Woche 24: Playing Draws in SnGs
Einleitung |
von Tigga |
Diese Woche geht es, nach mehrfachem Wunsch, um Draws bzw. wie man diese richtig in einem SnG spielt. Hierzu werde ich euch anhand von ein paar Händen einige Dinge erklären.
Hand 1
No Limit Holdem Tournament
Blinds: 20/40
10 players
Stack sizes:
UTG:2000
UTG+1:2000
UTG+2:2000
MP1:2000
MP2:2000
MP3:2000
CO:2000
BU:2000
Hero:2000
BB:2000
Pre-flop: (10 players) Hero is SB with 5

2 folds, 2 calls, 4 folds, Hero calls, BB checks.
Flop: K

Wir haben hier zwar einen Flushdraw, jedoch handelt es sich hierbei um einen sehr kleinen Flushdraw in einem riesigen Multiwaypot. Hier könnten bereits Straights draußen sein, wir würden zwar mit unserem Flush eine Straight schlagen, jedoch würde es wahrscheinlich sehr teuer werden. Außerdem haben wir bei Weitem kein Nutflushdraw. D.h. selbst wenn wir unseren Flush treffen, kann es sein, dass wir gegen einen höheren Flush hinten liegen.
Gleiche Hand, anderer Flop.
Flop: 3

Wir haben hier einen OESFD. Eine nicht gerade schwache, aber auch nicht die stärkste Hand. Das Problem hier ist, wir wissen nicht, welche unserer Flush Outs clean sind. Es könnte hier sehr gut der Nutflush unterwegs sein. Das einzige, was wir wissen ist, unsere Straight Outs sind alle clean. Selbst wenn es in 
Hand 2
No Limit Holdem Tournament
Blinds: 20/40
10 players
Stack sizes:
UTG:2000
UTG+1:2000
UTG+2:2000
MP1:2000
MP2:2000
MP3:2000
CO:2000
BU:2000
Hero:2000
BB:2000
Pre-flop: (10 players) Hero is SB with A
2 calls, 4 folds, 2 calls, Hero calls, BB checks.
Flop: 7

Diese Hand unterscheidet sich stark von der ersten. Wir haben hier den Nutflushdraw + eine OESD + Overcards. Wir können zwar nicht wissen, ob unsere Overcards live sind, deswegen geben wir uns hier auch nicht die vollen 6 Outs auf unsere AT. Jedoch haben wir 9 outs für unseren Flush, 6 outs für unsere Straight (wir können die 
Gleiche Hand wie die erste, jedoch ein anderer Flop.
Flop: Q

Wir haben hier zwar den Nutflushdraw in einem Multiwaypot, jedoch haben wir keinen so starken Draw wie in der ersten Hand. Man könnte hier zwar schon fast for value in so viele Gegner betten, jedoch halte ich auf den unteren Buy-ins gerade von dieser Spielweise der Draws nicht viel. Ich bin hier für die klassische check/call nach Odds Line. Solang wir die richtigen Odds bekommen, callen wir den Nutflushdraw. Sobald wir ihn selber treffen, müssen wir es natürlich von unserem Gegner abhängig machen. Bettet er auch bei einem 3-suited Board in uns rein, dann check/raisen wir ihn. Ist er eher ein passiverer Gegner bei solchen Boards, dann betten wir selber in ihn rein.
Hand 3
No Limit Holdem Tournament
Blinds: 20/40
10 players
Stack sizes:
UTG:2000
UTG+1:2000
UTG+2:2000
MP1:2000
MP2:2000
MP3:2000
CO:2000
BU:2000
Hero:2000
BB:2000
Pre-flop: (10 players) Hero is SB with J
1 calls, 5 folds, 2 calls, Hero calls, BB checks.
Flop: 2

Wir haben hier ein Straightdraw mit zwei Overcards. Wir können uns unmöglich in so einer Situation die vollen Outs auf unsere Overcards geben, da eine T ein Straightdraw vervollständigen würde (6,7) und ein J ebenfalls (u.a.QT). Wir können uns also hier nur die Straightdraw Outs geben. Für die Straight geben wir uns maximal 8 Outs (jede 7 und jede Q). Wir spielen also hier check/call nach Odds.
Fazit
Zusammenfassend grundsätzliche Punkte, nach denen man sich richten sollte:
- < 10 Outs: Wir spielen check/call nach Odds.
- > 15 Outs: Wir können for value betten.
- Je mehr Gegner wir haben, desto seltener betten wir unsere Draws, da wir weniger foldequity haben.
- HU können wir ein Draw so gut wie immer betten, da wir genügend foldequity haben.
- Gegen aggressive Gegner Draws nicht betten, wir wollen nicht geraised werden.