	{"id":52841,"date":"2010-03-20T11:00:00","date_gmt":"2010-03-20T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/checkbehind-initiative-am-flop\/"},"modified":"2026-03-12T09:26:36","modified_gmt":"2026-03-12T09:26:36","slug":"checkbehind-initiative-am-flop","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/checkbehind-initiative-am-flop\/","title":{"rendered":"Checkbehind mit Initiative am Flop"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Checkbehind mit Initiative am Flop<\/h1><h1 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">1. Inhalt<\/h1><h1 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">2. Einf&uuml;hrung<\/h1><ul class=\"emoList1\">\n<li>2.1 Warum solltest du behind checken?<\/li>\n<li>2.2 Theoretische Grundlagen des Checkbehind<\/li>\n<li>2.3 Mathematik und die Fakten<\/li>\n<li>2.4 Psychologische Aspekte des Checkbehind<\/li>\n<\/ul><h1 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">3. Equity Shift<\/h1><ul class=\"emoList1\">\n<li>3.1 Was bedeutet Equity Shift?<\/li>\n<li>3.2 Implikationen des Equity Shift f&uuml;r die Checkbehind-Strategie<\/li>\n<\/ul><h1 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">4. Verschiedene Handkategorien f&uuml;r den Checkbehind<\/h1><ul class=\"emoList1\">\n<li>4.1 Starke made Hands<\/li>\n<li>4.2 Schwache made Hands<\/li>\n<li>4.3 Gute Draws<\/li>\n<li>4.4 Schwache Draws<\/li>\n<li>4.5 Schwache H&auml;nde mit etwas Showdownvalue<\/li>\n<li>4.6 Total Air<\/li>\n<\/ul><h1 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">5. Wann ist ein Checkbehind schlecht?<\/h1><ul class=\"emoList1\">\n<li>5.1 Starke made Hands<\/li>\n<li>5.2 Trash Hands<\/li>\n<li>5.3 Wenn eine C-Bet die Hand leicht zu spielen macht<\/li>\n<li>5.4 H&auml;nde die ge-3-barrelt werden m&uuml;ssen<\/li>\n<li>5.5 Wenn die Floptextur gute Foldequity bietet<\/li>\n<\/ul><h1 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">6. Ausblick<\/h1><ul class=\"emoList1\">\n<li>6.1 Der Checkbehind in Ringgames<\/li>\n<li>6.2 \"Meta-Psychologische\" Aspekte<\/li>\n<li>6.3 Autopilot vermeiden<\/li>\n<li>6.4 Deine Gegner ausspielen<\/li>\n<li>6.5 Finally...<\/li>\n<\/ul><h1 class=\"emoNormal\">Die Autoren<\/h1><h2>Kobeyard<\/h2><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"207\" class=\"emoInfobox\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\" style=\"border-bottom: 4px solid #e9e9e9;background-color: #d0d0d0;letter-spacing: 0px;color: #000000;padding-left: 3px;font-weight: bold\">&nbsp;Kobeyard&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 4px 6px 6px;background-color: #f0f0f1\"> <span class=\"thickbox\">\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/bb.imagwww.pokerstrategy.com\/profile\/650\/b98779c55fdb1c22bd30_profile_preview.jpg\" alt=\"kobeyard\" title=\"kobeyard\"><\/div>\n<p><\/p><\/span>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p>Kobeyard ist eines der bekanntesten Gesichter der deutschen Pokercommunity. Er ist oft auf den Skylimits im FL zu sehen und ist einer unserer besten Videoproduzenten und Coaches. <\/p><p> Gleichzeitig ist er eines der &auml;ltesten Mitglieder und ist seit 2006 bei Pokerstrategy.com registriert. In seiner Freizeit spielt er leidenschaftlich gern Basketball. <\/p><p> Mit diesem Artikel gibt er sein Deb&uuml;t als Strategie-Autor auf PokerStrategy.com. Viele werden ihn jedoch aus seinen ehrlichen Beitr&auml;gen zum Pokerleben in unserem <a href=\"https:\/\/pro.pokerstrategy.com\/categories\/kobeyard\">Pro-Blog<\/a> oder aus seinen <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/#searchtext=kobeyard&amp;key=all&amp;contenttype=0&amp;gametype=0&amp;tablesize=0&amp;languages=de,en&amp;levels=basic,bronze,silver,gold,platinum,diamond&amp;lowerlimit=0&amp;upperlimit=100&amp;ob=date&amp;od=desc&amp;page=1&amp;rpp=10\">Videos<\/a> bereits kennen.<\/p><p> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/news\/world-of-poker\/Kobeyard-Portrait-in-der-Presse_16836\">Kobeyard-Portrait in der Presse<\/a><\/p><p><\/p><h2>Byron Jacobs<\/h2><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"211\" class=\"emoInfobox\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td align=\"center\" style=\"border-bottom: 4px solid #e9e9e9;background-color: #d0d0d0;letter-spacing: 0px;color: #000000;padding-left: 3px;font-weight: bold\">Byron Jacobs<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"padding: 4px 6px 6px;background-color: #f0f0f1\"> <span class=\"thickbox\">\n<div style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Editorial\/News\/interviews\/byron-interview.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"200\"><\/div>\n<p><\/p><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p>Byron Jacobs ist ein auf Poker und Schach spezialisierter Autor und Journalist. &Auml;hnlich wie bei vielen Pokerspielern kommt seine Begeisterung f&uuml;r Spiele urspr&uuml;nglich aus dem Schach. <\/p><p> Er ist Internationaler Meister und Autor zahlreicher bekannter Pokerb&uuml;cher. Mittlerweile hat sich seine Aufmerksamkeit auf Poker gerichtet. Er ist ein erfolgreicher Fixed Limit Spieler. <\/p><p> Er ist Autor von \"<a href=\"https:\/\/de.shop.pokerstrategy.com\/products\/Buecher\/in-englischer-Sprache\/How-good-is-your-Limit-Holdem.html\">How good is your Limit Hold'em<\/a>\" - eines der ersten Pokerb&uuml;cher, das sich mit der Analyse von Denkprozessen am Pokertisch auseinandersetzte. Er hat dar&uuml;berhinaus auch f&uuml;r das Card Player Magazine und 2+2 geschrieben.<\/p><p> Mit diesem Artikel gibt er sein Deb&uuml;t als Autor auf PokerStrategy.com.<\/p><p> &nbsp;<\/p><h1 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">2. Einf&uuml;hrung<\/h1><p class=\"emoNormal\">Der Checkbehind am Flop mit Initiative im Fixed Limit ist etwas, was eine moderne Erfindung genannt werden k&ouml;nnte - in dem Sinne, das er als ernstzunehmendes Play von den besten Spielern erst im letzen Jahr in ihr Repertoire aufgenommen wurde. Beinahe alle Pokerratgeber empfehlen eine C-bet in dieser Situation per default als das beste Play, da es&nbsp; hervorragende Odds mit der erzeugten Foldequity generiert.<\/p><p class=\"emoNormal\">Seit jedoch die ultra shorthanded Games (und speziell das Heads up) immer raffinierter geworden sind, ist die Bedeutung der Foldequity dramatisch gesunken. Eine Contibet kann daher nicht mehr per default als das Standardplay gelten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die Idee des Checkbehind taucht oft im Fixed Limit Heads up auf (im Gegensatz zu einer postflop HU-Situation aus einem Blinddefense\/Steal-Szenario in einem Shorthanded Spiel), weil die Ranges im HU sehr viel weiter sind. Viele Spieler raisen (und defenden) mit bis zu 85% ihrer H&auml;nde und es ist auch nicht g&auml;nzlich un&uuml;blich, Spieler mit nahe 100% Ranges zu sehen. Nat&uuml;rlich wird es sehr viele Situationen geben, in denen der Big Blind preflop reraist (und die Initiative &uuml;bernimmt), weshalb wir dieses Szenario nicht vertiefter betrachten werden.<\/p><p>Normalerweise wird der Big Blind ca. die Top 20% seiner H&auml;nde reraisen und die schlechtesten 10% folden. Deshalb wird seine Calling Range aus ca. 70% der H&auml;nde bestehen. Diese Range sieht folgenderma&szlig;en aus.             <\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"2\" width=\"492\" style=\"margin-top: 16px;margin-bottom: 16px\">\n<tbody>\n<tr style=\"background-color: #d9dadb;color: #000000\">\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #d5002c;color: #ffffff\">\n<td colspan=\"6\" align=\"center\" style=\"border-right: 1px solid #ffffff;border-bottom: 1px solid #ffffff\"><b>70% Range<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background-color: #d9dadb;color: #000000\">\n<td colspan=\"5\" align=\"center\" style=\"border-right: 1px solid #ffffff;border-bottom: 6px solid #ffffff\">44-22, A7s-A2s, K8s-K2s, Q9s-Q2s, J2s+, T2s+, 92s+, 82s+, 72s+, 63s+, \t\t\t53s+, 43s, <br> A6o-A2o, K9o-K2o, Q2o+, J2o+, T2o+, 92o+, 84o+, 74o+, 64o+, \t\t\t54o<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p><b>70% Range<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn wir uns in diesem Artikel auf eine 70% Range des BB beziehen, ist es immer die in der Tabelle genannte. Selbstverst&auml;ndlich werden die Ranges je nach Spieler im Einzelfall variieren, aber erfahrungsgem&auml;&szlig; ist diese Range eine gute Ausgangsbasis, mit der man arbeiten kann.<\/p><p>Wenn wir alle m&ouml;glichen verschiedenen Ranges f&uuml;r alle m&ouml;glichen Situationen annehmen w&uuml;rden, dann w&uuml;rde der Artikel viel zu kompliziert werden: deshalb sind wir froh, mit dieser Standardrange zu arbeiten. Sie ist eine sehr typische HU-Defendingrange f&uuml;r viele Spieler. Nichtsdestotrotz sollten wir anmerken, dass der Checkbehind gegen Gegner, die preflop nie 3-betten (und daher viele Flops raisen), noch eine sehr viel effektivere Waffe darstellt, weil sie sehr viel weniger Value von ihren starken H&auml;nden bekommen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Zus&auml;tzlich solltest du gegen Gegner, die preflop sehr viel reraisen, weniger am Flop behind checken, wenn sie dein Raise nur callen. Ihre Range wird sehr viel schw&auml;cher sein und du hast eine gr&ouml;&szlig;ere Pot- und Foldequity. Bevor wir jedoch den Checkbehind genauer analysieren, wollen wir einige einf&uuml;hrende Punkte zu diesem Play besprechen.<\/p><h2>2.1 Warum solltest du behind checken?<\/h2><p class=\"emoNormal\">Der Grund f&uuml;r den Checkbehind ist einem fundamentalen Konzept aus No-Limit entlehnt: Pot Control. In NL kann der Pot bedrohlich schnell anwachsen, so dass Spieler oft behind checken, die gut, aber nicht herausragend gefloppt haben (z.B. Top Pair, No Kicker). Ihr Ziel ist der Gewinn eines mittelgro&szlig;en Pots, ohne in Gefahr zu geraten, bei einem unangenehmen Turn oder gegen ein Monster potcommited zu sein.<\/p><p>Nat&uuml;rlich kann im Fixed Limit ein Pot nie so schnell anwachsen wie im NL, aber dasselbe Prinzip greift auch hier. Nach einem Raise und Call preflop ist der Pot 2BB. Wenn dein Gegner am Flop checkt und du behind checkst, siehst du den Turn in einem 2BB Pot. Bettest du hingegen, wirst geraist und callst, findest du dich in einem 4BB Pot wieder.<\/p><p> Es wird sehr oft der Fall sein, dass du mit einer spielbaren Hand lieber einen kleinen 2BB als einen gewichtigen 4BB Pot spielen willst. Daf&uuml;r gibt es zahlreiche Gr&uuml;nde, die wir alle im Verlauf des Artikels behandeln werden.<\/p><p> Es gibt aber auch eine mathematische Grundlage, die du anwenden kannst, um zu entscheiden, ob ein Checkbehind als geeignetes Play in Frage kommt. Wenn du errechnest (oder beim Spielen intuitiv erkennst), dass du weniger als 50% Equity gegen die Range deines Gegners hast und dir gleichzeitig wenig bis gar keine Foldequity bei einer Bet gibst, solltest du einen Checkbehind in Erw&auml;gung ziehen.<\/p><p> Da eine Contibet am Flop der erwartete Move ist (der beinahe wie eine fixe Bettingsequenz gesehen wird), ist die erwartete Foldequity sehr marginal.&nbsp; Viele, wenn nicht gar die meisten Gegner, werden beinahe jede Hand auf beinahe jedem Flop callen. Es gibt aber noch einen wichtigeren Punkt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Thinking opponents werden verstehen, dass, wenn du alle deine H&auml;nde am Flop contibettest, du in ca. 50% der F&auml;lle nichts halten wirst - sie werden dich attackieren. Sie wissen, dass du bei mit 100% Cbet am Flop im allgemeinen eine sehr schwache Range h&auml;ltst und wahrscheinlich zu 70% im weiteren Verlauf der Hand folden wirst. Wenn du hingegen nur, sagen wir 60% am Flop bettest, wirst du wahrscheinlich nur zu 30-40% folden. Es wird also sehr viel schwieirger f&uuml;r sie, dich anzugreifen, da ihre Foldequity drastisch gesunken ist.<\/p><h2>2.2 Theoretische Grundlagen des Checkbehind<\/h2><p class=\"emoNormal\">Es gibt eine gute theoretische Grundlage f&uuml;r den Checkbehind am Flop im HU - vor allem gegen gute Gegner. Vergegenw&auml;rtige die Tatsache, dass in den meisten F&auml;llen deine Range und die deines Gegners bei ca. 85-90% liegen wird. Wenn du das Gl&uuml;ck haben solltest, einen Gegner zu spielen, der immer am Flop foldet, wenn er keine Hand, keinen Showdownvalue oder keinen Draw hat, gibt es wenig Gr&uuml;nde f&uuml;r einen Checkbehind (obwohl wir sp&auml;ter sehen werden, dass er auch hier in bestimmten Situationen seine Berechtigung im Sinne der Valuemaximierung hat).<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenige Gegner werden jedoch so entgegenkommend sein und viele verschiedene Optionen im Anschluss an deine Bet wahrnehmen: checkraisen mit guten made Hands, guten Draws oder totalem Trash; callen mit allen m&ouml;glichen made und drawing H&auml;nden und auch mal mit Air, um dich zu floaten oder einen anderen Move anzubringen. Ein guter Gegner wird gebalancte Lines nach deiner Flopbet haben und du wirst dich oft (mit einer Cbetrate von knapp 100%) in einem 3- oder gar 4BB Pot wiederfinden, ohne eine klare Ahnung zu haben, wo genau du in der Hand stehst. Unter diesen Umst&auml;nden scheint es besser zu sein, ein wenig Potcontrol zu praktizieren und in einem 2BB Pot die Turnkarte zu sehen.<\/p><p>Du wirst oft eine marginale Hand mit weniger als 50% Equity gegen die gegnerische Range halten, nichtsdestotrotz musst du die Turnkarte und Riverkarte sehen. Du machst hier also einen kleinen Verlust mit jeder platzierten Bet. Indem du die Zahl der Bets verkleinerst, sparst du Geld.<\/p><p> Es gibt einen weiteren bemerkenswerten Aspekt. Mit dem Checkbehindplay nimmst du deinem Gegner einen gro&szlig;en Teil der Bet-M&ouml;glichkeiten. Wenn du in dieser Situation bettest, er&ouml;ffnest du sozusagen wieder die Setzm&ouml;glichkeiten und dein Gegner hat die Option zu raisen. Viele aggressive Gegner werden diese h&auml;ufig ergreifen, besonders wenn es sich um den Gegnertyp handelt, der preflop nicht so viel 3-bettet, daf&uuml;r jedoch umso &ouml;fter am Flop raist.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es gibt viele Spieler, die diesen Spielstil bevorzugen, denn er besitzt einige Vorz&uuml;ge: es ist mehr deceptive, die Initiative erst mit einem Raise am Flop zu &uuml;bernehmen anstatt preflop zu raisen. Dein Gegner kann dann viel leichter deine Range einsch&auml;tzen. Gegen diesen Playertyp ist ein Checkbehind eine sehr starke Waffe, da sie mit ihren guten H&auml;nden nur einen 2BB Pot am Turn spielen, und keinen 4BB Pot.<\/p><p class=\"emoNormal\">Anstelle von 3 M&ouml;glichkeiten zu betten\/raisen, sind sie auf nur 2 Streets beschr&auml;nkt. Au&szlig;erdem wissen sie, dass es nun f&uuml;r dich m&ouml;glich ist, mit dem Callen von nur 2 Bets zum Showdown zu gelangen. Du wirst bereits 80% des Boards gesehen haben, wenn du den Entschluss fasst, zum Showdown zu gehen. Das ist ein Schl&uuml;sselmoment des Checkbehind - du beschr&auml;nkst den Gegner in seinen spielerischen M&ouml;glichkeiten. Viele werden mit dieser Beschr&auml;nkung nicht umgehen k&ouml;nnen und frustriert am Turn und River herumspewen. Wir werden dieses Konzept sp&auml;ter in diesem Artikel detailliert besprechen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Beachte dar&uuml;berhinaus die psychologische Komponente gegen diesen speziellen Spielertyp: sobald er bemerkt, dass er nicht gen&uuml;gend Bets mit seinen starken H&auml;nden in den fr&uuml;hen Stra&szlig;en bekommt, f&uuml;hlt er sich vielleicht bem&uuml;&szlig;igt, preflop mit den Top 20-25% seiner Range eher zu 3-betten. Du hast ihn somit manipuliert, er muss seine Komfortzone verlassen und du kannst dir dar&uuml;berhinaus noch ein klareres Bild seiner Prefloprange machen. Er wird also leichter Fehler machen.<\/p><h2>2.3 The mathematics and hard\/soft facts<\/h2><p class=\"emoNormal\">In diesem Artikel versuchen wir immer, die empfohlenen Plays auf einer mathematischen Basis zu analysieren. Es gibt viele Lines, die mit Hilfe dieser Parameter gerechtfertigt werden k&ouml;nnen. Wenn du zum Beispiel mit einer moderaten Hand oop downcallen willst und du eine klare Idee der Range deines Gegners hast, kannst du das am verst&auml;ndlichsten rein mathematisch darstellen. Solche Analysen gibt es viele in den folgenden Seiten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Diese Art der Analyse und die daraus resultierenden Ratschl&auml;ge f&uuml;hren zu sogenannten \"hard Facts\". Diese Tips basieren auf rein logischen &Uuml;berlegungen und k&ouml;nnen als \"korrektes\" Play erkannt werden. Der Checkbehind kann aber leider nicht immer pr&auml;zise und trocken auf mathematische Weise analysiert werden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn du am Flop behindcheckst, kann am Turn immer noch sehr viel Action auf dich zukommen: er checkt, du checkst erneut behind; er checkt, du setzt; er setzt, du callst; er setzt, du raist; er setzt, du foldest. Und das ist nur der Turn - es gibt damit verbunden auch noch das Riverplay. Wenn du alle diese Details mit aufnehmen m&ouml;chtest, wird der rein mathematische Ansatz, der auf Handranges basiert, sehr schnell so kompliziert, dass er jeden praktischen Nutzen verliert.<\/p><p class=\"emoNormal\">Aus diesem Grund werden viele empfohlene Spielweisen in diesem Artikel eher auf \"soft facts\" beruhen, die schwer mit einer rein mathematischen Betrachtungsweise gel&ouml;st werden k&ouml;nnen. Allerdings k&ouml;nnen dich diese \"soft facts\" durchaus zur korrekten Spielweise f&uuml;hren - vorausgesetzt du verstehst, wie dein Gegner sein Spiel gestaltet und in welchen Situationen er Fehler macht.<\/p><p>Wenn wir den Checkbehind betrachten, erhalten psychologische Aspekte sowie das Metagame eine sehr viel gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung, besonders wenn du dich Gegnern gegen&uuml;bersiehst, die gerne im LAG oder TAG-Stil spielen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Was der Artikel allerdings nicht kann, ist dich mit absolut klaren und \"korrekten\" Antworten des Checkbehindspiels zu versorgen. Wir werden dir zeigen, wie der Checkbehind eine m&auml;chtige Waffe in deinem Arsenal werden kann und wie du ihn produktiv einsetzen kannst. Es wird dann letztlich an dir liegen, ob du diesen Move in dein eigenes Spiel integrieren willst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Au&szlig;erdem gibt es viele F&auml;lle, in denen der Checkbehind nicht klar analysiert werden kann. Wie am Turn weiterzuspielen ist (nach einem Check oder einer Bet deines Gegners), ist sehr von der Spielweise des Gegners abh&auml;ngig und du wirst oft deinen Pokerskill verwenden m&uuml;ssen, um die beste Line herauszufinden.<\/p><h2>2.4 Psychologische Aspekte des Checkbehind<\/h2><p>Es gibt auch eine gro&szlig;e psychologische Komponente f&uuml;r den Checkbehind. Diese ist besonders wichtig, wenn dein Gegner sehr oft mit allen m&ouml;glichen H&auml;nden checkraist. Wenn du den Flop bettest und den Checkraise callst, spielst du nicht nur einen 4BB Pot, sondern hast zudem die Initiative verloren. Wenn du nur behind checkst, spielst du einen kleineren Pot und hast nicht notwendigerweise die Initiative aufgegeben.<br> &nbsp;&nbsp;&nbsp; <br> Obwohl der Verlust der Initiative selbstverst&auml;ndlich keine unmittelbaren Auswirkungen auf den EV im rein mathematischen Sinn hat - in der Praxis ist das sehr wohl der Fall. F&uuml;r den Spieler mit Initiative ist es sehr viel einfacher zu bluffen, da er lediglich eine C-bet machen muss. Der Spieler ohne Initiative muss erst diese Bet raisen, was aus psychologischer Sicht schwieriger ist.<\/p><p> Wenn du allerdings nur mit der Intention behindcheckst, mit mittelstarken H&auml;nden downzucallen oder am Turn aufzugeben, w&auml;rst du sehr leicht exploitbar. Jeder halbwegs aufmerksame Gegner w&uuml;rde schnell adapten und deine Range genau einsch&auml;tzen, jedesmal wenn du behindcheckst.<\/p><p> Obwohl du nat&uuml;rlich mit mittelstarken H&auml;nden sehr oft diese Line w&auml;hlst, wirst du sie auch &ouml;fter mit starken gemachten H&auml;nden einstreuen. Wenn dein Gegner nun den Turn bettet, wirst du selbstverst&auml;ndlich raisen und er wird dich wahrscheinlich auszahlen. Sobald dies einige Male passiert ist, wird er in Zukunft vorsichtiger nach deinen Checkbehinds sein. Das verschafft dir gleich mehrere Vorteile auf einmal:<\/p><blockquote><p>1) Er wird nur mehr den Turn betten, wenn er tats&auml;chlich eine Hand hat, die er vor deiner angenommenen Range sieht. Du hast ihn also gezwungen, in gewisser Weise seine Hand offenzulegen und in vorhersehbarer Weise zu agieren. Aus dem Nichts hast du ein Leak kreiiert!<\/p>\n<p> 2) Da er viel vorsichtiger nach deinem Checkbehind ist, kannst du dir viele Freecards nehmen. Da du diese Line generell auch mit schwachen H&auml;nden nimmst, werden dir diese Freecards sehr helfen. Mit einer schlechten Hand mit z.B. nur 6 Outs eine Freecard am Turn und River zu bekommen ist von der&nbsp; Equity her gesehen ca. 25% wert (auch wenn es nicht haargenau stimmt, aber zumindest vermeidest du ein direktes Raise am Flop).<\/p>\n<p> 3) Du kannst kluge Calls mit sehr schwachen H&auml;nden machen und tats&auml;chlich Profit erzielen, obwohl es in einem umk&auml;mpften Pot sehr schwer gewesen w&auml;re, die Hand profitabel zu spielen. Hier ist ein typisches Beispiel: du h&auml;ltst&nbsp; <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Qs.png\" alt=\"Qs\" title=\"Qs\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9h.png\" alt=\"9h\" title=\"9h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> und dein Gegner hat <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/7s.png\" alt=\"7s\" title=\"7s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6s.png\" alt=\"6s\" title=\"6s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\">. Der Flop ist <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Jh.png\" alt=\"Jh\" title=\"Jh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/5h.png\" alt=\"5h\" title=\"5h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/4c4.png\" alt=\"4c\" title=\"4c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> und du checkst behind. Dein Gegner ist sofort entt&auml;uscht, weil er mit seinem OESD zu einem Checkraise am Flop ansetzen wollte. Du kommst nur sehr schwer bis zum River, falls deine Flopbet geraist wird und der Turn dir keine Hilfe bringt. Im Allgemeinen ist das keine profitable Line.<\/p><\/blockquote><p>Der Turn bringt <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Jh.png\" alt=\"Jh\" title=\"Jh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/5h.png\" alt=\"5h\" title=\"5h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/4c4.png\" alt=\"4c\" title=\"4c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/4s.png\" alt=\"4s\" title=\"4s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> und da dein Gegner nicht wirklich sicher sein kann, was dein Checkbehind am Flop tats&auml;chlich bedeutet, checkt er vielleicht noch einmal. Beachte besonders, dass er nat&uuml;rlich nicht geraist werden will und einen unprofitablen 2BB Call machen muss, um seinen 8-Outer in einem 2BB Pot zu treffen. Du checkst auch und der River kommt <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Jh.png\" alt=\"Jh\" title=\"Jh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/5h.png\" alt=\"5h\" title=\"5h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/4c4.png\" alt=\"4c\" title=\"4c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/4s.png\" alt=\"4s\" title=\"4s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ah.png\" alt=\"Ah\" title=\"Ah\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\">. Seine Hand ist jetzt nichts mehr wert.<\/p><p> Da er wei&szlig;, dass er den Showdown nicht gewinnen kann und du keine St&auml;rke gezeigt hast, macht er einen verzweifelten Bluff. Sogar mit Q-high ist das jetzt ein leichter Call. Gibst du deinem Gegner eine 85% Range f&uuml;r seinen Preflopcall, dann hast du 26% Equity bei Pot Odds von 3 zu 1. Die Situation ist jedoch f&uuml;r dich aus 2 Gr&uuml;nden noch profitabler :<\/p><blockquote><p>a) Er kann auch gut unsere angenommene 70% Range spielen. in diesem Fall steigt deine Equity auf 31%. <\/p><\/blockquote><blockquote><p>b) Du solltest bedenken, welche H&auml;nde er tats&auml;chlich am River bettet: seine Range ist hier in hohem Grade polarisiert. Er wird alle Paare und viele hoffnungslose H&auml;nde betten. Er wird wohl eher keine K- oder Q-high betten. Nehmen wir diese Karten ebenfalls noch aus seiner Range, steigt unsere Equity auf beachtliche 40%!<\/p><\/blockquote><p class=\"emoNormal\">Du hast deinen Gegner manipuliert, indem er schlechte Entscheidungen auf jeder Street machen musste und schlie&szlig;lich im schlechtesten Moment bettet. Jeder, der mit dem Fundamental Theroem of Poker vertraut ist, kann sehen, was f&uuml;r ein Triumph diese Hand war.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein Wunder ist geschehen: anstatt 2BB durch eine Bet am Flop mit nachfolgendem Checkraise zu verlieren, hast du im Gegenteil einen 2BB Pot mit einer wirklich schwachen Hand gewonnen. Selbstverst&auml;ndlich ist das nicht die ganze Geschichte und die Hand h&auml;tte auch ganz anders gespielt werden k&ouml;nnen. Aber die gezeigte Sequenz ist sehr glaubw&uuml;rdig und ist beiden Autoren bei vielen Gelegenheiten untergekommen. Wir hoffen, dass bereits dieses Beispiel dich &uuml;berzeugt hat, dass der Checkbehind eine sehr m&auml;chtige Line ist, die deinen Gegner zudem extrem frustriert.<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<\/p><h1 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">3. Equity Shift - Eine Schl&uuml;sselkomponente der Checkbehind-Strategie<\/h1><p class=\"emoNormal\">Er ist eine sehr bedeutende Komponente der Checkbehind-Strategie. Wir sollten also zuerst genau erkl&auml;ren, was der Begriff Equity Shift beschreibt.<\/p><h2>3.1 Was bedeutet Equity Shift?<\/h2><p class=\"emoNormal\">Sehr h&auml;ufig befindest du dich am Flop in einer Situation, bei der die Turnkarte kaum einen gro&szlig;en Einfluss auf deine Hand hat. Sehen wir hierzu einige Beispiele an.<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL 1<\/div><p>Du h&auml;ltst: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ac4.png\" alt=\"Ac\" title=\"Ac\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Th.png\" alt=\"Th\" title=\"Th\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> <br> Flop: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/resources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ad4.png\" alt=\"Ad\" title=\"Ad\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Jc4.png\" alt=\"Jc\" title=\"Jc\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6h.png\" alt=\"6h\" title=\"6h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><\/p><p class=\"emoNormal\">Offensichtlich ein gro&szlig;artiger Flop f&uuml;r dich, der dir gegen die 70% Range eine Equity von 90% bringt. Daran wird auch die Turnkarte nicht sehr viel &auml;ndern. Sogar Karten, die sehr schlecht aussehen, z.B. ein Jack oder eine 6 verkleinern deine Equity nur auf 87%. Eine Blank wie z.B. eine 2 erh&ouml;ht deine Equity sogar auf 91%. Deine Equity schwankt also nur zwischen 3-4%.<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL 2<\/div><p>Du h&auml;ltst: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/2h.png\" alt=\"2h\" title=\"2h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/2s.png\" alt=\"2s\" title=\"2s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><br> Flop: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Kc4.png\" alt=\"Kc\" title=\"Kc\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9d4.png\" alt=\"9d\" title=\"9d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/3h.png\" alt=\"3h\" title=\"3h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> <\/p><p> Deine Equity gegen die 70% Range ist 50%. Sehen wir uns einige Turnkarten an: <\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6h.png\" alt=\"6h\" title=\"6h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> - f&auml;llt auf 45%<\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Kh.png\" alt=\"Kh\" title=\"Kh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> - steigt auf 51%<\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Tc4.png\" alt=\"Tc\" title=\"Tc\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> - f&auml;llt auf 44%<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Sogar ein A ist eine knapp vorteilhafte Karte (die 70% Range schlie&szlig;t viele Ax H&auml;nde aus) - deine Equity erh&ouml;ht sich auf 53%. Im allgemeinen f&auml;llt deine Equity jedoch leicht am Turn (wie du wei&szlig;t, kannst du mit 22 schwer improven), jedoch nicht mehr als um ca. 5-6%.<\/p><p class=\"emoNormal\">Solche Situationen sind nicht anf&auml;llig f&uuml;r einen Equity Shift. Nichtsdestotrotz sind auch Situationen, in denen sich die gef&uuml;hlte Equity am Turn drastisch ver&auml;ndert, ebenfalls relativ \"statisch\". Zum Beispiel:<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL 3<\/div><p>Du h&auml;ltst: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ah.png\" alt=\"Ah\" title=\"Ah\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ks.png\" alt=\"Ks\" title=\"Ks\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><br> Flop: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Qd4.png\" alt=\"Qd\" title=\"Qd\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8h.png\" alt=\"8h\" title=\"8h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/2c4.png\" alt=\"2c\" title=\"2c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><\/p><p> Deine Equity gegen eine 70% Range ist 57%. Da du deine Overcards treffen kannst, misst man dem Turn einige Bedeutung zu. Wie zutreffend ist das? Werfen wir einen Blick darauf: <\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/resources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ad4.png\" alt=\"Ad\" title=\"Ad\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (gro&szlig;artige Karte: Top Paar) - Anstieg auf 91%<\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Qh.png\" alt=\"Qh\" title=\"Qh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (sichere Karte: Overcards) -  Anstieg auf 62%<\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Th.png\" alt=\"Th\" title=\"Th\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (schlechte Karte: Overcards plus Draw) - R&uuml;ckgang auf 53%<\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6d4.png\" alt=\"6d\" title=\"6d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (schlechte Karte: Overcards) - R&uuml;ckgang auf 48%<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Mit der Ausnahme die Killer-Overcards zu hitten, schwankt die Equity Range lediglich zwischen 13-14%. Das ist zwar mehr als in den vorangegangenen Beispielen, jedoch nicht dramatisch.<\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich wird sich deine Einsch&auml;tzung der Range deines Gegners &auml;ndern, falls du in dieser Situation am Flop bettest und er entweder callt oder raist. Um jedoch zu diskutieren, was mit dem Begriff Equity Shift gemeint ist, sollten wir die Situation rein theoretisch betrachten.<\/p><p> Betrachten wir einige andere H&auml;nde.<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL 4<\/div><p class=\"emoNormal\">Du h&auml;ltst: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Jh.png\" alt=\"Jh\" title=\"Jh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Th.png\" alt=\"Th\" title=\"Th\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><br> Flop:&nbsp;<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9d4.png\" alt=\"9d\" title=\"9d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6h.png\" alt=\"6h\" title=\"6h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/3c4.png\" alt=\"3c\" title=\"3c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><\/p><p class=\"emoNormal\">Hier hast du eine eher bescheidene Equity von 42% gegen die 70%-Standardrange deines Gegners. Du hast jedoch immer noch deine Overcards und einige Backdoordraws, so dass sich deine Equity am Turn drastisch ver&auml;ndern kann. Sehen wir einige Turnkarten an:&nbsp;<\/p><ul>\n<li> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Js.png\" alt=\"Js\" title=\"Js\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (gro&szlig;artige Karte: Top Pair) - Anstieg auf 86% <\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Qh.png\" alt=\"Qh\" title=\"Qh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (gute Karte: sehr guter Draw) - Anstieg auf 57% <\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8s.png\" alt=\"8s\" title=\"8s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (passable Karte: mittelstarker Draw) - R&uuml;ckgang auf 38% <\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/2h.png\" alt=\"2h\" title=\"2h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (passable Karte: mittelstarker draw) - Anstieg auf 44% <\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Kc4.png\" alt=\"Kc\" title=\"Kc\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (schlechte Karte: schwacher Draw) - R&uuml;ckgang auf 38% <\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/5d4.png\" alt=\"5d\" title=\"5d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (furchtbare Karte: keine Hand) - R&uuml;ckgang auf 22% <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">In vielleicht &uuml;berraschender Weise unterliegt deine Equity gro&szlig;en Schwankungen. Gro&szlig;artige Karten treiben deine Equity um bis zu 44% in die H&ouml;he, w&auml;hrend furchtbare Karten sie auf bis zu 20% reduzieren. Das bedeutet eine Schwankung von bis zu 64% mit vielen Abstufungen dazwischen. Beachte, dass besonders mit den Backdoordraws viele Turnkarten deiner Hand neues Leben einhauchen: oft hast du am Turn Draws mit 12 und mehr Outs, die profitable Semibluff-Moves erm&ouml;glichen.<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL 5<\/div><p class=\"emoNormal\">Du h&auml;ltst: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/7h.png\" alt=\"7h\" title=\"7h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6h.png\" alt=\"6h\" title=\"6h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><br> Flop:&nbsp;<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Jh.png\" alt=\"Jh\" title=\"Jh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8s.png\" alt=\"8s\" title=\"8s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/4s.png\" alt=\"4s\" title=\"4s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><\/p><p class=\"emoNormal\">Deine Equity gegen die 70% Range liegt bei 34%. Du hast zwar einen Gutshot und einige Backdoordraws, aber es gibt viele Karten, die dir eine katastrophale Equity am Turn bringen:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Qs.png\" alt=\"Qs\" title=\"Qs\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (furchtbare Karte: keine Hand) - R&uuml;ckgang auf 16%<\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/7d4.png\" alt=\"7d\" title=\"7d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (gute Karte: Pair und Gutshot) - Anstieg auf 59%<\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ah.png\" alt=\"Ah\" title=\"Ah\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (passable Karte: Flushdraw) - unver&auml;ndert bei 35%<\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/2s.png\" alt=\"2s\" title=\"2s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (furchtbare Karte: keine Hand) - R&uuml;ckgang auf 17%<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Das ist eine ideale Situation f&uuml;r einen Checkbehind, obwohl du keinen Showdownvalue hast. Ob du den Turn dann nach einem weiteren Check deines Gegners bei einer Blank bettest, wird sehr gegnerabh&auml;ngig sein. Deine Reads auf ihn werden dir bei der Entscheidung helfen.<\/p><p>Ein wichtiger Aspekt liegt darin begr&uuml;ndet, dass ein Flop mit einigerma&szlig;en koordinierten Middlecards sehr h&auml;ufig die 70% Range deines Gegners trifft - eine Flopbet hat also kaum Foldequity. Sogar relativ schwache H&auml;nde wie <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9s.png\" alt=\"9s\" title=\"9s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6d4.png\" alt=\"6d\" title=\"6d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> oder <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ts.png\" alt=\"Ts\" title=\"Ts\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6c4.png\" alt=\"6c\" title=\"6c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> werden callen, da viele Turnkarten Draws bringen und H&auml;nde mit hohen Spades auch einen Backdoorflush-Draw haben. Es ist sogar relativ schwierig H&auml;nde zu finden, die ein LAG oder TAG &uuml;berhaupt folden w&uuml;rde (vielleicht <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Kc4.png\" alt=\"Kc\" title=\"Kc\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/3c4.png\" alt=\"3c\" title=\"3c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\">).<\/p><p> Vergleiche diesen Flop mit anderen wie etwa  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/resources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Td4.png\" alt=\"Td\" title=\"Td\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Th.png\" alt=\"Th\" title=\"Th\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/4s.png\" alt=\"4s\" title=\"4s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\">. Falls du jetzt immer noch <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/7h.png\" alt=\"7h\" title=\"7h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6h.png\" alt=\"6h\" title=\"6h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> h&auml;ltst, wird sich deine Equity bei sp&auml;rlichen 30% befinden. Andererseits solltest du hier eher betten, da du einige Backdoowdraws hast und zudem auf dem dry Board schwache H&auml;nde (die dennoch st&auml;rker als deine sind, Z.B. Q6, J7) eher folden werden. Dar&uuml;berhinaus wirst du auf diesem Board wohl keine Raises von der 70% Range bekommen (was sollte er auch repr&auml;sentieren?). Eine Flop-Bet bringt dich normalerweise auch zum River: die Turndonkbet ist genauso unwahrscheinlich wie ein Flopraise.<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL 6<\/div><p>Du h&auml;ltst: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8h.png\" alt=\"8h\" title=\"8h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6h.png\" alt=\"6h\" title=\"6h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> <br> Flop: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Jc4.png\" alt=\"Jc\" title=\"Jc\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Tc4.png\" alt=\"Tc\" title=\"Tc\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8d4.png\" alt=\"8d\" title=\"8d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> <\/p><p> Deine Equity gegen die 70% Range ist 52%. Du hast ein schwaches 3. Pair auf einem drawheavy board, bei der die Turnkarte deine Equity au&szlig;erordentlich ver&auml;ndern kann. <\/p><ul>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Qc4.png\" alt=\"Qc\" title=\"Qc\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (furchtbare Karte) - R&uuml;ckgang auf 36% <\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9h.png\" alt=\"9h\" title=\"9h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (furchtbare Karte) - R&uuml;ckgang auf 35% <\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/2h.png\" alt=\"2h\" title=\"2h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (gute Karte) - Anstieg auf 58% <\/li>\n<li><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6s.png\" alt=\"6s\" title=\"6s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> (gro&szlig;artige Karte) - Anstieg auf 79% <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Es gibt hier selbstverst&auml;ndlich das Argument, keine Freecards verteilen zu wollen. Wenn wir die Situation jedoch eingehender betrachten, wird schnell klar, dass es nicht wirklich viele schw&auml;chere H&auml;nde gibt, die von der Freecard profitieren. A-x und K-x H&auml;nde haben lediglich 3 Outs; Q-x profitieren ein wenig, jedoch sind 9-x sowieso nicht weit hinten (<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9d4.png\" alt=\"9d\" title=\"9d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/5d4.png\" alt=\"5d\" title=\"5d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> hat 45% Equity and <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Kh.png\" alt=\"Kh\" title=\"Kh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9d4.png\" alt=\"9d\" title=\"9d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> liegt bei 50%).<\/p><p class=\"emoNormal\">Der kleine Nachteil beim Geben der Freecard wird von der Tatsache aufgehoben, dass dein Gegner nicht mehr davon ausgeht, dass deine Hand so \"stark\" wie 8-6 sein k&ouml;nnte. Am ehesten setzt er dich auf A-x oder vielleicht einen schwachen Draw wie K-7. Bei einer Blank am Turn ringt er sich vielleicht nicht zu einer Bet durch und zahlt dich mit schwachen H&auml;nden wie A-high aus.<\/p><h2>3.2 Implikationen des Equity Shift f&uuml;r die Checkbehind-Strategie<\/h2><p class=\"emoNormal\">Die Einsch&auml;tzung des m&ouml;glichen Equity Shifts kann dir am Flop einen sehr guten Indikator bieten, ob es sich um einen guten Spot f&uuml;r den Checkbehind handelt. Ist der Equity Shift Value (den wir hier kurz ESV nennen wollen) hoch, solltest du sicherlich den Checkbehind in Betracht ziehen. Ist der ESV niedrig, dann sollten andere Faktoren ins Spiel kommen: ob du protecten willst oder die Hand besser mit einer Bet spielbar wird. Sehen wir uns einige Beispiele an, die auf dem obigen Material aufbauen.<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL 7<\/div><p class=\"emoNormal\">Du h&auml;ltst: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Jh.png\" alt=\"Jh\" title=\"Jh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Th.png\" alt=\"Th\" title=\"Th\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><br> Flop:&nbsp;<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9d4.png\" alt=\"9d\" title=\"9d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6h.png\" alt=\"6h\" title=\"6h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/3c4.png\" alt=\"3c\" title=\"3c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><\/p><p class=\"emoNormal\">Das ist nur eine Wiederholung von vorher. Wie wir bereits vorher gesehen haben, hast du eine eher sp&auml;rliche Equity von 42% gegen die 70% Range. Bei einem eher Showdown orientierten oder aggressiven Gegner ist es eine gute Gelegenheit f&uuml;r einen Checkbehind. Wie vorher musst du auch hier deinen Pokerskill einsetzen, um die beste Line am Turn zu bestimmen. Es ist wieder sehr gegnerabh&auml;ngig und kein Szenario, wo es eine klar \"beste\" Line gibt. Das passt auch zu unserer grundlegenden Annahme, dass ein Checkbehind besonders dann gut ist, wenn deine Equity gegen die Range des Gegners weniger als 50% betr&auml;gt. Die Gefahr eines Raise ist gro&szlig; und Foldequity ist kaum vorhanden.<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL 8<\/div><p class=\"emoNormal\">Du h&auml;ltst: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ks.png\" alt=\"Ks\" title=\"Ks\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8c4.png\" alt=\"8c\" title=\"8c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><br> Flop: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Th.png\" alt=\"Th\" title=\"Th\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8h.png\" alt=\"8h\" title=\"8h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/7s.png\" alt=\"7s\" title=\"7s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><\/p><p class=\"emoNormal\">Es kann auch oft eine gute Idee sein, mit einigen starken H&auml;nden behind zu checken (die mehr als 50% Equity haben), aber dennoch anf&auml;llig f&uuml;r einen Equity Shift sind. Gegen die 70% Range hast du in diesem Beispiel eine sehr gute Equity von 62%. Ein Checkbehind f&uuml;hlt sich also ziemlich falsch an. Dennoch bist du in dieser Situation anf&auml;llig f&uuml;r einen umgekehrten Equity Shift, da es eine Menge an schlechten Turnkarten gibt.<\/p><p>Dennoch willst du in dieser Situation beinahe immer zum River kommen. Das erlaubt dir der Checkbehind mittels Potcontrol. Es ist klar, dass diese Idee sicherlich kontrovers ist und viele Spieler einfach den Kopf sch&uuml;ttelnd sagen werden, dass es keine korrekte M&ouml;glichkeit sei, nicht zu betten, wenn man in Position gegen die Range des Gegners 62% Equity hat.<\/p><p> Das f&uuml;hlt sich intuitiv wie ein -EV Move an. Dennoch ist es sehr wichtig zu erw&auml;hnen, dass wir nicht nur an eine simple Calldown-Strategie gebunden sind. Bei einer guten Turnkarte (irgendeine low Card) kann unser Gegner sich leicht zu einer Bet mit mittelstarken Holdings hinrei&szlig;en lassen (wir haben den Flop nicht gebettet, also wieso sollte uns diese Karte helfen?). Wir k&ouml;nnen ihn dann raisen. Von einer Hand wie 7-5, mit der er am Flop wahrscheinlich check\/call gespielt h&auml;tte, haben wir also eine kleine Bet gewonnen. <\/p><p class=\"emoNormal\">In dieser Situation ist wichtig zu wissen, ob dein Gegner zu Donkbets am Turn imstande ist. Das ist sehr wichtig f&uuml;r deine weitere Handplanung. Naturgem&auml;&szlig; will man den Flop aufgrund des Equityvorteils betten, beh&auml;lt sich aber die Option vor, auf unangenehme Turnkarten behind zu checken. Im R&uuml;ckblick auf das obige Beispiel wird diese Idee noch deutlicher.<\/p><p class=\"emoNormal\">Mit unserer Hand wollen wir sicherlich zum Showdown. Je nach Turnkarte besitzt unsere Hand jedoch nicht die n&ouml;tige St&auml;rke, um jede Street zu valuebetten. Es gibt also zwei m&ouml;gliche Spielweisen:<\/p><ul>\n<li>a) wir k&ouml;nenn entweder am Flop contibetten und bei unangenehmen Turnkarten behind checken<\/li>\n<li>b) wir k&ouml;nnen am Flop behind checken und am Turn neu evaluieren<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><p class=\"emoNormal\"><b>a) Wir c-betten den Flop und werden gecallt<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Falls der Turn eine Blank ist, werden wir erneut betten. Allerdings gibt es eine Anzahl von unangenehmen Karten, die wir lieber behind checken werden, z.B. jede 6, 9, J, evtl. sogar jede 7 und jedes Herz.&nbsp; Falls unser Gegner entgegenkommend ist, besteht kein Problem, f&uuml;r nur 0,5 BB zum River zu kommen. Wenn hingegen dein Gegner zu Donkbets auf Scarecards f&auml;hig ist, dann k&ouml;nnen wir nicht einfach folden, es kostet uns dann allerdings auch 1,5 BB, um zum River zu kommen.<\/p><p>Str&auml;rkere Spieler werden sicherlich diese Donkbets in ihrem Repertoire haben und werden nach dem Flopcall in folgenden Situationen donken: sie haben 6-7 und der Turn bringt 10-8-7-6 oder sie halten 7-9 auf dem gleichen Turn 10-8-7-6. Das ist v.a. dann besonders gef&auml;hrlich, wenn es starke Spieler sind, die ihre Donkbets balancen. Sie k&ouml;nnen z.B. diese Line auch mit H&auml;nden wie <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ah.png\" alt=\"Ah\" title=\"Ah\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6s.png\" alt=\"6s\" title=\"6s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> auf Turns wie <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Th.png\" alt=\"Th\" title=\"Th\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8h.png\" alt=\"8h\" title=\"8h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/7s.png\" alt=\"7s\" title=\"7s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Qh.png\" alt=\"Qh\" title=\"Qh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> mit dem Nutflushdraw spielen. Es ist nicht leicht, die Donkbet hier zu callen, aber ein Fold w&auml;re ein schlimmer Fehler.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b>b) Wenn wir den Flop jedoch behind checken,<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">haben wir sehr viel mehr Kontrolle und vermeiden das Problem der Donkbett. Das ist zwar genaugenommen nicht vollst&auml;ndig wahr, da unser Gegner ja immer noch donkbetten kann (wir haben ja am Flop behind gecheckt, so dass die Benennung Donkbet eine Definitionsfrage ist). Trotzdem k&ouml;nnen wir immer noch callen und erreichen den River f&uuml;r 1BB - eine Verbesserung gegen&uuml;ber dem 1,5BB aus Szenario a).<\/p><p class=\"emoNormal\">Zus&auml;tzlich haben wir durch Line b) unseren EV zus&auml;tzlich durch Bluffinduce erh&ouml;ht. Wenn wir einen scary Flop behind checken, werden viele Gegner annehmen, dass wir nichts getroffen haben und vielliecht sogar mit A-high downcallen. Wenn der Turn eine 6 oder einen J bringt, wird seine Bettingrange sehr viel weiter und sogar einen guten Teil Air sowie viele schwache H&auml;nde enthalten, die wir schlagen. Selbstverst&auml;ndlich haben wir dann sogar mit einem einfachen Downcall eine sehr profitable Line bis zum River (als einfachste Option).<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<\/p><h1 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">4. Verschiedene Handkategorien f&uuml;r den Checkbehind<\/h1><p class=\"emoNormal\">Man kann mit jeder m&ouml;glichen Hand behind checken, beginnend mit starken made Hands wie 2 Pair bis hin zu total Air. In diesem Abschnitt wollen wir bei verschiedenen Handtypen betrachten, ob sie sich f&uuml;r einen Checkbehind am Flop eignen und wann sich eine g&uuml;nstige Gelegenheit daf&uuml;r bietet. Selbsverst&auml;ndlich m&uuml;ssen wir dies im Kontext von verschiedenen Floptexturen (dry bis sehr drawy) tun. Wir wollen 6 Handkategorien in Betracht ziehen, und dann jede einzelne detailliert unter die Lupe nehmen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Im Spiel gegen smarte Gegner sollte ein wichtiger Teil deines Spiels auf Balancing ausgerichtet sein. Wenn du den Flop immer mit einer starken made Hand oder einem starken Draw bettest und mit allen anderen H&auml;nden behind checkst, kann dein Gegner dich sehr gut auf eine Range setzen. Es ist trotzdem leicht, deine Lines zu balancen, indem du mit allen Typen von H&auml;nden bettest und checkst. Deshalb kannst du dein Flopplay auch dazu benutzen, bestimmte Tendenzen deines Gegner zu exploiten, w&auml;hrend dein eigenes Spiel gebalanced bleibt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es ist wichtig zu erw&auml;hnen, dass dich Balancing im allgemeinen ein klein wenig EV kostet. Falls dein Gegner also nicht sophisticated genug ist, dein nicht gebalanctes Spiel zu exploiten, solltest du einfach die Lines mit dem gr&ouml;&szlig;ten EV spielen. Die sechs Handkategorien sind die folgenden:<\/p><p><b>1) Starke made Hands<\/b><br> Da wir h&ouml;chstwahrscheinlich Heads up spielen, ist eine starke made Hand bereits ein top oder second Pair mit gutem Kicker, z.B. J-5 auf einem J-7-4 Board, K-8 auf einem Q-8-3 board oder 8-8 auf einem A-7-5 board.<b><i><br> <\/i><br> 2) Schwache made Hands<\/b><br> Hierunter befinden sich typische Heads up H&auml;nde wie Bottom Pair oder gute Aces auf trockenen Boards: 3-3 auf Q-9-4, 6-5 auf einem K-8-6 Board, A-J auf Q-7-2 oder A-5 auf J-J-4. Solche H&auml;nde haben normalerweise ca. 55% Equity gegen die 70% Range unseres Gegners. <b><i><\/i><\/b><\/p><p> 3) Gute Draws<i>&nbsp; <\/i><br> Ein guter Draw hat gemeinhin keinen Showdownvalue, aber zumindest 9 Outs um sich zu verbessern: z.B. <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6d4.png\" alt=\"6d\" title=\"6d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/5d4.png\" alt=\"5d\" title=\"5d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> auf einem <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Kd4.png\" alt=\"Kd\" title=\"Kd\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9c4.png\" alt=\"9c\" title=\"9c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/7d4.png\" alt=\"7d\" title=\"7d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> Board,&nbsp; <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Js.png\" alt=\"Js\" title=\"Js\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ts.png\" alt=\"Ts\" title=\"Ts\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> auf <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Qh.png\" alt=\"Qh\" title=\"Qh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8s.png\" alt=\"8s\" title=\"8s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/7c4.png\" alt=\"7c\" title=\"7c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\">. <br> Das letzte Beispiel ist weniger klar strukturiert, da es gegen Q-x lediglich 4 Outs gibt und die 10er Outs gegen 8-x und 7-x nicht ganz rein sind aufgrund der Vielzahl der m&ouml;glichen Draws. Daf&uuml;r entsch&auml;digt uns jedoch der Backdoorflushdraw. <\/p><p> <b><i> <\/i>4) Schwache Draws<\/b> <br> Schwache Draws haben normalerweise nicht mehr als 4 Outs, wenn du mit deiner Hand hinten liegst, z.B. 5-6 auf einem K-9-8 board oder haben mehr unsaubere Outs, z.B. 8-6 auf einem 9-10-J Board, oder <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/7h.png\" alt=\"7h\" title=\"7h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8h.png\" alt=\"8h\" title=\"8h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> auf einem <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ks.png\" alt=\"Ks\" title=\"Ks\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9s.png\" alt=\"9s\" title=\"9s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6s.png\" alt=\"6s\" title=\"6s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> Board.<\/p><p> <b>5) Schwache H&auml;nde mit etwas Showdownvalue<\/b><br> Spielt dein Gegner Ranges von 85% oder mehr, gewinnen sogar schlecht aussehende H&auml;nde an Showdownvalue: z.B. K-4 auf einem 10-8-3 Board or Q-J auf einem 7-5-3 Board. Diese H&auml;nde haben eine schlechte Equity (normalerweise um die 35%) gegen die typische Range deines Gegners und k&ouml;nnen sehr leicht von schw&auml;cheren H&auml;nden unter Druck gesetzt werden. <\/p><p> <b>6) Total Air<\/b> <br> Alles andere - keine Hand, kein Draw und kein Showdownvalue: z.B. 7-5 auf einem K-10-3 Board, 8-6 auf K-Q-10. <\/p><h2>4.1 Starke made Hands<\/h2><p class=\"emoNormal\">Selbstverst&auml;ndlich kannst du EV verlieren, wenn du mit einer starken made Hand nicht bettest, es ist trotzdem nicht die volle Wahrheit. Wenn dein Gegner gar nichts oder wenig hat, wird er auf eine Bet wohl folden (denke daran, dass wenn du eine starke Hand hast, es ein wenig unwahrscheinlicher wird, dass er etwas hat). Wenn du checkst, wird er evtl. einen anderen Blick auf seine Hand haben und mehr Value darin sehen, als er tats&auml;chlich hat.<\/p><p class=\"emoNormal\">Das verleitet ihn vielleicht, Bets in den Pot mit furchtbarer Equity zu investieren. Zum Beispiel h&auml;ltst du Q-J und er K-9 auf einem Q-7-4 Board. Du checkst aus Balancinggr&uuml;nden behind. Sagen wir, dass am Turn eine Blank kommt, er checkt wieder und du setzt. Vielleicht denkt er nun, dass du den Pot klauen willst (er hat ja mittlerweile bereits zweimal gecheckt) und ringt sich zu einem Calldown mit King high durch (der Downcall wird sogar noch wahrscheinlicher, wenn er eine A-Rag Hand h&auml;lt). M&ouml;glicherweise raist er sogar mit solchen H&auml;nden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Das trifft besonders dann zu, wenn er dich bereits in anderen Situationen mit Trash H&auml;nden behind checken gesehen hat. Du hast zwar m&ouml;glicherweise 1SB am Flop verpasst, bekommst aber 2BB am Turn und River, weil er dich auf die komplett falsche Hand readet.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es gibt eine weitere gute M&ouml;glichkeit hier. Sagen wir, er h&auml;lt eine schwache Hand wie 5-4. Damit wird er h&ouml;chstwahrscheinlich auf allen 3 Streets check\/call spielen. Wenn du jedoch den Flop behindcheckst, wird er bei einer Blank am Turn m&ouml;glicherweise versuchen, seine Hand durch eine Bet zu protecten. Du kannst ihn dann raisen und bekommst 3 BB anstelle von 2,5 BB bei seinem Downcall.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der Checkbehind kann auch als Slowplay benutzt werden. Mit der erh&ouml;hten Aggression, die mittlerweile Standard ist, ist das Slowplay aus der Mode gekommen. Man ist der &Uuml;berzeugung, dadurch Value aufzugeben.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dennoch wirst du bei einer vorsichtigen Analyse der Range deines Gegners feststellen, nur gegen einen kleinen Teil seiner Range EV aufzugeben. Im Gegenzug gewinnst du sehr viel EV gegen einen sehr viel gr&ouml;&szlig;eren Teil seiner Range. Damit machst du im Endeffekt Profit. Um noch genauer zu demonstrieren, was wir damit meinen, folgendes Beispiel:<\/p><p class=\"emoNormal\">Du h&auml;ltst AA und der Flop kommt A-2-2. Solange dein Gegner nicht sehr oft zu Bluffraises ansetzt, gibt es nicht sehr viele Gr&uuml;nde hier zu betten. Der Teil seiner Range, mit der er dir Action machen wird, enth&auml;lt nur A-x, 2-x H&auml;nde und P&auml;rchen (nat&uuml;rlich kann er auch mit K und Q high downcallen).<\/p><p class=\"emoNormal\">Mit einem Checkbehind gibst du (m&ouml;glicherweise) etwas EV gegen eine sehr kleine Range auf. Gegen den gr&ouml;&szlig;ten Teil seiner H&auml;nde wirst du deinen EV steigern. Dies ist eine der Situationen, die auf soft facts beruht. Es kann nicht mathematisch bewiesen werden, jedoch sollte ziemlich klar sein, das der Hauptanteil seiner Range aus H&auml;nden wie Q-5, 10-8, 7-6 besteht. Diese H&auml;nde haben aus der Sicht deines Gegners wohl keine gro&szlig;e Equity oop am Flop, aber k&ouml;nnen sehr viel besser nach einer guten Turnkarte aussehen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es gibt dar&uuml;berhinaus sehr viele Spieler, die vor allem im Heads-up nicht davon ablassen k&ouml;nnen zu betten,&nbsp; wenn du Schw&auml;che zeigst. Sie hassen einfach den Gedanken, mit T high gegen dein J high zu verlieren, w&auml;hrend eine Bet dich zum Folden gebracht h&auml;tte. Wenn du also den Flop checkst, werden einige Spieler h&auml;ufig am Turn betten, beinahe unabh&auml;ngig von der Karte.<\/p><p class=\"emoNormal\">Welche Line du dann auch w&auml;hlst (entweder sofort raisen oder vielleicht erst am River) - du hast eine offensichtlich sehr profitable Situation konstruiert, die schwerlich nach einer Flopbet h&auml;tte erreicht werden k&ouml;nnen.<\/p><p><b>Balancing <\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Trotz allem sollte es dennoch bei weitem dein Standardplay sein, alle starken H&auml;nde am Flop zu betten. Spieler mit Gesp&uuml;r f&uuml;r Balancing werden wohl die kleine Gefahr bemerken, wenn man niemals starke H&auml;nde behind checkt. Mitdenkende Gegner k&ouml;nnen deine Range reduzieren und H&auml;nde ausschlie&szlig;en, die eine starke Valuebet am Flop machen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dennoch sollte es jetzt keine gro&szlig;e Geschichte sein, denn auch der Checkbehind ist ein gro&szlig;er Teil deines Spiels: die meisten Flops sollst du also trotzdem betten. Da starke made Hands im Heads up eher selten sind, werden deine Bets sowieso von der gro&szlig;en Anzahl an Bets am Flop mit vielen anderen Handtypen getarnt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ab und an solltest du wirklich auch weirde Lines im Heads up nehmen, da sich dieser Eindruck umso mehr im Kopf deines Gegners verankert. Zum Beispiel wenn du ihn mit wirklich schwachen H&auml;nden, sagen wir Q high, downcallst. Das ist jedoch sicherlich nicht in reinem EV Begriffen erw&auml;hnenswert.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dein Gegner wird zufrieden sein, f&uuml;r einige Bigbets ausbezahlt worden zu sein, aber er wird bemerken, dass du wie eine totale Station gespielt hast. Da dies ein merkw&uuml;rdiges Play ist (anders als ein A-high Downcall), wird er es einige Zeit im Ged&auml;chtnis behalten. Vielleicht spielt er die n&auml;chsten 100 H&auml;nde suboptimal, indem er nach knappen Valuebets Ausschau h&auml;lt und gleichzeitig Bluffs vermeiden will. Du kannst das selbstverst&auml;ndlich bemerken und exploiten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ab und an kann es gut f&uuml;r das Metagame sein, mit A-K auf einem K-9-3 Flop behind  zu checken (dann solltest du aber den River und nicht den Turn raisen). Wenn du also behind checkst, muss dein Gegner auch sehr starke H&auml;nde mit in deine Range aufnehmen. Davon profitierst du andererseits auch wieder, wenn du Freecards nehmen willst: er wird nicht ganz so aggressiv sein.<\/p><h2 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">4.2 Schwache made Hands<\/h2><p><b>Protection vs Bluffinduce&nbsp;<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Das ist ein sehr wichtiger Teil der Checkbehind-Strategie und erlaubt dir maximalen Value mit marginalen H&auml;nden zu gewinnen, v.a. gegen sehr tighte und\/oder aggressive Spieler. Es kommt vor, dass du mit deinen mittelstarken H&auml;nden mit Showdownvalue behind checkst - typische H&auml;nde, mit denen man lieber einen 2BB als 4BB Pot spielen will.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der Nachteil ist selbstverst&auml;ndlich, dass du deine Hand nicht protectest, wenn du vorne bist. Allerdings ist der Pot dann so klein, dass es eher vernachl&auml;ssigt werden kann. Der Vorteil ist jedoch, dass du einen Haufen Bluffs von H&auml;nden induzieren wirst, die nur 6 Outs haben.<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL 9<\/div><p class=\"emoNormal\">Du h&auml;ltst:<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/As.png\" alt=\"As\" title=\"As\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9h.png\" alt=\"9h\" title=\"9h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><br> Flop: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Ks.png\" alt=\"Ks\" title=\"Ks\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8d4.png\" alt=\"8d\" title=\"8d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/3c4.png\" alt=\"3c\" title=\"3c\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><\/p><p class=\"emoNormal\">Mit einer A-high Hand auf einem unkoordinierten Board wird dieser Plan oft aufgehen. Dein Gegner h&auml;lt die Standard 70% Range. Solltest du betten oder behind checken?<\/p><p class=\"emoNormal\">Wie wir in der Einleitung angedeutet haben, ist diese Situation aus mathematischer Sicht sehr kompliziert. Aber da sie so h&auml;ufig im Heads up vorkommt, lohnt es sich, einen genauen Blick darauf zu werfen und einige Schlussfolgerungen zu ziehen.<\/p><p><b>Mathematische Ann&auml;herung<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Vor dem Fortgang der Analyse m&uuml;ssen wir jedoch betonen, dass es keine vollst&auml;ndig ersch&ouml;pfende Analyse aller m&ouml;glichen Wahrscheinlichkeiten ist. Wir werden viele (mehr oder weniger fundierte) Absch&auml;tzungen vornehmen, sind uns jedoch bewusst, dass vieles nur Annahmen sind. Wenn wir eine Schlussfolgerung ziehen, dann immer bewusst auf bestimmten Annahmen basierend. Wenn wir auch keine definitv g&uuml;ltige Antwort finden, haben wir zumindest eine sehr viel bessere Idee von den zugrundeliegenden Faktoren bekommen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Zun&auml;chst sollten wir unsere Equity gegen die 70% Range bestimmen. Es ist ziemlich klar, dass wir nur gegen K-x, 8-x und 3-x H&auml;nde aus der 70% Range zur&uuml;ckliegen, also nicht gegen A-K oder 3-2. Wir liegen somit zu ca. 60% vorne, der Pot ist 2BB gro&szlig;. Es gibt 2 M&ouml;glichkeiten: wir liegen entweder vorne oder hinten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn wir zur&uuml;ckliegen, ist ein Checkbehind auf alle F&auml;lle besser, allerdings ist eine genaue Quantifizierung sehr schwierig, welches Play besser ist. Es h&auml;ngt viel davon ab, wieviel wir bezahlen m&uuml;ssen, wenn er zu betten beginnt. Dennoch ist ziemlich klar, dass ein Checkbehind gut sein muss, auch wenn wir nicht ganz sicher sind, um wieviel besser.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wie k&ouml;nnen wir den Checkbehind bewerten, wenn wir vorne sind? Lasst uns die Situation in folgende Szenarien aufteilen und jede einzelne n&auml;her betrachten.<\/p><ul>\n<li> 1) Du setzt und er foldet<\/li>\n<li>2) Du setzt und er callt<\/li>\n<li>3) Du setzt und er raist<\/li>\n<li>4) Du checkst und er setzt immer am Turn<\/li>\n<li>5) Du checkst und er setzt niemals am Turn<\/li>\n<\/ul><p> <b>1) Du setzt und er foldet<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Beginen wir mit der leichtesten Situation. Du gewinnst 2BB, also ist der Value auch 2BB.<\/p><p><b>2) Du setzt und er callt<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Jetzt &iacute;st es schon schwieriger. Der Pot ist 3BB und der Einfachheit halber nehmen wir an, dass es am Turn check\/check geht, was ja realistisch ist. Wenn er nun am River setzt, wirst du immer callen m&uuml;ssen, da du ja Schw&auml;che gezeigt hast. Er wird auch hoffnungslose H&auml;nde betten, obwohl er nat&uuml;rlich auch den Turn oder River gehittet haben kann und for Value bettet. Geben wir ihm eine random Hand wie z.B. Q-7, liegt seine Chance, dich doch noch zu &uuml;berholen bei 25%. Er wird m&ouml;glicherweise auch in 25% der F&auml;lle mit einer schlechteren Hand betten und in allen anderen F&auml;llen geht es check\/check am River und du gewinnst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Unser EV ist daher:<\/p><p class=\"emoNormal\">0,25* -1,5BB (er outdrawt uns und wir zahlen ihn aus)<br> 0,5*2,5BB (es gibt keine weiteren Bets, wir gewinnen den Pot)<br> 0,25*3,5BB (er blufft den River, wir catchen ihn)<\/p><p class=\"emoNormal\">Gesamt: (0,25 * -1,5BB) + (0,5 * 2,5BB) + (0,25 * 3,5BB) = 1,75BB<\/p><p><b><br> 3) Du setzt und er raist<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Das ist offensichtlich sehr kompliziert, da er auch herumspewen kann und du m&ouml;glicherweise die&nbsp; beste Hand foldest. Wir wollen nicht versuchen, dies zu berechnen und stattdessen diese Situation au&szlig;en vor lassen.<\/p><p><b>4) Du checkst und er setzt immer am Turn<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Wir werden hier immer callen. Die Gleichung wird &auml;hnlich wie in Fall 2) ausssehen, au&szlig;er dass der Pot etwas gr&ouml;&szlig;er sein wird. Falls er am River die beste Hand h&auml;lt, wird er nochmal betten und du zahlst ihn aus. Nehmen wir zus&auml;tzlich an, dass er 25% seiner schlechteren H&auml;nde ebenfalls bluffbettet.<\/p><p class=\"emoNormal\">Unser EV ist jetzt:<\/p><p class=\"emoNormal\">0,25 * -2BB (er drawt uns aus und wir zahlen)<br> 0,5 * 3BB (er bettet am Turn und gibt dann auf)<br> 0,25 * 4BB (er blufft am River und wir callen)<\/p><p class=\"emoNormal\">Gesamt: (0,25 * -2BB) + (0,5 * 3BB) + (0,25 * 4BB) = 2BB <b><br> <\/b><\/p><p><b><br> 5) Du checkst und er setzt niemals am Turn<\/b><\/p><p> Falls er auf deinen Checkbehind nicht den Turn bettet, wirst du meistens mit einer Bet den Pot gewinnen. Manchmal wird er mit schlechteren H&auml;nden (A-2, Q-T) callen, was sehr profitabel ist, da er lediglich einen Sechsouter hat. Manchmal wird er auch die st&auml;rkere Hand am Turn halten, jedoch nicht betten (z.B. mit 4-5). Diese Szenarien wiegen sich jedoch auf, sodass es sehr wahrscheinlich ist, dass wir im Schnitt 2BB gewinnnen. <\/p><p> <b>Zusammenfassung<\/b> <\/p><ul>\n<li>Wir sind vorne und betten den Flop. Unser EV ist 2BB wenn er foldet und 1,75BB wenn er callt. Wir haben au&szlig;en vor gelassen, was passiert wenn er raist.<\/li>\n<li>Wir sind vorne wenn wir checken. Unser EV liegt bei 2BB wenn er immer den Turn bettet und 2BB falls er niemals den Turn bettet.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Unsere Annahme, dass der Checkbehind nicht schlechter als die Bet ist, scheint &uuml;berraschenderweise also doch wahr zu sein, sogar wenn wir vorne sind. Wenn wir das noch mit der Tatsache kombinieren, dass der Check auf alle F&auml;lle besser ist, wenn wir hinten liegen, dann sieht es langsam wie das richtige Play aus. Nat&uuml;rlich haben wir eine Anzahl an vielleicht anfechtbaren Annahmen &uuml;ber den Spielverlauf gemacht. Welche Faktoren sollten nun unsere Entscheidung nachhaltig beeinflussen?<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn wir nicht sonderlich showdownbound spielen (z.B. um Varianz zu vermeiden), sind wir mit einem Check auf alle F&auml;lle besser bedient. Das Problem bei einer Bet liegt darin, dass uns schlechtere H&auml;nde raisen k&ouml;nnen, wir aber nicht zum Showdown gehen. Eine Bet kann daher die schlimme Konsequenz haben, die bessere Hand zu folden und damit massiv -EV zu sein.<\/p><p class=\"emoNormal\">Sogar als sehr showdowngebundener Spieler ist ein Checkbehind eine gute Line am Flop. Solange du dich bei einem Flopraise nicht unwohl f&uuml;hlst. Falls er aber z.B. sehr oft den Flop checkraist und auf trockenen Boards herumspewt, liegt mehr Value darin, mit Bets weitere Bluffs zu induzieren.<\/p><p class=\"emoNormal\">Falls dein Gegner jedoch passiv und ehrlich spielt (du wirst nicht sehr viele dieser Gegner ab einem bestimmten Midstakes-Level finden), dann ist eine Bet m&ouml;glichweise besser. Es wird dann meistens auf folgendes hinauslaufen: er foldet schlechtere H&auml;nde auf diesem dry Board und raist mit den besseren; er wird nicht den Turn nach deinem Flopcheck mit schlechteren H&auml;nden betten (ein Bluffinduce funktioniert nicht und du gibst einfach nur Freecards.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b>Fazit<\/b><\/p><p>In den meisten F&auml;llen wirst du mit A-high mit einem Checkbehind auf dry Boards besser dran sein - wenn also deine Equity zwar &uuml;ber 50%, jedoch nicht &uuml;ber 60% liegt. Nichtsdestotrotz musst du dich aber an deinen Gegner anpassen. Wenn Gegner sehr loose den Flop floaten, ist Bet Flop\/Bet Turn for free Showdown das bessere Play. Sollten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit bluffen nach deinem Check am Flop, wird Checkbehind zu einer besseren Option.<\/p><p> <b>Metagame&nbsp;<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Es gibt noch einen weiteren wichtigen Aspekt. Wenn du in diesen Situationen behindcheckst, dein Gegner setzt und du gewinnst nach einem Calldown, musst du immer auch das Metagame im Auge behalten. Falls das mehrere Male passiert, wird dein Gegner kaum weitermachen und dir Geld schenken. In Zukunft wird er den Turn nur dann betten, wenn er h&ouml;chstwahrscheinlich gegen dein A-high vorne liegt. Dann kannst du beginnen, gute Folds zu machen.<\/p><h2 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">4.3 Gute Draws<\/h2><p class=\"emoNormal\">Wir alle wissen, dass wir oft betten um Foldequity zu generieren. Da wir au&szlig;erdem meistens viele Outs haben, sind wir eher nicht zu besorgt, falls wir geraist werden. Ein Checkbehind mit einem guten Draw (und sogar einem schlechten Draw) f&uuml;hlt sich also erstmal falsch an.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dennoch gibt es ein einfaches Prinzip, das wir sorgf&auml;ltig betrachten m&uuml;ssen. Spieler verlieben sich oft in ihre starken Draws und betten sie wie die Nuts. Dennoch bieten diese \"gro&szlig;artigen Draws\" manchmal nicht die ben&ouml;tigte Equity, mit der wir vielleicht rechnen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Falls wir dar&uuml;berhinaus geraist werden, liegt unsere Equity meist unter 50%. Das h&auml;lt viele Spieler nicht davon ab, fr&ouml;hlich zu 3-betten. Sie haben einen schlechten Stand und sehr wenig Foldequity f&uuml;r den weiteren Verlauf der Hand (der Gegner wird sehen, dass es ein drawy Board ist und eine 3-Bet auf der \"billigen\" Street in Position wird nicht sehr viel Respekt ernten). Sehen wir uns folgendes Beispiel an:<\/p><p class=\"emoNormal\">&nbsp;<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL 10<\/div><p class=\"emoNormal\">Du h&auml;ltst: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Qh.png\" alt=\"Qh\" title=\"Qh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Jh.png\" alt=\"Jh\" title=\"Jh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><br> Flop:&nbsp;<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/resources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Td4.png\" alt=\"Td\" title=\"Td\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9d4.png\" alt=\"9d\" title=\"9d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6s.png\" alt=\"6s\" title=\"6s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><\/p><p class=\"emoNormal\">Du h&auml;ltst <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Qh.png\" alt=\"Qh\" title=\"Qh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Jh.png\" alt=\"Jh\" title=\"Jh\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> f&uuml;r 2 Overcards und einen OESD-Straightdraw.<\/p><p class=\"emoNormal\">Eine gro&szlig;artige Hand, nicht wahr? Andererseits ist deine Equity gegen die Standard 70% Range ca. 56%. Falls du stattdessen  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6d4.png\" alt=\"6d\" title=\"6d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/5s.png\" alt=\"5s\" title=\"5s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"> f&uuml;r Bottom Pair, no Kicker h&auml;ltst, rangiert deine Equity in derselben Gr&ouml;&szlig;enordnung bei ca. 54%. Es ist schwer vorstellbar, warum Spieler auf solchen Boards mit Q-J enthusiastisch werden, dagegen nicht so sehr mit 6-5, obwohl beide H&auml;nde fast glech viel Wert sind.<\/p><p class=\"emoNormal\">Nat&uuml;rlich sind harte Bets mit drawing Hands immer gut und recht, aber nur, wenn das auch Foldequity generiert. Es gibt keine starken H&auml;nde, die auf diesen Board nicht einen Showdown sehen wollen. Jedes Paar und sogar A-high werden downcallen, da sie dich oft auf einen Draw setzen werden und sich von busted Draws Value erhoffen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Sogar eine Hand wie 7-6 wirst du kaum loslassen, weil sie sehr viele Outs bis zum River besitzt. Auch wenn das Board ugly wird, ist ein crying Call bei der Potgr&ouml;&szlig;e eigentlich automatisch. Einzige Ausnahme unter den st&auml;rkeren H&auml;nden, die dir entweder Action geben oder folden werden, sind K-8 und K-7.<\/p><p class=\"emoNormal\">Falls du einen Checkbehind machst, wird deine Hand sehr deceptive sein, da dich dein Gegner kaum auf einen so starken Draw in deiner Range readet. Er wird h&ouml;chstwahrscheinlich annehmen, dass du A-x oder ein kleines P&auml;rchen hast, das keinen Semibluffraise auf dem Drawy Board riskieren will. Das wird er sich ziemlich sicher so denken, da er bereits in &auml;hnlichen Situationen Checkbehinds von dir gesehen hat. Es k&ouml;nnen nun zwei gute Dinge passieren.<\/p><p class=\"emoNormal\">Erstens, wenn er eine akzeptable Hand h&auml;lt, wird er jeden Turn betten. Falls du dich jetzt oder am River verbesserst, wird er dein Raise bezahlen, da er dich nach deiner Bettingsequenz auf keine starke Hand setzen kann. In diesem Fall gewinnst du 3BB anstelle von 2,5BB, die du erzielt h&auml;ttest, wenn du seine Bets auf allen Streets nur callst. Falls du deinen Draw verfehlst, verlierst du lediglich das Minimum.<\/p><p class=\"emoNormal\">Zweitens, falls er nicht wirklich etwas h&auml;lt, zahlt er dich vielleicht trotzdem aus, da er dich auf eine total andere Hand setzt. Sagen wir, er h&auml;lt 2-2. Er checkt den Flop und du checkst behind. Der Turn bringt jetzt<\/p><p class=\"emoNormal\">Flop:&nbsp; <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/resources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Td4.png\" alt=\"Td\" title=\"Td\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9d4.png\" alt=\"9d\" title=\"9d\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/6s.png\" alt=\"6s\" title=\"6s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><br> Turn: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Jc4.png\" alt=\"Jc\" title=\"Jc\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><\/p><p class=\"emoNormal\">Falls er checkt und du bettest, zahlt er dich wom&ouml;glich aus, da in seiner Wahrnehmung deine Range aus vielen A-x, K-x und Q-x H&auml;nden besteht.<\/p><p class=\"emoNormal\">Falls du den Flop bettest, vermittelst du ihm den Eindruck, dass dir das Board wirklich gef&auml;llt, zumal du ja bereits bewiesen hast, dass du solche Boards bei einem Miss oft behindcheckst. Bei vielen Turnkarten wird er denken, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass du gehittet hast und wird gute Folds mit seinem kleinen Pair machen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bei Blanks am Turn und einem Check von Villain solltest du am ehesten nochmal behindchecken. Nach deinem Flopcheck wird er kaum eine bessere Hand folden, besonders A-x. Eine Turnbet wird also nicht den gew&uuml;nschten Erfolg zeigen, da dir Foldequity gegen bessere H&auml;nde fehlt.<\/p><p>Der Hauptaspekt hier -und das ist auf die meisten Situationen mit starken Draws anwendbar- verlierst du zwar mit einem Checkbehind einen kleinen Teil Foldequity, aber der Anteil an Deception wiegt diesen Nachteil bei weitem wieder auf. Gute Spieler nehmen an, dass du deine Draws hart bettest und im Gegenzug ist es daher sehr profitabel, sie passiv zu spielen. Du wirst bei einem Hit sehr oft gut ausbezahlt werden und falls nicht, vermeidest du herumzuspewen. Mit einem guten Draw ohne Foldequity solltest du immer die passive Line in Erw&auml;gung bevorzugen.<\/p><h2 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">4.4 Schwache Draws<\/h2><p class=\"emoNormal\">Oft ist es sehr gut, mit schwachen Draws nur behind zu checken, ganz besonders wenn du Overcards auf einem drawy Board h&auml;ltst. Ein Standardbeispiel ist J-8 auf einem 6-5-3 Board. Das ist ein wirklich h&auml;sslicher Flop f&uuml;r deine Hand und deine Equity gegen die 70% Range liegt bei 33%. In vielen Beispielen in diesem Artikel regen wir einen Checkbehind an, obwohl es auch Argumente f&uuml;r eine Bet gibt. In diesem Fall existieren jedoch keine Argumente f&uuml;r eine C-bet und der Checkbehind ist das weit bessere Play.<\/p><p class=\"emoNormal\">Das Problem bei einer C-bet: sie ist ein -EV Play, die keine Vorteile hinsichtlich der Foldequity bringt, weder jetzt noch auf sp&auml;teren Streets. Es gibt keine besseren H&auml;nde die folden und alle schw&auml;cheren haben Draws und werden dich attackieren. Sogar wenn du von H&auml;nden wie K-7 gecallt wirst, liegt deine einzige Chance zu gewinnen im Hitten deiner 6 Outs oder in einer 3-Barrel.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn du nicht 3-barrelst (und z.B. am Turn checkst), wird dich jeder thinking Player auf eine sehr schwache Hand setzen und den River check\/callen. Falls du 3-barrelst, bekommst du vielleicht einen Fold am River. Nichtsdestotrotz kann eine 3-Barrel nicht +EV sein, wenn du h&ouml;chstwahrscheinlich behind bist.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du kannst also genausogut deine Freecard nehmen - was &uuml;berhaupt kein schlechtes Play ist. Jacks und Achter sind augenscheinlich hervorragend, jede 7 gibt dir einen Openender. Ein weiterer Vorteil: dein Gegner wird m&ouml;glicherweise (und zurecht), deinen Checkbehind als A-high einstufen, das zum River will. In diesem Fall bekommst du vielleicht eine weitere Freecard am Turn.<\/p><h2 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">4.5 Schwache H&auml;nde mit etwas Showdownvalue<\/h2><p class=\"emoNormal\">Oft genug hast du im Heads up H&auml;nde mit etwas Showdownvalue. Normalerweise sind das A-high und K-high H&auml;nde, obwohl auch kleine Pockets auf koordinierten Boards ab und an in diese Kategorie geh&ouml;ren. Solche H&auml;nde erfordern einen billigen Showdown und daher ist der Checkbehind am Flop die richtige Line.<\/p><p class=\"emoNormal\">Oft wird das Board kleine, koordinierte Karten bringen und wenn du dann bettest und geraist wirst, willst du wahrscheinlich hier und auch am Turn callen. Wenn du den River dann auch noch callst, hat dich die Line 3BB gekostet und deine Hand wird selten gut sein. Wenn du stattdessen am Flop behind checkst, siehst du bereits f&uuml;r 2BB garantiert den Showdown.<\/p><p class=\"emoNormal\">Meistens wird deine Hand zwar ebenfalls nicht gut sein. Wenn jedoch dein Gegner die Nachricht erh&auml;lt, dass du nach einem Checkbehind auch mit sehr schwachen H&auml;nden downcallst, wird er wom&ouml;glich beginnen, sehr ehrlich am Turn zu spielen. Er bettet dann nur, wenn er sich gegen deine schwache Showdownrange vorne sieht. Das ist ein gutes Beispiel f&uuml;r das vorher diskutierte Prinzip, deinem Gegner eine Betm&ouml;glichkeit zu nehmen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn du den Flop bettest und er raist dich, sieht es immer nach einem sehr starken Play aus, da er wei&szlig;, dass du weitere 3 Calls bis zum Showdown machen musst. Mit marginalen Showdownh&auml;nden ist das ziemlich tough; deshalb ist Aggression eine so m&auml;chtige Waffe im Heads up. Wenn du jedoch bereits am Turn bist, ohne dass dein Gegner die M&ouml;glichkeit besa&szlig;, eine Bet zu platzieren, wird es f&uuml;r ihn um einiges schwerer: er hat noch nicht die Initiative &uuml;bernommen und er wei&szlig;, dass du lediglich 2 Bets callen musst, um zum Showdown zu gelangen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dar&uuml;berhinaus wird es oft passieren, mit einem Checkbehind bereits 80% des Boards gesehen zu haben (anstelle von 60%), bevor du dich entschlie&szlig;t, ob du zum Showdown gehst und weitere Chips investierst. Das ist ein klarer Vorteil. Dadurch kannst du sehr viel fundiertere Einsch&auml;tzungen machen, ob ein Calldown +EV ist. &nbsp;<\/p><p class=\"emoNormal\">Eine typische Hand f&uuml;r diese Line ist z.B. K-J auf einem 9-7-3 rainbow Flop. Gegen die Standardrange deines Gegners hast du hier um die 45% Equity - viel zu viel f&uuml;r einen Fold, aber auch zuwenig f&uuml;r eine Bet. Das bekr&auml;ftigt das bereits in der Einleitung diskutierte fundamentale Prinzip, dass ein Checkbehind vor allem dann in Frage kommt, wenn deine Equity am Flop weniger als 50% betr&auml;gt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn der Turn blankt und Villain checkt, wird ein weiterer Check die beste Option sein, besonders fr&uuml;h in einer Session. Du kommst mit n&uuml;tzlichen Informationen zum River und wirst weiterhin sehen, wie er seine Hand gespielt hat. Eine sehr viel bessere Line als bet\/fold, wenn du dir nicht sicher bist, welche Line du nehmen sollst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Das trifft auch zu, falls es ausgeschlossen ist, dass eine bessere Hand folden wird (wenn du einen Genger findest, der A-x hier foldet, hast du einen Heads up Jackpot geknackt; du kannst dann auch jeden Ratschlag aus dem Artikel vergessen; bette einfach und nimm sein ganzes Geld). Es gibt keinen Grund zu betten, da auch auf sp&auml;teren Streets keine Foldequity generiert wird. Der Checkbehind ist die Methode, um maximalen Value aus deiner Hand zu generieren.<\/p><p class=\"emoNormal\">Einen weiteren Aspekt enth&uuml;llst du, wenn er so etwas wie 7-6 h&auml;lt: wenn du den Flop bettest, wird er dich wahrscheinlich mit Middle Pair raisen. Falls du behindcheckst und der Turn eine Scarecard bringt, z.B. 9-7-3-A, wird er ebenfalls nicht betten, zumal ein A ja einen gro&szlig;en Teil deiner Checkbehind-Range hittet. Du kommst also f&uuml;r 0BB vom Flop zum River, was ein gro&szlig;er Fortschritt im Vergleich zur 2BB Option ist.<\/p><p>Es gibt ein Gegenargument, falls du bet\/call am Flop gespielt hast. Ein A wird ihn am Turn vielliecht bremsen, aber nicht sehr wahrscheinlich. Wenn er einmal am Flop geraist und die Initiative &uuml;bernommen hat, kann er kaum am Turn check\/call spielen. Mit besseren H&auml;nden bekommt er dann null Value und wird dich nur mit schw&auml;cheren ausbezahlen. <\/p><p class=\"emoNormal\">Es ist ziemlich offensichtlich, dass der Checkbehind die Nachteile minimiert, wenn du behind bist. Du solltest allerdings auch daran denken, dass es deinen Profit mit schwachen H&auml;nden maximiert. H&auml;lt dein Gegner Q-8 auf dem Flop 9-7-3, wird er wohl kaum auf eine Flopbet folden, besonders nicht mit einem Backdoorflushdraw.<\/p><p class=\"emoNormal\">Falls der Turn blankt, er checkt und du checkst behind, wird die Hand sehr wahrscheinlich downgecheckt, womit du 0,5BB postflop gewinnst. Bei einem Checkbehind wirst du oft eine Bet deines Gegners induzieren, und bei check\/check am River hast du aber dann 1BB gewonnen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Schlu&szlig;endlich wirst du oft noch eine Valuebet am River mit K-high haben, falls es keine Bets gab und bis zum River durchgecheckt wurde. Angesichts der \"Paralyse\" beider Spieler kann deine Bet von einem smarten Gegner durchaus gecallt werden, da deine Range in seinen Augen stark polarisiert ist.<\/p><h2 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">4.6 Total Air<\/h2><p class=\"emoNormal\">Manchmal findest du dich auch mit H&auml;nden und Flopstrukturen in Situationen, in denen du einfach aufgeben solltest. Wir alle spielen gerne aggressives Poker und wollen solche Situationen eigentlich nicht haben. Du solltest jedoch immer bedenken, dass eine gesparte Bet mit einer loosing Hand genausoviel Wert ist wie mit einer winning Hand extra Value zu generieren - Verteidigung ist genauso wichtig wie Angriff. Folgendes Beispiel:<\/p><p class=\"emoNormal\">Du h&auml;ltst T-5 und der Flop ist Q-9-7. Du hast einige Onecard Backdoordraws und sonst nix. Gegen manche Gegner hast du m&ouml;glicherweise etwas Foldequity, um eine Bet\/Fold Strategie profitabel erscheinen zu lassen. Aber gegen wirklich aktive Gegner hat eine Bet an Flop oder Turn nahezu keinen Wert.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du kannst kein Raise callen und du kannst den Turn nicht unimproved betten (sogar mit einer 5 w&uuml;rdest du evtl. nicht betten). Leider werden bessere H&auml;nde hier nie folden und schlechtere H&auml;nde werden viel bluffen. Es gibt keinen profitablen Weg, wie du diese furchtbare Hand spielen k&ouml;nntest.<\/p><p>Ein weiteres Beispiel: Du h&auml;ltst J-3 auf dem Board 8-6-4. Eine gro&szlig;e Menge an H&auml;nde werden eine Flopbet raisen und du besitzt keine Foldequity. 3-Barreln wird niemals +EV sein, da H&auml;nde wie A-5 immer den River callen werden. Lass es bleiben.<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<\/p><h1 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">5. Wann ist ein Checkbehind schlecht?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Nachdem wir uns bisher f&uuml;r den Checkbehind stark gemacht haben, sollten wir nun einige Situationen besprechen, in denen eine Bet das klar bessere Play ist.<\/p><h2>5.1 Starke made Hands<\/h2><p class=\"emoNormal\">Der erste dieser F&auml;lle beinhaltet starke made Hands - besonders gegen tricky Gegner. Starke made Hands kommen im Heads up nicht so h&auml;ufig vor und Slowplay hat dann meistens keinen Grund. Gegen gewitzte Gegner, die oft den Flop checkraisen und den Turn mit allen Arten von H&auml;nden betten (wogegen du mit 85%+ vorne liegst), ist ein Check -EV. Nachdem du bet\/call am Flop gespielt hast, kannst du den Turn raisen und den River betten, um ganze 4BB zu erhalten. Mit einem Check am Flop wirst du meist nur 3BB bekommen. Sogar wenn sie bluffen wollen und dann auf Gegenwehr aufgeben, gewinnst du 1BB mehr mit bet\/call am Flop (sie werden wohl bet\/fold am Turn spielen).<\/p><p><b>Schwache Gegner die postflop straightforward spielen<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Gegen schw&auml;chere Gegner, die am Turn das meiste folden, kann ein Check mit einer starken Hand ab und zu deinen EV erh&ouml;hen. Wenn du einen solchen Gegner hast, der fit or fold spielt, killst du meistens mit deinen Bets die Action.<\/p><p class=\"emoNormal\">Sie werden annehmen, dass du auf sehr drawigen Boards wie 8-7-5 behind checkst. Aber wenn du einmal mit dieser Gewohnheit brichst und KQ auf einem K-9-4 board behind checkst, dann werden sie Verdacht sch&ouml;pfen und nicht mehr so herumspewen und keine Bluffs versuchen. Es ist f&uuml;r das Metagame besser, einfach bei den Bettingsequenzen zu bleiben. Wenn du Gl&uuml;ck hast, haben sie selber eine gute Hand, um dich auszubezahlen. Sie werden dann deine starke Hand sehen und dir f&uuml;r alle deine C-bets auf dry Boards weiteren Credit geben.<\/p><h2>5.2 Trash Hands<\/h2><p class=\"emoNormal\">Es gibt keinen guten Grund, mit Trash H&auml;nden behind zu checken, auch wenn die Foldequity bei einer Bet gering ist. Du h&auml;ltst z.B. 6-4 auf einem K-Q-9 Board. Ein Checkbehind ist hier Quatsch. Bet\/fold ist viel besser - du solltest lediglich etwas Foldequity besitzen, damit das Play gut ist, besonders wenn dein Gegner knapp an die 100% seiner H&auml;nde spielt. Ein weiteres Beispiel ist<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL 11<\/div><p class=\"emoNormal\">Du h&auml;ltst: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/Qc4.png\" alt=\"Qc\" title=\"Qc\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/4h.png\" alt=\"4h\" title=\"4h\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><br> Flop: <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/9s.png\" alt=\"9s\" title=\"9s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/8s.png\" alt=\"8s\" title=\"8s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/oldresources\/de\/PICS\/news\/Deck\/7s.png\" alt=\"7s\" title=\"7s\" width=\"24\" height=\"13\" align=\"absmiddle\"><\/p><p>Deine Equity ist hier wirklich furchtbar - lediglich 22%, die einen Checkbehind verbieten. Eine Bet ist viel besser, weil du noch Folds von K-high, Q-high oder Trash Hands bekommst. OOP werden einige deiner Gegner sogar kleine P&auml;rchen oder A-high ohne Spade folden, da auch diese gegen deine Range am Flop eine f&uuml;rchterliche Equity haben und meistens nur auf sehr wenige Outs drawen, wenn sie hinten sind.<\/p><h2>5.3 Wenn eine C-Bet die Hand leicht zu spielen macht<\/h2><p class=\"emoNormal\">Es gibt auch F&auml;lle, in denen eine C-bet dir eine klare Idee deines Turn- und Riverplays gibt, je nachdem, wie dein Gegner reagiert. Du h&auml;ltst z.B. A-3 auf einem K-8-3 rainbow Flop. Dein Gegner checkraist alle made Hands und viele Draws, callt aber mit Highcards. Er macht keine pure Bluffs am Flop. Dieser Stil ist selbstverst&auml;ndlich exploitable, aber bei weitem nicht ungew&ouml;hnlich. Solltest du hier behindchecken, der Turn bringt K-8-3-T und dein Gegner bettet, wirst du nie sicher sein, was du jetzt tun sollst, da eine ganze Menge an Draws und viele made Hands m&ouml;glich sind.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du bekommst durch eine Bet einen sehr guten Read auf den Gegner - je nach seiner Reaktion. Gegen ein Raise bist du hinten, ein Call wird meist A-high oder 2 Karten zwischen 9-Q sein. Ein Fold ist ein hervorragendes Ergebnis f&uuml;r deine Hand. Du kannst jetzt den Turn sehr genau spielen, und zum Beispiel leichter bet\/fold am Turn w&auml;hlen.<\/p><h2>5.4 H&auml;nde die ge-3-barrelt werden m&uuml;ssen<\/h2><p class=\"emoNormal\">Manchmal h&auml;ltst du eine sehr schwache Hand, die nicht viel Wert ist. Normalerweise sind das Gutshots mit kleinen Karten, z.B. 5-4 auf K-7-3. Obwohl du versucht sein k&ouml;nntest, einen Check f&uuml;r eine Freecard zu nehmen, solltest du hier wirklich betten, da du keinen Showdownvalue hast und Druck aus&uuml;ben willst.<\/p><p>Deine Foldequity mit einer einzelnen Bet ist sicher nicht so gro&szlig;, aber die Foldequity auf den sp&auml;teren Streets zahlt sich aus. Viele nonpair H&auml;nde werden callen, aber unimproved nicht zum Showdown gehen. Zum Beispiel werden alle Kombos aus 8,9,T,J,Q h&ouml;chstwahrscheinlich callen und auf eine 2, ein A oder bei gepairten Board folden. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen sie auch einen Gutshot aufgabeln, noch einmal callen und am River unimproved folden. <\/p><p class=\"emoNormal\">Ein Checkbehind ist dagegen viel zu weak. Du wirst unimproved keine Turnbet callen k&ouml;nnen, weswegen es sinnvoll ist, die Initiative zu behalten und bessere H&auml;nde zum Folden zu bringen (\"bessere\" H&auml;nde muss in Anf&uuml;hrungszeichen gesetzt werden, da es kaum schw&auml;chere H&auml;nde gibt)<\/p><p class=\"emoNormal\">Selbstverst&auml;ndlich hilft dir der Gutshot sehr. Zweimal 4 Outs auf die Nuts zu haben bringt dir mindestens 16,5% (oder jedes 6. Mal den Gewinn), falls du zum River gehst. Deine Equity auf einem K-7-3 Flop liegt bei ca. 30%, w&auml;hrend sie auf K-9-3 auf weniger als 20% schrumpft. (dann solltest du bet\/folden wie oben besprochen). Bedenke, dass eine erfolgreiche 3-Barrel unimproved einen gro&szlig;en Swing zu deinen Gunsten bedeutet.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es gilt als allgemeine Daumenregel, mit einer Hand, die nahe am Nut Low ist, immer zu 3-barreln, da der Value bei einem Fold so gro&szlig; ist.<\/p><h2>5.5 Wenn die Floptextur gute Foldequity bietet<\/h2><p class=\"emoNormal\">Bei einem dry Board wie z.B. 7-7-3 ist eine Bet mit einem schwachen Draw wie 5-4 klar besser. Es gab ein &auml;hnliches Beispiel im Abschnitt \"Equity Shift\". Sollte dein Gegner hier irgend etwas repr&auml;sentieren wollen, wird es nicht sehr &uuml;berzeugend aussehen und er kann davon ausgehen, dass eine Entscheidung wohl meistens von den Starth&auml;nden abh&auml;ngt. Selbstverst&auml;ndlich wird er kein A-x und K-x folden, aber da er oop ist, wird er mit schw&auml;cheren H&auml;nden - Q-x und J-x - oft nicht weiterspielen, da er keinen Value sieht. Hast du auf diesem ultra-dry Board einmal Schw&auml;che gezeigt, wird ein smarter Gegner dich mit absolut allem downcallen oder dich im Gegenzug sogar mit seiner eigenen schlechten Hand attackieren.<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<\/p><h1 style=\"text-align: left;margin-top: 24px\">6. Ausblick<\/h1><h2>6.1 Der Checkbehind in Ringgames<\/h2><p>Bisher hat sich dieser Artikel mit dem Checkbehind im Heads up befasst, aber wir wollen auch kurz anf&uuml;hren, wie er effektiv in Ringgames eingesetzt werden kann. Es gibt viel weniger Situationen im Ringgame, wo man die Line gewinnbringend einsetzen kann. Die Ranges sind einfach viel tighter. Der beste Weg den Checkbehind einzubauen, ist ihn auf speziellen und typischen Boardstrukturen zu benutzen, die z.B. dem Caller im Big Blind sehr viel mehr geholfen haben. Ein typisches Beispiel: Du openraist mit AQ vom Cutoff, der Big Blind callt dich und der Flop kommt 9-8-6. Das ist eine gute Gelegenheit f&uuml;r einen Checkbehind, da der Flop mehr die Callingrange des BB als deine Openraiserange getroffen hat. Au&szlig;erdem kannst du auf diese Weise deine Checkbehinds auf diesen Bordtexturen balancen, sogar wenn du A-A oder 9-9 h&auml;ltst und intuitiv eigentlich protecten m&ouml;chtest. <\/p><h2>6.2 \"Meta-Psychologische\" Aspekte<\/h2><p class=\"emoNormal\">Wie bereits gesagt, gibt es viele technische Argumente, wieso der  Checkbehind in deinem HU und shorthanded Waffenarsenal nicht fehlen  sollte. Dar&uuml;berhinaus gibt es jedoch auch die psychologische Komponente,  die dem Checkbehind noch zus&auml;tzliche Berechtigung verleihen.<\/p><h2>6.3 Autopilot vermeiden<\/h2><p>In meinem fr&uuml;heren Leben war ich (Byron Jacobs) ein starker Schachspieler. Im Schach sind die Standarder&ouml;ffnungen Sequenzen, die jeder zigtausendfach gespielt und wiederholt hat. Deshalb ist es &uuml;berhaupt nicht ungew&ouml;hnlich, wenn die ersten 15 Z&uuml;ge einer Partie quasi ohne &Uuml;berlegung gespielt werden. Nur wenn ein neuer oder weniger bekannter Zug gew&auml;hlt wird, wird jeder Spieler einhalten und genauer &uuml;ber die Position nachdenken. <\/p><p class=\"emoNormal\">Als mein Spielverst&auml;ndnis reifte, wurde mir klar, dass das wahrlich keine gute Sache ist. Es ist viel besser, die Er&ouml;ffnung etwas langsamer zu spielen und dich bei jeder Gelegenheit zu erinnern, wieso du jetzt genau diese Z&uuml;ge machst, anstatt sie einfach wie ein Affe rauszuhauen. Wenn dann die Zeit des wirklichen Nachdenkens kommt, ist dein Gehirn bereits ein wenig aufgew&auml;rmt und kann die neue Situation eingehender betrachten und logisch analysieren.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ich glaube, dass ein &auml;hnliches Argument auch f&uuml;r Poker gilt. Wir sind viel zu sehr an automatische Plays gewohnt. Wir haben sie einmal gelernt und seitdem verwenden wir sie automatisch, da es nichts mehr nachzudenken gibt (Multitablen hilft in dieser Hinsicht ebenfalls wenig). In Position mit Initiative zu betten ist eines dieser Autopilot Plays, die nahezu jeder Spieler nahezu immer macht. Meistens ist es ja tats&auml;chlich das Richtige, aber in anderen Situationen w&auml;re der Checkbehind zu bevorzugen. Einen kurzen Moment innezuhalten und dar&uuml;ber nachzudenken, l&auml;sst dich aufmerksam und wachsam bleiben.<\/p><h2>6.4 Outplaying your opponents<\/h2><p class=\"emoNormal\">Wenn du mir noch einen Moment Nachsicht zollst, w&uuml;rde ich gerne eine weitere Analogie aus dem Schach ziehen. Im Schach treten oft sehr starke Spieler gegen deutlich schw&auml;chere, aber ebenfalls anst&auml;ndige Gegner an. Einige starke Spieler sind sehr effizient, die schw&auml;cheren Spieler zu schlagen, w&auml;hrend andere kaum &uuml;ber ein Remis hinauskommen. Woran liegt das?<\/p><p class=\"emoNormal\">Der Grund hierf&uuml;r liegt darin, dass die erfolgreicheren Spieler begreifen, dass sie Probleme kreiieren m&uuml;ssen, die ihre Gegner nicht l&ouml;sen k&ouml;nnen, auch wenn sie dann nicht ganz optimal spielen. Wenn sie keine Probleme schaffen (meistens durch ungew&ouml;hnliche, komplizierte Stellungen), wird ihr gr&ouml;&szlig;erer Skill nicht ausreichend belohnt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die Bedeutung des Checkbehind im Poker ist es, Probleme f&uuml;r deinen Gegner zu schaffen, die du mit einer 100% Betstrategie nicht erreichst. Sogar mittelm&auml;&szlig;ige Spieler werden gegen eine 100% Bettingtaktik halbwegs vern&uuml;nftig ihre Lines balancen k&ouml;nnen. Falls du dein Spiel hingegen variierst, wirst du vermehrt Situationen schaffen, die ihnen unvertraut sind. Dann werden sie mit vorhersagbaren Mustern (Leaks) reagieren, die du exploiten kannst.<\/p><h2>6.5 Finally...<\/h2><p class=\"emoNormal\">In diesem Artikel haben wir dir den Checkbehind als m&auml;chtige und n&uuml;tzliche Waffe in deinem Arsenal nahegelegt. Wir haben viele Situationen besprochen, in denen ein Play klar besser ist als eine C-bet. Andererseits gibt es auch viele Situationen, in denen beide Optionen gleichen oder &auml;hnlichen Value haben. Dann solltest du vom Gegner abh&auml;ngig machen, welche Line du spielst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dar&uuml;berhinaus gibt es Spots, in denen du durch die Reaktion deines Gegners auf eine C-bet ein sehr viel besseres Verst&auml;ndnis gewinnst, wo du in der Hand stehst. In diesen F&auml;llen solltest du zur C-bet tendieren. Im Gegenzug gibt es auch Situationen, in denen dir eine C-bet keine Vorteile bringt und deine Equity unter 50% liegt. Dann solltest du eher einen Checkbehind in Erw&auml;gung ziehen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Einen weiteren wichtigen Aspekt f&uuml;r den Checkbehind stellst das Metagame dar. Hast du eine klare Vorstellung von der Reaktion deines Gegners auf deinen Checkbehind? Wenn du dir letztlich nicht sicher bist, was die beste Line ist, kannst du einfach je nach Situation entscheiden. Willst du lieber Varianz vermeiden kannst du einfach checken. Falls Varianz kein Problem ist und du eher glaubst, dass du nach einem Check aus der Hand gepusht wirst, solltest du eher betten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wir haben dich hoffentlich &uuml;berzeugt, dass der Checkbehind eine sehr m&auml;chtige und unerwartete Waffe im Heads up ist. Es war ja keine gro&szlig;e &Uuml;berraschung, dass es sich sehr gut f&uuml;r A-high H&auml;nde anbietet, die zum Showdown wollen. Andererseits zeitigt er auch gute Ergebnisse in eher unerwarteten Situationen, z.B. mit einem starken Draw. Das erlaubt dir, dein Spiel weiter zu balancen und effektiver zu werden.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" class=\"emoLinkbox\" style=\"margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" alt=\"\" width=\"33\" height=\"25\"><\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Links:<br> <\/b><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/news\/content\/Das-hier-ist-die-neue-Theorie-Interview-mit-Byron-Jacos-und-kobeyard_30447\">Die Autoren - Das Interview<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_forum.jpg\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"24\"><\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Diskussionsforum:<\/b><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/forum\/thread.php?threadid=844327\">Diskutiere den Inhalt des Artikels <\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Checkbehind am Flop mit Initiative im Fixed Limit ist etwas, was eine moderne Erfindung genannt werden k\u00f6nnte - 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