	{"id":52648,"date":"2009-08-31T12:19:00","date_gmt":"2009-08-31T12:19:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/postflop-handreading\/"},"modified":"2026-03-12T09:18:01","modified_gmt":"2026-03-12T09:18:01","slug":"postflop-handreading","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/postflop-handreading\/","title":{"rendered":"Hand Reading"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Hand Reading<\/h1><h1 align=\"left\">Einleitung<\/h1><p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b><\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><i>Theorie und Praxis des Hand Readings<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>4 Gegner - Grundtypen<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>Betting Sequenzen<br>\n\t<\/i><\/li>\n<\/ul><h2>Unvollst&auml;ndige Information<\/h2><p>\n<br>\nIm Gegensatz zum Schach, wo alle Informationen offen liegen, fehlen mir beim Poker Informationen, die ich zur perfekten Entscheidungsfindung ben&ouml;tige. Es fehlen Informationen &uuml;ber die gegnerischen Karten und &uuml;ber die Community Cards k&uuml;nftiger Betting Rounds.<\/p><h2>Variable Strategie<\/h2><p>\n<br>\nBeim Black Jack kenne ich ebenfalls die k&uuml;nftigen Karten nicht. Ich kann aber ihre Wahrscheinlichkeit bestimmen (wie beim Poker) und auf dieser Basis korrekte Entscheidungen treffen. Im Gegensatz zum Black Jack gibt es beim Poker aber noch den \"Faktor Mensch\". Verschiedene Spieler interpretieren gleiche Karten anders. Manchmal behandelt sogar der selbe Spieler die gleichen Karten anders, weil sich die Umst&auml;nde ge&auml;ndert haben. Dies kann psychologische Gr&uuml;nde haben (der Spieler ist on tilt) oder spieltaktische. Letzteres deutet dann auf einen starken Spieler hin, der in der Lage ist, sich flexibel zu verhalten, und an wechselnde Umst&auml;nde anzupassen. <\/p><h2>Hand Reading<\/h2><p>\n<br>\nUm die Informationsl&uuml;cke, die durch das Ph&auml;nomen der \"unvollst&auml;ndigen Information\" entsteht, zu schlie&szlig;en, versucht der starke Spieler, seine Gegner auf eine bestimmte Hand bzw. auf die Bandbreite m&ouml;glicher H&auml;nde (range of hands) zu setzen. Man nennt das Hand Reading. Es gibt mehrere Indizien f&uuml;r die Einsch&auml;tzung der gegnerischen Hand. Einige entstammen dem Gegnerprofil, andere der Betting Sequenz oder der Gegneranzahl.<\/p><h1>Die Kategorien<\/h1><p>\n<br>\nEs gibt mehrere Grundmerkmale, anhand derer man Gegner profilieren kann: <b>Spielst&auml;rke<\/b>, <b>Looseness<\/b>, <b>Aggression<\/b> und <b>Deceptiveness<\/b>. Jedes Community-Mitglied, welches sich an unsere Anweisungen h&auml;lt, wird einen tight-aggressive Playing Style haben. Konsequenterweise wird es alle Trash-Hands preflop folden und mehr Zeit au&szlig;erhalb als innerhalb der Hand verbringen. Diese Zeit sollte dazu genutzt werden, die Gegner zu beobachten und zu kategorisieren. Man sollte in der Lage sein, jeden Gegner in einen der vier Grundtypen zuzuordnen: <b>tight-aggressive<\/b>, <b>tight-passive<\/b>, <b>loose-aggressive<\/b> und <b>loose-passive<\/b>. Fortgeschrittene Spieler nutzen Analyse-Software wie PokerTracker und PokerAce, um sich die Kenndaten der Gegner direkt auf den Tisch projizieren zu lassen. Das ist sehr hilfreich, da es den Beobachtungsaufwand stark einschr&auml;nkt. Auf diese Weise kann man dann auch drei oder vier Tische bedienen. Informationen zur Analyse-Software gibt es in der Technik Sektion.<\/p><h2>Spielst&auml;rke<\/h2><p>\nSpielst&auml;rke ist das wichtigste Kriterium f&uuml;r die Auswahl des Tisches (table selection). Das Geld kommt bekanntlich von den schwachen Spielern. Am liebsten haben wir schwache passive Spieler am Tisch, aber auch ein schwacher aggressiver Spieler (maniac) ist sehr interessant, da er uns seine Chips entgegenblufft. Wenn ich am Flop von einem schwachen Spieler gecallt werde, dann brauche ich mir weniger Sorgen zu machen, und bette den Turn erneut, wenn ich Heads-Up mit ihm bin und einen unimproved AK habe. Sein Call am Flop kann ja auch einfach bedeuten \"Ich habe zwei Karten\".<\/p><h2>Looseness<\/h2><p>\nLoose ist ein Spieler, wenn er zu viele Starth&auml;nde spielt und postflop mit minderwertigen Karten zu viel callt. Slightly loose ist man mit einer flop-seen rate von &uuml;ber 20 %, loose mit &uuml;ber 25 %. Eine Rate &uuml;ber 30 % beintr&auml;chtigt das Resultat schon ungemein. Ein tighter Spieler geht ungef&auml;hr in 35 % aller F&auml;lle zum Showdown. Eine Showdownrate von &uuml;ber 40 % indiziert bereits einen sehr loosen Spieler. Diesen Typus kann man schwer auf eine spezielle Hand setzen. Er k&ouml;nnte preflop 65 offsuit gespielt haben und damit eine Straight floppen, ohne dass man es sofort merken k&ouml;nnte. Das ist tats&auml;chlich einer der wenigen Vorteile der Looseness. Einen tighten Gegner kann man viel besser auf eine Hand setzen, da er nur mit legitimen H&auml;nden dabei ist.<\/p><h2>Aggression<\/h2><p>\nVon PokerTracker wird die Aggression durch den Aggression-Faktor angezeigt. Der AF ergibt sich aus Formel <b>AF = (Bets + Raises) \/ Calls<\/b>. Ein Wert &uuml;ber 1,5 ist aggressiv, einer unter 1,0 passiv. Bei starken Spielern w&auml;re auch ein Wert unter 1,5 passiv. Das kommt aber selten vor. Spielt ein passiver Spieler seine Hand stark (raise) ist gro&szlig;e Vorsicht geboten. Spielt ein aggressiver Spieler seine Hand stark, bedeutet das manchmal einen Freecard-Raise oder einen Semi-Bluff auf Basis eines High Value Draws.<\/p><h2>Raisingstandards<\/h2><p>\nDie Raisingstandards sind ein Synonym f&uuml;r die preflop-Aggression. Ein guter Spieler raist 8 - 12 % seiner H&auml;nde. Weniger als 8 ist zu passiv, mehr als 12 % ist zu aggressiv. Viele Spieler sind durchg&auml;ngig aggressiv. Es gibt aber auch welche, die vor dem Flop sehr viel raisen und dann eher passiv fortsetzen. Hier muss man also genau differenzieren. Ist ein Spieler preflop zur&uuml;ckhaltend und raist nur 5 % seiner H&auml;nde, dann ist Vorsicht geboten, wenn er aus Early Position raist. AQ ist dann ein klarer Fold (&uuml;brigens auch bei einem unbekannten Gegner). Raist er dagegen 20 % seiner H&auml;nde, &uuml;berzieht er deutlich. In solch einem Fall w&uuml;rde ich mit AQ reraisen und meistens auch mit KQ.<\/p><h2>Deceptiveness<\/h2><p>\nGrunds&auml;tzlich gibt es zwei Typen von Spielern: die einen spielen geradlinig und die anderen tricky. Aggressive Spieler sind h&auml;ufig ziemlich tricky (deceptive) und weniger straight forward. Sie spielen ihre starken H&auml;nde schwach und ihre schwachen H&auml;nde stark (die Adjektive stark und schwach sind hier nicht wertend gemeint). Es gibt aber auch passive oder moderat aggressive Spieler, die zwar niemals als Bluff raisen w&uuml;rden, aber eine Bluffbet gegen mehrere Gegner nach einem Scary Flop oder nach einer Scare Card riskieren w&uuml;rden. Von daher sind Deceptivenessness und Aggression zwei verschiedene Merkmale. Grunds&auml;tzlich gilt, dass man im low limit-Bereich mit vielen Callern eher straight foward spielen soll (am River muss man die beste Hand vorweisen) und bei den high limits mehr mit T&auml;uschung arbeiten kann. Dort hat man weniger Gegner auf dem Flop und zudem sind diese in der Lage, sich von einer schwachen Hand zu trennen. Bluffen kann man halt nur Leute, die auch einen Sinn f&uuml;r Gefahr entwickelt haben.<\/p><p>\n<\/p><h1>Die vier Grundtypen<\/h1><p>\n&nbsp;\n<\/p><h2>Tight-aggressive<\/h2><p>\nDas ist der Stil des Winning Players! Man spielt wenig H&auml;nde. Wenn man sie aber spielt und den Flop trifft, dann spielt man sie aggressiv, um seine Hand zu verteidigen. Gegen wenige Gegner benutzt man das Instrument des Semi-Bluffs (in Ausnahmf&auml;llen ist es ein reiner Bluff), wenn die Situation daf&uuml;r richtig erscheint. <\/p><h2>Tight-passive<\/h2><p>\nDer sogenannte \"Rock\" ist eigentlich zu &auml;ngstlich f&uuml;rs Pokern. Er spielt einen geradlinigen, fantasielosen Stil und ist von allen Typen am besten zu lesen. Da er nur Qualit&auml;tskarten spielt, und schnell aus der Hand verschwindet, wenn er nicht trifft, kann man an ihm nicht viel verdienen. In loose-passive games ist er ein Winning Player, denn dort nutzt er die gro&szlig;en Fehler seiner Gegner aus. Gegen st&auml;rkere Spieler hat er keine Chance. Wenn er raist, gewinnt er nur kleine P&ouml;tte, denn man weicht ihm aus. H&auml;ufig liegt er in F&uuml;hrung, wagt es aber nicht, seine Hand zu betten. Auf diese Weise verliert er Value und manchmal sogar einen Pott, da er Weak Draws in der Hand l&auml;&szlig;t.. Er ist leicht zu bluffen und verteidigt seine Blinds nicht energisch genug.<\/p><h2>Loose-passive<\/h2><p>\nDie sogennante Callingstation ist der Lieblingsgegner aller Winning Players. Sie spielt zu viele H&auml;nde und geht mit schwachen Karten postflop zu tief in die Hand hinein. Aus ihren starken Bl&auml;ttern holt sie wie der Rock zu wenig value heraus. Manchmal landet sie einen Bad Beat und man &auml;rgert sich kurzfristig &uuml;ber sie. Dieser &Auml;rger ist jedoch unangebracht. Behandelt eure Callingstations gut, denn ihr wollt mit ihnen spielen. Und blufft sie nicht. Das heisst keine Bluff-Bets machen. Top Pair, medium Kicker sollte gebettet werden, da die Callingstation h&auml;ufig mit Middle Pair oder Bottom Pair den ganzen Weg bis zum River herunter callt.<\/p><h2>Loose-aggressiv<\/h2><p>\nDer Typus mit dem gr&ouml;&szlig;ten Geltungsbed&uuml;rfnis ist der loose-aggressive Player. Er spielt zu viele H&auml;nde und raist sehr viel mit ihnen. Er m&ouml;chte m&ouml;glichst jeden Pot gewinnen und betrachtet es als eine Art Niederlage auszusteigen. Er ist daher nicht so leicht aus der Hand zu bluffen. Mit einer m&auml;&szlig;igen Hand sollte man gegen ihn einen Call-down stark in Erw&auml;gung ziehen, auch wenn man mit der gleichen Hand gegen einen Rock gefoldet h&auml;tte. H&auml;ufig catcht man dadurch einen puren Bluff. Besonders extreme Exemplare nennt man Maniacs. Diese raisen h&auml;ufig mit v&ouml;lligem Trash. Hat man Position auf den Maniac, kann man mit passablen H&auml;nden eine 3-Bet ansetzen, um den Maniac zu isolieren (Isolation Play). Man hat dann oft die st&auml;rkere Hand plus Position.<\/p><p>\n<\/p><h1>Die Betting Sequenz<br>\n<\/h1><h1>Preflop-Action <\/h1><h2>Unraised Pot<\/h2><p>\nIn einem unraised Pot kann man Premiumh&auml;nde in der Regel ausschlie&szlig;en, da sie meistens preflop geraist werden. Starke Gegner sind dann meist mit mittleren und kleinen Paaren, suited connectors, suited Aces, suited high cards (KTs) oder high cards (KJ) in der Hand. Sehr schwache Gegner k&ouml;nnen nat&uuml;rlich so gut wie alles haben. \n<\/p><h2>Raised Pot<\/h2><p>\nIn einem raised Pot kann man den Raiser und die Cold Caller (au&szlig;er den Big Blind) auf gute H&auml;nde setzen. In solch einem Fall muss man nicht bef&uuml;rchten, die Nuts gegen sich zu haben, wenn diese aus T 8 bestehen.<\/p><h2>Der Limp-Raise<\/h2><p>\nEin Limp-Raise entsteht, wenn ein Limper einen Raiser reraist. Das deutet meistens auf ein slowgeplaytes Monster hin (AA oder KK). Angenommen, ein Spieler limpt, ich raise, alles foldet und der Limper reraist mich. Wenn ich mit AK oder AQ den Flop nicht treffe, w&uuml;rde ich mich in solch einem Fall von der Hand verabschieden. Sicherlich, manch einer limp-raist mit AK oder AKs und repr&auml;sentiert damit eine bessere Hand. Es w&auml;re nat&uuml;rlich schade, wenn man mit AK gegen eine andere AK-Hand aufgeben muss. Aber es n&uuml;tzt nichts. In der Mehrzahl der F&auml;lle hat man ein hohes Pocket Pair gegen sich. Was passiert, wenn man mit AK den King trifft? Gegen AA und KK l&auml;ge man damit ja immer noch hinten. Aufgeben? Das kann ich so pauschal nicht raten. Es ist ja auch unmenschlich, sich von seiner Top Pair-Top Kicker Hand zu trennen. Ich w&uuml;rde wohl grunds&auml;tzlich eine Call-down-policy anwenden. Immerhin gibt es eine Menge Leute, die den Limp-Raise auch mit AK, AKs, QQ und JJ anwenden w&uuml;rden. Ein Maniac w&uuml;rde das vielleicht sogar mit Medium Pairs veranstalten, da er den Raiser vielleicht in seinem grenzenlosen Optimismus auf AK setzt. Kommt der Limp-Raise allerdings von einem sehr passiven Spieler, gibt es allen Grund, sich unwohl zu f&uuml;hlen. Man k&ouml;nnte dann im Top Pair-Top Kicker-Beispiel den Flop raisen und nach einem Reraise die Waffen strecken. Nach einem Call dann \"check turn, call river\", wenn er den River checkt dann \"check turn, bet River\". Die Gefahr von \"bet Turn, check River\" besteht darin, dass er auch mit AK den Turn check-raisen k&ouml;nnte. In dem Fall w&uuml;rde man sich ja ungern von der Hand trennen. Das alles gilt f&uuml;r Heads-Up Matches. Ein Limp-Raise gegen viele Gegner deutet fast immer auf AA oder KK hin. Ausnahmef&auml;lle sind Maniacs und Tilter, die einfach nur den Pot f&uuml;ttern wollen.<\/p><p>An dieser Stelle ist es angebracht, den Limp-Raise auch aus aktiver Sicht zu besprechen. Ich empfehle grunds&auml;tzlich keinen Limp-Raise mit KK. Die Gefahr, alle m&ouml;glichen Ace-Hands mitspielen zu lassen, ist zu gro&szlig;. Eine weitere Gefahr geht von den Blinds aus. Ich habe schon mehrfach erlebt, wie KK von einem Freak-2 Pair aus den Blinds gebustet wurde. Die einzige Situation, in der ich mit KK aus Early Position limpen w&uuml;rde ist, wenn hinter mir jede Menge loose-aggressive Player sitzen w&uuml;rden, die eh jeden Pot raisen. Ein Limp-Raise-Versuch mit AA kommt schon eher in Betracht, da keine Overcards drohen. Eine gute Gelegenheit k&ouml;nnte wie folgt aussehen: Der Tisch ist sehr tight, preflop-Raises aus Early Position werden sehr stark respektiert, man selbst war schon lange nicht mehr in der Hand. In einem solchem Falle besteht die Gefahr, dass man mit einem Raise nur 1,5 Small Bets kassiert.\n<\/p><h1>Flop-Action<\/h1><p>\n<br>\nDa es am Flop nur um Small Bets geht, ist die Action hier nicht ganz so ernst zu nehmen wie auf den teureren Stra&szlig;en. H&auml;ufig trifft man auf taktisches Gepl&auml;nkel: Sondierungsbets, Bluffbets, Semibluffbets, Freecardraises, Valuebets\/raises mit starken Draws (ausnahmsweise kein Gepl&auml;nkel, aber eben auch keine Made Hand).<\/p><h2>Raises<\/h2><p>\nWird der Flop von einem soliden Spieler geraist, sollte man das respektieren.\n<\/p><h2>Checkraises<\/h2><p>\nEin Checkraise ist ein st&auml;rkerer Zug als ein Raise in position. Er verdient somit noch mehr Respekt.<\/p><h2>Lead Bets<\/h2><p>\nBettet ein Spieler (out of position) in mehrere Leute hinein, so deutet das auf eine starke Hand.<\/p><h2>Button Bet<\/h2><p>\nEinige aggressive Spieler betten jedesmal auf dem Button, wenn zu ihnen durchgecheckt wird. Das kann man sich mit verwundbaren H&auml;nden wie Top Pair-No Kicker zunutze machen. Angenommen ich habe Q3s im Small Blind bei einem Flop von Q T 7. Eine Lead Bet w&auml;re problematisch, da man gegen eine gr&ouml;&szlig;ere Q verl&ouml;re und Gutshotdraws nicht absch&uuml;tteln k&ouml;nnte. Am besten man checkt erst einmal, um zu sehen, was kommt. Gegen einen early Bettor gibt man sofort auf. Wird aber zu unserem aggressiven Button-Bettor durchgecheckt, ist das eine gute Gelegenheit f&uuml;r einen Check-Raise, da man m&ouml;glicherweise die beste Hand besitzt, und jedes weak Draw mit einer 2-Bet konfrontiert wird.<\/p><h2>Cold Call<\/h2><p>\nCallt ein Spieler ein Raise auf dem Flop cold (2 Bets auf einmal), gibt es mehrere M&ouml;glichkeiten:\n<\/p><ul>\n<li>Er hat einen starken Draw ( Flush Draw, OESD).<\/li>\n<li>Er ist ein schwacher Spieler und callt mit einem weak Draw wie z.B. mit einen Gutshot.<\/li>\n<li>Er callt Top Pair mit weak Kicker (eher bei schwachen Spielern zu finden).<\/li>\n<li>Er slowplayt ein Monster, um den Turn zu raisen.<\/li>\n<\/ul><p>\n<br>\nJetzt zum Hand Reading-Prozess: Wenn es keine Flush- oder Straight-M&ouml;glichkeiten gibt, kann man M&ouml;glichkeit i) und teilweise M&ouml;glichkeit ii) ausschlie&szlig;en. Wenn der Spieler stark ist, kann man M&ouml;glichkeit ii) und iii) ausschlie&szlig;en. <\/p><h1>Turn-Action<\/h1><p>\n<br>\nIm Gegensatz zum Flop bedeutet am Turn \"stark\" auch wirklich \"stark\". Besonders Early Position Bets oder Check-Raises m&uuml;ssen sehr respektiert werden. Unter besonderen Umst&auml;nden gibt es aber auch am Turn Deception. Dies kommt in den High Limits bei aggressiven Gegnern in Heads-Up-Situationen (eventuell auch three-handed) vor. Check-raisebluffs und Free-Showdown-Raises geh&ouml;ren zum Arsenal der Profis.<\/p><h1>Die Gegneranzahl<\/h1><p>\n<br>\nDie Gegneranzahl ist ein wichtiges strategisches Element. Hat man auf dem Flop nur ein oder zwei Gegner, kann man recht aggressiv vorgehen und Bluffs bzw. Semi-Bluffs in seine Strategie einbinden. H&auml;ufig haben die Gegner den Flop nicht getroffen, da eine unpaired Starting Hand nur in einem Drittel aller F&auml;lle ein Paar auf dem Flop bildet. Gegen vier und mehr Gegner sind derartige Bluffs sinnlos, da sich mindestens einer mit dem Flop anfreunden kann. Gegen viele Gegner spielt man daher konservativ nur die guten H&auml;nde und gibt schlechte H&auml;nde auf. Drei Gegner bilden die Trennlinie zwischen einer aggressiven und einer konservativen Strategie. Hier mu&szlig; von Fall zu Fall entschieden werden.<\/p><p>F&uuml;r das Hand Reading gilt: Spielt ein Gegner seine Hand in einem Multiway Pot stark, so ist dieser Pot \"protected\", d.h. gegen Bluffs gesch&uuml;tzt. Ihm ist in der Regel zu trauen. Ist der Pot dagegen two-handed oder three-handed, ist die M&ouml;glichkeit eines Bluffs nicht auszuschlie&szlig;en.<\/p><p>Im laufe der Zeit werden hier Beispiele eingef&uuml;gt. Wenn ihr in diesem Thread Beispiele mit guten Reads von euch postet, werden sie in den Artikel eingebaut, wenn ich sie f&uuml;r allgemeing&uuml;ltig halte.\n<\/p><table class=\"emoLinkbox\" style=\"margin-top: 24px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" height=\"25\" width=\"33\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Verwandte Artikel:<br>\n\t\t\t\t\t\t<\/b><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/62\/\">Preflop: Handkategorien<\/a>\n\t\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Erraten der gegnerischen H\u00e4nde ist zu gleichen Teilen Kunst und Wissenschaft. 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