	{"id":52628,"date":"2009-08-31T11:36:00","date_gmt":"2009-08-31T11:36:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/konzepte-calldown\/"},"modified":"2026-03-12T09:17:59","modified_gmt":"2026-03-12T09:17:59","slug":"konzepte-calldown","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/","title":{"rendered":"Konzepte: Calldown"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Konzepte: Calldown<\/h1><h1>Einleitung<\/h1><p>Ein Calldown geh&ouml;rt zu den m&auml;chtigsten Waffen im Fixed Limit, wird jedoch h&auml;ufig falsch angewendet. Im folgenden Artikel werden Kriterien f&uuml;r Profitabilit&auml;t von Calldowns vorgestellt.<\/p><h2>Vorbemerkungen<\/h2><ul>\n<li>Im Artikel bezeichnet der Begriff &bdquo;Made Hand&ldquo; eine Hand mit Showdownvalue und nur wenigen Outs.<\/li>\n<li>Der Erwartungswert (EV) einer Zufallsvariablen, die nur endlich viele Werte annimmt (bei pokerbezogen Zufallsvariablen fast immer der Fall), ist das mit den zugeh&ouml;rigen Wahrscheinlichkeiten gewichtete Mittel dieser Werte (Beispiel: EV(Augenzahl W&uuml;rfelwurf)=<br> (1\/6)*1+(1\/6)*2+...+(1\/6)*6=1\/6*(1+2+...+6)=21\/6). Mathematisch gesehen, ist dieser Wert meistens besonders gut geeignet, um den Wert der Zufallsvariablen abzusch&auml;tzen.<\/li>\n<li>Oft erfordert die Arbeit mit Wahrscheinlichkeiten und Erwartungswerten im Poker Sch&auml;tzungen auf Grundlage der bisherigen Beobachtungen und gesunden Menschenverstands. Daher sind bestimmte im Artikel angegebene Werte als spekulative Erfahrungswerte oder beispielhafte Annahmen zu sehen. Da es in solchen Rechnungen nicht um den exakten Wert geht, sondern dessen Gr&ouml;&szlig;enordung, ist diese Vorgehensweise absolut legitim.<\/li>\n<\/ul><p>Bekanntlich zeichnet sich ein guter Spieler dadurch aus, dass er ein TAG ist, d.h., grob betrachtet gem&auml;&szlig;igte WentToSD-Werte und einen hohen Aggression-Faktor besitzt (Isoliert gesehen, machen diese beiden Werte einen nat&uuml;rlich noch nicht zu einem Winning Player! Umgekehrt ist es aber so, dass wenn sie zu stark vom Optimum abweichen, man meist nur sehr schwache Gegner auf Dauer langfristig schlagen kann). Ein hoher Aggression-Faktor bedeutet aber, dass die meisten Z&uuml;ge Folds (bzw. Checks) oder Bets (bzw. Raises) sind. Im Regelfall sind die Calls also zu vermeiden. Wie aus der Anf&auml;ngersektion bekannt, machen Calls bei drawing Hands Sinn, wenn man die n&ouml;tigen Odds besitzt. Da Poker ferner ein Spiel mit unvollst&auml;ndiger Information ist, treten immer wieder Situationen auf, in denen man auch bei Made Hands callen sollte, meist bis zum Showdown, der sich ja dadurch auszeichnet, dass dabei der &Uuml;bergang zu vollst&auml;ndiger Information stattfindet. Genau solche Situationen werden wir im nachfolgenden Artikel unter die Lupe nehmen. Dabei gehen wir immer von einer Post-Flop Situation aus, in der Hero zwischen dem Callen, Raisen und Folden w&auml;hlen kann (oder besser gesagt: muss).<\/p><p><\/p><h1>Grundvoraussetzungen f&uuml;r einen Call mit einer Made Hand<\/h1><p> Das Grundprinzip im Poker besteht darin, nur diejenigen Z&uuml;ge auszuf&uuml;hren, die den gr&ouml;&szlig;ten Erwartungswert haben. Genau genommen, geht es um den Erwartungswert der Zufallsvariablen BR-Ver&auml;nderung durch die Ausf&uuml;hrung eines bestimmten Zuges\/bestimmter Z&uuml;ge (Die bereits gesetzten Bets z&auml;hlen nicht). Dieser Erwartungswert ist unter Ber&uuml;cksichtigung <b>aller dem Spieler zur Verf&uuml;gung stehenden Informationen<\/b> zu bilden. Da der EV des Foldens offenbar gleich 0 ist (keine BR-Ver&auml;nderung nach dem Zug!), ist immer zu pr&uuml;fen, ob das Callen oder Raisen (sofern noch nicht gecappt worden ist) einen positiven Erwartungswert besitzt. Liegt man mit seiner Made Hand wahrscheinlich vorne, so ist es offensichtlich (fast) automatisch +EV zu raisen. Je nach Spielsituation und Fold-Willigkeit des Gegners lohnt es sich sogar mit evtl. leicht schlechteren Showdown-Chancen zu raisen (Equity+Foldequity&gt;0,5). Bei besonders guten Bl&auml;ttern muss man nat&uuml;rlich die M&ouml;glichkeit des Slowplays in Betracht ziehen. All diese F&auml;lle sollen hier explizit ausgeschlossen sein. Wir nehmen ferner an, dass Raises for Free Cards\/Free Showdown nicht in Frage kommen. Stattdessen beschr&auml;nken wir uns in diesem Artikel auf die sehr oft auftretenden Call-or-Fold-Entscheidungen mit einer Made Hand.<\/p><p> Der EV eines Calls h&auml;ngt im Falle einer Made Hand davon ab, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man unter Ber&uuml;cksichtigung aller existierenden Informationen am Showdown mit der eigenen Hand vorne liegen wird, dem f&uuml;r das Sehen des Showdowns zu zahlenden Preis und der Gr&ouml;&szlig;e des Pots am Showdown. Da wir von einer Made Hand, also einer Hand mit Showdownvalue ausgehen, ist nach einem Call meistens korrekt auch auf sp&auml;teren Stra&szlig;en zu callen, da der Preis f&uuml;r das Sehen des Showdowns und die damit verbundenen Gesamtkosten der &Uuml;berpr&uuml;fung der eigenen Handst&auml;rke abnehmen und die Potgr&ouml;&szlig;e zunimmt. Ein Fold kommt nur dann in Betracht, wenn eine besonders ung&uuml;nstige Karte kommt, wodurch die eigene Hand massiv an St&auml;rke verliert oder die Betting Action besondere Auff&auml;lligkeiten aufweist. Alternativ kann es aber auch vorkommen, dass die Made Hand durch einen ihrer wenigen Outs noch zus&auml;tzlich verbessert wird, so dass man auf sp&auml;teren Stra&szlig;en sogar betten und raisen muss. Beide F&auml;lle sind jedoch Ausnahmen. Deswegen wird man nach dem Call mit einer Made Hand in 80% der F&auml;lle auf allen h&ouml;heren Stra&szlig;en erneut callen oder ggf. eine Free Card nehmen. Nat&uuml;rlich muss die Hand jedes mal erneut evaluiert werden. Man spricht auch von einem <b>Calldown<\/b>. Also ist der EV eines Calls mit einer Made Hand ungef&auml;hr gleich dem EV eines Calldowns (Der EV eines Calls ist auf jeden Fall mindestens so hoch wie der eines Calldowns, da man beim Calldown auf sp&auml;teren Stra&szlig;en m&ouml;glicherweise, aber wie bereits erw&auml;hnt nur mit geringer Wahrscheinlichkeit, einen Call mit nicht optimalem Erwartungswert macht). Den EV des Calldowns, also den Erwartungswert der Zufallsvariablen BR-Ver&auml;nderung bei Calldown, kann man &uuml;ber die Erwartungswerte (EVs) anderer Zufallsvariablen bestimmen. Unter geringf&uuml;gig vereinfachenden Annahmen gilt:<\/p><p> EV(Calldown)= - EV(Preis f&uuml;r Showdown) + EV(Pot am Showdown)*EV(Anteil am Pot am Showdown),<\/p><p> wobei EV(Preis f&uuml;r Showdown) den Erwartungswert der Zahl der Big Bets bezeichnet, die wir noch zahlen werden, um den Showdown zu sehen, EV(Pot am Showdown) f&uuml;r den Erwartungswert der Anzahl der Big Bets im Pot am Showdown steht und EV(Anteil am Pot am Showdown), auch <b>Equity<\/b> genannt, die Wahrscheinlichkeit daf&uuml;r ist, dass wir unter Ber&uuml;cksichtigung aller aktuell vorhandener Informationen am Showdown vorne liegen werden bzw. (entsprechend gewichtet) einen Anteil eines Split Pot erhalten werden. <\/p><p> Gilt also<\/p><p> EV(Anteil am Pot am Showdown) &gt; EV(Preis f&uuml;r Showdown)\/EV(Pot am Showdown)<\/p><p> und kommt ein Raise nicht in Betracht, so sollte man die Hand callen.<\/p><p>&nbsp;<\/p><p> <\/p><h1>Parameter in der Formel f&uuml;r den EV des Calldown<\/h1><p> Um die obige Formel anwenden zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir die drei Parameter EV(Preis f&uuml;r Showdown), EV(Pot am Showdown) und EV(Anteil am Pot am Showdown) n&auml;her quantifizieren.<\/p><ul>\n<li><b>EV(Preis f&uuml;r Showdown):<\/b> Der Preis f&uuml;r den Showdown setzt sich zusammen aus der Anzahl der sofort zu callenden Bets und, falls anwendbar, den Bets, die man entrichten muss, wenn hinter einem geraist wird und wenn auf den sp&auml;teren Stra&szlig;en gebettet wird. Folglich l&auml;sst sich dieser Wert nur dann genau angeben, wenn man als letzter Spieler am River am Zug ist. Bei zwei Spielern l&auml;sst er sich ziemlich gut sch&auml;tzen. Am Flop betr&auml;gt er meist ca. 2,1 BB (sichere 0,5 BB am Flop, im Schnitt ca. 0,9 BB am Turn und ca. 0,7 BB am River), am Turn betr&auml;gt er ca. 1,7 BB (jeweils 1 BB am Turn, im Schnitt ca. 0,7 BB am River). Mit entsprechenden Reads auf den Opponenten kann diese Sch&auml;tzung noch pr&auml;zisiert werden. In Multiway-Pots ist es schwieriger, diesen EV genau zu ermitteln. Man kann seinen Wert aber meistens mit etwas Fingerspitzengef&uuml;hl vergleichsweise gut absch&auml;tzen. Dabei ist vor allem zwischen dem Fall, dass es einen Aggressor gibt (bzw. auf sp&auml;teren Stra&szlig;en geben wird) und dem Fall, dass mehrere Spieler ihre Klingen kreuzen werden, zu unterscheiden. Die im letzteren Fall auftretenden Raising Wars k&ouml;nnen zu einer Explosion der Kosten f&uuml;r den Showdown f&uuml;hren, da man pl&ouml;tzlich nicht nur eine Big Bet pro Stra&szlig;e, sondern gleich 3-4 callen muss. Somit sind die f&uuml;nf wichtigsten Einflussfaktoren auf die H&ouml;he des EV(Preis f&uuml;r Showdown) gerade die Indikatoren f&uuml;r Wahrscheinlichkeit, in ein Raising War verwickelt zu werden. Dies sind insbesondere die <b>bisherigen Betting Patterns<\/b>, das <b>Board<\/b>, die <b>Anzahl<\/b> sowie die <b>Aggressivit&auml;t der Spieler in der Hand<\/b> und die <b>eigene Position<\/b>. Die bisherigen Betting Patterns geben Hinweise auf die Anzahl der Aggressoren in der Hand und die Wahrscheinlichkeit, dass mehrere Personen eine starke Hand getroffen haben und diese aggressiv spielen werden. Bei gef&auml;hrlichen Boards besteht verst&auml;rkt Gefahr, dass mehrere Spieler ein Monster getroffen haben oder treffen werden und es dadurch zu einem Raise War kommt. Je mehr Spieler es gibt, desto mehr potenzielle Better\/Raiser gibt es. Aggressive Spieler neigen selbstverst&auml;ndlich mehr dazu, zu betten und zu raisen. Besonders gef&auml;hrlich sind Konstellationen mit Maniacs (Maniac vs. TAG oder Maniac vs. Maniac). TAG vs. TAG birgt ein geringeres Risiko, da TAGs die gegenseitigen St&auml;rkebekundungen respektieren werden. Schlie&szlig;lich ist auch die Position wichtig, da davon z.B. abh&auml;ngt, ob hinter einem geraist werden k&ouml;nnte. Zwischen zwei Aggressoren ist es leicht in einer &bdquo;Raising-M&uuml;hle&ldquo; getrappt zu werden.<\/li>\n<li><b>EV(Pot am Showdown):<\/b> Dieser EV setzt sich zusammen aus dem aktuellen Pot und den erwarteten Einzahlungen der verbleibenden Spieler. Also gilt in Heads-Up-Situationen:\n<p> EV(Pot am Showdown) = Pot + 2*EV(Kosten f&uuml;r den Showdown) &ndash; X,<\/p>\n<p> wobei X=0,5 am Flop und X=1 am Turn\/River (X ist die Bet des Aggressors, die zu callen ist). In Multiway-Pots ist die Rechnung erneut komplizierter, da man die Anzahl der Spieler auf sp&auml;teren Stra&szlig;en absch&auml;tzen muss. Approximativ kann man damit rechnen, dass <\/p>\n<p> EV(Pot am Showdown)=Pot+((N+M)\/2)*EV(Kosten f&uuml;r den Showdown)-n*X,<\/p>\n<p> wobei N die aktuelle Anzahl der Spieler, M die gesch&auml;tzte Anzahl der Spieler am Showdown und n die Zahl der Spieler, die bereits gecallt haben, bezeichnet. Oft m&uuml;ssen in dieser Rechnung so viele Gr&ouml;&szlig;en gesch&auml;tzt werden, dass man gleich EV(Pot am Showdown) nach Gef&uuml;hl sch&auml;tzen sollte.<\/p><\/li>\n<li><b>EV(Anteil am Pot am Showdown):<\/b> Die Ermittlung dieses Wertes ist nichts anderes als Hand Reading. Dieses Thema wird ausf&uuml;hrlich in anderen Artikeln beschrieben. Dieses Skill ist bei einer Calldown-Entscheidung (ja\/nein) sehr wichtig. Hierbei sollte man immer in Handranges denken. So sch&auml;tzt man ab, wie viele Prozent der H&auml;nde einen schlagen bzw. gegen welche man bestehen kann. Beispiele f&uuml;r solche Handranges k&ouml;nnen sein: Same Pair Lower Kicker, Any Monster, Bluffs, .... In Abh&auml;ngigkeit von der Looseness, Aggressivit&auml;t der Gegner und den fr&uuml;heren Betting Pattern kann man den einzelnen Handranges eine Wahrscheinlichkeit zuordnen. Ein Ergebnis einer solchen &Uuml;berlegung k&ouml;nnte z.B. lauten: Bluff 15%, Lower\/Under- Pair 10%, Same Pair Lower Kicker 25%, Same Pair Higher Kicker 15%, Overpair 10%, High Cards 25%. Dann liegt man also mit 75% Wahrscheinlichkeit mit einem Top Pair und mittelm&auml;&szlig;igem Kicker vorne. Da EV(Anteil am Pot am Showdown) sich immer auf den Showdown bezieht, sind hier auch die (vor allem eigenen, da man ja meist zur&uuml;ckliegt!) Draw-Chancen abzusch&auml;tzen. Je nach Gef&auml;hrlichkeit des Boards, den eigenen Outs und dem Verhalten des Gegners liegt der Equity-Wert noch etwas h&ouml;her als die Wahrscheinlichkeit, dass man aktuell vorne liegt. Wie zu Beginn erw&auml;hnt, kommt ein Calldown nur dann in Frage, wenn die Equity kleiner als 1\/N ist, wobei N die Anzahl der in der Hand befindlichen Spieler ist.\n<p> In Multiway-Pots ist die Equity in &bdquo;Calldownsituationen&ldquo; oft besonders ung&uuml;nstig, da wenn der dritte (oder gar auch der vierte, f&uuml;nfte etc.) Gegner (nicht der Aggressor) vor dem Showdown nicht foldet, so kommt es zu sog. River-Overcalls. In solchen Situationen hat man zwar eine Wahrscheinlichkeit p, den Aggressor zu schlagen, doch man gewinnt solche H&auml;nde in ungef&auml;hr p\/2 der F&auml;lle, da man auch den anderen Spieler schlagen muss. Dieses Problem wird auch dadurch nicht ausgeglichen, dass diese Spieler auch in den Pot einzahlen.<\/p><\/li>\n<\/ul><p><\/p><h1>Richtlinien f&uuml;r das praktische Spiel<\/h1><p> Damit ist die Frage nach der Correctness eines Calldowns aus formaler Sicht beantwortet. Mit etwas &Uuml;bung lassen sich die obigen Rechnungen leicht im Kopf &uuml;berschlagen. Au&szlig;erdem erlaubt uns dieser allgemeine Kalk&uuml;l auch eine einfache Herleitung von einfachen Grundregeln. <\/p><ol>\n<li><b>Calle nur dann down, wenn du wahrscheinlich (aber nicht sicher) hinten liegst<\/b><br> (Wie bereits oben erw&auml;hnt, sollte man bei Equityvorteil aggressiv spielen, um mehr Value herauszuholen. Hat man sicher verloren, so muss man folden)<\/li>\n<li><b>Calle down in gro&szlig;en Pots und folde, wenn der Pot klein ist<\/b><br> (Bei einem gro&szlig;en Pot ist EV(Preis f&uuml;r Showdown) klein im Verh&auml;ltnis zu EV(Pot am Showdown), d.h. EV(Anteil am Pot am Showdown) muss nicht so hoch sein)<\/li>\n<li><b>Steigere deine Bereitschaft zum Calldown auf sp&auml;teren Stra&szlig;en<\/b><br> (Je l&auml;nger der Weg bis zum Showdown, desto gr&ouml;&szlig;er ist EV(Preis f&uuml;r Showdown) und umso bessere Equity ben&ouml;tigt man)<\/li>\n<li><b>Vermeide Calldowns in Multi-way Pots. Folde insbesondere dann, wenn Gefahr von Raising Wars gegeben ist<\/b><br> (Zwar sind gerade Multi-way Pots oft besonders gro&szlig;, jedoch sind meist aus oben geschilderten Gr&uuml;nden sowohl EV(Preis f&uuml;r Showdown) als auch die Equity ung&uuml;nstig. Insbesondere bei mehreren potenziellen Aggressoren sollte man den Fold-Button bem&uuml;hen)<\/li>\n<li><b>Sch&auml;tze deine Chancen, die Hand zu gewinnen, unter Ber&uuml;cksichtigung aller vorliegender Informationen ab. Denke dabei in Handranges<\/b><br> (Die Profitabilit&auml;t eines Calldowns h&auml;ngt in einer ganz nat&uuml;rlichen Art und Weise von der Wahrscheinlichkeit ab, vorne zu liegen)<\/li>\n<\/ol><p><\/p><h2>Psychologischer Hinweis<\/h2><p>Weak-tighte Spieler halten Calldowns f&uuml;r Leaks, da man die meisten davon verliert und glauben, dass das Folden die bessere Alternative ist. Dabei f&uuml;hlen sie sich durch ihre selektive Wahrnehmung best&auml;tigt. Das ist allerdings ein absolut falscher Ansatz. Wie wir gesehen haben, kommt es hier, wie so oft im Poker, auf den EV an. Viele Calldowns sind so profitabel, dass es gen&uuml;gt, jeden dritten oder vierten zu gewinnen. Das sollte man im Kopf behalten, wenn man sich dar&uuml;ber &auml;rgert, dass der Pot am Showdown, wie bef&uuml;rchtet, in den Geldbeutel des Gegenspielers &uuml;ber den Bildschirm f&auml;hrt.<\/p><p> Dies l&auml;sst sich am besten anhand eines leicht abgewandelten Beispiels von Ed Miller verdeutlichen. Angenommen, wir spielen auf FishyPoker.com und die Seitenbetreiber legen im Rahmen einer Special Promotion $10 Mio zus&auml;tzlich in den Pot. Wie sollen wir spielen? Nat&uuml;rlich Calldown (bzw. Value Raise)! Genauso verh&auml;lt es sich mit jedem Pot, der gro&szlig; genug ist im Verh&auml;ltnis zu unserer Equity.<\/p><h1>Beispielh&auml;nde<\/h1><p><\/p><h2>Beispiel 1:<\/h2><p>Wir sitzen mit A<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\" alt=\"\"> im CO eines eher tighten Fullring Games.<br> <b>Preflop:<\/b> Vor uns callt MP1 und alle anderen folden. Wir raisen, der Button und die Blinds folden. MP1 callt nach.<br> <b>Flop:<\/b> Es kommt 7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> 3<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> . Wir betten und der Villain callt.<br> <b>Turn:<\/b> Ein A<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> vervollst&auml;ndig das Board zu einem 4-Flush. MP1 bettet. Damit betr&auml;gt der Pot 4,75 BB. Was sollen wir tun? Das h&auml;ngt von der Art unseres Gegners ab.<\/p><p> <b>Calling Station:<\/b> Diese Bet ist sehr beunruhigend. Wegen Passivit&auml;t unseres Gegners ist sie meist als ein Zeichen von St&auml;rke zu sehen. Ein Bluff hat also nur 5% Wahrscheinlichkeit. Au&szlig;erdem k&ouml;nnte es eine &Uuml;bersch&auml;tzung der Gef&auml;hrlichkeit des Boards sein. Die Calling Station k&ouml;nnte also in 15% der F&auml;lle Ax halten. Damit liegen wir am Turn in 20% der F&auml;lle vorne. Ferner erhalten wir mit 9% Wahrscheinlichkeit ein Full House am River. Damit gewinnen wir die Hand in ungef&auml;hr 0,20+0,80*0,09=0,276.=27% der F&auml;lle. Es kommen also nur zwei Optionen in Frage: Calldown und Fold. Die erwarteten Kosten f&uuml;r den Showdown liegen bei ca. 1,5 BB (1 BB sofort und mit gesch&auml;tzten 50% noch eine BB am River; ein passiver Spieler w&uuml;rde oft eine kleinen Flush oder eine andere Hand, die wir nicht schlagen k&ouml;nnen, am River nicht betten). Demzufolge m&uuml;ssen wir mit einem Gesamtpot von 4,75+2*1,5-1=6,75 rechnen. Wegen 0,27&gt;1,5\/6,25 ist hier ein Calldown profitabel.<\/p><p> <b>Maniac:<\/b> Die Bet hat wenig Aussagekraft, weil ein solcher Maniac auch ohne Flush mit ca. 70% Wahrscheinlichkeit bluff-betten w&uuml;rde. Wir k&ouml;nnen also davon ausgehen, dass seine Suits fast zuf&auml;llig sind, d.h. er hat in ca. 50% der F&auml;lle einen Flush (Bei rein zuf&auml;lliger Verteilung l&auml;ge dieser Wert bei rund 35%, da dann zwei Kreuze auf dem Board sind ). Ein Set hat er fast sicher nicht, da er alle Pocket Pairs am Preflop raisen w&uuml;rde. Damit besitzen wir einen marginalen Equityvorteil und k&ouml;nnen raisen. Wenn wir nur gecallt werden, deutet das fast sicher darauf hin, dass er keinen Flush hat. Am River k&ouml;nnen wir dann wieder betten. Sollte der Maniac den Turn 3betten, m&uuml;ssen wir unsere Einsch&auml;tzung der Lage revidieren. Er k&ouml;nnte nun in rund 60% der F&auml;lle einen Flush halten. Das bedeutet, dass wir keinen Equityvorteil mehr haben (fast keine Foldequity vorhanden!), aber ein Calldown ist auf jeden Fall profitabel, gerade auch angesichts der Gr&ouml;&szlig;e des Pots.<\/p><p> <b>Rock:<\/b> Gerade ein &auml;ngstlicher Rock geht mit den Bets gegen einen Aggressor sehr vorsichtig um. In 95% der F&auml;lle deutet das auf einen Flush hin. Wir halten also eigentlich gar keine Made Hand. Hier k&ouml;nnen wir den Pot fast nur dann gewinnen, wenn wir das Full House treffen. Dazu haben wir vier fast saubere Outs, d. h. unsere Gesamtequity liegt bei ca. 17%. Es ist offensichtlich, dass der Pot nicht gro&szlig; genug ist, um einen Call zu rechtfertigen.<\/p><p> <b>TAG:<\/b> Ein Preflop-Open-Call in einem vergleichsweise tighten Game aus MP1 ist f&uuml;r einen TAG h&ouml;chst ungew&ouml;hnlich. Daher kann dieser Fall eigentlich ausgeschlossen werden. Eine plausible Linie gegen einen TAG w&auml;re aber, am Turn zu callen und dann unimproved den River zu folden. Denn sollte der TAG am Turn bluffdonken, wird er das nach unserem Turncall in der Regel nicht mehr tun.<\/p><h2>Beispiel 2:<\/h2><p>Wir spielen in einem typischen loosen SH-Game mit vielen Fischen (loose-neutral, VP$IP 40-50%, PFR 10%, AggrPF 1-1,5, Spielweise etwas tricky mit Tendenz zu gelegentlichen sinnlosen Bluffs und merkw&uuml;rdigen Moves). <br> <b>Preflop:<\/b> In zweiter Position erhalten wir J<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> J<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\" alt=\"\"> . Der UTG limpt, wir raisen, CO foldet und der Button macht einen Coldcall. Der SB foldet. BB und UTG stocken ihre Eins&auml;tze jeweils auf.<\/p><p> <b>Variante 1:<\/b><br> <b>Flop:<\/b> Es kommt Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> 2<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> 7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\" alt=\"\"> . Der UTG checkt, wir betten, Button raist, BB foldet und UTG check-3-bettet. Der Pot ist damit auf 6,75 BB angewachsen. Sollen wir folden, callen oder raisen?<\/p><p> Da es nur zwei Outs zur Verbesserung unserer Hand gibt, ist ihr drawing Value eher gering. Also liegen wir bereits dann kaum einholbar zur&uuml;ck, wenn jemand lediglich eine Q h&auml;lt. Gleiches gilt f&uuml;r Sets und Two Pairs. Da 2 und 7 recht niedrige Karten sind, ist trotz des hohen VP$IP-Wertes die Wahrscheinlichkeit eines Middle\/Bottom Pairs eher gering. Daher liegen wir mit h&ouml;chstens 10% Wahrscheinlichkeit (eher weniger) vorne und uns droht eine Verschlechterung, falls ein A oder K am Turn oder River kommt. Da auch noch ein Raising War droht, bei dem wir uns in einer &bdquo;M&uuml;hle&ldquo; befinden w&uuml;rden, stehen die erwarteten Showdown-Kosten in keinem Verh&auml;ltnis zu unserem Anteil am Pot. Die Hand ist ein klarer Fold.<\/p><p> <b>Variante 2:<\/b><br> <b>Flop:<\/b> Es kommt Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> 2<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> 7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\" alt=\"\"> . Der UTG checkt, wir betten, Button callt, BB foldet und UTG callt.<br> <b>Turn:<\/b> Es kommt 9<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> . UTG checkt, wir betten und Button raist. UTG foldet. Der Pot enth&auml;lt nun 8,75 BB. Wie sollen wir spielen, wenn wir wissen, dass der Button ein limittypischer Fisch ist?<\/p><p> Wie in der Variante 1 hat unsere Hand kaum Verbesserungspotenzial. Es ist also zwischen einem Value Raise, Calldown und Fold zu entscheiden. Da der Button etwas tricky und teilweise recht irrational spielt, sind drei Szenarien m&ouml;glich: Villain h&auml;lt eine starke Hand und hat sie slowgeplayt, er hat sich am Turn verbessert (vermutlich auf Two Pair) oder er blufft. Da wir an allen bisherigen Stra&szlig;en St&auml;rke gezeigt haben, hat das einzige f&uuml;r uns g&uuml;nstige Szenario Bluff eine gesch&auml;tzte Wahrscheinlichkeit von 15%. Die Wahrscheinlichkeit, den Pot zu gewinnen liegt vermutlich bei ca. 17%, da wir uns noch durch unsere zwei Outs verbessern k&ouml;nnen (Die Outs des Buttons sind weniger relevant, da er in 85% der F&auml;lle sowieso vorne liegt). Da ein Raise for free Showdown gegen starke H&auml;nde nicht funktioniert und ein Value Raise nicht in Frage kommt, w&auml;re ein Raise an dieser Stelle ein grober Fehler. F&uuml;r den Showdown sind Kosten in H&ouml;he von rund 1,8 BB zu erwarten. Der Pot am Showdown w&uuml;rde damit im Schnitt ca. 8,75+2*1,8-1=11,35 betragen. Damit gilt: <\/p><p> EV(Anteil am Pot am Showdown) = 0,17 &gt; 0,15...=1,8\/11,35 =EV(Preis f&uuml;r Showdown)\/EV(Pot am Showdown)<\/p><p> Der Pot ist also dick genug, um in der Hand zu bleiben. Die Entscheidung ist allerdings &auml;u&szlig;erst knapp und k&ouml;nnte bei anderen Annahmen &uuml;ber Wahrscheinlichkeiten auch anders ausfallen.<\/p><p> <b>Variante 3:<\/b><br> <b>Flop:<\/b> Es kommt Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> 2<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> 7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\" alt=\"\"> . Der UTG checkt, wir betten, Button callt, BB foldet und UTG callt.<br> <b>Turn:<\/b> Es kommt 9<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> . UTG checkt, wir betten, Button callt und UTG callt.<br> <b>River:<\/b> Es kommt 9<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> . UTG checkt, wir checken, Button bettet, UTG foldet. Sollen wir uns auf einen Showdown mit dem Button um den Pot von 9,75+1=10,75 Big Bets einlassen (Button ist ein typischer Fisch)?<\/p><p> Es sind drei Szenarien m&ouml;glich: wir sind &bdquo;gerivert&ldquo; worden, man hat versucht, uns durch Slowplay auszutricksen und es ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass die beiden Checks einen Bluff induziert haben. Allerdings w&auml;re es eine Katastrophe, diesen Pot wegzugeben, wenn er uns zusteht. Und es gibt immer noch H&auml;nde, die wir schlagen k&ouml;nnen, insbesondere alle Bluffh&auml;nde. Unsere Chancen, den Pot zu gewinnen, sind sicher h&ouml;her als 10%. Ein Call ist deshalb auf jeden Fall profitabel. <\/p><h2>Beispiel 3:<\/h2><p>Wir halten in einem loose-passiven Fullring Game 8<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> 9<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> am Button. Wir sind erst in der vorherigen Runde eingestiegen und habe deshalb noch keine detaillierten Reads auf die einzelnen Spieler.<br> <b>Preflop:<\/b> Dank vier Limpern (UTG, MP1, MP2, CO) vor uns, haben wir ausgezeichnete Odds. Wir callen auch. SB completet und der BB checkt.<br> <b>Flop:<\/b> Der Flop ist ein Fluch und ein Segen zugleich: 6<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> 5<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> 7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> . Die Blinds checken, UTG checkt, MP1 bettet und MP2 callt. CO foldet. Wir raisen unsere Straight. Nach dem Fold des SB und Coldcall des BB folgt ein Fold von UTG und eine 3-Bet aus MP1. MP2 foldet und wir m&uuml;ssen entscheiden, ob unsere Hand stark genug ist, um den auf mittlerweile 7,5 Big Bets angewachsenen Pot gegen die drei verbleibenden Spieler zu k&auml;mpfen.<\/p><p> Da wir eine Nutstraight halten, ist davon auszugehen, dass uns nur ein Flush schl&auml;gt. Jedoch ist dieser bei sieben Spielern am Flop nicht unwahrscheinlich. Au&szlig;erdem verlieren wir sicher, wenn auf einer sp&auml;teren Stra&szlig;e noch eine Herzkarte f&auml;llt. Vor dem River geschieht dies bekanntlich mit einer Wahrscheinlichkeit von 35%. Die Wahrscheinlichkeit, dass bereits jetzt jemand ein Flush besitzt kann mit 30% gesch&auml;tzt werden, da Fische sehr gerne suited H&auml;nde spielen und sie selbst bei zuf&auml;lliger Verteilung der Farbkombinationen bei sieben Personen am Flop bei 23% l&auml;ge (Die Wahrscheinlichkeit, dass ein bestimmter Gegenspieler zwei andere Flushkarten h&auml;lt, betr&auml;gt: 10\/47*9\/46=0,0416..., also h&auml;lt er in 95,8% der F&auml;lle keinen Flush. Sechs Gegenspieler halten demnach in 0,958^6=77% der F&auml;lle keinen Flush, also ). Die beiden Ereignisse sind jedoch nicht disjunkt, d.h. die Wahrscheinlichkeit, dass keine vierte Flushkarte vor dem Showdown kommt und keiner zwei Herzkarten auf der Hand h&auml;lt ist kleiner als 65%. Wir k&ouml;nnen sie mit 60% ansetzen. Unsere Chancen, den Pot am Showdown zu gewinnen, sind jedoch viel geringer, da die Aktivit&auml;t des MP1 darauf deutet, dass er eine starke Hand halten k&ouml;nnte. Diese starke Hand k&ouml;nnte aber auch eine Straight sein, die wir schlagen. Wegen Passivit&auml;t unserer Gegner ist ein Flush jedoch wahrscheinlicher. Ein loose-passiver Fisch w&uuml;rde auch nur in Ausnahmef&auml;llen einen starken Draw value-betten, ein purer Bluff ist ebenfalls sehr unwahrscheinlich. Daher ist die Annahme, die Hand in ca. 25% der F&auml;lle am Showdown zu gewinnen realistisch. Aus rechnerischen Gr&uuml;nden sollten wir jedoch mit 30% rechnen, da wir im Falle einer vierten Flushkarte den Calldown abbrechen und somit unn&ouml;tig weggeworfene Bets sparen w&uuml;rden, d.h. der EV eines Calls ist h&ouml;her als der EV eines Calldowns, was wir durch diese rein kalkulatorische Annahme ausgleichen m&uuml;ssen. Die erwarteten Kosten f&uuml;r den Showdown sind in diesem Fall sehr hoch, da wir erst auf der dritten Stra&szlig;e sind und die Action vermuten l&auml;sst, dass auf den n&auml;chsten Stra&szlig;en evtl. zwei und mehr Bets zu zahlen sind. Wir k&ouml;nnen spekulieren, dass der Weg bis zum Showdown uns 4 BB kostet und der Pot am Showdown 20 Big Bets enthalten wird. Damit ist es ein Call. Wir k&ouml;nnten auch &uuml;ber einen Raise nachdenken. Wir befinden uns in jedoch in einer Multiway-WA\/WB-Situation und w&uuml;rden wahrscheinlich, wenn wir vorne liegen, viele Gegner verscheuchen und Value veschenken. Wenn wir jedoch hinten liegen, w&uuml;rden wir noch mehr verlieren.<\/p><h1>Schlussbetrachtung<\/h1><p>Die Beispiele haben gezeigt, dass die Formel f&uuml;r die Profitabilit&auml;t eines Calldowns einem die Entscheidung &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung eines Calldowns erleichtern kann. Selbstverst&auml;ndlich ist es kaum m&ouml;glich, gerade wenn man mehrere Tische spielt, eine pr&auml;zise EV-Berechnung durchzuf&uuml;hren. Jedoch ist sie einfach genug f&uuml;r eine schnelle &Uuml;berschlagsrechnung. Zudem ist sie n&uuml;tzlich bei der Analyse des eigenen Spiels. Wenn man mit ihrer Hilfe nach einer Session einige fragliche H&auml;nde untersucht, kann man leichter ein Gef&uuml;hl daf&uuml;r entwickeln, wann ein Calldown +EV ist. <\/p><p> Zum Schluss m&ouml;chte ich darauf hinweisen, dass ein vers&auml;umter Calldown, den Gegner dazu animiert auch sp&auml;ter mehr zu bluffen. Damit kann er ggf. einen Leak gnadenlos ausnutzen und die eigene Winning Rate in den Keller verbannen. Dies soll jedoch nicht als Anregung gelten, dass man zu loose spielen sollte. Zu tightes Spiel ist also tats&auml;chlich ein Fehler, wenn gleich kein so extremer wie die zu hohe Looseness.<\/p><p> Zus&auml;tzlich zu diesem Artikel empfehle ich einen &auml;u&szlig;erst lesenswerten <a href=\"https:\/\/forumserver.twoplustwo.com\/showflat.php?Cat=0&amp;Number=462860\">Post von Ed Miller<\/a> im 2+2-Forum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Calldown geh\u00f6rt zu den m\u00e4chtigsten Waffen im Fixed Limit, wird jedoch h\u00e4ufig falsch angewendet. Im folgenden Artikel werden Kriterien f\u00fcr Profitabilit\u00e4t von Calldowns vorgestellt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[183],"strategy_level":[117],"class_list":["post-52628","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-fixed-limit-silber"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Konzepte: Calldown - PokerStrategy DE<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Konzepte: Calldown - PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Ein Calldown geh\u00f6rt zu den m\u00e4chtigsten Waffen im Fixed Limit, wird jedoch h\u00e4ufig falsch angewendet. Im folgenden Artikel werden Kriterien f\u00fcr Profitabilit\u00e4t von Calldowns vorgestellt.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-03-12T09:17:59+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"23\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/konzepte-calldown\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/konzepte-calldown\\\/\",\"name\":\"Konzepte: Calldown - PokerStrategy DE\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/konzepte-calldown\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/konzepte-calldown\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/cdn-origin.pokerstrategy.com\\\/smileys\\\/spade.png\",\"datePublished\":\"2009-08-31T11:36:00+00:00\",\"dateModified\":\"2026-03-12T09:17:59+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/konzepte-calldown\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/konzepte-calldown\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/konzepte-calldown\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/cdn-origin.pokerstrategy.com\\\/smileys\\\/spade.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/cdn-origin.pokerstrategy.com\\\/smileys\\\/spade.png\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/konzepte-calldown\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Strategies\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Konzepte: Calldown\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/\",\"name\":\"PokerStrategy DE\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Konzepte: Calldown - PokerStrategy DE","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Konzepte: Calldown - PokerStrategy DE","og_description":"Ein Calldown geh\u00f6rt zu den m\u00e4chtigsten Waffen im Fixed Limit, wird jedoch h\u00e4ufig falsch angewendet. Im folgenden Artikel werden Kriterien f\u00fcr Profitabilit\u00e4t von Calldowns vorgestellt.","og_url":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/","og_site_name":"PokerStrategy DE","article_modified_time":"2026-03-12T09:17:59+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png","type":"","width":"","height":""}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Est. reading time":"23\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/","url":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/","name":"Konzepte: Calldown - PokerStrategy DE","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png","datePublished":"2009-08-31T11:36:00+00:00","dateModified":"2026-03-12T09:17:59+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/#primaryimage","url":"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png","contentUrl":"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/konzepte-calldown\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Strategies","item":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Konzepte: Calldown"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/","name":"PokerStrategy DE","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/strategy\/52628","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/strategy"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/strategy"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"strategy_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/strategy_category?post=52628"},{"taxonomy":"strategy_level","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/strategy_level?post=52628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}