	{"id":52822,"date":"2009-10-20T05:06:00","date_gmt":"2009-10-20T05:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/crushing-nl50-postflop-konzepte-2\/"},"modified":"2026-03-12T09:24:24","modified_gmt":"2026-03-12T09:24:24","slug":"crushing-nl50-postflop-konzepte-2","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/crushing-nl50-postflop-konzepte-2\/","title":{"rendered":"Crushing NL 50 3\/6 - Postflop: Weiterf\u00fchrende Konzepte"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Crushing NL 50 3\/6 - Postflop: Weiterf&uuml;hrende Konzepte<\/h1><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border-bottom: 0px solid #ffffff\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/psmag\/bilder\/bild_kolumne.jpg\" width=\"100%\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">&raquo; KOLUMNE<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h1 style=\"color: #d5002d;margin-top: 24px;margin-bottom: 6px;padding-bottom: 0pt\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Education\/articles\/Crushing_NL50\/crushing6.png\" align=\"right\" height=\"83\" width=\"168\"><\/h1><h1 style=\"color: #d5002d;margin-top: 24px;margin-bottom: 6px;padding-bottom: 0pt\">Crushing NL 50 (3\/6)<br> Postflop: Weiterf&uuml;hrende Konzepte<\/h1><p style=\"margin: 0pt;padding: 0pt 0pt 18px\"><i>von Hasenbraten<\/i><\/p><p class=\"emoNormal\">In diesem Teil der Kolumnenreihe &bdquo;Crushing NL 50&ldquo; geht es um weitere Grundkonzepte des Postflopspiels. Diese sind konkreter als diejenigen aus dem letzten Teil. Im Einzelnen lernst du heute, was eine Range ist und wie du damit arbeitest, wie du die Range deiner Gegner bestimmen kannst.Au&szlig;erdem wird das Spiel in Way ahead - Way behind Situationen besprochen, sowie auf Potcontrol, Protection und Value eingegangen.<\/p><h1 style=\"color: #d5002d;margin-top: 24px\" align=\"left\">Denken in Ranges<\/h1><p class=\"emoNormal\">Eine Range ist zun&auml;chst eine Menge von H&auml;nden. Eine einzelne Hand wie <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> ist eine sehr spezifische Range, eine weniger spezifische Range w&auml;re AQs+, AKo, QQ+.<\/p><p class=\"emoNormal\">Oft wird der Begriff Range auch f&uuml;r die spezielle Range gebraucht, welche man bei einem Gegner in einer bestimmten Situation erwartungsgem&auml;&szlig; halten kann. Um diese Angaben abzuk&uuml;rzen bietet sich die XY+ Schreibweise an.&nbsp;<\/p><p class=\"emoNormal\">Das + bedeutet hierbei zum einen die Erh&ouml;hung eines Kickers, z.B. beinhaltet AT+ auch AT, AJ, AQ, AK sowohl offsuited als auch suited. Dieser Unterschied kann durch z.B. AJo+, ATs+ gekennzeichnet werden. Dies ist nun die Range ATs, AJs, AQs, AKs, AJo, AQo, AKo. Zum anderen kann + st&auml;rkere H&auml;nde der selben Kategorie bedeuten, hierbei steht dann 65s+ f&uuml;r 65s, 67s, 87s usw.<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">Wie denkst du jetzt in Ranges?<\/div><p class=\"emoNormal\">Du musst dir klar machen, dass ein Gegner nie eine einzelne Hand spielt, sondern eben eine Range. Versuche in Ranges zu denken. Erst dann kannst du Handreading sinnvoll betreiben. Auch f&uuml;r die Absch&auml;tzung der Equity ist ein Denken in Ranges unerl&auml;sslich.<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">Was genau ist die Equity?<\/div><p class=\"emoNormal\">Der Begriff wurde im letzten Artikel schon einmal angerissen, da er hier in pr&auml;ziserer Form auftreten wird, soll er noch einmal erl&auml;utert werden. Die Equity einer Range gegen eine andere Range bezeichnet den Grenzwert in Anteilen des Pots, den die jeweiligen Ranges unter Ber&uuml;cksichtigung des Boards erhalten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Eine Range kann hierbei nat&uuml;rlich zwischen der pr&auml;zisen Angabe einer genauen Hand und der unpr&auml;zisesten Angabe any 2 variieren. Ein Gef&uuml;hl f&uuml;r die Equity ist im Poker unerl&auml;sslich. Wenn du dir in einigen Situationen unsicher warst, solltest du nach der Session den Equilator zu Rate zu ziehen und die Hand genau analysieren.<\/p><p class=\"emoListintro\">Nun einige Beispiele zur Equity in verschiedenen Situationen:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Toppair gegen Flushdraw mit Undercards: 65% gegen 35%<\/li>\n<li>Toppair gegen Flushdraw mit 2 Overcards: 48% gegen 51%<\/li>\n<li>Set gegen open-ended Straightdraw und Flushdraw: 60% gegen 40%<\/li>\n<li>QQ gegen die Range QQ+, AK: 40% gegen 60%<\/li>\n<li>Toppair gegen Toppair mit schlechterem Kicker: 86% gegen 13%<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Je nach Board k&ouml;nnen diese Werte nat&uuml;rlich geringf&uuml;gig schwanken, die Werte sind jedoch trotzdem sehr gute Anhaltspunkte f&uuml;r das eigene Spiel.<\/p><h1 style=\"color: #d5002d;margin-top: 24px\" align=\"left\">Handreading<\/h1><p class=\"emoNormal\">Kommen wir nun zum praktischen Punkt dieses Artikels: dem Handreading.<\/p><p class=\"emoNormal\">Handreading ist das Bestimmen einer gegnerischen Range anhand gegebener Informationen. Dieser Prozess erfordert unter anderem viel Erfahrung, egal wie viel theoretische Inhalte du bearbeitest. Handreading findet am Tisch statt. Du kommst nicht darum herum, es selbst durchzuf&uuml;hren und aus deinen Fehlern zu lernen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Handreading vollziehst du anhand eines Reduktionsprinzips. Solange kein Spieler vom Dealer bevorzugt wird, sitzen zu Beginn einer Hand an deinem Tisch 9 Spieler mit einer Range von any 2, deine Hand ist dir ja bekannt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Nun werden diese Spieler Aktionen machen. Wenn ein Spieler jetzt raist, ver&auml;ndert sich seine Range, denn er raist ja nicht any 2, sondern eine kleinere Range. Diese h&auml;ngt sowohl von seinem Spielertyp als auch von seiner Position und den Aktionen anderer Spieler ab.<\/p><p class=\"emoNormal\">Falls zum Beispiel zum Cutoff gefoldet wird und dieser erh&ouml;ht, so hat er vielleicht eine Range von 22+, A7s+, ATo+, 78s+, T9o+, QTo+, KT+. Um das zu pr&auml;zisieren, solltest du wie immer alle vorhanden Informationen einflie&szlig;en lassen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein tighter Spieler wird vielleicht weniger H&auml;nde raisen, ein looser vielleicht mehr. Bei jeder weiteren Aktion, die dieser Spieler im Verlauf der Hand macht, kann sich diese Range verkleinern.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wichtig ist dabei: Die Range kann nicht mehr erweitert werden. Eine Hand, die ein Spieler vor dem Flop nicht raisen w&uuml;rde, kann nicht nach dem Flop pl&ouml;tzlich in seiner Range auftauchen. Allerdings ist kein Handreading zu 100% perfekt, weswegen sich nat&uuml;rlich aufgrund urspr&uuml;nglich falscher Annahmen weitere falsche Schl&uuml;sse ergeben k&ouml;nnen.<\/p><p class=\"emoListintro\">Um dies direkt an einem Beispiel zu verdeutlichen:<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">BEISPIEL 1<\/div><p class=\"emoNormal\"><b>100BB Stacks<\/b><br> CO <i>(TAG)<\/i><br> BU <i>(Callingstation) <\/i><\/p><p class=\"emoNormal\"><b>Preflop:<\/b> all fold, <font color=\"#ff0000\">CO raises 4BB,<\/font>BU calls 4BB, 2 folds<\/p><p class=\"emoNormal\">Aufgrund deiner Einsch&auml;tzung als TAG gibst du dem CO folgende Range. A2s+, ATo+, 78s+, T9o+, QTo+, KT+, JT.<\/p><p class=\"emoNormal\">F&uuml;r den BU ist etwa folgende Range realistisch: 22-JJ, A2-AQ, 45+ 46+ 58+, Q2+, K2+, J5+, T5+<\/p><p class=\"emoNormal\">Diese Range ist sehr weit, er wird auch nicht immer mit jeder dieser H&auml;nde coldcallen, vielleicht eben die Broadways immer, die kleineren Connectors nicht, dennoch kommen sie oft genug vor, um in die Range aufgenommen zu werden.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b>Flop:<\/b> <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><br> <font color=\"#000000\">CO bets 7BB, BU calls 7BB&nbsp;<\/font><\/p><p class=\"emoNormal\">Der TAG wird hier gegen den Fisch wohl nicht mehr 100% out of Position betten. Man k&ouml;nnte ihm hier TX+ sowie Draws wie Flushdraws, QJ f&uuml;r den OESD sowie AQ, AJ mit Gutshot und Overcard geben. Also ist die Range des TAGs jetzt etwa: Ah2h+, KT+, QJ, JT+, 22, TT+<\/p><p class=\"emoNormal\">Dem Namen nach wird die Callingstation hier wohl sehr viel callen. Eventuell jedes Pair, jeden Flushdraw, jeden Straightdraw, ab und an auch Ace high. Seine Range ist also: 2Q+ (Also Q2, K2, A2 f&uuml;r m&ouml;gliche Zweier), T5+, K2+, QJ, AJ, AQ, J9, Q9, XhYh. Dazu kommen auch immer einige Randomcalls von anderen H&auml;nden, wie vielleicht One-Card-Backdoor-Flushdraws oder Ace high und &auml;hnliches. Auch m&ouml;glich sind Twopair+ H&auml;nde, die eben nicht immer geraist werden.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b>Turn:<\/b> <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><br> CO checks,<\/p><p class=\"emoNormal\">Made Hands wird der CO h&auml;ufig noch einmal betten, mindestens Toppair+. Eine Bet mit Tx+ w&auml;re auch nicht schlecht, wird aber nicht immer gesetzt. Bleiben diese made Hands sowie Draws, die nicht stark genug f&uuml;r einen weiteren Bluff sind. Hast du urspr&uuml;nglich einen Fehler gemacht und er blufft &ouml;fter pur, so gibt er diese eben jetzt auch auf.<\/p><p class=\"emoListintro\">Nimm einmal Folgendes an:<\/p><p class=\"emoNormal\">CO: JT, T9 als schw&auml;chere made Hands, AQ, AJ, QJ, <b>X<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><b>Y<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> ohne Draw.<\/p><p class=\"emoNormal\"><font color=\"#ff0000\">BU bets 15BB, CO raises All-In&nbsp;<\/font><\/p><p class=\"emoNormal\">Hier wird der sonst eher passive BU wohl meist eine Hand haben. Da er am Flop nicht zwingend starke H&auml;nde raist, wird er wohl meist Kx oder etwas St&auml;rkeres haben, ab und an auch schlechtere H&auml;nde oder einen Draw.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der Raise passt nicht ins Bild. Es gibt eigentlich keine Hand aus der Range des TAGs, die er hier gegen eine Demonstration von St&auml;rke des BU so spielen w&uuml;rde. Entweder war die Rangeanalyse schon vorher irgendwo unkorrekt oder die Annahme &uuml;ber sein Spiel mit der Range war unkorrekt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Passiert dies im Spiel, solltest du schnellstm&ouml;glich versuchen, den Fehler zu finden und auszubessern. Gelingt dies nicht, bleibt dir noch eine M&ouml;glichkeit: &bdquo;Vergiss&ldquo; die urspr&uuml;ngliche Rangebetrachtung und frage dich, ob dieses Play ein Bluff, ein Semibluff oder ein Valueplay sein kann und mit welcher Wahrscheinlichkeit.<\/p><p class=\"emoListintro\">Erwartest du keinen Bluff oder Semibluff, musst du deine Equity gegen eine Valuerange absch&auml;tzen, wobei du hier durchaus H&auml;nde ber&uuml;cksichtigen musst, die du eigentlich ausgeschlossen hattest. Denn irgendeine Hand muss dein Gegner ja haben. F&uuml;r dich am Tisch wendest du das Handreading am Besten wie folgt an:<\/p><p class=\"emoNormal\">Bestimme die gegnerische Range. Triff Annahmen &uuml;ber m&ouml;gliche Reaktionen von Teilen der gegnerischen Range. Triff auf dieser Basis die in der Summe aller M&ouml;glichkeiten profitabelste Entscheidung.<\/p><p class=\"emoListintro\">&bdquo;Profitabel&ldquo; l&auml;sst sich in diesem Fall auch mathematisch angeben. Je mehr M&ouml;glichkeiten ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen, desto umst&auml;ndlicher wird dies. Als Grundformel dient folgendes:<\/p><p style=\"margin-left: 12px;margin-top: 0pt;padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\"><i> EV = Pfold * Pot + ( 1 &ndash; Pfold ) * ( Equity * ( Pot + Bet ) - ( 1- Equity ) * Bet )<\/i><\/p><p class=\"emoNormal\">Pfold ist die Wahrscheinlichkeit eines gegnerischen Folds, Pot der Pot ohne deinen Einsatz und Equity dein Anteil am Pot. Um die Profitabilit&auml;t abzusch&auml;tzen, setzt man EV=0 und l&ouml;st zu einer gefragten Gr&ouml;&szlig;e oder einem gefragten Verh&auml;ltnis auf.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es gilt hierbei f&uuml;r einen Call Pfold = 0, f&uuml;r einen Bluff Equity = 0. Als Beispiel soll hier einmal die ben&ouml;tigte Foldequity f&uuml;r einen puren Bluff berechnet werden:<\/p><p style=\"margin-left: 12px;margin-top: 0pt;padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\"><i>0 = Pfold * Pot + ( 1 &ndash; Pfold ) * ( 0 * (Pot + Bet) - ( 1-0 ) * Bet) = Pfold * Pot &ndash; (1-Pfold)*Bet<\/i><\/p><p class=\"emoNormal\">In Abh&auml;ngigkeit der Betgr&ouml;&szlig;e ergibt sich also Pfold = Bet\/(Bet+Pot). Betrachtest du jetzt die Betgr&ouml;&szlig;e in Teilen des Pots, ergibt dies Pfold = Bet%\/(Bet%+1) mit Bet% = Bet\/Pot. Soll ein Bluff mit einer Potsizebet profitabel sein, brauchst du also einen Fold in 1\/(1+1)=0.5, also in einem von zwei F&auml;llen. Setzt du hingegen nur halben Pot, so muss dein Gegner in &frac12; \/ (&frac12; + 1) = 1\/3, also in einem von drei F&auml;llen folden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Diese und &auml;hnliche Berechnungen bilden die Basis einer mathematischen Analyse von Erwartungswerten. In schwierigeren F&auml;llen brauchst du noch eine Rangeanalyse, um die Equity zu bestimmen und musst auch eventuell verschiedene Szenarien ber&uuml;cksichtigen (Wenn etwa drei Spieler beteiligt sind, kann es zu einem Fold beider, jeweils einem oder keinem Gegner kommen).<\/p><p class=\"emoNormal\">Im Zweifelsfall kann man hiermit zumindest eine grobe Aussage &uuml;ber Erwartungswerte treffen, da ja keine Annahme beliebig genau getroffen werden kann. So l&ouml;st man sich auch von schwammigen Aussagen wie &bdquo;Ich glaube, das ist gut so&ldquo;  hin zu fundierteren Aussagen wie &bdquo;Ich berechne das so und das Ergebnis besagt jenes&ldquo;, die bessere &Uuml;berpr&uuml;fbarkeit bieten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Leider sind insgesamt nur wenige Entscheidungen so detailliert &uuml;berpr&uuml;fbar. Gerade zu Beginn einer Hand ist es aufgrund der F&uuml;lle an m&ouml;glichen Szenarien und der Summierung der Fehler bei Annahmen &uuml;ber diese nicht oder nur schwer m&ouml;glich, mathematisch fundierte Aussagen zu treffen.<\/p><h1 style=\"color: #d5002d;margin-top: 24px\" align=\"left\">Way ahead - Way behind<\/h1><p class=\"emoListintro\">L&ouml;sen wir uns nun von dem sehr trockenen mathematischen Teil und gehen nach dem ersten praktischen Teil des Handreadings zu weiteren Postflopkonzepten &uuml;ber. Das erste nennt sich Way ahead - Way behind oder kurz WA\/WB. Es beschreibt eine bestimmte Situation auf die folgendes zutrifft:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Gegen einen Teil der gegnerischen Range hast du sehr viel Equity.<\/li>\n<li>Gegen einen Teil der gegnerischen Range hast du sehr wenig Equity.<\/li>\n<li>Beide Teile sind etwa gleich wahrscheinlich.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoListintro\">Aus diesen Annahmen ergibt sich eine relativ einfache Spielempfehlung f&uuml;r dich, denn:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Du musst deine Hand nicht vor Draws sch&uuml;tzen.<\/li>\n<li>Gegen Aggression wird dein Gegner schlechtere H&auml;nde oft aufgeben.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Zusammen f&uuml;hrt das dazu, dass du versuchen solltest, passiv zum Showdown zu kommen. Diese Spielweise maximiert die Gewinne, da schlechtere H&auml;nde in der Hand bleiben und du dem Gegner nicht die Chance auf Bluffs nimmst. Zum anderen minimierst du auch deine Verluste, da du den Pot nicht &uuml;ber das n&ouml;tige Ma&szlig; hinaus vergr&ouml;&szlig;erst.<\/p><p>Hervorzuheben ist noch die Tatsache, dass keine WA\/WB-Situation vorliegt, wenn du entweder sehr oft vorn und sehr selten hinten bist oder eben umgekehrt. Hast du z.B. KK und glaubst nicht, dass dein Gegner AK spielt, bist du zwar entweder weit vorn gegen alles au&szlig;er AA oder gegen eben diese hinten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Allerdings ist es in der Regel wahrscheinlicher, dass dein Gegner ein schlechteres als ein besseres Pair spielt, weswegen WA\/WB nicht greift. Gleiches gilt f&uuml;r 77. Zwar bist du gegen kleinere Paare vorne, f&uuml;r ein All-In oder &auml;hnliches wird dein Gegner aber fast ausschlie&szlig;lich gr&ouml;&szlig;ere Paare nehmen, weswegen die Annahme &uuml;ber die Auftrittswahrscheinlichkeiten nicht zutrifft.<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">Beispiel 2<\/div><p class=\"emoNormal\"><b>100BB Stacks<br> <\/b><i>(Keine Informationen) <\/i><\/p><p class=\"emoNormal\"><b>Preflop:<\/b> Hero is CO with JJ<br> <font color=\"#999999\"><i>6 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises 4BB<\/font>, <font color=\"#999999\">2 folds<\/font>, BB calls 3BB<\/p><p class=\"emoNormal\"><b>Flop:<\/b> <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>6<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">; Pot 8BB<br> BB checks<\/p><p class=\"emoListintro\">Nun gut, du hast 2nd Pair. Bist du hinten, verf&uuml;gst du nur &uuml;ber zwei Outs, bist du vorn, hat dein Gegner maximal 5 Outs, au&szlig;er er h&auml;lt 45. Es sieht so aus, als w&uuml;rde WA\/WB greifen. Tut es auch fast, dennoch &uuml;berwiegen die Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Bet:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Es gibt doch noch einige H&auml;nde, die schlechter sind und gegen Aggression nicht folden (andere 2nd Pairs).<\/li>\n<li>W&uuml;rdest du die Hand nur checken, w&auml;re damit deine Range zum Betten eines solchen Flops nicht gut gew&auml;hlt, da du hier ja auch gerne bluffbetten m&ouml;chtest.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Hero bets 6BB, BB calls 6BB<\/p><p class=\"emoNormal\"><b>Turn:<\/b> <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"><br> BB checks<\/p><p class=\"emoNormal\">Die 3 ist eine Blank, dein Gegner kann hier gut entweder eine bessere Hand (Qx) oder eben eine schlechtere (6X oder Pocket) halten. Bettest du, foldet er letztere meistens, protecten musst du auch nicht. Eine zweite Bluffbet wirst du hier nicht sonderlich oft machen, damit kannst du jetzt gut WA\/WB spielen und behindchecken.<\/p><p class=\"emoNormal\">Hero checks<\/p><p class=\"emoNormal\"><b>River:<\/b> <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"><br> BB checks<\/p><p>Hier kannst du nun sogar noch einmal for Value betten. Die meisten H&auml;nde die dich schlagen, w&uuml;rde er anders spielen. Setzt du noch einmal etwa halben Pot, bekommst du oft noch einen Call von schlechteren Paaren.<\/p><p class=\"emoNormal\">W&uuml;rde BB am River aber beispielweise 12BB betten, w&auml;re die Antwort nicht ganz so klar. Mit der Demonstration von Schw&auml;che am Turn kann man den River hier oft callen. Dein Gegner k&ouml;nnte hier eventuell sogar schlechtere Paare for Value oder als Block betten oder H&auml;nde wie 45 bluffen. Insgesamt ist es aber immer noch zu gegnerabh&auml;ngig, als dass man eine allgemeine Empfehlung aussprechen k&ouml;nnte.<\/p><h1 style=\"color: #d5002d;margin-top: 24px\" align=\"left\">Potcontrol, Protection &amp; Value<\/h1><p class=\"emoListintro\">Drei Bezeichnungen, drei Situationen und drei Zielformulierungen:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><b>Potcontrol<\/b> bedeutet, dass du mit einer mittelstarken Hand den Pot klein halten m&ouml;chtest. Sie f&uuml;hrt zu einer passiven Spielweise.<\/li>\n<li><b>Protection<\/b> bedeutet, mit einer made Hand verhindern zu wollen, dass ein Gegner seine Hand verbessert. Sie f&uuml;hrt zu einer aggressiven Spielweise.<\/li>\n<li><b>Value<\/b> bedeutet, den Pot unter der Annahme, die beste Hand zu halten, zu vergr&ouml;&szlig;ern. Auch dies f&uuml;hrt zu einer aggressiven Spielweise.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Offensichtlich sind diese Prinzipien gegens&auml;tzlich und nicht immer ist klar, welches du verfolgen solltest. H&auml;ltst du die bestm&ouml;gliche oder eine der bestm&ouml;glichen H&auml;nde, ist es in der Regel klar: Du spielst for Value.<\/p><p class=\"emoNormal\">Probleme gibt es bei einer &Uuml;berschneidung von Potcontrol mit Protection und\/oder mit Valuesituationen. Zum Beispiel wenn du ein Overpair auf einem trockenen Board h&auml;ltst. Dein Gegner k&ouml;nnte ein Set oder zwei Paare halten und du w&auml;rst geschlagen. Gegen diese H&auml;nde solltest du auf Potcontrol spielen oder sogar folden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Hat dein Gegner dagegen zum Beispiel ein Toppair, solltest du auf Value spielen, da er ja auch eine Hand hat, die oft einiges zu investieren bereit ist.<\/p><p class=\"emoListintro\">M&ouml;gliche Situationen f&uuml;r Potcontrol vs Value w&auml;ren:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>TT auf 923r, KQ auf KT5r usw.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoListintro\">M&ouml;gliche Situationen f&uuml;r Potcontrol vs Protection w&auml;ren:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>JJ auf <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">; KJ auf <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">; 22 auf <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>8<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">,  <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> usw.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Jede einzelne von diesen Situationen ist so einfach dargestellt nicht entscheidbar. Im Einzelfall musst du dir mit Hilfe des Handreadings einen Plan erstellen und absch&auml;tzen, wie ein bestimmter Gegner eine bestimmte Hand spielen wird. Spielt er Draws eher aktiv oder passiv, slowplayt er vielleicht viel,  raist er oft am Flop und wenn ja womit, mit welchen H&auml;nden geht er zum Showdown, foldet er Toppair h&auml;ufig usw.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bei all diesen Fragen musst du im Hinterkopf behalten, dass der Spieler durch das Preflopspiel ja in der Regel seine Range schon einmal stark einschr&auml;nkt (von 100% auf je nach Situation vielleicht 2%-30%).<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"100%\" style=\"border: 1px solid #d6002d;margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">&raquo; ZUSAMMENFASSUNG<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p class=\"emoNormal\">Du hast nun mit den bearbeiteten theoretischen Inhalten die Grundlage f&uuml;r das Schlagen der Fullringgames gelegt. Sowohl dein Preflop- als auch den Postflopspiel sollte solide genug sein, dass du dich im n&auml;chsten Teil mit einem Umstieg auf Shorthanded auseinandersetzen kannst.<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">Das ist zwar nicht zwingend notwendig, wird aber dennoch von den meisten Spielern fr&uuml;her oder sp&auml;ter gemacht. Im n&auml;chsten Artikel kommt speziell das Preflopspiel Shorthanded zusammen mit dem Openraisingchart zur Sprache. In den danach folgenden Teilen werden weiterf&uuml;hrende Konzepte und Spielweisen besprochen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" class=\"emoLinkbox\" style=\"margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" height=\"25\" width=\"33\"><\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Verwandte Artikel:<br> <\/b><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1647\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\">Crushing NL 50 (1\/6) - 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Part 1<\/a><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6616\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\">No-Limit Theorieserie \"Crushing No-Limit 50\" - Part 2<\/a><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6616\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6666\">No-Limit Theorieserie \"Crushing No-Limit 50\" - Part 3<\/a><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6616\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6826\">No-Limit Theorieserie \"Crushing No-Limit 50\" - 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Part 7<\/a><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6616\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/7576\">No-Limit Theorieserie \"Crushing No-Limit 50\" - Part 8<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Crushing NL 50 3\/6 - Postflop: Weiterf&uuml;hrende Konzepte &raquo; KOLUMNE Crushing NL 50 (3\/6) Postflop: Weiterf&uuml;hrende Konzeptevon HasenbratenIn diesem Teil [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[189],"strategy_level":[114],"class_list":["post-52822","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-no-limit-bss"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - 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