	{"id":53103,"date":"2008-12-03T00:16:00","date_gmt":"2008-12-03T00:16:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/644\/"},"modified":"2026-03-12T10:47:12","modified_gmt":"2026-03-12T10:47:12","slug":"644","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-fixed-limit\/644\/","title":{"rendered":"(Reverse) Psychology in Texas Hold'em Poker"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>(Reverse) Psychology in Texas Hold'em Poker<\/h1><h1>Einleitung<\/h1><p>\nDiese Woche m&ouml;chte ich euch die Bedeutung, gerade im Zusammenhang mit Poker, von reverse Psychology n&auml;herbringen.\n<\/p><p>\nWas ist das &uuml;berhaupt? Wie wendet man es an? Was n&uuml;tzt es mir wenn ich einer Hand verwickelt bin? Die Begrifflichkeit, die Voraussetzungen,  Notwendigkeit, Ver- und Anwendung werde ich examplarisch an Beispielh&auml;nden darstellen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nBisher gibt es speziell dazu noch keinen Artikel, aber da ich das Thema mit Beispielh&auml;nden erl&auml;utere, ist es eine Mischung aus Kolumne und Beispielh&auml;nden. Ich bin sehr interessiert, was Psychologie im Allgemeinen angeht und hoffe hiermit viele Leute erreichen und begeistern zu k&ouml;nnen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><h2><b>Was ist &uuml;berhaupt reverse Psychology?<\/b><\/h2><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nDer Begriff klingt f&uuml;r viele sicher nicht auf Anhieb verst&auml;ndlich. Wie auch? Wann verwendet man schon diesen Ausdruck. Auf Deutsch &uuml;bersetzt heisst <i>reverse Psychology<\/i>: <b>umgekehrte Psychologie<\/b>\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n<u>Psychologie fachgem&auml;&szlig; ausgedr&uuml;ckt:<\/u>\n<\/p><p>\nPsychologie (aus griech. &psi;&upsilon;&chi;&omicron;&lambda;&omicron;&gamma;&#943;&alpha;, psycholog&iacute;a w&ouml;rtlich &bdquo;Seelenkunde&ldquo;; engl. &bdquo;study of the mind&ldquo;) bezeichnet die empirische Wissenschaft zur Beschreibung, Erkl&auml;rung und Vorhersage des Erlebens und Verhaltens des Menschen, deren Entwicklung in der Lebensspanne, sowie deren inneren und &auml;u&szlig;eren Ursachen und Bedingungen (c) Wikipedia\n<\/p><p>\n<br>\nWas Psychologie ist, sollte nun klar sein aber wie kann ich die Psychologie denn umdrehen?\n<\/p><p>\n<br>\nMit jedem Handeln und Tun senden wir Signale an unsere Umwelt aus. Speziell nat&uuml;rlich an andere Menschen (beim Online Poker an die Menschen, die hinter dem PC sitzen versteht sich).\n<\/p><p>\nDas Ziel des Umdrehens (beim Poker) ist es nun, dem Gegner durch bewusstes Verhalten ein Signal zu senden, was gezielt falsche Informationen aussendet. Durch falsche Informationen und Interpretationen, m&ouml;chte man den Gegner zu Fehlern forcieren.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><h2><b>Anschauliches Beispiel<\/b><\/h2><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nAngenommen wir sitzen jetzt im Casino und spielen Live-Poker. Hier hat Mimik und Gestik nat&uuml;rlich eine viel gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung, aber dem Unterschied mal zum Trotz.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nWir haben angenommen eine Hand die den Flop sehr gut getroffen hat. Wir haben z.B. ein Set getroffen. Wenn wir nun reverse Psychology anwenden, dann schauen wir nur ganz kurz auf den Flop und schauen wieder weg. Dieses Verhalten soll dem Gegner die Information geben: \"Der ist nicht interessiert an diesem Flop, der hat nichts getroffen\". Gemeint ist aber nat&uuml;rlich genau das Gegenteil.\n<\/p><p>\n<br>\nUnser Ziel ist ganz klar: Wir m&ouml;chten dem Gegner etwas unwirkliches suggerieren, um ihn zu Fehlern zu zwingen. Seine Fehler sind n&auml;mlich unser Profit \/ Geld.\n<\/p><p>\n<br>\nDer gro&szlig;e <b>Vorteil<\/b> ist, dass wir beim Gegner durch unser Verhalten ein Image erzeugen k&ouml;nnen, was den Gegner in zuk&uuml;nftigen H&auml;nden zu schlechten Plays verleitet. Zum Beispiel suggerieren wir ihm, wenn wir ganz neu am Tisch sind, indem wir in einer Hand einen pure Bluff durchziehen, dass wir unreasonable und overaggressive sind. Nun spielen wir aber wieder tight, aber das Image des Gegners wird sich sehr zeitverz&ouml;gert anpassen und wir werden durch eine Hand viel mehr Value aus Madehands extrahieren k&ouml;nnen, weil der Gegner denkt, er w&uuml;rde erneut gebluffed werden und called somit sehr light down.\n<\/p><p>\n<br>\nDer gro&szlig;e <b>Nachteil<\/b> ist allerdings, dass smarte Gegner die wissen, dass wir diese Methode anwenden, die falschen Signale genau richtig interpretieren k&ouml;nnen und uns dann wohlm&ouml;glich austricksen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><h2><b>Wie k&ouml;nnen wir diese (umgekehrte) Psychologie beim Pokern klassifizieren?<\/b><\/h2><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nIm Kapitel 8  <i>into the minds of your opponents - levels of thinking<\/i> aus dem Buch \"The Poker Mindset\" von Taylor\/Hilger werden die verschiedenen Level unterschieden und sind folgenderma&szlig;en definiert:\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li>\n<p>\n\t<b><br>\n\tLevel 0:<\/b> What hand do you have\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\t<b>Level 1:<\/b> What hand might your opponent have\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\t<b>Level 2:<\/b> What does your opponent think you have\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\t<b>Level 3:<\/b> What does your opponent think that you think he has\n\t<\/p>\n<\/li>\n<\/ul><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n<b>Die Level und die Gegner<\/b>\n<\/p><p>\n<br>\n<b><br>\nLevel 0 <\/b>k&ouml;nnen wir den schlechtesten Spielern zuordnen. Um diese beim Namen zu nennen:\n<\/p><p>\n<br>\nCallingstations, Maniacs, diverse LAGs\n<\/p><p>\n<br>\nBesonders die ersten beiden Gegnertypen spielen sehr ICH-bezogen und spielen oft stur ihre Hand runter und denken gar nicht &uuml;ber die Gegnerhand nach. Sie sehen nur Ihre Hand in Verbindung mit dem Flop. Gegen diese Gegnertypen ist der psychologische Aspekt beim Pokern wenig zu Beachten.\n<\/p><p>\n<br>\nBei <b>Level 1<\/b> f&auml;ngt das Denken so langsam an, aber alleine &uuml;ber die Gegnerhand nachzudenken, macht einen nat&uuml;rlich noch nicht zum guten Handreader.\n<\/p><p>\n<br>\nAb <b>Level 2<\/b> wird es interessant und wer sich anhand aller Variablen und besonders seinem Verhalten schonmal ein Bild &uuml;ber die Gegnerhand machen kann, der ist in der Regel ein Spieler, der Handreading betreibt. Wie gut ist nat&uuml;rlich eine andere Frage.\n<\/p><p>\n<br>\nSehr interessant ist jedoch <b>Level 3<\/b>, da der Gegner nun hier in der Lage ist, seine eigene Handst&auml;rke am Verhalten des Gegners festzumachen, da er zu wissen scheint, was ich &uuml;ber seine Hand denke und darauf angemessen reagieren wird.\n<\/p><p>\n<br>\nMan kann dieses: \"ich weiss was du denkst was ich denke was du denkst etc\" nat&uuml;rlich unbegrenzt fortsetzen. Man kann ganz pauschal sagen: Wer im Denken einen Schritt voraus ist, der hat einen klaren Vorteil, jedoch geht das Levelthinking in der Regel nicht &uuml;ber Level 3 hinaus.\n<\/p><p>\n<br>\n<b>WICHTIG:<\/b>\n<\/p><p>\n<br>\nDas Levelthinking auf h&ouml;heren Ebenen ist nur m&ouml;glich, wenn beide Gegner &uuml;bereinander wissen, dass sie thinking Player sind. Dies zu wissen, ist nicht einfach und wenn die Fluktuation auf dem Limit gro&szlig; ist, dann weiss man nat&uuml;rlich nicht, ob dieses Kriterium erf&uuml;llt ist. Man sollte aber dennoch davon ausgehen, dass Gegner, die sich als TAGs auszeichnen, auch statistische Aufzeichnung via Pokertracker &uuml;ber uns f&uuml;hren und demnach wissen, dass wir auch ein TAG sind und tendenziell (je nach Limit nat&uuml;rlich) eher nachdenken als gedankenlos zu spielen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><h2><b>Wie erkenne ich, auf welcher Ebene der Gegner denkt?<\/b><\/h2><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n<br>\nZu Level 0 muss ich wohl nicht wirklich viel sagen. Wir kennen das ja alle. Wir betten z.B. auf einem A22 rainbow Board 3x und eine Callingstation zeigt uns am River K High. Sie wird &uuml;ber unsere Hand wohl gar nicht nachgedacht haben und hat deswegen 3 Bets gecalled, obwohl es offensichtlich ist, dass wir nach 3 Bets eine Madehand haben m&uuml;ssen. Zu den anderen Ebenen werde ich bei den Beispielh&auml;nden eingehen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><h2><b>Vorab<\/b><\/h2><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n<br>\nGANZ WICHTIG ist die History. Wenn der Gegner uns in Hand 2 die letzten H&auml;nde oft beim Bluffen erwischt hat, dann sollten wir nat&uuml;rlich weniger bluffen, aber selbst dies h&auml;ngt wieder davon ab, wie smart der Gegner ist und was er &uuml;ber uns denkt.\n<\/p><p>\nEs ist schwer herauszufinden, ob ein wirklich aufmerksamer Gegner der schnell adapten kann, erneut loose downcalled oder denkt: \"Der kann doch nicht schon wieder bluffen in so einem aussichtslosen Spot, er hat dieses Mal wohl doch eine Madehand\". Es kann also durchaus von Vorteil sein, das 3. Mal seinen Bluff doch durchziehen.\n<\/p><p>\nGenau weil diese Unsicherheit besteht, sollte man in solchen Spots keinen Fold finden, au&szlig;er die Tabledynamik (besonders im HU) diktiert es. Poker ist nat&uuml;rlich streng mathemathisch aufgebaut, aber durch die psychologische Komponente des Spiels besteht auch ein sehr schmaler Grat zwischen Sein und Schein. Sind es nicht unter anderem die Analogien zum wahren Leben, die das Spiel so spannend machen? (Jetzt reichts aber mit dem Philosophieren)\n<\/p><h1>Hand 1<\/h1><p>\nWir spielen gegen einen thinking ps.de TAG und er weiss auch wer wir sind.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n<b> 5.00\/10.00 Fixed-Limit Hold'em <font color=\"blue\">(6 handed)<\/font><\/b>\n<\/p><p>\n<br>\n<b>Preflop:<\/b> Hero is BB with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><b>, 5<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">\n<\/p><p>\n<i><font color=\"grey\">3 folds<\/font><\/i>, <font color=\"red\">BU raises<\/font>, <i><font color=\"grey\">SB folds<\/font><\/i>, Hero calls.\n<\/p><p>\n<br>\n<b>Flop:<\/b> (4.40 SB) <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><b>, T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><b>, 3<\/b><b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"><\/b> <font color=\"blue\">(2 players)<\/font>\n<\/p><p>\nHero checks, <font color=\"red\">BU bets<\/font>, Hero calls.\n<\/p><p>\n<br>\n<b>Turn:<\/b> (3.20 BB) <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> <font color=\"blue\">(2 players)<\/font>\n<\/p><p>\nHero checks, <font color=\"red\">BU bets<\/font>, Hero calls.\n<\/p><p>\n<br>\n<b>River:<\/b> (5.20 BB)<b> 7<\/b><b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"><\/b> <font color=\"blue\">(2 players)<\/font>\n<\/p><p>\nHero checks, <font color=\"red\">BU bets<\/font>.\n<\/p><p>\n<br>\n<b>Final Pot:<\/b> 6.20 BB\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nWir sind nun im BB und defenden mit A5. Wir treffen einen verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig guten Flop und check\/callen nat&uuml;rlich nur, weil wir wa\/wb sind mit unserem baby Ace mit showdown Value. Nun k&ouml;nnen wir selber noch keine genaue Aussagen &uuml;ber seine Range treffen, weil er ja nur contibettet. Der Gegner allerdings wird uns nach unserem check\/call oft auf K oder A high readen. Mit jeder Madehand h&auml;tten wir eigentlich for value gecheck\/raised.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nNun ist das Board am River double paired. Der Gegner wird auch hier oft seine gesamte Range erneut betten, in der Hoffnung, dass zumindestens nun K High einen Fold finden kann.\n<\/p><p>\nWir k&ouml;nnen also immer noch keine genaue Aussage &uuml;ber seine Hand treffen und das sollte der Gegner auch wissen. Nach unserem erneuten Call am Turn sollte der Gegner aber wissen, dass wir fast immer Ace High halten und einen guten River erneut callen werden. Dieser River ist sehr gut. Das Board ist double paired und normalerweise check\/callen wir in diesem Spot.\n<\/p><p>\nWir wir jetzt erstaunlicherweise sehen, durchlaufen wir die verschiedenen Level in der Hand. Die bestimmen sich durch vorhandene Informationen und Notwendigkeit. Wenn er diesen Turn contibettet, kann man nicht von 3rd level thinking reden, da ich seine Range schlecht reduzieren kann, wenn man als Grundlage die BU Stealingrange festlegt.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nInteressant ist hier der River. Wir checken nat&uuml;rlich erneut und der Gegner bettet. Nach seiner Bet ist es am River sehr hilfreich, den Gegner in eine Kategorie einordnen zu k&ouml;nnen.\n<\/p><p>\nSprich: Wie klug ist der Gegner. Warum ist diese Frage so wichtig? Wenn der Gegner jetzt auf Level 2 denken w&uuml;rde und eigentlich wei&szlig;, dass ich Ace high bei dem River nicht folde, dann checkt er mit Trash behind und valuebettet seine guten H&auml;nde. Weiss er jedoch was ich &uuml;ber seine Hand denke, die sich durch mein passives Verhalten definiert (sehr oft A High), dann ergibt es f&uuml;r ihn durchaus Sinn, ein drittes mal zu bluffen.\n<\/p><p>\n<br>\nKurz gesagt: Wenn er weiss, dass ich hier fast immer A high check\/calle, wieso sollte er dann mit einer schlechteren Hand den River betten? Demgem&auml;&szlig; ist sein Bluff oft erfolgreich und wir folden die bessere Hand.\n<\/p><p>\nEr suggeriert uns, dass er eine Hand hat, die Ace high schl&auml;gt, in Wirklichkeit hat er aber auch oft genug eine Hand, gegen die wir noch vorne sind. Weil der Gegner versucht durch reverse Psychology den Pot zu kaufen, k&ouml;nnen wir in diesem Spot nicht folden  und m&uuml;ssen oft callen, da wir h&auml;ufig genug einen Bluff catchen werden oder splitten, da der Gegner denkt, wir callen gelegentlich noch Q-K High.\n<\/p><p>\n<br>\nAngenommen wir callen jetzt den River und er zeigt uns Q High, dann wissen wir, dass er in der Lage ist, 3rd level thinking zu betreiben.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><h1>Hand 2<br>\n<\/h1><p>\n<b> 10.00\/20.00 Fixed-Limit Hold'em <font color=\"blue\">(6 handed)<\/font><\/b>\n<\/p><p>\n<br>\n<b>Preflop:<\/b> Hero is BU with <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><b>, 9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">\n<\/p><p>\n<i><font color=\"grey\">3 folds<\/font><\/i>, <font color=\"red\">Hero raises<\/font>, <font color=\"red\">SB 3-bets<\/font>, <i><font color=\"grey\">BB folds<\/font><\/i>, Hero calls.\n<\/p><p>\n<br>\n<b>Flop:<\/b> (7.00 SB) <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><b>, 7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><b>, 8<\/b><b> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b><b> <\/b><font color=\"blue\">(2 players)<\/font>\n<\/p><p>\n<font color=\"red\">SB bets<\/font>, Hero calls.\n<\/p><p>\n<br>\n<b>Turn:<\/b> (4.50 BB) <b>K<\/b><b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"><\/b><b> <\/b><font color=\"blue\">(2 players)<\/font>\n<\/p><p>\nSB checks, <font color=\"red\">Hero bets<\/font>, SB calls.\n<\/p><p>\n<br>\n<b>River:<\/b> (6.50 BB) <b>2<\/b><b> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b><b> <\/b><font color=\"blue\">(2 players)<\/font>\n<\/p><p>\nSB checks, <font color=\"red\">Hero bets<\/font>.\n<\/p><p>\n<br>\n<b>Final Pot:<\/b> 7.50 BB\n<\/p><p>\n<br>\nHier sind wir am Button und spielen gegen den gleichen Gegner wie in Hand 1. Wir bekommen eine 3-Bet vom SB und sind nun Headsup. Wir treffen auf einem rainbow Flop einen OESD. Wir k&ouml;nnten sofort den Flop raisen, aber protecten k&ouml;nnen wir nicht, da er mit vielen H&auml;nden wie QJ KJ KQ erneut callen wird und Pocketpairs evtl sogar downcalled, weil wir das A oft wa\/wb spielen oder erst am Turn raisen.\n<\/p><p>\nDies ist nat&uuml;rlich auch sehr history bedingt. Wenn wir unsere Aces oft am Flop geraised haben gegen diesen Gegner, k&ouml;nnen wir auch Draws am Flop raisen. Jedenfalls callen wir den Flop nur und auf eine potentielle Scarecard am Turn checkt der Gegner aufeinmal.\n<\/p><p>\n<br>\n<b><br>\nWas glauben wir, was der Gegner h&auml;lt?<\/b>\n<\/p><p>\nIn dieser Situation h&auml;lt er wohl oft ein Pocketpair ala 33-66 99-QQ. Alternativ auch KQ KJ und m&ouml;chte wa\/wb weiterspielen. Zuletzt k&ouml;nnte er noch JTs QJs halten und m&ouml;chte einfach nicht geraised werden, da er glaubt noch oft genug 10 Outs zu haben.\n<\/p><p>\n<br>\n<b><br>\nWas denkt der Gegner wohl &uuml;ber unsere Hand?<\/b>\n<\/p><p>\nWir an der Stelle des Gegners w&uuml;rden den Call wohl selten als Float, sondern am h&auml;ufigsten als Madehand oder Draw interpretieren ala 97s+ 98s+ A2+ JT T9.\n<\/p><p>\n<br>\nDer Gegner wird hier meistens check\/callen oder check\/folden. Uns ist relativ klar, dass wir den Gegner nicht f&uuml;r 1BB zum folden bringen werden und darum ist der Plan, jeden River erneut zu betten.\n<\/p><p>\n<br>\nDie Frage ist nun, wie der Gegner unsere Bettingrange einsch&auml;tzt am River. Ein lowpair w&uuml;rden wir behind checken. Die Range ist also h&auml;ufig ein A und seltener ein missed Draw. Da der Gegner wissen sollte, dass wir ihn nach seinem cc auf ein schwaches Pair readen, suggerieren wir ihm mit der erneuten Riverbet, dass wir eine Hand haben, die besser ist als low oder midpair, was aber nat&uuml;rlich nur eine T&auml;uschung ist.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nIch w&uuml;nsche viel Spa&szlig; mit diesem Thema und hoffe ich konnte euch wieder etwas beibringen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche m\u00f6chte ich euch die Bedeutung, gerade im Zusammenhang mit Poker, von reverse Psychology n\u00e4herbringen. Was ist das \u00fcberhaupt? Wie wendet man es an? Was n\u00fctzt es mir wenn ich einer Hand verwickelt bin? 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