	{"id":53304,"date":"2008-07-30T12:52:00","date_gmt":"2008-07-30T12:52:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1261\/"},"modified":"2026-03-12T10:55:06","modified_gmt":"2026-03-12T10:55:06","slug":"1261","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/1261\/","title":{"rendered":"Asse auch einmal folden k\u00f6nnen - Das Board"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Asse auch einmal folden k&ouml;nnen - Das Board<\/h1><table width=\"100%\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border-bottom: 0px solid #ffffff\">\n\t\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/psmag\/bilder\/bild_kolumne.jpg\" width=\"100%\">\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">\n\t\t\t&raquo; KOLUMNE\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px; margin-bottom: 6px; padding-bottom: 0pt\">Asse auch einmal folden k&ouml;nnen - Das Board<\/h1><p style=\"margin: 0pt; padding: 0pt 0pt 18px\">\n<i>von MiiWiin<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNat&uuml;rlich freuen wir uns, sollten wir in unseren Holecards erst das eine, dann das andere Ass entdecken. Und die Freude ist berechtigt, denn dass die Aces die mit Abstand st&auml;rkste Hand in Texas Hold&lsquo;em sind, wei&szlig; auch jeder Laie. Dementsprechend kommt es f&uuml;r die meisten Spieler auch gar nicht in Frage, sich von solch einer Hand zu trennen. Doch der Spruch, den jeder kennt, ist nat&uuml;rlich wahr: Auch Aces sind nur ein Paar. Wir wollen uns heute mit diesem Thema besch&auml;ftigen und uns die Asse und das Spiel mit ihnen mal n&auml;her betrachten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAm wichtigsten dabei sind die Betrachtungen des Boards sowie die Art und Anzahl unserer Gegner. In dieser Kolumne werden wir uns intensiv mit dem Board und sich daraus ergebenden Equity-Berechnungen besch&auml;ftigen. Im <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/1262\">zweiten Teil<\/a> widmen wir uns unseren Gegnern.\n<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px; margin-bottom: 6px; padding-bottom: 0pt\">Warum f&auml;llt es so schwer, von Aces loszulassen?<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nAces sind eine verdammt starke Hand, das wissen wir. Nat&uuml;rlich f&auml;llt ein Fold immer schwer. Vor allem auf Lowcard-Boards haben wir mit Aces den Riesenvorteil, gegen slowgeplayte H&auml;nde wie KK\/QQ beispielsweise vorne zu liegen. Und aus Erfahrung wissen wir, dass so etwas immer m&ouml;glich ist. W&uuml;rden wir selbst QQ halten, so m&uuml;ssten wir auch immer ein Slowplay unseres Gegners mit einer st&auml;rkeren Hand in Betracht ziehen und f&uuml;rchten. Das kann uns mit Aces nicht passieren.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nViele habe eine Grundhaltung, die eher passiv oder aggressiv ausgerichtet ist. Dennoch bezeichnen sich beide zu recht als \"TAG\". Der passive Spieler will die Varianz mindern und spielt eher wenige H&auml;nde. Er kommt preflop nicht allzu h&auml;ufig zum Zuge und wird postflop das ein oder andere Mal rausgeblufft, da er oftmals nicht bereit ist, mit eher marginalen Toppair-H&auml;nden bis zum Showdown zu gehen. H&auml;lt dieser Spieler nun Aces, so kommt es f&uuml;r ihn kaum in Frage, von der st&auml;rksten Hand loszulassen. Er hat jetzt sein Overpair und will sich damit nicht abermals aus der Hand bluffen lassen. Dabei ist es ihm auch meistens egal, gegen was f&uuml;r einen Spieler er diesmal antreten muss.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBei dem eher aggressiven Spieler ist die Logik umgekehrt. Er ist durchaus bereit auch mit schw&auml;cheren H&auml;nden den Showdown zu suchen beziehungsweise davor derma&szlig;en aggressiv zu spielen, dass er auch unimproved viele P&ouml;tte gewinnt. Er geht automatisch davon aus, dass die Spieler das beobachtet haben und wissen, wie loose er spielt. H&auml;lt dieser Spieler nun die Aces, so geht er davon aus, dass ihm die Gegner diese Hand nicht zutrauen oder anders gesagt, seine Range soweit ausdehnen, dass sie selber mit deutlich schw&auml;cheren H&auml;nden den Showdown suchen. Dementsprechend wird sich auch der aggressive Spieler grunds&auml;tzlich ungern von seinen Aces l&ouml;sen.\n<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px; margin-bottom: 6px; padding-bottom: 0pt\">Preflop<\/h1><p class=\"emoListintro\">\nBesonders sch&ouml;n ist f&uuml;r uns die folgende Situation.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>PartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)<br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Stacks &amp; Stats<br>\n<\/b><br>\nBU ($25) <br>\nMP ($25)<br>\nUTG ($25) <br>\nBB ($25) <br>\nSB ($25) <br>\nHero ($25)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is CO with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"> , <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> <br>\n<i><font color=\"grey\">1 fold<\/font><\/i>, <font color=\"red\">MP raises to $1.00<\/font>,...\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn diesem Moment ist die Hand f&uuml;r uns gelaufen. Wir werden den unknown Player, der aus der middle Position heraus raist, 3-betten und entweder preflop oder postflop broke gehen. Im 3-betted Pot kommen wir f&uuml;r 100 BB mit Aces so gut wie niemals (Ausnahmen best&auml;tigen die Regel) heraus.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSowie wir preflop also in einen 3-betted Pot verstrickt werden, wandert im Laufe der Hand unser Stack nahezu immer in die Mitte. Wer dieses einfache Konzept durchzieht, wird auf Dauer kaum Fehler begehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDeswegen widmen wir uns im Folgenden ausschlie&szlig;lich P&ouml;tten, in denen es nur ein Preflop-Raise gab.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn diesen Situationen wird Hero also jedes Mal der Preflop-Aggressor sein. Wir limpen die Aces nicht. Wir coldcallen sie preflop nicht. In 3-betted Pots ist die Strategie, wie erw&auml;hnt, bet\/raise\/broke. Also bleibt nur die M&ouml;glichkeit offen, dass unser Raise gecallt wurde und wir mit einem Overpair am Flop stehen.\n<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px; margin-bottom: 6px; padding-bottom: 0pt\">Postflop <\/h1><p class=\"emoNormal\">\nIn einem normalen raised Pot ist die aktuelle Potgr&ouml;&szlig;e am Flop nat&uuml;rlich noch nicht sonderlich hoch. Wir m&uuml;ssen uns also schon anschauen, wie wir am besten Value extrahieren k&ouml;nnen und auf welche Randbedingungen wir aufpassen m&uuml;ssen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie zwei wichtigsten Faktoren sind nat&uuml;rlich das Board sowie die Art und Anzahl der Gegner. Unsere Position spielt zwar auch eine Rolle, jedoch werden wir in diesen Situationen recht h&auml;ufig out of Position spielen, weil diese Entscheidung nicht in unserer Macht steht. Mehr als preflop raisen k&ouml;nnen wir nicht. Demnach sind wir statistisch gesehen beim Shorthanded-Game in einem von drei F&auml;llen out of Position.\n<\/p><h1 style=\"color: #d5002d; margin-top: 24px; margin-bottom: 6px; padding-bottom: 0pt\">Das Board<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDie Betrachtung des Boards ist nat&uuml;rlich unerl&auml;sslich. Wir m&uuml;ssen uns fragen, mit welcher Hand wir ausbezahlt werden wollen und ob es tats&auml;chlich viele schlechtere H&auml;nde gibt, die uns hier Value geben.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>PartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)<br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Stacks &amp; Stats<br>\n<\/b><br>\nBU ($25) <br>\nMP ($25)<br>\nUTG ($25) <br>\nBB ($25) <br>\nSB ($25) <br>\nHero ($25)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is CO with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> , <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> <br>\n<i><font color=\"grey\">2 folds<\/font><\/i>, <font color=\"red\">Hero raises to $1.00<\/font>, <i><font color=\"grey\">2 folds<\/font><\/i>, BB calls $1.00<\/p><p><b>Flop:<\/b> ($2.10) <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>5<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>6<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\nBB checks, <font color=\"red\">Hero bets $1.75<\/font>, <font color=\"red\">BB raises to $5.50<\/font>, Hero...\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEs ist die Standard-Situation schlechthin. Preflop spielen wir absolut korrekt, erhalten nur einen Gegner, womit wir sehr gut leben k&ouml;nnen. Postflop agieren wir in Position, Villain checkt. Bis dahin ist alles in Ordnung f&uuml;r uns, doch das Checkraise macht uns schon Angst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer Gegner ist f&uuml;r uns unknown, wir konzentrieren uns hier nur auf  das Board. Was k&ouml;nnte unser Gegner halten? Es liegen drei Lowcards auf dem Board, die Callingrange aus den Blinds umfasst bei vielen Spielern kleine Pocketpairs sowie ab und an suited Connectors. Ein Set sowie eine Straight sind hier durchaus m&ouml;glich.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEbenso sind H&auml;nde wie 33 oder 77 m&ouml;glich, womit Villain einen Draw sowie ein Paar halten w&uuml;rde.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nOverpairs 88+ sind selbstverst&auml;ndlich ebenso denkbar. Gerade das ist ja, wie oben bereits erw&auml;hnt, einer der Gr&uuml;nde, warum ein Fold von Aces grunds&auml;tzlich schwer f&auml;llt. Slowgeplayte H&auml;nde wie KK\/QQ dominieren wir ganz klar.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nUnd selbstverst&auml;ndlich sind Bluffs und Semi-Bluffs m&ouml;glich. Mit AK k&ouml;nnte Villain der Meinung sein, uns aus der Hand zu bluffen und im Notfall noch 6 Outs zu haben. Dass dies nicht der Fall ist, wei&szlig; er logischerweise nicht. Diese Semi-Bluffs kann man jedoch auch den Draws zuordnen Mit 22 k&ouml;nnte er versuchen wollen, uns von einem schwachen Overpair runterzubluffen.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nGenau diese angesprochenen Ranges treffen auf nahezu jede Hand zu, deswegen fassen wir sie noch einmal zusammen:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Starke made Hands (Sets, Straight, Flush)<\/li>\n<li>Draws (\/Semi-Bluff)\n\t<\/li>\n<li>schw&auml;chere made Hands (Toppairs, Overpairs)<\/li>\n<li>Bluffs (\/Semi-Bluff)\n\t<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nNun ist die Frage, welche Hand hier gegen uns stehen k&ouml;nnte. Werfen wir f&uuml;r eine Analyse den Equilator an.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d6002d\">\nSTARKE MADE HANDS\n<\/div><blockquote>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tBoard:         6c 5h 4s <br>\n\tDead:          <\/p>\n<p>\tEquity      Gewonnen  Unent.    Verloren  Hand<br>\n\tSpieler 1:     94.409 %  92.974 %  2.870 %   4.156 %   44-66, 87s, 32s, 87o, 32o<br>\n\tSpieler 2:     5.591 %   4.156 %   2.870 %   92.974 %  AA\n\t<\/p>\n<\/blockquote><p class=\"emoNormal\">\n<b>Fazit: <\/b>Diese Berechnung wundert uns nat&uuml;rlich nicht. Geben wir unserem Gegner hier ausschlie&szlig;lich Sets und made Straights, liegen wir nat&uuml;rlich sehr weit hinten.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d6002d\">\nSTARKE MADE HANDS UND DRAWS\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nWir ver&auml;ndern nun Villains Range. Nur von starken made Hands auszugehen, das ist einfach zu &auml;ngstlich gedacht. 44-66 trauen wir Villain nat&uuml;rlich zu, ebenso 87s. Aber die H&auml;nde 87o sowie 32s\/o sind einfach zu unwahrscheinlich. Wir entfernen diese H&auml;nde.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDaf&uuml;r nehmen wir nun Draws dazu, in diesem Falle 33 und 77.\n<\/p><blockquote>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tBoard:         6c 5h 4s <br>\n\tDead:          <\/p>\n<p>\tEquity    Gewonnen  Unent.    Verloren  Hand<br>\n\tSpieler 1:     65.778 %  64.251 %  3.055 %   32.695 %  33-77, 87s<br>\n\tSpieler 2:     34.222 %  32.695 %  3.055 %   64.251 %  AA\n\t<\/p>\n<\/blockquote><p class=\"emoNormal\">\n<b>Fazit: <\/b>Nun sieht die Sache schon anders aus. Gegen eine eher als \"normal\" anzusehende Range haben wir schon mehr als ein Drittel Equity. Selbstverst&auml;ndlich ist das immer noch nicht ausreichend.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d6002d\">\nSTARKE MADE HANDS, DRAWS, OVERPAIRS UND BLUFFS\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nNun geben wir Villain eine weitere Range. Wir nehmen alle m&ouml;glichen Overpairs von 88 bis KK dazu. Zudem trauen wir ihm mit AKo\/s einen Semi-Bluff zu und nehmen die Hand 22 als Sinnbild f&uuml;r einen puren Bluff.\n<\/p><blockquote>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tBoard:         6c 5h 4s <br>\n\tDead:          <\/p>\n<p>\tEquity     Gewonnen Unent.     Verloren  Hand<br>\n\tSpieler 1:     30.907 %  28.346 %  5.122 %   66.532 %  22+, AKs, 87s, AKo<br>\n\tSpieler 2:     69.093 %  66.532 %  5.122 %   28.346 %  AA\n\t<\/p>\n<\/blockquote><p class=\"emoNormal\">\n<b>Fazit: <\/b>Nun hat sich das Blatt deutlich gewendet. Gegen diese Range sind wir klarer Favorit. Zudem wird Villain mit den meisten H&auml;nden bereit sein, preflop broke zu gehen. Der \"pure Bluff\" mit 22 scheidet wohl aus, aber mit einer Hand wie AK (AKs k&ouml;nnte inkl. Backdoorflushdraw sogar 7 Outs haben) wird er durchaus bereit sein, ab und an mal broke zu gehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSchauen wir uns nun die Range an, die wir br&auml;uchten, um hier in eine Coinflip-Situation zu geraten (equity-technisch betrachtet, die Potgr&ouml;&szlig;e lassen wir au&szlig;en vor).\n<\/p><blockquote>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tBoard:         6c 5h 4s <br>\n\tDead:         <\/p>\n<p>\tEquity      Gewonnen Unent.     Verloren   Hand<br>\n\tSpieler 1:     47.950 %  46.132 %  3.636 %   50.232 %  TT-JJ, 33-77, 87s<br>\n\tSpieler 2:     52.050 %  50.232 %  3.636 %   46.132 %  AA\n\t<\/p>\n<\/blockquote><p class=\"emoNormal\">\n<b>Fazit: <\/b>Wir haben Villains Range nun stark angepasst. Pure Bluffs und Semi-Bluffs schlie&szlig;en wir aus. Ebenso slowgeplayte Kings und Queens. Selbst mit H&auml;nden wie 88 und 99 trauen wir Villain nicht zu, hier broke zu gehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWir stehen also gegen starke made Hands, Draws sowie zwei m&ouml;gliche Overpairs. Gegen diese Range kommen wir immer noch auf &uuml;ber 50% Equity.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d6002d\">\nPAIRED BOARDS\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nSchauen wir uns ein weiteres Beispiel an: ein paired Board.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nPaired Boards sehen grunds&auml;tzlich etwas gef&auml;hrlicher aus, sind es aber nahezu nie. Die Wahrscheinlichkeit, dass unser Gegner etwas getroffen hat ist sehr gering. Ebenso ist es meistens nicht m&ouml;glich, einen starken Draw aufgegriffen zu haben. Daf&uuml;r wird er uns im Gegenzug selten glauben, gut getroffen zu haben. Auf paired Boards w&auml;chst erstaunlicher Weise die Bereitschaft, gro&szlig;e Bluffs durchzuziehen. Aus diesem Ph&auml;nomen heraus entstand auch das Yeti-Theorem, das besagt dass die line bet\/3-bet auf einem paired Board sehr h&auml;ufig ein Bluff ist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWir k&ouml;nnen also durchaus auf paired Board einige Action erwarten und haben dabei sehr selten etwas zu bef&uuml;rchten.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>PartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)<br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Stacks &amp; Stats<br>\n<\/b><br>\nBU ($25) <br>\nMP ($25)<br>\nUTG ($25) <br>\nBB ($25) <br>\nSB ($25) <br>\nHero ($25)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is CO with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> , <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> <br>\n<i><font color=\"grey\">2 folds<\/font><\/i>, <font color=\"red\">Hero raises to $1.00<\/font>, <i><font color=\"grey\">2 folds<\/font><\/i>, BB calls $1.00<\/p><p><b>Flop:<\/b> ($2.10) <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\nBB checks, <font color=\"red\">Hero bets $1.75<\/font>, <font color=\"red\">BB raises to $5.50<\/font>, Hero...\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn diesem Fall stellt sich nicht die Frage, ob wir broke gehen, sondern wie. Der Equilator stimmt uns dort eindeutig zu.\n<\/p><blockquote>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tBoard:         7h 4c 4s <br>\n\tDead:          <\/p>\n<p>\tEquity      Gewonn.   Unent.      Verloren  Hand<br>\n\tSpieler 1:     50.412 %  50.412 %  0.000 %   49.588 %  TT-JJ, 77, 44, 64s+, 54s, 64o+, 54o<br>\n\tSpieler 2:     49.588 %  49.588 %  0.000 %   50.412 %  AA\n\t<\/p>\n<\/blockquote><p class=\"emoNormal\">\nWir geben Villain hier eine sehr starke Range. Quads sind m&ouml;glich sowie viele 4er-Kombinationen. Dennoch reicht es schon aus, wenn wir Villain gerade mal einen Draw mit 65 geben sowie zwei Overpairs. Bei einer realen Range m&uuml;ssten wir einige 4er-Kombis streichen und daf&uuml;r wesentlich mehr Overpairs dazurechnen. Zudem hatten wir bereits gesagt, dass Villain auf einem paired Board auch mal gerne blufft.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Fazit: <\/b>Auf einem paired Board gehen wir nahezu immer broke. Wir liegen einfach zu h&auml;ufig vorne. Die Frage, die wir uns eher stellen m&uuml;ssten, lautet: Wie gehen wir broke? Dieses gegnerabh&auml;ngige Thema bearbeiten wir n&auml;chstes Mal.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\" style=\"border-color: #d6002d\">\nHIGHCARD-BOARDS\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nAls letztes Beispiel wollen wir uns ein Board betrachten, was uns wohl gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;ig am wenigsten gef&auml;llt.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>PartyPoker $25 NL Hold'em (6 handed)<br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Stacks &amp; Stats<br>\n<\/b><br>\nBU ($25) <br>\nMP ($25)<br>\nUTG ($25) <br>\nBB ($25) <br>\nSB ($25) <br>\nHero ($25)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is CO with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> , <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> <br>\n<i><font color=\"grey\">2 folds<\/font><\/i>, <font color=\"red\">Hero raises to $1.00<\/font>, <i><font color=\"grey\">2 folds<\/font><\/i>, BB calls $1.00<\/p><p><b>Flop:<\/b> ($2.10) <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\nBB checks, <font color=\"red\">Hero bets $1.75<\/font>, <font color=\"red\">BB raises to $5.50<\/font>, Hero...\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas Problem bei solch einem Board ist, dass Villain wei&szlig;, dass wir hier hervorragend getroffen haben k&ouml;nnten. Demnach wird er wohl eher selten auf ein Bluffcheckraise zur&uuml;ckgreifen. Leider wissen wir aber ebenfalls, dass Villain das Board sehr gut getroffen haben kann, gerade mit H&auml;nden wie KQ\/KJ\/QJ wird durchaus h&auml;ufig aus den Blinds heraus gecallt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSets mit KK\/QQ\/JJ sind vielleicht nicht sonderlich wahrscheinlich, da wir grunds&auml;tzlich davon ausgehen w&uuml;rden, dass Villain sie preflop 3-bettet. Aber eine Garantie vs. unknown haben wir selbstverst&auml;ndlich nicht. Also nehmen wir sie dazu.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAK ist nat&uuml;rlich ebenfalls immer denkbar, auch davon wird sich Villain recht selten l&ouml;sen. Mit TT h&auml;tte Villain einen Draw, mit T9 die Straight. T9 trauen wir ihm aber maximal als suited Hand zu. Daf&uuml;r geben wir ihm noch zwei marginale Toppairs, einmal KTo\/s inkl. Dem Straightdraw sowie K9s.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nUnd da wir Villain zutrauen, seine strong Hands preflop nur zu callen, geben wir ihm auch noch AQo\/s, womit er immerhin Middlepair sowie einen Gutshot-Straightdraw aufgegabelt h&auml;tte.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWie stehen wir gegen diese Range da?\n<\/p><blockquote>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tBoard:         Kc Qh Js <br>\n\tDead:          <\/p>\n<p>\tEquity      Gewonnen  Unent.     Verloren  Hand<br>\n\tSpieler 1:     47.868 %  46.172 %  3.392 %   50.436 %  TT-KK, AQs+, K9s+, QJs, T9s, AQo+, KTo+, QJo<br>\n\tSpieler 2:     52.132 %  50.436 %  3.392 %   46.172 %  AA\n\t<\/p>\n<\/blockquote><p><b>Fazit: <\/b>Wie wir sehen, haben wir selbst gegen eine Range, die das Board recht stark getroffen hat, noch immer eine Equity von &uuml;ber 50%. Dies bedeutet nicht, dass wir hier um jeden Preis broke gehen m&uuml;ssen, allerdings ist es auch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken und direkt aufzugeben. Wir m&uuml;ssen uns fragen, ob wir bei einem gewissen Gegner diese Range annehmen k&ouml;nnen, ob wir sie wesentlich weiter definieren k&ouml;nnen oder ob wir sie derma&szlig;en einengen m&uuml;ssen, dass wir zu deutlich an Equity verlieren, um hier profitabel broke zu gehen.<\/p><table style=\"border: 1px solid #d6002d; margin-top: 24px\" width=\"100%\" border=\"0\" cellpadding=\"4\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"psMagtablehead1\">&raquo; ZUSAMMENFASSUNG<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tDer Equilator hat uns einen guten Dienst erwiesen. Leider ist es an den Tischen nicht m&ouml;glich, einfach mal auf &bdquo;Stop&ldquo; zu dr&uuml;cken und ein bisschen mit dem Equilator zu experimentieren. Auch wenn es nat&uuml;rlich immer auf den Gegner ankommt, so kommen die drei oben genannten Situationen recht h&auml;ufig vor. Deswegen ist es meistens von Vorteil, die Equity-Berechnungen mit der zugeordneten groben Range im Kopf zu haben.\n\t\t\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tDiese werden wir im zweiten Teil wieder herauskramen und uns auch mit Situationen besch&auml;ftigen, in denen die Asse am Flop in den Muck wandern.\n\t\t\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t\t\tN&auml;chstes Mal werden wir uns mit speziellen Gegnern besch&auml;ftigen und auch hier an direkten Beispielen Equity-Berechnungen durchf&uuml;hren. Logischerweise gibt es keine Standard-Beispiele, so dass man nun immer wei&szlig;, gegen welche Range man anl&auml;uft. Aber man kann ein Gef&uuml;hl daf&uuml;r bekommen. Man lernt am Flop schon ungef&auml;hr einzuordnen, womit unser Gegner uns preflop callt und am Flop aggressiv wird. Wir m&uuml;ssen uns dann entscheiden, ob und wie wir broke gehen.\n\t\t\t<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im ersten Teil dieser zweiteiligen Kolumne befasst sich MiiWiin mit der Frage, auf welchen Boards man mit Assen eigentlich noch vorne liegt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[189],"strategy_level":[117],"class_list":["post-53304","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-no-limit-bss"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Asse auch einmal folden k\u00f6nnen - Das Board - PokerStrategy DE<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/1261\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Asse auch einmal folden k\u00f6nnen - Das Board - PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Im ersten Teil dieser zweiteiligen Kolumne befasst sich MiiWiin mit der Frage, auf welchen Boards man mit Assen eigentlich noch vorne liegt.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/weekly-no-limit\/1261\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-03-12T10:55:06+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/psmag\/bilder\/bild_kolumne.jpg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"13\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1261\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1261\\\/\",\"name\":\"Asse auch einmal folden k\u00f6nnen - Das Board - PokerStrategy DE\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1261\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1261\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/download\\\/psmag\\\/bilder\\\/bild_kolumne.jpg\",\"datePublished\":\"2008-07-30T12:52:00+00:00\",\"dateModified\":\"2026-03-12T10:55:06+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1261\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1261\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1261\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/download\\\/psmag\\\/bilder\\\/bild_kolumne.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/wp-content\\\/uploads\\\/download\\\/psmag\\\/bilder\\\/bild_kolumne.jpg\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/weekly-no-limit\\\/1261\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Strategies\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Asse auch einmal folden k\u00f6nnen &#8211; 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