b) Wir spielen check/fold. Das Board ist nun schon zu ekelhaft für unser TP.
c) Wir spielen check/call und probieren, den Pot klein zu halten oder einen Bluff zu induzieren.
5.) Annahme: Der passive CO erhöht nun auf das 3fache unseres Einsatzes. Was machen wir?
a) Wir pushen ihn All-in, da er uns wahrscheinlich vorher gefloated hat und und uns nun aus der Hand bluffen will.
b) Wir gehen mit, da Aussteigen viel zu weak wäre auf dem Board.
c) Wir steigen aus, da wir mit TP und nichtmal Top Kicker auf dem Board nicht unseren ganzen Stack riskieren wollen.
6.) Am River sind nun beide Draws nicht angekommen. Wie gehen wir weiter vor?
a) Wir setzen erneut und gehen eine Erhöhung des Gegners mit.
b) Wir spielen check/call, um vielleicht einen Bluff zu induzieren.
c) Wir spielen check/fold, da jede Hand, die nun bettet, wahrscheinlich besser ist als unsere.
Auflösung
1c)
Natürlich machen wir hier unsere Standard Erhöhung vor dem Flop, die sich aus 4 BB + 1 BB pro Limper zusammensetzt, um, wenn möglich, alle Spieler bis zum Button aus der Hand zu drängen um so die restliche Hand in Positon spielen zu können.
2b)
Da das Board sehr drawlastig ist, entscheiden wir uns für einen Einsatz knapp über 2/3 des Pots, um so gegen etwaige Flush Draws unserer 2 Gegner zu protecten.
Jetzt wird sich vielleicht jemand denken, aber bei Antwort a geben wir unseren Gegnern doch auch schlechte Odds. Warum nicht das? Nun gut, die Sache mit den Odds mag schon stimmen. Allerdings wollen wir die Draws, die vielleicht unterwegs sein könnten, nicht vertreiben, sondern wollen ihnen nur so schlechte Odds geben, das sie zwar mitgehen, aber dadurch einen Fehler begehen. Und bei doppelter Potgröße würde jede Hand aussteigen, die uns nicht schon bereits geschlagen hat.
3b)
Die Antworten a und c kann man natürlich nicht zu 100 % ausschließen, jedoch ist Antwort b die plausibelste.
4a)
Da das Board nun nicht drawunlastiger geworden ist, entscheiden wir uns dafür, am Turn erneut zu setzen, um, wie bereits zuvor am Flop, vor Draws aller Art zu protecten. Hätte das Board hier nicht zwei Mal 2 Karten der gleichen Farbe, wäre check/call die bessere Alternative, da auf einem Board, wo kaum Draws möglich sind, Potcontrol > Protection ist.
5c)
Ein passiver Gegner würde bei diesen Gemeinschaftskarten mit seinem Draw nur mitgehen und auf keinen Fall semibluffen. Man kann davon ausgehen, dass er sich nun doch dazu entschlossen hat, einen Drilling zu protecten und steigen daher aus.
6b)
Aufgrund des Handverlaufes ist es ziemlich wahrscheinlich, dass der Spieler in später Position (CO) hier während der ganzen Hand auf einem Draw war, der zum Glück aber nicht angekommen ist. Von solchen Händen würden wir kein Geld mehr bekommen, sollten wir hier nochmal anspielen. Aus diesem Grund bevorzuge ich check/call, da wir so vielleicht den CO dazu bewegen können, seinen nicht angekommenen Draw am River nochmal zu bluffen, weil er seine Hand nicht so einfach aufgeben will.