	{"id":52697,"date":"2009-09-05T13:11:00","date_gmt":"2009-09-05T13:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/preflop-handequity-blind-defense\/"},"modified":"2026-03-12T09:20:06","modified_gmt":"2026-03-12T09:20:06","slug":"preflop-handequity-blind-defense","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/preflop-handequity-blind-defense\/","title":{"rendered":"Preflop: Starting Hands und Equity incl. Big Blind Defense"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Preflop: Starting Hands und Equity incl. Big Blind Defense<\/h1><h1 align=\"left\">1. Einleitung<\/h1><p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b><\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><i>Hintergr&uuml;nde: Equity und Modified Outs<\/i><\/li>\n<li><i>Hintergr&uuml;nde: Equity und ORC<\/i><\/li>\n<li><i>Konsequenzen f&uuml;r verschiedene Spielsituationen<br>\n\t<\/i><\/li>\n<\/ul><div style=\"padding: 0pt; text-align: center; margin-bottom: 12px; margin-top: 0pt\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_trennlinie.jpg\" height=\"1\" width=\"100%\">\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDieser Artikel gibt eine teils grundlegende, teils vertiefende Einsicht in die Thematik der Equity bzw. der Ermittlung von Gewinnwahrscheinlichkeiten und die praktische Anwendung insbesondere in Hinsicht auf Preflop-Spiel im Zusammenhang mit dem ORC. Ein mehrmaliges Lesen sei nachdr&uuml;cklich empfohlen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer Artikel setzt voraus, dass das eigene Postflopspiel schon einen nennenswerten Grad an Souver&auml;nit&auml;t und Kontinuit&auml;t erreicht hat, denn es ist sinnlos, preflop einen minimalen Vorteil herauszupressen, den man postflop aufgrund schlechten Spiels gleich wieder verliert.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nLasst euch auch nicht davon t&auml;uschen, dass der Artikel teilweise auf scheinbar triviale und altbekannte Begriffe und &Uuml;berlegungen zur&uuml;ckgreift. Die Schwierigkeiten bestehen im Zusammenwirken der einzelnen Teile und ihrer korrekten Anwendung. Es gibt nur selten exakte L&ouml;sungen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nUm nicht zu sehr zu theoretisieren, werden Gedankeng&auml;nge und Strategien zun&auml;chst an einem Beispiel vorgestellt, das anschlie&szlig;end verallgemeinert wird.\n<\/p><h2>\n1.1. Downloads<a title=\"downloads\" name=\"downloads\"><\/a><\/h2><p class=\"emoNormal\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Editorial\/elements\/ps_image_arrow_link.png\" style=\"margin-right: 6px\" align=\"absmiddle\" height=\"12\" width=\"16\"><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/charts\/preflop_fr_approx.pdf\" target=\"_blank\">Approx' Charts Full Ring<\/a>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Editorial\/elements\/ps_image_arrow_link.png\" style=\"margin-right: 6px\" align=\"absmiddle\" height=\"12\" width=\"16\"><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/charts\/preflop_sh_approx.pdf\" target=\"_blank\">Approx' Charts Shorthanded <\/a>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Editorial\/elements\/ps_image_arrow_link.png\" style=\"margin-right: 6px\" align=\"absmiddle\" height=\"12\" width=\"16\"><a href=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/pdf\/ps_orc_30.pdf\">Das Open Raising Chart als PDF-Datei<\/a>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Editorial\/elements\/ps_image_arrow_link.png\" style=\"margin-right: 6px\" align=\"absmiddle\" height=\"12\" width=\"16\"><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\">PokerStrategy.com Equilator<\/a>\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">2. Modified Outs<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDa Poker ein Spiel mit unvollst&auml;ndigen Informationen ist, ist (fast) alles eine Frage von Wahrscheinlichkeiten. Das Spielen kann man auch auffassen als den Versuch, diese Wahrscheinlichkeiten in den Griff zu bekommen. Bevor nun n&auml;her auf den in diesem Zusammenhang zentralen Begriff Equity eingegangen wird, mit dessen Hilfe sich die Gewinnwahrscheinlichkeit einer Hand n&auml;her beschreiben l&auml;sst, sei ein kurzer Blick zur&uuml;ck in die Bronzesektion gestattet, um zu zeigen, dass der Umgang mit Gewinnwahrscheinlichkeiten von Beginn eurer Pokerkarriere an &ndash; zumindest intuitiv &ndash; eine wichtige Rolle gespielt hat.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm Artikel 'Outs und Odds' wurde der Begriff der Modified (Discounted) Outs eingef&uuml;hrt. Wie sich zeigen wird, h&auml;ngt der Begriff Equity damit eng zusammen. Modified Outs wurden vorgestellt als \"bereinigte\" Outs, also die Outs, mit denen man tats&auml;chlich auch die beste Hand machen w&uuml;rde. Hat man z.B. einen Straightdraw mit 8 Outs und der Flop zeigt zwei Karten in Kreuz wird man sich nicht die vollen 8 Outs anrechnen k&ouml;nnen, da immer wieder F&auml;lle auftreten, in denen ein Spieler einen Flushdraw in Kreuz h&auml;lt. Im schlimmsten Falle hat man hier 6 Outs.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMan merkt an diesem Fall aber auch, dass wir uns hier auf einer abstrakteren Ebene bewegen. Der Gegner wird nicht in jedem Fall einen Flushdraw halten. Indem wir unsere Outs modifizieren, discounten, beziehen wir letztlich alle F&auml;lle ein und geben eine Antwort auf die Frage: \"Wie viele Outs werde ich im Durchschnitt gehabt haben, wenn ich diese Situation immer wieder gespielt haben werde?\"\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Modified Outs sind also prim&auml;r ein Ma&szlig; f&uuml;r die durchschnittliche Gewinnwahrscheinlichkeit einer Hand f&uuml;r den Fall, dass man momentan noch hinten liegt, aber Chancen besitzt, noch die beste Hand zu erhalten. Nach Bestimmung dieser Gewinnwahrscheinlichkeit konnte man dann in Abh&auml;ngigkeit von der Potgr&ouml;&szlig;e entscheiden, ob ein Weiterspielen der Hand profitabel ist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nOuts (Kartenanzahl) und Modified Outs (Wahrscheinlichkeit) h&auml;ngen nur indirekt zusammen. Die &auml;hnliche Begriffsbildung ist darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass die Berechnung und die weitere Handhabung der Wahrscheinlichkeit in der dort gew&auml;hlten Darstellungsweise sehr bequem sind. Die korrekte Strategie f&uuml;r die Weiterbehandlung der Hand kann nun sehr leicht &uuml;ber die Pot Odds ermittelt werden.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">3. Definition Equity<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDer Begriff Equity ist im Grunde genommen eine Verallgemeinerung des Begriffs Modified Outs. Bereits im Artikel 'Shorthanded-Umstiegsguide' der Silber-Sektion wurde definiert:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEquity ist die Gewinnwahrscheinlichkeit einer Hand in Abh&auml;ngigkeit von bestimmten Gegnerh&auml;nden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn der Regel wird sie im Gegensatz zu den Modified Outs als Prozentwert dargestellt. Mit Gewinnwahrscheinlichkeit ist nat&uuml;rlich wiederum wie bei den Modified Outs die Wahrscheinlichkeit gemeint, am River vorne zu liegen. Die Equity ist im Gegensatz zu den Modified Outs in der Regel sehr schwer exakt zu bestimmen. Sie ist auch oftmals gar keine objektive Gr&ouml;&szlig;e, sondern abh&auml;ngig von den Gegnern, von der Position, der Playability der Hand, der Initiative usw. (n&auml;here Erkl&auml;rungen folgen).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWir fassen die Definition absichtlich nicht genauer, weil sie so in verschiedenen Kontexten einsetzbar ist, ohne dass man sich stets um die Frage k&uuml;mmern muss, wie exakt 'richtig' das Ergebnis nun ist. Uns interessiert beispielsweise, ob die (angenommene) Equity einer Hand ausreicht, um gegen eine vermutete bzw. wahrscheinliche bzw. m&ouml;gliche Gegnerhand anzutreten. Um hier eine L&ouml;sung zu finden, werden wir oftmals Absch&auml;tzungen vornehmen m&uuml;ssen. Das impliziert nat&uuml;rlich, dass wir uns auch irren k&ouml;nnen, aber der Versuch, alle vorhandenen Informationen auszunutzen, ist allemal besser, als planlos im Nebel herumzustochern.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">4. Zusammenhang zwischen Modified Outs und Equity<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDie Begriffe Modified (Discounted) Outs und Equity beziehen sich beide auf die Gewinnwahrscheinlichkeit, lediglich die Ausgangsfragestellungen bzw. die Kontexte, in denen sie verwendet werden, sind unterschiedlich. Tendenziell sind die Modified Outs etwas exakter als die Equity.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm Folgenden sei ein Problem unter Equity- und Modified-Outs-Sichtweise beschrieben: Habe ich am Flop einen Nut-Flushdraw (und gehe ich davon aus, dass ich zur&uuml;ckliege), habe ich 9 Outs, um am Turn meinen Flush zu treffen. Die Modified-Outs-Sichtweise untersucht nun, ob das Weiterspielen in Abh&auml;ngigkeit von der Potgr&ouml;&szlig;e rentabel ist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Equity-Sichtweise sieht anders aus. Hier wird &uuml;berlegt, dass, falls ich nicht treffe, ich abermals 9 Outs habe, den Flush am River zu machen (Full-House-Gefahr und &auml;hnliches sei hier vernachl&auml;ssigt), d. h. die Wahrscheinlichkeit meines Flush bis zum River ist 9\/47 + 38\/47*9\/46 ~= 0,35.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas bedeutet, dass mir am Flop rund ein 1\/3 des Pots 'geh&ouml;rt', unabh&auml;ngig davon, was hinterher noch passiert. Gemeint ist nat&uuml;rlich im Durchschnitt. Wir sprechen davon, dass wir am Flop eine Equity von 35% haben. Eine direkte Konsequenz daraus ist, dass wir mit einem Nut-Flushdraw gegen 2 Gegner versuchen sollten, den Pot am Flop so gro&szlig; wie m&ouml;glich zu machen, wenn keine Full-House-Gefahr besteht, denn es geh&ouml;rt uns etwas mehr als ein Drittel, wir zahlen aber nur genau ein Drittel.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAm Turn &auml;ndert sich die Equity dramatisch. Haben wir getroffen, betr&auml;gt sie ca. 100%, anderenfalls geht sie zur&uuml;ck auf ca. 20%. Dies &auml;ndert aber nichts an der Tatsache, dass sie am Flop 35% betrug. Auch im Zusammenhang mit Semibluffs haben wir das Equityprinzip mit der Frage 'Was geh&ouml;rt uns bereits vom Pot?' als Ausgangsbasis benutzt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nUm weiter zu verdeutlichen, was mit Equity gemeint ist, sei ein zweites Beispiel f&uuml;r eine Equity-Fragestellung gegeben: Wir halten AKs, der Gegner TT. Wer ist Favorit? Die Beantwortung der Frage scheint nicht so ohne Weiteres m&ouml;glich zu sein. Auswertungen gro&szlig;er Datenbanken und Simulationen belegen, dass ein Equityvorteil preflop zu einem positiven Erwartungswert f&uuml;hrt, also im Durchschnitt bis zum River im Prinzip erhalten bleibt. Deshalb ist es lohnenswert, sich um eine L&ouml;sung zu bem&uuml;hen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer einfachste Weg ist eine Simulation. Dazu gibt es Programme wie <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a> . Gibt man nun im <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a> AKs und TT ein, erh&auml;lt man als Ergebnis, dass TT eine Equity von 54,1% hat und AKs eine Equity von 45,9%. Der <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a> geht vom Grundsatz her so vor, dass er alle Spieler All-In setzt und nachschaut, wer dann am River vorne liegt. Der so erhaltene Wert ist wegen des All-In-Setzens ein theoretischer Wert, der nicht 100% genau ist, da wir nun einmal Fixed Limit und nicht No-Limit spielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEr &uuml;berbewertet beispielsweise Backdoor-Draws, die man unter Umst&auml;nden bereits am Flop gefoldet h&auml;tte. Trotzdem ist er ein guter Anhaltspunkt, jedenfalls der beste, den wir haben. Wir werden im Folgenden die vom <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a> ermittelten Werte als Grundlage f&uuml;r die Equity verwenden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nZum tieferen Verst&auml;ndnis sei das Beispiel weitergef&uuml;hrt. Gibt man nun verschiedene Flops ein, sieht man, dass sich die Equity dramatisch ver&auml;ndern kann:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Flop 652 Rainbow: TT 72,3 %, AKs 27,7 %\n\t<\/li>\n<li>Flop A62 Rainbow: TT 8,5 %, AKs 91,5 %<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nDies steht nicht im Widerspruch zu obiger Bemerkung, dass ein Preflopvorteil bis zum River erhalten bleibt. Gemeint ist nat&uuml;rlich, dass der Vorteil im Durchschnitt erhalten bleibt. Ein f&uuml;r AKs g&uuml;nstiger Flop ist eben sehr viel unwahrscheinlicher als ein f&uuml;r TT g&uuml;nstiger. AKs muss eben erst einmal treffen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nTrotz dieser postflop m&ouml;glichen Ver&auml;nderungen der Equity ist TT preflop klarer Favorit gegen&uuml;ber AKs. Wie es konkret am Flop weitergeht, ist f&uuml;r die Bestimmung der Preflop-Equity irrelevant (vergl. oben Nut Flush-Beispiel). Dass am Flop nat&uuml;rlich verschiedene Konstellationen eintreten, die die Equity ver&auml;ndern, ist ja bei der Simulation ber&uuml;cksichtigt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHabt ihr bislang keinerlei Erfahrung mit dem <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a>, spielt ruhig etwas damit herum. Interessant ist beispielsweise, dass 22 gegen&uuml;ber AKs knapp Favorit ist. Untersucht, wie sich die Equity zwischen suited und offsuit-H&auml;nden &auml;ndert. Hier gibt es viel zu entdecken. Erfahrungen zu sammeln kann nicht schaden.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">5. Durchschnittsequity<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDie direkte Gegen&uuml;berstellung zweier H&auml;nde demonstrierte lediglich die prinzipielle Funktionsweise der Equityberechnung. Nat&uuml;rlich kann man auch mehr als zwei H&auml;nde gegeneinander antreten lassen. In der Praxis sind aber niemals die Gegnerh&auml;nde bekannt. Trotzdem kann man hier &uuml;ber PokerTracker-Daten einige Informationen bekommen. Dazu gleich mehr.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nZun&auml;chst sei noch eine andere geniale Eigenschaft von <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a> beschrieben: Man muss nicht explizit eine Hand eingeben, sondern kann auch bestimmte Bereiche (Ranges) zugrundelegen. Als Beispiel sei die Frage untersucht, welche Equity QJs gegen&uuml;ber zwei zuf&auml;lligen Gegnerh&auml;nden hat.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMan gibt also im <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a> QJs, random und random ein und erh&auml;lt das Ergebnis 44%. Das bedeutet also, dass man im Durchschnitt nur in weniger als der H&auml;lfte der F&auml;lle gewinnt. Lohnt sich das Spielen der Hand also nicht? Doch, auf jeden Fall. Das liegt an der H&ouml;he des erwarteten Gewinns. Spielt man die Situation hundert Mal, zahlt man 100 Eins&auml;tze, gewinnt aber durchschnittlich 44 Mal 3 Eins&auml;tze, - also 132 Eins&auml;tze - zur&uuml;ck (den eigenen und einen von jedem Gegner).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDiese &Uuml;berlegung legt eine neue Begriffsbildung nahe: Durchschnittsequity. Durchschnittsequity ist die Equity, die eine zuf&auml;llig ausgew&auml;hlte Hand gegen zuf&auml;llig ausgew&auml;hlte Gegnerh&auml;nde besitzt. Bei zwei Spielern betr&auml;gt sie 50 %, bei 3 Spielern 33,3 %, bei 4 Spielern 25 % usw. Im obigen Beispiel sind 3 Spieler beteiligt, die Durchschnittsequity betr&auml;gt also 33,3 %. Die Hand QJs hat nun eine Equity, die &uuml;ber der Durchschnittsequity liegt, also verspricht sie Gewinn.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nVerallgemeinert man das Beispiel, sieht man, dass jede Hand, die &uuml;ber der Durchschnittsequity liegt, profitabel ist. Dies k&ouml;nnen durchaus mehrere H&auml;nde gleichzeitig sein. Man &uuml;berpr&uuml;fe etwa AKo und TT gegen random.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDenkt man diesen Gedanken konsequent weiter, scheint Preflopspiel trivial zu sein: man spielt einfach nur noch H&auml;nde mit einer Equity, die gr&ouml;&szlig;er als die Durchschnittsequity ist. Und diese raist man nat&uuml;rlich, um seinen Vorteil zu vergr&ouml;&szlig;ern. Genau dies ist auch unser Ziel, aber von Trivialit&auml;t kann keine Rede sein. Wie machen wir nun das Equityprinzip zur Grundlage unseres Preflopspiels?\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">6. Equity und ORC<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nEin erster Ansatz k&ouml;nnte lauten: Wir geben unsere Hand im <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a> ein, setzen die nachfolgenden H&auml;nde auf random und sehen, ob die berechnete Equity die Durchschnittsequity &uuml;bersteigt. Vergleicht man etwa die vom <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a> berechnete Equity von KTo in MP2 gegen&uuml;ber 5 Random-H&auml;nden, sieht man, dass KTo mit 21,5 % eine weit &uuml;berdurchschnittliche Equity zu haben scheint, denn die Durchschnittsequity bei 6 Spielern betr&auml;gt 16, 67%.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas gilt aber nur dann, wenn die anderen Spieler alle callen, mit starken wie mit schwachen H&auml;nden. Das ist nat&uuml;rlich nicht der Fall. Schwache H&auml;nde werden gefoldet, starke gereraist. Geht man auf die angenommene Weise vor, sieht man sich schnell einer starken Hand gegen&uuml;ber, gegen die man einen Equitynachteil hat. Man muss also ber&uuml;cksichtigen, wie wahrscheinlich es ist, dass hinter einem noch eine st&auml;rkere Hand steht. Hier ist Hilfe in Sicht: das ORC.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nF&uuml;r alle im ORC gelisteten H&auml;nde ist garantiert, dass wir gegen die nachfolgenden Gegner im Durchschnitt einen Equityvorteil haben. Dieser Vorteil ist echt, d. h., es ist hier z. B. schon die M&ouml;glichkeit eingerechnet, dass hinter uns eventuell auch st&auml;rkere H&auml;nde stehen k&ouml;nnen. Das ORC kann eine solche M&ouml;glichkeit nat&uuml;rlich nicht ausschlie&szlig;en, aber ihre Wahrscheinlichkeit soweit verringern, dass man im Durchschnitt eine gen&uuml;gend gro&szlig;e Equity hat. Es basiert auf zahlreichen Datenbankauswertungen und sehr, sehr viel Erfahrung.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">7. PokerTracker-Daten<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDa wir davon ausgehen, mit den im ORC gelisteten H&auml;nden first in einen Equityvorteil zu haben, ist unsere Aktion klar: Wir m&uuml;ssen raisen, um diesen Vorteil zu vergr&ouml;&szlig;ern. Wie aber sollen wir uns verhalten, wenn vor uns bereits Gegner in die Hand eingestiegen sind? Wir wollen ja nur spielen, wenn wir gegen&uuml;ber ihnen einen Equityvorteil haben. Wir kennen aber deren Karten nicht. Was wir allerdings infolge von PokerTracker-Daten kennen, ist ihr prinzipielles Preflop-Verhalten. Relevant sind in diesem Zusammenhang folgende Werte:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><b>Voluntary Put $ in Pot (VPiP)<\/b> Wie viel Prozent seiner H&auml;nde spielt der Spieler.<\/li>\n<li><b>Preflop Raise (PFR)<\/b> Wie h&auml;ufig erh&ouml;ht der Spieler vor dem Flop.<\/li>\n<li><b>Attempt to Steal (AtS) <\/b>Zu wie viel Prozent unternimmt der Spieler einen Blindsteal-Versuch.<\/li>\n<li><b>Total Hands <\/b> Anzahl der zugrunde gelegten H&auml;nde.<\/li>\n<li><b>Total Aggression Postflop<\/b> Verh&auml;ltnis der Anzahl der Bets und Raises zur Anzahl der Calls nach dem Flop.<\/li>\n<li><b>Went to Showdown (WtS) <\/b>Zu wie viel Prozent der F&auml;lle geht der Spieler zum Showdown, wenn er den Flop gesehen hat.<\/li>\n<li><b>Folded SB to Steal <\/b>Zu wie viel Prozent verteidigt der Spieler seinen SB gegen einen Steal-Versuch.<\/li>\n<li><b>Folded BB to Steal <\/b> Zu wie viel Prozent verteidigt der Spieler seinen BB gegen einen Steal-Versuch.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nZun&auml;chst eine Warnung: PokerTracker-Daten sind sinnlos, wenn nicht eine gen&uuml;gend gro&szlig;e Datenmenge vorliegt. F&uuml;r den VPiP- und den PFR-Wert zeichnen sich zwar relativ schnell Tendenzen ab, aber 100 H&auml;nde sind keine gro&szlig;e Zahl. Im Folgenden wird immer davon ausgegangen, dass die PT-Daten wirklich aussagekr&auml;ftig sind. Die Werte, die sich nicht auf das Preflopverhalten beziehen, ben&ouml;tigen wir, um den Spielstil des Gegners einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Wir werden sehen, dass man gegen einen Rock anders spielt als gegen einen Maniac.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">8. Verhalten nach einem gegnerischen Raise<\/h1><h2 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">8.1. Rangeabsch&auml;tzung<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nBetrachten wir zun&auml;chst den Fall, dass ein Gegner vor uns geraist hat. Wir sehen seinen PFR-Wert, also den Prozentsatz, mit dem er preflop raist. Dies wird er nat&uuml;rlich mit den besten H&auml;nden tun, d.h., wir k&ouml;nnen den Bereich der m&ouml;glichen H&auml;nde relativ genau bestimmen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer PFR-Wert ist nicht direkt brauchbar, da nahezu jeder vern&uuml;nftige Spieler um so tighter ist, je schlechter seine Position ist. PT unterscheidet hier nicht, sondern liefert den Durchschnittswert. Wollen wir aber seine Handrange bestimmen, m&uuml;ssen wir, um die verschiedenen Positionen zu differenzieren, wenigstens eine grobe Absch&auml;tzung vornehmen.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nEin m&ouml;gliches Verfahren sieht wie folgt aus:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Handrange f&uuml;r ein Raise aus MP2 = ~ 0,75 * PFR<\/li>\n<li>Handrange f&uuml;r ein Raise aus MP3 = ~ 1 * PFR<\/li>\n<li>Handrange f&uuml;r ein Raise aus CO = ~ 1.5 * PFR<\/li>\n<li>Handrange f&uuml;r ein Raise aus BU = ~ 2 * PFR<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nEs ist sinnvoll, auch die Positionen CO und BU abzusch&auml;tzen, obwohl sie im AtS-Wert enthalten sind. Zum AtS-Wert kommen noch die Raises aus dem SB hinzu. Hat z.B. ein aus MP2 raisender Gegner einen PFR-Wert von 16 %, geben wir ihm eine Handrange von 0.75*16% = 12 %.\n<\/p><h2 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">8.2. Exkurs 'Range'<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nZun&auml;chst eine Vor&uuml;berlegung, die sicherstellen soll, dass ihr ein vern&uuml;nftiges Gef&uuml;hl daf&uuml;r habt, was Range bedeutet. Wie wird wohl unsere Range aussehen, mit der wir gegen eine Gegnerrange von 12 % eine Equity von mindestens mehr als 50 % haben wollen?\n<\/p><blockquote><p>\n\ta) &lt; 12 %<br>\n\tb) = 12 %<br>\n\tc) &gt; 12 %\n<\/p><\/blockquote><p class=\"emoNormal\">\nAntwort a) ist richtig. Man stelle sich eine Rangordnung aller m&ouml;glichen H&auml;nde vor. An der Spitze steht die beste Hand, unten die schlechteste. Die Rangordnung kann nicht exakt aufgestellt werden und in der Literatur gibt es selbst bei demselben Autoren (Sklansky) unterschiedliche Varianten. Die exakte Auspr&auml;gung ist in diesem Zusammenhang auch nicht so wichtig.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEiner bestimmten Range gegnerischer Karten entspricht nun ein bestimmter Ausschnitt aus dieser Skala. Da der Gegner preflop die M&ouml;glichkeiten 'Raise', 'Call' und 'Fold' hat, bezieht sich 'Raise' auf den oberen Teil, 'Call' auf den mittleren und 'Fold' auf den unteren. Durch die PT-Daten k&ouml;nnen wir die Bereiche sogar relativ genau eingrenzen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nInnerhalb eines jeden Bereichs gibt es einen oberen Teilbereich mit den relativ auf die Range bezogen besseren H&auml;nden und einen unteren mit den schlechteren H&auml;nden. Wir k&ouml;nnen aber die tats&auml;chlich vorliegende Hand nat&uuml;rlich nicht ermitteln. Jede der m&ouml;glichen H&auml;nde ist gleich wahrscheinlich (Das gilt, wenn man insgesamt 26*51 verschiedene H&auml;nde annimmt, also A&spades;K&hearts; von A&spades;K&clubs; unterscheidet, AA ist nat&uuml;rlich unwahrscheinlicher als AKo, aber AKo vergr&ouml;&szlig;ert die Range auch mehr als AA).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWenn wir nun mit der gleichen Range gegen die ermittelte Gegnerrange antr&auml;ten, t&auml;ten wir dies auch mit der schlechtesten Hand der Range. Es ist aber offensichtlich, dass diese Hand als schlechteste nur gegen die gleiche gegnerische Hand 50% Equity hat. Und dass der Gegner gerade diese Hand h&auml;lt, ist sehr unwahrscheinlich. Gegen alle anderen H&auml;nde hat man nach Voraussetzung eine mehr oder weniger deutlich geringere Equity als 50%. Warum sollten wir diese Hand also spielen? Unsere Range muss demnach kleiner sein. (Wenn schon die gleiche Range zu schlecht ist, ist eine gr&ouml;&szlig;ere erst recht absurd.)\n<\/p><h2 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">8.3. Ben&ouml;tigte Equity<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nNun zur&uuml;ck zu unserem Beispiel. Die Frage ist, wie viel Equity ben&ouml;tigen wir eigentlich. Haben wir eine Equity &gt; 50%, ist klar, dass wir diesen Vorteil durch einen Raise vergr&ouml;&szlig;ern. Wir wollen aber in erster Linie nicht m&ouml;glichst viele H&auml;nde, sondern m&ouml;glichst viel Geld gewinnen. Es befindet sich bereits durch die Blinds Geld im Pot, um das letzten Endes ja gek&auml;mpft wird. (G&auml;be es keine Zwangseinzahlungen, k&auml;me es zu keinem Spiel, da jeder auf AA warten w&uuml;rde.) Deshalb reicht bereits eine Equity aus, die etwas geringer ist als 50%. Denn nimmt man an, dass die Blinds beide folden und der Gegner callt, sind nach unserer 3Bet 7,5 SB im Pot. Wir haben aber nur 3 investiert. Man sieht unmittelbar, dass wir keine 50% Equity ben&ouml;tigen, um +EV zu haben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn der Regel gen&uuml;gt eine Equity von 46%. Da es sich hier aber um marginale Entscheidungen handelt, die gegnerabh&auml;ngig sind, und man gegebenenfalls vern&uuml;nftig reagieren muss, wenn die Umst&auml;nde es erfordern, ist der Gedankenweg, wie man auf diesen Wert kommt, im Folgenden skizziert.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nFolden beide Blinds, sind 1,5 SB Dead Money im Pot. Investiert man f&uuml;r den Reraise 3 SB, ist die Hand aber noch nicht abgeschlossen. Es kommen am Flop und eventuell Turn und River weitere Zahlungen auf einen zu. Gegen einen durchschnittlichen Spieler betr&auml;gt die Gesamtinvestition gesch&auml;tzte 6 SB.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer Gesamtpot umfasst dann 2*6 SB (6 SB von jedem Spieler) + 1,5 SB (Dead Money) = 13,5 SB.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDamit man +EV hat (und nur das ist unser Ziel!), muss die Equity mindestens dem Verh&auml;ltnis von Investition zu Gewinn entsprechen, also<br>\n<i>Equity = 6\/(2*6+1,5) = 0,444 = 44,4%.<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDieser Ansatz sei als Formel aufgeschrieben, damit man leichter nachvollziehen kann, wie sich die &Auml;nderung der Parameter auf die Equity auswirkt.\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><b>D<\/b> sei (sowohl die eigene als auch die gegnerische) Investition in die Hand (das, was man zahlt). <\/li>\n<li><b>M<\/b> sei das Dead Money. <\/li>\n<li>Der Pot hat dann die Gr&ouml;&szlig;e <i>2*D + M<\/i>. <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nAlso gilt: <i>Equity = D\/(2*D + M)<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn der obigen Rechnung wurden 2 Annahmen gemacht: der Gegner ist durchschnittlich und die Blinds folden. Sehen wir, was geschieht, wenn man diese Parameter &auml;ndert.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Die Blinds spielen sehr gut und verteidigen entsprechend. <\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDann sinkt der Betrag des Dead Moneys auf lediglich 0,75 SB, d.h. gegen durchschnittliche Gegner gilt dann:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Equity = 6\/(12 + 0,75) = 0,47 = 47%<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSpielen die Blinds miserabel und callen mit viel zu schlechten H&auml;nden, sinkt, wie man leicht nachrechnen kann, die ben&ouml;tigte Equity erheblich.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Ist der Raiser loose-aggressiv, erh&ouml;ht sich die Gesamtinvestition<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Gesamtinvestition steigt auf gesch&auml;tzte 8 SB. Das bedeutet gegen gute Blinds:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Equity = 8\/(16 + 0,75) = 47,8%<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIst der Gegner dagegen ein Rock, foldet er oftmals am Flop, bzw. man kann gegen sein Checkraise folden, d. h. die Gesamtinvestition betr&auml;gt eher 5 SB. Daraus folgt:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Equity = 5\/(10 + 0,75) = 46,5%<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Formel bzw. die Beispielrechnungen zeigen: Je aggressiver und looser der Raiser ist, also je h&ouml;her die durchschnittliche Gesamtinvestition ist, und je besser die Blinds spielen, also je kleiner das Dead Money im Pot ist, desto mehr Equity ben&ouml;tigt man. Man sieht, dass die Annahme von 46 % schon sehr knapp kalkuliert ist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nKehren wir zur&uuml;ck zu dem Beispiel mit dem MP2-Raiser, der einen PFR-Wert von 16% haben soll. Da er von MP2 aus raist, sch&auml;tzen wir, dass er von hier aus 12% seiner H&auml;nde raist, d. h. mit etwa 77+, A9s+, KTs+, QTs+, JTs, ATo+, KJo+.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDass es exakt diese Range ist und nicht eine andere, die den gleichen Prozentsatz aufweist, kann nur vermutet werden. Vielleicht raist er auch mit A8s, daf&uuml;r aber nicht mit QTs. Wir sind nat&uuml;rlich auf Spekulationen angewiesen, aber die Abweichungen werden eher gering sein.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNun kommt eine fantastische M&ouml;glichkeit des <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilators<\/a> zum Tragen. Ich kann ohne gro&szlig;en Aufwand die Range berechnen lassen, mit der ich 3betten kann. Dabei ist sogar die Equity frei w&auml;hlbar, die ich erzielen m&ouml;chte. Ich muss lediglich die gegnerische Range eintragen, meine gew&uuml;nschte Equity festlegen und den <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a> rechnen lassen. So erhalte ich die Range, mit der ich den Preflop-Raiser 3betten kann, um zu versuchen, ihn zu isolieren.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIst man schon einmal dabei, mit dem <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a> zu arbeiten, ist es hilfreich, die Equity nun zu variieren, um zu sehen, ob und wie stark sich dann meine Range ver&auml;ndert. Welche H&auml;nde kann ich noch reraisen, wenn die Blinds schlecht spielen, welche, wenn der spezielle Gegner ein Rock bzw. ein Maniac ist usw. Auf diese Weise bekommt man langsam ein Gef&uuml;hl daf&uuml;r, wann man von entsprechenden Tabellen abweichen kann und sollte. Denn f&uuml;r viele dieser Probleme gibt es nat&uuml;rlich bereits Tabellen. Empfohlen seien die von Approx, die ihr zusammen mit anderen Tabellen im Forum findet oder die ihr hier direkt als pdf herunterladen k&ouml;nnt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/charts\/preflop_fr_approx.pdf\" target=\"_blank\">Approx' Charts Full Ring<\/a>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/charts\/preflop_sh_approx.pdf\" target=\"_blank\">Approx' Charts Shorthanded <\/a>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn dem Shorthanded-Umstiegsguide wurde zum ORC eine 3-Betting-Tabelle mitgeliefert. In ihr war als Empfehlung festgelegt, welche H&auml;nde 3betted werden sollten. Die Grundlage der Tabelle bildete die Annahme, dass der Raiser sich an das ORC h&auml;lt. Dann hat er etwa folgende PFR-Werte:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>MP2: 13,1 %<\/li>\n<li>MP3: 17,1 %\n\t<\/li>\n<li>CO: 24,6 %<\/li>\n<li>BU: 37,7 %\n\t<\/li>\n<li>SB: 62,2 %<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nWeiterhin wurden ein normaler Raiser und normale Blinds angenommen, also eine Mindestequity von ca. 46 % angestrebt. Mit Hilfe des <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilators<\/a> kann man nun auch bei dieser Tabelle ohne gro&szlig;en Aufwand feststellen, wie man sich gegen tightere bzw. loosere Gegner verhalten sollte. Man muss lediglich die gew&uuml;nschte Equity ver&auml;ndern.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">9. Small Blind Defense<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nEinen Sonderfall des Isolationsraise stellt die Verteidigung des Small Blinds dar, weil man bereits zwangsweise einen Betrag zum Pot beigetragen hat. Deshalb sind die Investitionskosten geringer. Zur Absch&auml;tzung der ben&ouml;tigten Equity k&ouml;nnten wir wieder vom Ansatz her die zuvor eingef&uuml;hrte Formel <i>Equity = D\/(2*D + M)<\/i> benutzen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n&Uuml;bertragen auf SB-Verteidigung wird sie, wenn der BB foldet, zu:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Equity = (D &ndash; 0.5)\/(2*D + 1)<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas ergibt sich daher, dass wir 0,5 SB bereits bezahlt haben und das Dead Money 1 SB betr&auml;gt. Gegen einen durchschnittlichen Gegner hie&szlig;e das:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Equity = 5,5\/13 = 42,3%<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHieraus resultierte die Empfehlung, dass eine Equity von 43% aus dem SB heraus f&uuml;r eine 3bet ausreichend sei. Es hat sich aber gezeigt, dass das st&auml;ndige Agieren mit suboptimalen H&auml;nden aus der schlechtesten Position heraus nicht profitabel ist. Deshalb empfiehlt auch aus dem SB heraus eine Mindestequity von 46%. Unsere erforderliche Range wird nat&uuml;rlich genauso wie oben mit Hilfe des <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilators<\/a> berechnet.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">10. Big Blind Defense<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDie Verh&auml;ltnisse bei der Big Blind Defense sind etwas komplizierter. Weil wir hier schon relativ viel eingezahlt haben und der Aspekt der Isolation keine Rolle mehr spielt (es sind einfach keine Gegner mehr da), kommt hier in Abweichung zu unserer sonstigen Line 'Raise oder Fold' auch Callen in Betracht. Hat unsere Hand gegen&uuml;ber der Gegnerrange eine Equity von mindestens 50%, raisen wir nat&uuml;rlich. Aber wegen der hervorragenden Pot Odds kommen auch deutlich schw&auml;chere H&auml;nde &ndash; dann f&uuml;r ein Callen &ndash; in Betracht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEiner Absch&auml;tzung legen wir wiederum unsere bekannte Formel zugrunde. Als durchschnittliche Gesamtinvestition kann man hier D = 4 SB annehmen (sie muss nat&uuml;rlich geringer sein als in den vorangegangenen Beispielen, weil es um Callen aus dem BB geht und nicht um eine 3Bet). Wir m&uuml;ssen de facto 1 SB weniger zahlen, da wir als BB bereits 1 SB entrichtet haben. Dies f&uuml;hrt zu folgendem Ansatz:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Equity = (D &ndash; 1)\/(2*D + 0,5) = 3\/(2*4 + 0,5) = 3\/8,5 = 35%<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n35% als Mindestwert f&uuml;r die Equity ist bei der BB-Defense nicht den gegnerabh&auml;ngigen Schwankungen unterworfen, die in den vorangegangenen Beispielen ber&uuml;cksichtigt werden mussten. Die verschiedene Spielst&auml;rke der Blinds spielt keine Rolle (wir hoffen nat&uuml;rlich, dass der BB in diesem Fall besonders stark spielt!!) und die Unterschiede zwischen Maniac und Rock fallen nicht so sehr ins Gewicht, da der Pot klein ist und wir einen Informationsvorsprung haben, den wir mit den Lines check &ndash; fold und check &ndash; raise voll aussch&ouml;pfen k&ouml;nnen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie mit dem ORC mitgelieferte Tabelle der BB-Defense beruht im Wesentlichen auf dieser Mindestequity von 35%. Es ist allerdings notwendig, noch eine letzte Korrektur anzubringen. Man muss noch ber&uuml;cksichtigen, ob sich die Hand relativ einfach weiterspielen l&auml;sst oder nicht. Dies f&uuml;hrt zur Definition des Begriffs 'Playability' im nachfolgenden Abschnitt.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">11. Playability<\/h1><h2 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">11.1. Definition<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nEine Hand hat eine hohe Playability, wenn die korrekte Spielweise h&auml;ufig mit der optimalen Spielweise &uuml;bereinstimmt. Korrekte Spielweise bedeutet, die Hand in der gegebenen Situation richtig zu spielen. Optimale Spielweise bedeutet, die Hand so zu spielen, als w&uuml;sste man welche Karten der Gegner h&auml;lt. Das bedeutet so viel, dass man, hat die Hand eine hohe Playability, am Flop bereits ungef&auml;hr wei&szlig;, wo man steht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Beispiel:<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nGegen&uuml;ber einem ORC-Raise aus BU hat KQo eine Equity von 52%, A9o eine Equity von 54%. Aber wie geht es am Flop weiter? Treffen wir mit KQo am Flop, haben wir in der Regel Top-Pair mit gutem Kicker. Mit A9o ist der Fall nicht so klar. Treffen wir das A, k&ouml;nnte der Gegner den besseren Kicker haben. Treffen wir die 9, k&ouml;nnte er ein besseres Pair haben. Treffen wir nicht, k&ouml;nnen wir trotzdem die beste Hand haben. (Sowohl KQo als auch A9o haben eine Equity von &uuml;ber 50%, also f&uuml;r uns derzeit ein klarer Raise, dazu unten mehr).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nConnectors haben eine hohe Playability, besonders wenn sie suited sind. Eine hohe Karte in Verbindung mit einer niedrigen hat eine schlechte Playability.\n<\/p><h2 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">11.2. Playability und Equity<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nWie wirkt sich nun die Playability auf die Equity aus? Es w&auml;re sehr gut, wenn man ihren Einfluss quantifizieren k&ouml;nnte. Hierzu ein Versuch: Man vergleicht 2 H&auml;nde, die aus dem SB heraus den gleichen EV gegen&uuml;ber einer Random-Hand haben, n&auml;mlich A2o und 98o (der EV beider H&auml;nde betr&auml;gt laut PokerRoom EV Stats -0,09 - empirisch ermittelt aufgrund von statistischen Daten).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nA2o hat eine Equity von ca. 55% gegen&uuml;ber einer Random-Hand, aber nach obiger Definition eine extrem schlechte Playability. 98o hat lediglich eine Equity von ca. 48%, aber eine relativ gute Playability. Der EV ist gleich trotz eines Unterschiedes von 7%-Punkten bei der Equity.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAus diesem Beispiel kann abgeleitet werden, dass gegen&uuml;ber einer durchschnittlichen Playability eine extrem gute bzw. extrem schlechte Playability in der Equity mit bis zu +3,5%-Punkten bzw. &ndash;3,5%-Prozentpunkten zu Buche schlagen kann.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas ist enorm viel und hat nat&uuml;rlich Konsequenzen f&uuml;r die Praxis: Gegen&uuml;ber einem MP2-Preflopraiser, der nach ORC spielt, hat A2o eine Equity von 35,6%, aber eine extrem schlechte Playability. Deshalb muss sie abgewertet werden, ist also ein klarer Fold. Eine Hand wie 65s hingegen kann man spielen trotz ihrer geringen Equity von 34,1%, weil sie wegen ihrer relativ hohen Playability leicht aufgewertet werden kann, so dass sie in den 35%-Bereich hineinkommt. Weitere Beispiele kann man leicht in der Tabelle zur Big Blind Defense finden, aber auch in den anderen Tabellen.\n<\/p><h2 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">11.3. Taktische &Uuml;berlegung<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nBetrachten wir noch einmal das obere Beispiel, in dem die Playability von KQo und A9o verglichen wurde. Beide haben eine Equity von &uuml;ber 50%, also kann Raisen nicht v&ouml;llig falsch sein. Einen entscheidenden Unterschied weisen die H&auml;nde allerdings in der Playability auf. Mit KQo ist der Flop f&uuml;r uns von viel gr&ouml;&szlig;erer Bedeutung, als wenn wir A9o halten. Hier wissen wir mit KQo relativ genau, wo wir stehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAnstatt preflop zu reraisen, was uns quasi auch noch zur Continuation Bet zwingt, k&ouml;nnen wir zun&auml;chst nur callen und uns den Flop ansehen. F&auml;llt er ung&uuml;nstig aus, k&ouml;nnen wir folden und sparen 2 SB. F&auml;llt er aber g&uuml;nstig aus, checkraisen wir und der Pot wird genauso gro&szlig; wie nach der Line 3bet\/call preflop gefolgt von bet\/call am Flop. Der dadurch entgangene Gewinn, dass wir trotz Equity &gt; 50% nicht geraist haben, wir durch die Sparm&ouml;glichkeit am Flop mehr als aufgewogen.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px; text-align: left\">12. Spielweise gegen Limper<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nAuch gegen einen Limper vor uns gilt nat&uuml;rlich das Prinzip, dass wir nur spielen wollen, d. h. dann raisen, wenn wir gegen&uuml;ber diesem Limper einen Equityvorteil haben und unsere Hand im ORC verzeichnet ist. Gegen extrem loose Limper ist die zweite Einschr&auml;nkung notwendig, damit sich der Equityvorteil auch auf die nachfolgenden Spieler bezieht, was ja durch das ORC garantiert ist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Situation gegen&uuml;ber einem Limper weicht aber in zwei Punkten ab von derjenigen gegen&uuml;ber einem Raiser. Zum einen ist hier nicht so viel Dead Money im Pot, denn die Blinds werden gegen eine 2bet sehr viel h&auml;ufiger verteidigt als gegen eine 3bet. Wir m&uuml;ssen also davon ausgehen, ca. 50% Equity gegen&uuml;ber dem Limper zu ben&ouml;tigen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nZum zweiten l&auml;sst sich schwer festlegen, mit welchen Karten genau der Spieler limpt. Der Ansatz <i>VPiP-Range &ndash; PFR-Range = Limp-Range<\/i> ist zwar verf&uuml;hrerisch einfach, aber ungenau. Uns interessiert keine Prozentzahl, sondern der konkrete Bereich. Dieser h&auml;ngt einerseits davon ab, mit welchen H&auml;nden genau er raist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nRaist er haupts&auml;chlich mit Highcards oder auch mit niedrigen Pocket-Pairs usw. Andererseits gibt es verschiedene M&ouml;glichkeiten f&uuml;r die schw&auml;cheren H&auml;nde. Limpt er mit (fast) jedem Ass oder lieber mit Connectors\/suited Connectors? Bei der genauen Bestimmung der Limp-Range haben wir also Unsch&auml;rfen an beiden R&auml;ndern (gegen&uuml;ber seiner Raise-Range und gegen&uuml;ber seiner Fold-Range). Das wirkt sich nat&uuml;rlich auf unsere Raise-Range aus. Exakte Werte kann man hier nicht erwarten, denn &ndash; wie schon oft betont &ndash; Poker ist ein Spiel mit unvollst&auml;ndigen Informationen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHervorragende Anhaltspunkte liefern die schon erw&auml;hnten Tabellen von Approx. Eine Intention dieses Artikels ist es, den theoretischen Hintergrund f&uuml;r eigene Experimente bereitzustellen. Man kann beispielsweise ausprobieren, wie sich gegen&uuml;ber den Approx-Tabellen die Ver&auml;nderung der konkreten Kartenauswahl bei gleichem Prozentsatz auf unsere Range auswirkt. Au&szlig;erdem kann man im Nachhinein Situationen &uuml;berpr&uuml;fen, in denen man sich beim Live-Spiel nicht sicher f&uuml;hlte. Und mit dem <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/software\/6\/\" target=\"_blank\">Equilator<\/a> gibt es ein hervorragendes Tool, diese Experimente durchzuf&uuml;hren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Artikel lernst du tiefergehende Konzepte zur Ermittlung der notwendigen Equity einer Starthand in einer gegebenen Preflop-Spielsituation kennen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[183],"strategy_level":[117],"class_list":["post-52697","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-fixed-limit-silber"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Preflop: Starting Hands und Equity incl. 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