	{"id":53427,"date":"2008-01-08T20:12:00","date_gmt":"2008-01-08T20:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/827\/"},"modified":"2026-03-12T11:56:42","modified_gmt":"2026-03-12T11:56:42","slug":"827","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/827\/","title":{"rendered":"Userwettberwerb Onlinetells - Beitrag 2"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Userwettberwerb Onlinetells - Beitrag 2<\/h1><h1>1. Einleitung<\/h1><p class=\"emoNormal\">\n<font color=\"#808080\"><em>Dieser Artikel war ein Beitrag unseres Useres \"Arngrim\" zum Wettbewerb \"Onlinetells\".<\/em><\/font>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAn einem echten Pokertisch trifft man auf die verschiedensten Spieler, die durch ihre Gestik, K&ouml;rperhaltung, Mimik oder auch Ticks verraten, wie stark ihre derzeitige Hand ist. Mike Caros Werk \"Book Of Poker Tells\"[1] ist eine erstklassige Einf&uuml;hrung in diese Thematik.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEs ist ein verbreiteter Irrglaube, dass diese Tells beim Onlinespiel nicht zu finden sind. Nat&uuml;rlich ist es nicht m&ouml;glich, seinem Gegner in die Augen zu schauen, doch gibt es eine Reihe anderer Indizien, die &auml;hnliche R&uuml;ckschl&uuml;sse zulassen wie beim Livespiel. Um diese Online-Tells geht es in der vorliegenden Abhandlung.\n<\/p><h1><strong>2. Zeitbasierte Onlinetells und Aktionsauswahl beim Onlinepoker<\/strong><\/h1><p class=\"emoNormal\">\nEs gibt in der Regel zwei verschiedene M&ouml;glichkeiten, um in einem Onlinespiel zu bestimmen, welche Aktion durchgef&uuml;hrt werden soll: durch Warten auf den eigenen Zug, oder durch eine Vorbestimmung in Form von Vorauswahlk&auml;stchen. Wer sich mit Onlinetells besch&auml;ftigen will, muss ein Auge daf&uuml;r entwickeln, auf welchem Weg die Aktion anderer Spieler durchgef&uuml;hrt wird. F&uuml;hrt ein Spieler, sobald er an der Reihe ist, seinen Zug sofort aus, deutet das daraufhin, dass er mit den Auswahlk&auml;stchen gearbeitet hat.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie zweite wichtige Komponente beim Analysieren von Onlinetells ist, wie schnell eine Aktion durchgef&uuml;hrt wird, wenn keine Vorauswahl stattgefunden hat. Abh&auml;ngig von der Dauer und der resultierenden Aktion, lassen sich R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die St&auml;rke der Hand des jeweiligen Spielers ziehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm Folgenden habe ich die verschiedenen M&ouml;glichkeiten aufgef&uuml;hrt, wie bzw. wie schnell die Aktion eines Spielers durchgef&uuml;hrt wurde und worauf diese Handlung hindeutet.\n<\/p><h2><strong>2.1 Bedeutung von Spielverhalten<\/strong><\/h2><ul class=\"emoList7\">\n<li>\n\t<strong>Check\/Fold-Vorauswahl deutet auf Schw&auml;che hin<\/strong>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tDie vermutlich beliebteste Vorauswahl ist Check\/Fold [2]. Sie wird in der Regel dann verwendet, wenn der Spieler seine Hand als schlecht einstuft und sie nur weiterspielen m&ouml;chte, solange er eine kostenlose weitere Karte sehen kann. Verwendung von Check\/Fold sagt also aus: &bdquo;Ich habe ein schlechtes Blatt und eigentlich kein Interesse an dieser Hand&ldquo;.\n\t<\/p>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tEs kann &uuml;beraus ertragreich sein, einen Check\/Fold zu erkennen. Angenommen es befinden sich zum Flop noch 4 Spieler im Spiel, von denen wir der letzte sind, der an der Reihe ist. Der erste Spieler checkt regul&auml;r, w&auml;hrend die beiden folgenden einen Check\/Fold einsetzen. Effektiv spielen wir nun nur gegen einen Gegner, da sich die beiden mittleren gedanklich bereits von ihrem Blatt verabschiedet haben. Ein Bluff k&ouml;nnte hier also erfolgreich sein.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n\t<strong>Check\/Call, Call Any Vorauswahl deutet auf Slowplay hin<\/strong>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tIm Gegensatz zu Check\/Fold ist Check\/Call bzw. Call Any ein Hinweis auf ein deutlich st&auml;rkeres Blatt, das der Gegner langsam spielen m&ouml;chte.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n\t<strong><br>\n\tBet\/Raise Vorauswahl deutet auf St&auml;rke hin<\/strong>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tBeim Einsatz von Bet\/Raise muss mit einem starken Blatt gerechnet werden. Solange der Spieler nicht extrem loose ist (oder auf Tilt), ist besondere Vorsicht geboten. Gerade beim Einsatz auf dem River ist nicht mit einem Bluff zu rechnen. W&auml;hrend des Turns kann hier aber auch nur der Versuch gestartet werden, eine freie Karte auf dem River zu erkaufen.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n\t<strong>Schneller Check deutet auf Schw&auml;che hin<\/strong>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tEin schneller Check ist in der Regel als Zeichen von Schw&auml;che aufzufassen &ndash; der Spieler ist froh, die n&auml;chste Karte kostenlos sehen zu k&ouml;nnen. Meine Erfahrung zeigt aber, dass gute Spieler diesen Zug gerne durchf&uuml;hren, in der Hoffnung einen Check-Raise initiieren zu k&ouml;nnen. Findet ein solcher nach einem schnellen Check statt, l&auml;uft man meist in eine sehr starke Hand.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n\t<strong>Sofortiger Call bei vorangegangenem Bet deutet auf Schw&auml;che hin<\/strong>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tWenn ein Spieler eine zuvor gemachte Bet sehr schnell called (nicht via Vorauswahl), h&auml;lt er vermutlich eine schwache Hand, wahrscheinlich irgendeine Art von Draw. Der Grund f&uuml;r das schnelle Callen ist vorzugeben, dass der Spieler eine gute Hand hat. Er hofft, in den folgenden Runden das Bieten zu unterdr&uuml;cken, um g&uuml;nstiger an die weiteren Karten zu kommen.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n\t<strong>Pause gefolgt von einem Check deutet Schw&auml;che an<\/strong>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tEin Spieler, der zun&auml;chst eine Weile z&ouml;gert und dann checkt, m&ouml;chte bei den Mitspielern Angst vor einem Checkraise sch&uuml;ren. Die Pause soll symbolisieren, dass er &uuml;ber eine Erh&ouml;hung nachgedacht hat. In Wirklichkeit aber m&ouml;chte er, dass die anderen Spieler auch nur checken, um so an eine weitere Karte heranzukommen. Ein Gegner, der tats&auml;chlich einen Checkraise durchf&uuml;hren m&ouml;chte, wird den Check in der Regel relativ z&uuml;gig ausf&uuml;hren.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n\t<strong>Pause gefolgt von einem Bet\/Raise deutet St&auml;rke an<\/strong>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tWird vor einem Bet\/Raise eine Weile gewartet, so h&auml;lt der Spieler vermutlich eine starke Hand. Das Nachdenken soll den anderen Spielern suggerieren, dass er ein schwaches Blatt hat und jetzt nur blufft, um somit einen Call oder sogar einen Reraise zu induzieren. F&auml;lle 6 und 7 sind Paradebeispiele daf&uuml;r, wie die Regel \"weak is strong and strong is weak\" [3] falsch ausgelegt werden kann.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<\/ul><h1><strong>3. Onlinetells basierend auf Unterhaltungen im Chat<\/strong><\/h1><p class=\"emoNormal\">\nViele Spieler schalten den Chat von Mitspielern aus, weil sie ihn als st&ouml;rend empfinden &ndash; oder vielleicht auch wissen, dass sie negativ darauf reagieren, wenn ihr eigenes Spiel im Chat kritisiert wird. Allgemein gesagt ist das jedoch ein Fehler; es ist eher als Gl&uuml;ck anzusehen, wenn sich Spieler im Chat mehr unterhalten, als nur \"nice hand\" und \"thank you\" [4] zu sagen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>3.1 Vielredner<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nH&auml;ufig sitzt am Tisch jemand, der es nicht lassen kann, die ganze Zeit zu reden. Das vielleicht nicht einmal spielbezogen, aber in hohem Volumen, unabh&auml;ngig davon, ob er in eine Hand involviert ist, oder nicht. Wenn so ein Spieler pl&ouml;tzlich w&auml;hrend einer Hand, in der er mitspielt, nichts mehr schreibt, ist davon auszugehen, dass er eine starke Hand h&auml;lt und deshalb vom Chatten abgehalten wird &ndash; aus Angst aus Versehen eine falsche Aktion auszuw&auml;hlen oder etwas &uuml;ber seine Hand zu verraten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>3.2 An- oder Betrunkene<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nGerade am Wochenende und zu (amerikanischen) Nachtzeiten kommt man hin und wieder in den Genuss mit einem offensichtlich Angetrunkenen am Tisch zu sitzen. Entweder gibt er das selbst Preis (just came home from a party), oder man erkennt es an seinen zusammenhanglosen Bemerkungen, die sich nicht selten auf seine aktuelle Hand beziehen (at last a decent hand). Diese Spieler versuchen h&auml;ufig ihre schlechten Bl&auml;tter durch dezente Einsch&uuml;chterungen (just call, you&rsquo;ll lose anyway) zu verschleiern. Hier gilt dann wieder der Ansatz \"weak is strong and strong is weak\".\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>3.3 Hei&szlig;gelaufene Spieler<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nEin Spieler, der zum Beispiel aufgrund einer Reihe von bad Beats auf Tilt ist, f&auml;ngt h&auml;ufig an, beleidigend oder anderweitig ausfallend zu werden. In einem No Limit Spiel wird dieses Bild durch deutlich gr&ouml;&szlig;ere, als herk&ouml;mmlich von ihm bekannte Erh&ouml;hungen, unterstrichen. Spieler die hei&szlig;gelaufen sind k&ouml;nnen, nachdem man sie erkannt hat, zu guten Geldlieferanten werden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>3.4 Der Besserwisser<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nWer hat sich noch nicht &uuml;ber die ewigen Besserwisser ge&auml;rgert, die zu jedem Blatt ihre Meinung sagen und erkl&auml;ren, dass sie selbst sowieso die absoluten Profis seien und viel intelligenter gespielt h&auml;tten. Es gibt aber eigentlich gar keinen Grund, sich zu &auml;rgern: im Grunde kann man aus diesen Spielern den gr&ouml;&szlig;ten Nutzen ziehen, indem man sich eine einfache Eigenart dieser Spezies zunutze macht: Man erkennt ihre &Uuml;berlegenheit ehrf&uuml;rchtig an und fragt sie nach Ratschl&auml;gen zum Spiel. Mit vor Stolz schwellender Brust werden sie dann ihre ganze Spielweise erl&auml;utern und sitzen ab sofort wie ein offenes Buch am Tisch.\n<\/p><h1><strong>4. Zuverl&auml;ssigkeit von Onlinetells<\/strong><\/h1><p class=\"emoNormal\">\nWie zuverl&auml;ssig sind Onlinetells nun? Die Antwort ist die gleiche wie auf viele andere Fragen bei Texas Hold&rsquo;em: es kommt darauf an und nichts ist absolut.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nF&uuml;r sich allein genommen sind die Onlinetells eine sehr vage Vermutung &uuml;ber die St&auml;rke eines gegnerischen Blatts. Ein schwacher Spieler, der noch nie &uuml;ber die M&ouml;glichkeiten eines Slowplays nachgedacht hat, raised seine Quads vielleicht genau so schnell oder langsam, wie er das bei einem medium Pair tun w&uuml;rde, von dem er denkt, dass es bestimmt gewinnen wird. Oder er denkt l&auml;nger &uuml;ber seine Kartenkombinationen nach, weil er erst nachz&auml;hlen muss, ob er die Straight wirklich hat.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin guter Spieler wiederum kennt die Bedeutung von Onlinetells und versucht sie zu seinem Zweck auszunutzen, in dem er beispielsweise die Pause gefolgt von einem Check tats&auml;chlich dazu einsetzt, um einen Checkraise durchzuf&uuml;hren &ndash; in der Hoffnung, dass ein anderer Spieler denkt, es w&auml;re nur eine haltlose Androhung dieser Gefahr.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nOptimal geeignet sind Onlinetells deswegen vor allem bei Spielern, die sich im unteren bis mittleren Spielniveau bewegen und die oben aufgef&uuml;hrten F&auml;lle f&uuml;r &bdquo;clever&ldquo; halten. Sie werden nicht verstehen, warum die anderen nicht auf die Tricks hereinfallen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin wenig Beobachtung der regul&auml;ren Spielweise ist also unabdingbar, um zu sinnvollen Resultaten kommen zu k&ouml;nnen.\n<\/p><h1><strong>5. Wann Onlinetells nicht funktionieren<\/strong><\/h1><p class=\"emoNormal\">\nGerade die zeitbasierten Onlinetells funktionieren nicht, wenn die Bedingungen nicht optimal sind. Das bezieht sich auf drei Faktoren: die eigene Internetverbindung, die der Gegner und das Spielverhalten der anderen Mitspieler.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm Einzelnen:\n<\/p><h2>5.1 Die eigene Internetverbindung<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nOhne eine gut funktionierende Internetverbindung ist eine Aussage &uuml;ber Onlinetells unm&ouml;glich. Vielleicht reagiert ein Spieler blitzschnell, aber aufgrund eines Lags kommt die Aktion erst 5 Sekunden sp&auml;ter auf dem heimischen Rechner an. Bei Party Poker steht in den Fenstertitelzeilen, wie der Status der eigenen Verbindung ist. Steht dort etwas von \"Internetconnection delayed\", ist die wahrgenommene Aktion nicht live, sondern zeitverz&ouml;gert. Onlinetells haben nun keine reelle Basis mehr und sollten nicht in die Bewertung einer Spielsituation einflie&szlig;en.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>5.2 Die Internetverbindung der anderen Mitspieler<br>\n<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nDas in 5.1 gesagte trifft umgekehrt nat&uuml;rlich auch f&uuml;r die anderen Mitspieler zu. Wenn beobachtet wird, wie ein Spieler keine Aktion durchf&uuml;hrt, weil seine Verbindung abbricht (im Chatfenster bei Party Poker steht dann etwas wie Player XYZ has been disconnected) muss davon ausgegangen werden, dass dieser Spieler eine schlechte Verbindung zum Internet hat. Seine Aktionen sind zeitlich also nicht mehr zuverl&auml;ssig einsch&auml;tzbar - Onlinetells f&uuml;r diesen Spieler sollten au&szlig;er Acht gelassen werden. Das gilt &uuml;brigens nicht nur f&uuml;r den aktuellen Moment, sondern sollte wenigstens f&uuml;r die restliche Sitzung auch weiterhin so behandelt werden.\n<\/p><h2>5.3 Spielverhalten der Mitspieler<br>\n<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nGrob gesagt kann man die Mitspieler in drei Klassen unterteilen: Die Ernstnehmer, die Professionellen und die Nebenherspieler [5].\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin Nebenherspieler surft im Internet, chattet und telefoniert mit Freunden oder arbeitet am Computer, w&auml;hrend er eine Partie Poker nebenher spielt. F&uuml;r ihn besteht das Spielen darin, dass irgendwann das Spielfenster in den Vordergrund kommt, er kurz auf seine Karten schaut, die Aktion w&auml;hlt und dann das Fenster wieder in den Hintergrund schiebt. In der Regel wird er nur die besten Karten spielen und alles weitere halbautomatisiert &uuml;ber die Vorauswahlk&auml;stchen laufen lassen. Nebenherspieler verpassen hin und wieder ihren Spielzug, ohne die Internetverbindung zu verlieren oder verwenden auffallend h&auml;ufig die Vorauswahlk&auml;stchen. Sie nehmen das Spiel nicht sonderlich ernst und werden nur die besten Starth&auml;nde etwas konzentrierter spielen. Hat man einen Mitspieler als Nebenherspieler klassifiziert, ist Vorsicht geboten, sobald er einmal ordentlich mitspielt &ndash; jetzt hat er ein wenigstens als gut zu bezeichnendes Blatt auf der Hand.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Ernstnehmer spielen einen Tisch zur Zeit und agieren selten &uuml;ber die Vorauswahlk&auml;stchen. Das ist auch gerade das Kriterium, an dem man sie am besten erkennen kann. Ihnen sind die im letzten Abschnitt beschriebenen Spielweisen zuzutrauen und sie stellen eine gute Ausgangsbasis f&uuml;r das Auswerten von Onlinetells dar.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie &bdquo;Professionellen&ldquo; spielen an mehreren Tischen gleichzeitig. Sie sind bei Party Poker leicht &uuml;ber den Men&uuml;punkt Game Rules &amp; Options-&gt;Playersearch zu finden: einfach die Accountnamen dort eintragen und schauen, wer an mehreren Tischen spielt. Diese Spieler sind f&uuml;r Onlinetells ungeeignet, zum einen, weil sie vermutlich selbst Erfahrung damit haben und sie als Spielelement einsetzen, zum anderen weil das Spielen auf mehreren Tischen Verz&ouml;gerungen bei Aktionen automatisch mit sich f&uuml;hrt, ohne dass darin eine Aussage verborgen w&auml;re.\n<\/p><h1><strong>6. Vermeiden von eigenen Onlinetells<\/strong><\/h1><p class=\"emoNormal\">\nSo wie die anderen Mitspieler auf Onlinetells hin untersucht werden, so ist man auch selbst Opfer der gleichen Analyse. Nachdem in diesem Artikel beschrieben wurde, wie die zeitbasierten Online-Tells aussehen, ist es ein leichtes sie selbst zu vermeiden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDazu gibt es zwei einfache M&ouml;glichkeiten, die untereinander auch variiert werden sollten. Das einfachste ist es, einfach immer in der selben Geschwindigkeit zu agieren, egal welche Aktion durchgef&uuml;hrt wird. Somit ist es f&uuml;r einen Analysierenden nicht mehr m&ouml;glich festzustellen, welche Bedeutung eine Aktion hat.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEtwas trickreicher ist die Variante, in zuf&auml;lligen Zeiteinheiten zu agieren, zum Beispiel abh&auml;ngig von der Uhrzeit (die ersten 30 Sekunden einer Minute nach 2 Sekunden, die zweiten nach 4 Sekunden) oder von der Farbe der zuletzt aufgedeckten Karte (rot: 2 Sekunden, schwarz: 4 Sekunden).\n<\/p><h1><strong>7. Zusammenfassung<\/strong><\/h1><p class=\"emoNormal\">\nOnlinetells stellen eine weitere m&auml;chtige Waffe im Arsenal eines Pokerspielers dar. Wichtig ist es, die Basis f&uuml;r eine sinnvolle Analyse zu schaffen (Stichwort Internetverbindung und Spielerverhalten) und dann die richtigen Schl&uuml;sse zu ziehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWie auch jeder andere Teilbereich ist es entscheidend, keine voreiligen Schl&uuml;sse zu ziehen und sachlich &uuml;ber die Geschehnisse nachzudenken, denn der heilige Gral sind Online-Tells auch nicht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nRichtig eingesetzt erm&ouml;glichen sie aber wieder einen kleinen Vorteil mehr gegen&uuml;ber der breiten Masse und gestatten es so, die Hand Ranges der Gegner f&uuml;r eigene &Uuml;berlegungen wirkungsvoll einzuschr&auml;nken.\n<\/p><h1><strong>8. Fu&szlig;noten<\/strong><\/h1><p class=\"emoNormal\">\n[1] \"Caro's Book of Poker Tells\" von Mike Caro, erschienen im M&auml;rz 2003 bei Cardoza<br>\nPublishing. ISBN: 1580420826, US-Preisempfehlung: $24.95\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n[2] Genannte Vorauswahlen entsprechen den Bezeichnungen von Party Poker. Andere<br>\nPokerseiten k&ouml;nnen abweichende Bezeichnungen f&uuml;r identische Vorauswahlen<br>\nverwenden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n[3] Diese Regel ist ein allgemeiner Grundsatz beim Pokern und bezieht sich darauf,<br>\ndass jeder Spieler verschleiern m&ouml;chte  wie stark seine aktuelle Hand ist. Es ist eine<br>\nviel beobachtete Angewohnheit, gerade des Gegenteil von dem zu tun, was man<br>\neigentlich erwarten w&uuml;rde, zum Beispiel ein Check anstelle eines Raises bei einem<br>\nstarken Blatt oder umgekehrt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n[4] \"Nice Hand\" oder \"Nice Play\" zu sagen ist &uuml;brigens ein erprobtes Mittel, um schlechte Spieler darin zu unterst&uuml;tzen, l&auml;nger am Tisch zu bleiben, nachdem sie einmal eine<br>\nHand (vielleicht oder gerade auch gl&uuml;cklich) gewonnen haben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n[5] Es handelt sich hierbei um keine Klassifizierung im Sinne von guter oder schlechter<br>\nSpieler, sondern schlicht auf die Betrachtung, wie intensiv ein Spieler sich einem<br>\neinzigen Tisch widmet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier findest du den zweiten der beiden Siegerbeitr\u00e4ge des Wettbewerbs zum Thema Onlinetells<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[155],"strategy_level":[115],"class_list":["post-53427","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-poker-psychology-einsteiger"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Userwettberwerb Onlinetells - Beitrag 2 - PokerStrategy DE<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/827\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Userwettberwerb Onlinetells - Beitrag 2 - PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Hier findest du den zweiten der beiden Siegerbeitr\u00e4ge des Wettbewerbs zum Thema Onlinetells\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/827\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-03-12T11:56:42+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"13\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/poker-psychology\\\/827\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/poker-psychology\\\/827\\\/\",\"name\":\"Userwettberwerb Onlinetells - Beitrag 2 - PokerStrategy DE\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2008-01-08T20:12:00+00:00\",\"dateModified\":\"2026-03-12T11:56:42+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/poker-psychology\\\/827\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/poker-psychology\\\/827\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/poker-psychology\\\/827\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Strategies\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Userwettberwerb Onlinetells &#8211; 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