	{"id":53301,"date":"2008-07-22T12:27:00","date_gmt":"2008-07-22T12:27:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1253\/"},"modified":"2026-03-12T10:55:06","modified_gmt":"2026-03-12T10:55:06","slug":"1253","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/1253\/","title":{"rendered":"Slowplay II - Gegnertypen und Balancing"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Slowplay II - Gegnertypen und Balancing<\/h1><table border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border-bottom: 0px solid #ffffff\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/psmag\/bilder\/bild_kolumne.jpg\" width=\"100%\">\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">\n\t\t\t&raquo; KOLUMNE\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px; margin-bottom: 6px; padding-bottom: 0pt\">Slowplay II - Gegnertypen und Balancing<\/h1><p style=\"margin: 0pt; padding: 0pt 0pt 18px\">\n<i>von MiiWiin<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn der <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/1254\">vorhergehenden Kolumne<\/a> haben wir uns mit den Grunds&auml;tzen des Thema Slowplay besch&auml;ftigt. Wir haben uns einige Beispiele angeschaut, in denen es sich lohnt, nicht zu setzen, um in einer zuk&uuml;nftigen Wettrunde mehr Value zu extrahieren, als das durch eine direkte Bet eventuell der Fall gewesen w&auml;re. Ebenso haben wir Beispiele durchleuchtet, in denen wir auf Slowplay lieber verzichten sollten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHeute werden wir uns mit speziellen Gegnertypen befassen. Wir werfen einen Blick auf ein m&ouml;gliches Slowplay vor dem Flop und versuchen, zu analysieren, inwiefern wir unser Slowplay balancen k&ouml;nnen, sprich welche schw&auml;cheren H&auml;nde wir &auml;hnlich spielen w&uuml;rden.\n<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px\">Spezielle Gegnertypen<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nNat&uuml;rlich es ist wahnsinnig wichtig, auf unsere Gegner zu achten. Deswegen werden wir nun die 4 Standardtypen n&auml;her betrachten!\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">\nDIE CALLING-STATION\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDieser Gegner liebt es, seine H&auml;nde zum Showdown zu tragen, ohne selber viel Aggressivit&auml;t zu zeigen. Da wir solche Gegner ohnehin sehr schwer auf eine Range setzen k&ouml;nnen, ist es auch beinahe unm&ouml;glich, zu sagen, ob unser Gegner seine Hand durch eine spezielle Karte am Turn verbessert hat. Ebenso macht ein Bluffinduce wenig Sinn, da der loose-passive Spieler zu h&auml;ufig auf check\/call-Kurs ist und nach dem &bdquo;way ahead \/ way behind&ldquo;-Prinzip spielt, indem er zwar bereit ist, viel zu callen, aber selber nicht betten m&ouml;chte.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nGenauso wie man grunds&auml;tzlich empfehlen kann, gegen solche Gegner nicht zu bluffen, sollte man auch auf Slowplay verzichten. Ob starke Hand oder Nuts, gegen diesen Gegner hei&szlig;t es bet, bet, bet.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">\nDER LAG\/MANIAC\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nInteressanter wird es da schon bei sehr loosen Spielern. Auch LAGs kann man teilweise schwer auf eine Range setzen, jedoch spielen sie grunds&auml;tzlich aggressiver und m&uuml;ssen aufgrund ihrer vermehrten Preflop-Action postflop auch h&auml;ufiger einen Move anbringen. Logisch w&auml;re hier demnach, h&auml;ufiger mal einen Bluffinduce einzustreuen oder Bets unseres Gegners nur runterzucallen. Egal wie stark unsere Hand ist, zu h&auml;ufig wird unser Gegner auf ein Raise hin folden. Selbst jedoch wird er gerne durchbluffen. Dies sollten wir ausnutzen und ihm den Spielraum f&uuml;r seine Aggression gew&auml;hren.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">\nDER TAG\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDer TAG ist ein Spieler, den wir am ehesten auf eine Range setzen k&ouml;nnen. Dies liegt daran, dass die meisten soliden Spieler selber einen TAG- oder einen LAG-Style spielen. Somit haben wir entweder &auml;hnliche Ranges oder &ndash; sofern einige Spieler auf den LAG-Style umgestiegen sind &ndash; kennen sie zumindest recht gut. Indem es uns gelingt, unsere Gegner auf eine Range zu setzen, k&ouml;nnen wir auch etwas besser beurteilen, inwiefern sie das Board getroffen haben k&ouml;nnten. Ebenso wichtig ist nat&uuml;rlich die n&auml;here Betrachtung des Postflop-Verhaltens unseres Gegners. Nur weil der Gegner einen tight-aggressive-Style spielt, hei&szlig;t das nicht, dass er postflop gut spielt. Demnach kann er auch h&auml;ufig in falschen Situationen bluffen wollen oder mit zu marginalen H&auml;nden broke gehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDiese Faktoren spielen f&uuml;r uns eine wesentliche Rolle, denn sofern wir von unserem Standardspiel abweichen und vermehrt Slowplays einstreuen, hat das nur einen Sinn: Wir versprechen uns davon mehr Value!\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWir sollten uns also grunds&auml;tzlich an unser Standardspiel halten und mit starken H&auml;nden betten, in gewissen Situationen jedoch einen Gang zur&uuml;ckschalten, wenn aufgrund der Spielweise die Range unseres Gegners relativ stark polarisiert ist. Dann lohnt es sich durchaus, einem starken Draw am Turn eine Freecard zu geben und hin und wieder einen Bluff zu inducen. Jedoch sollten diese Spots recht sorgf&auml;ltig ausgew&auml;hlt werden.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">\nDER ROCK\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDer Rock ist ein nicht einfach zu spielender Gegner, da er nur sehr wenige H&auml;nde spielt und diese meist nicht mal sonderlich aggressiv. Ein Rock wird uns nicht allzu h&auml;ufig aus der Hand bluffen, daf&uuml;r aber auch recht selten mit marginalen H&auml;nden den Showdown erreichen wollen. Wir haben gegen solche Gegner ein gutes Ma&szlig; an Foldequity und sollten dies durch eine grunds&auml;tzlich aggressive Spielweise ausnutzen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nZudem halten solche sehr tighten Spieler relativ selten Draws oder sind zumindest ziemlich schwer auf welche zu setzen, weshalb das Bestreben ihm zu einer guten 2nd best Hand verhelfen zu wollen, mit der er uns auf den zuk&uuml;nftigen Streets vermehrt Value beschert, selten von Erfolg gekr&ouml;nt sein wird. Deswegen sollten wir betten und hoffen, dass unser Gegner eine brauchbare Hand h&auml;lt, denn wenn er nichts zahlen will, wird er das auch meistens nicht auf unser Slowplay hin tun.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d5002d\">\nZUSAMMENFASSUNG\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nWir halten somit fest, dass wir gegen Calling-Stations grunds&auml;tzlich auf Slowplay verzichten sollten, da wir ohnehin zu h&auml;ufig von schlechteren H&auml;nden gecallt werden und die passiven Spieler selten dazu verleiten k&ouml;nnen, uns eine Bluffbet zu schenken. &Auml;hnliches gilt auch f&uuml;r die passiven Rocks, nat&uuml;rlich mit dem Unterschied, dass diese uns nicht so light downcallen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSollten wir auf TAGs gute Reads haben, so k&ouml;nnen wir diese h&auml;ufig auf eine ungef&auml;hre Range setzen und somit unser Valueplay verbessern. In diese Gedankeng&auml;nge sollte dann auch ab und an ein Slowplay mit einflie&szlig;en, jedoch im begrenzten Ma&szlig;e.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBei sehr aggressiven Spielern wie TAGs und Maniacs hingegen ist es meist sehr profitabel, es ruhig angehen zu lassen und die Gegner bluffen zu lassen, sofern sie denn wollen. Wir wollen sie nicht durch unsere Bets verschrecken, wenn sie bereit sind, uns auf den n&auml;chsten Streets mit allen Mitteln herausbluffen zu wollen.\n<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px\">Slowplay vor dem Flop<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nKommen wir nun zu einem gef&auml;hrlichen Thema: Dem Slowplay vor dem Flop.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMan macht mit Sicherheit keine sonderlich gro&szlig;en Fehler, wenn man auf solche Spielereien verzichtet. Wir wollen preflop f&uuml;r unsere starken H&auml;nde schon ausbezahlt werden, wir wollen den Pot builden und dadurch unsere Hand protecten. Auf diese Vorz&uuml;ge zu verzichten, muss schon einen guten Grund haben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAn sehr aggressiven Tischen besteht die M&ouml;glichkeit eines Limpraises aus fr&uuml;her Position, jedoch m&ouml;chte ich gerade beim SH-Game davon abraten. Wir openraisen jede Hand, warum dann gerade mit den Nuts limpraisen? Es ist einfach zu offensichtlich. Zudem werden sehr aggressive Spieler hinter uns sowieso recht h&auml;ufig 3-betten oder im Falle eines vorherigen Coldcalls sogar squeezen. Sofern wir recht aggressive Spieler sind, kann ich einem Limpraise keine gro&szlig;en Vorteile im Shorthanded-Game abgewinnen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSchauen wir uns im Folgenden drei Beispiele an, in denen Hero Aces h&auml;lt und es vor ihm oder nach ihm ein Raise gab. Hero gr&uuml;belt nun, ob er sich nicht zu einem Preflop-Slowplay hinrei&szlig;en lassen soll. Unsere Gegner sind jedes Mal unknown.\n<\/p><p class=\"emoListintro\" style=\"color: #d5002d\">\n<b>Beispiel 1<br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nPartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Stacks &amp; Stats<br>\n<\/b><br>\nMP ($25) <br>\nCO ($25)<br>\nUTG ($25)<br>\nBB ($25) <br>\nHero ($25) <br>\nBU ($25)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is SB with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"> , <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> <br>\n<i><font color=\"grey\">3 folds<\/font><\/i>, <font color=\"red\">BU raises to $1.00<\/font>, Hero...\n<\/p><p class=\"emoListintro\" style=\"color: #d5002d\">\n<b>Beispiel 2<br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nPartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Stacks &amp; Stats<br>\n<\/b><br>\nMP ($25)<br>\nCO ($25)<br>\nUTG ($25)<br>\nBB ($25) <br>\nSB ($25) <br>\nHero ($25)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is Button with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"> , <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> <br>\n<i><font color=\"grey\">3 folds<\/font><\/i>, <font color=\"red\">Hero raises to $1.00<\/font>, SB raises to $3.50, <i><font color=\"grey\">1 fold<\/font><\/i>, Hero...\n<\/p><p class=\"emoListintro\" style=\"color: #d5002d\">\n<b>Beispiel 3<br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nPartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Stacks &amp; Stats<br>\n<\/b><br>\nMP ($25) <br>\nCO ($25)<br>\nHero ($25)<br>\nBB ($25) <br>\nSB ($6.50) <br>\nBU ($25)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nPreflop: Hero is UTG with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"> , <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> <br>\n<font color=\"red\">Hero raises to $1.00<\/font>, <i><font color=\"grey\">2 folds<\/font><\/i>, BU calls $1.00, <font color=\"red\">SB raises All-in to $6.50<\/font>, <i><font color=\"grey\">1 fold<\/font><\/i>, Hero...\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn allen drei Beispielen h&auml;lt Hero Aces und muss auf  gegnerische Aggression reagieren.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nStandardm&auml;&szlig;ig sind die Lines klar: Wenn m&ouml;glich, will Hero mit Aces preflop All-in. Sollte er also jedes Mal 3-betten, 4-betten bzw. pushen, w&auml;re es sein normales Play.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNun m&ouml;chte Hero sich aber einen Spot f&uuml;r ein Slowplay aussuchen und findet ihn in zwei Beispielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn Hand 1 ist ein Slowplay v&ouml;llig unangebracht. Hero protectet seine Hand nicht, betreibt kein Potbuilding und muss postflop out of Position spielen. Sein vern&uuml;nftigster Move dort w&auml;re ein Checkraise, das zumindest eine sehr starke Hand verr&auml;t. Ob ihn dann noch schw&auml;chere H&auml;nde auszahlen, darf bezweifelt werden. Hier muss Hero preflop protecten und 3-betten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn Hand 2 sieht die Situation aber ganz anders aus. Hero hat vom Button aus geraist und erh&auml;lt eine 3-Bet. Diese Hand kann einfach eine Blinddefense-Hand sein, die nicht sonderlich stark und meistens auch nicht bereit ist, preflop broke zu gehen. Aus diesem Grund kommt hier ein Call in Betracht, der Pot ist schon recht gro&szlig;, Villain wird h&auml;ufig eine Continuationbet abgeben und wir dann in Position entscheiden, ob wir unser Slowplay auch postflop fortf&uuml;hren und einfach runtercallen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEbenso bietet Hand drei uns die M&ouml;glichkeit eines Slowplays. Unser Openraise wird gecallt, der Small Blind pusht mit seinem kleinen Stack All-in. Sofern wir pushen, wird sich der Button von nahezu allen H&auml;nden trennen, sollten wir aber nur callen, so wird er h&auml;ufig noch bezahlen oder sich gar gen&ouml;tigt sehen, selber mit einer mittelstarken Hand zu pushen. Postflop spielen wir ohnehin nur noch Heads-up und gehen mit unserer Hand auf jedem Flop broke. Wir werden hier h&auml;ufiger schw&auml;chere H&auml;nde stacken k&ouml;nnen als durch einen Prefloppush.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWie wir gesehen haben, gibt es durchaus geeignete Spots, eine starke Hand mal etwas ruhiger zu spielen. Aber ich erw&auml;hne noch einmal, dass auch hier in jedem Spot aggressives Spiel durchaus angebracht ist. Es soll kein Leitfaden dazu sein, Slowplay preflop nun vermehrt in sein Spiel einzubringen, aber vielleicht findet man geeignete Situationen nun besser.\n<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px\">Balancing und Deception<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDieses Thema besch&auml;ftigt einen guten Spieler andauernd. Achten meine Gegner auf das was ich mache? K&ouml;nnen sie mich dadurch besser auf H&auml;nde setzen? Spiele ich schwache H&auml;nde genauso wie starke? Bin ich lesbar?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEgal &uuml;ber welche Thematik wir diskutieren, dieser Punkt spielt grunds&auml;tzlich mit in die Gedankeng&auml;nge rein. Nat&uuml;rlich wird man lesbar, wenn man seine Bluffs und schwachen H&auml;nde durchbarrelt in der Hoffnung, ausreichend Foldequity erzielen zu k&ouml;nnen, seine starken H&auml;nde aber meistens slowplayt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAbh&auml;ngig ist dies in erster Linie von unserem Gegner. Wie wir oben bereits festgestellt hatten, lohnt sich Slowplay gegen Calling-Stations und Rocks nicht sonderlich. Genau aus diesem Grunde achten wir bei solchen Spielern auch nicht so sehr auf Deception und Balancing. Es macht gegen solche Gegner einfach keinen Sinn.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nInteressant werden diese Gedanken haupts&auml;chlich bei mitdenkenden Gegner, also vor allem den TAGs und den LAGs. Hier sollten wir auch durchaus auf ein logisches und konsequentes Spiel unsererseits setzen und versuchen, nicht lesbar zu werden, indem wir mit starken H&auml;nden auf einmal anders spielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNehmen wir dazu unser Beispiel Nr.2. Ich habe gesagt, ein Call ist hier denkbar. Nehmen wir nun an, der Small Blind w&auml;re ein TAG oder ein LAG. W&uuml;rden wir dadurch unsere Hand verraten?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWir haben h&auml;ufig die Situation, von solchen Spielern einen Resteal vorgesetzt zu bekommen. Zudem haben wir den gro&szlig;en Vorteil der Position, so dass wir hier mit einigen H&auml;nden callen k&ouml;nnen. Durchaus kommt hier auch mal ein Call mit AK, QQ oder JJ in Frage, manchmal sogar mit kleinen Pocketpairs oder suited Connectors, wenn wir uns vornehmen, postflop gegen den aggressiven Spieler auch mal einen Bluff durchzuziehen. Einzig auf Setvalue oder Hit zu callen, reicht da nicht aus!\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nCallen wir also hier unsere Aces, so verraten wir damit auch nicht unsere Handst&auml;rke.\n<\/p><p class=\"emoListintro\" style=\"color: #d5002d\">\n<b>Beispiel 4<br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nPartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Stacks &amp; Stats<br>\n<\/b><br>\nMP ($25) <br>\nCO ($25)<br>\nUTG ($25)<br>\nBB ($25) <br>\nSB ($25) <br>\nHero ($25)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b><br>\nPreflop:<\/b> Hero is Button with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"> , <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> <br>\n<i><font color=\"grey\">3 folds<\/font><\/i>, <font color=\"red\">Hero raises to $1.00<\/font>, SB calls $1.00, <i><font color=\"grey\">1 fold<\/font><\/i><\/p><p><b>Flop:<\/b> ($2.25) <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\nSB checks, Hero...\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nH&auml;tte uns der SB aber nur gecallt und wir treffen ein solches Board, muss man sich schon fragen, wie wir ansonsten mit solchen Spots umgehen. Dieses Board ist ideal f&uuml;r eine Continuationbet. Sollten wir hier also nun darauf verzichten, w&auml;re das durchaus verd&auml;chtig.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAndererseits ist uns auch klar, dass Villain sehr selten getroffen hat. Vielleicht bekommen wir am Turn eine Bluffbet, die wir raisen k&ouml;nnen. Oder k&ouml;nnen wir diese Bet sogar am Turn noch einmal callen? H&auml;lt Villain tats&auml;chlich eine starke Hand, so bekommen wir ihn auch noch am River All-in.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nVerraten wir mit dem Check am Flop grunds&auml;tzlich unsere starke Hand? Checken wir auch ab und an mit H&auml;nden wie AT und KK auf diesem Flop und callen nur den Turn? Sollte unser Gegner wissen, dass wir auch h&auml;ufig mittelstarke H&auml;nde auf Potcontrol spielen, so kann sich hier ein Slowplay mehr lohnen. Unsere Hand w&auml;re balanced, sp&auml;testens nach unserem Raise am River k&ouml;nnte Villain den Braten riechen, aber wir haben ihm eventuell durch die zwei Freecards zu einer st&auml;rkeren Hand verholfen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEs ist also gerade bei mitdenkenden Gegnern wichtig, seine Slowplays so einzustreuen, dass sie eher nach Potcontrol aussehen. So bekommen wir h&auml;ufig mehr Value als durch unser straightforward Play und bekommen in den n&auml;chsten Runden auch etwas mehr Respekt f&uuml;r unsere Calls geschenkt, so dass wir dort auch mittelstarke H&auml;nde g&uuml;nstiger zum Showdown f&uuml;hren k&ouml;nnen.\n<\/p><table style=\"border: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" border=\"0\" cellpadding=\"4\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">&raquo; ZUSAMMENFASSUNG<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tGegen aggressive und mitdenkende Spieler kann das Slowplay eine interessante Alternative sein. Gerade wie im letzten Punkt aufgef&uuml;hrt, k&ouml;nnen wir dadurch auch unsere Lines balancen und bleiben damit unlesbar, was auf Dauer dazu f&uuml;hrt, dass unsere Gegner Fehler machen. Ob wir das Slowplay schon preflop einf&uuml;hren sollten, ist situations- und gegnerabh&auml;ngig, aber nicht v&ouml;llig tabu.\n\t\t\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tGegen schlechte und passive Spieler sollten wir uns eher auf die Valuebets konzentrieren. Preflop sollten wir Gas geben und unsere Hand protecten sowie den Pot builden, postflop einfach durchballern. Auch wenn wir gegen solche Gegner durch passives Spiel Schw&auml;che signalisieren, ist das nicht sonderlich schlimm, da gerade gegen diese Spieler Deception nicht unbedingt notwendig ist.\n\t\t\t<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dieser Kolumne befasst sich MiiWiin mit dem Slowplay gegen verschiedene Gegnertypen und dem Slowplay als Mittel der Deception und des Balancings.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[189],"strategy_level":[117],"class_list":["post-53301","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-no-limit-bss"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Slowplay II - Gegnertypen und Balancing - PokerStrategy DE<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/1253\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Slowplay II - Gegnertypen und Balancing - PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"In dieser Kolumne befasst sich MiiWiin mit dem Slowplay gegen verschiedene Gegnertypen und dem Slowplay als Mittel der Deception und des Balancings.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/1253\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-03-12T10:55:06+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/psmag\/bilder\/bild_kolumne.jpg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"12\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1253\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1253\\\/\",\"name\":\"Slowplay II - Gegnertypen und Balancing - PokerStrategy DE\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1253\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1253\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/download\\\/psmag\\\/bilder\\\/bild_kolumne.jpg\",\"datePublished\":\"2008-07-22T12:27:00+00:00\",\"dateModified\":\"2026-03-12T10:55:06+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1253\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1253\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1253\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/download\\\/psmag\\\/bilder\\\/bild_kolumne.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/download\\\/psmag\\\/bilder\\\/bild_kolumne.jpg\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1253\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Strategies\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Slowplay II &#8211; 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