	{"id":53120,"date":"2008-12-04T23:42:00","date_gmt":"2008-12-04T23:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/679\/"},"modified":"2026-03-12T10:47:13","modified_gmt":"2026-03-12T10:47:13","slug":"679","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/679\/","title":{"rendered":"Woche 48 (BSS): Made Hands am Flop ohne Initiative"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Woche 48 (BSS): Made Hands am Flop ohne Initiative<\/h1><h1>Einleitung<\/h1><p>\nDiese Woche m&ouml;chte ich mich mit einem gew&uuml;nschten Thema besch&auml;ftigen.\n<\/p><p>\n\"Wie spiele ich eine Madehand ohne Initiative am Flop.\"\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nHierzu m&ouml;chte ich zun&auml;chst darstellen, welche Gruppen von H&auml;nden hier h&auml;ufig eine Rolle spielen. Ferner m&ouml;chte ich dann auf die Unterschiede Postflop in Abh&auml;ngigkeit der Position, des Boards und der Gegner eingehen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><h2>Die m&ouml;glichen Situationen am Flop<br>\n<\/h2><p>\nEs gibt zwei M&ouml;glichkeiten ohne Initiative am Flop zu stehen:\n<\/p><ul>\n<li>Es wurde Preflop nicht erh&ouml;ht und man hat selbst nur gelimpt oder hat z.B. im BB ein Freeplay bekommen.<\/li>\n<li>Es wurde Preflop erh&ouml;ht, man selbst hat die Erh&ouml;hung bezahlt und spielt somit Postflop gegen einen Preflopaggressor. <\/li>\n<\/ul><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nHeute m&ouml;chte ich mich haupts&auml;chlich mit der zweiten Situation befassen, in welcher wir am Flop mit einer starken Hand gegen einen Preflopaggressor spielen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><h2><b>Potenzielle H&auml;nde<\/b><br>\n<\/h2><p>\nHier fallen einem spontan Pocketpaare ein, schlie&szlig;lich k&ouml;nnen wir mit diesen H&auml;nden Preflop nach der Call20 Regel oft einen Raise callen, um am Flop ein Set zu treffen und somit eine Madehand zu erhalten.\n<\/p><p>\nFerner bieten sich noch SuitedConnectors an, denn gerade wenn nach einem Raise bereits ein oder gar zwei Spieler die Erh&ouml;hung bezahlt haben, ist es durchaus profitabel mit diesen H&auml;nden mitzugehen. Auch kann man mit diesen H&auml;nden oft eine Erh&ouml;hung bezahlen, wenn man selbst und der Aggressor deepstacked sind, weil dadurch die implied Odds gro&szlig; sind. Allerdings treffen wir mit diesen H&auml;nden eher einen starken Draw, als direkt eine starke Hand, wie z.B. eine Strasse oder einen Flush.\n<\/p><p>\nGelegentlich haben wir, gerade in Blindstealing Situationen, H&auml;nde wie KQs oder JTs. Sicherlich spielen hier oft Reads eine Rolle, aber dennoch m&ouml;chte ich diese Kategorie nicht au&szlig;en vorlassen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><h2><b>Boardtexturen<\/b><\/h2><p>\nStellen wir uns vor, dass wir mit einem Pocketpaar Preflop eine Erh&ouml;hung bezahlt haben und am Flop ein Set treffen. Somit haben wir in der Regel eine sehr starke Hand, oft sogar die zu dem Zeitpunkt bestm&ouml;gliche Hand.\n<\/p><p>\nAllerdings gibt es gerade auf sehr drawlastigen Boards die Notwendigkeit seine Hand sehr stark sch&uuml;tzen zu m&uuml;ssen und muss daher verst&auml;rkt auf die Protection achten.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nIch m&ouml;chte hier noch eine paar m&ouml;gliche Kombinationen des Flops darstellen, um das eben genannte zu verdeutlichen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b><br>\n\t2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><b> 7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><b> Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">     Hier sind keine Draws m&ouml;glich, somit m&uuml;ssen wir kaum auf Protection achten.<b><br>\n\t<\/b><\/li>\n<\/ul><ul>\n<li><b><br>\n\tA<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><b> 3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><b> 8<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><b>      <\/b>Hier sind einige Draws m&ouml;glich, z.B. ein Flushdraw oder ein Gutshot mit 54.<\/li>\n<\/ul><ul>\n<li><b><br>\n\tJ<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><b> T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"><b> 9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">       Hier sind sehr viele Draws m&ouml;glich, ferner ist unser Set hier oft nicht die beste Hand.<\/li>\n<\/ul><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><h1><b>Lines IP<\/b><\/h1><p>\nIm Folgenden m&ouml;chte ich unsere m&ouml;glichen Spielz&uuml;ge darstellen und die Vor- und Nachteile erl&auml;utern. Zun&auml;chst die Action des Gegner (Aggressor) und dann unsere Action.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Check\/Check<\/b><\/li>\n<\/ul><p>\nEin gro&szlig;er Nachteil ist, dass der Pot klein bleibt. Allerdings gibt es durchaus Situationen, wo ein Checkbehind gut ist, weil wir somit eine schwache Hand signalisieren und der Gegner sich noch vorne sehen kann. Allerdings sollten wir dies nur dann machen, wenn wir keine Angst vor einer Freecard haben.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Check\/Bet<\/b><\/li>\n<\/ul><p>\nDies bietet sich eigentlich immer an, wenn der Aggresor nicht selbst bettet. Schlie&szlig;lich wollen wir den Pot aufbauen und m&uuml;ssen je nach Textur des Flops eventuell auch unsere Hand vor Draws sch&uuml;tzen.\n<\/p><p>\nEin Nachteil ist, dass der Gegner oft folden wird.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Bet\/Call<\/b><\/li>\n<\/ul><p>\nOft macht der Gegner hier einfach nur die Continuation Bet. Gerade auf einem ungef&auml;hrlichen Board bietet es sich an nur zu callen, um ihm die M&ouml;glichkeit zu geben am Turn nochmals zu betten oder gar seine Hand zu verbessern, z.B. mit AK. Jedoch bleibt so der Pot relativ klein.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Bet\/Raise<\/b><\/li>\n<\/ul><p>\nDies bietet sich gerade auf drawheavy Flops an, wo wir unsere Hand stark besch&uuml;tzen m&uuml;ssen. Oft wird der Gegner nach unserem Raise seine Hand aufgeben. Allerdings kann man, um sein Spiel nicht durchschaubar zu machen, auch auf einem ungef&auml;hrlichem Board mit einer starken Hand raisen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Der Gegner spielt Check\/Raise<\/b><\/li>\n<\/ul><p>\nHier haben wir eine einfache Entscheidung: Wir setzen ihn all-in.\n<\/p><p>\n<br>\nDie Option zu folden habe ich nicht mit betrachtet, da wir eine starke Hand wie z.B. ein Set nicht aufgeben werden.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><h1><b>Lines OOP<\/b><\/h1><p>\nNun m&ouml;chte die selben &Uuml;berlegungen f&uuml;r die Situation OOP darstellen. Hier stelle ich ferner noch die Aussicht auf eine m&ouml;gliche Turnaction dar.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Check\/raise Flop<\/b><\/li>\n<\/ul><p>\nDer Vorteil ist, sofern der Gegner bettet, dass wir schon am Flop einen recht gro&szlig;en Pot aufbauen k&ouml;nnen. Allerdings wird der Preflopaggressor oft folden, weil er oft nur die ContiationBet gemacht hat. Sollte der Gegner aber sehr oft die ContinuationBet machen, bietet es sich auch bei drawlastigen Boards an einen c\/r zu spielen. Schlie&szlig;lich k&ouml;nnen wir so zumindest noch das Geld von der Continuation Bet einsammeln.\n<\/p><p>\nDer Nachteil ist, dass dieser Spielzug sehr stark aussieht und somit sehr viele H&auml;nde aufgeben werden. Jedoch kann sich somit ein Preflopaggressor auch oft die Freecard nehmen, wodurch wir mit einer starken Hand am Turn noch nicht den Pot aufbauen konnten, und auf drawlastigen Flops verteilen wir Freecards.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Check\/call Flop, Donkbet Turn<\/b>:<\/li>\n<\/ul><p>\nHier ist der Vorteil, dass wir dem Gegner erneut die Chance zur ContinationBet geben und ihm durch den Check\/Call eine durchaus schwache Hand signalisieren. Allerdings wirkt der Turndonk im Anschlu&szlig; sehr stark, so dass viele Gegner nun ihre Hand aufgeben werden: wir haben aber wieder das Geld von der ContinuationBet eingesammelt. Dieser Spielzug bietet sich auf eher ungef&auml;hrlichen Flops an.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Check\/call Flop, Check\/raise Turn<\/b>:<\/li>\n<\/ul><p>\nAm Flop besteht, wie auch bei den beiden Lines zuvor, die Gefahr, dass der Pot relativ klein bleibt. Wenn wir nun am Turn auch wieder checken, so geben wir quasi eine weitere Chance f&uuml;r den Gegner, sich eine Freecard zu nehmen und haben bis zum River Probleme den Pot aufzubauen. Sollte der Gegner am Flop die Continuation Bet gemacht haben und neigt er ferner dazu, oft am Turn nochmals zu barreln, so ist ein c\/r am Turn eine sehr gute Alternative.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Check\/call Flop, Check\/call Turn<\/b><\/li>\n<\/ul><p>\nAm Flop haben wir das selbe Problem wie in der Hand zuvor. Entscheiden wir uns am Turn auch wieder check\/call zu spielen, so geben wir zum einen wieder die M&ouml;glichkeit einer Freecard und selbst wenn der Gegner bettet, werden wir durch unseren Call den Pot nicht sonderlich aufbauen, so dass wir es nicht schaffen werden am River all-in zu kommen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Bet\/reraise Flop<\/b><\/li>\n<\/ul><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nBei dieser Line zeigen wir sehr viel St&auml;rke, bauen aber gleichzeitig auch den Pot auf. Durch die gezeigte St&auml;rke werden allerdings sehr viele Gegner ihre Hand aufgeben. Ferner bekommt der Gegner durch die direkte Bet am Flop nicht die M&ouml;glichkeit den Pot mit der Continuation Bet einzusammeln.\n<\/p><p>\nAber gerade auf einem sehr drawlastigem Board sollten wir direkt betten, schlie&szlig;lich wollen wir keine Freecard verteilen.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Bet\/call Flop, Donkbet Turn<\/b><\/li>\n<\/ul><p>\nHier haben wir den Vorteil, dass die Line nicht ganz so stark aussieht und wir somit den Pot aufbauen k&ouml;nnen. Jedoch geben wir wieder dem Gegner nicht die Chance den Pot durch die ContinuationBet einzusammeln.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li><b>Bet\/call Flop, Check\/raise Turn<\/b><\/li>\n<\/ul><p>\nAm Flop zeigt der Gegner trotz unser Bet Interesse am Pot, so dass man meinen k&ouml;nnte am Turn ein check\/raise zu spielen. Allerdings wird der Gegner sich oft fragen warum wir am Flop seinen Raise callen und dann am Turn zu ihm checken. Oft wird er uns auf eine starke Hand setzen und daher lieber nur checken, um einem check\/raise auszuweichen und somit wird auch der Pot gegen unserem Interesse klein gehalten.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p><\/p><h1>Fazit<br>\n<\/h1><p>\nIch hoffe ich konnte Euch n&auml;her bringen, wie man mit einer starken Hand am Flop und auch Turn versuchen kann Value zu extrahieren. Dennoch ist es immer wichtig auch die Spielweise des Gegners mit einzubeziehen. Allerdings ist es, gerade aufgrund der gro&szlig;en Anzahl von Spielern auf den Microlimits, sehr schwer einzelne Reads zu sammeln.\n<\/p><p>\nSolltet ihr euch nicht sicher sein, ob es die richtige Line war, so schaut euch die Hand nach der Session nochmals an und postet sehr fragliche H&auml;nde im Beispielhandforum.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche m\u00f6chte ich mich mit einem gew\u00fcnschten Thema besch\u00e4ftigen.rnHierzu m\u00f6chte ich zun\u00e4chst darstellen, welche Gruppen von H\u00e4nden hier h\u00e4ufig eine Rolle spielen. 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