	{"id":53477,"date":"2008-04-29T10:12:00","date_gmt":"2008-04-29T10:12:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1112\/"},"modified":"2026-03-12T11:58:45","modified_gmt":"2026-03-12T11:58:45","slug":"1112","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/sss\/1112\/","title":{"rendered":"Playing AK: Preflop"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Playing AK: Preflop<\/h1><h1 align=\"left\">Einleitung<\/h1><p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b><\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><i>Das Spiel in unraised Pots<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>Das Spiel in raised Pots<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>Wann preflop All-In?<br>\n\t<\/i><\/li>\n<\/ul><div style=\"text-align: center;margin-bottom: 12px\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/wp-content\/uploads\/download\/content\/bilder\/ps_trennlinie.jpg\" height=\"1\" width=\"100%\">\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nNachdem der <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/1098\/\" target=\"_blank\">erste Teil<\/a> dieser Artikelserie sich mit den Grundlagen des Spiels mit AK besch&auml;ftigt hat, widmet sich der nun folgende Artikel ganz dem Preflopspiel dieser besonders f&uuml;r neue bis semierfahrene Spieler recht kniffligen Hand.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWir werden dabei die wichtigsten F&auml;lle untersuchen: Das Spiel in unraised Pots (was selten vorkommen sollte) und das Spiel in raised bzw. reraised Pots. Ebenso werden wir der Frage nachgehen, wovon es abh&auml;ngt, ob man mit AK preflop All-In gehen sollte.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h1>Unraised Pot<\/h1><table style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 12px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>GRUNDSATZ: RAISE<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nSind wir der erste Spieler, der Geld in den Pot investiert, werden wir in der Regel mit einem Standardraise um 4 BB er&ouml;ffnen. Gleiches gilt, wenn es vor uns einen oder mehrere Limper (Caller) gab. Auch hier raisen wir unseren Standardbetrag, erh&ouml;ht um 1 &ndash; 1,5 BB pro Limper. Erh&ouml;hen wir aus den Blinds, darf es ruhig etwas mehr sein, um den Positionsnachteil, den wir w&auml;hrend der gesamten restlichen Hand haben, auszugleichen.\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>AUSNAHME: LIMP BZW. CALL<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nIn bestimmten (seltenen!!) Situationen kann es sich anbieten, first in nur zu callen oder einen Limper ebenfalls nur zu callen. Solche Situationen treten insbesondere dann ein, wenn links von uns ein sehr looser und aggressiver Spieler sitzt, der ein Raise nur callen w&uuml;rde, es aber liebt, gegen Limper zu raisen (zu squeezen).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nFerner ist hier der Fall zu nennen, dass wir im Turnier nicht mehr viele Chips haben und mit AK gern um unseren Stack spielen w&uuml;rden. Gehen wir UTG gleich All-In, bekommen wir oft nur die Blinds, wogegen ein blo&szlig;er Call dazu f&uuml;hren kann, dass hinter uns geraist wird und wir danach unseren Stack in die Mitte bekommen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin wichtiger Grund f&uuml;r einen blo&szlig;en Limp ist, dass wir uns Position auf einen aggressiven Spieler &bdquo;erschwindeln&ldquo;, d.h. uns die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnen, nach ihm nochmals zu handeln.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>Beispiel 4.1<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNL 100 FR<\/p><p>UTG ($100)<br>\nHero ($100)<br>\nMP ($100) (55\/16\/8\/35)<br>\nCO ($100)<br>\nButton ($100)<br>\nBB ($100)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMP ist loose-aggressive. Er callt Raises, ohne dass es viel bedeuten muss, und liebt es, gegen mehrere Limper vor ihm zu raisen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is UTG + 1 with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">  <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><br>\nUTG calls, <font color=\"red\">Hero raises to $5,00<\/font>, MP calls, BB calls, UTG calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDerartige Situationen sind immer wieder anzutreffen, speziell auf den unteren Limits und in den fr&uuml;hen Phasen von Turnieren. Die Spieler, die hinter MP sitzen, bekommen gute Odds, um zu drawen. F&uuml;r Hero ist das Ergebnis dagegen sehr unsch&ouml;n, da er OOP gegen gleich mehrere Gegner spielen muss. Deshalb k&ouml;nnte Hero das Folgende erw&auml;gen:\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>Beispiel 4.2<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNL 100 FR<\/p><p>UTG ($100)<br>\nHero ($100)<br>\nMP ($100) (55\/16\/8\/35)<br>\nCO ($100)<br>\nButton ($100)<br>\nBB ($100)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is UTG + 1 with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">  <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><br>\nUTG calls, Hero calls, <font color=\"red\">MP raises to $5,00<\/font>, BB calls, UTG calls, <font color=\"red\">Hero raises to $30<\/font>.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDieser Move wird &bdquo;fish &amp; chips&ldquo; genannt, da MP (Fisch) zumeist foldet und mit ihm alle anderen Spieler (chips). Dabei ist besser, dass Hero nur um rund Potsize raist und nicht All-In geht. Denn paradoxerweise repr&auml;sentiert Hero mit dem blo&szlig;en Raise eine st&auml;rkere Hand als mit einem All-In. Denn der Move &bdquo;limp\/All-In&ldquo; schreit geradezu nach AK:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Die klassischen Limp-H&auml;nde (kleines bzw. mittleres Pocket, Axs, suited Connectors) w&uuml;rden aufgrund der dargebotenen Odds nur callen.<\/li>\n<li>Ein 3bet-Bluff w&uuml;rde nicht gleich den ganzen Stack aufs Spiel setzen.<\/li>\n<li>AA und KK w&uuml;rden nicht All-In gehen, um die Kundschaft nicht zu verscheuchen.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nDeshalb k&ouml;nnte einer unserer Gegner auf die Idee kommen, mit einem kleinen oder mittleren Pocket Pair unser All-In zu callen, da er das bessere Ende des Coinflips hat und sich schon einiges an dead Money im Pot befindet. Aufgrund des dead Moneys d&uuml;rfte sich der Coinflip auf lange Sicht zwar auch f&uuml;r Hero knapp lohnen. Das ist aber nicht das, was wir wollen &ndash; wir wollen den Pot m&ouml;glichst gleich und ohne Konfrontation mitnehmen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWenn Hero dagegen nur auf 30 $ raist, erzeugt er maximale Foldequity, da er AA oder KK repr&auml;sentiert. Kleine und mittlere Pockets werden selten callen oder gar pushen, da sie sich nicht die ben&ouml;tigten implied Odds bzw. Foldequity geben. Die Praxis zeigt auch, dass derartige Moves oft erfolgreich sind, wenn sie nur von Zeit zu Zeit eingestreut und nicht &uuml;bertrieben werden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEs sei aber nochmals darauf hingewiesen, dass der vorgenannte Move nur die Ausnahme sein sollte und auch nur Erfolg verspricht, wenn er Teil einer balanced Strategy ist. Man muss den Move also von Zeit zu Zeit auch mit AA oder KK einstreuen, um nicht zu durchschaubar zu sein. Ferner brauchen wir, damit der Move erfolgreich wird, schon einen guten Read im Hinblick auf den ganzen Tisch. Im Zweifel gilt daher: lieber &bdquo;ganz normal&ldquo; raisen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h1>Raised Pot<\/h1><table style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 12px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>EIN SPIELER VOR UNS ER&Ouml;FFNET MIT EINEM RAISE<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoListintro\">\nHat ein Spieler vor uns geraist, werden wir in den meisten F&auml;llen reraisen und zwar aus folgenden Gr&uuml;nden:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Wir haben eine starke Hand, mit der wir oft vorn sind.<\/li>\n<li>Wir wollen das Feld ausd&uuml;nnen, d.h. den Spielern hinter uns nicht die ben&ouml;tigten Odds zum Callen geben; dies gilt insbesondere f&uuml;r die Blinds.<\/li>\n<li>Wir wollen keinen weiteren Caller hinter uns, der Position auf uns hat.<\/li>\n<li>Vielleicht am wichtigsten: Wir &uuml;bernehmen die Initiative, so dass sich die Hand postflop leichter spielt.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nIn bestimmten F&auml;llen ist aber auch nur ein Call angebracht. Nehmen wir an, dass ein tighter Spieler aus UTG oder UTG + 1 mit einem Standardraise er&ouml;ffnet. Da er tight ist, k&ouml;nnen wir seine Range recht gut einsch&auml;tzen und wissen daher, dass er wahrscheinlich eine Premiumhand hat. Wir werden daher vom Button aus oder auch aus den Blinds heraus nur callen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nZum einen wissen wir am Flop meist recht gut, wo wir stehen. Zum anderen m&uuml;ssen wir nicht bef&uuml;rchten, einen Multiway-Pot zu spielen, wenn die Spieler vor uns gefoldet haben. Schlie&szlig;lich, und auch das ist in der gegebenen Situation wichtig, halten wir den Pot klein und geben dem urspr&uuml;nglichen Raiser nicht die M&ouml;glichkeit, zu 4betten.\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 24px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>WIR ER&Ouml;FFNEN MIT EINEM RAISE UND WERDEN GERERAIST<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nWerden wir gereraist, f&auml;llt es schwer, standardisierte Empfehlungen zu geben. Viel h&auml;ngt von der Person des Reraisers und von seiner Position ab. Wir sollten aber nicht nur &uuml;ber Call oder Push nachdenken, sondern auch einen simplen Fold in Erw&auml;gung ziehen.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>Beispiel 5<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNL 100 SH<\/p><p>Hero ($100)<br>\nSB ($100)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is UTG with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"> <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><br>\n<font color=\"red\">Hero raises to $4<\/font>, 3 folds, <font color=\"red\">SB raises to $12<\/font>, Hero??\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nGegen unknown geht ein Call in Ordnung. Es ist aber gar nicht so falsch, &uuml;ber einen Fold nachzudenken, denn spielen wir gegen einen tighten Gegner, wird er hier (Hero ist UTG) nur mit QQ+ und AK reraisen. Gegen diese Range haben wir nur 38% Gewinnchance (mit AKs 41 %) und gegen KK und AA sogar massive reverse implied Odds, falls wir ein Paar treffen &ndash; wir callen schlie&szlig;lich nicht, um bei einem A oder K auf dem Board zu folden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin Gegner mit looser Tendenz k&ouml;nnte hier allerdings genauso gut TT+ sowieso AQ reraisen. Ausschlaggebend f&uuml;r unseren Call ist deshalb unsere Position. Wir haben Position auf den SB, d.h. eine gute Playability postflop.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>Beispiel 6<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNL 100 SH<\/p><p>Hero ($100)<br>\nButton ($100)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is UTG + 1 with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"> K<b> <\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><br>\n<font color=\"red\">Hero raises to $4<\/font>, 3 folds, <font color=\"red\">BU raises to $12<\/font>, Hero??\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEine unangenehme Situation, da wir OOP auf den Button sind. Ein Call w&auml;re hier schlecht. &bdquo;Trauen&ldquo; wir uns eine 4bet nicht (wird im Forum gelegentlich gepostet), etwa weil Button sehr tight ist, sollten wir lieber gleich folden und auf eine bessere Gelegenheit warten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHat vor uns ein Raiser den Pot er&ouml;ffnet und ein weiterer Spieler reraist, ist ein Fold meist die beste Variante. Zu oft gewinnen wir wenig bzw. verlieren wir viel, wenn wir am Flop weiter Action machen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h1>Preflop All-In<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nEs wurde bereits dargestellt, dass AK in einem &bdquo;Preflop-Raising-War&ldquo; nicht bedeutet, automatisch All-In zu gehen. Das Thema &bdquo;AK preflop All-In&ldquo; soll nun an dieser Stelle n&auml;her beleuchtet werden.\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 12px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>ALLGEMEINE &Uuml;BERLEGUNGEN<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoListintro\">\nFolgende Gr&uuml;nde sprechen daf&uuml;r, mit AK preflop All-In zu gehen:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Wir haben oft die beste Hand, also versuchen wir, unser Geld in die Mitte zu bekommen. Aber Vorsicht: Ein Raise und ein Reraise schr&auml;nken die Range unserer Gegner stark ein, wie immer abh&auml;ngig vom Gegnertyp und seiner Position.<\/li>\n<li>Es gibt f&uuml;r drawing H&auml;nde keine implied Odds. Calling-H&auml;nde wie suited Connectors, kleine suited Asse und kleine bis mittlere Pockets werden daher zumeist folden und k&ouml;nnen nicht gegen uns drawen.<\/li>\n<li>AK gewinnt oft dadurch, dass ein A oder ein K am Turn oder River erscheint. Durch das All-In stellen wir sicher, dass wir alle f&uuml;nf Karten sehen, wogegen wir unimproved sonst oftmals folden m&uuml;ssten.<\/li>\n<li>Wir gleichen einen eventuellen Positionsnachteil aus, da bei einem All-In k&uuml;nftige Bets bzw. Spielz&uuml;ge nicht mehr m&ouml;glich sind.<\/li>\n<li>Wir ersparen uns die schwierigen Entscheidungen am Flop, Turn und River (&bdquo;fear of Flopping&ldquo;). Das gilt vor allem dann, wenn wir davon ausgehen m&uuml;ssen, dass unser Gegner besser spielt als wir selbst &ndash; ein All-In neutralisiert die Edge des besseren Spielers (siehe dazu auch die Grundgedanken der SSS).<\/li>\n<li>Werden wir gecallt, liegen wir nur gegen AA deutlich hinten. Gegen KK haben wir rund 30 % und gegen alle anderen Pockets &bdquo;nur&ldquo; das schlechtere Ende eines Coinflips. Gegen alle anderen Kartenkombinationen ist AK hoher Favorit.<\/li>\n<li>Oft gelingt es uns, das im Pot befindliche dead Money ohne weitere Gegenwehr mitzunehmen, da alle anderen Spieler folden.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nZu beachten ist allerdings, dass diese Gedanken in erster Linie f&uuml;r Turniere entwickelt wurden und weniger f&uuml;r Cashgames (vgl. Sklansky, Tournament Poker for Advanced Players, 5. Auflage 2005, S. 115 ff.). Das spezielle an Turnieren ist dabei, dass die Blinds (jedenfalls ab den mittleren Levels) einen hohen Anteil am Stack eines Spielers ausmachen, so dass es sich lohnt, die Blinds zu stehlen. Ein All-In ist dabei besser, da wir uns (anders als im Cashgame) mit einem &bdquo;normalen&ldquo; Raise ohnehin committen w&uuml;rden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nFerner muss ein Raiser vor uns nicht unbedingt viel haben &ndash; er k&ouml;nnte schlicht auf einem Steal sein. Schlie&szlig;lich, und das mag der wichtigste Punkt sein, wird im Turnier ein All-In-Raise, noch dazu von einem Shortstack, viel &ouml;fter mit schlechteren H&auml;nden gecallt als im Cashgame. Hiervon kommt ein gro&szlig;er Teil des Gewinns von Preflop-All-Ins mit AK bei Turnieren.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm Cashgame ist die Situation dagegen umgekehrt. Die Blinds sind im Verh&auml;ltnis zum Stack gering, wenn wir die SSS einmal au&szlig;en vor lassen. Beispielsweise w&uuml;rde auch selten jemand auf die Idee kommen, ein All-In mit A8, KQ oder etwas &auml;hnlichem zu callen, was im Turnier aber laufend vorkommt.\n<\/p><table style=\"border-top: 1px solid #d2d2d2;border-bottom: 1px solid #d2d2d2;margin-bottom: 12px;margin-top: 12px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"padding-top: 1px;padding-bottom: 1px\"><b>EQUITY-BERECHNUNGEN<\/b>\n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoListintro\">\n<b>Beispiel 7<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNL 100<\/p><p>MP3 ($100)<br>\nHero ($100)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is CO with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"><br>\n<font color=\"red\">MP3 raises to $4.00<\/font>, <font color=\"red\">Hero raises to $12.00<\/font>, <font color=\"red\">MP3 raises to $33.00<\/font>, Hero??\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nVollziehen wir die Analyse, die Hero hier machen muss, nach. Welche Alternativen stehen zur Verf&uuml;gung?\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nZun&auml;chst ist ein Call zu untersuchen. Ein Call scheidet im Normalfall (d.h. Gegner ist unknown oder reasonable) aber aus. Die Gr&uuml;nde wurden bereits angef&uuml;hrt:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Wir treffen nur in 33 % der F&auml;lle. Wenn wir treffen, haben wir geringe implied Odds, aber hohe reverse implied Odds, d.h. wir gewinnen kleine Pots und verlieren gro&szlig;e (wir callen schlie&szlig;lich nicht, um bei A oder K auf dem Flop gegen eine Bet von Villain zu folden!).<\/li>\n<li>Treffen wir dagegen nicht, was wie gesagt zu 66 % der F&auml;lle eintrifft, m&uuml;ssen wir gegen die Continuation Bet von Villain im Regelfall folden, da wir nicht die Initiative haben und keine Ahnung, was er h&auml;lt. <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nEs bleibt also: push oder fold. Untersuchen wir push. Der folgenden<br>\nBerechnung liegt dabei zugrunde, dass die 4bet von Villain ein Drittel<br>\ndes kleineren Stacks betr&auml;gt (bei anderen Werten verschiebt sich die<br>\nBerechnung).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNehmen wir an, Villain callt unseren Push mit AA, KK, QQ und AK. Gegen diese Range haben wir 38 % Gewinnerwartung. Damit unser Push profitabel wird, ben&ouml;tigen wir also Foldequity. Diese berechnet sich nach folgender Formel:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>x * (Equity * 2) + (1-x) * (4\/3) - 7\/8 = ev<\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nZur Erl&auml;uterung:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>x ist die Wahrscheinlichkeit, dass Villain unseren Push callt.<\/li>\n<li>x * Equity * 2 bedeutet, dass Hero, wenn Villain callt, um einen Pot in H&ouml;he von zwei Anfangsstacks spielt und dabei entsprechend seiner Equity gewinnt.<\/li>\n<li>(1-x) * (4\/3) bedeutet, dass Hero, wenn Villain foldet, einen Pot der Gr&ouml;&szlig;e seines Stacks gewinnt und dazu die gefoldete 4bet von Villain (d.h. 1\/3 des Stacks von Villain) minus 7\/8 seines Stacks, was Hero f&uuml;r sein All-In noch in den Pot geben muss (1\/8 hat Hero durch sein Raise auf $ 12 bereits gebracht).<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nDie Berechnung bei der angenommenen Calling-Range von AA, KK, QQ und AK gestaltet sich dann wir folgt:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i><br>\n0.76x + 4\/3 - 4\/3x - 7\/8 = 0<br>\n0.76x + 1.33 - 1.33x - 7\/8 = 0<br>\n-0.57x + 0.455 = 0<br>\n0.57x = 0.455<br>\nx = 0.455\/0.57 = 80% call<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm Ergebnis bedeutet das, dass Villain zu 20 % zwar 4betten, gegen einen Push aber folden muss.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDamit der Push even Money wird, muss die 4bet-Range von Villain nach alledem AA, KK, QQ, JJ, TT und AK umfassen, sowie Villain muss ferner in rund 10 % der F&auml;lle einen 4bet-Bluff angesetzt haben. Villain muss dann JJ, TT und die Bluffs gegen das All-In folden. Wenn wir ausschlie&szlig;en, dass Villain 4bet-Bluffs spielt, ist seine 4bet-Range um 99 sowie AQ zu erweitern (sowie die Folding-Range ebenfalls entsprechend).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNach alledem muss Hero evaluieren, welche 4bet-Range Villain spielt und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Villain 20 % seiner 4bets foldet. Liegen diese Voraussetzungen vor, ist der Push even Money. Will Villain longterm Gewinn machen, muss die Range von Villain noch gr&ouml;&szlig;er sein.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEs ist zu bezweifeln, dass auf den unteren Limits bis NL 100 4bets mit einer solchen weiten Range in einem Ma&szlig;e anzutreffen sind, das einen Push longterm profitabel macht. Bis NL 100 wird schon tight ge3bettet und noch tighter ge4bettet. Eine 4bet ist in der Regel eine Premiumhand. Auf den h&ouml;heren Limits mag das anders sein. Bis einschlie&szlig;lich NL 100 ist ein Push in der oben dargestellten Situation aber nur empfehlenswert, wenn wir einen konkreten Read auf Villain haben, dass er sehr light 4bettet und auch in der Lage ist, gegen einen Push zu folden (beispielsweise in einer Blindsteal-Resteal-Situation).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nZu beachten sind dabei insbesondere auch die Stackgr&ouml;&szlig;en. Je geringer der kleinere Stack ist, desto profitabler wird der push. Hat Villain beispielsweise nur einen Stack von 50 $, muss Hero pushen. Sind Hero und Villain dagegen deep, z.B. haben beide einen Stack von 200 $, verschiebt sich die Berechnung zulasten von Hero und der Push wird unprofitabler.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>Beispiel 8 <\/b>&ndash; aus dem Forum\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNL 100 SH<\/p><p>Hero ($100)<br>\nMP ($49.72) (59\/11\/1.73\/33) (190h)<br>\nSB ($66.50) (42\/19\/1.80\/33) (59h)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is UTG with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"><br>\n<font color=\"red\">Hero raises to $4<\/font>, <font color=\"red\">MP raises to $11<\/font>, 2 folds, SB calls $10.50, 1 folds, <font color=\"red\">Hero raises to $67<\/font>, 1 folds, SB calls $55.5 (all-in).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHier ist ein All-In angebracht. Es ist schon sehr viel dead Money im Pot und beide Gegner sehen nicht gerade reasonable aus. Zudem haben beide Gegner keine vollen Stacks, was den Push zus&auml;tzlich profitabler macht, da wir nur in weniger F&auml;llen gewinnen m&uuml;ssen, um auf even Money zu kommen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n\n<\/p><h1>Zusammenfassung<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nPreflop ist die aggressive Spielweise mit AK in den meisten F&auml;llen die richtige. Nur in seltenen F&auml;llen macht es Sinn, nicht zu erh&ouml;hen, n&auml;mlich dann, wenn man einem sehr aggressiven Gegner eine Falle stellen will.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSchwieriger wird es dann, wenn man gereraist wird oder sogar vor der Entscheidung steht, All-In zu gehen. Die Entscheidung h&auml;ngt dann immer von dem Gegner ab und AK ist kein Auto-All-In wie manch einer denken mag.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDieser Artikel hat hoffentlich etwas Licht ins Preflopdunkel dieser speziellen Hand gebracht. Im dritten und letzten Artikel werden wir uns dann ausf&uuml;hrlich mit dem Postflop-Spiel besch&auml;ftigen: <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/1124\/\">Zum Artikel<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Playing AK: PreflopEinleitungIn diesem Artikel Das Spiel in unraised Pots Das Spiel in raised Pots Wann preflop All-In? 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