	{"id":53432,"date":"2008-01-09T00:20:00","date_gmt":"2008-01-09T00:20:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/832\/"},"modified":"2026-03-12T11:56:42","modified_gmt":"2026-03-12T11:56:42","slug":"832","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/832\/","title":{"rendered":"Userwettbewerb Onlinetells - Beitrag 7"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Userwettbewerb Onlinetells - Beitrag 7<\/h1><h1>1. Einf&uuml;hrung<\/h1><p class=\"emoNormal\">\n<font color=\"#999999\"><em>Dieser Artikel war ein Beitrag unseres Users \"FreDee\" zum Wettbewerb \"Onlinetells\".<\/em><\/font>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDies ist ein Aufsatz &uuml;ber ein Thema, welches seinen Anspruch auf ein wissenschaftliches Fundament schwerlich verteidigen kann, da wir es hier mit einem rein psychologischen Thema zu tun haben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSo ist dieses Thema trotz alledem nicht minder wichtig - schrieb schon einst (1921) der franz&ouml;sische Mathematiker &Eacute;mile Borel folgendes dazu:<br>\n&bdquo;Die Wahrscheinlichkeitsrechnung kann nur dazu dienen, schlechtes Spiel auszuschlie&szlig;en; dar&uuml;ber hinaus h&auml;ngt die Kunst des Spielens von der Psychologie und nicht von der Mathematik ab.&ldquo;\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAlsdann bleibt mir zu zeigen, wie diese &bdquo;Kunst&ldquo; - n&auml;mlich das &bdquo;Lesen&ldquo; der H&auml;nde - aussieht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEinen K&uuml;nstler kann ich hier selbstverst&auml;ndlich nicht schaffen.<br>\nDiese Entwicklung, von einem schlechten \"Leser\" zu einem guten \"Leser\", ist ein Prozess aus Erfahrung, Menschenkenntnis und etwas Talent.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDar&uuml;ber hinaus kann ich hier keine statistisch signifikanten Daten liefern, wie es in anderen - von der Wahrscheinlichkeitstheorie inspirierten - Ausarbeitungen auf <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/\" target=\"_blank\">www.pokerstrategy.com<\/a> der Fall ist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAuch wird das Ergebnis am Ende des Aufsatzes keine L&ouml;sung zum &bdquo;Lesen&ldquo; der H&auml;nde beinhalten, denn es wurde bereits 1961 gezeigt, dass es unm&ouml;glich ist eine ideale Strategie zu entwickeln, um die Hand des Gegners zu lesen:<br>\n&bdquo;g&auml;be es eine solche Strategie, dann w&uuml;rden gute Spieler diese Theorie kennen ...&ldquo; so Von Neumann und Morgenstern im Buch &ldquo;Spieltheorie und wirtschaftliches Verhalten&ldquo;.\n<\/p><h1>2. Was sind Tells?<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nAngewohnheiten, Blicke, Stimmlage, K&ouml;rpersprache und vieles mehr sind wichtige Informationsquellen zur Bestimmung der Handrange (die m&ouml;glichen Bl&auml;tter die ein Spieler h&auml;lt).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMeist gen&uuml;gt es zu &bdquo;wissen&ldquo;, wie der Gegner auf &bdquo;gute&ldquo; bzw &bdquo;schlechte&ldquo; Karten reagiert (ScareCards, Volltreffer etc.).<br>\nDeuten wir diese Information falsch, wird uns das viel Geld kosten. Hingegen &bdquo;lesen&ldquo; wir diese H&auml;nde richtig, so k&ouml;nnen wir unseren Gewinn &uuml;ber den einer strategisch korrekten Spielweise steigern.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>2.1 Offlinetells:<\/h2><p class=\"emoListintro\">\nSitzt man mit dem Gegenspieler an einem Tisch und kann Ihn beobachten, so helfen uns bei der Entscheidungsfindung Tells. Die wohl h&auml;ufigsten Tells entnimmt man dem Setzverhalten:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><strong>Quick Caller<\/strong> - Meist ein deutliches Zeichen f&uuml;r eine Drawinghand. Hier muss der betreffende Spieler nicht lange &uuml;ber seinen Zug nachdenken.<\/li>\n<li><strong>Defensive Check<\/strong> - Meist bei schw&auml;cheren H&auml;nden; (Slowplay!?)<\/li>\n<li><strong>Strong Bet<\/strong> - Oft ein Zeichen f&uuml;r einen Bluff.<\/li>\n<li><strong>Shy Call\/Bet<\/strong> - St&auml;rke<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nFerner sagt einem erfahrenen Spieler die K&ouml;rpersprache und der direkte Augenkontakt etwas &uuml;ber die Qualit&auml;t des Blattes seines Gegners.<br>\nHier neigen die meisten Spieler bei einem Bluff zu &bdquo;Posen&ldquo;.<br>\nAufrechtes Sitzen und Augenkontakt ist als Zeichen der Einsch&uuml;chterung zu sehen.<br>\nHingegen ist die zaghafte - fast unterw&uuml;rfige - Anwesenheit eines Konkurrenten im Pot oft ein Zeichen der St&auml;rke.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas Inspizieren des eigenen Stacks nach dem Erscheinen des Flops deutet auf einen starken Treffer hin.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas deutliche(!) Inspizieren des gegnerischen Stacks hingegen wird als &bdquo;Posen&ldquo; und damit als Bluffen (wird gerne von den Chipleadern gemacht) identifiziert.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nF&uuml;r Profis - die K&uuml;r sozusagen - ist das verwickeln des Gegners in ein Gespr&auml;ch (Frage nach dem Stack oder die R&uuml;ckfrage nach der get&auml;tigten Erh&ouml;hung) eine wahre Fundgrube an Informationen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Stimme ist unser gr&ouml;&szlig;ter Feind. Nur wirkliche Profis schaffen es, Ihre Stimme zu manipulieren.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nSprachforscher (Psycholinguisten) zeigten, dass ein Zusammenhang zwischen der Stimmlage und dem Wohlbefinden existiert.\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Eine tiefe Stimme stellt somit ein Zeichen f&uuml;r Entspanntheit, gute Gef&uuml;hle und Freude dar.<\/li>\n<li>Eine hohe Stimme kann als ein Zeichen f&uuml;r eine Stress- bzw. Angstsituation interpretiert werden.\n\t<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nWer diesen Parcours meistert, ist n&auml;her an einem guten als an einem schlechten Pokerspieler.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDazu ein Zitat von Richard Nixon:&bdquo;Leise und angenehm sprechende Personen halten meist ein gutes Blatt\".\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>2.2 Online<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nOnline hat man weit weniger M&ouml;glichkeiten, sich die Schw&auml;chen des Gegners zu Nutze zu machen. Daf&uuml;r ist man selbst auch viel schwieriger zu lesen. Man ist Anonym.\n<\/p><h1>3. Das Erkennen fremder Tells:<\/h1><h2>3.1 Reaktionszeit<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nDie Reaktionszeit (Setzverhalten) ist offline schon ein sehr, sehr starker Tell. Online kann man das nicht zu 100 Prozent so &uuml;bernehmen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMan kann in der Reaktionszeit nur zum einen ein SCHNELL (quickness to respond) und zum anderen ein LANGSAM (slowness to respond) erkennen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBeides kann man interpretieren als direkte Reaktion auf die Hand des Mitspielers. Doch wissen wir nicht, ob der Gegenspieler einfach schnell bedient (automatic play) oder ob er gerade abgelenkt war (TV, Multitabling, Web...).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nTesten {*1*} konnte man, dass ein Gro&szlig;teil der Spieler beim Onlinepoker sich vom schnellen Setzen (76%), dicht gefolgt vom langsamen Setzen (73%), ein Bild von der Hand ihres Gegners machen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAuto-Respond ist online ein deutlicher L&ouml;wenschrei. Wer das ignoriert, wird sicher viel Geld verlieren. Aber auch Bluffen l&auml;sst sich mit automatic Play &bdquo;perfekt&ldquo;. Da man dem Gegner nicht den Hauch von Zweifel l&auml;sst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEine Fehldeutung bei der Reaktionszeit ist nat&uuml;rlich nicht ausgeschlossen und hier m&ouml;chte ich davon abraten, diese Tells als Hauptkriterium bei der Entscheidungsfindung zu nutzen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nViele Spieler wissen um diese Statistik und spielen ihre Monster genau darum schon sehr langsam - wohingegen der Bluff sehr oft schnell und aggressiv gespielt wird.\n<\/p><h2>3.2 Name, Trashtalk, Donkbet, Tilt<\/h2><ul class=\"emoList1\">\n<li>\n<h2>Name<\/h2>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tSpieler mit dem Namen: &bdquo;MadDog&ldquo; oder &bdquo;Gambler&ldquo; tendieren zu aggressivem, loosen Spiel, wohingegen &bdquo;TheRock&ldquo; auf eine tighte Spielernatur schlie&szlig;en l&auml;sst.\n\t<\/p>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tSich von dem Namen des Gegners ein Bild von seinem Blatt zu machen, ist wohl eher in die Sparte der Kaffeesatzleserei zu schreiben. Dennoch nutzen 8% der Onlinespieler den Namen als Kriterium zur Entscheidungsfindung. Faszinierend!\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<h2>Trashtalk<\/h2>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tDas Chatten - meist wenig sinnbehafteter - Gedanken ist oft ein Zeichen f&uuml;r Konzentrations-\/ Geduldsmangel und meist auf den Genuss von Alkoholika zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Das dies die Hand des Gegners nicht &auml;ndert, scheint klar. Doch steigt mit dem Alkoholpegel die Risikofreude.\n\t<\/p>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tDieses kann (und wird in 29% aller F&auml;lle) mit einbezogen werden in die Deutung der Hand des Gegners und zwar in dem Sinne, dass man die H&auml;nde des Gegners etwas(!) nach unten transpositioniert.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<h2>Donkbet<\/h2>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tEine etwas &bdquo;eselhafte&ldquo; Aktion weist meist auf einen schw&auml;cheren Gegner hin. St&auml;rkere Spieler wollen h&auml;ufig damit Freecards verhindern. Hat man ein gutes Bild vom Gegner, so kann man Donkbets in Verbindung mit seinem Blatt bringen. Treffer auf den Stra&szlig;en werden gerne &bdquo;gedonkbettet&ldquo;.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<h2>Tilt<\/h2>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tBei wenigen Spielern &bdquo;sp&uuml;rt&ldquo; man - aufgrund der j&uuml;ngsten Vergangenheit (bad Beat) -  dass sie schlechter spielen als ihre Werte aus dem Datamining vermuten lassen. Dort sollte man seine Daten &uuml;berdenken und vielleicht etwas angleichen an die aktuelle Situation.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<\/ul><h2>3.3 Data Mining<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nDie wohl st&auml;rkste Waffe, die wir haben, um die Tells unserer Gegner einzuordnen, ist die Auswertung vergangener Spiele. Die Klassifikation unserer Gegner in Spielertypen l&auml;sst ihre verschiedenen Aktionen an Gewicht gewinnen\/einb&uuml;&szlig;en.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer vorsichtige Spieler, der erh&ouml;ht oder mitgeht ist sehr (!) gef&auml;hrlich. Ein Maniac, der erh&ouml;ht, folgt nur seinem Standardmuster: Gegner durch Aufgabe in die Knie zwingen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>3.4 Spielertypen<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nWenn man etwas &uuml;ber den Spielertyp herausfindet, ist der erste Schritt getan, um seine Karten zu &bdquo;lesen&ldquo;.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nWir unterscheiden zwischen tight und loose sowie zwischen aggressive und passive. Daraus ergeben sich die bekannten 4 Grundmuster:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Tight Aggressive (TAG)<\/li>\n<li>Loose Aggressive (LAG)<\/li>\n<li>Tight Passive (Rock)<\/li>\n<li>Loose Passive<\/li>\n<\/ul><p><\/p><h2>TAG:<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nHier deutet ein Call preflop schon fast auf eine Drawinghand hin, viel zu sehr mag er das Blindstealing. Ein check\/call postflop ist schon fast ein sicheres Indiz f&uuml;r eine schwache Hand bzw. einen unkomplettierten Draw.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHier sollte man ihm am besten voll zahlen lassen. Wenn sein Draw ankommt, l&auml;sst er es einen wissen. Hier ist Folden meist eine gute Wahl. TAGs sind recht selektiv in ihren Anfangsh&auml;nden und k&ouml;nnen damit mit Scareboards kaum umgehen und folden schnell.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>LAG: <\/h2><p class=\"emoNormal\">\nTrennt sich gerne und viel von Gewinnerh&auml;nden. Fr&uuml;hes callen\/checken sollte man mit Raisen beantworten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>Rock:<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nJeder Bet\/Raise sollte hier als sehr starke Hand (Monster) gewertet werden. Ein Rock hasst es Geld zu verschenken. Er ist eigentlich kein Spielertyp und spielt damit nur H&auml;nde, die ihm gefallen und womit man auch &uuml;berdurchschnittlich oft gewinnt. Gegen einen Rock spielt man am besten nach dem Prinzip ausweichen oder bluffen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>Maniac: <\/h2><p class=\"emoNormal\">\nDie H&auml;nde von Maniacs zu lesen ist naturgem&auml;&szlig; schwer, da sie wirklich alle Karten spielen, denen sie in ihrer momentanen Gef&uuml;hlslage eine Chance einr&auml;umen. Dann sind sie sich nicht zu fein eine 72o-Hand zu spielen als w&auml;re sie Gold. Maniacs, die zum Ende hin ruhiger werden, haben meist gar nichts auf der Hand und da ist wohl die einzige Chance diese Spieler zu bluffen. Mit mittelstarken H&auml;nden lohnt sich hier oft ein Calldown.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>Callingstation: <\/h2><p class=\"emoNormal\">\nCallingstations sind bereit auf jeder Stra&szlig;e den &bdquo;normal n&ouml;tigen&ldquo; Betrag von 1SB bzw. 1BB zu &bdquo;zahlen&ldquo;. Sie sehen das als Kosten, die man nicht umgehen kann &ndash; Fold ist meist keine Option.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm Full Ring kann man Sie durch &bdquo;Doppelkosten&ldquo;, sprich Reraise, zur Aufgabe bzw. zu einer Aussage &uuml;ber ihre H&auml;nde &bdquo;zwingen&ldquo;.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm Heads Up hat man so gut wie keine M&ouml;glichkeiten, die Hand des Gegners zu lesen, da hier bei guten wie bei schlechten H&auml;nden ausschlie&szlig;lich gecallt wird und damit keine Reads m&ouml;glich sind.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAls Resultat steht damit: Da ihre Aktionen im Spiel bei jeder Situation immer die Gleiche ist, f&auml;llt es einem schwer - bzw. man kann es f&ouml;rmlich vergessen - diese Spieler zu lesen.<br>\nIhr Problem ist, dass Sie auf ihre guten Bl&auml;tter kein Value bekommen und auf ihre schlechten Bl&auml;tter immer draufzahlen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMan sollte nicht versuchen gegen Callingstations tricky zu spielen (Slowplay, c\/r&hellip;). Das geht sicher nach hinten los.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSomit sollte man sich bei jedem &bdquo;besseren&ldquo; Blatt einfach die Callingstations zu Nutze machen und mit ihnen bis zum River spielen. Meist gehen Sie dann beim River, wenn all ihre &bdquo;M&ouml;glichkeiten&ldquo; ausgesch&ouml;pft sind. Wenn sie einen dann nach 4 Stra&szlig;en callen zwei Asse zeigen &ndash; frei nachBobby McFarrin: Don&rsquo;t worry, be happy!\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nKann man also einen Gegner zu einem Spielertypen zuordnen, so verf&auml;llt dieser Spieler immer wieder in sein klassisches Muster. Diese Mustererkennung ist sicherlich der entscheidende Vorteil eines guten Spielers gegen&uuml;ber eines weniger guten Spielers und auf das Erlernen dieser Fertigkeit sollte man allerh&ouml;chste Priorit&auml;t legen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2><strong>Mustererkennung<\/strong><\/h2><p class=\"emoNormal\">\nUntersuchungen zeigen, dass Menschen eher ein konsistentes Wahlverhalten haben.<br>\nDa wir in jedem Schritt beim Pokern vor eine Wahl zwischen check\/bet, fold\/call\/raise bzw. fold\/call gestellt werden, ist davon auszugehen, dass unsere Gegner maschinell bei vergleichbaren Situationen immer gleich handeln. Somit kann man vermuten, dass ihre Pr&auml;ferenzen zielend (transitiv) sind.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDiese Mustererkennung ist eine reine Erfahrungssache. Man kann einem lerneifrigen ps.de'ler dort nur den Tipp geben, sich das Verhalten der Spieler anzuschauen, w&auml;hrend man nicht spielt. (immerhin in 80% der F&auml;lle!)\n<\/p><h1>4. Vermeiden eigener Tells<\/h1><h2>4.1 Selbstsicht<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nEs ist ein Prozess der Selbsterkenntnis, sich selbst richtig einzuordnen. Wem das gelingt, der hat es leichter im Leben und nat&uuml;rlich allegorisch auch beim Pokern. Wenn ich um meinen Status als Rock\/Maniac\/TAG am Tisch wei&szlig;, so kann ich auch Spielz&uuml;ge meines Gegners besser einordnen. Damit kann man das Spiel &bdquo;ich wei&szlig;, dass du wei&szlig;t...&ldquo; spielen und schon beginnt der Antizipationswettkampf.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2><strong>4.2 Konventionelles Spielen \/ Tableimage<\/strong><\/h2><p class=\"emoListintro\">\nDas Tableimage ist eine reine Wahrnehmungsangelegenheit. Jeder versucht jeden einzusch&auml;tzen. Menschenkenntnis gegen Menschenkenntnis. Eure Gegner versuchen, genau wie ihr, euch zu klassifizieren. Sie versuchen euch in die oben genannten 4 Kategorien plus den Zusatz gut\/schlecht einzuordnen. Nutzt dies, indem ihr eurem eigenen Tableimage trotzt. Seit unberechenbar.\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Spielt auch mal nicht nach SHC und bindet es aller Welt auf die Nase.<\/li>\n<li>Donkbet \/ Trashtalk<\/li>\n<li>Ein gezeigter Bluff ver&auml;ndert euer Tableimage.<\/li>\n<\/ul><p><\/p><h2><strong>4.3 Deception<\/strong><\/h2><p class=\"emoNormal\">\nWenn ihr ausschlie&szlig;lich mit guten H&auml;nden spielt und mit schlechten H&auml;nden foldet, so seid ihr von eurem Gegner zu leicht zu durchschauen. Deception (das Tarnen und T&auml;uschen) soll euch vor dem Lesen eurer Hand sch&uuml;tzen. Kein guter Spieler kann ohne diese T&auml;uschungsman&ouml;ver leben.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDie folgenden Tells sollte man zur Tarnung der eigenen Hand an den richtigen Stellen immer mal wieder einf&uuml;gen:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Bluff<\/li>\n<li>Semibluff<\/li>\n<li>Slowplay<\/li>\n<li>Donkbet<\/li>\n<li>Checkraise<\/li>\n<li>check behind<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nSehr oft gewinnt ihr vor dem Showdown. Das findet ausschlie&szlig;lich im Kopf eures Gegners statt.\n<\/p><h1><strong>5. Tipps<\/strong><\/h1><p class=\"emoNormal\">\nZum Ende m&ouml;chte ich noch den einen oder anderen Tipp geben, der mir bei der Bearbeitung des Themas &bdquo;Online Tells&ldquo; ein-\/ aufgefallen ist:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>Deaktiviert die Buddylist: <\/h2><p class=\"emoNormal\">\nIhr wollt in der Buddylist eines anderen Spielers stehen. Das hat sicher etwas mit Stolz zu tun und den Gedanken &bdquo;...aber ich bin doch kein fish&ldquo; Doch wenn ein Gegner euch in der Buddylist hat und euch studiert hat, nimmt er euch vielleicht viel Geld ab undiIhr merkt es nicht einmal. [PartyPoker\/\/GameRules&amp;Option\/\/Hide Me From Search]\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>Aggression beim Gegner erzeugen: <\/h2><p class=\"emoNormal\">\nWenn Ihr dreimal gegen einen Gegner durch sein Folden gewinnt, denkt dar&uuml;ber nach, einmal &bdquo;Trash-Downcall&ldquo; zu machen und ihm eure Hand unter die Nase zu reiben. Das emotionalisiert seine Sicht auf euch und kann nur zu eurem Vorteil sein.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>Scarecard: <\/h2><p class=\"emoNormal\">\nManchen Gegnern &bdquo;merkt&ldquo; man an, dass sie mit der gerade erschienenen Scarecard nicht umgehen k&ouml;nnen. Nutze dies zu einem Bluff (nicht gegen Maniacs).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>Stack: <\/h2><p class=\"emoNormal\">\nEure eigene Stackgr&ouml;&szlig;e sollte angemessen sein. Zu hoch l&auml;sst entweder auf Geltungssucht schlie&szlig;en oder auf einen sehr guten Spieler. Zu niedrig l&auml;sst auf &bdquo;letzte Chance&ldquo; deuten. Alles f&auml;llt den Gegnern auf und es gibt gegen alles ein Mittel. Nur wollen wir ja, dass die Gegner unkonzentriert gegen uns spielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>Wohnort: <\/h2><p class=\"emoNormal\">\nDie Herkunft des Gegners l&auml;&szlig;t keine Schl&uuml;sse auf die Spielweise oder gar die Hand zu. Auch wenn im Forum gern und viel von den \"schlecht spielenden\" Amerikanern die Rede ist, gibt es auch sehr gut spielende Amerikaner. Es gibt auch schlecht\/gut spielende Deutsche, Finnen und D&auml;nen. Somit eignet sich diese Information nicht zur Deutung der Hand.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>Anzahl der Mitspieler: <\/h2><p class=\"emoNormal\">\nWenn sich die Anzahl der Mitspieler an einem Tisch lichtet, so spielen die Spieler mit weniger guten Bl&auml;ttern.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>Position:<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nLaut T.J.Cloutier (Autor u.a. von \"How to Win the Championship: Hold'em Strategies for the Final Table\") werden die meisten Bluffs auf der Position Small Blind und Button gespielt (also der erste und der letze Spieler einer Setzrunde - je nach Board und Aggressivit&auml;t der Spieler). Wenn man das wei&szlig;, kann man das schneller durchschauen und auch f&uuml;r sich einsetzen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h2>Multitabling: <\/h2><p class=\"emoNormal\">\nWenn man an mehreren Tischen auf seinem Level spielt und dort diverse Spieler sieht, dann kann man von maschinellen Spielen ausgehen und braucht nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ige &bdquo;Trickyness&ldquo; des Gegners erwarten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIst hingegen ein Spieler &bdquo;nur&ldquo; an einem Tisch zugange (Playesearch Funktion von PP!), kann man nicht mit Aufmerksamkeitsproblemen rechnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier findest du den siebten und letzten Beitrag des Wettbewerbs zum Thema Onlinetells<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[155],"strategy_level":[115],"class_list":["post-53432","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-poker-psychology-einsteiger"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Userwettbewerb Onlinetells - Beitrag 7 - PokerStrategy DE<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/832\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Userwettbewerb Onlinetells - Beitrag 7 - PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Hier findest du den siebten und letzten Beitrag des Wettbewerbs zum Thema Onlinetells\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/832\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-03-12T11:56:42+00:00\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"12\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/poker-psychology\\\/832\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/poker-psychology\\\/832\\\/\",\"name\":\"Userwettbewerb Onlinetells - Beitrag 7 - PokerStrategy DE\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/#website\"},\"datePublished\":\"2008-01-09T00:20:00+00:00\",\"dateModified\":\"2026-03-12T11:56:42+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/poker-psychology\\\/832\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/poker-psychology\\\/832\\\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/poker-psychology\\\/832\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Strategies\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Userwettbewerb Onlinetells &#8211; 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