	{"id":52710,"date":"2010-01-30T13:53:00","date_gmt":"2010-01-30T13:53:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/tilt-scared-money\/"},"modified":"2026-03-12T09:20:07","modified_gmt":"2026-03-12T09:20:07","slug":"tilt-scared-money","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/tilt-scared-money\/","title":{"rendered":"Tilt: Scared Money"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Tilt: Scared Money<\/h1><p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/bilder\/kopfgrafik_tilt_strategie3.jpg\" border=\"111\" alt=\"\" width=\"100%\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;\"><\/p><h1 style=\"margin-bottom: 4px;\">Die Angst vor dem Verlust<\/h1><p class=\"emoSubheadline\">Wer Angst hat, sein Geld zu verlieren, wird aus dieser Angst heraus falsche Entscheidungen treffen<\/p><p class=\"emoNormal\">Das Thema &bdquo;Scared Money&ldquo; hat eine weitreichendere Bedeutung als vielleicht angenommen werden k&ouml;nnte. Zun&auml;chst bedeutet &bdquo;mit Scared Money zu spielen&ldquo;, ja erstmal nichts anderes als die Angst vor dem Verlust des eingesetzten Geldes, die verhindert, die der Spielsituation angemessenen Entscheidungen zu treffen. Wir k&ouml;nnen nicht mehr frei spielen, weil uns das eingesetzte Geld in unseren Entscheidungen hemmt. Das Spielen mit Scared Money ist nichts anderes als eine andere Form von Tilt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Interessanterweise ist an anderer Stelle genau dieser Effekt wieder gew&uuml;nscht, n&auml;mlich bei unseren Gegnern, die unser Spiel gezielt unter Druck setzen und im besten Fall zu falschen Entscheidungen zwingen soll, durchaus auch gerade dann, wenn der Gegner ein falsches Bankrollmanagement f&auml;hrt und underrolled ist. Der Gegner soll Fehler machen, nicht nur unter mathematischen, sondern m&ouml;glichst auch unter psychologischen Gesichtspunkten.<\/p><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><h2>Geld hat eine pers&ouml;nliche Dimension<\/h2><p class=\"emoNormal\">Wir selbst sollten die Chips als kleine bedruckte Plastikscheibchen sehen und nicht als &Auml;quivalent f&uuml;r reales Geld, das es uns erlaubt, Waren zu erwerben, die notwendig sind oder bei uns Begehrlichkeiten wecken. Oft genug ist zu h&ouml;ren, dass eine ideale Voraussetzung f&uuml;r einen  Pokerspieler ein Nichtverh&auml;ltnis zu Geld sein sollte. Das stimmt,  ist aber (zum Gl&uuml;ck) bei Vielen nicht der Fall, denn ein solches Problem bedeutet meist lebenslange materielle Schwierigkeiten und Belastungen f&uuml;r sich selbst und Familie\/Angeh&ouml;rige\/Partner. Schlechtes Geldmanagement kann sehr viel pers&ouml;nliche Energie und Einsatz fressen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Das Verh&auml;ltnis zum Geld wird durch unsere individuellen Lebensumst&auml;nde gepr&auml;gt. Wer in einer zur Zeit ausge&uuml;bten T&auml;tigkeit z.B. f&uuml;nf Euro in der Stunde verdient, dem f&auml;llt es vielleicht schwer,  an einem Abend einen ganzen Wochenlohn in einem Mini-Downswing zu verballern. Ein Gro&szlig;verdiener wird mitunter &uuml;ber Betr&auml;ge, die andere fr&ouml;steln lassen, m&uuml;de l&auml;cheln.<\/p><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"207\" style=\"margin-left: 12px; margin-bottom: 12px; margin-top: 5px; float: right;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/bilder\/bild_tilt_geld.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"156\" align=\"bottom\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>F&uuml;r einen viel, f&uuml;r andere wenig<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Das Geld hat also f&uuml;r uns vor unserem sozio&ouml;konomischen Hintergrund einen individuellen Wert, den wir nicht so einfach abstrahieren k&ouml;nnen. Werden uns unsere Berechnungsgrundlagen entzogen oder &auml;ndern sich diese abrupt, laufen wir Gefahr, die gewohnten Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeiten zu verlieren (locker sitzende Brieftasche bei einem Urlaub in einem Land mit anderer W&auml;hrung, Umstellung auf eine andere W&auml;hrung wie D-Mark auf Euro, etc.). Die fehlenden gewohnten Bezugspunkte k&ouml;nnen dazu verleiten, mehr Geld auszugeben als geplant.<\/p><p class=\"emoNormal\">Eine Anpassung an die ge&auml;nderten Verh&auml;ltnisse dauert oft sehr viel l&auml;nger, als man annehmen k&ouml;nnte. In Frankreich zum Beispiel rechneten in den 90er Jahren noch viele &auml;ltere Menschen in alten Francs, obwohl die W&auml;hrungsreform &bdquo;alte&ldquo; zu &bdquo;neue&ldquo; Francs im Verh&auml;ltnis 1:100 bereits 1958 erfolgte!<\/p><p class=\"emoNormal\">Unsicherheiten k&ouml;nnen sich auch einstellen, wenn sich die finanzielle Situation pl&ouml;tzlich &auml;ndert wie etwa bei Lotteriegewinnern. Manch einer kommt mit der pl&ouml;tzlichen &Auml;nderung seiner finanziellen Lebensumst&auml;nde nicht zurecht, was  in vielen F&auml;llen &uuml;ber kurz oder lang wieder in  die wirtschaftliche Lage und den Status, der  vorher existierte, zur&uuml;ckbef&ouml;rdert.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die genannten Beispiele sollen deutlich machen, dass Geld einen pers&ouml;nlichen &bdquo;Verrechnungshintergrund&ldquo; hat, der zu ber&uuml;cksichtigen ist.<\/p><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><h2>Das Bankrollmanagement hat auch eine psychologische Seite<\/h2><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"207\" style=\"margin-left: 12px; margin-bottom: 12px; margin-top: 5px; float: right;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/bilder\/bild_tilt_psycho.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"156\" align=\"bottom\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>Es gibt mehr Faktoren als nur nackte Zahlen<br> <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Was bedeutet das alles f&uuml;r uns als Spieler? Dass es eine bereits bekannte mathematische und finanztechnische Seite unseres Bankrollmanagements gibt, die unter Ber&uuml;cksichtigung &uuml;blicher Varianzen ein stabiles Verbleiben auf dem jeweiligen Limit erlauben und das Risiko, broke zu gehen, minimieren soll. Und dass es ein nicht zu vernachl&auml;ssigendes psychologisches Bankrollmanagement gibt, das denselben Zielen dient, aber andere Aspekte ber&uuml;cksichtigt. Das mathematisch - technische Bankrollmanagement verh&auml;lt sich meist linear und birgt keine gro&szlig;en &Uuml;berraschungen. &bdquo;Steig auf, wenn du die erforderliche Bankroll hast, steig ab, wenn dein Kapital ein Verbleiben auf dem jeweiligen Limit nicht mehr zul&auml;sst.&ldquo;<\/p><p class=\"emoListintro\">Das psychologische Bankrollmanagement ist etwas komplexer. Hier stellen sich ganz andere Fragen. &Uuml;berlies Sie nicht einfach, sondern stelle sie dir ganz real:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Welche Limits sind in deiner Komfortzone? Wann hast du dich das letzte Mal auf einem Limit angesichts der eingesetzten Betr&auml;ge richtig wohlgef&uuml;hlt?<\/li>\n<li>Auf welchen Limits konntest du die in der Spielsituation notwendigen Entscheidungen bedenkenlos treffen, ohne dir Gedanken &uuml;ber die eingesetzten Betr&auml;ge zu machen?<\/li>\n<li>Wie viele Stacks\/Big Bets\/Buy-ins kannst du auf deinem derzeitigen Limit verlieren, ohne dass dein Spiel in Gefahr ger&auml;t und du dir Gedanken machen musst? Oder rechnest du st&auml;ndig nach, ob deine Bankroll noch reicht und wie sie sich ver&auml;ndert hat nach der letzten Session?<\/li>\n<\/ul><h1>Das psychologische Bankrollmanagement<\/h1><h2>Die Komfortzone<\/h2><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"207\" style=\"margin-right: 12px; margin-bottom: 12px; margin-top: 5px; float: left;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/bilder\/bild_tilt_raucher.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"156\" align=\"bottom\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>In der Komfortzone<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Befindest du dich in deiner Komfortzone, bereiten dir die eingesetzten Betr&auml;ge auf deinem Limit kein Kopfzerbrechen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du kannst dein Spiel frei gestalten, betten, raisen oder z.B. bei No-Limit All-In gehen, wenn du es f&uuml;r angebracht h&auml;ltst. Auch Verluste von mehreren Stacks  w&auml;hrend einer Session sind f&uuml;r dich ganz normaler Bestandteil des Spiels und der Varianz.<\/p><p class=\"emoNormal\">Auch ein paar Bad Beats verkraftest du ohne Probleme, weil sie dein langfristig angelegtes Spiel nicht gef&auml;hrden k&ouml;nnen. Generell bist du, trotz der einen oder anderen Verbesserungsm&ouml;glichkeit f&uuml;r dein Spiel - die gibt es immer-, &uuml;berzeugt, dass du dein Limit schlagen kannst. Dein Spiel hat eine gewisse Leichtigkeit, weil du weder deine Bankroll &uuml;berstrapazierst, noch deine langfristigen Ziele gef&auml;hrdest.<\/p><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><h2>Au&szlig;erhalb der Komfortzone<\/h2><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"207\" style=\"margin-right: 12px; margin-bottom: 12px; margin-top: 5px; float: left;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/bilder\/bild_tilt_kopfzerbrechen.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"156\" align=\"bottom\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>In der Kampfzone<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Spielst du au&szlig;erhalb deiner Komfortzone, sp&uuml;rst du wom&ouml;glich schon Widerstand, dich an den Tisch zu setzen. Gedanken an m&ouml;gliche Verluste heute und deren Konsequenzen beherrschen dich und qu&auml;len dich.<\/p><p class=\"emoNormal\">Vielleicht hast du Vors&auml;tze, besonders tight oder beherrscht zu spielen, um Verluste zu minimieren. Aggressive Gegner und h&auml;ufige All-In Situationen sch&uuml;chtern dich ein und du erlebst &ouml;fter, wie du in schwierigen Spielsituationen, anstatt die aggressivere Spielvariante zu w&auml;hlen, eher callst oder foldest, obwohl du eigentlich gerne anders gespielt h&auml;ttest.<\/p><p class=\"emoNormal\">Verluste w&auml;hrend einer Session oder mehrere Bad Beats hintereinander bringen dich schnell an deine Grenzen und lassen dein Spiel impulsiver und emotionaler werden. Vielleicht willst du jetzt auch, anstatt immer nur zu folden, auch mal wieder einen dicken Pott gewinnen und l&auml;sst dich zu gewagten und in der Situation falschen Moves hinrei&szlig;en.<\/p><p class=\"emoNormal\">Achte auf jegliche Ver&auml;nderung in deinem Spiel: Spielst du anders, als du normalerweise spielen w&uuml;rdest? Spielst du schlechter, als du es nach deinem Wissensstand &uuml;ber Poker eigentlich kannst? Wenn du anders spielst, was machst du anders, und welcher Gedankengang war der Grund daf&uuml;r?<\/p><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><h2>Bist du bereit f&uuml;r dein Limit?<\/h2><p class=\"emoNormal\">Mancher wird sich jetzt vielleicht wundern, dass das Limit, auf das obige Fragen zutreffen, ein oder vielleicht sogar mehrere Stufen unter dem derzeitigen Limit liegt oder unter dem Limit, das jetzt gem&auml;&szlig; mathematischem Bankrollmanagement gespielt werden sollte.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es stellt sich nat&uuml;rlich die Frage nach eventuellen Diskrepanzen zwischen dem mathematischen und dem psychologischen Bankrollmanagement. Ist es nicht &ndash;EV, nach psychologischen Gesichtspunkten zu schielen, anstatt geradeheraus so zu spielen, wie es die Bankroll erlaubt?<\/p><p class=\"emoNormal\">Nat&uuml;rlich ist der lineare Aufstieg gem&auml;&szlig; passender Bankroll optimal und hat den theoretisch h&ouml;chsten EV. Wer problemfrei in den Limits aufsteigen kann, ohne durch die Scared-Money-Thematik beeintr&auml;chtigt zu werden, handelt auf jeden Fall richtig und sollte das auch weiterhin tun.<\/p><p class=\"emoNormal\">Auch soll auf keinen Fall vermieden werden, sich immer wieder an Bankroll und am Skill orientiert an neue und h&ouml;here Limits heranzupirschen (also nicht etwa: &bdquo;Eigentlich h&auml;tte ich jetzt die Bankroll f&uuml;r NL400, aber auf NL5 f&uuml;hle ich mich so richtig wohl.&ldquo;)<\/p><p class=\"emoNormal\">Es geht hier eher darum, das Bankrollmanagement zus&auml;tzlich zu den bisher bekannten Aspekten um eine weitere Dimension zu erweitern, n&auml;mlich ob der betreffende Spieler auch bereits psychisch fit f&uuml;r das entsprechende Limit ist. Die Furcht um das eingesetzte Geld, das auf einem niedrigeren Limit in kleineren Schritten oft m&uuml;hsam erspielt worden ist, kann enorm l&auml;hmen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn du ahnst oder wei&szlig;t, dass du Probleme mit Scared Money hast, dann verurteile dich nicht daf&uuml;r, sondern nimm dir die Zeit, auch psychisch Schritt f&uuml;r Schritt mit den h&ouml;heren Anforderungen in h&ouml;heren Limits mitzuwachsen. Auch Topspieler in der Weltspitze, haben oft Jahre gebraucht, um sich auf dem n&auml;chsten Limit festzusetzen. Aufgestiegen, gescheitert, abgestiegen. Und wieder neu versucht.<\/p><p class=\"emoNormal\">Stellvertretend sei hier ein Auszug aus Michael Craigs lesenswertem Pokerbuch &bdquo;The Professor, the Banker and the Suicide King&ldquo; gebracht, der die Schwierigkeiten Jennifer Harmans beim Limit-Aufstieg schildert:<\/p><p class=\"emoNormal\"><i>&ldquo;Zwischen 1990 und 1995 spielte Jennifer $50-$100, $75-$150 und $100-$200 Texas Hold&rsquo;Em in Reno, Los Angeles und Las Vegas. Das erste Mal sah sie in den fr&uuml;hen 90ern im Mirage ein gro&szlig;es Spiel, ein $300-$600 Spiel, und sie dachte, ich m&ouml;chte in diesem Spiel spielen&hellip;Damit begann ein Muster, dass von den sp&auml;ten 80ern bis 1997 anhielt. Jedes Mal, wenn Jennifer eine Bankroll zusammenhatte, unternahm sie einen Shot auf das $200-$400 und das $300-$600 Spiel, verlor all ihr Geld, begann dann wieder eine Bankroll aufzubauen. &hellip;Wenigstens acht Mal, ihrer Sch&auml;tzung zufolge, stieg sie auf und verlor genug, um wieder in das kleinere Spiel absteigen zu m&uuml;ssen&hellip; 1997, erreichte Jennifer Harman endlich den Durchbruch.&ldquo;<\/i><\/p><h1>Habe Geduld mit dir<\/h1><p class=\"emoNormal\">&Uuml;berfordere dich nicht, sondern hab mehr Geduld mit dir. Die Lerninhalte, die auf PokerStrategy angeboten werden, erm&ouml;glichen mitunter einen raschen Aufstieg durch die Limits und damit recht bald gute Erfolge. Diese m&uuml;ssen erstmal verkraftet werden, auch psychisch. Die notwendigen Anpassungen im Hinblick auf gro&szlig;e Betr&auml;ge werden automatisch passieren und von dir mit der Zeit souver&auml;n gehandhabt werden, z.B. einfach auch durch Gew&ouml;hnung. Vielleicht kommt auch Folgendes f&uuml;r dich in Frage:<\/p><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"207\" style=\"margin-left: 12px; margin-bottom: 12px; margin-top: 5px; float: right;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/bilder\/bild_tilt_zeit.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"156\" align=\"bottom\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>Du hast Zeit<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Falls dein jetziges Limit und deine Komfortzone nicht allzu weit auseinander liegen (Bsp: NL25\/NL50 oder NL200\/400) stelle dir auch die Frage, ob ein stressfreieres Verbleiben und das damit verbundene souver&auml;nere Spiel nicht evtl. sogar +EV gegen&uuml;ber der theoretischen Einkommenserh&ouml;hung auf dem h&ouml;heren Limit sind. Untersch&auml;tze dabei auf keinen Fall den h&ouml;heren Stress und die h&ouml;here Fehlerquote durch dauerhaftes Spiel au&szlig;erhalb deiner Komfortzone.<\/p><p class=\"emoNormal\">Oder wenn du merkst, dass du auf deinem jetzigen Limit gut zurecht kommst, aber Bef&uuml;rchtungen bestehen, aufzusteigen, spricht nichts dagegen, erstmal hier zu verbleiben und weiterzuspielen. Du kannst hier deine Gewinne genie&szlig;en und lernst gleichzeitig weiter skilltechnisch dazu, ohne zus&auml;tzlich dem Druck durch ein neues Limit ausgeliefert zu sein.  M&ouml;chtest du dann wechseln, ist das immer noch jederzeit m&ouml;glich.<\/p><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><h2>Entwicklungs- und Lernplateaus<\/h2><p class=\"emoNormal\">Der Fortschritt bei dem, wie wir lernen, was wir k&ouml;nnen und wie wir uns entwickeln, geht meist nicht linear vonstatten. Das ist eine altbekannte Tatsache. Anstatt wie in Abb.1 sieht es meist anders aus, eher wie in Abb.2.<\/p><div align=\"center\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 12px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/bilder\/bild_tilt_diagramm_1.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"156\" align=\"bottom\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;\"><\/td>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/bilder\/bild_tilt_diagramm_2.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"156\" align=\"bottom\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 12px;\"><b>Abbildung 1<\/b><\/td>\n<td><b> Abbildung 2<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div><p class=\"emoNormal\">Unser Lernfortschritt stagniert oft, wir kommen nicht weiter, oft scheint sich lange Zeit gar nichts zu tun, bis es dann pl&ouml;tzlich einen Schub gibt und wir vielleicht merken, wie weit wir uns doch weiterentwickelt haben. Auch ist die Lernkurve nicht bei jedem gleich: Mancher f&auml;ngt langsam an und braucht eine ganze Weile, in der nur kleine Fortschritte gemacht werden, um dann einen gro&szlig;en Schritt hin zum Verstehen zu unternehmen wie in Abb.3.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein anderer Mensch wiederum kann  direkt gro&szlig;e Fortschritte machen, wogegen die Lernkurve zum Ende hin aber abflacht und eine weitere Entwicklung langsamer geht wie in Abb.4. Die Entwicklung ist also v&ouml;llig individuell, mancher Umweg muss gegangen werden und manche Durststrecke &uuml;berwunden.<\/p><div align=\"center\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 12px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/bilder\/bild_tilt_diagramm_3.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"156\" align=\"bottom\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;\"><\/td>\n<td><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/bilder\/bild_tilt_diagramm_4.jpg\" border=\"0\" alt=\"\" width=\"207\" height=\"156\" align=\"bottom\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding-right: 12px;\"><b>Abbildung 3<\/b><\/td>\n<td><b> Abbildung 4<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div><h1>Zusammenfassung<\/h1><ul class=\"emoList5\">\n<li>\n<p class=\"emoListbody\">Achte auf m&ouml;gliche Anzeichen daf&uuml;r, dass dein Spiel durch zu hohe Limits  beeintr&auml;chtigt sein k&ouml;nnte!<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"emoListbody\">Spiele in deiner Komfortzone, so dass das Spiel f&uuml;r dich angenehm bleibt!<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"emoListbody\">Nimm dir Zeit f&uuml;r deine Entwicklung und mache dir klar, dass es einen eigenen Weg und einen individuellen Lernfortschritt gibt!<\/p>\n<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><p class=\"emoNormal\"><i><b>Zum Autor: <\/b>Robert Langer ist psychologischer Berater, Coach und Trainer in eigener Praxis in Saarbr&uuml;cken. Au&szlig;erdem unterrichtet er Psychologie an einer gro&szlig;en deutschen Heilpraktikerschule und ist Dozent bei Seminaren zu den Themengebieten NLP, l&ouml;sungsorientierte Psychologie und psychologische Typenlehre.<\/i><\/p><p class=\"emoNormal\"><i><br> <\/i><\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" class=\"emoLinkbox\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_druck.jpg\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"24\"><\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Druckversionen:<\/b><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/druckversionen\/ps_sng_basic_komplett_de.pdf\" target=\"_blank\"> <\/a><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/artikel_daten\/druckversionen\/ps_pd_tilt-reihe_de.pdf\" target=\"_blank\">Die Tilt-Artikelserie in einem PDF (~2 MB)<\/a><\/td>\n<td class=\"emoLinkboxicon\" width=\"124\" align=\"right\"><a href=\"https:\/\/www.adobe.com\/de\/products\/acrobat\/readstep2.html\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/get_adobe_reader.gif\" alt=\"\" width=\"112\" height=\"33\"><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" alt=\"\" width=\"33\" height=\"25\"><\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Verwandte Artikel:<br> <\/b><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/938\/\" target=\"_blank\">Tilt: Einf&uuml;hrung<\/a><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/941\/\" target=\"_blank\">Tilt: Bad Beats und Varianz<\/a><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/946\/\" target=\"_blank\">Tilt: Vielspieler<\/a><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/947\/\" target=\"_blank\">Tilt: Von Fischen und Haien<\/a><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/sit-and-go\/607\/\" target=\"_blank\"><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_forum.jpg\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"24\"><\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Diskussionsforum:<\/b><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/forum\/thread.php?threadid=269187\" target=\"_blank\">Hier kannst du direkt mit dem Autor der Artikel diskutieren<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im dritten Teil seiner Tilt-Artikelserie befasst sich Robert Langer mit der Angst, sein Geld zu verlieren, und der psychologischen Dimension des Bankroll-Managements.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[157],"strategy_level":[117],"class_list":["post-52710","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-poker-psychology-silber"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - 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