	{"id":53350,"date":"2013-07-30T16:42:00","date_gmt":"2013-07-30T16:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1622\/"},"modified":"2026-03-12T10:59:14","modified_gmt":"2026-03-12T10:59:14","slug":"1622","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/bss\/1622\/","title":{"rendered":"Blindbattle - Das Spiel aus dem Small Blind"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Blindbattle - Das Spiel aus dem Small Blind<\/h1><div align=\"top\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0;padding: 0pt;width: 128px;float: right;margin-bottom: 8px;margin-top: 0pt\">\n<div style=\"margin: 0pt;padding-top: 12px;padding-left: 10px;padding-right: 10px\"><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6567\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/bild_videoverweis.gif\" alt=\"\" width=\"108\" height=\"76\"><\/a><\/div>\n<div style=\"padding: 8px 10px\"><b>Video:<\/b> Klicke <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6567\">hier<\/a><\/div>\n<\/div><div style=\"padding: 8px 10px\">\n<h1 align=\"left\">Einleitung<\/h1>\n<p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b>  <\/p>\n<ul class=\"emoList1\">\n<li><i>Mit welcher Range du spielst<br> <\/i><\/li>\n<li><i>Wie du dich an unterschiedliche Stacksizes anpasst<br> <\/i><\/li>\n<li><i>Wie du gegen passive und aggressive Gegner spielst<\/i><\/li>\n<li><i>Wie du gegen Regulars spielst<\/i><\/li>\n<\/ul>\n<\/div><div style=\"text-align: center;margin-bottom: 12px\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_trennlinie.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" height=\"1\"><\/div><p class=\"emoNormal\">Neben dem normalen Blinddefend, bei dem du deinen Blind gegen einen Spieler au&szlig;erhalb der Blinds verteidigst, gibt es im Blindspiel eine weitere sehr besondere Situation, welche sich von allen anderen Spielsituationen an einem Shorthanded- oder Fullring-Tisch stark unterscheidet und einer sehr individuellen Dynamik unterliegt: das Blindbattle<\/p><p class=\"emoNormal\">Unter einem Blindbattle versteht  man hierbei die Situation, wenn alle anderen Spieler, welche keinen Blind bezahlt haben, preflop folden und dem Small Blind die M&ouml;glichkeit hat, first in die Setzrunde zu er&ouml;ffnen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dieser Artikel wird dir nun das Spiel aus dem Small Blind in solch einem Blindbattle n&auml;herbringen und dir aufzeigen, auf was du achten musst und wie du dich am besten deinem Gegner anpasst.<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Was sind die Besonderheiten beim Spiel SB vs. BB?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Nat&uuml;rlich stellt sich nun die Frage, was denn dieses Blindbattle so besonders gestaltet und warum man sich darauf speziell anpassen sollte. Als Hauptaugenmerk muss man hierbei die besondere Spieldynamik einer Heads-up-Partie beachten. Diese Situation stellt im Grunde nichts anderes als eine kleine Heads-up-Partie an einem Shorthanded- oder Fullring-Tisch dar. Das bedeutet f&uuml;r dich, dass dein eigenes Spiel sehr stark vom gegnerischen Spiel abh&auml;ngig ist und du ein besonderes Augenmerk darauf legen musst, die gegnerischen Spielkonzepte zu durchschauen und deren L&uuml;cken auszunutzen. Es gilt also, dass du in einem Blindbattle nie ein wirkliches Standardspiel durchziehen kannst, von dem du &uuml;berzeugt sein kannst, dass es immer +EV sein wird.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der psychologische Aspekt steht hier im Vordergrund, wobei du ihn nicht so hoch bewerten kannst wie in einer normalen Heads-up-Partie, da der zeitliche Abstand solcher Blindbattles gerade an aggressiven Tischen sehr hoch sein kann und der Gegner die vorangegangenen Blindbattles nicht mehr so stark im Ged&auml;chtnis haben wird. Du kannst daher nicht immer darauf z&auml;hlen, dass der Gegner noch von deinem letzten Openraise\/4-Bet-Move aus dem Small Blind genervt ist und dich dieses Mal eher 5-betten wird.<\/p><p class=\"emoNormal\">Falls er mehrere Tische spielt oder neben dem Online-Poker noch andere Dinge am PC macht, wird er oftmals diese Situation schon l&auml;ngst vergessen haben. Dies wird jedoch bei einer normalen Heads-up-Partie niemals vorkommen, da ein Spieler dort immer versuchen wird, sich seinem Gegner anzupassen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Neben der psychologischen Besonderheit gibt es aber eine weitere direkte Auswirkung auf deine eigene Hand. Aufgrund der Tatsache, dass du nun in einer Heads-up-Situation bist, ver&auml;ndert sich die Handst&auml;rke dramatisch. Es wird dir schwerer fallen, ein Toppair mit mittlerem Kicker auf eine gegnerische &bdquo;raise Flop \/ bet Turn&ldquo;-Line bei einem trockenen Board wegzulegen, obwohl diese Situation in einer normalen 6-handed-Partie ein Standardfold sein sollte.<\/p><p class=\"emoNormal\">Jedoch kannst du genauso wenig sagen, dass du als Standardline immer dein Toppair heruntercallen solltest.  Es ist zwar eine Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit bei nur einem Gegner kleiner ist, dass beide den Flop gut getroffen haben, jedoch sind die einzelnen gegnerspezifischen Spieltendenzen von solch gro&szlig;er Bedeutung, dass du dich immer an den Gegner anpassen musst.<\/p><p class=\"emoNormal\">In solch einem Blindbattle ist dann also auch teilweise Mut gefragt, um deinem Read folgen zu k&ouml;nnen und beispielsweise ein Midpair ohne Kicker gegen eine &bdquo;raise Flop \/ bet Turn \/ bet River&ldquo;-Line auf einem trockenem Board gegen einen &uuml;beraus aggressiven Gegner zu callen, um dann seinen Bluff catchen zu k&ouml;nnen. Aber zu diesen speziellen Anpassungen folgt sp&auml;ter mehr. Zun&auml;chst aber soll auf einige grundlegende Fragestellungen eingegangen werden.<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Was ist der Unterschied zwischen einem Blindbattle aus dem Small Blind im Vergleich zum Big Blind?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Die Frage ist, worin der Unterschied zwischen dem Spiel im Blindbattle aus dem Big Blind und dem Small Blind heraus besteht. Warum gibt es zwei Artikel statt nur einem? Kann man nicht ein Blindbattle nahezu identisch spielen, unabh&auml;ngig ob man nun den Small Blind oder den Big Blind bezahlt hat? Es handelt sich doch um die gleiche Spielsituation.<\/p><p class=\"emoNormal\">Hier muss gesagt werden, dass es sich zwar um die gleiche Spielsituation handelt und so gesehen auch die gleiche Situation beschrieben wird. Jedoch wird sie aus zwei v&ouml;llig unterschiedlichen Blickwinkeln beschrieben. Und diese beiden Blickwinkel unterscheiden sich haupts&auml;chlich durch die Position, welche du in der Spielsituation hast.<\/p><p class=\"emoNormal\">Spielst du aus dem Small Blind, hast du stets mit dem Positionsnachteil zu k&auml;mpfen, da du sowohl preflop wie auch postflop vor deinem Gegner agieren musst und er so einen Informationsvorteil dir gegen&uuml;ber hat. Du bist nie in der Lage eine Setzrunde mit deiner ersten Entscheidung zu beenden und hast dadurch auch keine direkte Kontrolle &uuml;ber die Potsize. Du stehst daher jederzeit vor der Gefahr, durch ein Raise des Gegners einen gro&szlig;en Pot out of Position mit einer marginalen Hand spielen zu m&uuml;ssen. Dies ist ein enormer Nachteil f&uuml;r dich, da du nun sehr oft in marginale Spots gelangen wirst, in denen du gegen einen sehr gut spielenden Gegner kaum eine Edge hast und bestenfalls mit einem neutralen EV spielen kannst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dein Anliegen ist hier also, zu vermeiden, zu viel Geld in solchen Situationen zu verlieren. Und dies erfordert von dir auch dementsprechend eine andere Spielweise als die deines Gegners.<\/p><h1 align=\"left\">Openraise oder Complete aus dem Small Blind?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Zun&auml;chst einmal gilt es die Frage zu beantworten: Mit welchen H&auml;nden solltest du raisen und mit welchen solltest du nur completen?<\/p><p class=\"emoNormal\">Diese Frage kann nicht allgemeing&uuml;ltig beantwortet werden und sollte es auch nicht, da sie zu einfach gestellt ist und damit auch zu einfache und damit falsche Antworten liefert. Deine Entscheidung, ob du nun raist oder completest, h&auml;ngt nicht nur von deiner eigenen Hand ab, sondern ist sehr stark von der gegnerischen Spieltendenz abh&auml;ngig.<\/p><p>Betrachtet man die Situation kurz aus einem mathematischen Blickwinkel, so ist klar, dass du preflop immer die korrekten Odds hast, um deinen Blind zu completen. Du bekommst Odds von 3:1 auf deinen Complete und w&uuml;rdest daher nur eine Equity von 25% ben&ouml;tigen, um hier +EV callen zu k&ouml;nnen. So betrachtet, m&uuml;sstest du jede Hand completen, da EV(Call) &gt; EV(Fold). Dies ist jedoch sehr eindimensional betrachtet.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du vernachl&auml;ssigst bei dieser Betrachtung vollkommen, dass du die Setzrunde nicht abschlie&szlig;t und somit niemals sicher sein kannst, dass der Big Blind nun nicht noch ein Raise ansetzt und du somit einen h&ouml;heren Preis zahlen musst, um dir den Flop anschauen zu k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem vergisst du bei solch einer Strategie, dass du postflop ohne Position und ohne Initiative gegen einen Gegner spielst, der alle m&ouml;glichen Karten halten kann.<\/p><p class=\"emoNormal\">Als Basisstrategie ist daher eine &bdquo;raise or fold&ldquo;-Strategie angeraten, auch um die Tendenzen des Gegners besser zu erkennen. Der Grund hierf&uuml;r ist recht schnell erkl&auml;rt. Durch das Raise erlangst du die Initiative und vereinfachst dein Postflopspiel gegen einen normalen Gegner recht stark, da du ihn mit der ersten Aktion schon unter Druck setzt und zu Fehler zwingst. Hinzu kommt, dass du durch eine aggressive Strategie direkt Informationen &uuml;ber die Prefloptendenzen des Gegners erlangst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Foldet er zu viel auf solche Raises? Wenn ja, dann ist das gut f&uuml;r dich und du kannst so weiter machen, ihn so exploiten und einen direkten Gewinn aus dieser Situation sch&ouml;pfen.  Tendiert er dazu, deine Raises zu oft zu callen oder zu 3-betten, kannst du dein Spiel ebenfalls anpassen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Beginnst du jedoch nicht mit einer aggressiven Strategie, so fehlen dir diese Informationen und du kannst den Gegner nicht direkt einsch&auml;tzen. Hinzu kommt, dass du durch einen Complete aus dem Small Blind keinerlei Information &uuml;ber die gegnerische Handrange erlangst und der Gegner somit auf jedem Flop ein potenzielles Monster halten kann. Sind deine Handreadingskills nicht sehr gut ausgepr&auml;gt, wirst du postflop durch einen Complete sehr oft in sehr unangenehme Situationen gelangen, in denen du vermehrt selbst Fehler begehst. Und eigene Fehler solltest du stets vermeiden, wenn dein Ziel beim Pokern der Profit ist.<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Wie hoch solltest du preflop raisen?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Prinzipiell kann man sagen, dass der Unterschied der Betsize nicht so erheblich gro&szlig; ist. Dennoch gibt es den ein oder anderen kleinen Unterschied. Die Frage, welche also beantwortet werden muss, lautet: Soll man bei 100 BB effektiven Stacks auf 3 BB oder 4 BB aus dem Small Blind raisen?<\/p><p class=\"emoNormal\">F&uuml;r beide Seiten gibt es Argumente, welche die jeweilige Entscheidung untermauern. F&uuml;r eine gr&ouml;&szlig;ere Betsize spricht, dass man so eventuell mehr Foldequity erzeugt und dadurch weniger oft gezwungen ist, postflop out of Position zu spielen.<\/p><p class=\"emoNormal\">F&uuml;r eine kleinere Betsize spricht, dass du postflop einen kleineren Pot spielen und besser aus der Hand kommen kannst, solltest du gecallt werden. Man kann beide &Uuml;berlegungen weiterf&uuml;hren und von allen m&ouml;glichen Seiten betrachten. Schlussendlich kommt es dann doch wieder auf das eigene Spielgef&uuml;hl und den eigenen Spielstyle an, f&uuml;r welche Richtung man sich dann entscheiden wird.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der Unterschied, welcher eventuell vorhanden ist, hat immer individuell andere Konsequenzen und kann sich f&uuml;r den einen Spieler negativ auswirken, w&auml;hrend es f&uuml;r den anderen Spieler wieder eine positive Auswirkung haben kann. Hier gilt es also, die f&uuml;r sich individuell passende Antwort zu finden, so dass man sich dann auch selbst damit wohl f&uuml;hlt. Eine Raisesize von 3,5 BB kann ebenfalls sinnvoll sein. Es kommt immer auf den eigenen Spielstil an.<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Wie kann eine Standard-Openraisingrange aus dem Small Blind aussehen?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Sehr oft wird nach Standardranges gefragt, welche man sich dann nur noch aufschreiben muss, um nach einer bestimmten Tabelle spielen zu k&ouml;nnen. Selbstverst&auml;ndlich k&ouml;nnte man sich nun hinsetzen und an einer Handrange arbeiten, mit welcher man bei 100 BB Stacks gegen jeden unbekannten Gegner immer openraist.<\/p><p class=\"emoNormal\">Auf die Schnelle kann man z.B. folgende auf den ersten Blick recht brauchbar aussehende Range aufstellen: 22+, A2s+, K9s+, QTs+, T8s+, 95s+, 65s+, A2o+, KTo+, QTo+, 87o+<\/p><p class=\"emoNormal\">Es ist sicher nichts falsch daran, sich solch eine Handrange niederzuschreiben, um dann gegen einen unbekannten Spieler diese Range als Startpunkt zu verwenden und sp&auml;ter anhand der Informationen, welche man durch Erfahrung mit dem Gegner gewinnt, anzupassen. Schaut man sich nun die obere Handrange mal etwas genauer an so wird man erkennen, dass sie keinen schlechten Ansatzpunkt f&uuml;r eine Standardrange gibt. Jedoch sind in ihr, gravierende Fehler enthalten, welche man gerne einmal &uuml;bersieht.<\/p><p class=\"emoNormal\">Besonders bei den kleinen Assen m&uuml;ssen Einschr&auml;nkungen vorgenommen werden, weil sie zu leicht dominiert werden. Es ist sehr schwer, eine tendenziell dominierte Hand out of Position profitabel zu spielen. Du spielst die kleinen Asse in einem Blindbattle also immer mit reverse implied Odds. Das muss dir unbedingt bewusst sein.<\/p><p class=\"emoNormal\">Daher sollte man bei den offsuited Assen teilweise Abstriche machen und sie eventuell erst ab A8o+ raisen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bei den suited Assen gilt im Grunde der gleiche Gedanke, hier solltest du doch weiter bedenken, dass du durch die M&ouml;glichkeit, Flushdraws zu treffen und diese aggressiv zu spielen, enorme implied Odds haben wirst. Hier muss man also nicht solch gro&szlig;e Abstriche machen wie bei den offsuited Assen. Je nach eigenem Spielgef&uuml;hl kann man hier alle suited Asse openraisen oder die ganz kleinen weglassen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Eine andere Baustelle bei der Handrange sind die kleinen Pocketpairs. Viele Spieler spielen grunds&auml;tzlich alle Pocketpairs aus allen Positionen. In einem Blindbattle muss dir klar sein, dass du deine kleinen Pocketpairs unimproved out of Position im Grunde nur als Bluffinghand ohne gro&szlig;e Chance zur Verbesserung spielen wirst. Triffst du am Flop nicht dein Set, musst du deine Hand meist bet\/fold Flop, bet\/fold Turn oder bet\/fold Flop, check\/fold Turn, check\/fold River spielen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Spielst du also gegen einen Gegner, welcher dich durch seine Postflopcalls vermehrt in ungem&uuml;tliche Spots mit deinen kleinen Pocketpairs man&ouml;vriert, solltest du dir Gedanken machen, mindestens die ganz kleinen Pocketpairs aus der Range herauszunehmen, da du mit diesen kaum eine Chance hast, einen Pot unimproved nach einer gecallten Continuationbet noch am Showdown zu gewinnen. Ab 66 oder 77 hast du eine h&ouml;here Chance, noch einen Showdown gegen ein kleineres getroffenes Paar zu gewinnen, welches nur aufgrund seines Hits am Flop deine Continuationbet gecallt hat.<\/p><p class=\"emoNormal\">Gegen einen unbekannten Gegner kannst du zu Beginn die kleinen Pocketpairs also durchaus in deiner Range lassen, wenn du einigerma&szlig;en sicher postflop mit dieser Situation umgehen kannst. Merkst du jedoch, dass du Probleme hast, sie postflop nach einer Continuationbet weiterzuspielen, ist es keine Schande, diese einfach nicht mehr zu openraisen.<\/p><p class=\"emoListintro\">Insgesamt gesehen sollte sich deine Handrange aus zwei verschiedenen Handtypen zusammensetzen:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>H&auml;nde mit guter Chance auf Toppair-Hits am Flop<\/li>\n<li>H&auml;nde mit guter Playability und gro&szlig;em Potential <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Bei beiden Handtypen  m&uuml;ssen aber, wie oben geschildert, Ausnahmen machen. Es ist zwar klar, dass A4o durchaus eine akzeptable Equity gegen die meisten Callingranges hat und sehr gut ein Toppair treffen kann, jedoch sind hier die reverse implied Odds enorm bemerkbar. Letztlich ist jedem die Entscheidung selbst &uuml;berlassen, wo er nun den Strich zieht. Wichtig ist, dass man sich in einem Blindbattle preflop nicht in Situationen man&ouml;vriert, mit denen man postflop nicht mehr fertig wird.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du siehst also, dass du in der Lage bist, eine Standardrange festzulegen. Du solltest dir aber auch dar&uuml;ber im Klaren sein, dass du lieber dazu tendieren solltest, deine Handrange tighter zu gestalten, da du so deinem Postflop-Positionsnachteil entgegenwirken kannst. Hast du sp&auml;ter mehr Informationen &uuml;ber deinen Gegner, kannst du deine Handrange dementsprechend anpassen.<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Wie passt du dich an unterschiedliche Stacksizes an?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Viele Spieler vergessen, ihr Spiel eventuell an unterschiedliche Stacksizekonstellationen anzupassen. Mit diesen Anpassungen besch&auml;ftigt sich der folgende Abschnitt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Im Grunde gibt es zwei unterschiedliche Situationen, an die du dich anpassen musst, wenn du von einer Standardstacksize von 100 BB ausgehst. Einerseits sind das Stacks, die viel gr&ouml;&szlig;er als 100 Big Blinds sind, und andererseits Stack von weit weniger als 100 Big Blinds.<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">Die Stacks sind erheblich gr&ouml;&szlig;er als 120 BB<\/div><p class=\"emoNormal\">Bei solch gro&szlig;en Stacksizes muss dir klar sein, dass sich dein postflop Positionsnachteil enorm negativ auswirken wird, da ein guter Spieler bei derartigen Stacksizes deine Preflop-Openraises lighter callen wird, um so seinen Positionsvorteil postflop vollst&auml;ndig ausspielen zu k&ouml;nnen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bei dieser gegnerischen Spielweise solltest du deine Handrange anpassen und dazu tendieren, mehr spekulative H&auml;nde zu openraisen, um so die enormen implied Odds auszunutzen. Manche Spieler sehen in einem Blindbattle eine Toppair-Top-Kicker-Hand sofort als Nuthand an, ohne ein gutes Auge auf die Stacksizes zu werfen. Durch deine etwas verlagerte Handrange (verlagert in dem Sinne, dass du mehr spekulative H&auml;nde raist und leicht dominierte H&auml;nde foldest) nutzt du diese mangelnde Anpassung des Gegners aus. Du kannst dann entscheiden, mit welchen H&auml;nden du die richtig gro&szlig;en P&ouml;tte out of Position spielen wirst, und verringerst die M&ouml;glichkeit, eine dominierte Hand out of Position spielen zu m&uuml;ssen.<\/p><p class=\"emoNormal\">In solch einer Situation sollte man also davon absehen, H&auml;nde wie A6, K9 oder &auml;hnliches zu openraisen, da man dann zwar oft einen kleinen Pot gewinnen kann, bei Gegenwehr jedoch immer in die Gefahr einer Domination l&auml;uft und in die Versuchung gelangt, billig zum Showdown zu kommen, was aber so gut wie nie gelingen wird. Um diesen Problemsituationen aus dem Weg zu gehen, ist ein Preflopfold unbedingt angeraten!<\/p><p class=\"emoNormal\">Spielst du gegen einen Gegner, der dich bei hohen Stacksizes vermehrt preflop 3-bettet, so solltest du dich nicht dazu verleiten lassen, zu viele H&auml;nde out of Position auf deine implied Odds zu callen, um dann recht straightforward weiterzuspielen. Die implied Odds, die du dir geben kannst, sind sehr stark positionsbezogen. Da du es out of Position grunds&auml;tzlich schwerer hast, den gesamten Stack in einer f&uuml;r dich vorteilhaften Situation in die Mitte zu schieben, solltest du preflop nicht zu viele spekulative H&auml;nde auf eine 3-Bet callen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Hier gilt es, herauszufinden, wie weit der Gegner preflop zu gehen bereit ist. Mit einer gut gew&auml;hlten 4-Betsize stellst du den Gegner vor die Frage, seinen gesamten Stack mit seiner Hand reinzustellen oder zu folden. Je nachdem, ob der Gegner bereit ist, H&auml;nde wie 88 oder AJ preflop f&uuml;r 140bb reinzustellen, solltest du dazu tendieren, ihn preflop vermehrt zu 4-betten (falls er mit diesen H&auml;nden nicht All-In gehen m&ouml;chte!) oder deine Openraisingrange zu verkleinern, so dass du bei solch einer Situation vermehrt als Favorit deine Chips in die Mitte stellen kannst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Eine weitere M&ouml;glichkeit, wie du gegen massive 3-Better vorgehen kannst ist folgende Idee, welche jedoch mit Vorsicht anzuwenden ist. Du kannst damit beginnen, die 3-Bets preflop zu callen. Hier callst du sie jedoch nicht alleine auf deine gro&szlig;en implied Odds. Bei deinem Call ist dein Hauptziel, den Gegner durch Donkbets an Flop und\/oder Turn, welche du zwischen &frac12; und 2\/3 Potsize ansetzen kannst, aus dem Konzept zu bringen, um so den mittelgro&szlig;en Pot selbst einzusammeln.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bei dieser Anpassung solltest du jedoch immer stark darauf achten, ob der Gegner dir bisher schon durch Postflop-Bluffraises aufgefallen ist. Denn gegen einen Gegner, welcher nur zu gerne solche Donkbets in einem 3-Bet-Pot bluffraist, hat diese Spielweise nur zur Folge, dass du damit sehr viel Geld aus dem Fenster wirfst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ist der Gegner jedoch recht weak und straightforward, so wird er vermehrt in einem 3-Bet-Pot auf deine Donkbet folden oder sich vom Gro&szlig;teil seiner Range verabschieden, falls du am Turn einen Schritt weiter gehst und dort so nachsetzt, dass du dich zur Hand committest. H&auml;ltst du hier also eine recht ausgeglichene Range, so dass du diesen Move nicht nur mit Bluffhands machst, sondern auch Sets und Nutflushdraws enthalten sind, so hat es der Gegner sehr schwer, in solch einem Spot gegen dich zu spielen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Gerade weak-tighte Gegner, die in gro&szlig;en P&ouml;tten dazu tendieren, eher zu folden als zu pushen, sind so profitabel zu spielen. Sie werden zudem ihre Preflop-3-Bets einschr&auml;nken. Wendest du diesen Spielzug immer gut getimt an und ist deine Range auch mit AA und KK in solchen Spots balanced, kannst du hier eine sehr gute +EV-Situation f&uuml;r dich schaffen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Diese Anpassung ist jedoch nur ein mit Vorsicht zu genie&szlig;ender Vorschlag. Sie enth&auml;lt eine hohe Gefahr des spewy Plays und man sieht sich oft gezwungen, zu viele Boards zu donken, bzw. achtet man nicht mehr wirklich auf seine eigene Hand und vollzieht zu viele Bluffpushes.<\/p><p class=\"emoNormal\">Mach dir also selbst nochmals Gedanken, gegen welchen Gegner und bei welchen Boards man diese Spielweise vollst&auml;ndig durchziehen kann. Du wirst sehen, dass du nur durch das reine Besch&auml;ftigen mit solch einer Spielweise ein besseres Spielverst&auml;ndnis erlangst und insgesamt ein besseres Gef&uuml;hl f&uuml;r die Situationen erh&auml;ltst, da du dich mit wirklich jeder m&ouml;glichen Line auseinandergesetzt hast.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bei deepen Stacks ist, insgesamt gesehen, besonders wichtig, dass du in dieser Situation die gegnerische Tendenz durchschaust und deine Preflopranges anpasst. Spielst du hier mit einer Standardrange weiter und hast dann das Gef&uuml;hl, dass du durch die gr&ouml;&szlig;eren Stacks permanent herumgeschubst wirst, so besteht die Gefahr, zu tilten, was besonders bei deepen Stacks sehr schlecht f&uuml;r deine Winrate sein wird.<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">Die Stacks sind erheblich kleiner als 100 Big Blinds<\/div><p class=\"emoNormal\">Spielst du gegen Stacks von 95 BB oder 80 BB, bist du nicht wirklich dazu gezwungen dein Spiel in irgendeiner Weise anzupassen. Spielst du jedoch gegen einen 50-BB-Stack oder gar einen Shortstack mit 25 BB oder weniger, so solltest du dir schon Gedanken machen, inwiefern du dein Spiel anpassen musst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die Anpassung deines Spiels kann hierbei nun &uuml;ber zwei unterschiedliche Wege f&uuml;hren, welche auch kombiniert werden k&ouml;nnen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Auf der einen Seite kannst du deine Handranges beibehalten und deine Betsize ver&auml;ndern, um so der Situation gerecht zu werden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die zweite M&ouml;glichkeit lautet, deine Betsize beizubehalten, daf&uuml;r aber deine Ranges zu ver&auml;ndern.  F&uuml;r welche Variante du dich entscheidest, h&auml;ngt wie immer von dir und dem Gegner ab.<\/p><p class=\"emoNormal\">Gegen einen Shortstack, der sein Spiel so weit aufzieht, dass er in einem Blindbattle seinen Stack nahezu perfekt ausnutzt und eine sehr gute Resteal-Pushingrange hat, bist du dazu gezwungen, deine Handrange zu ver&auml;ndern, um dem Shortstackspiel gerecht zu werden. Du kannst hier nun damit beginnen, selbst first in All-In zu pushen, oder deine Handrange so zu gestalten, dass du auf der einen Seite einfache Raise\/Fold- bzw. Raise\/Call-Entscheidungen hast. Beide Ansatzpunkte haben ihren Vorteil.<\/p><p class=\"emoNormal\">So nutzt du, &auml;hnlich wie in einem Turnier, bei einem Push die Foldequity nahezu perfekt aus, da der Shortstack immer dazu gezwungen sein wird, mit einer akzeptablen Hand zu callen. Raist du weiterhin normal, kannst du den Gegner in der Hinsicht trappen, dass er schlechtere H&auml;nde pusht, welche insgesamt gesehen einen Equitynachteil gegen&uuml;ber deiner Raise\/Call-Handrange haben.<\/p><p class=\"emoNormal\">Einen Anhaltspunkt um diese Entscheidung f&uuml;r sich selbst zu treffen kann folgende &Uuml;berlegung sein: Sch&auml;tzt du deinen Gegner als &bdquo;professionellen&ldquo; Shortstack ein, solltest du eher dazu tendieren, den direkten Push zu suchen und nicht normal zu raisen, da dieser Gegner viel vertrauter mit den korrekten Handranges ist, mit denen er auf dein Openraise pushen muss, so dass du in solch einer Situation kaum auf Fehler seinerseits hoffen kannst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Pushst du direkt, so kann er nur noch callen oder folden und muss versuchen deine Handrange einzusch&auml;tzen, was ihm durchaus schwer fallen wird, da ein &bdquo;professioneller&ldquo; Shortstacker meist sehr viele Tische spielt und kaum sehr gute Reads auf deine Handrange in solch einer Situation sammeln kann. Umso kompetenter der Shortstack ist, desto eher solltest du also den direkten Push suchen. Spielst du gegen einen passiven Fisch, der seinen Shortstack nicht ausnutzen kann, so kannst du hier weiterhin normal openraisen, da du postflop mit normalen Betsizes immer noch eine gro&szlig;e Foldequity erzeugen kannst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bisher h&ouml;rt sich das alles nicht so schlecht an. Doch es ist immer noch nicht klar, welche Line bei welchem Gegner eine bessere Anwendung findet. Daher folgt jetzt eine Analyse beider Ans&auml;tze auf einer etwas mathematischeren Ebene.<\/p><div class=\"emoSubhead\">DER DIREKTE ALL-IN-PUSH<\/div><p class=\"emoNormal\">Zu Beginn ben&ouml;tigst du alle Variablen, welche in dieser Situation wichtig sind.<\/p><p class=\"emoNormal\">S: Stacksize des Shortstacks nach Abzug der Blindeins&auml;tze (Angabe in Big Blinds)<br> pH: Eigene Pushingrange (Angabe in %)<br> cH: Gegnerische Callingrange (Angabe in %)<br> E: Equity deiner Pushingrange vs. gegnerische Callingrange<\/p><p class=\"emoNormal\">Foldequity: <i>f = 1 &ndash; cH<\/i><\/p><p class=\"emoListintro\">Nun wird es insgesamt drei verschieden Ausgangsm&ouml;glichkeiten bei solch einer Hand geben:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>a) Du foldest deinen Small Blind -&gt; Der Shortstack gewinnt 1,5 BB, du verlierst 0,5 BB. <\/li>\n<li>b) Du pusht und der Shortstack foldet -&gt; Du gewinnst 1,5 BB, der Shortstack verliert 1 BB.<\/li>\n<li>c) Du pusht und der Shortstack callt -&gt; Deine Equity gibt dir an, wie viel du langfristig gewinnst\/verlierst. <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Der n&auml;chste Schritt lautet nun, f&uuml;r alle drei F&auml;lle eine Gleichung zur Bestimmung des Erwartungswertes aufzustellen, um dann sp&auml;ter diese drei Werte miteinander addieren zu k&ouml;nnen und so den Gesamterwartungswert den Push-or-Fold-Strategie gegen einen Shortstack zu erhalten.<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>a) <i>EV<sub>1<\/sub> = (1-pH) * (-0, 5 BB)<\/i> <\/li>\n<li>b) <i>EV<sub>2<\/sub> = pH * (1-cH) * (+1,5 BB)<\/i><\/li>\n<li>c) <i>EV<sub>3<\/sub> = pH * cH * [E * (S + 1,5 BB) &ndash; (1-E) * (S + 0,5 BB)]<\/i> <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\"><i>EVgesamt = EV<sub>1<\/sub> + EV<sub>2 <\/sub>+ EV<sub>3<\/sub><\/i><\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn man nun die oberen Gleichungen in die Gesamtgleichung einsetzt, kann man diese noch etwas umstellen, um sp&auml;ter weniger Tipparbeit zu haben. Dies ist jedoch nur eine kleine mathematische Spielerei, welche keine gro&szlig;e Bedeutung hat.<\/p><p class=\"emoListintro\">Die vereinfachte Endgleichung sieht dann wie folgt aus:<\/p><p class=\"emoNormal\"><i>EV<sub>Gesamt <\/sub>= pH * [2 &ndash; 1,5*cH + cH * (2*E*S + 2*E &ndash; S &ndash;0,5)] &ndash; 0,5 <\/i><\/p><p class=\"emoListintro\"><b>Beispiel <\/b><\/p><p class=\"emoNormal\">Stacksize nach Abzug der Blindeins&auml;tze <i>S = 20 BB<\/i><br> Vermutete gegnerische Callingrange <i>cH =  77+, A9s+, AJo+, KJs+, KQo<\/i><br> Deine Pushingrange <i>pH = 55+, A2s+, A2o+, K9s+, KTo+, QJ<\/i><\/p><p class=\"emoNormal\">Anhand dieser Informationen kannst du nun deinen EV betrachten. Dazu berechnest du mit Hilfe des Equilators nur noch die Equity und den prozentualen Anteil der Ranges.<\/p><p class=\"emoNormal\"><i>cH = 9.35%<br> pH = 24.13%<br> E = 40.185% <\/i><\/p><p class=\"emoNormal\">Nun kannst du zuerst die einzelnen m&ouml;glichen Ausg&auml;nge berechnen und dann addieren oder direkt die Gleichung f&uuml;r den Gesamterwartungswert benutzen. Zur besseren Veranschaulichung und zum Beweis, dass beide die gleichen Ergebnisse liefern, sind im Folgenden beide Berechnungswege dargestellt.<\/p><p class=\"emoNormal\"><i>EV<sub>1<\/sub> = (1-0,2413) * (-0,5BB) = <u>-0,37935BB<\/u><br> EV<sub>2<\/sub> = 0,2413 * (1-0,0935) * (+1,5BB) = <u>0,328107675BB<\/u><br> EV<sub>3<\/sub> = 0,2413 * 0,0935 * [0,40185 * (20BB + 1,5BB) &ndash; (1- 0,40185) * (20BB + 0,5BB)] = <u>-0,081724702BB<\/u><br> EV<sub>Gesamt <\/sub>= -0,37935BB + 0,32810BB &ndash; 0,08172BB = <b><u>-0,132967BB<\/u><\/b> <\/i><\/p><p class=\"emoNormal\">Oder<\/p><p class=\"emoNormal\"><i>EV<sub>Gesamt <\/sub>= 0,2413 * [ 2- 1,5 * 0,0935 + 0,0935 *(2 * 0,40185 * 20 + 2 * 0,40185 &ndash; 20 &ndash;0,5)] &ndash;0,5 = <b><u>-0,132967BB<\/u><\/b> <\/i><\/p><p class=\"emoNormal\">Ist deine Annahme &uuml;ber die gegnerische Callingrange also korrekt, so ist deine Pushingrange wohl nicht perfekt gew&auml;hlt, da du so langfristig weiterhin Verlust machen wirst. Deine Pushingrange ist sicher nicht vollkommen falsch gew&auml;hlt, da du immerhin einen h&ouml;heren EV hast im Vergleich zur Strategie, bei der du 100% deiner H&auml;nde folden w&uuml;rdest (EVfold = -0.5BB).<\/p><p class=\"emoNormal\">Dein Ziel sollte jedoch nicht nur sein, diese 100%-Fold-Strategie mit deiner Pushingstrategie zu schlagen, sondern aus jeder Situation den maximalen EV zu erreichen. Um hier nun ein besseres Ergebnis zu erhalten, gibt es momentan leider nur den Weg, mit den verschiedenen Handranges herumzuspielen und selbst zu schauen, wie der EV im Einzelfall aussieht.<\/p><p class=\"emoListintro\">Pushst du nun die Top 50% aller H&auml;nde, so w&uuml;rdest du folgende Werte erhalten:<\/p><p class=\"emoNormal\"><i>pH = 49.32% = 22+, A2s+, K2s+, Q2s+, J6s+, T7s+, 98s, A2o+, K2o+, Q6o+, J7o+, T9o<br> E = 35.345%<br> EV<sub>Gesamt<\/sub> = <b><u>+0.15684BB<\/u><\/b> <\/i><\/p><p class=\"emoListintro\">Pushst du any2 (pH = 100%, E = 31,505%), so erh&auml;ltst du folgenden EV:<\/p><p class=\"emoNormal\"><i>EV<sub>Gesamt <\/sub>= <b><u>+0.6802BB<\/u><\/b><\/i><\/p><p class=\"emoNormal\">Es ist zu vermuten, dass dies der maximal zu erreichende EV ist, da du bei solch kleinen Stacks mehr darauf achten musst, dass du durch Openfolds nicht zu viel verlierst. Aufgrund dessen kannst du kleinere Abstriche bei deiner Equity hinnehmen, die durch die anwachsende Handrange nur korrekt sind. Sind die Stacks gr&ouml;&szlig;er, so verschiebt sich dieser Gedanke nat&uuml;rlich ab einem gewissen Punkt, bei dem du durch deine Equityeinbu&szlig;en mehr verlierst, als du durch deine vergr&ouml;&szlig;erte Handrange einsparen kannst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Mit dieser Methode kannst du also nun anhand deiner Annahme &uuml;ber die gegnerische Callingrange und anhand der Stacksize durch Ausprobieren verschiedener Pushingranges den maximalen Erwartungswert herausfinden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Zur Vereinfachung kannst du auch folgende Excel-Tabelle benutzen: <a href=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/excel\/PS_SB_First-In_Push.xls\">Excel-Tabelle zum EV eines First-in-Pushes<\/a><\/p><p class=\"emoNormal\">Trage in die Tabelle einfach alle Werte ein und der EV wird automatisch berechnet. Mit etwas Flei&szlig;arbeit kannst du dir also sehr gut +EV-Pushingranges gegen verschiedene Callingranges und Stacksizes erstellen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Neben dieser Methode, die dazu gedacht ist, gegnerspezifisch aus dem Small Blind +EV zu pushen, gibt es noch eine etwas andere M&ouml;glichkeit, aus dem Small Blind sichere +EV-Pushingranges zu erstellen, die gegen jeden Gegner +EV sind.<\/p><p class=\"emoNormal\">Hierbei wendet man die so genannten Sklansky-Chubukov-Zahlen an, um zu wissen, ob man mit einer Hand pushen sollte oder nicht.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dieses Konzept und dessen Herleitung hier zu erl&auml;utern, w&uuml;rde den Rahmen etwas sprengen. Dazu findest du hier mehr: <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/sss\/1740\/2\/#h1_14\">Sklansky-Chubukov Pushes<\/a><\/p><p class=\"emoNormal\">Dieser ist zwar aus der entgegengesetzten Sichtweise der Shortstackstrategie geschrieben, doch auch als Bigstacks kannst du diese Strategie verfolgen, wenn du first in aus dem Small Blind gegen einen Shortstack spielst, da du in dieser Situation aufgrund der effektiven Stacksize selbst zum Shortstack wirst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Nun ist es nat&uuml;rlich auch noch interessant, inwiefern man solch eine mathematische Betrachtung auch bei einer Raise\/Call-  bzw. Raise\/Fold-Line durchf&uuml;hren kann.<\/p><div class=\"emoSubhead\">DIE RAISE\/CALL- BZW. RAISE\/FOLD-LINE<\/div><p class=\"emoNormal\">Auch hier ben&ouml;tigst du zu Beginn alle m&ouml;glichen Parameter.<\/p><p class=\"emoNormal\">S: Stacksize des Shortstacks nach Abzug der Blindeins&auml;tze (Angabe in Big Blinds)<br> rH: Eigene Raisingrange (Angabe in %)<br> r: Deine Openraisingbetsize (Angabe in BB)<br> cH: Gegnerische Callingrange (Angabe in %)<br> pH: Gegnerische Pushingrange (Angabe in %)<br> pcH: Eigene Pushcallingrange (Angabe in %)<br> E: Deine Equity mit deiner Pushcallingrange vs. gegnerische Pushingrange<\/p><p class=\"emoNormal\">Foldequity:<i> f = 1 &ndash; cH &ndash; pH <\/i><\/p><p class=\"emoListintro\">Nun zu den verschiedenen Ausgangsm&ouml;glichkeiten, welche eintreffen k&ouml;nnen.<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>a) Du foldest deinen Small Blind -&gt; Der Shortstack gewinnt 1,5 BB . Du verlierst 0,5 BB.<\/li>\n<li>b) Du raist, der Shortstack foldet -&gt; Du gewinnst 1,5 BB. Der Shortstack verliert 1 BB. <\/li>\n<li>c) Du raist, der Shortstack pusht, du foldest -&gt; Der Shortstack gewinnt 1 BB+r. Du verlierst r.<\/li>\n<li>d) Du raist, der Shortstack pusht, du callst -&gt; Deine Equity gibt an, wie viel du langfristig gewinnst oder verlierst. <\/li>\n<li>e) Du raist, der Shortstack callt -&gt; Du hast keine Ahnung, wie viel du langfristig postflop gewinnst oder verlierst, und hast auch keine M&ouml;glichkeit, Annahmen dar&uuml;ber aufzustellen<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Du siehst also, hier gibt es nun schon f&uuml;nf verschieden Ausgangsm&ouml;glichkeiten. An sich macht dir das nat&uuml;rlich nichts aus, solange du einzeln den Erwartungswert der M&ouml;glichkeiten berechnen kannst. Doch hier ist schon das gro&szlig;e Problem. Du kannst es nicht. Durch die neue Komplexit&auml;t des m&ouml;glichen Postflopspiels steht dir keine akzeptable M&ouml;glichkeit mehr zur Verf&uuml;gung, ohne unangemessene Annahmen vorauszusetzen  (eine solche Annahme w&auml;re direkt vorauszusetzen, dass der Gegner nur Push-or-Fold aus dem Big Blind spielt), welche das Ergebnis verf&auml;lschen k&ouml;nnen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du stehst hier also nun vor einem mittelgro&szlig;en Problem. Du kannst auf Basis dieser Annahmen keine qualifizierte Aussage &uuml;ber deinen Erwartungswert machen, selbst wenn du die genauen gegnerischen Handranges kennen w&uuml;rdest, da das m&ouml;gliche Postflopspiel zu komplex ist, um es einfach mathematisch darzustellen und zu l&ouml;sen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Insgesamt gesehen, solltest du in solch einer Situation also unbedingt bedenken, dass es der vollkommen falsche Ansatzpunkt ist, permanent H&auml;nde wie QTo oder A6o zu raise\/folden, ohne eine ungef&auml;hre Annahme &uuml;ber die gegnerische Handranges zu haben und wie du gegen diese postflop bei Action reagierst. Bevor du in solch ein Spiel verf&auml;llst, ist es geschickter, sich Gedanken &uuml;ber die potenziellen Pushcallingranges des Gegners zu machen und eine gute Pushingrange herauszuarbeiten\/abzusch&auml;tzen und den direkten Push zu suchen. F&uuml;r diese Methode stehen dir nun auch die mathematischen Grundlagen zur Verf&uuml;gung.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ist der Shortstack jedoch sehr tight in seiner Pushingrange und tendiert dazu, preflop zu callen, um postflop &bdquo;Fit or Fold&ldquo;-Poker zu spielen, so kannst du weiterhin normal openraisen, da dieser Gegner dich nicht zu oft direkt preflop aus der Hand dr&uuml;ckt. Gegen einen solchen Gegner hast du nun zwei verschieden Ansatzpunkte der Anpassung, welche du entweder einzeln oder kombiniert anwenden k&ouml;nnen.<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Du vergr&ouml;&szlig;erst deine Raisingrange<\/li>\n<li>Du erh&ouml;hst deine Preflopraises<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Beide Ansatzpunkte verfolgen das gleiche Ziel auf etwas unterschiedlichen Wegen. Du willst den Gegner f&uuml;r sein weak-tightes Spiel bestm&ouml;glich bestrafen, indem du ihm sehr oft den Pot stiehlst, wenn ihr beide nichts getroffen habt und er durch einen Fold entweder die beste Hand foldet oder einen enormen Potequityanteil aufgibt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Durch die erste Anpassung bist du in der Lage, viele kleine P&ouml;tte zu stehlen. Die zweite Anpassung gibt dir die Chance, gro&szlig;e P&ouml;tte zu stehlen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Jedoch solltest du in solchen Situationen immer eine ungef&auml;hre Ahnung haben, wie es um deine Equity am Flop gegen eine made Hand aussieht, um bei einem gegnerischen Push am Flop nicht einen schlechten Instafold zu machen. Sind die Odds vorhanden, sollte man dann auch callen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Hier ein Beispiel f&uuml;r solch eine Situation, in der man nicht zu schnell folden sollte, wenn man wei&szlig;, dass der Gegner am Flop &bdquo;Fit or Fold&ldquo; spielt.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> 1\/2 No-Limit Hold'em<\/b> <font color=\"#0000ff\">(5 handed )<\/font><\/p><p class=\"emoNormal\">BB: 35$, weak-tighter Shortstack<br> Hero: 200$<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> Preflop:<\/b> Hero is SB with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> , <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"><br> <font color=\"#999999\"><i> 3 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to $7.00<\/font>, BB calls $5.00.<\/p><p> <b> Flop:<\/b> ($14.00) <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> , <b>8<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> , <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br> <font color=\"#ff0000\"> Hero bets $10.00<\/font>, <font color=\"#ff0000\">BB raises to $28.00<\/font>, Hero ???.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du musst nun $18 callen, um $52 zu gewinnen, und bekommst somit auf deinen Call Odds von  2.88:1, Du ben&ouml;tigst also 25,7% Equity gegen die gegnerische Range, um hier einen +EV-Call zu haben.<\/p><p class=\"emoListintro\">Da du beim Gegner nun nur von made Hands ausgehen kannst, kommt folgende Handrange in Frage:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Sets (JJ, 88) <\/li>\n<li>Twopair (KJ, K8, J8)<\/li>\n<li>Toppair (KQ, KT, K9) <\/li>\n<li>Midpair (AJ, QJ, JT, J9)<\/li>\n<li>Bottompair (A8, T8, 98) <\/li>\n<li>Mittlere Pocketpairs (TT, 99, 77)<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Deine Gesamtequity gegen diese Range liegt bei 30,1%. Du hast hier also immer einen +EV-Call und solltest nicht folden!!<\/p><p class=\"emoNormal\">Du siehst also, dass du zwar ab und an in ein Set l&auml;ufst, aber ist das nicht direkt ein Anzeichen f&uuml;r einen falschen Call. Ist deine Annahme &uuml;ber die gesamte Pushingrange des Gegners korrekt, so hast du den +EV-Call und solltest ihn auch immer t&auml;tigen.<\/p><p class=\"emoNormal\">An diesem Punkt w&auml;re noch anzumerken, dass in dieser Range keinerlei Semibluffs (Straightdraws) enthalten sind, welche deine Equity gegen die Gesamtrange noch etwas verbessern w&uuml;rden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bist du gezwungen, gegen einen Spieler mit einem Stack von etwa 50 BB zu spielen, solltest du deine Spielweise sehr an seine Postfloptendenzen anpassen. Ist sich der Spieler hier &uuml;ber die St&auml;rken seiner Stacksize im Klaren und benutzt seinen Stack dementsprechend gut, um in Position zu floaten, wogegen du kaum gut agieren kannst, da du mit einem Move gezwungen bist, die kompletten 50 BB in die Mitte zu schieben, ist es angeraten, einfach tighter aus dem Small Blind zu raisen und nicht zu 100% bei einem Hit am Flop zu continuationbetten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Hier gilt es, mittelkleine P&ouml;tte bis zum Showdown zu bringen, um dort durch deinen Hit eine gute Chance zu haben, den Showdown zu gewinnen. Spielt der Gegner jedoch mit jedem Hit direkt um seinen kompletten Stack, kannst du in diesem Falle auch mit jedem Toppair gegen ihn broke gehen und musst nicht darauf bedacht sein, g&uuml;nstig zum Showdown zu kommen. Es kommt also immer auf den Gegner an, jedoch solltest du immer im Hinterkopf haben, dass gerade solch eine Stacksize sehr gut dazu geeignet ist, postflop Semibluffpushes zu machen, da sich der Gegner im Allgemeinen einer sehr hohen Foldequity sicher sein kann.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wei&szlig; der Gegner das, willst du dich mit deinem Spiel genau gegen diesen Move sch&uuml;tzen oder ihn selbst gegen diesen Gegner anwenden und derjenige sein, der ihn zu einem All-In-Call zwingt, um so die Foldequity auf deiner Seite zu haben.<\/p><h1 align=\"left\">Wie spielst du gegen Callingstations, die ihr Midpair an Flop und Turn immer callen?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Spielst du gegen einen Gegner, der sehr oft dein Preflopraise callt und an Flop und Turn seine mittelstarken made Hands nicht folden kann, musst du herausfinden, wie er spielt, wenn du ihm die Initiative &uuml;berl&auml;sst. Es  hat keinen Sinn, bei seinem Standardspiel zu bleiben und eine hohe Prozentzahl an Flops ohne Hit weiterhin zu continuationbetten, um dann am Turn vor der Entscheidung einer 2nd Barrel zu stehen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du musst also bei deinem aggressiven Spiel etwas Fahrt heraus nehmen und beobachten, wie der Gegner reagiert, wenn du beginnst, Flops zu checken. &Uuml;bernimmt er dann selbst die Initiative und versucht er, diese P&ouml;tte aufzusammeln, oder checkt er permanent den Flop behind. Durch deinen Check am Flop, bist du in der Lage, mehr Informationen &uuml;ber den Gegner zu bekommen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du checkst &bdquo;for Information&ldquo;, was du bisher eigentlich nur von Bets kennst. Je nachdem, wie der Gegner reagiert, passt du dich an. Checkt er den Flop vermehrt behind, hast du dadurch eine gute Option gefunden, recht billig mit marginalen H&auml;nden mit Showdownvalue zum Showdown zu gelangen und out of Position Potcontrol zu betreiben. Bettet der Gegner jedoch nun nahezu jeden Flop, stellst du ihn selbst vor eine neue Entscheidung und checkraist den Flop. Diese Checkraises sind dann nat&uuml;rlich nicht nur for Value sondern auch vermehrt als Bluffs anzusetzen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Sollte der Gegner auch auf einen &bdquo;check\/raise Flop, bet Turn&ldquo;-Move weiterhin sein Midpair callen, so bedeutet dies f&uuml;r dich, dass du nun eine perfekte Line gefunden hast, um das Maximum an Value aus deinen Toppair-H&auml;nden herauszuholen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Sollte der Gegner von deinen Bluffraises am Flop genervt sein und damit beginnen, Flops mit mittelstarken made Hands behindzuchecken, so ist dir ebenfalls geholfen, da du den Pot ohne Hit out of Position klein halten und recht gut zum Showdown kommen kannst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die Idee, den Flop als Preflopaggressor zu check\/callen, ist eine etwas gewagtere Methode, da du so keinerlei Informationen &uuml;ber die gegnerische Handst&auml;rke erlangst und am Turn wieder out of Position vor einer schwierigen Entscheidung stehst. Daher w&uuml;rde ich von dieser Line im Allgemeinen bei solch einem Gegner abraten, denn diese Line hat ihren gr&ouml;&szlig;ten Erwartungswert, wenn du gegen einen aggressiven (Semi-)Bluffer spielst, gegen den du so selbst deine mittelstarken made Hands for Bluffinduce spielen kannst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Falls man jedoch merkt, dass man gegen solche Callingstations postflop einfach nicht ankommt, so gilt es, seine eigene Range tighter zu gestalten, um so oft genug Toppair-H&auml;nde in dieser Situation zu halten und dann sehr d&uuml;nn zu valuebetten. Dein Ziel ist es, oft genug bei einem guten Hit alle drei Streets for Value, teilweise auch superd&uuml;nn, durchzubetten, um so den Gegner eventuell dazu zu bekommen, vermehrt seine Midpairs direkt am Flop oder Turn zu folden.<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Wie kannst du dich gegen notorische Flopraiser bzw. Turnfloater wehren?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Einige Gegner m&ouml;gen es sehr, preflop zu callen, um dann eine hohe Anzahl von Flops als Semibluff oder puren Bluff zu raisen in der Hoffnung, dass du nach deiner Standardcontinuationbet aufgibst. Hier gilt es, dem Gegner die Aktion entweder direkt am Flop zur&uuml;ckzugeben oder deine guten made Hands als Bluffcatcher zu verwenden, wenn der Gegner am Turn weiterfeuert.<\/p><p class=\"emoNormal\">Hier gilt nat&uuml;rlich: Je ungef&auml;hrlicher das Board f&uuml;r deine Hand, desto eher kannst du das Flopraise nur callen, um den Turn zu check\/callen und eine weitere Bluffbet am River zu catchen. Oder falls das Board am Turn f&uuml;r dich selbst gef&auml;hrlicher wird, diesen zu check\/raisen, um deinen Stack in einer f&uuml;r dich sch&ouml;neren Situation in die Mitte zu schieben und dem Gegner zu zeigen, dass er dich nicht so leicht aus solchen Blindbattles herausschubsen kann.<\/p><p class=\"emoNormal\">Anders sieht es aus, wenn das Board schon am Flop drawheavy ist und du nur ein mittelstarkes Paar hast wie in folgendem Handbeispiel.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> 1\/2 No-Limit Hold'em<\/b> <font color=\"#0000ff\">(5 handed )<\/font><\/p><p class=\"emoNormal\">BB: 200$, aggressiver Postflopbluffer<br> Hero: 200$<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> Preflop:<\/b> Hero is SB with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> , <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"><br> <font color=\"#999999\"><i> 3 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to $7.00<\/font>, BB calls $5.00.<\/p><p> <b> Flop:<\/b> ($14.00) <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> , <b>8<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> , <b>5<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br> <font color=\"#ff0000\"> Hero bets $10.00<\/font>, <font color=\"#ff0000\">BB raises to $34.00<\/font>, Hero ???.<\/p><p class=\"emoNormal\">So solltest du dazu tendieren, direkt am Flop zu 3-betten. Da du gerne gegen Draws spielen m&ouml;chtest, ist es besser eine normale 3-Bet anzubringen, statt direkt All-In zu pushen. Das hat den Vorteil, dass du dem Gegner Foldequity vort&auml;uschst, wo keine vorhanden ist, so dass er mit seinen Draws erneut reraist bzw. pusht. Pushst du direkt, wird er Draws teilweise folden, jedoch nie eine bessere made Hand als deine weglegen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Solltest du in dieser Situation selbst einen Nutflushdraw halten, ist eine gleiche Betsizewahl bei einer 3-Bet anraten, da du damit den gleichen Effekt erreichen wirst und teilweise dann gegen dominierte Draws All-In gehen kannst. Hinzu kommt, dass der Gegner sieht, dass du diese Line mit Draws w&auml;hlst, und er wird unter Umst&auml;nden dazu verleitet, in solch einem Blindbattle seinen vollst&auml;ndigen Stack mit einem Midpair\/good Kicker reinzustellen, mit dem er gegen deinen Draw zwar eine gute Equity hat, jedoch gegen deine made Hands weit hinten liegt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bisher zeigt sich also, dass du deine Toppair-H&auml;nde und guten Draws am Flop durchaus schnell gegen solche Gegner spielen kannst. Doch was machst du mit mittelstarken H&auml;nden? Hier sollte dein Ziel darin liegen, recht g&uuml;nstig zum Showdown zu gelangen und zu versuchen, diesen mit deiner mittelstarken Hand zu gewinnen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein Beispiel f&uuml;r solch eine Situation folgendee Hand gegen einen Gegner, der sehr gerne den Flop bluffraist bzw. den Turn in Position floatet.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> 1\/2 No-Limit Hold'em<\/b> <font color=\"#0000ff\">(5 handed )<\/font><\/p><p class=\"emoNormal\">BB: 200$, aggressiver Postflopbluffer<br> Hero: 200$<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> Preflop:<\/b> Hero is SB with <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> , <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"><br> <font color=\"#999999\"><i> 3 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to $7.00<\/font>, BB calls $5.00.<\/p><p> <b> Flop:<\/b> ($14.00) <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> , <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> , <b>5<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br> Hero checkt und callt eine Flopbet.<\/p><p> <b> Turn:<\/b> ($X) <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br> Hero checkt und callt gegebenenfalls eine mittelgro&szlig;e (ca. &frac12; Potsizebet) 2nd Barrel.<\/p><p> <b> River: <\/b>($X) <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br> Hero checkt und callt eine weitere Bet.<\/p><p class=\"emoNormal\">Diese &bdquo;check\/call all Streets&ldquo;-Line, die zuvor noch als wirkungslos gegen&uuml;ber Callingstations dargestellt wurde, hat in solch einer Situation ihre gr&ouml;&szlig;te St&auml;rke. Du schaffst es, so den Pot recht klein zu halten und mit den geringsten Kosten zum Showdown zu kommen. Jedoch sollte dir bewusst sein, dass diese Situation nicht mit der eines Calldowns in Fixed Limit Hold&rsquo;em zu vergleichen ist. Hier ist es unbedingt wichtig, auf die Betsize des Gegners zu achten, denn ansonsten wird der letzte Rivercall ein sehr teurer Payoff sein.<\/p><p class=\"emoNormal\">Daher ist auch immer zu beachten, wie sich das Board ver&auml;ndert. In diesem Beispiel ist das Ass am River eine besonders wichtige Karte, da sie eine Scarecard f&uuml;r deine Hand darstellt und der Gegner dies auch selbst gut wei&szlig;. Daher stellt sie f&uuml;r ihn eine perfekte Bluffm&ouml;glichkeit f&uuml;r seine H&auml;nde ohne Showdownvalue dar.<\/p><p class=\"emoNormal\">W&auml;re die Hand so verlaufen, dass der Gegner an irgendeiner Stra&szlig;e behindgecheckt h&auml;tte, solltest du dennoch nicht die Initiative &uuml;bernehmen. Bettest du zu irgendeinem Zeitpunkt, wirst du kaum Value aus schlechteren H&auml;nden bekommen und musst deine Hand meist folden bzw. hast du einen oder gar mehrere schwere Calls, da der Gegner durch sein Raise im Grunde enorme St&auml;rke angezeigt hat. Bei solch einem Board kannst du eine Hand wie Q8 exakt identisch spielen, da du mit ihr vor den gleichen Problemen stehst wie mit KJ.<\/p><p class=\"emoNormal\">Spielst du nun gegen einen solch aggressiven Gegner ohne einen Hit am Flop, solltest du dir stets dar&uuml;ber Gedanken machen, ob du deine Hand auch wirklich continuationbetten willst. Es ist kein gro&szlig;er Fehler, wenn du nach einem Preflopraise gegen solch einen Gegner den Flop check\/foldest, sollte deine Hand kaum Verbesserungspotenzial haben und\/oder du kannst mit ihr keiner gro&szlig;en Gegenwehr standhalten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Gegen diese Gegner willst du ihre St&auml;rke zur Schw&auml;che umgestalten. Sie sollen nicht durch ihre Aggression P&ouml;tte gewinnen, welche eigentlich dir zugestanden h&auml;tten und sie nur durch einen Bluffraise oder Float gewinnen konnten. Du willst, dass sie sich gegen deine besseren H&auml;nde zu Tode bluffen und dir das Geld sozusagen freiwillig geben.<\/p><p class=\"emoNormal\">Du selbst solltest also deine eigenen Bluffs weitestgehend zur&uuml;ckschrauben. Die Option eines Rebluffs solltest du nur dann in Erw&auml;gung ziehen, wenn du merkst, dass der Gegner nicht &bdquo;die Eier&ldquo; dazu hat, einen Turnfloat auf ein kleines Checkraise vollst&auml;ndig durchzuziehen, und in diesem Spot zu oft foldet. Du solltest dabei aber darauf achten, dass du in diesen Situationen nicht zu spewy wirst und langfristig Geld verlieren.<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Wie spielst du gegen sehr gute Regulars in einem Blindbattle?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Gute Regulars zeichnen sich durch ihre Anpassungsf&auml;higkeit in solch einer Situation aus. Im Grunde kann man sagen, dass sie all die Konzepte und Anpassungsm&ouml;glichkeiten anwenden, die im <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/1256\/\">Artikel zum Blindbattle aus dem Big Blind<\/a> erl&auml;utert wurden. Gegen solche Gegner ist es besonders schwer, postflop out of Position zu spielen, da dir das Handreading aufgrund der gegnerischen Anpassungsvielfalt sehr schwer f&auml;llt. Du solltest es daher also nicht zu sehr auf eine Konfrontation  anlegen und dich postflop selbst in sehr schwierige Spots bringen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Da du wei&szlig;t, dass du postflop kaum eine Edge gegen einen guten Regular hast, solltest du also darauf bedacht sein, deine Verluste postflop out of Position in Grenzen zu halten. Das bedeutet f&uuml;r dich, dieser Situation einfach aus dem Weg zu gehen und deine Openingrange sehr tight zu gestalten. Du versuchst dann einfach, deine starken H&auml;nde straightforward for Value zu spielen, um so insgesamt dennoch breakeven first in aus dem Small Blind zu spielen. Diese M&ouml;glichkeit der Anpassung ist mit Sicherheit die varianz&auml;rmste und am einfachsten umzusetzen, wenn du gegen einen Regular spielen musst.<\/p><p class=\"emoNormal\">Nun solltest du jedoch nicht den Fehler machen und jeden Spieler, der regul&auml;r auf deinem Limit spielt, direkt als soliden Regular einstufen und wieder in ein Standardspiel verfallen. Hier gibt es nun zwei besondere Typen von Regulars, gegen die du dir besonders klar &uuml;ber dein Spiel sein solltest.<\/p><div class=\"emoSubhead\">MULTITABLENDER REGULAR<\/div><p class=\"emoNormal\">Ein solcher Spieler zeichnet sich meist dadurch aus, dass er mehr als 8 Tische gleichzeitig spielt und oftmals eine solide tight-aggressive Preflop-Strategie verfolgt. Du kannst dir also sicher sein, dass ein solcher Spieler aufgrund der hohen Anzahl an Tischen nicht die volle Aufmerksamkeit an allen Tischen haben kann und somit in einem Blindbattle dazu tendieren wird, sehr straightforward zu spielen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es gibt teilweise einige guter Regulars, welche durch ihr massives Multitabling nur sehr wenige deiner Openraises callen werden, da sie einfach \"keine Zeit\" haben, sich in einen derart marginalen Spot zu bringen und dann postflop eher schwierigere Entscheidungen zu treffen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Gegen solch einen Spieler solltest du also nicht direkt damit beginnen, abwartendender und zur&uuml;ckhaltender aus dem Small Blind zu spielen. Du kannst gegen solch einen Gegner sogar damit beginnen, deine Handrange zu erweitern und viel looser zu openraisen, da der Gegner sich der Situation nicht entsprechend anpassen wird und oftmals weiterhin eine Raise-or-fold-Strategie verfolgen wird und daher viel zu oft auf deinen Openraise folden wird.<\/p><p class=\"emoNormal\">Solange er dies nicht &auml;ndert, kannst du flei&szlig;ig seinen Big Blind stehlen und die P&ouml;tte am Flop mit einer Continuationbet einsammeln.<\/p><div class=\"emoSubhead\">TRICKY REGULAR MIT HISTORY<\/div><p class=\"emoNormal\">Du kennst es sicher selbst, wenn du schon eine Weile auf dem gleichen Limit spielst. Es gibt Regulars, mit denen man nach einiger Zeit eine ganz eigene Geschichte hat und somit das Spiel gegeneinander einer ganz besonderen Dynamik unterliegt. Dies k&ouml;nnen sowohl Preflop-3-Bet- und 4-Bet-Battles gewesen sein wie auch postflop lighte (Semi-)Bluffraises.<\/p><p class=\"emoNormal\">Spielt man nun gegen solch einen Gegner aus dem Small Blind heraus, sollte man sich nat&uuml;rlich der besonderen History bewusst sein. Da du sowohl preflop als auch postflop out Of Position spielen musst, solltest du dich in solch einem Spot sehr stark zur&uuml;ckhalten und die zuvor erw&auml;hnte tighte und geradeaus gerichtete Spielweise umsetzen. Grund hierf&uuml;r ist, dass es dir sehr oft passieren wird, dass der Gegner gegen dich moven wird und du selbst nur mit einem eigenen Move antworten kannst, den er aber aufgrund seines &bdquo;besonderen&ldquo; Reads auf dich bzw. deiner besonderen Geschichte oftmals sehr light mit einer made Hand callen wird.<\/p><p class=\"emoNormal\">Deine Bluffmoves werden also in solch einer Situation nicht so oft gelingen. Spielst du jedoch tight und bist dadurch in der Lage, oftmals eine gute Hand zu halten, bist du nicht auf Moves angewiesen und kannst selbst besser die gegnerischen Moves mit made Hands catchen. Oftmals wird solch ein Regular nicht direkt verstehen, dass du in dieser Situation nun besonders tight spielst und sieht daher hinter jedem deiner Raises einen Bluffspot, den er nun mit seinem Toppair, no Kicker in einem Blindbattle unbedingt catchen muss. Das nicht auszunutzen w&auml;re daher fahrl&auml;ssig!<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Welche Fehler musst du auf jeden Fall vermeiden?<\/h1><p class=\"emoNormal\">Dieser Punkt ist besonders wichtig, da es beim Blindbattle aus dem Small Blind zwei Standardfehler bei vielen TAGs gibt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Den ersten Standardfehler kann man als den &bdquo;One Bullet&ldquo;-Fehler bezeichnen. Damit bezeichnet ist eine Spielsituation, in der du einfach jeden Flop continuationbettest und den Turn check\/fold oder check\/call spielt. Gerade in einem Blindbattle ist es oft eine gute Option f&uuml;r den Big Blind, eine Continuationbet mit einem schwachen Paar oder sogar Ace high zu callen, um die Hand recht g&uuml;nstig zum Showdown zu bringen. Wolltest du am Flop vielleicht sogar nur sehen, wo du stehst und einfach deine Contibet abfeuern, ohne einen Plan f&uuml;r die sp&auml;teren Streets zu haben (check\/fold any Turn ist kein Plan), spielst du in einem Blindbattle langfristig mit negativem Erwartungswert.<\/p><p class=\"emoNormal\">Gerade in Blindbattles sind Scarecards am Turn oder River wunderbar zu nutzen, um weiter Druck auf den Gegner auszu&uuml;ben und ihm die Gelegenheit zu nehmen, mit mittelstarken H&auml;nden den Pot zu kontrollieren und g&uuml;nstig zum Showdown zu gelangen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Nimm dir die Zeit, mach dir Gedanken &uuml;ber deine Hand, die Boardtextur und den Gegner und feuere nicht einfach eine Continuationbet, um dann die Hand unimproved aufzugeben. Sollte das der Fall sein, wird der Gegner n&auml;mlich auch immer wissen, wenn du etwas getroffen hast.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der zweite grundlegende Fehler findet seine Ursache in der eigenen Einstellung zu einem Blindbattle. Viele solide TAGs beginnen in Blindbattles pl&ouml;tzlich, ihr solides Spiel aufzugeben und hyperaggressiv zu agieren. Oftmals steckt hier der Gedanke dahinter, dass man gegen nur einen Gegner mehr Foldequity auf seine H&auml;nde bekommt und daher auch vermehrt mit Craph&auml;nden bluffen kann. An einer aggressiven Spielweise ist nie etwas verkehrt, jedoch sollte man seine Spots immer mit Bedacht w&auml;hlen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Spielst du eine Hand als Bluff, dann achte darauf, dass deine Hand auch noch eine akzeptable Equity gegen die Callingrange deines Gegners hat, sollte er callen. Folgende Hand soll als Negativbeispiel dienen.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> 1\/2 No-Limit Hold'em<\/b> <font color=\"#0000ff\">(5 handed )<\/font><\/p><p class=\"emoNormal\">BB: 110$<br> Hero: 200$<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> Preflop:<\/b> Hero is SB with <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> , <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"><br> <font color=\"#999999\"><i> 3 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to $7.00<\/font>, BB calls $5.00.<\/p><p> <b> Flop:<\/b> ($14.00) <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> , <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> , <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br> <font color=\"#ff0000\"> Hero bets $10<\/font>, BB calls $10.<\/p><p> <b> Turn:<\/b> ($34) <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"><font color=\"#0000ff\"> (2 players)<\/font><br> Hero checks, <font color=\"#ff0000\">BB bets 23$<\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to 66$<\/font>, BB calls 43$ (All-In)<\/p><p class=\"emoNormal\">Du hast bei dieser Hand zwar durchaus einiges an Foldequity, bist aber auch sehr weit hinten, solltest du gecallt werden. Solch ein Bluff ist also total spewy und langfristig eine sichere Methode, Geld zu verbrennen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn du die Hand nun folgenderma&szlig;en ver&auml;nderst, kann man solch einen Bluff durchaus vertreten.<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> 1\/2 No-Limit Hold'em<\/b> <font color=\"#0000ff\">(5 handed )<\/font><\/p><p class=\"emoNormal\">BB: 110$<br> Hero: 200$<\/p><p class=\"emoNormal\"><b> Preflop:<\/b> Hero is SB with <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> , <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"><br> <font color=\"#999999\"><i> 3 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to $7.00<\/font>, BB calls $5.00.<\/p><p> <b> Flop:<\/b> ($14.00) <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" alt=\"\"> , <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" alt=\"\"> , <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"><font color=\"#0000ff\"> (2 players)<\/font><br> <font color=\"#ff0000\"> Hero bets $10<\/font>, BB calls $10.<\/p><p> <b> Turn:<\/b> ($34) <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" alt=\"\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br> Hero checks, <font color=\"#ff0000\">BB bets 23$<\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to 66$<\/font>, BB calls 43$ (All-In)<\/p><p class=\"emoListintro\">Vergleichst du beide Situationen siehst du, wie stark sich deine Equity unterscheidet. Im ersten Beispiel hattest du bei einem Call gegen die einzelnen H&auml;nde folgende Equity:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Set: 9% <\/li>\n<li>2Pair: 9%<\/li>\n<li>One Pair (Ax, Qx): 12% <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoListintro\">Im zweiten Beispiel sieht es nun schon wie folgt aus:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Set: 22.7% <\/li>\n<li>2Pair: 22.7%<\/li>\n<li>One Pair (Qx, Ax): 29,4% <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Dies ist ein enormer Sprung, da du niemals einen puren Bluff spielen solltest, bei dem du nach einem Call oftmals drawing dead bist. Denk also daran, dass du im Blindbattle zwar etwas h&auml;ufiger bluffen kannst, jedoch immer nur mit H&auml;nden, mit denen du nicht nahezu drawing dead bist, solltest du gecallt werden.<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Fazit<\/h1><p class=\"emoNormal\">Dieser Artikel hat dir gezeigt, worauf es im Blindbattle aus Sicht des Small Blinds ankommt. Wichtig ist, dass du nicht in ein Standardspiel verf&auml;llst, sondern dich den besonderen Umst&auml;nden einzelner H&auml;nde anpasst. Der Gegner und seine Spielweise sind dabei wesentliche Faktoren.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die Spielweise im Kampf Blind vs. Blind aus Sicht des Big Blinds findest du im folgenden Artikel: <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/1256\/\">Blindbattle - Das Spiel aus dem Big Blind<\/a><\/p><p class=\"emoNormal\">Zum Abschluss sei erneut auf das Excel-Formular verwiesen, das dir bei verschiedenen Berechnungen unter die Arme greift. Die Datei kannst du hier herunterladen: <a href=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/excel\/PS_SB_First-In_Push.xls\">Excel-Tabelle zum EV eines First-in-Pushes<\/a><\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" class=\"emoLinkbox\" style=\"margin-top: 24px\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" alt=\"\" width=\"33\" height=\"25\"><\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Verwandte Artikel:<\/b><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/1256\/\">Blindbattle - Das Spiel aus dem Big Blind<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_icon_forum.jpg\" alt=\"\" width=\"32\" height=\"24\"><\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Diskussionsforum:<\/b><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/forum\/thread.php?threadid=431001\">Diskutiere hier den Inhalt des Artikels im Forum<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Artikel lernst du die Feinheiten des Spiels Blind vs. Blind aus Sicht des Small Blinds.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[199],"strategy_level":[119],"class_list":["post-53350","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-bss-alte-artikel"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - 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