	{"id":53280,"date":"2008-04-28T12:46:00","date_gmt":"2008-04-28T12:46:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1104\/"},"modified":"2026-03-12T10:55:04","modified_gmt":"2026-03-12T10:55:04","slug":"1104","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-sng\/1104\/","title":{"rendered":"Der Erwartungswert in SNGs Teil 1"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Der Erwartungswert in SNGs Teil 1<\/h1><table border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border-bottom: 0px solid #ffffff\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/psmag\/bilder\/bild_kolumne.jpg\" width=\"100%\">\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">\n\t\t\t&raquo; KOLUMNE\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\n&nbsp;\n<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-bottom: 6px; padding-bottom: 0pt\">Der Erwartungswert in SNGs Teil 1<\/h1><p style=\"margin: 0pt; padding: 0pt 0pt 18px\">\n<i>von Bobbs<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nZum Anfang sei an folgende Definitionen erinnert, die im Artikel &uuml;ber ICM zu finden sind: <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/sit-and-go\/175\/\" target=\"_blank\">zum Artikel<\/a>.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>EV<\/b> (expected Value): auch Chip-EV genannt ist die Anzahl an Chips,<br>\ndie ihr erwartet, im Durchschnitt nach einer Aktion zu besitzen. Eine Aktion ist +EV, wenn sie den Chipstand im Durchschnitt erh&ouml;ht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>$EV<\/b>: ist der von dem ICM gesch&auml;tze Geldgegenwert des EV. <br>\nEine Aktion ist +$EV, wenn sie, einfach gesprochen, einen im Durchschnitt zu erwartenden Geldgewinn erh&ouml;ht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm ersten Teil meiner Kolumne werde ich euch zeigen, wie man mit Hilfe des ICMs und den aus dem Cashgame bekannten Formeln f&uuml;r den Erwartungswert den $EV einer Aktion berechnen kann und beispielhaft zeigen, wie sich unsere ben&ouml;tigte Foldequity f&uuml;r einen Resteal im Midgame beim &Uuml;bergang von cEV zu $EV bzw. von MTT zu Sng &auml;ndert.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDa sich durch die &Auml;nderung des Geldwertes eines Chips im Laufe eines Sngs auch die Odds &auml;ndern und man durch den Geldverlust, den ein Chip w&auml;hrend  eines Sngs erf&auml;hrt generell bessere Odds ben&ouml;tigt, um z.B. zu drawen, werde ich im zweiten Teil meiner Kolumne f&uuml;r ausgew&auml;hlte Beispiele aus der fr&uuml;hen,der mittleren und der sp&auml;ten Phase eines Sngs in denen gerne mit dem cEV argumentiert wird, zeigen, wie sich unsere Odds(in $) im Vergleich zu unseren Odds(in Chips) &auml;ndern.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDabei werde ich versuchen folgende Fragen aus den verschiedenen Phasen eines Sngs zu<br>\nbeantworten:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Fr&uuml;he Phase:<\/b><br>\nWie gut m&uuml;ssen meine Odds am Flop sein, damit ich meinen Flushdraw profitabel callen kann?<b><br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Mittlere Phase:<\/b><br>\nMein Gegner setzt am River 1\/3 PS, wie oft muss ich vorne liegen, um hier profitabel callen zu k&ouml;nnen?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Sp&auml;te Phase:<\/b><br>\nIch bekomme Odds von 2:1 (in Chips) oder besser auf meinen Call, wieviel Equity ben&ouml;tige ich wirklich, um hier +$EV zu callen?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nZuerst ein Grundsatz: Jeder Chip, den wir gewinnen, ist weniger wert als ein Chip, den wir verlieren!<\/p><p><b><br>\nBeispiel 1:<\/b><br>\nIn unserem Startstack von 2000 Chips, den wir uns f&uuml;r 100$ gesichert haben, ist jeder Chip offensichtlich 0.05$ wert. Gewinnen wir aber das Sng, so halten wir bei einem 10 Spieler Sng 20000 Chips und gewinnen 500$, damit hat jeder Chip am Ende des<br>\nSngs die H&auml;lfte seines ihm entsprechenden Dollarwertes verloren und ist nur noch 0.025$ wert.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWir rechnen mit dem $EV meist erst in der Push-or-Fold-Phase. Wenn wir ein Sng spielen, gilt es unseren $EV zu maximieren. In vielen F&auml;llen wird aber &uuml;ber genau das hinweg gesehen und  wieder mit dem cEV gerechnet.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNat&uuml;rlich gibt es F&auml;lle, in denen der $EV und der cEV so nah zusammenliegen, dass es nicht wirklich einen Unterschied macht, welchen man zur Entscheidungsfindung w&auml;hlt. Diese F&auml;lle sind bei Sngs aber sehr selten!\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nViele Spieler begr&uuml;nden ihre Entscheidungen in einem Sng trotzdem in (zu) vielen<br>\nF&auml;llen mit dem Argument, dass ihre Aktion +cEV sei. Dieses Attribut reicht aber in einem Sng nicht aus, um langfristig Geld zu gewinnen, da der Wert der Chips in einem Sng <br>\nvon der Anzahl der Spieler und den verschiedenen Stacksizes abh&auml;ngt. (In Wirklichkeit h&auml;ngt der Wert der Chips z.B. auch noch von unserer Position und unserem Skill ab).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Beispiel 2:<\/b><br>\nAls zweites Beispiel vergleiche ich den cEV und den $EV einer Verdopplung unseres Stacks und schlie&szlig;e daraus, wie viel Equity wir gegen die Range unseres Gegners ben&ouml;tigen, um einen Push von ihm profitabel callen zu k&ouml;nnen.\n<\/p><p>No-Limit Holdem Tournament<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBlinds: klein<br>\n10 players\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Stack sizes:<\/b><br>\n<b>UTG: t2000<\/b><br>\nUTG+1: t2000<br>\nUTG+2: t2000<br>\nMP1: t2000<br>\nMP2: t2000<br>\nMP3: t2000<br>\nCO: t2000<br>\n<b>Hero: t2000<\/b><br>\nSB: t2000<br>\nBB:  t2000<b><br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Pre-flop:<\/b> (<i>10 players<\/i>) Hero is Button with <i>xy<\/i><br>\n<font color=\"#cc0000\">UTG pushes all-in for t2000<\/font>, 6 <i>folds<\/i>, Hero ?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nVernachl&auml;ssigen wir einmal den Gewinn der Blinds und die M&ouml;glichkeit, dass SB und BB<br>\nhinter Hero mit guten Karten aufwachen k&ouml;nnen, also betrachten wir folgende Frage: Wie viel Equity ben&ouml;tigt Hero, um hier profitabel callen zu k&ouml;nnen?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>cEV:<\/b><br>\nUnseren cEV k&ouml;nnen wir leicht bestimmen, indem wir unsere Odds berechnen und daraus auf unsere ben&ouml;tigte Equity schlie&szlig;en:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>cEV(Hero) &gt; 0<\/i>, wenn Hero nach einem Call durchschnittlich mehr Chips besitzt als nach einem Fold, also falls gilt: <i>Chips(Hero| Call) &gt; Chips(Hero| Fold)<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDabei ist klar, dass Hero nach einem Fold weiter seine 2000 Chips besitzt und Heros Chips nach einem Gewinn der Hand belaufen sich auf 4000. Damit l&auml;sst sich leicht unsere ben&ouml;tigte Equity berechnen als:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>P(Win)*Chips(Hero| Win | Call) &gt; Chips(Hero| Fold), also<br>\nP(Win) &gt; 2000\/4000 = 0.5<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAlso m&uuml;ssen wir offensichtlich in mehr als 50% der F&auml;lle gewinnen, wenn wir hier +cEV callen wollen.<\/p><p><b><br>\n$EV:<\/b><br>\nWie sieht es nun aber mit unserem $EV aus? Mit Hilfe eines ICM-Calculators(etwa <a href=\"https:\/\/www.chillin411.com\/icmcalc.php\" target=\"_blank\">ICMCALC<\/a>) berechnen wir unsere $Equity f&uuml;r einen Fold und f&uuml;r den Fall, dass wir die weiteren 2000 Chips gewinnen.<b><br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Hieraus ergibt sich:<\/b><br>\n<i>$Equity(Hero folds) = 0.1<br>\n<\/i><br>\nHero stehen also 10% der Pricepools zu, was seinem Buy-in entspricht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>$Equity(Hero | Hero wins| Hero calls) = 0.1844<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHero stehen also 18.4% der Pricepools zu. Hieran sieht man schon ganz deutlich den Wertverlust der Chips. Unsere ersten 2000 Chips sind 10% der Pricepools wert, aber unsere weiteren 2000 Chips sind nur noch 8.4% der Pricepools wert.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWir haben also sogesehen keine 4000 gleichwertigen Chips, sondern nur 2000 Startstack und ~ 1680 neue Chips (die 2000 Chips sind ja nur ~84% unseres Startstacks wert). F&uuml;r unseren \"bereinigten\" EV ergibt sich:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>bEV(Hero) &gt; 0 gdw P(Win) &gt; Chips(Hero| Fold)\/Chips(Hero| Win| Call) = 2000\/3680 = 0.54 ist.<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWir ben&ouml;tigen also 4% mehr Equity als im Cashgame, um den gleichen Erwartungswert zu erhalten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNat&uuml;rlich muss man nicht den umst&auml;ndlichen Weg &uuml;ber die Chips gehen, sondern kann seinen $EV berechnen, indem man statt seinen Chips seine $Equity betrachtet. Etwa f&uuml;r obiges Beispiel:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>$EV(Hero) &gt; 0 gdw. P(Win) &gt; $EQ(Hero| Fold)\/$EQ(Hero| Win| Call) = 0.1\/0.1844 = 0.54<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAus diesem einfachen Beispiel kann man einige wichtige Folgerungen ziehen:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n1. Wir ben&ouml;tigen in einem Sng grunds&auml;tzlich mehr Equity f&uuml;r einen Call als in einem MTT oder beim Cashgame.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHieraus l&auml;sst sich weiter folgern:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n2. Wir sollten marginale Calls, etwa bei Draws, die im Cashgame gut sind, in Sngs vermeiden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n3. Es ist +$EV in einem Sng \"rumzuh&auml;ngen\" und zu folden. In obigen Beispiel wurden ca. 15% des Buy-ins von Villain auf die acht unbeteiligten Spieler verteilt. Diese profitieren also von unserem Call, ohne etwas zu riskieren.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n4. Andersrum profitieren wir von Spielern, die mit marginalen H&auml;nden viele Chips in der fr&uuml;hen Phase eines Sngs riskieren.<\/p><p>Zusammenfassend kann man an Beispiel 2 gut erkennen, warum es so wichtig ist, in der fr&uuml;hen Phase eines Sngs wirklich tight zu spielen und seine Chips zu besch&uuml;tzen. Hierunter f&auml;llt vorallem auch \"teures\" Drawen zu vermeiden, wie im zweiten Teil zu sehen sein wird.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEine der F&auml;higkeiten, die ein Pokerspieler besitzen sollte, ist, w&auml;hrend oder sp&auml;testens nach dem Spiel bestimmen zu k&ouml;nnen, ob er die richtigen Entscheidungen getroffen hat. Uns Sng-Spielern wird durch  Tools wie Sngwizzard oder SNGPT einige Analysearbeit abgenommen, sobald wir uns in der Push-or-Fold-Phase befinden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDadurch sind viele Spieler aber nicht in der Lage, selbst den Erwartungswert(in $) f&uuml;r bestimmte Situationen im Sng zu berechnen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNachdem ich die bekannten Formeln aus dem Cashgame auf Sngs &uuml;bertragen habe, werde ich exemplarisch zeigen, wie man sie bei der Analyse eines Resteals verwenden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWie viel Equity ben&ouml;tige ich, um einen Push profitabel zu callen?<i><br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>EV(Hero calls) = EV(Hero folds)<br>\nP(Win)*EQ(Hero | Win | Call) + (1-P(Win))*EQ(Hero| Lose| Call) = EQ(Hero folds)<br>\nP(Win) = [EQ(Hero folds) - EQ(Hero| Lose| Call)]\/[EQ(Hero | Win | Call) - EQ(Hero| Lose| Call)]<br>\n<\/i><br>\n<br>\nDabei ist Equity(Hero| Win | Call) etwa Heros Equity, falls er callt und den Pot danach gewinnt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nPushe ich z.B. first in aus dem SB und der BB hat mich covered, so verschwindet der Term <i>EQ(Hero| Lose| Call) <\/i>und es ergibt sich (vgl. Beispiel 1)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>P(Win) = EQ(Hero folds)\/EQ(Hero calls)<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSehr oft lese ich im Beispielhandforum folgenden Satz: \"Hier gebe ich mir gen&uuml;gend Foldequity und pushe, gut so?\"\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDeshalb will ich als drittes Beispiel eine Situation in der mittleren Phase eines Sngs genauer analysieren und den gro&szlig;en Unterschied unserer Spielweise zwischen Sngs und MTTs herausarbeiten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn MTTs sind Resteals von enormer Bedeutung und es wird meistens wie folgt argumentiert.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\"Ich halte 89s und CO raised hier eine weite Range, mit 15 BB habe ich den perfekten Stack zum Restealen, und auch wenn er mich callt, habe ich noch eine Equity von ~40%(35%)\"\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b><br>\nBeispiel 3:<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nJetzt kommen wir zu Beispiel 3.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBB\/SB = 100\/50<\/p><p>Spieler 1: 1830<br>\nSpieler 2: 3420<br>\nSpieler 3: 2590<br>\nSpieler 4: 3030<br>\n<b>Villain  : 3880<\/b><br>\nSpieler 5: 1900<br>\n<b>Hero     : 1460<\/b><br>\nSpieler 6: 1890\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAlle folden bis zu Villain im CO, der auf 300 raist. Hero h&auml;lt <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> <b>8<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> und denkt, dass Villain hier eine weite Range raisen wird. Wie oft muss Villain folden, damit der Move.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\na) in einem MTT<br>\nb) in einem Sng<br>\n+EV ist?<\/p><p>a) Ich nehme an, dass wir weit genug von der Bubble entfernt sind, so dass wir uns auf den cEV als Entscheidungshilfe verlassen k&ouml;nnen. Weiter nehme ich an, dass wir nach einem Call von Villain 40% Equity besitzen. Dann berechnet wir die ben&ouml;tigte Foldequity (f&uuml;r einen Resteal mit EV = 0) folgenderma&szlig;en:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>EV(Hero pushes) = EV(Hero folds)<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMit H = Hero und V = Villain ergibt sich:<\/p><p><i><br>\nP(Fold)*Chips(H| V folds| H pushes) + (1-P(Fold))*P(Win)*Chips(H| V calls&amp;loses| H pushes) = Chips(H| H folds)<br>\n<\/i><br>\n<br>\n<i><br>\nChips(Hero| Villain folds| Hero pushes) = 1860<br>\nChips(Hero| Villain calls&amp;loses| Hero pushes) = 3020<br>\nChips(Hero| Hero folds) = 1410<br>\n<\/i><br>\n<br>\nDamit gilt:<i><br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>P(Fold) = [Chips(H| H folds) - P(Win)*Chips(H| V calls&amp;loses| H pushes)]\/[Chips(H| V folds| H pushes) - P(Win)*Chips(H| V calls&amp;loses| H pushes)]<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nalso\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i><br>\nP(Fold) = [1410 - 1208]\/[1860 - 1208] = 202\/652 = 0.31<br>\n<\/i><br>\n<br>\nAlso muss Villain in mehr als 31% der F&auml;lle folden, damit der Push profitabel ist. Das ist gleichbedeutend damit, dass er mehr als 31% seiner Range folden muss, damit wir hier profitabel pushen k&ouml;nnen. Raist Villain 40% der H&auml;nde und callt nur 20%, so ist unser Push hier also z.B. schon sehr profitabel. Nun betrachten wir das selbe Beispiel in einem Sng, mit den selben Stacks.<\/p><p>b) Hier gilt die gleiche Formel, wenn wir die Anzahl unserer Chips durch unsere $Equity ersetzen.<\/p><p><i><br>\nEquity(Hero| Villain folds| Hero pushes) = 0.0968<br>\nEquity(Hero| Villain calls&amp;loses| Hero pushes) = 0.1482<br>\nEquity(Hero| Hero folds) = 0.0753<br>\n<\/i><br>\n<br>\n<i><br>\nP(Fold) = [Equity(H| H folds) - P(Win)*Equity(H| V calls&amp;loses| H pushes)]\/[Equity(H| V folds| H pushes) - P(Win)*Equity(H| V calls&amp;loses| H pushes)]<br>\nP(Fold) = [0.0753 - 0.05928]\/[0.0968 - 0.05928]<br>\nP(Fold) = 0.016\/0.0375 = 0.42<br>\n<\/i><br>\n<br>\nHier muss Villain also in mehr als 42% der F&auml;lle folden, was fast 11% mehr als in Fall a) sind. F&uuml;r P(Win) = 35% folgt mit analoger Rechnung f&uuml;r a) P(Fold) = 0.43 und f&uuml;r b) P(Fold) = 0.52.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nUnsere Gegner m&uuml;ssen also in einem Sng deutlich mehr H&auml;nde folden als in einem MTT, damit unser Resteal profitabel ist. Hieraus kann man folgern, dass man mit Resteals in Sngs sehr vorsichtig umgehen muss. Ohne Reads sollten sie im Gegensatz zu MTTs, in denen es darum geht, Chips zu gewinnen, unterlassen werden.\n<\/p><table style=\"border: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" border=\"0\" cellpadding=\"4\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">&raquo; ZUSAMMENFASSUNG<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tObige Analysen zeigen einige der wichtigsten Grunds&auml;tze f&uuml;r das Spielen eines Sngs. Hier geht es vorallem darum, unseren Stack zu besch&uuml;tzen, da sein Wert(in $) im Laufe des Turniers \"automatisch\" zunimmt, was bei MTTs und im Cashgame nicht der Fall ist. Viele aus MTTs und Cashgames bekannte \"Weisheiten\" sind in Sngs nicht profitabel.\n\t\t\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tEs sollte vorallem vorsichtig mit Resteals umgegangen werden. In den meisten F&auml;llen ben&ouml;tigt man eine deutlich gr&ouml;&szlig;ere Equity gegen die Range seines Gegners als man erwarten w&uuml;rde. Hieraus l&auml;sst sich weiter ableiten, dass Coinflips in der fr&uuml;hen Phase eines Sngs unbedingt vermieden werden sollten.\n\t\t\t<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Worin unterscheidet sich der Umgang mit Erwartungswerten in einem SNG von dem in einem Cashgame oder MTT? 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