	{"id":53277,"date":"2008-04-21T14:49:00","date_gmt":"2008-04-21T14:49:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1091\/"},"modified":"2026-03-12T10:55:04","modified_gmt":"2026-03-12T10:55:04","slug":"1091","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/1091\/","title":{"rendered":"Pocket Pairs unimproved am Flop"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Pocket Pairs unimproved am Flop<\/h1><table width=\"100%\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border-bottom: 0px solid #ffffff\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/psmag\/bilder\/bild_kolumne.jpg\" width=\"100%\">\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">\n\t\t\t&raquo; KOLUMNE\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\n&nbsp;\n<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-bottom: 6px; padding-bottom: 0pt\">Pocket Pairs unimproved am Flop<br>\n<\/h1><p style=\"margin: 0pt; padding: 0pt 0pt 18px\">\n<i>von MiiWiin<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nPreflop sehen wir unser Pocket Pair meistens als recht stark an, da wir wissen, dass es postflop zu einem Monster werden kann. Stehen wir dann jedoch unimproved am Flop, sprich wir haben unser Set verfehlt, ist es recht schwer mit seiner Hand weiterzuspielen. Ein paar Gedankenans&auml;tze dazu m&ouml;chte ich heute beschreiben, auch wenn klar sein sollte, dass es f&uuml;r diese Situation kaum etwas Allgemeing&uuml;ltiges gibt.\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d6002d; border-bottom: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" width=\"100%\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px; padding-bottom: 1px\"><b>VORRAUSSETZUNG UND PROBLEMATIK<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nDie meisten Spieler wissen, dass Pocket Pairs in No-Limit Holdem eine sehr starke Hand sein k&ouml;nnen bzw. am Flop zu einer sehr starken Hand werden k&ouml;nnen. Voraussetzung dazu ist nat&uuml;rlich ein Hit, so dass wir ein Set vorweisen k&ouml;nnen, mit denen wir bis auf ganz wenige Ausnahmen auf jedem Flop broke gehen k&ouml;nnen. Verfehlen wir jedoch unser Set, stehen wir meist mit einer sehr schwachen Hand da.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin Pocket Pair hat demnach den Vorteil einer sehr guten Playability, da ein Set eine verdammt starke Hand ist die auch nicht dominiert werden kann. Es gibt nun mal kein Kickerproblem. Der Nachteil daran ist nat&uuml;rlich, dass wir kaum etwas anderes aufgreifen k&ouml;nnen. Ganz selten halten wir mit mittleren Pockets ein Overpair am Flop und wenn haben wir dennoch eine schwache Hand und gerade mal 2 Outs um uns deutlich zu verbessern. Ebenso k&ouml;nnen wir nur ganz selten einen Draw hitten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDa ich nun ein paar m&ouml;gliche Spielweisen aufzeigen m&ouml;chte, m&ouml;chte ich die m&ouml;glichen H&auml;nde, die dies betrifft, etwas eingrenzen. Wir reden von mittleren Pocket Pairs, die wir ohne Initiative spielen, sprich wir haben preflop auf Setvalue gecallt.\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d6002d; border-bottom: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" width=\"100%\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px; padding-bottom: 1px\"><b>AUSGANGSBEISPIEL<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\n<b><\/b>PartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Stacks &amp; Stats<br>\n<\/b>MP ($25)<br>\nCO ($25)<br>\n<br>\nUTG ($25)<br>\n<br>\nBB ($25)<br>\n<br>\nSB ($25) <br>\nHero ($25)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nPreflop: Hero is Button with <b>8<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"> , <b>8<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><br>\n<font color=\"red\"><br>\nUTG raises to $1.00<\/font> <i><font color=\"grey\">2 folds<\/font><\/i>, <font color=\"red\">Hero calls to $1.00<\/font>, <i><font color=\"grey\">2 folds<\/font><\/i><\/p><p><b>Flop:<\/b> ($2.35) <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\n<br>\n<font color=\"red\">UTG bets $1.50<\/font>, Hero?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie folgenden Gedanken beziehen sich also auf diese oder &auml;hnliche Situationen. Wir reden also nicht von 22\/33 oder QQ\/KK als Pocket Pair. Zudem sind wir jeweils ohne Initiative. Die Frage, ob man nicht preflop h&auml;tte raisen k&ouml;nnen, interessiert uns hier nicht. Wir befinden uns nun in solch einer Situation.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Die Position:<\/b> Wir gehen in erster Linie davon aus, Pocket Pairs auf Setvalue meistens in Position zu callen. Da wir nicht openlimpen, w&auml;ren wir out of Position meistens in einem 3-betted Pot oder h&auml;tten, sofern Villain nur gecallt hat, selber die Initiative. Die wahrscheinlichste M&ouml;glichkeit ist demnach ein Blind-Defend, bei dem wir unser Pocket Pair aus den Blinds heraus callen und somit postflop out of Position agieren m&uuml;ssten. Wir werden uns nun in erster Linie auf das Spiel in Position konzentrieren und am Ende noch einmal kurz auf das Spiel out of Position eingehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Unsere M&ouml;glichkeiten:<\/b><br>\nNehmen wir als nun oben aufgef&uuml;hrte Situation an: Wir haben preflop in Position mit unserem Pocket Pair gecallt und stehen nun Heads-up unimproved am Flop. Villain macht seine Standard-Continuation-Bet. Was machen wir?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWie nahezu immer haben wir unsere drei M&ouml;glichkeiten zur Verf&uuml;gung: <b>Fold<\/b>, <b>call<\/b> oder <b>raise<\/b>.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin <b>Fold<\/b> w&auml;re die einfachste Entscheidung. Wir entscheiden uns nur bei einem Hit weiter zu spielen, da wir nicht getroffen haben, folden wir. Die Hand w&auml;re somit f&uuml;r uns vorbei und verloren.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSollten wir uns f&uuml;r ein <b>Raise<\/b> entscheiden, so haben wir meist auch noch eine zus&auml;tzliche Entscheidung in Abh&auml;ngigkeit von Villain zu treffen. Sollte er folden, haben wir die Hand zwar gewonnen, aber was machen wir bei einem Call bzw. bei einer 3-bet?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEntscheiden wir uns f&uuml;r einen <b>Call<\/b>, werden wir garantiert eine weitere Entscheidung am Turn treffen m&uuml;ssen. Wenn Villain zu uns checkt, checken wir ebenso oder betten wir? Wenn Villain den Turn bettet, folden wir dann, callen wir erneut oder raisen wir jetzt?\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d6002d; border-bottom: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" width=\"100%\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px; padding-bottom: 1px\"><b>DER FOLD<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nWie bereits erw&auml;hnt, h&auml;tten wir bei einem Fold eine recht einfache Entscheidung getroffen und w&auml;ren mit der Hand fertig. Die Frage, die wir uns jedoch stellen m&uuml;ssten: Haben wir vielleicht die beste Hand gefoldet?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWas trauen wir Villain zu? Haben wir Stats und Reads oder spielen wir hier gegen unknown? Haben wir uns eventuell preflop schon Gedanken &uuml;ber den weiteren Verlauf gemacht? Sollte Villain ein solch tighter Spieler sein, dass wir ihm beinahe nur Premiums aus UTG zutrauen, so haben wir vielleicht ausschlie&szlig;lich auf Setvalue gecallt und uns darauf eingestellt, ohne Hit die Hand sofort aufzugeben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Wir gehen also davon aus, dass wir hinten liegen und gleichzeitig kaum eine M&ouml;glichkeit sehen, Villain von einer besseren Hand runterzubluffen. Stehen diese beide Faktoren f&uuml;r uns fest, so ist ein Fold logischerweise die richtige Entscheidung.<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWie sieht das aber bei loosen Spielern aus, wo wir uns durchaus noch vorne sehen?\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d6002d; border-bottom: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" width=\"100%\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px; padding-bottom: 1px\"><b>DAS RAISE<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nSollten wir in diesem Spot raisen, stellt sich nat&uuml;rlich die Frage, was wir damit erreichen wollen?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin Raise hat grunds&auml;tzlich zwei verschiedene Zwecke: Zum einen raisen wir for Value, da wir von einer schw&auml;cheren Hand ausbezahlt werden wollen. Zum anderen raisen wir um Foldequity zu erzielen und eventuell eine bessere Hand zum Folden zu bewegen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNehmen wir daf&uuml;r noch mal unseren tighten UTG-Raiser an. Wir trauen ihm eine starke Hand zu und entscheiden uns f&uuml;r einen Raise! For Value kann dieser raise nicht sein, da wir uns ja wie erw&auml;hnt meistens hinten sehen. Aber k&ouml;nnen wir mit einem Raise H&auml;nde wie bspw. QQ\/JJ zum folden bewegen? Diese Frage m&uuml;ssen wir uns stellen, denn wenn wir letztlich nicht dieser Meinung sind, welchen Sinn hat dann unser Raise?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Sollten wir aber der Meinung sein, Villain ist tats&auml;chlich in der Lage hier eine st&auml;rkere Hand direkt wegzulegen, macht ein Bluffraise durchaus Sinn.<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNoch problematischer wird die Situation allerdings, wie wir gegen einen recht loosen Villain spielen. Und zwar einem Gegner, dem wir preflop wesentlich schlechtere H&auml;nde zutrauen. (Ich m&ouml;chte an dieser Stelle noch einmal erw&auml;hnen, dass wir in diesem Fall praktisch auch preflop h&auml;tten 3-betten k&ouml;nnen. In diesem theoretischen Fall haben wir uns aber f&uuml;r einen Call in Position entschieden)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWie wird Villain auf ein Raise unsererseits reagieren? Ist er so loose, dass er sogar mit schlechteren H&auml;nden callen w&uuml;rde und wir somit for Value raisen? Oder hei&szlig;t das gleichzeitig, dass wir ihn hier niemals von einer besseren Hand herunterbekommen?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Nehmen wir an, dass Villain sehr h&auml;ufig 2nd-barrelt wird, ist ein Raise vielleicht angebrachter. Wir erzielen Foldequity und nehmen Villain die M&ouml;glichkeit, solange zu bluffen, bis wir die Hand aufgeben m&uuml;ssen. Es ist nat&uuml;rlich verdammt schwierig, seine Hand in Relation zu Villains Range zu setzen und somit zu entscheiden, wie weit wir mit der Hand gehen m&ouml;chten.<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nStandardm&auml;&szlig;ig sollte bei einer 3-bet von Villain, egal wie wir diesen Spieler einsch&auml;tzen, die Hand f&uuml;r uns gelaufen sein. Interessant wird es daher nur bei einem Call.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAm Turn muss man demnach ebenfalls versuchen, dem Gegner eine Range zu setzen. Klar ist jedoch, dass die Foldequity gegen einen loosen Spieler der den Flop bet\/call spielt, nicht gerade rosig ist und wir im Normalfall einen bereits sehr gro&szlig;en Pott haben. Somit sollte man meistens auf eine weitere Bet verzichten und hoffen, g&uuml;nstig zum Showdown zu gelangen.\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d6002d; border-bottom: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" width=\"100%\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px; padding-bottom: 1px\"><b>DER CALL<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nKommen wir nun zur letzten Option: Dem Call. Mit einem Call bleiben wir in der Hand, erzielen aber nat&uuml;rlich keine Foldequity. Wir k&ouml;nnen die Hand nicht sofort gewinnen und m&uuml;ssen eine weitere Entscheidung am Turn treffen. Dies mag zwar logisch klingen, verbunden damit ist aber auch, dass ich bereits einen Plan f&uuml;r den Turn haben muss, wenn ich am Flop calle.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWas haben wir f&uuml;r M&ouml;glichkeiten am Turn?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSollte Villain erneut betten, h&auml;tten wir zwar theoretisch 3 M&ouml;glichkeiten, aber ein Raise sollte die Ausnahme sein. Wir k&ouml;nnen uns hier nie eindeutig vorne sehen und somit nicht for Value raisen. Sollten wir uns von einem raise viel Foldequity versprechen, so br&auml;uchten wir schon recht eindeutige Reads, da eine 2nd Barrel durchaus St&auml;rke demonstriert.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBlieben uns also die Optionen call und fold. Gegen einen recht tighten Spieler, von dem wir eventuell sogar wissen, dass er recht selten 2nd barrelt bzw. nur, wenn er auch eine made Hand hat, ist ein Fold eine denkbare Option. Man mag zwar denken, die Line call Flop \/ fold Turn erscheine weak, letztlich haben wir aber wenig investiert und sind uns aufgrund unserer Reads recht sicher, hinten zu liegen. Wir haben unserer Meinung nach ausreichende Informationen &uuml;ber Villains Hand erhalten und sehen unsere Hand nun am Turn als die zweitbeste an. Somit k&ouml;nnten wir folden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWenn wir erneut callen, begeben wir uns in eine \"way ahead \/ way behind\"-Situation. Gegen einen recht tighten Gegner macht dies wenig Sinn. In diesem Fall m&uuml;ssten wir Villain als sehr loose und aggressiv einsch&auml;tzen und ihm f&uuml;r seine neuerliche Bet wenig Credit geben. Genau wie bei dem Call am Flop der Plan f&uuml;r unser Turn-Play stehen sollte, so muss bei einem erneuten Call am Turn auch der Plan f&uuml;r unser River-Play stehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSpielen wir wirklich way ahead \/ way behind? Setzen wir unseren Gegner h&auml;ufig genug auf solch schwache H&auml;nde, mit denen er eventuell sogar 3mal barrelt, so dass wir mit unserer recht schwachen made Hand noch mal eine Bet am River callen k&ouml;nnen und dabei h&auml;ufig genug noch vorne liegen?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nUnd genau hier kommt ein gro&szlig;es Problem: <i>Wenn wir nicht vorhaben, am River aufgrund des bereits gro&szlig; gewordenen Pots erneut zu callen, obwohl wir annehmen dass Villain auch hier recht h&auml;ufig bluffen wird, so sollten wir schon am Turn aufgeben. Entscheiden wir uns aber aufgrund eines sehr loosen Gegners f&uuml;r unser \"way ahead \/ way behind\"-Prinzip, so sollten wir auch den River callen.<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNat&uuml;rlich besteht auch die M&ouml;glichkeit, dass Villain zu uns checkt. Wir haben die M&ouml;glichkeiten eines Check-behinds oder aber einer Bet. Sollten wir betten, so l&auml;uft es letztlich auf einen Float hinaus. Ein Float ist ein Bluff und somit ist es auch hier unser Ziel, Villain von einer eventuell st&auml;rkeren Hand zu bekommen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Sollten wir der Meinung sein, dass Villain recht aggressiv ist und uns eventuell am Turn bluffcheckraisen k&ouml;nnte oder aber am River eine Bluffbet feuern k&ouml;nnte, wir uns aber meistens noch vorne sehen, so sollten wir lieber den Turn behind checken und den River callen.<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHaben wir es mit einem eher tighten Spieler zu tun, muss man sich die Frage stellen ob Villain hier eine st&auml;rkere Hand folden kann. Auch hier gilt nat&uuml;rlich, sollten wir Foldequity sehen, dann sollten wir auch floaten.\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d6002d; border-bottom: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" width=\"100%\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px; padding-bottom: 1px\"><b>OUT OF POSITION<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nAngef&uuml;hrt wurde bereits, dass wir relativ selten out of Position mit einem kleinen Pocket Pair spielen (spielen sollten).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMan kann seine Hand in einen puren Bluff verwandeln und donkbet\/fold spielen, jedoch bekommen wir von vielen Gegnern einen Bluffraise, da der Preflop-Aggressor seine Overcards nicht aufgeben will. Wir folden somit die beste Hand, denn callen k&ouml;nnen wir dieses Raise nat&uuml;rlich nicht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEbenso besteht die M&ouml;glichkeit des Checkraises, das nat&uuml;rlich ebenfalls ein Bluff ist, jedoch mehr Foldequity verspricht. Der Nachteil ist nat&uuml;rlich, dass er wesentlich teurer ist und somit auch wesentlich h&auml;ufiger funktionieren muss.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAber auch hier besteht die M&ouml;glichkeit check\/call. Sollten wir den Flop check\/call spielen und den Turn donken, so w&auml;re dies quasi ein Float out of Position. Er bietet sich vor allem gegen recht aggressive Spieler an. Gegen Spieler, die h&auml;ufig bluffen, h&auml;tten wir somit am Flop die Continuation-Bet eingesackt. Wenn wir wissen, dass dieser Spieler zwar h&auml;ufig den Turn mit Air 2nd barreln w&uuml;rde, nach unserer Donkbet aber selten raisen wird, da er sich damit beinahe committen w&uuml;rde, ist diese Spielweise durchaus angebracht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nGegen tightere passivere Spieler jedoch, wo wir nicht davon ausgehen, dass sie mit Air 2nd barreln, k&ouml;nnen wir einfach check\/folden. Wir tragen somit unsere eventuell beste Hand g&uuml;nstig zum Showdown und sehen uns bei einer Turnbet des tight-passiven Spielers hinten.\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d6002d; border-bottom: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" width=\"100%\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px; padding-bottom: 1px\"><b>MULTIWAY<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nDie beschriebenen Situationen beziehen sich haupts&auml;chlich auf das Heads-up-Play ab dem Flop. Sollten wir einen Multiway-Pot haben, haben wir nat&uuml;rlich mehrere H&auml;nde gegen uns die besser sein k&ouml;nnten oder zumindest viele Outs haben. Dadurch sinkt unsere Foldequity und wir sollten vorsichtiger agieren.\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d6002d; border-bottom: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" width=\"100%\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px; padding-bottom: 1px\"><b>URSPRUNG<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nNat&uuml;rlich sind die beschriebenen Szenarien sehr allgemein gehalten und sollen nur Denkans&auml;tze liefern.<br>\nAm besten f&uuml;r uns ist nat&uuml;rlich, wenn wir genaue Reads und Stats von Villain haben, also einsch&auml;tzen k&ouml;nnen, womit er preflop raist, wie h&auml;ufig er Flop und Turn bettet und wie h&auml;ufig er H&auml;nde auch aufgeben kann. Werte wie der &bdquo;Went to showdown&ldquo; spielen nat&uuml;rlich gerade bei den Floatversuchen eine gro&szlig;e Rolle.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nZudem sind die Aktionen, die sich auf das Turn- und River-Play beziehen, nat&uuml;rlich boardabh&auml;ngig. K&ouml;nnen wir bei dieser Karte bluffen oder ist es eine Karte, die wohl offensichtlich an der Situation nichts ge&auml;ndert hat?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSelbstverst&auml;ndlich spielen auch unser Image sowie unsere History mit in die Entscheidungen hinein. Haben wir h&auml;ufiger mal gefloatet, sollten wir unimproved Pocket Pairs h&auml;ufiger mal direkt aufgeben. Waren wir zuletzt sehr aggressiv, sehen uns aber vorne, sollten wir eher versuchen den Showdown zu erreichen und eher mal checken am Turn.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEntscheidend ist nat&uuml;rlich wie immer auch die Deception bzw. das Balancing. Wenn wir bspw. die Line &bdquo;check\/call Flop \/\/ check Turn&ldquo; nur mit kleinen Pocket Pairs spielen, mit denen wir nicht getroffen haben, so k&ouml;nnte das ein Villain durchaus mitkriegen und auf einmal h&auml;ufiger 2nd barreln. Nutzen k&ouml;nnten wir dies dann, indem wir auch mit einem getroffenen Set diese Line spielen (und dann nat&uuml;rlich den Turn check\/raisen).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas gleiche gilt nat&uuml;rlich f&uuml;r jegliche Floatversuche, auch hier sollten wir mit starken made Hands eine &auml;hnliche Line w&auml;hlen.<br>\nEbenfalls ist es nat&uuml;rlich wichtig, dass man nicht direkt zu viele H&auml;nde aufgibt. Wir wissen, dass wir statistisch gesehen nur ca. jedes 8.mal ein Set treffen. Werfen wir also 7mal direkt unsere Hand am Flop weg, so werden wir beim 8.mal seltener ausbezahlt.\n<\/p><table style=\"border: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" width=\"100%\" border=\"0\" cellpadding=\"4\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">&raquo; ZUSAMMENFASSUNG<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tEin unimproved Pocket Pair ist meistens keine starke Hand, aber sie muss auch nicht hinten liegen. Gegen verschiedene Gegner haben wir verschiedene M&ouml;glichkeiten, sollten uns aber bewusst sein, dass ein einfacher Call bzw. check\/call nicht falsch sein muss.\n\t\t\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tMan muss die Hand nicht immer zwanghaft am Flop entscheiden, beispielsweise durch Bluffraises. Diese sind teuer und vertreiben nat&uuml;rlich schlechtere H&auml;nde, bessere H&auml;nde werden meistens in der Hand bleiben.\n\t\t\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tWas wir ben&ouml;tigen, ist die Information &uuml;ber Villains Hand. Wenn wir durch eine 2nd Barrel also die Information bekommen, dass wir meistens hinten liegen, ist die Variante check\/call Flop \/\/ check\/fold Turn eine recht g&uuml;nstige, die sich zudem hervorragend balancen l&auml;sst.<br>\n\t\t\tAlles Angef&uuml;hrte sind nur Gedankeng&auml;nge, die man nat&uuml;rlich selber umsetzen muss. Meistens reicht es schon, wenn man sich &uuml;berlegt welche M&ouml;glichkeiten man eigentlich hat, bevor man einfach sagt: &bdquo;Set nicht getroffen, ich bin raus&hellip;&ldquo;!\n\t\t\t<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittlere Pocket Pairs bei einem Raise auf Setvalue zu callen, ist die Standardvariante. Doch nur zu oft trifft man das Set nicht. 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