	{"id":52730,"date":"2009-04-29T08:46:00","date_gmt":"2009-04-29T08:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/gegnerarten-shorthanded-stats\/"},"modified":"2026-03-12T09:23:02","modified_gmt":"2026-03-12T09:23:02","slug":"gegnerarten-shorthanded-stats","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/gegnerarten-shorthanded-stats\/","title":{"rendered":"Gegnertypen: Shorthanded Stats - Empfehlungen f\u00fcr Small Stakes Hold'em"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Gegnertypen: Shorthanded Stats - Empfehlungen f&uuml;r Small Stakes Hold'em<\/h1><h1 align=\"left\">Einleitung<\/h1><p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b> <\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><i>Die wichtigsten Stats f&uuml;r Shorthanded<br> <\/i><\/li>\n<li><i>Empfehlungen f&uuml;r das eigene Spiel<br> <\/i><\/li>\n<li><i>Stats muss man interpretieren<br> <\/i><\/li>\n<\/ul><div style=\"text-align: center;margin-bottom: 12px\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_trennlinie.jpg\" height=\"1\" width=\"100%\"><\/div><p class=\"emoNormal\">Tracking-Programme wie PokerTracker oder der PokerStrategy Elephant zeichnen alle wichtigen Werte der Sessions auf. So beh&auml;lt man einerseits den &Uuml;berblick &uuml;ber seine Gewinne und Verluste und andererseits hat man die n&ouml;tige Datenbank, um die eigene Spielweise empirisch zu &uuml;berpr&uuml;fen. Das erm&ouml;glicht einem, Leaks zu finden, indem man seine Werte mit denen anderer winning Player vergleicht. Spiele ich zu loose? Zu tight? Bin ich aggressiv genug? Oder gar &uuml;beraggressiv?<\/p><p class=\"emoNormal\">Dieser Artikel dient als Orientierungshilfe zu den unterschiedlichen Statistiken. Im zweiten Teil wird noch darauf eingegangen, wie man Stats am Pokertisch einflie&szlig;en l&auml;sst, das hei&szlig;t, welche Rolle die Stats bei der Einsch&auml;tzung der Gegner spielen.<\/p><h2>Zwei Warnungen zu Beginn<\/h2><p class=\"emoNormal\">Es gibt keine optimalen Stats. Poker ist ein situationsbezogenes Spiel. Nicht jeder ist mit den gleichen Gegnern konfrontiert. Diese variieren von Seite zu Seite, Limit zu Limit oder selbst zu verschiedenen Uhrzeiten. Verschiedene Gegner erfordern verschiedene Strategien, um ihre Schw&auml;chen zu exploiten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Desweiteren spielt nicht jeder gleich gut. Wenn ich wei&szlig;, dass ich nicht besonders gut oop und ohne Initiative spiele, ist es f&uuml;r mich vielleicht sinnvoller, meinen Big Blind etwas tighter zu defenden. Wenn ich dagegen sehr gut mit marginalen Situationen zurechtkomme und wei&szlig;, wo die Schw&auml;chen meines Gegners liegen, kann ich da wesentlich liberaler werden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Eine wichtige Gr&ouml;&szlig;e bei empirischen Daten ist immer die Samplesize. Manche Werte wie der eigene VPIP oder PFR liegen in gro&szlig;er Anzahl vor, weil ich sehr oft die M&ouml;glichkeit habe, Geld in den Pot zu investieren und diese Chance auch oft wahrnehme. Nach 10k H&auml;nden sind diese Werte schon vertrauensw&uuml;rdig.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dagegen braucht man bei spezielleren Werten wie zum Beispiel Folded To Riverbet eine gr&ouml;&szlig;ere Anzahl, weil ich wesentlich seltener mit einer Riverbet konfrontiert werde.<\/p><p class=\"emoNormal\">Beurteilt man Stats sollte man daher immer die Samplesize im Auge behalten. Manche Werte sind schon relativ schnell aussagekr&auml;ftig, andere dagegen brauchen lange, um zu konvergieren. Das beste Beispiel daf&uuml;r ist leider die Winrate. Doch dazu sp&auml;ter mehr.<\/p><h1 class=\"emoNormal\">Die eigenen Stats<\/h1><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>VPIP UND PFR <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">VPIP ist eine Abk&uuml;rzung f&uuml;r <i>Voluntary Put Money Into The Pot<\/i>. Das hei&szlig;t, es ist eine prozentuale Angabe, wie oft ich bereit bin, preflop freiwillig Geld in den Pot zu investieren. Es z&auml;hlen alle Calls und Raises. Bekommt man im BB einen free Flop, so z&auml;hlt das nicht dazu, weil man den Blind nicht freiwillig gezahlt hat.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der Preflop Raise (PFR) gibt an, wie oft ich preflop erh&ouml;ht habe. Habe ich nach 100 H&auml;nden einen PFR von 20, so habe ich 20 mal geraist bzw., wenn es vor mir schon einen Raise gab, ge3bettet. Wenn ich preflop raise, investiere ich freiwillig Geld in den Pot und daher kann der PFR nie h&ouml;her als der VPIP sein.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> Beispiel:<\/b> Ein Spieler mit 25\/20 Stats investiert auf 100 H&auml;nde durchschnittlich 25mal Geld in den Pot und raist insgesamt 20mal. Das hei&szlig;t, die f&uuml;nf Male, in denen er nicht raist, wird er limpen, coldcallen oder seinen BB defenden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Nach den PokerStrategy-Charts sind <b>VPIP 24 <\/b>und<b> PFR 18<\/b> gute Richtwerte. Das gilt allerdings nur, wenn man vor allem 5- oder 6-handed spielt. Spielt man auch ultrashort mit 4 oder weniger Spielern am Tisch, erh&auml;lt man h&ouml;here Werte. Man sollte dann auf 5-\/6-handed filtern, um einen besseren Vergleich zu haben. Das gilt auch f&uuml;r fast alle anderen Werte wie VPIP SB, Folded SB\/BB, WTS, ... .<\/p><p class=\"emoNormal\">VPIP\/PFR sind auch von den Gegnern abh&auml;ngig. An einem Tisch mit sehr loosen und passiven Gegnern werde ich etwas &ouml;fter overlimpen k&ouml;nnen, w&auml;hrend ich an einem Tisch mit sehr aggressiven Gegner sehr oft 3-bet or fold spielen muss.<\/p><p class=\"emoNormal\">Sinkt der VPIP unter 20, spielt man jedoch zu tight und ein VPIP &uuml;ber 28 ist zu loose. Der PFR sollte dabei in etwa mitwachsen. 22\/16 - 26\/20 liegt alles noch im Rahmen. Man sollte allerdings Stats von 26\/16 oder 22\/20 vermeiden, da man dann entweder zu h&auml;ufig oder zu selten callt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Nur als grobe Richtlinie seien hier noch die Werte f&uuml;r ultrashort erw&auml;hnt. SH-Einsteiger sollten lieber kein ultrashort spielen, da man dort noch &ouml;fter in marginale Situationen kommt. Au&szlig;erdem gibt es \"die\" optimalen Stats immer weniger, je weniger Gegner am Tisch sitzen, da man immer mehr an die verbleibenden Gegner adaptet.<\/p><p class=\"emoNormal\">4-handed: VPIP 35 +-5, PFR 26 +-3<br> 3-handed: VPIP 50 +-8, PFR 38 +-5<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>VPIP FROM SB <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Der VPIP SB h&auml;ngt besonders stark von den Gegnern ab. Sind diese sehr loose und es kommt h&auml;ufig zu limped Pots, so bekomme ich gute Odds und kann viele H&auml;nde completen. Selbst gegen nur einen schlecht spielenden Limper kann man manch marginale Hand completen, vor allem wenn der Big Blind passiv ist. So kann man in sehr loosen Games auf einen VPIP SB von bis zu 40 kommen.<\/p><p class=\"emoNormal\">In aggressiven Games bei denen es h&auml;ufig zu raised Pots kommt, bekommt man viel schlechtere Odds. Da man postflop oop spielen muss, sollte man dann auch nur solche H&auml;nde spielen, die stark genug f&uuml;r eine 3-Bet sind. In solchen Games gegen aggressive bzw. decent Gegner ist ein VPIP SB von um die 30 zu erwarten.<\/p><p class=\"emoNormal\">In durchschnittlichen Small-Stakes-Spielen liegt der VPIP SB um die <b>33<\/b>.<\/p><p class=\"emoNormal\">Je nach Blindstruktur &auml;ndert sich dieses Verh&auml;ltnis nat&uuml;rlich. Auf 5\/10 mit Blinds von $2 und $5, sollte man etwas tighter werden. Empirische Referenzwerte zu finden, ist nicht ganz einfach, da auf 5\/10 die Gegner durchschnittlich auch besser spielen als noch auf 2\/4 und daher der VPIP SB schon automatisch sinken wird. Er wird in der Regel ca. 3% niedriger sein als auf den Limits 0.5\/1-2\/4. Hatte man dort einen VPIP von 33, so wird er auf 5\/10 wohl so um die 30 liegen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Auf 3\/6 mit der Struktur $1 und $3, sollte man noch tighter werden. Man completet nicht nur tighter, sondern openraist auch seltener aus dem SB. Der VPIP SB liegt ca. 5-6% unter dem bei normaler Blindstruktur.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>FOLDED SB TO STEAL <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Gegen einen Openraise vom CO oder BU, sollte man seinen SB zu <b>85<\/b>% +-5% folden. Wobei ein Wert an die 90 eher zu tight ist. Es kommt aber auch auf die Umst&auml;nde an. Wenn ich wei&szlig;, dass meine Gegner eher tight raisen und nicht viel von Position verstehen, sollte ich im SB etwas tighter defenden, weil ihre Raises h&auml;ufiger legitim sind.<\/p><p class=\"emoNormal\">W&auml;hrend man, wenn ein LAG openraist, durchaus etwas liberaler werden kann. Ist man postflop sehr versiert, kann man den Wert auf 80 dr&uuml;cken. Man sollte aber bedenken, dass es gegen einen LAG mitunter tough ist, postflop oop spielen zu m&uuml;ssen, da dieser seine Position zu nutzen wei&szlig;. Ist man in diesen Situationen unsicher, sollte man lieber etwas tighter 3-betten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bei der Verteidigung des SB spielt man fast immmer 3-bet or fold. Aufgrund der schlechtm&ouml;glichsten Position postflop m&ouml;chte man sich die Initiative sichern und gleichzeitig den Big Blind aus dem Pot dr&auml;ngen. Wenn wir nur callen, w&uuml;rde der Big Blind Pot Odds von 5:1 bekommen und Position auf uns haben. Er k&ouml;nnte damit viele H&auml;nde +EV callen, was uns Value kostet. Bei ver&auml;nderter Blindstruktur &auml;ndert sich auch der Folded SB To Steal.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>FOLDED BB TO STEAL <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Die Big-Blind-Defense h&auml;ngt von einer Reihe von Faktoren ab. Die wichtigsten sind, wie man die Range des Gegners einsch&auml;tzt, wie gut der Gegner postflop spielt und wie gut man selbst postflop spielt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn man postflop nicht sehr ge&uuml;bt ist und marginalen Situationen lieber aus dem Weg gehen will (besonders wenn die Gegner eher tight stealen), ist es ok mit einem Wert von 65% zu starten. Man sollte allerdings versuchen, diesen so schnell wie m&ouml;glich auf 60 zu dr&uuml;cken. Mit mehr Erfahrung im Blind Battle kann man den Folded BB ruhig auf 55 runterfahren.<\/p><p class=\"emoNormal\">Gegen loose Stealer ist ein Folded BB von 50 erstrebenswert. Sehr gute Spieler k&ouml;nnen den Big Blind tats&auml;chlich sehr liberal defenden. Auf den Mid-Limits, wo der Rake gering und die Gegner sehr aggressiv sind, ist ein Folded BB von 40 und m&ouml;glicherweise sogar noch niedriger denkbar. Das ist jedoch f&uuml;r unerfahrene Spieler nicht empfehlenswert: <b>55<\/b>% ist ein guter Richtwert.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn die Hand multiway wird, weil es zwischen dem Raiser und uns noch einen Coldcaller gibt, wird man nat&uuml;rlich anders defenden. F&uuml;r Pot Odds von 5:1 kann man viele Multiway-H&auml;nde spielen. Jede suited Hand, au&szlig;er vielleicht suited Trash wie 72s, und viele offsuited Connectors. H&auml;nde mit reverse implied Odds und schlechter Playbility wie K6o sollte man eher folden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die Differenz zwischen VPIP und PFR kommt haupts&auml;chlich von der BB Defense, da wir sonst kaum limpen, sondern sehr h&auml;ufig raise or fold spielen. Sollte die L&uuml;cke zwischen VPIP und PFR also ungew&ouml;hnlich gro&szlig; oder klein sein, sollte man schauen, ob vielleicht auch der Folded BB To Steal zu gro&szlig; oder zu klein ist und seine Defending Standards entsprechend anpassen.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>ATTEMPT TO STEAL BLINDS <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Als ein Attempt To Steal z&auml;hlt jeder Openraise vom CO, BU oder SB. Erfahrungsgem&auml;&szlig; ist der ATS ungef&auml;hr die BU Range des Stealers. Laut ORC openraist man 37.7% vom BU. Ganz so hoch wird der ATS aber nicht liegen. Nach PokerStrategy Charts wird man einen ATS von um die <b>35<\/b> erhalten. Will man seine Stealing Range etwas lockern, kann man den Wert auch bis zu 40 erh&ouml;hen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Poker ist ein Kampf um die Blinds. Ohne Blinds erg&auml;be es kaum Sinn, &uuml;berhaupt zu raisen. Erst durch das dead Money werden auch schlechtere H&auml;nde als AA profitabel. Je mehr dead Money es gibt, desto mehr H&auml;nde werden profitabel.<\/p><p class=\"emoNormal\">Im Gegenzug bedeutet das, dass man bei ver&auml;nderter Blindstruktur auf 3\/6 und 5\/10 tighter stealen sollte. Man sollte dann vor allem die marginalen H&auml;nde am unteren Ende der Range streichen, vor allem dabei die Troublehands wie K7o oder auch A2o vom Button.<\/p><p class=\"emoNormal\">Im CO kann man auf 3\/6 auch JTo streichen. Diese H&auml;nde sind schon bei normaler Blindstruktur nur marginal profitabel und b&uuml;&szlig;en einiges ein, wenn der Pot multiway wird. Trotzdem sollte der ATS nicht mehr als 3-4% unter dem bei normalen Blindstruktur liegen.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>WENT TO SHOWDOWN <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Marginale H&auml;nde haben tendenziell mehr Value, wenn weniger Spieler in der Hand sind. Daher wird man shorthanded einen h&ouml;heren WTS als Fullring haben. Ein Wert von 33% ist wahrscheinlich das sinnvolle Minimum, 42% ist etwa die obere Grenze, jedoch ist zu beachten, dass man nur in aggressiven Spielen auf &uuml;ber 40% kommt. Ein WTS von 33% ist normalerweise zu niedrig, au&szlig;er man hat eine bestimmte Gegnerkonstellation wie z.B. sehr predictable Gegner, die nur mit guten H&auml;nden aggro sind.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein f&uuml;r die Small Stakes empfehlenswerter WTS ist <b>35-38<\/b>.<\/p><p class=\"emoNormal\">Auf den aggressiveren Mid-Limits ist dann ein WTS von 38+ besser.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>WON $ AT SHOWDOWN <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">F&uuml;r einen WTS von 35-38 ist ein WSD von <b>51-55<\/b> realistisch. Dieser Wert ist vor allem vom WTS abh&auml;ngig. Bei einem hohen WTS sinkt der WSD und bei einem kleinen steigt er. Wenn ich am River viele tighte Folds mache und auch sonst lieber folde, anstatt runterzucallen, wird mein WSD steigen.<\/p><p class=\"emoNormal\">H&auml;ufig bekommt man aber gute Odds f&uuml;r einen Calldown. Hat man also einen sehr hohen WSD, foldet man wahrscheinlich zu oft. Man sollte dabei auch den Went To Showdown und den Folded To Riverbet einbeziehen. Umgekehrt ist das nat&uuml;rlich auch der Fall. Wenn mein WSD sehr gering ist, mache ich vielleicht zu viele loose Calls.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der WSD wird aber auch, &auml;hnlich wie die Winrate, durch die Samplesize beeinflu&szlig;t. Ein Spieler im Downswing hat fast immer einen eher niedrigen WSD und Spieler im Upswing k&ouml;nnen teils sehr hohe WSDs generieren. Man sollte sich bei einer kleinen Samplesize (20k H&auml;nde) also nicht allzu sehr auf den WSD verlassen.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>AGGRESSION FACTOR <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Die Preflop-Aggression wird haupts&auml;chlich durch den PFR widergespiegelt. Von daher ist der PF AF eher unbrauchbar und sollte abgestellt werden, weil er sonst zur Berechnung der Gesamtaggression mitbenutzt wird. Dazu geht man  bei PokerTracker unter \"General Info\" Tab auf \"More Detail...\" und deaktiviert das H&auml;kchen bei \"Include Pre-flop numbers in Total Aggression Factor calculation\".<\/p><p class=\"emoNormal\">Da der TAG-Style nicht nur aus tightem, sondern auch aus aggressivem Spiel besteht, bedeutet das, dass unsere AFs eher hoch sind. Die AFs berechnen sich aus (Bets+Raises)\/Calls. Da wir eher tight sind, werden wir also selten callen, und da wir aggressiv sind, viel betten\/raisen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der AF ist am Flop am h&ouml;chsten und f&auml;llt bis zum River ab. Am River z.B. ist der Pot schon sehr gro&szlig; und wir werden nur sehr selten tight folden und oftmals crying callen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Auch unsere Bets und Raises fallen etwas sparsamer aus, weil wir nur noch entweder valuebetten oder bluffen. Das Konzept Protection f&auml;llt am River weg. Gute AFs Flop\/Turn\/River sind <b>2.8\/2.3\/1.8<\/b>. Auch etwas h&ouml;here AFs wie <b>3.3\/2.6\/1.9<\/b> sind auf den Small Stakes gut, weil wir h&auml;ufig auf Flop und Turn gute Folds hinlegen k&ouml;nnen (=&gt; weniger Calls) und unsere Gegner eher passiv sind, so dass die meiste Zeit wir das Betten\/Raisen &uuml;bernehmen werden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Auf h&ouml;heren Limits werden die Gegner aggressiver und es ist oftmals profitabler, die Initiative abzugeben, um Bluffs zu inducen. Dann kann der Flop und Turn AF auch ein bisschen niedriger sein. Es hilft dabei also auch ein Blick auf den WTS. Hat man einen eher hohen WTS, so ist es ok, wenn die AFs ein bisschen geringer sind. W&auml;hrend man bei einem niedrigen WTS eher hohe AFs erwartet. Auf der anderen Seite kann aber auch gerade ein hoher AF einen niedrigen WTS verursachen, denn wenn man aggressiv spielt, wird man mehr H&auml;nde ohne Showdown beenden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Am River sollte man das Valuebetten nicht vergessen. Fr&uuml;her hie&szlig; es mal, ein River AF von 2 w&auml;re gut, doch das ist kaum realisierbar. Am River ist man h&auml;ufig zu crying Calls gezwungen und dadurch sinkt der AF automatisch, selbst wenn man sehr d&uuml;nn valuebettet.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein AF von 1.8 ist sehr gut. Ist der River AF bei nur 1.6, valuebettet man eher zu wenig bzw. l&auml;&szlig;t sich manch profitable Bluffsituation entgehen. Auf den Small Stakes sind aber oftmals verpasste Valuebets das Problem und nicht etwa verpasste Bluffs.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der Total Postflop AF sollte in loose-passive Games zwischen 2.3 und 2.8 liegen und in aggressive LAG Games zwischen 2.0 und 2.3.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die AF-Stats sind trotz allem die, mit denen man besonders vorsichtig sein sollte. Ver&auml;ndere nicht deine Aggression, damit die Stats besser aussehen! Schau lieber in die Beispielhandforen und lerne in welchen Spots Aggression und in welchen Passivit&auml;t geeignet ist.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>FOLDED TO RIVERBET <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\"><b>40<\/b> und weniger ist gut. Wer weit &uuml;ber die 40 kommt, ausreichende Samplesize vorausgesetzt, foldet wahrscheinlich zu h&auml;ufig. Die Pots am River sind gro&szlig; und selbst passive Calling-Stations neigen dazu, am River mal zu bluffdonken. Da sie h&auml;ufig mit sehr marginalen H&auml;nden weit gehen, stehen sie auch &uuml;berdurchschnittlich oft mit busted Draws am River.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein TAG h&auml;tte seinen Gutshotdraw oder seine Overcard schon am Turn gefoldet, ein looser Gegner steht damit aber unimproved am River und sieht als letzte Chance auf den Sieg einen Bluff. Da wir gute Pot Odds bekommen und nicht sehr oft einen Bluff catchen m&uuml;ssen, um +EV zu sein, sollte man nicht oft am River folden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein preflop und postflop tighter Stil sorgt schon automatisch daf&uuml;r, dass wir am River mit &uuml;berdurchschnittlich guten H&auml;nden dastehen. Man kann es sich da nur mit sehr guten Reads erlauben, regelm&auml;&szlig;ig tight zu folden. Andernfalls muss man die Gegner einfach auszahlen. Au&szlig;erdem verpassen viele Gegner auf den Small Stakes d&uuml;nne Valuebets, wodurch ihre Betting-Range auf starke made Hands und Bluffs polarisiert wird und es gar nicht so schwierig ist, einen Bluff zu catchen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Nat&uuml;rlich kann man es mit dem Callen auch &uuml;bertreiben und zu viele hoffnungslose Calls machen. Das findet sich dann in einem zu niedrigen Folded To Riverbet, einem zu hohen WTS und einem niedrigen WSD wieder.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>WINRATE <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Seien wir ehrlich, darum geht es doch. Man fragt sich immer wieder: Wie gut bin ich wirklich? Die Ern&uuml;chterung vorweg: Die Winrate wird dabei nicht viel helfen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Warum? Weil man, um einigerma&szlig;en genau zu sein, eine sehr gro&szlig;e Samplesize braucht. Eine typische Standardabweichung 6max f&uuml;r einen TAG ist 1.7 BB\/Hand. F&uuml;r 300*300 = 90k H&auml;nde liegt die Standardabweichung bei 300 * 1.7 BB = 510 BB.<\/p><p class=\"emoNormal\">Das hei&szlig;t eine Samplesize von 90k H&auml;nden wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 70% innerhalb von +-510 BB um den Erwartungswert liegen. Zu 30% wird die Winrate sogar au&szlig;erhalb dieses Intervalls liegen! Und 510 BB auf 90k H&auml;nden entsprechen 0.56 BB\/100.<\/p><p class=\"emoNormal\">Man muss also mindestens 100k H&auml;nde spielen, um sich auf 0.5 BB\/100 sicher zu sein. Selbst dann kann man sich nicht vollkommen sicher sein. Wenn man 95%ige Sicherheit will, betr&auml;gt die Abweichung sogar 1 BB\/100. Eine genau Analyse und Erkl&auml;rung findet sich im Forum: <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/forum\/thread.php?threadid=41282\" target=\"_blank\">2 BB\/100 oder bin ich ein winning player?<\/a><\/p><p class=\"emoNormal\">Der Ausweg: Die Winrate hilft also bei der Bestimmung der Spielst&auml;rke nur bedingt weiter. Was hilft dann? Den Skill der Gegner mit dem eigenen K&ouml;nnen zu vergleichen!<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn ich sehe, dass meine Gegner h&auml;ufig kostspielige Fehler machen, die ich selbst vermeide, werde ich auch +EV spielen. Je schlechtere Gegner ich finde, desto besser. =&gt; gute Table-Selection.<\/p><p class=\"emoNormal\">Desweiteren ist es wichtig, den eigenen Skill zu verbessern. Damit erweitere ich den Skillgap zur Konkurrenz bzw. erhalte mir diesen Skillvorsprung, wenn die Gegner besser werden (z.B. beim Limitaufstieg). Die besten Methoden zur Verbesserung der Spielst&auml;rke und zum Finden von Leaks sind: Handbewertungen, Coachings, Videos, Austausch mit Usern, etc.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> Konkrete Werte:<\/b> Alles was positiv ist, ist gut. Der &uuml;berwiegende Teil aller Pokerspieler besteht aus Verlierern. Schon als Break-even-Spieler hat man es geschafft, den Rake zu schlagen, der auf den Small Stakes bis zu 3.5 BB\/100 ausmachen kann. Eine Winrate &gt; 1 BB\/100 ist gut und eine Winrate von &gt; 2 BB\/100 ist sehr gut.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es kommt nat&uuml;rlich extrem auf die Spielst&auml;rke der Gegner und den Rake an. In besonders soften Games sind auch Winrates von &gt; 3 BB\/100 m&ouml;glich, allerdings findet man diese (heutzutage) kaum. Ich w&uuml;rde einen Spieler mit einer Winrate von 1.5 BB\/100 als starken Spieler einsch&auml;tzen. Aber wie schon gesagt: Auf die Samplesize achten!<\/p><h1>Stats der Gegner<\/h1><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 12px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>AUSSAGEKRAFT <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Ein sehr wichtiger Punkt bei der Anwendung von Gegnerstats ist die Aussagekraft. Manchmal hat man von seinen Gegnern nur eine sehr kleine Samplesize von vielleicht 50 H&auml;nden und fragt sich, inwieweit man auf bestimmte Werte vertrauen kann. Im Forum gibt es dazu eine Untersuchung: <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/forum\/thread.php?threadid=203501\" target=\"_blank\">Ab wie vielen H&auml;nden werden Stats aussagekr&auml;ftig?!<\/a><\/p><p class=\"emoNormal\"><b> Beispiel:<\/b> Nach 100 H&auml;nden weicht der beobachtete VPIP zu 95% um weniger als 10 vom tats&auml;chlichen ab. Also kann man bei jemanden mit VPIP 60 schon sagen, dass er ein gro&szlig;er Fisch (50&lt;70) ist, dagegen k&ouml;nnte ein TAG mit VPIP 25 auch ein Rock (VPIP=15) oder ein semilooser Fisch (VPIP=35) sein.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> Warnung:<\/b> Wer sich gerne so exotische Werte wie \"check\/raise turn\" oder \"won SD when raised turn\" anzeigen l&auml;&szlig;t, der sollte bedenken, dass die Samplesize schon betr&auml;chtlich sein muss, um aussagekr&auml;ftige Werte zu erhalten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn ich zum Beispiel bei mir in PokerTracker schaue, dann habe ich in den letzten 80k Hands nur 1.5k mal den Turn geraist. Die Situation tritt also alle 50 H&auml;nde mal auf. Und dann muss es auch noch zu einem Showdown kommen, damit sich der Z&auml;hler bei \"won SD when raised turn\" ver&auml;ndert. F&uuml;r eine Samplesize von nur 50 br&auml;uchte man schon &uuml;ber 3k H&auml;nde!<\/p><p class=\"emoNormal\">Tipp: Um schnell auf eine gr&ouml;&szlig;ere Datenbank zu kommen, lohnt ein Blick ins <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/forum\/board.php?boardid=1517\" target=\"_blank\">Datenbanktausch-Forum<\/a>.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>INTERPRETATION <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Jemand raist aus CO und ich m&ouml;chte wissen, welche H&auml;nde ich aus dem BU 3-betten kann. Entscheidend dabei ist die Range des Raisers. Stats geben uns aber keine unmittelbare Aussagen &uuml;ber die Range. Erstens kennen wir nur den PFR, der sich aber aus verschiedenen Positionen und Situationen zusammensetzt: Viele Spieler raisen auf dem BU looser als aus MP2; der eine raist gegen einen Limper tighter als normal, der andere dagegen looser.<\/p><p class=\"emoNormal\">Zweitens sagt uns niemand, welche H&auml;nde geraist werden. Der PFR sagt nur etwas &uuml;ber die H&auml;ufigkeit der Raises aus, aber er gibt keine Auskunft mit welchen H&auml;nden der Gegner raist: Der eine Gegner raist vielleicht die Top 20% aus dem Equilator, ein anderer die Top 10% immer und die 10-30% nur in der H&auml;lfte der F&auml;lle.<\/p><p class=\"emoNormal\">Eine Calling-Station mit 4 PFR muss nicht zwangsl&auml;ufig die Top 4% raisen. Oftmals raisen Fische mit niedrigem PFR dann, wenn sie Lust dazu haben, relativ unabh&auml;ngig vom direkten Holding.<\/p><p class=\"emoNormal\">Um von den Stats auf die Range zu schlie&szlig;en, ist immer noch ein Transformationsproze&szlig; n&ouml;tig, in denen spezielle Annahmen &uuml;ber den Gegner einflie&szlig;en. Wenn ein Gegner mit einem PFR von 18 und einem ATS von 35 vom BU openraist, ist es zwar sinnvoll anzunehmen, er w&uuml;rde nach ORC-Range spielen, allerdings kann man das nicht wissen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es ist lediglich eine Sch&auml;tzung, in der wir die Stats mit Hilfe von Logik, Erfahrung, History etc. in eine Range transformieren. Und wer im Pokern am besten sch&auml;tzen kann, gewinnt auch das meiste Geld.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>STATS UND READS <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Wenn ich wei&szlig;, was eine bestimmte Aktion meines Gegner bedeutet, dann habe ich einen Read auf ihn. Stats sind ein Teil der Reads, aber noch lange nicht die einzigen. Wenn ich wei&szlig;, dass mein Gegner marginale H&auml;nde wie Bottom-Pair overplayt, n&uuml;tzt mir das mehr als sein AF. Zu wissen, ob ein Gegner seine Draws am Flop for Freecard cappt, ob ein passiver Fisch mit seinen starken Draws semiblufft, mit welchen H&auml;nden der Gegner in uns reindonkt, das alles sind Reads. Solche Informationen kann man nicht durch Stats gewinnen, sondern nur durch Beobachtung der Gegner.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\" style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>ZUSAMMENHANG VPIP, AF und WTS <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">Die Stats VPIP, AF und WTS sind nicht unabh&auml;ngig voneinander. Ein Gegner mit einem hohen VPIP h&auml;lt durchschnittlich schw&auml;chere H&auml;nde am Flop als ein Gegner mit niedrigem VPIP. Wenn beide Spieler postflop gleich loose bzw. tight und gleich aggressiv bzw. passiv spielen, dann h&auml;tte der Spieler mit dem hohen VPIP einen niedrigeren WTS.<\/p><p class=\"emoNormal\">W&uuml;rden zum Beispiel ein 90 VPIP Fisch und ein 10 VPIP Rock am Flop jeweils fit or fold spielen, dann m&uuml;sste der Fisch einen viel gr&ouml;&szlig;eren Teil seiner Range check\/folden als der Rock. Der Grund, weshalb viele Calling-Stations trotzdem so einen hohen WTS haben, ist, dass sie zum einem auch postflop viel zu loose sind und dass sie zum anderen zu passiv spielen.<\/p><p class=\"emoNormal\">=&gt; hat ein Spieler einen hohen VPIP <u>und<\/u> einen hohen WTS, spielt er postflop extrem loose<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein hoher AF f&uuml;hrt auf einen niedrigen WTS. Erstens gewinnt man durch aggressives Spiel mehr P&ouml;tte ohne Showdown und zweitens berechnet sich der AF als (Bets+Raises)\/Calls. Wenn ich also nie calle, habe ich einen unendlich hohen AF.<\/p><p class=\"emoNormal\">=&gt; hat ein Spieler einen hohen AF <u>und<\/u> einen hohen WTS, spielt er postflop sehr aggressiv<\/p><p class=\"emoNormal\">Erfahrungsgem&auml;&szlig;t ist es nun noch so, dass loose Fische mit hohem VPIP preflop und hohem WTS postflop oftmals niedrige AFs haben. Calling-Stations haben so um die 0.6 AF. Trifft man nun auf einen dieser loosen Spieler mit jedoch 1.3 AF, so ist Vorsicht geboten, da er postflop aggressiv ist. Er macht ab und zu Semibluffs und in manchen Spots auch pure Bluffs. Man sollte also VPIP, AF und WTS in Kombination betrachten.<\/p><p class=\"emoListintro\"><b> Beispiele: Welcher Spielertyp hat solche Stats? <\/b><\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>(25\/18\/2.5\/37) ....TAG<\/li>\n<li>(60\/04\/0.5\/48) ....Calling-Station<\/li>\n<li>(60\/04\/1.2\/45) ....Calling-Station, aggressiv mit Draws und zu Bluffs f&auml;hig<\/li>\n<li>(69\/33\/2.2\/45) ....Maniac<\/li>\n<li>(35\/25\/2.4\/44) ....LAG<\/li>\n<li>(35\/10\/1.1\/41) ....semilooser, weak-passiver Spieler<\/li>\n<\/ul><h1>Fazit<\/h1><p class=\"emoNormal\">Stats sind ein wichtiges Hilfsmittel. Sie erm&ouml;glichen zum einen die eigene Spieleinsch&auml;tzung und zum anderen das bessere Beurteilen der Gegner. Die eigene Wahrnehmung und Beobachtung sind zwar auch wichtig, allerdings sind diese immer subjektiv.<\/p><p class=\"emoNormal\">Stats dagegen sind objektiv. Ich kann mir zwar subjektiv einreden, ich w&uuml;rde nur ab und zu mal eine Hand au&szlig;erhalb des ORC spielen, doch wenn mein VPIP 33 ist, dann kann ich das nicht mehr sch&ouml;nreden.<\/p><p class=\"emoNormal\">In diesem Artikel wurden Referenzen empfohlen, mit denen man sein eigenes Spiel vergleichen kann. Doch trotz der Objektivit&auml;t der Werte, gibt es noch gen&uuml;gend Interpretationsspielraum, da die dynamische Komponente des Pokerns eine Anpassung an die verschiedenen Game-Texturen erfordert. Man sollte daher nicht versuchen seine eigenen Stats nur deshalb zu ver&auml;ndern, damit sie besser aussehen. Vielmehr sollte man nach passenden Spots suchen. Am besten findet man diese, wenn man spezielle H&auml;nde bespricht, sei es in Coachings, Handbewertungen, Videos oder Diskussionen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel gibt dir einen \u00dcberblick \u00fcber und Interpreationshilfen bzw. 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