	{"id":52908,"date":"2011-04-09T12:16:00","date_gmt":"2011-04-09T12:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/neuropsychologie-poker-dopamin-energie\/"},"modified":"2026-03-12T09:28:27","modified_gmt":"2026-03-12T09:28:27","slug":"neuropsychologie-poker-dopamin-energie","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/neuropsychologie-poker-dopamin-energie\/","title":{"rendered":"Neuropsychologie des Pokerns (3) - Dopamin, Energie und Konzentration"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Neuropsychologie des Pokerns (3) - Dopamin, Energie und Konzentration<\/h1><div align=\"top\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;padding: 0pt;width: 128px;float: right;margin-bottom: 8px;margin-top: 0pt\">\n<div style=\"margin: 0pt;padding-top: 12px;padding-left: 10px;padding-right: 10px\"><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/video\/17435\/\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/bild_videoverweis.gif\" alt=\"\" width=\"108\" height=\"76\"><\/a><\/div>\n<div style=\"padding: 8px 10px\"><b>Video (EN):<\/b> Klicke <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/video\/17435\/\">hier<\/a><\/div>\n<\/div><h1 id=\"h1_1\" align=\"left\">Einleitung<\/h1><p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b> <\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><i>Wie ein Neurotransmitter namens Dopamin dein Gem&uuml;t kontrolliert<br> <\/i><\/li>\n<li><i>Warum ein gesunder Dopaminspiegel f&uuml;r dich als Pokerspieler wichtig ist<br><\/i><\/li>\n<li><i>Auf welche Weise du einen gesunden Dopaminspiegel erreichen kannst<br> <\/i><\/li>\n<\/ul><div style=\"text-align: center;margin-bottom: 12px\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_trennlinie.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" height=\"1\"><\/div><p class=\"emoNormal\">Wann h&ouml;rst du mit dem Tilten auf? Die Begriffe <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Poker\" class=\"glossaryHint glossaryTerm473-1\">Poker<\/a> und Profit w&uuml;rden so viel besser harmonieren, wenn du nur endlich aufh&ouml;ren k&ouml;nntest, unn&ouml;tig Chips zu verschleudern. Du verbringst soviel Zeit mit Lernen und der Vorbereitung der Sessions, mit Diskutieren und Analysieren und versuchst immer, deinen <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Skill_2039\" class=\"glossaryHint glossaryTerm2039-1\">Skill<\/a> zu verbessern, um deine Gegner richtig auseinander zu nehmen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Und doch findet oft mindestens einmal pro Session ein <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Stack\" class=\"glossaryHint glossaryTerm128-1\">Stack<\/a> den Weg in die Mitte und von dort direkt in die H&auml;nde des Gegners. Und w&auml;hrenddessen beobachtest du das ganze mit einer Mischung aus Entsetzen und Verwunderung und fragst dich, warum du gerade diesen Spielzug gemacht hast, von dem du wei&szlig;t, dass er ganz sicher nicht der richtige war. Dieses Ph&auml;nomen ist nur allzu real und bekannt, und doch verstehen die meisten Pokerspieler die urs&auml;chlichen physiologischen Mechanismen nicht, die dieses Verhalten hervorrufen.<\/p><p class=\"emoNormal\" style=\"text-align: center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/2012\/03\/05\/dopamine-en.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\"><\/p><p class=\"emoNormal\">Dein <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Tilt\" class=\"glossaryHint glossaryTerm101-1\">Tilt<\/a>, deine Stimmung, dein Energielevel, deine Anspannung und Angst, sogar dein Geschlechtstrieb, werden von einem Neurotransmitter namens Dopamin geregelt und sind eine physische Reaktion auf Stress, die deinen Vorfahren geholfen hat, zu &uuml;berleben und zu dem pokerspielenden Cyborg zu werden, der du heute bist.<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" id=\"h1_2\" align=\"left\">Wie Dopamin im Gehirn arbeitet<\/h1><p class=\"emoNormal\">Das Gehirn so wie du es kennst, ist eine Ansammlung von Zellen, die Neuronen hei&szlig;en, und deren Zellk&ouml;rper und Erweiterungen an andere Neuronen ankn&uuml;pfen. B&uuml;ndel dieser Verbindungen an bestimmten aktivierten Nervenbahnen sind zu konzeptionellen Leitungen organisiert. Dopamin spielt zwar nur bei einigen wenigen dieser Nervenbahnen eine Rolle, daf&uuml;r ist seine Aktivit&auml;t aber jedes Mal von gro&szlig;er Bedeutung. Als motorische Schleife bezeichnet man die motorische Nervenbahn durch eine subkortikale Region namens Basalganglion, die deine physische Verfassung beeinflusst und durch k&ouml;rperliche Aktivit&auml;t ver&auml;ndert wird.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die limbische Schleife l&auml;uft durch das limbische System, die f&uuml;r Emotionen zust&auml;ndige Region in deinem Subkortex, und streckt sich bis hin in deine Frontallappen. In Teil 4 werden wir au&szlig;erdem einige Belohnungs-Nervenbahnen besprechen, die Dopamin dazu benutzen, dass du dich nach einem Gewinn gut f&uuml;hlst und nach einer Niederlage bedr&uuml;ckt und potentiell obsessiv.<\/p><p class=\"emoNormal\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Education\/articles\/Neuropsychology\/3\/3_dopaminhead.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"230\" align=\"left\" style=\"margin-left: 12px;margin-top: 2px\"><\/p><p class=\"emoNormal\">Wie du dich erinnerst ist Dopamin in den Frontallappen deines Gehirns hoch aktiv. Deine F&auml;higkeit rational zu denken, zu planen, vorherzusehen und souver&auml;n zu bleiben, kommen alle durch die Aktivit&auml;t des Dopamins. Einen ausreichenden Spiegel dieses Neurotransmitters zu behalten ist nicht nur f&uuml;r deinen Erfolg beim Poker entscheidend, sondern auch f&uuml;r dein allgemeines physisches und mentales Wohlbefinden. Wie du vielleicht schon erraten hast, wirkt das Dopamin nicht alleine, sondern direkt und indirekt im Verbund mit seinen Pendants.<\/p><p class=\"emoNormal\">Norepinephrin ist ein Hormon, das aus Dopamin synthetisiert wird. Tats&auml;chlich wurde bei der Entdeckung angenommen, dass dies die Hauptfunktion des Dopamin ist. Mittlerweile wissen wir es aber besser und sch&auml;tzen seine Komplexit&auml;t und Vielfalt. Die Beziehung zwischen diesen beiden Neurotransmittern ist dennoch sehr wichtig und f&uuml;r dein Pokerspiel relevant.<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">Die Fight-or-flight Reaktion<\/div><p class=\"emoNormal\">Deine Vorfahren, die vor ungef&auml;hr 150.000 &ndash; 250.000 Jahren als Homo Sapiens unterwegs waren, verdankten ihr &Uuml;berleben haupts&auml;chlich ihrer Reaktion auf Stress. Wenn sie mit einer Gefahr oder einem anderen substantiellen Stressfaktor, der sie zum Angriff oder zur Verteidigung zwang, konfrontiert wurden, lief in ihren K&ouml;rpern das sogenannte &bdquo;Kampf oder Flucht&ldquo;-Programm ab.<\/p><p class=\"emoNormal\">Sobald sich dein K&ouml;rper auf eine entscheidende Reaktion vorbereitet, entweder anzugreifen oder wegzulaufen, wird Norepinephrin ausgesch&uuml;ttet, was eine Erh&ouml;hung des Blutdrucks und Blutflusses zur Folge hat. Au&szlig;erdem wird eine hohe Menge Glukose ausgesch&uuml;ttet, um deine Reaktion zu stimulieren und dein K&ouml;rper auf ernsthafte Gefahr vorzubereiten. Genau diese Reaktion hat es deinen Vorfahren erm&ouml;glicht, ihre Beute zu verfolgen und ihr Abendessen zu erlegen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn sich ein Raubtier anschlich, konnten sie schnell fliehen und die Gefahr umgehen. Diese Abl&auml;ufe waren also entscheidend f&uuml;r das &Uuml;berleben deiner evolution&auml;ren Vorg&auml;nger und sind es noch heute. (Un-)gl&uuml;cklicherweise laufen die selben Prozesse auch heute noch in deinem K&ouml;rper ab. Allerdings d&uuml;rften die Stressfaktoren heutzutage ganz andere sein als die deiner Vorfahren. Dein K&ouml;rper ist zum &Uuml;berleben ausgerichtet, und da das blo&szlig;e &Uuml;berleben heute eine recht einfache Sache ist, werden diese Reaktionen in relativ trivialen Situationen ausgef&uuml;hrt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Das letzte Mal als du dich mit einer geliebten Person gestritten hast, hast du sehr wahrscheinlich einige der folgenden Symptome gezeigt. Dein Herz hat angefangen schneller zu schlagen, vielleicht hast du auch geschwitzt und leicht gezittert. Du hast den unkontrollierbaren Drang versp&uuml;rt, deine Aussagen immer weiter zuzuspitzen bis hin zu einer Bewegung zu oder weg von deinem sozialen Gegen&uuml;ber. Das ist im Grunde die gleiche Reaktion, die auch dein K&ouml;rper zeigt, wenn du mit einem Stressfaktor am Pokertisch konfrontiert wirst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Mit solch einer dramatischen Reaktion ist es dann auch kein Wunder, wenn du deine Stacks vertiltest, indem du falsche Folds oder noch schlimmer, unprofitable Bets und Raises spielst. Diese von Stress herbeigef&uuml;hrten biologischen Prozesse haben Vor- und Nachteile, die du durch Wissen in ihren Auswirkungen ausgleichen kannst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Mit Blut vollgepumpt und zu allem bereit kann dein erh&ouml;hter Norepinephrinspiegel deinem Gehirn am Pokertisch helfen. Der Erregungszustand, in dem du dich in diesem Moment befindest, erh&ouml;ht deine Konzentration und Aufmerksamkeit. Du f&uuml;hlst dich wacher und geistesgegenw&auml;rtiger, was einem dumpfen Autopilot-Spiel im Halbschlaf sicher vorzuziehen ist. Wie du aber feststellen wirst, birgt eine &uuml;berm&auml;&szlig;ige Anspannung aber Risiken und dieser hohe Erregungszustand macht dich gegen&uuml;ber weiteren Stressausl&ouml;sern am Pokertisch anf&auml;lliger.<\/p><div class=\"emoSubhead\">BEISPIEL<\/div><p class=\"emoNormal\">Ein Beispiel verdeutlicht das vielleicht am besten. Du spielst 5\/10 <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/No-Limit\" class=\"glossaryHint glossaryTerm192-1\">No-Limit<\/a> Hold'em an einem 6-max Tisch. Eigentlich sogar an vier Tischen gleichzeitig. Klingt profitabel? Das kann es nat&uuml;rlich sein, aber was w&auml;re, wenn du gerade ein <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Preflop\" class=\"glossaryHint glossaryTerm397-1\">Preflop<\/a> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/All-In\" class=\"glossaryHint glossaryTerm344-1\">All-In<\/a> mit QQ gegen AK verloren hast?<\/p><p class=\"emoNormal\">Keine Panik, das kommt sehr h&auml;ufig vor und an Coinflips preflop hast du dich schon lange gew&ouml;hnt. Dein Spiel geht ohne gro&szlig;e Ver&auml;nderung weiter. 30 Sekunden sp&auml;ter gehst du erneut preflop All-In. Dieses Mal mit KK und du verlierst gegen AA deines Gegners. Jetzt schmerzt es schon etwas deutlicher. &bdquo;Mein typisches Pech eben&ldquo; k&ouml;nntest du denken. Vielleicht &auml;nderst du jetzt deine Sitzposition. &bdquo;Immer noch alles wie gehabt&ldquo; denkst du, aber dein Gehirn sp&uuml;rt die Auswirkungen schon. Es kann bei diesem Level von neuronaler Aktivit&auml;t nicht unterscheiden zwischen einem m&ouml;glichen Angreifer hinter der n&auml;chsten Ecke und dem Verlust von zwei Coinflips am Pokertisch.<\/p><p class=\"emoNormal\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Education\/articles\/Neuropsychology\/3\/3_stress.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"214\" align=\"right\" style=\"margin-left: 12px;margin-top: 10px;margin-bottom: 5px\"><\/p><p class=\"emoNormal\">Es sind einfach zu viele Stressfaktoren, die eine Reaktion ausl&ouml;sen und den K&ouml;rper zu Reaktionen zwingen. Nichtsdestotrotz spielst du weiter dein <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/A-Game_1729\" class=\"glossaryHint glossaryTerm1729-1\">A-Game<\/a> und bleibst gelassen. Nachdem zwei Minuten vergangen sind triffst du ein <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Set\" class=\"glossaryHint glossaryTerm142-1\">Set<\/a> und freust dich schon darauf, deine Verluste wieder reinzuholen. Du check\/callst am <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Flop\" class=\"glossaryHint glossaryTerm251-1\">Flop<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Turn\" class=\"glossaryHint glossaryTerm90-1\">Turn<\/a> und checkraist dann den <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/River\" class=\"glossaryHint glossaryTerm154-1\">River<\/a>, den dein Gegner sofort callt. Dein kurzer Augenblick voller Freude verwandelt sich in blankes Entsetzen, als dein Gegner ein gr&ouml;&szlig;eres Set zeigt und gewinnt. Deine Reaktion dazu f&auml;llt nun doch dramatischer aus, vielleicht wendest du deinen Blick vom Monitor ab und ziehst eine Grimasse. Deine Schultern ziehst du weiter an den Hals heran und kr&uuml;mmst dich nur bis ein paar Zentimeter &uuml;ber die Tastatur. Dein Puls steigt noch ein kleines bisschen an.<\/p><p class=\"emoNormal\">Als professioneller Pokerspieler sch&uuml;ttelst du dich einmal kurz und spielst weiter dein A-Game. Aber dein K&ouml;rper hat schon jetzt andere Pl&auml;ne. Er hat ohne dein Wissen angefangen, gro&szlig;e Mengen Norepinephrin auszusch&uuml;tten. Auf einmal f&uuml;hlst du dich viel dynamischer und doch angespannt, aufmerksam und aufgeregt &ndash; vielleicht zu aufgeregt. Du spielst weiter und ob du es bemerkst oder nicht, triffst du deine Entscheidungen schneller, dr&uuml;ckst schneller auf die Buttons und denkst nicht mehr so genau nach. Vielleicht schaffst du es weiter profitabel zu spielen, aber mit Sicherheit nicht so profitabel wie noch vor Beginn deiner Session.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dieses Beispiel mag vielleicht nicht zu 100% auf dich zutreffen. Vielleicht reicht deinem K&ouml;rper ein Stack, um diese Reaktion hervorzurufen, vielleicht aber auch zehn Stacks. Das ist bei jedem unterschiedlich. Dein Skill-Level und deine physiologische Grundverfassung k&ouml;nnen hier gro&szlig;e Unterschiede ausmachen. Nichtsdestotrotz sind dein K&ouml;rper und dein Gehirn realen physischen Ver&auml;nderungen unterworfen, die von den Geschehnissen am Pokertisch hervorgerufen werden und dein Spiel und deine daraus resultierenden Gewinne nachhaltig beeinflussen. Es ist von entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie das genau vor sich geht. So kannst du nicht nur dein Spiel dementsprechend ausrichten, sondern auch die Einfl&uuml;sse dieser Mechanismen verstehen und dein Optimum als Pokerspieler erreichen.<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" id=\"h1_3\" align=\"left\">Die Bedeutung eines gesunden Dopaminspiegels<\/h1><p class=\"emoNormal\">Dabei ist sportliche Bet&auml;tigung wichtig, nicht nur aus allgemeinen gesundheitlichen Gr&uuml;ndern, sondern weil sie als Athlet unerl&auml;sslich ist &ndash; und ja, Pokerspieler sind im Grunde Athleten. Okay, man muss vielleicht keine Runden laufen oder Andere k&ouml;rperlich &uuml;bertrumpfen, aber dennoch ist besonders Onlinepoker sowohl geistig als auch k&ouml;rperlich &auml;u&szlig;erst anspruchsvoll. Ich muss dich wohl nicht davon &uuml;berzeugen, dass Onlinepoker f&uuml;r Geist und K&ouml;rper anstrengend ist &ndash; das wirst du schon wissen. Als Athlet wirst du auch dementsprechend trainieren? Du trainierst doch, oder? Wenn die Antwort darauf kein von Herzen kommendes &bdquo;Ja&ldquo;, gefolgt von einem Fist-Pump, ist, dann wird es f&uuml;r dich h&ouml;chste Zeit in Wallung zu kommen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du hast bereits lesen k&ouml;nnen, dass Dopamin das motorische System beeinflusst. Dieses Leitungssystem reicht bis in den Frontallappen, weswegen k&ouml;rperliche Aktivit&auml;t allgemein den Dopaminspiegel in unseren Frontallappen <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Erhohen\" class=\"glossaryHint glossaryTerm526-1\">erh&ouml;hen<\/a> sollte. Gl&uuml;cklicherweise ist das auch genau das, was tats&auml;chlich passiert. Es wurde sogar bewiesen, dass bereits 10 Minuten Gehen ausreichen, um sein Energielevel f&uuml;r die n&auml;chsten 1-2 Stunden zu erh&ouml;hen, w&auml;hrend man selber Anspannung und Tr&auml;gheit abbaut. Das Gehen sollte zwar kein lockerer Sonntagsspaziergang sein, ein kilometerlanges Wettrennen muss es aber auch nicht sein. Eine Geschwindigkeit wie die, mit der man sich jeden Morgen auf den Weg ins B&uuml;ro macht, ist v&ouml;llig ausreichend.<\/p><p class=\"emoNormal\">Moment mal! Du musst ja gar nicht jeden Morgen ins B&uuml;ro. Ich hatte ja ganz vergessen was f&uuml;r ein Gl&uuml;ck du hast. Trotzdem wird ein bisschen Bewegung deine motorischen Leitungen im Gehirn stimulieren und dein Tr&auml;gheit durch Aussch&uuml;ttung von Dopamin f&uuml;r Stunden wegblasen und deine mentale und k&ouml;rperliche Energie steigern. Und das alles nur durch ein bisschen Gehen. Stell dir erstmal vor, was du mit regelm&auml;&szlig;igen Besuchen im Fitnessstudio, Schwimmen, Laufen, Radfahren, Ballspielen, Klettern oder anderen Aktivit&auml;ten erreichen kannst. Eine Sache, die man in Fitnessstudios sicher lernen kann ist, dass man definitiv ein neues und besseres Selbst erreichen kann.<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">Negative Seiten<\/div><p class=\"emoNormal\">Jetzt k&ouml;nntest du folgendes fragen: &bdquo;Aber Ali, wenn Dopamin mit der Synthese von Norepinephrin zu tun hat, h&auml;tte dann nicht ein erh&ouml;hter Dopaminspiegel die Folge, dass auch der Norepinephrinspiegel und damit die negativen physiologischen Folgen f&uuml;r unser Pokerspiel steigen?&ldquo; Guter Einwand, aber ein erh&ouml;hter Dopaminspiegel bedeutet nicht automatisch ein Mehr an Norepinephrin.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wie du bereits gelernt hast, ist Dopamin in viele verschiedene Leitungssysteme involviert. In der Tat kann ein gesunder Dopaminspiegel Stress reduzieren, dein Selbstvertrauen st&auml;rken, die Stimmung verbessern und die Belastbarkeit steigern. Ein regelm&auml;&szlig;iges Sportprogramm kann dich gegen&uuml;ber Stressfaktoren widerstandsf&auml;higer machen und somit die Kampf oder Flucht-Reaktion verhindern. Es ist noch nicht bekannt, ob das durch eine tats&auml;chliche Reduzierung des physiologischen Levels von Stresshormonen geschieht oder durch Schaffung einer Grundlage, die ihnen gegen&uuml;ber widerstandsf&auml;higer ist. Sicher ist aber, dass ein aktiver Lebensstil einen h&ouml;heren Dopaminspiegel zur Folge hat, Anspannung und Angst reduziert und die Widerstandsf&auml;higkeit erh&ouml;ht.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dopamin kann nun also Tilt abwehren helfen. Aber was kann es noch? Wie beim Serotonin profitiert auch hier die Pharmaindustrie von Medikamenten, die den Dopaminspiegel erh&ouml;hen. Der Hauptgrund daf&uuml;r ist, dass Dopamin die Stimmung verbessert. Ein gesunder Dopaminspiegel l&auml;sst dich gl&uuml;cklicher, kontrollierter und rationaler sein. Zus&auml;tzlich zur Steigerung der Selbstkontrolle kannst du auch mit gesteigerter Aufmerksamkeit und Konzentration rechnen. Es gibt also einiges, auf das man sich mit einem Dopaminschub freuen kann. Aber was passiert wenn der Dopaminspiegel zu tief ist?<\/p><p class=\"emoNormal\">Au&szlig;er den Gegenteilen der oben genannten Aspekte, also einer verminderten Konzentration und Aufmerksamkeit, Verlust von Selbstkontrolle und erh&ouml;hter Anf&auml;lligkeit f&uuml;r Stressfaktoren, gibt es noch weiter Auswirkungen. Depressionen sind sehr h&auml;ufige Resultate von niedrigen Dopaminspiegeln. Au&szlig;erdem ist man antriebsloser und unkoordinierter. Um es noch einmal zu wiederholen: K&ouml;rperliche Aktivit&auml;t aktiviert Dopamin in deinen motorischen Nervenbahnen, hebt deine Stimmung und f&ouml;rdert weitere Aktivit&auml;ten. Das ist wie ein Schneeball-Effekt. Sobald du dich von der Couch herunter bewegst, mit dem Gehen beginnst, sp&uuml;rst du vielleicht das Bed&uuml;rfnis zu Joggen, danach Fu&szlig;ball oder &auml;hnliches zu spielen und motiviert dich dazu, aktiver zu werden und allgemein h&ouml;here Energielevel zu erreichen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ungesund niedrige Dopaminspiegel k&ouml;nnen auch negative Auswirkungen auf das episodische Ged&auml;chtnis haben. Das ist das Ged&auml;chtnis, mit dem du dich an autobiographische Ereignisse erinnerst wie zum Beispiel vergangene Zeiten, Orte und Daten. Im Pokerkontext kann das bedeuten, dass deine Erinnerung an den Kontext einer Pokerhand getr&uuml;bt ist. Das k&ouml;nnte sehr wichtig sein. Wenn du dich an mehr Faktoren einer <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Hand\" class=\"glossaryHint glossaryTerm237-1\">Hand<\/a> gegen einen bestimmten Gegner von vor zwei Tagen erinnert h&auml;ttest, w&auml;re die Analyse seiner <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Range\" class=\"glossaryHint glossaryTerm354-1\">Range<\/a> entscheidend anders ausgefallen. Oder du  h&auml;ttest vielleicht einen anderen Eindruck deines eigenen Images, das eben dieser bestimmte Gegner von dir hat. Und noch wichtiger ist, dass zu wenig Dopamin deine Handlungsfunktionen beeintr&auml;chtigt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die Handlungsfunktion ist ein angenommenes Konzept dar&uuml;ber, wie dein Gehirn funktioniert. Es sind Mechanismen h&ouml;herer Ordnung, die angewandt werden, um wichtige kognitive Prozesse und gedankliche Flexibilit&auml;t zu steuern. Kognition bezieht sich hierbei auf Gedanken und Informationsverarbeitung. Somit k&ouml;nnen es reduzierte Dopaminspiegel erschweren, abstrakt zu denken, Regelm&auml;&szlig;igkeiten zu erkennen, die korrekten Aktionen auszuf&uuml;hren und zu verhindern, falsche Aktionen zu ergreifen. All das spielt beim Pokern eine gro&szlig;e Rolle.<\/p><p class=\"emoNormal\">Um auf die Schnelle mehrere abstrakte Konzepte zu verarbeiten, w&auml;hrend man kontextuelle Hinweise aus vorigen H&auml;nden einbezieht um einen <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/glossary\/Read\" class=\"glossaryHint glossaryTerm160-1\">Read<\/a> aufzustellen, und diese Informationen dazu nutzt daraus eine Regel herzuleiten, die die eigene Handlung beeinflusst, und schlie&szlig;lich zu garantieren, dass man eine vern&uuml;nftige und keine irrationale Handlung ausf&uuml;hrt, ist komplett abh&auml;ngig vom Dopaminspiegel.<\/p><p class=\"emoNormal\">Um genauer zu sein sind es, wie du dich sicher erinnerst, unsere Frontallappen, die das Dopamin dazu verwenden, komplexe Gedankeng&auml;nge abzuschlie&szlig;en, die ein profitables Pokerspiel erfordert.<\/p><p class=\"emoNormal\">Jetzt kannst du sicher verstehen, warum und auf welche Art und Weise Dopamin f&uuml;r deinen Erfolg beim Poker eine so gro&szlig;e Rolle spielt. Was kann au&szlig;er k&ouml;rperlicher Aktivit&auml;t noch unternommen werden, um den Dopaminspiegel dauerhaft auf ein gesundes Level zu bringen? Was kann noch getan werden, um sicherzustellen, dass unsere Entscheidungen beim Poker aus der richtigen Verfassung heraus getroffen werden?<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">Mittel und Wege zu einem gesunden Dopaminspiegel<\/div><p class=\"emoNormal\">Zum einen kann die Tageszeit einen gro&szlig;en Einfluss darauf haben. Nach dem Aufwachen bist du im niedrigsten Energie- und Stimmungslevel des ganzen Tages. Beide steigen dann bis zum Nachmittag an und sinken dann wieder ab, bis du ins Bett gehst. Daraus k&ouml;nntest du folgern, dass der sp&auml;te Morgen bis zum fr&uuml;hen Abend die beste Zeit ist, um sein A-Game abliefern zu k&ouml;nnen. Das ist generell auch nicht falsch.<\/p><p class=\"emoNormal\">Aber dazu gibt es noch mehr zu sagen, denn deine Physiologie spricht auch noch ein W&ouml;rtchen mit. Studien haben gezeigt, dass es Morgen- und Nachtmenschen gibt. Die ersten erledigen intellektuelle Aufgaben am Morgen besser, die letzteren eher am Abend. Durch &Uuml;bung und Analyse kann du rausfinden, zu welchem Typ du geh&ouml;rst. Allgemein l&auml;sst sich sagen, dass unabh&auml;ngig von der Physiologie, der sp&auml;te Morgen und der fr&uuml;he Nachmittag die Zeit ist, in der du am beruhigtesten und am entspanntesten bist.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es gibt aber noch andere Weg, um seinen Dopaminspiegel unter eine gesunde Marke zu dr&uuml;cken. Stress, egal ob als Folge sozialer oder anderer Probleme, kann ihn reduzieren. Schlechte Ern&auml;hrung, Schlafmangel, Drogen, Alkohol, Koffein und auch Zucker senken deinen Dopaminspiegel. Dieser eine Kaffee mit dem Donut vor einer Session ist also nicht die beste Idee. Auch Isolation kann den Dopaminspiegel senken und generell die Aktivit&auml;t in den Frontallappen reduzieren.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dazu geh&ouml;rt auch, dass ein niedriger Dopaminspiegel deinen Geschlechtstrieb behindert. Und was kann man dagegen tun? Sex hebt deinen Dopaminspiegel und deine Stimmung. Du solltest also mehr Sex haben, was sicher kein Problem sein wird. Auch bestimmte Nahrungsmittel k&ouml;nnen helfen. Mandeln, Avocados, Bananen und Milchprodukte, Limabohnen, K&uuml;rbiskerne und Sesamk&ouml;rner steigern den Dopaminspiegel. Halte dich also von S&uuml;&szlig;igkeiten fern und schau dich mal im n&auml;chsten Bioladen um.<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" id=\"h1_4\" align=\"left\">Zusammenfassung<\/h1><p class=\"emoNormal\">Wir haben es doch alle schon erlebt: Wir waren niedergeschlagen und lethargisch, launisch und gespannt, empfindlich und gestresst. Energie ist schwer zu erlangen, besonders wenn es an den Tischen nicht besonders gut l&auml;uft. Es ist ein St&uuml;ck harte Arbeit, sich wieder richtig zu motivieren. Einen hoch intensiven Sport- und Arbeitsplan durchzuziehen und sich gesund zu ern&auml;hren erfordert Zeit und Disziplin.<\/p><p class=\"emoNormal\">Zu deinem Gl&uuml;ck dreht sich der n&auml;chste Teil dieser Serie genau um die Faktoren Motivation und Disziplin. Bis dahin kannst du dich an der Tatsache erfreuen, dass das Hochkriegen des eigenen Hinterns und die Verbesserung deiner mentalen Verfassung sowie die Steigerung deiner Pokergewinne eine eigene Wissenschaft ist. Es ist ein Zahlenspiel, in dem du dein Wissen als Waffe benutzt und Dopamin das Ziel ist.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn du dir nun alles was in den n&auml;chsten Tagen passieren k&ouml;nnte vorstellst, dann hab Spa&szlig; daran, denn obwohl eine Menge Arbeit vor dir liegt, f&auml;ngt alles nur mit ein paar Metern Gehen an. Du wirst doch nicht immer noch vor dem Computer sitzen. Oder doch?<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" class=\"emoLinkbox\" style=\"margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" alt=\"\" width=\"33\" height=\"25\"><\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Verwandte Artikel:<\/b><br> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/gold.png\" alt=\"\" width=\"17\" height=\"12\" align=\"left\" style=\"margin-right: 4px\"> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/1895\">Neuropsychologie des Pokerns (1) - Unter der Motorhaube<\/a><br><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/image\/ranks\/mini\/gold.png\" alt=\"\" width=\"17\" height=\"12\" align=\"left\" style=\"margin-right: 4px\"><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/1896\">Neuropsychologie des Pokerns (2) - 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