	{"id":52823,"date":"2009-10-01T17:39:00","date_gmt":"2009-10-01T17:39:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/crushing-nl50-gegner-1\/"},"modified":"2026-03-12T09:24:25","modified_gmt":"2026-03-12T09:24:25","slug":"crushing-nl50-gegner-1","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/crushing-nl50-gegner-1\/","title":{"rendered":"Crushing NL 50 4\/6 - Gegnerspezifisches Play"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Crushing NL 50 4\/6 - Gegnerspezifisches Play<\/h1><table border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border-bottom: 0px solid #ffffff\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/psmag\/bilder\/bild_kolumne.jpg\" width=\"100%\">\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">\n\t\t\t&raquo; KOLUMNE\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h1 style=\"color: #d5002d;margin-top: 24px;margin-bottom: 6px;padding-bottom: 0pt\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Education\/articles\/Crushing_NL50\/crushing6.png\" align=\"right\" height=\"83\" width=\"168\"><\/h1><h1 style=\"color: #d5002d;margin-top: 24px;margin-bottom: 6px;padding-bottom: 0pt\">Crushing NL 50 (4\/6)<br>\nGegnerspezifisches Play<br>\n<\/h1><p style=\"margin: 0pt;padding: 0pt 0pt 18px\">\n<i>von Hasenbraten<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm Verlauf dieser Artikelserie hast du bis jetzt schon einiges gelernt. Du hast dich &uuml;ber die Verbesserung deines Fullring-Preflopspiels hinweg vom Starting Hand Chart gel&ouml;st und bist nun &uuml;ber das Kennenlernen allgemeiner theoretischer Grundlagen des Postflopspiels bei den Inhalten zum Shorthandedgame gelandet.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm letzten Artikel hast du eine erste Hilfe f&uuml;r deinen Ein- bzw. Umstieg erhalten: Das Openraisingchart. Auf dieser soliden Basis soll nun in den letzten Teilen ein besonderes Augenmerk auf das Einbeziehen und Ausnutzen gegnerischer Schw&auml;chen gelegt werden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDies verleiht dir den letzten Schliff und sorgt, richtig angewendet, daf&uuml;r, dass du dein Limit nicht nur schl&auml;gst, sondern auch f&uuml;r gute Spieler auf diesem ein unangenehmer Gegner bist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDazu noch eines vorweg: Es werden jetzt fortgeschrittene Konzepte betrachtet. Gerade dabei ist es nun wirklich nicht mehr m&ouml;glich, Lehrbuchpoker zu spielen. Vielmehr solltest du diese Artikel als Denkst&uuml;tze oder Trainingshandbuch sehen und damit arbeiten.\n<\/p><h1 style=\"color: #d5002d;margin-top: 24px\" align=\"left\"> Exploiting<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDieses Wort tauchte bis jetzt eigentlich nicht auf, dennoch bestimmt es viele Spielz&uuml;ge auf h&ouml;herem Niveau. Was bedeutet Exploiting?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nExploiting bedeutet systematisches Ausnutzen gegnerischer Schw&auml;chen. Aufgrund bestimmter Verhaltensmuster sucht man im Spiel der anderen Spieler nach Situationen, in denen eine bestimmte Aktion oder Aktionenfolge enorm profitabel ist, was auf Fehlern der Gegner beruht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin perfekter Spieler ist nicht exploitbar, da er in jeder Situation entweder H&auml;nde aus jeder Kategorie halten kann oder sich dessen zumindest bewusst ist (also zum Beispiel Herocalls machen kann). In der Praxis ist aber kein Spieler perfekt. Das bedeutet, du kannst bei jedem deiner Gegner m&ouml;gliche Exploits finden, du musst nur lange und genau genug danach suchen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nJe besser ein Spieler ist, desto weniger solcher Fehler wirst du finden. Genauso werden sie immer schwerer zu erkennen sein. Das beschreibt den theoretischen Unterbau zu Exploits. Da auch dieses Konzept nicht oder falsch verstanden nur Schall und Rauch ist, sollen dir auch hier einige Beispiele helfen. Welche Spielweisen sind also exploitbar?\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nZum Einen muss sie eine pr&auml;zise Information &uuml;ber die gegnerische Range liefern, zum anderen muss daraus auch eine m&ouml;gliche Aktion f&uuml;r dich resultieren, die gegen diese Range sehr profitabel ist.<br>\nNehmen wir als Beispiel folgende Situation:\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">\nBEISPIEL 1\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\n<b>100BB Stacks<br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop:<\/b> <font color=\"#999999\"><i>6 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">CO raises 4BB<\/font>, BU calls 4BB, <font color=\"#999999\"><i>2 folds<\/i><\/font>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Flop:<\/b> <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">  Pot 9.5BB<br>\n<font color=\"#ff0000\">CO bets 6BB<br>\n<\/font>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nEine Continuationbet. Die meisten Spieler machen sie, die Frage ist aber, ob man sie exploiten kann? Die Antwort ist: Es kommt darauf an. Oft ist es m&ouml;glich. Dazu eine kleine Rechnung: Nimm an, der CO ist einigerma&szlig;en tight-aggressive und kennt den BU nicht. Seine Range preflop wird vielleicht so aussehen:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n22+,A6s+,KTs+,Q9s+,J9s+,T9s,98s,87s,76s,65s,54s,ATo+,KTo+,QTo+,J9o+,T9o,98o,87o\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas sind etwa 25% aller H&auml;nde bzw. 334 Handkombinationen. Auf ein fiktives Raise des BU wird er etwa Toppair+ und starke Straightdraws weiterspielen, also T9 &ndash; AT, JJ+, 33, 99, TT, QJ. Das sind noch 4*6 (Pairs) + 4*12 (Top Pairs) + 6 (2 Pair) + 9 (Sets) +16 (Draw), also 103 Kombinationen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nJetzt stellt sich die Frage nach der Continuationbet-Range des CO. Mit dieser steht und f&auml;llt unter der gegebenen Range, die CO weiterspielt, ein m&ouml;glicher Exploit der Continuationbet.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNimm an, BU raist hier 18BB. Er investiert also 18BB, um 15.5BB zu gewinnen. Damit ben&ouml;tigt er nach der EV-Formel f&uuml;r einen Bluff in etwa 54% der F&auml;lle einen Fold. CO spielt von seiner Prefloprange 103\/334 = 30% weiter.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBettet er am Flop also mehr als etwa 68% seiner Range, kann CO einen 100% profitablen Raise machen, ungeachtet seiner eigenen Hand. Dazu sei noch darauf hingewiesen, dass die Range, die CO am Flop auf ein Raise weiterspielt, relativ loose ist. H&auml;ufig ist diese aber auch tighter.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDie Range, die er vor dem Flop raist, ist relativ tight, h&auml;ufig ist diese looser. W&uuml;rde der CO 30% openraisen und am Flop nicht alle Kombinationen von QJ und nur TPTK+ weiterspielen, erg&auml;be sich folgendes:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nCO spielt preflop etwa 400 Kombinationen. Er spielt auf ein Raise z.B. 12x AT, 6x T9, 8x QJ, 9x Sets, 4x6 Overpairs = 59 Kombinationen weiter, also 59\/400 = 15% seiner Range. Hier erg&auml;be sich nun eine Grenzfrequenz von Continuationbets von nur etwa 33%. Im ersten Beispiel ist es nicht so stark, vielleicht betten einige Spieler dort 100% und sind exploitbar, im zweiten Beispiel ist es sehr viel deutlicher.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDie Situation ist vielleicht nicht perfekt, aber 75%+ Frequenz sind hier keine Seltenheit, obwohl nach &uuml;ber 33% die Spielweise sofort exploitbar ist. Was bedeutet das nun f&uuml;r dich? Zun&auml;chst folgendes:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBevor du an deinem Continuationbet-Verhalten etwas drehst, frage dich, ob dein Gegner so weit denkt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn den allermeisten F&auml;llen ist die Antwort Nein und du musst dein Spiel nicht umstellen. Hei&szlig;t die Antwort hingegen Ja, hast du ein Problem. Diesem kannst du auf verschiedene Arten und Weisen begegnen. Zum einen kannst du weniger oft setzen und einfach check\/fold oder auch check\/call spielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nZum anderen solltest du weniger oft bet\/fold spielen, indem du bet\/call oder bet\/3-bet spielst. Ergo weniger Pairs folden und Draws h&auml;ufiger reraisen. Das erh&ouml;ht zwar die Varianz, ist spieltheoretisch aber die einzige M&ouml;glichkeit, keinen Fehler zu machen, wenn du nicht jeden Pot aufgeben m&ouml;chtest.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBist du dagegen der BU, stellst du dir auch die Frage, ob dein Gegner auch versteht, was hier passiert. Ist die Antwort Ja, solltest du es nicht &uuml;bertreiben. Ist die Antwort hingegen Nein, so kannst du hier auch eine Menge bluffen, solange er sich nicht anpasst. Diese Methodik l&auml;sst sich nun auch wieder umkehren. Es gibt gegen sehr aggressive Gegner wiederum Situationen, in denen der CO sogar any two profitabel &uuml;ber ein Raise von BU pushen kann, weil dieser eben zu oft blufft.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDieses Beispiel war noch relativ einfach, auch wenn die Herangehensweise wohl nicht jedem vorher klar war. So oder &auml;hnlich funktionieren Exploits. In bestimmten Situationen sind eben gegen bestimmte Muster profitable Spielweisen m&ouml;glich. Diese gilt es zu erkennen und auszunutzen sowie im eigenen Spiel zu vermeiden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin weiteres, hier nur angesprochenes Beispiel w&auml;re das Checkraise am Flop. Auch im Hinblick auf polarisierte Ranges, welche sp&auml;ter besprochen werden, sind diese interessant. Es gibt einfach viele Spieler, die gar nicht als Bluff oder Semibluff checkraisen oder dies viel zu oft tun. Ist eines von beidem der Fall, so kannst du sehr gut dagegen spielen. Auch Donkbets bzw. die Reaktionen darauf ergeben oft gute Exploitans&auml;tze.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas Raisen von Donkbets am Flop d&uuml;rfte f&uuml;r die meisten Spieler g&auml;ngige Praxis sein. Du hast im Kopf, dass eine Donkbet oft weak ist und raist daher einfach mit Air noch mal dar&uuml;ber.<br>\nDas f&uuml;hrt oft dazu, dass Spieler am Flop mit diesen Raises exploitbar sind.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBesonders auf trockenen Boards, auf denen diese Bluffraises oft gemacht werden, ergibt sich eine widerspr&uuml;chliche Argumentation. Man m&ouml;chte ja Bluffen und tut das durch ein Raise. Gleichzeitig m&ouml;chte man den Gegner mit seinen st&auml;rkeren H&auml;nden wie Toppair+ nicht vertreiben oder spielt Way ahead - Way behind und callt diese nur.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWas sagt dir das &uuml;ber die Range, mit der ein solcher Spieler den Flop raist? Richtig, sie ist oft zu blufflastig. Hier ergeben sich h&auml;ufig Spots f&uuml;r bet\/3-bet mit H&auml;nden, die auf den ersten Blick zu schwach daf&uuml;r w&auml;ren, weil du extrem selten einen Call bekommst und im Falle eines Erfolges ziemlich viel dead Money mitnehmen kannst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n&Auml;hnliche Denkans&auml;tze sind f&uuml;r Multibarrels oder zum Beispiel Turnraises denkbar und werden dir selbst &uuml;berlassen.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">\nWie exploitest du dich selbst?\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nEin guter Einstieg in das Ausnutzen von Exploits ist die Frage, welche Spielweisen hast du, die andere exploiten k&ouml;nnten?\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nViele der besseren Spieler auf deinem Limit werden zumindest &auml;hnlich spielen wie du und auch ein ungef&auml;hr vergleichbares Spielverst&auml;ndnis aufweisen. Fragst du dich nun, wie du gegen dich selbst optimal spielst, erreichst du damit zwei Dinge:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Du wirst verstehen lernen, wo gute Gegner dich exploiten k&ouml;nnten und solche Situationen vermeiden oder zumindest bewusster spielen k&ouml;nnen.<\/li>\n<li>Du wirst genau diese Informationen gegen viele Gegner auf deinem Limit selbst aktiv einsetzen k&ouml;nnen, um einen Vorteil daraus zu ziehen.<\/li>\n<\/ul><h1 style=\"color: #d5002d;margin-top: 24px\" align=\"left\"> Polarisation von Ranges, Balancing<\/h1><p class=\"emoListintro\">\nZum Begriff \"polarisierte Range\": Die Bezeichnung meint h&auml;ufig eine Range, welche entweder aus Bluffs oder sehr starken H&auml;nden besteht. Polarisation ist hier in Anlehnung an einen elektrischen Dipol gemeint, wo sich zwei Extrema gegen&uuml;ber stehen. Mit diesem Verst&auml;ndnis lassen sich viele Spielz&uuml;ge verfeinern und verstehen.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nIn diesem Artikel soll der Begriff \"polarisierte Range\" jedoch weiter gefasst werden. Anschaulich soll dies wie folgt vonstatten gehen: Stell dir eine gegnerische Range aus m&ouml;glichen H&auml;nden in verschiedenen Kategorien vor. Sind alle Kategorien wie Bluff, Monster, Semibluff, marginale Hand usw. darin vertreten, ohne dass ein Ungleichgewicht darin entsteht, soll die Range maximal depolarisiert (ohne Schwerpunkt) oder gebalanced genannt werden.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nNimmst du nun aus dieser Range einzelne Kategorien der Gewichtung nach zur&uuml;ck, wird die Range ungebalanced und beginnt zu polarisieren. Ein extremer Fall ist wieder die \"urspr&uuml;ngliche\" Form einer polarisierten Range, welche offensichtlich ein extremes Ungleichgewicht beinhaltet. In diesem Bild ist die extremste Form jedoch eine Range, welche auf eine einzelne Handkategorie polarisiert ist, diese beinhaltet das gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Ungleichgewicht. Damit kann auch kurz und pr&auml;gnant fortgefahren werden.\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Eine polarisierte Range ist eine Range, in der bestimmte Teile fehlen.<\/li>\n<li>Balancing bezeichnet das Gleichgewicht zwischen verschiedenen Teilen einer Range.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nIst eine Range gebalanct, so ist sie nicht polarisiert.<br>\nDies sind wieder sehr theoretische Begriffe. Zum besseren Verst&auml;ndnis einige Beispiele zu Situationen, in denen Ranges polarisieren.<br>\nDer h&auml;ufigste Punkt ist auch der Ursprung des Begriffes. Eine Range spaltet sich in einen sehr starken Teil (Value) und einen sehr schwachen Teil (Bluff) auf. Es befinden sich keine Draws oder mittelstarken H&auml;nde mehr darin.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">\nBEISPIEL 2\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\n<b>100BB Stacks<\/b><br>\nMP (TAG)<br>\nSB (schlechter TAG)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop:<\/b> <font color=\"#ff0000\">MP Raises 4BB<\/font>, SB calls 3.5BB\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Flop:<\/b> <b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">    Pot 9.5BB<br>\nSB checks, <font color=\"#ff0000\">MP bets 6BB<\/font>, <font color=\"#ff0000\">SB raises 18BB<br>\n<\/font>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nKurzes Handreading: Preflop hat der TAG hier fast nur Pocketpairs. Ab und an wird er auch AQ, KQ QJ oder 78, 67 halten, was den Flop getroffen hat. Ein schlechter TAG k&auml;me wohl auch nicht auf die Idee, ~AQ zu checkraisen, womit sich seine Range wie folgt polarisiert:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEntweder hat er ein Set und will All-In, oder er hat kein Set und kein starkes Toppair und will nicht All-In.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nM&ouml;chte MP daraus einen Vorteil ziehen, muss er die Blufffrequenz vom SB absch&auml;tzen. Ist sie quasi Null, so kann Hero hier gute Folds machen. AA direkt zu mucken wird niemand &uuml;bers Herz bringen, aber grade Qx wandert hier gegen solche Gegner schnell in die Tischmitte.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIst die Blufffrequenz dagegen sehr hoch, kann man sich neben den Downcalls von TP+ auch Rebluffs &uuml;berlegen. Das sollte besonders dann in Erw&auml;gung gezogen werden, wenn die Bluffinrange des SB die Hand von MP schl&auml;gt (er hat &lt;= A high).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas k&ouml;nnten dann entweder 3-Bets am Flop sein (auch diese polarisieren, die Frage bleibt aber, ob der SB darauf reagiert) oder &ldquo;Bluffcalls&rdquo; des Checkraises mit der Intention, den Pot sp&auml;ter kaufen zu k&ouml;nnen. Hierf&uuml;r ist eine genaue Kenntnis der Spielweise seiner Bluffs notwendig (bettet er den Turn oder gibt er auf?).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEine weitere Form der Polarisation ist das Fehlen von Draws nach bestimmten Aktionen von Gegnern. Hierf&uuml;r ist eine recht gute Kenntnis des Gegners notwendig. Allerdings gibt es durchaus Gegner, die ihre Draws niemals checkraisen. Das f&uuml;hrt dazu, dass man gegen sie, auch wenn Draws liegen, nicht protecten muss und z.B. Way ahead - Way behind spielen kann.<br>\nDas m&ouml;gliche komplette Fehlen von Monstern in der Range eines Spielers macht im Allgemeinen anf&auml;llig f&uuml;r Bluffs.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">\nBEISPIEL 3\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\n<b>100BB Stacks<\/b><br>\nUTG (TAG)<br>\nBB (TAG)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b><font color=\"#ff0000\">UTG raises 4BB<\/font>, BB calls 3BB\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Flop:<\/b> <b>8<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>5<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">   Pot 8.5BB<br>\nBB checks, <font color=\"#ff0000\">UTG bets 6BB<\/font>, BB calls 6BB\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWas erwartest du beim BB bzw. was erwartest du nicht? Sets oder Twopairs. Diese w&uuml;rden out of Position fast immer gespielt werden, es bleiben also (deutlich) schw&auml;chere H&auml;nde. Von Zeit zu Zeit sieht man verschiedene Flush- oder Straightdraws oder eben mittelstarke made Hands. Wie gesagt, die Monster fehlen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Turn:<\/b> <b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">   Pot 20.5BB<br>\nBB checks, <font color=\"#ff0000\"> UTG bets 15BB<\/font>, BB calls 15BB\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer Turn verfehlt die Draws. Der BB wird hier fast immer Toppair oder einen Draw bzw. eine Kombination aus beidem haben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>River:<\/b> <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><br>\nBB checks     Pot 50.5BB\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nUngeachtet der Hand von UTG stellt sich nun die Frage, ob BB hier jemals eine Riverbet callen kann?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNur wenn er einen Herocall macht. Abgesehen von einem m&ouml;glichen KT hat er hier im besten Fall eine Hand wie T9-AT. Diese schl&auml;gt nichts, was UTG valuebettet. Er muss UTG also relativ h&auml;ufig bluffen sehen, um callen zu k&ouml;nnen. Lange nicht jeder Spieler denkt so weit und in dieser Situation kann UTG durchaus aufgrund fehlender Monster in BB's Range eine zu 100% profitable Bet machen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWenn er KK hat, ist die Bet nat&uuml;rlich profitabler als mit AsJs. +EV ist sie oft mit beiden H&auml;nden.<br>\nEine andere denkbare Form von Polarisation w&auml;re auch &ldquo;Nur Monster&rdquo;. Das w&auml;re bei viel Preflopaction eines sehr tighten Spielers und gro&szlig;en Stacks denkbar. Gerade wenn du mit gutem Grund AK f&uuml;r wenig wahrscheinlich h&auml;ltst, kannst du hier deine Hand sehr perfekt spielen und entweder tight folden, oder dir f&uuml;r Suckoutvalue den Flop anschauen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBalancing ist f&uuml;r dein Spiel selbstverst&auml;ndlich wichtig. Das bedeutet nicht, dass du auf Teufel komm raus in jeder Situation keine polarisierte Range halten darfst. Zwei Dinge sind aber wichtig:<br>\nFrage dich, ob dein Gegner versteht, dass deine Range polarisiert und wird er das eventuell ausnutzen?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIst die Antwort Nein,  brauchst du nicht darauf zu achten. Ist die Antwort Ja, hei&szlig;t es immer noch nicht, dass polarisierte Ranges verboten sind. Es bedeutet nur, dass du dir dessen bewusst sein musst und im Zweifel auch bereit sein musst, z.B. mit Herocalls darauf zu reagieren.\n<\/p><table style=\"border: 1px solid #d6002d;margin-top: 24px\" border=\"0\" cellpadding=\"4\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">&raquo; ZUSAMMENFASSUNG<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tAbschlie&szlig;end l&auml;sst sich sagen, dass die Ber&uuml;cksichtigung von polarisierten Ranges im Spiel einen guten Einstieg in Exploitingkonzepte sowie insgesamt komplexere Spielz&uuml;ge darstellt.\n\t\t\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tZum einen lernst du besseres Handreading. Zum anderen erh&ouml;hst du damit auch deine Edge gegen&uuml;ber anderen, guten Spielern. Diese Konzepte sind insbesondere daf&uuml;r wichtig, nicht nur Geld von Fischen aufzusammeln, sondern auch Spielern Geld abnehmen zu k&ouml;nnen, die selbst versuchen, es durch eine strategische Vorgehensweise zu gewinnen.\n\t\t\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tIm Grunde bauen diese Konzepte auf dem Konzept &ldquo;Plane deine Hand&rdquo; zusammen mit &ldquo;Handreading&rdquo; auf. Dort wurde ja schon sinngem&auml;&szlig; gesagt: Setze deinen Gegner auf eine Range, &uuml;berlege dir wie welcher Teil dieser Range auf Aktionen deinerseits reagiert und w&auml;hle die mit dem besten Gesamtergebnis.\n\t\t\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tDiese simple Vorgabe, welche an sich nur eine Formulierung des Prinzips der EV-Maximierung ist, f&uuml;hrt wie schon gesagt zu immer komplexeren und fortgeschritteneren Konzepten. Du musst dich nur damit besch&auml;ftigen.\n\t\t\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tIm n&auml;chsten Artikel wirst du noch einmal praktischer etwas &uuml;ber den Semibluff sowie Deception lernen und weiterhin einige Ans&auml;tze von Spielweisen gegen unterschiedliche Gegnertypen kennenlernen. Dabei soll besonderes Augenmerk auf exploitbare Spielz&uuml;gen dieser Gegner gelegt werden.\n\t\t\t<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><table class=\"emoLinkbox\" style=\"margin-top: 24px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" height=\"25\" width=\"33\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Verwandte Artikel:<br>\n\t\t\t\t\t\t<\/b><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1647\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\">Crushing NL 50 (1\/6) - Das Preflopspiel <\/a><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1647\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1648\">Crushing NL 50 (2\/6) - Postflop: Konzepte und Anwendungen <\/a><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1647\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1650\">Crushing NL 50 (3\/6) - Postflop: Weiterf&uuml;hrende Konzepte <\/a><br>\n\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\"><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1659\">Crushing NL 50 (5\/6) - Gegnerspezifisches Play II<\/a><br>\n\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\"><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1662\">Crushing NL 50 (6\/6) - Lookout<\/a>\n\t\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_forum.jpg\" height=\"24\" width=\"32\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Diskussionsforum:<\/b><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/forum\/thread.php?threadid=755210\" target=\"_blank\">Diskutiere den Inhalt dieses Artikels im Forum<br>\n\t\t\t\t\t\t<\/a> <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_video.jpg\" height=\"24\" width=\"32\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Videos:<\/b><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6422\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\">No-Limit Theorieserie \"Crushing No-Limit 50\" - Part 1<\/a><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6616\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\">No-Limit Theorieserie \"Crushing No-Limit 50\" - Part 2<\/a><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6616\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6666\">No-Limit Theorieserie \"Crushing No-Limit 50\" - Part 3<\/a><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6616\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/bronze.png\" style=\"margin-right: 4px\" align=\"left\" height=\"12\" width=\"17\"><\/a><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6826\">No-Limit Theorieserie \"Crushing No-Limit 50\" - 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