	{"id":53299,"date":"2011-07-07T16:55:00","date_gmt":"2011-07-07T16:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1235\/"},"modified":"2026-03-12T10:55:06","modified_gmt":"2026-03-12T10:55:06","slug":"1235","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/1235\/","title":{"rendered":"Die Grundlagen des Blindsteals"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Die Grundlagen des Blindsteals<\/h1><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border-bottom: 0px solid #ffffff;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/psmag\/bilder\/bild_kolumne.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">&raquo; KOLUMNE<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px; margin-bottom: 6px; padding-bottom: 0pt;\">Die Grundlagen des Blindsteals<\/h1><p style=\"margin: 0pt; padding: 0pt 0pt 18px;\"><i>von MiiWiin<\/i><\/p><p class=\"emoNormal\">In dieser Kolumne wollen wir uns einem immens wichtigen Thema widmen: dem Blindstealing. Wichtig sind Betrachtungen, warum wir die Blinds &uuml;berhaupt stehlen und was wir mit unserer Aggression bewirken wollen. Im Vordergrund stehen dabei heute die Grunds&auml;tze sowie die beeinflussenden Faktoren. Wir werden gezielt die Position, die Handst&auml;rke und den Gegnertypen betrachten.<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px;\">Warum &uuml;berhaupt Blinds stehlen?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Zuerst muss man sich nat&uuml;rlich fragen, warum man &uuml;berhaupt die Blinds stehlen sollte. Man k&ouml;nnte ja auch sagen, dass man sich damit des &Ouml;fteren in marginale und schwierige Situationen begeben k&ouml;nnte. Und damit liegt man auch richtig, nur lassen sich solche Situationen beim Pokern leider h&auml;ufig nicht vermeiden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der Sinn des Pokerns liegt darin, die Blinds zu stehlen. G&auml;be es keine Blinds, so m&uuml;sste man nicht mit marginalen H&auml;nden raisen. Man k&ouml;nnte auf eine ganz starke Hand warten und den Rest einfach weglegen. Man w&uuml;rde mit Aces nat&uuml;rlich recht selten ausbezahlt, sollten die Gegner der Meinung sein, man w&uuml;rde ausschlie&szlig;lich diese Hand raisen. Man w&uuml;rde aber auch preflop nichts verlieren oder besser gesagt, keinen Fehler machen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dies ist aber nicht m&ouml;glich, da Spieler gezwungen werden, Blinds zu posten. Dies m&uuml;ssen sie in Texas Hold&lsquo;em in Abh&auml;ngigkeit ihrer Position tun. Ein Neueinsteiger am Tisch hat die M&ouml;glichkeit, irgendwo einen Pflicht-Blind zu posten. Der Small Blind und der Big Blind hingegen sind verpflichtet, den Zwangseinsatz zu t&auml;tigen. Erst diese Eins&auml;tze machen das Spiel interessant.<\/p><p class=\"emoNormal\">Betrachten wir einen No-Limit Shorthanded-Tisch, so m&uuml;ssen wir alle 6 Runden insgesamt 1,5 Big Blinds posten. Gehen wir von 90 H&auml;nden pro Stunde aus, so m&uuml;ssen wir 22,5 Big Blinds bezahlen. Wof&uuml;r?<\/p><p class=\"emoNormal\">Daf&uuml;r, das Spiel interessant zu machen! Durch den Post unseres Blinds erwacht das Spiel zum Leben und unsere Gegner werden versuchen, uns diesen Blind zu stehlen. Sollten wir ihn immer kampflos abgeben, unsererseits jedoch nicht versuchen, die Blinds der anderen Spieler zu stehlen, wie sollen wir dann profitabel spielen?<\/p><p class=\"emoNormal\">Pokern k&ouml;nnte man auch als &bdquo;Kampf um die Blinds&ldquo; bezeichnen. Wer &uuml;ber kurz oder lang erfolgreich spielen will, muss sich diese Thematik vor Augen f&uuml;hren.<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px;\">Was ist ein Blindsteal?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Man neigt im Allgemeinen dazu, alles klar und deutlich zu definieren. Teilweise ist dies beim Pokern nicht so einfach.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wie definiert man einen Blindsteal? Nach der obigen Betrachtung, dass ohne Blinds nur die Aces auf Dauer profitabel zu spielen w&auml;ren, ist ein Openraise mit einem kleinen Pocketpair im Grunde schon ein Steal. Ohne die Blinds w&uuml;rden wir es vielleicht nicht raisen und es ist durchaus unser Ziel, die Blinds preflop einzusacken, ohne zwanghaft den Flop sehen zu m&uuml;ssen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ist also ein Openraise UTG mit Jacks ein Steal? Oder ist ein Raise mit 77 vom Button first in ein Steal? Oder wird es erst zum Steal, wenn wir daf&uuml;r eine recht schwache Hand haben, da wir es ansonsten als Valueraise deklarieren k&ouml;nnten?<\/p><p class=\"emoNormal\">Man k&ouml;nnte dar&uuml;ber endlos diskutieren. Ich werde als Steal zuk&uuml;nftig jedes Raise bezeichnen, also auch ein Openraise mit Aces vom Button aus.<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px;\">Warum ist ein Steal profitabel?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Wir haben nun gekl&auml;rt, warum wir &uuml;berhaupt stealen sollten. Wer diese Theorie verstanden hat, dem wird auch klar sein, dass demnach ein Openraise im Shorthanded-Game immer besser ist als ein Openlimp (wer limpt, kann nicht stealen, da der Big Blind nicht folden kann).<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn wir stealen, so achten wir meist auf unsere Position. Da wir postflop wesentlich lieber in Position spielen, raisen wir preflop in sp&auml;ter Position eine breitere Range. In fr&uuml;her Position oder aus den Blinds heraus spielen wir tighter.<\/p><p class=\"emoNormal\">Was macht also einen recht loosen Steal profitabel, beispielsweise vom Cutoff bzw. Button aus?<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Wir haben meistens Position. <\/li>\n<li>Wir erzielen durch unser Preflopraise Foldequity und k&ouml;nnen den Pot preflop bereits mitnehmen. <\/li>\n<li>Wir k&ouml;nnen den Pot durch eine Continuationbet am Flop gewinnen. <\/li>\n<li>Wir k&ouml;nnen eine starke Hand treffen (die uns unter Umst&auml;nden nicht zugetraut wird) und somit viel Value bekommen. <\/li>\n<li>Wir k&ouml;nnen gegen geeignete Gegner den Pot am Turn oder gar am River durch multiple Barrels gewinnen. <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoListintro\">Wie wir sehen, h&auml;ngt der grunds&auml;tzliche Erfolg unseres Stealplays von drei Faktoren ab:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>unsere <b>Position<\/b>: Wir k&ouml;nnen leichter Contibets setzen, erhalten mehr Informationen &uuml;ber Villains Hand, k&ouml;nnen bei Hit besser Value extrahieren. <\/li>\n<li>unsere <b>Hand<\/b>: Entscheidend daf&uuml;r, wie h&auml;ufig wir am Flop\/Turn profitabel weiterspielen k&ouml;nnen, sofern wir &uuml;ber eine 2nd Barrel nachdenken oder auf Aggression (Raise) des Gegners reagieren m&uuml;ssen. <\/li>\n<li>unser <b>Gegner<\/b>: Entscheidet &uuml;ber die Foldequity auf den jeweiligen Streets sowie nat&uuml;rlich &uuml;ber die Range, gegen die wir vielleicht auch mit einer eher marginalen Hand noch vorne liegen. <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Aus diesen Faktoren muss man sich jetzt sein Spiel zusammenschustern. Das Idealbeispiel w&auml;re sicherlich eine Hand wie Aces am Button gegen eine Callingstation.<\/p><p class=\"emoNormal\">Schlecht w&auml;re beispielsweise AJo aus UTG gegen viele aggressive Spieler.<\/p><p class=\"emoNormal\">Probleme bekommen wir haupts&auml;chlich, wenn sich diese Faktoren so mischen, dass wir nicht mehr klar definieren k&ouml;nnen, ob die Situation gut ist oder nicht. Halten wir 77 in fr&uuml;her Position gegen viele Callingstations, so k&ouml;nnen wir schwer sagen, ob das gut oder schlecht f&uuml;r uns ist. Gegen zwei Coldcaller, die gerne Continuationbets callen, wird das am Flop unimproved out of Position nicht das leichteste und angenehmste Spiel.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wie man daran sieht, gibt es leider auch hier keine feste Anleitung, da sich zu viele Bestandteile des Spiels mischen. Bevor man sich nun komplexe Situationen anschaut, ist es wichtig, die einzelnen Einfl&uuml;sse gr&uuml;ndlich und f&uuml;r sich alleine zu untersuchen. Erst danach kann man die Profitabilit&auml;t eines Spielzuges f&uuml;r sich definieren.<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px;\">Die Faktoren im &Uuml;berblick<\/h1><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d;\">UNSERE POSITION<\/div><p class=\"emoNormal\">Wir k&ouml;nnen die Position in zwei Bestandteile zerlegen: die absolute und die relative Position.<\/p><p class=\"emoNormal\">Als absolute Position bezeichnet man seinen fest vorgegebenen Sitz am Tisch. Man wei&szlig;, dass man postflop als Button immer in Position spielt und als Small Blind immer out of Position. Bei den anderen Pl&auml;tzen ist dies abh&auml;ngig von der Preflopaction.<\/p><p class=\"emoNormal\">Hierf&uuml;r wird die relative Position wichtig. Wird UTG gelimpt und wir raisen von der middle Position aus, k&ouml;nnen wir davon ausgehen, trotz preflop ung&uuml;nstiger Position postflop recht h&auml;ufig in Position agieren zu k&ouml;nnen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Nat&uuml;rlich sind die Positionen Button und Cutoff f&uuml;hrend. Danach ist es schon abh&auml;ngig davon, wie die anderen Randbedingungen aussehen (St&auml;rke der Hand und der\/die Gegner).<\/p><p class=\"emoNormal\">Solange wir &uuml;ber die anderen Faktoren nicht mehr wissen, k&ouml;nnen wir auch keine weitere Einsch&auml;tzung &uuml;ber einen eventuellen Positionsvorteil abgeben.<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d;\">UNSERE HANDST&Auml;RKE<\/div><p class=\"emoNormal\">Egal, wie aggressiv man spielt und wie genau man sich auf seine Gegner am Tisch einstellt, am Showdown entscheiden letztlich die Karten, die man h&auml;lt und nicht die, die man versucht hat, zu repr&auml;sentieren. Wichtig f&uuml;r unseren Steal ist demnach, wie stark unsere Hand ist und welche Entwicklungsm&ouml;glichkeiten sie postflop besitzt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wir werden jeweils Beispiele f&uuml;r eine Handgruppe mit angeben, keine feste Range.<\/p><p class=\"emoListintro\"><b>Strong Hands<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Beispiele: AA, KK, AK<\/p><p class=\"emoNormal\">Eine klare Sache. Unsere Monsterh&auml;nde werden nat&uuml;rlich standardm&auml;&szlig;ig aggressiv gespielt, um so viel Value wie m&ouml;glich extrahieren zu k&ouml;nnen. Das Wort stealen kommt uns dabei kaum in den Sinn. Auf  Position und Gegner muss hier kaum geachtet werden.<\/p><p class=\"emoListintro\"><b>Good Hands \/ Broadways<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Beispiele: 88, 77, KJ+, AT+<\/p><p class=\"emoNormal\">Diese H&auml;nde sind zwar stark, jedoch k&ouml;nnen sie nicht nach Belieben gespielt werden. Mittlere Pocketpairs beispielsweise werden postflop nat&uuml;rlich erst richtig stark, wenn sie am Flop zum Drilling werden. Unimproved findet man meistens eher eine marginale Situation vor.<\/p><p class=\"emoNormal\">Broadways hingegen k&ouml;nnen leichter treffen, haben aber nat&uuml;rlich das Problem dass man selten mehr als ein Toppair erwarten kann. Zudem kann man relativ leicht ein Kicker-Problem bekommen und nicht mehr genau wissen, wo man mit seiner Hand steht.<\/p><p class=\"emoNormal\">Somit ist bei solchen H&auml;nden die Position schon wichtiger. H&auml;nde wie KJ oder AT muss man nicht zwanghaft aus der first Position raisen.<\/p><p class=\"emoListintro\"><b>Drawing Hands<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Beispiele: A5s, JTo, 45s<\/p><p class=\"emoNormal\">Drawing Hands k&ouml;nnen postflop zu einem Monster werden, f&uuml;r die man f&uuml;rstlich ausbezahlt werden kann. Allerdings wird man mit ihnen recht selten einen Flop ideal treffen und selbst wenn, h&auml;lt man auch dort meistens einen Draw, der noch improven m&uuml;sste.<\/p><p class=\"emoNormal\">Somit wird hier die Foldequity immer wichtiger. W&auml;hrend wir ein Middlepair oder ein Toppair ohne Kicker ruhig mal zum Showdown f&uuml;hren k&ouml;nnen, haben wir mit einem Draw meistens nichts vorzuweisen, was einen Showdown rechtfertigen w&uuml;rde.<\/p><p class=\"emoNormal\">Postflop ist f&uuml;r uns vor allem die relative Position wichtig. Einen Draw out of Position zu spielen, ist grunds&auml;tzlich schwierig. Also sollten wir versuchen, solche H&auml;nde eher in late Position zu spielen und in den fr&uuml;heren Positionen solche H&auml;nde eher mal aufgeben.<\/p><p class=\"emoListintro\"><b>Weak Hands<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Beispiele: A7o, K9o, 74s<\/p><p class=\"emoNormal\">Bei solchen H&auml;nden ist uns klar, dass wir preflop nicht die st&auml;rkste Hand halten m&uuml;ssen und postflop recht selten einen guten Flop treffen. Im Grunde hoffen wir auf unsere Foldequity und wollen den Pot m&ouml;glichst unimproved gewinnen. Sollte unser Gegner in der Hand bleiben, so haben wir noch etwas Equity in der Hand und k&ouml;nnen ein weakes Toppair mit mittlerem Kicker oder den ein oder anderen Draw aufgabeln.<\/p><p class=\"emoNormal\">Mit solchen H&auml;nden ist ein First-In-Raise vom Button auf jeden Fall denkbar, sollte man aber in fr&uuml;herer Position agieren oder sollten bereits Spieler eingestiegen sein, sollte man sich schon im Klaren dar&uuml;ber sein, dass die Foldequity wohl gesunken ist und man mit solchen H&auml;nden eher schwierige Situationen herauf beschw&ouml;rt.<\/p><p class=\"emoListintro\"><b>Crap Hands<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Beispiele: 72o, 83o<\/p><p class=\"emoNormal\">Unser Steal lebt einzig von der Foldequity. Sollten die Blinds unglaublich tight sein und einen sehr hohen &bdquo;Fold to steal&ldquo;-Wert haben, kann sich auch ein First-In-Raise vom Button mit any two lohnen. Solange sich keiner wehrt, sollte man versuchen, auch mit diesen H&auml;nden so viel wie m&ouml;glich zu stealen.<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d;\">UNSER GEGNER<\/div><p class=\"emoNormal\">Als dritter wichtiger Faktor ist nat&uuml;rlich unser Gegner zu sehen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wir haben unsere 4 Standard-Typen, die wir gleich noch gezielter betrachten. Wir m&uuml;ssen jedoch von Anfang beachten, dass ein TAG bzw. ein LAG das Grundprinzip des Texas-Hold&lsquo;em-Spiels verstanden hat. Er spielt selber aggressiv und wird wissen, dass wir h&auml;ufig versuchen werden, die Blinds zu stehlen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bei der Callingstation bzw. dem Rock ist dem nicht so. Eine Callingstation ist ohnehin viel zu passiv und wird mit zu vielen H&auml;nden callen. Sie macht sich keine Gedanken dar&uuml;ber, ob wir eine starke oder schwache Hand halten k&ouml;nnen. Bei einem Rock ist es &auml;hnlich. Er spielt nur seine H&auml;nde die m&ouml;glichst stark sein sollen. Er wird nur mit starken H&auml;nden kontern und viele schw&auml;chere recht schnell aufgeben.<\/p><p class=\"emoListintro\"><b>Die Callingstation<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Die Callingstation ist nat&uuml;rlich grunds&auml;tzlich profitabel zu spielen, jedoch haben wir das Problem, dass sie sehr h&auml;ufig einen Showdown sehen will und nicht leicht aus dem Pot zu dr&auml;ngen ist.<\/p><p class=\"emoNormal\">Am liebsten hat man nat&uuml;rlich Position auf so einen Spieler, wenn man dies bei der Tableselection beachtet hat, so hat man auch meist die relative Position.<\/p><p class=\"emoNormal\">Unsere oben besprochenen Handranges kann man von oben nach unten mit einem Wechsel von der Handst&auml;rke hin zu ben&ouml;tigten Foldequity beschreiben. Sind unsere Monsterh&auml;nde nat&uuml;rlich wahnsinnig stark, ben&ouml;tigen wir keine Foldequity. Unsere Craphands hingegen leben ausschlie&szlig;lich von der Foldequity.<\/p><p class=\"emoNormal\">Gegen die Callingstation haben wir leider nicht sonderlich viel Foldequity und m&uuml;ssen somit recht h&auml;ufig einen Showdown erleben. Daf&uuml;r ist nat&uuml;rlich wichtig, dass wir etwas vorzuweisen haben. Mit einem Toppair kann man einen Showdown gewinnen, mit einem Draw recht selten. Da wir diese Spieler nicht h&auml;ufig bluffen wollen, sollten wir uns demnach gut &uuml;berlegen, ob es Sinn macht, dauerhaft mit Draws den passiven Spieler zu attackieren. Broadways und mittelstarke H&auml;nde hingegen eignen sich eher.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein weiteres Problem bei den Draws sind die suited Aces. H&auml;ufig treffen wir damit ein Toppair, aber unser passiver Gegenspieler ist durchaus in der Lage, st&auml;rkere Asse preflop nur zu callen und wird sich postflop auch nicht mehr davon trennen. Wir befinden uns damit zu h&auml;ufig in marginalen Situationen, in denen wir von st&auml;rkeren H&auml;nden nur runtergecallt werden (diese Problematik trifft nat&uuml;rlich auf eine gewisse Weise auch auf Broadways zu!).<\/p><p class=\"emoListintro\"><b>Der Rock<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Preflop ist es recht leicht gegen einen Rock zu spielen. So h&auml;ufig wie m&ouml;glich stealen, da er beinahe jede Hand aufgibt. Wenn er im Pot bleibt oder sich wehrt, sollte man sich schleunigst verabschieden. Man hat postflop selten schwere Entscheidungen zu treffen, da man sich mit marginalen H&auml;nden recht fix aus der Hand verabschieden kann.<\/p><p class=\"emoNormal\">Hier wird Aggression belohnt, die Foldequity ist enorm.<\/p><p class=\"emoListintro\"><b>Der TAG<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Wie bereits erw&auml;hnt, wei&szlig; ein TAG, dass wir h&auml;ufig stealen, also auch mit H&auml;nden attackieren, die eher auf Foldequity ausgerichtet sind, als dass sie wirklich stark sind. Postflop h&auml;lt man neben einer sehr starken Hand am liebsten einen starken Draw, den man m&ouml;glichst aggressiv spielen sollte. Broadway-H&auml;nde, die einem nur ein weakes Toppair bescheren, m&uuml;ssen mit Bedacht weitergespielt werden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Aber schon preflop wird sich der Tag durch einen Resteal h&auml;ufig wehren, so dass wir auch mit H&auml;nden verminderter Qualit&auml;t stealen sollten, da wir nicht allzu h&auml;ufig einen Showdown sehen werden.<\/p><p class=\"emoListintro\"><b>Der LAG \/ Maniac<\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Ein Maniac stealt seinerseits schon mehr als n&ouml;tig. Manche tun diese auf eine sehr gute und unberechenbare Weise, andere wiederum &uuml;bertreiben es und attackieren mit H&auml;nden, die postflop keinerlei Potenzial haben. Wir werden zwar auch hier nicht h&auml;ufig zum Showdown kommen, im Gegensatz zum TAG jedoch sinkt unsere Foldequity preflop, da ein LAG ungerne einen Pot aufgibt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Postflop m&uuml;ssen wir bereit sein, recht light broke zu gehen. Auch hier ist ein starker Draw mehr wert als eine Hand mit etwas Showdown-Potenzial aber ohne Verbesserungsm&ouml;glichkeiten. Zu h&auml;ufig werden wir postflop mit einem Move konfrontiert und m&uuml;ssen uns entscheiden, ob wir aufgeben wollen oder um Stacks spielen. Da dies recht h&auml;ufig passieren wird, muss uns das bei unserem Preflopplay schon klar sein.<\/p><p class=\"emoNormal\">Vom Button aus kann man auch einen LAG in den Blinds gut unter Druck setzen, jedoch sollte man in fr&uuml;heren Positionen etwas tighter werden, da wir h&auml;ufig eine 3-Bet kassieren und mit den meisten H&auml;nden nicht out of Position spielen wollen.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\" width=\"100%\" style=\"border: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">&raquo; ZUSAMMENFASSUNG<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p class=\"emoNormal\">Wir haben uns heute ein paar Grunds&auml;tzen des Blindstealing gewidmet. Viele Faktoren flie&szlig;en mit in diese Problematik ein, die wichtigsten wie Handst&auml;rke, Position und Gegner haben wir einzeln betrachtet. Nun immer die richtige Kombination zu entschl&uuml;sseln, um zu entscheiden, wann und gegen wen ein Steal profitabel ist, macht einen guten Pokerspieler aus. Wir werden uns mit der Problematik in Zukunft noch h&auml;ufiger besch&auml;ftigen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Kolumne kl\u00e4rt die Grundlagen des Blindsteals: Warum \u00fcberhaupt blindstealen und worauf kommt es an, wenn man es tut?<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[189],"strategy_level":[117],"class_list":["post-53299","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-no-limit-bss"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Grundlagen des Blindsteals - PokerStrategy DE<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/1235\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Die Grundlagen des Blindsteals - 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