	{"id":57227,"date":"2009-10-27T14:05:00","date_gmt":"2009-10-27T14:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/140-2\/"},"modified":"2026-07-06T04:48:58","modified_gmt":"2026-07-06T04:48:58","slug":"140-2","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/sss\/140\/","title":{"rendered":"Pot Control - Den Pot unter Kontrolle halten"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Pot Control - Den Pot unter Kontrolle halten<\/h1><div style=\"border: 1px solid #d0d0d0; padding: 0pt; width: 128px; float: right; margin-bottom: 8px; margin-top: 0pt\" align=\"top\">\n<div style=\"margin: 0pt; padding-top: 12px; padding-left: 10px; padding-right: 10px\">\n<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/7427\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/bild_videoverweis.gif\" onmouseout=\"this.src='https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/bild_videoverweis.gif';\" onmouseover=\"this.src='https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/bild_videoverweis_mo.gif';\" onmousedown=\"this.src='https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/bild_videoverweis_click.gif';\" height=\"76\" width=\"108\"><\/a>\n<\/div>\n<div style=\"padding: 8px 10px\">\n<b>Video:<\/b> Klicke <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/7427\">hier<\/a>\n<\/div>\n<\/div><div style=\"padding: 8px 10px\">\n<h1 align=\"left\">Einleitung<\/h1>\n<p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b><br>\n<\/p>\n<ul class=\"emoList1\">\n<li><i>Mit mittelstarken H&auml;nden willst du billig zum Showdown<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>In Position kannst du den Pot leichter kontrollieren<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>Pot Control geht &uuml;ber Betsequenzen und Betgr&ouml;&szlig;en<\/i><\/li>\n<\/ul>\n<\/div><p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_trennlinie.jpg\" height=\"1\" width=\"100%\"><\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin sehr einfaches und grundlegendes Spielkonzept lautet: Je st&auml;rker deine Hand, desto gr&ouml;&szlig;er der Pot, um den du spielen m&ouml;chtest. Dass du mit Monstern so viel Value extrahieren m&ouml;chtest wie nur m&ouml;glich, ist klar.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAuf der anderen Seite aber wirst du h&auml;ufig H&auml;nde halten, die zwar Showdownvalue besitzen, aber stark &uuml;berspielt w&auml;ren, wenn du damit in einen riesigen Pot gezogen w&uuml;rdest. Mit diesen H&auml;nden willst du billig zum Showdown, einerseits zwar Value von schlechteren H&auml;nden erhalten, andererseits aber bessere H&auml;nde nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig ausbezahlen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBei der &bdquo;Anpassung&ldquo; der Potgr&ouml;&szlig;e an die eigene Handst&auml;rke spricht man von Pot Control. Wann Pot Control wichtig ist und auf welche Weise man dieses Spielkonzept konkret umsetzt, lernst du in diesem Artikel.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Wann wendest du Pot Control an?<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nEs gibt nur eine Situation, in der du nicht auf den Aspekt der Pot Control achtest, n&auml;mlich dann wenn du eine Bluffbet ansetzt. Bei einem Bluff &uuml;berspielst du deine Hand bewusst, da du glaubst, eine ausreichende Foldequity erzeugen zu k&ouml;nnen, um diese Bet in sich +EV werden zu lassen. Hier ist dein Ziel, den Pot ohne Showdown zu gewinnen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nH&auml;ltst du jedoch eine sehr starke Hand, so willst du den Pot so gro&szlig; wie nur m&ouml;glich werden lassen, da du wei&szlig;t, dass dich kaum eine gegnerische Hand schlagen kann. Hier wird Pot Control durch deine Betsizewahl sehr wichtig. Es gilt die Betsizes so zu w&auml;hlen, dass man den gesamten Stack bis zum Showdown in die Mitte schieben kann, ohne eine Overbet anbringen zu m&uuml;ssen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Hauptanwendung findet Pot Control dann, wenn du eine relativ schwache oder mittelstarke Hand h&auml;ltst. Sie hat zwar Showdownvalue, jedoch ist es wenig wahrscheinlich, dass weitere Bets oder Raises deinerseits von einer noch schlechteren Hand gecallt werden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDaraus folgt eine einfache Grundregel: Gibt es kaum schlechtere gegnerische H&auml;nde, die bei weiteren Bets oder Raises deinerseits zum Showdown gehen w&uuml;rden, dann machen diese Bets oder Raises keinen gro&szlig;en Sinn, da du so deine Hand zu sehr in einen Bluff verwandelst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDass du bei weiteren Bets eventuell bessere H&auml;nde aus dem Pot bluffen kannst, steht auf einem anderen Blatt, denn hier, wie schon zuvor erw&auml;hnt, r&uuml;ckt der Aspekt der Pot Control durch das aktive &Uuml;berspielen deiner Hand in den Hintergrund. Pot Control hei&szlig;t, dass du die Potsize am Showdown weitestgehend deiner Handst&auml;rke anpasst.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Wie wendest du Pot Control an? <\/h1><p class=\"emoNormal\">\nEs gibt verschiedene M&ouml;glichkeiten, wie du den Pot kontrollieren kannst. Du kannst ihn erstens &uuml;ber die Betsequenz und zweitens &uuml;ber die Betgr&ouml;&szlig;en kontrollieren.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAuf den folgenden Seiten wird f&uuml;r die beiden F&auml;lle &bdquo;Du bist in Position&ldquo; und &bdquo;Du bist out of Position&ldquo; anhand von Beispielen gezeigt, wie du mit mittelstarken H&auml;nden Pot Control betreiben kannst. Es sei schon vorweg gesagt, dass du in Position weitaus bessere M&ouml;glichkeiten hast, die Potgr&ouml;&szlig;e zu diktieren, weshalb sich auch hier wieder einmal der Grundsatz best&auml;tigt: Versuche immer Position auf deinen Gegner zu haben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAnschlie&szlig;end erf&auml;hrst du, wie du mit sehr starken H&auml;nden die Potgr&ouml;&szlig;e zu deinen Gunsten manipulieren kannst. Abschlie&szlig;end werden noch die theoretischen Grundlagen der Pot Control besprochen.\n<\/p><h1>Du bist in Position<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nIn Position hast du sehr viele M&ouml;glichkeiten die Gr&ouml;&szlig;e des Pots zu beeinflussen, denn du kannst immer nach deinem Gegner agieren.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nVerschiedene Betsequenzen lassen den Pot unterschiedlich gro&szlig; werden. Gegen sehr schlechte Spieler bietet sich mit TPTK oft \"bet Flop, bet Turn, bet River\" an. Ein schlechter Gegner wird oft mit einem schlechteren Paar downcallen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWie sieht es nun allerdings mit Gegnern aus, die sich nicht so viel Geld mit einer recht schwachen Hand wegnehmen lassen? Folgendes Beispiel soll diese Situation verdeutlichen:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHero (Button) (100$)<br>\nVillain (SB) (100$)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop:<\/b> Hero is Button with <b>A<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" align=\"bottom\" height=\"11\" width=\"11\"><\/b>, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" align=\"bottom\" height=\"12\" width=\"13\">.<br>\n<font color=\"#999999\"><i><br>\n2 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to $4<\/font>, SB calls $3,50,<font color=\"#999999\"><i> 1 fold<\/i><\/font>.<\/p><p><b>Flop:<\/b> ($9) <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" align=\"bottom\" height=\"11\" width=\"11\">, <b>3<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" align=\"bottom\" height=\"13\" width=\"14\"><\/b>, <b>Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" align=\"bottom\" height=\"11\" width=\"11\"><\/b> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\nSB checks, <font color=\"#ff0000\">Hero bets $8<\/font>, SB calls $8.<\/p><p><b>Turn:<\/b> ($25) <b>6<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" align=\"bottom\" height=\"11\" width=\"11\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\nSB checks, Hero ?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBis zu diesem Punkt ist die Hand standardm&auml;&szlig;ig gespielt. Mit AQo vom Button raist du first in und am Flop bettest du knapp unter Potsize dein TPTK. Gehen wir im Folgenden einmal vier verschiedene Szenarien durch.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 1A: Hero bets $20. SB folds.\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nIn diesem Szenario bettest du und der SB foldet. So bekommst du kein weiteres Geld von deinem Gegner.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 1B: Hero bets $20. SB calls.\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nNach dem Call von dem SB gibt es am River mehrere M&ouml;glichkeiten. Triffst du deinen Flush, f&auml;llt die Entscheidung nat&uuml;rlich leicht: Du bettest oder raist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nTriffst du den Flush nicht, kann der SB entweder donkbetten oder checken. Checkt er, nimmt man gegen einen normalen Gegner gew&ouml;hnlich den free Showdown. Donkt er allerdings, stehst du vor einer schwierigen Entscheidung. Oft bist du bei einer solchen Betsequenz (check\/call Flop, check\/call Turn, bet River) geschlagen, wenn m&ouml;gliche Draws, die er am Flop gehalten haben kann, angekommen sind.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 1C: Hero bets $30. SB raises All-In.\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDies ist wohl der schlimmste Fall. Auf der einen Seite hast du TPTK und den Nutflushdraw, auf der anderen Seite bist du hier sehr oft geschlagen. Geht man nun vereinfacht davon aus, dass dein Gegner hier, wenn er nicht blufft, auf jeden Fall vorne liegt (was auch der Realit&auml;t recht gut entspricht) und im Falle eines Bluffs dich nicht mehr einholen kann, ergibt sich folgende Rechnung:<\/p><p><i>Pot = Geld im Pot (hier 143$)<br>\nPB = Die Wahrscheinlichkeit daf&uuml;r, dass Villain blufft<br>\nPF = Wahrscheinlichkeit, dass der Flush ankommt (hier 0,195)<br>\nCall = Von dir zu callender Betrag (hier 58$) <br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Der Call ist profitabel, wenn gilt: <br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>Gewinn &gt; Verlust<br>\n&lt;=&gt; (1-PB) * PF * Pot + PB * Pot &gt; (1 - PB) * (1 - PF) * Call <br>\n&lt;=&gt; PB &gt; (Call - PF * Call - PF * Pot) \/ (-PF * Pot + Pot + Call - PF * Call)<br>\n&lt;=&gt; <u><b>PB &gt; 0,116<\/b><\/u><br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nVillain m&uuml;sste also in 11,6% der F&auml;lle bluffen, damit du profitabel callen kannst. Nat&uuml;rlich gibt es Gegner, bei denen das zutrifft. Doch um diese zu erkennen musst du entweder ein Meister der Reads sein, oder bereits eine entsprechende History mit Villain haben. Meistens wird die Situation f&uuml;r dich in einem Standardfold enden m&uuml;ssen.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 2A: Hero checkt, SB bettet den River\n<\/div><p class=\"emoListintro\">\nVorteile durch den Checkbehind am Turn:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>\n\tDer Pot ist klein geblieben. Du spielest mit deiner mittelstarken Hand nicht um gro&szlig;e \tAnteile deines Stacks.\n\t<\/li>\n<li>Du hast am Turn Schw&auml;che signalisiert. Es werden am River &ouml;fter schlechtere H&auml;nde \teine Valuebet gegen dich machen.\n\t<\/li>\n<li>\n\tAus dem gleichen Grund wird dein Gegner auch h&auml;ufiger bluffen.\n\t<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nDa du hier am Turn check behind gespielt hast, ist der Pot immer noch 25$ gro&szlig;. Bettet der SB nun am River, wird sich seine Bet in der Regel zwischen 10$ und 25$ bewegen, also ein durchaus callbarer Betrag.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b><br>\nZweiter Vorteil:<\/b> Die Bet von SB muss in diesem Szenario absolut nichts hei&szlig;en. Du hast am Turn check behind gespielt und ihm somit Schw&auml;che signalisiert. Er kann ein Monster haben, eine schwache Hand, die du schl&auml;gst, for Value betten oder nur bluffen. Du maximierst dadurch sehr oft deinen Erwartungswert durch diesen Checkbehind am Turn.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAufgrund der Tatsache, dass du den Turn gecheckt hast, musst du am River nat&uuml;rlich callen. Du wirst sehr oft vorne liegen. Des Weiteren hast du dein Ziel erreicht, n&auml;mlich mit einer mittelstarken Hand preiswert zum Showdown zu kommen. Durch den Turncheck hast du daf&uuml;r gesorgt, dass der Gegner keinen gro&szlig;en Pot spielen kann, falls er eine bessere Hand h&auml;lt.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 2B: Hero checks, SB checks River\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nEbenfalls eine gute Situation. Es gibt keine Anzeichen daf&uuml;r, dass der SB dich geschlagen hat. Du kannst ohne Probleme eine Valuebet machen.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nVorteile durch den Checkbehind am Turn:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Der Pot ist klein geblieben. Du spielest mit deiner mittelstarken Hand nicht um gro&szlig;e Anteile deines Stacks.\n\t<\/li>\n<li>\n\tDu hast am Turn Schw&auml;che gezeigt. Deine Valuebet am River wird dadurch h&auml;ufiger auch von schlechteren H&auml;nden gecallt, weil der Gegner glaubt, vorne zu liegen oder dich auf einen Bluff setzt.\n\t<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nGegen sehr tricky Gegner sollte man sich vor der Valuebet am River noch &uuml;berlegen, wie man auf ein m&ouml;gliches Checkraise reagiert. Wei&szlig; man, dass der Gegner sehr oft den River checkraist, man selbst aber mit der momentanen Handst&auml;rke nicht callen m&ouml;chte, so kann man auch auf eine Valuebet verzichten. Im Allgemeinen spielen aber nur sehr wenige Spieler den River nach solch einer Betsequenz check\/raise als Bluff oder als Valueline. Daher ist die eigene Valuebet in der Regel eine einfache Entscheidung.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nFAZIT\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDer Checkbehind am Turn hat einige Vorteile. Du bekommst oft mehr Value von H&auml;nden, die gegen eine normale Bet gefoldet h&auml;tten, und du verlierst weniger Geld, falls du schon gegen den Flush oder eine &auml;hnlich starke Hand hinten liegst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDes Weiteren h&auml;ltst du den Pot klein, da du Villain keine M&ouml;glichkeit gibst, durch ein Raise den Pot gro&szlig; zu machen. Du erreichst folglich dein Ziel, mit einer mittelstarken Hand den Pot klein und unter Kontrolle zu halten. Liegst du vorn, gewinnst du das Maximum. Liegst du hinten, verlierst du das Minimum.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Du bist out of Position<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nOut of Position ist Pot Control um einiges schwieriger als in Position. Du musst immer vor deinem Gegner agieren, kannst also nicht abwarten, wie er reagiert und dementsprechend handeln. Eine Freecard am Turn beispielsweise wird dadurch wesentlich unwahrscheinlicher. Hier zun&auml;chst ein Beispiel, wie man mit TPTK den Pot klein halten kann.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHero (CO) ($100)<br>\nVillain (Button) ($100)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop:<\/b> Hero is CO with <b>A<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" align=\"bottom\" height=\"11\" width=\"11\"><\/b>, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" align=\"bottom\" height=\"12\" width=\"13\"> <br>\n<font color=\"#999999\"><i><br>\n3 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to $4<\/font>, BU calls $4, <font color=\"#999999\"><i>2 folds<\/i><\/font>.<\/p><p><b>Flop:<\/b> ($9) <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" align=\"bottom\" height=\"11\" width=\"11\">, <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\" align=\"bottom\" height=\"13\" width=\"14\">, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" align=\"bottom\" height=\"11\" width=\"11\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\n<font color=\"#ff0000\"><br>\nHero bets $8<\/font>, BU calls $8.<\/p><p><b>Turn:<\/b> ($25) <b>6<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" align=\"bottom\" height=\"11\" width=\"11\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\nHero ...\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWie im Beispiel zuvor l&auml;uft bis zum Turn alles vorschriftsm&auml;&szlig;ig. Du raist mit AQo first in vom CO und bettest am Flop dein TPTK. Am Turn ist nun folgende Situation entstanden: Du hast TPTK auf einem 3-suited Board. Es gibt kaum schlechtere H&auml;nde, die erneut eine Bet callen.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 1A: Hero bets 18$, Villain raises All-In\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nKeine sch&ouml;ne Situation. Du hast TPTK mit dem Nutflushdraw. Sehr oft liegst du hier hinten. Die Entscheidung, ob ein Call noch Sinn macht oder doch eher ein Fold, ist sehr schwierig und wird oft die falsche sein. Wie oft der Gegner bluffen m&uuml;sste, kannst du analog zu der Rechnung aus dem vorherigen Kapitel berechnen.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 1B: Hero Bets 18$, Villain calls 18$.\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nUm einiges besser als Szenario 1a. Villain callt \"nur\" und du siehst f&uuml;r einen akzeptablen Preis die Riverkarte. Du bist allerdings erneut first to act.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nTriffst du deinen Flush, ist der n&auml;chste Schritt einfach. Du musst nur abw&auml;gen, ob es besser ist, zu donken oder ein Checkraise anzusetzen. Das ist gegnerabh&auml;ngig.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSchwierig wird es dann, wenn du den Flush nicht triffst. F&uuml;r gew&ouml;hnlich wirst du einfach checken und abwarten, was der Gegner macht. Aufgrund der gr&ouml;&szlig;eren Potsize wirst du jedoch nicht immer einen leichten Call finden k&ouml;nnen, wie es noch zuvor der Fall war, als du am River in Position nach einem Checkbehind gespielt hattest. Hinzu kommt, dass du selbst kleine Suckbets meist mit einem gemischten Bauchgef&uuml;hl callen wirst.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 2A: Hero checks, Villain checks.\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDu bekommst hier eine Freecard am Turn, wie du sie in Position ebenfalls oft nehmen w&uuml;rdest. Am River kannst du deine Hand so auf jeden Fall valuebetten. Dadurch, dass du am Turn mit deinem Check Schw&auml;che gezeigt hast, wird deine Riverbet so auch mit deutlich schlechteren H&auml;nden gecallt.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 2B: Hero checks, Villain bets 18$.\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDer Gegner bettet und die Standard-Spielweise ist, hier zu callen, um sich die Riverkarte anzusehen. Bei einem Raise w&uuml;rdest du keine bessere Hand zum Folden bekommen und keine schlechtere Hand zum Callen. Daher w&uuml;rdest du mit einem Checkraise deine Hand selbst in einen Bluff verwandeln, was du jedoch in dieser Situation nicht n&ouml;tig hast.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie gegnerische Bet sagt au&szlig;erdem nicht viel &uuml;ber die Handst&auml;rke des Gegners aus. Durch den Check signalisierst du Schw&auml;che, woraufhin viele Spieler automatisch versuchen, den Pot durch eine Bet einzusammeln.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAm River wirst du jedoch wieder vor einer &auml;hnlichen Entscheidung stehen wie in Szenario 1B. Jedoch wird es dir hier schwerer fallen, eine weitere gegnerische Bet zu callen, da dein Gegner nun auf Turn und River St&auml;rke signalisiert hat.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nFAZIT\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDurch den Check am Turn bekommst du oft noch eine Bluffbet des Gegners. Des Weiteren h&auml;ltst du den Pot klein, indem du Villain keine M&ouml;glichkeit gibst, dich zu raisen und dadurch den Pot richtig gro&szlig; zu machen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBisher hast du gesehen, wie man am Turn den Pot versuchen kann klein zu halten. Jedoch greift das Konzept der Pot Control auch schon am Flop. Spielst du beispielsweise in Position gegen einen Gegner, der sehr gerne den Flop checkraist, so kannst du auch schon hier behindchecken, um dann am Turn die gegnerische Bet mit deiner mittelstarken Hand zu callen. Hier gilt es jedoch besonders immer den Aspekt der Protection mit dem der Pot Control korrekt abzuw&auml;gen, um nicht zu viele Freecards am Flop zu geben und dem Gegner anzuzeigen, dass du nur eine mittelstarke Hand h&auml;ltst.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Pot Control mit Monstern<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nBisher hattest du immer eine mittelstarke Hand, mit der du recht g&uuml;nstig zum Showdown kommen wolltest. Doch auch mit einer Monsterhand ist Pot Control wichtig. Hier gilt es den Pot in den richtigen Ma&szlig;en anwachsen zu lassen, um schlussendlich bis zum River die M&ouml;glichkeit zu haben, deinen gesamten Stack in die Mitte zu schieben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHero (CO) 100$<br>\nVillain (Button) 100$\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>0.50$\/1.00$ No-Limit Hold&rsquo;em<\/b> <font color=\"#0000ff\">(6 handed)<\/font><\/p><p><b><br>\nPreflop:<\/b> Hero is CO with <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><br>\n<font color=\"#999999\"><i><br>\n2 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to 4$<\/font>, BU calls 4$, <font color=\"#999999\"><i>2 folds<\/i><\/font>.<\/p><p><b><br>\nFlop: <\/b>(9,50$) <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><font color=\"#0000ff\"> (2players)<\/font><br>\n<font color=\"#ff0000\"><br>\nHero bets 8$<\/font>, BU calls 8$.<\/p><p><b><br>\nTurn:<\/b> (25,50$) <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><font color=\"#0000ff\"> (2 players)<\/font><br>\nHero ???\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAm Flop hast du eine Continuationbet angebracht, da du mit deinem Bottomset sehr sicher vorne sein wirst. Am Turn kommt nun die zweitbeste Karte im Deck (die <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"> w&auml;re nat&uuml;rlich die perfekte).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWarum ist die 7 aber eine der besten Karten? Weil sie nicht in deine Handrange passt, deine Hand aber dennoch sehr stark ist. Ebenso passt eine 7 auch nicht in die gegnerische Handrange. Hat der Gegner hier also mit einem Ass gecallt, wird er sehr oft dazu verleitet sein, einen Bluff hinter deinen Bets zu sehen und dich callen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nH&auml;lt der Gegner ein Pocketpaar, so wird er bemerken, dass sich das Board durch die Turnkarte nicht merklich ver&auml;ndert hat. Dadurch k&ouml;nnte er annehmen, dass du hier kein Ass erneut betten w&uuml;rdest, da du dadurch nur alle schlechteren H&auml;nde vertreiben w&uuml;rdest. Somit stellt sich ihm die Frage, wie oft du hier bluffen wirst und er noch mit einem Pocketpaar callen kann.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu selbst hast ein Monster und willst nat&uuml;rlich um den gesamten Stack spielen. Wie kannst du das nun am besten anstellen? Du willst den Gegner ja auch nicht durch eine Overbet vollst&auml;ndig vertreiben.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 1A: Hero bets 15$, Villain calls 15$.\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDer Pot betr&auml;gt nun 55,50$ und dein Reststack bel&auml;uft sich auf 73$. Ein All-In\/Push am River w&auml;re eine Overbet, welche du im Grunde nicht abgeben m&ouml;chtest, da du so dem Gegner sehr schlechte Odds auf einen Call gibst.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 1B: Hero bets 20$, Villain calls 20$.\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nNun betr&auml;gt die Potsize am River 65,50$ und dein Reststack bel&auml;uft sich auf 68$. Du hast es also fast geschafft, mit einer Riverbet dem Gegner exakt 2:1 Odds auf einen Call zu geben.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nSZENARIO 1C: Hero bets 25$, Villain calls 25$.\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nNun betr&auml;gt die Potsize am River 75,50$ und dein Reststack bel&auml;uft sich auf 63$. Du kannst also nun ohne gro&szlig;e Probleme den River All-In pushen und das ohne eine Overbet.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nFAZIT\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDurch deine Betsizewahl am Turn manipulierst du also die Potgr&ouml;&szlig;e am River und l&auml;sst dir dadurch die M&ouml;glichkeit offen, ohne eine Overbet den gesamten Stack in die Mitte zu schieben. Anhand der oberen drei Szenarien siehst du, dass du mehr als 20$ betten solltest, um dir diese Option offen zu lassen und deinen Move am River vorzubereiten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHierf&uuml;r gibt es eine kleine Rechnung, welche sich w&auml;hrend des Spiels auch im Kopf bew&auml;ltigen l&auml;sst:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>B: Betsize am Turn<br>\nS: effektiver Stack am Turn<br>\nP: Potsize am Turn<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>B &gt; (S-P) \/ 3<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nIm oberen Beispiel w&uuml;rde das bedeuten:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<i>B &gt; (88$ - 25,50$) \/ 3<br>\nB &gt; 62,50$ \/ 3<br>\n<b><br>\nB &gt; 20,83$<\/b><br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAb einer Betsize am Turn von 20,83$ wird dein Stack am River kleiner sein als die dortige Potgr&ouml;&szlig;e.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDurch diese Art der Pot Control kannst du nun immer versuchen, deine Monster um Stacks zu spielen, ohne dazu gezwungen zu sein, eine Overbet machen zu m&uuml;ssen, oder darauf zu hoffen, dass dich dein Gegner raist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDiesen Aspekt der Pot Control kannst du nun in allen m&ouml;glichen Handszenarien anwenden und teilweise dadurch erkennen, dass du deine Raisingbetsize auch sehr gut variieren kannst und in besonderen F&auml;llen schon ein Minraise oder nur eine Raise etwas gr&ouml;&szlig;er als ein Minraise seinen Zweck erf&uuml;llt und dir die Potgr&ouml;&szlig;e f&uuml;r die sp&auml;tere Stra&szlig;e vorbereitet.\n<\/p><h1 align=\"left\">Theoretische Grundlagen <\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDie entscheidende Frage ist immer, wie du in welcher Gesamtsituation den Pot am besten klein halten kannst. Nicht immer erreichst du mit einer kleinen Bet einen kleinen Pot, so wie eine gro&szlig;e Bet nicht immer einen m&ouml;glichst gro&szlig;en Pot generiert.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBETSIZE\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\n<b>In Position<\/b> er&uuml;brigt sich dieses Problem. Hier kannst du einfach abwarten, wie der Gegner reagiert und dementsprechend, um den Pot klein zu halten, callen bzw. checken.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSonderfall: In wenigen Situationen bietet sich eine kleine Bet an, um den Gegner auf der n&auml;chsten Stra&szlig;e daran zu hindern, zu betten. Wir w&uuml;rden also eine Freecard bekommen. Am Turn kann man das auch als eine Art <i>Bet for free Showdown<\/i> auffassen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Out of Position<\/b> gestaltet sich dies ein wenig schwieriger. Hier musst du als Erster agieren. Du hast zwei M&ouml;glichkeiten: betten oder checken. Nun musst du abw&auml;gen, welche Aktion den Pot kleiner h&auml;lt.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nBetrachten wir zun&auml;chst die Bet:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><b>Idealer Fall:<\/b> Dein Gegner raist eine Bet nie. Du kannst die kleinstm&ouml;gliche Bet w&auml;hlen, da so der Pot am kleinsten bleibt.<\/li>\n<li>\n\t<b>Realer Fall:<\/b> Kleine Bets werden &ouml;fter geraist als gro&szlig;e.\n\t<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nDurch das Raise musst du deine Hand oft folden, auch wenn der Gegner blufft (kleine Bets werden oft als Schw&auml;che interpretiert).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWenn du dich f&uuml;r eine Bet entscheidest, aus welchen Gr&uuml;nden auch immer, musst du also eine Betsize w&auml;hlen, bei der du relativ sicher auf ein Reraise folden kannst, die aber auf der anderen Seite den Pot klein h&auml;lt. Wie genau das gegen verschiedene Gegner realisiert wird, ist allgemein nicht zu beantworten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Faustregel: <\/b>Alles deutlich unter 1\/2 Potsize wird oft als Schw&auml;che interpretiert und &ouml;fter geraist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas ist eine rein empirische Erfahrung. Wenn man den Pot klein halten will, bieten sich oft Bets in H&ouml;he der halben Potsize an, um auf der einen Seite keinen Raise zu provozieren, auf der anderen Seite den Pot durch eine geringe Betsize klein zu halten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNun muss noch &uuml;berlegt werden, ob ein Check nicht eventuell besser w&auml;re. An dieser Stelle geht der Artikel nur auf den Aspekt Pot Control ein. Weitere wichtige Punkte wie Protection und Bluffinduce bleiben au&szlig;en vor.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Fragen, die du dir stellen musst, sind folgende:\n<\/p><ul>\n<li>W&uuml;rde mein Gegner betten, wenn ich checke?<\/li>\n<li>Was f&uuml;r einen Betrag w&uuml;rde er betten?<\/li>\n<li>W&uuml;rde mein Gegner raisen, wenn ich einen kleineren Betrag setze als den, den er setzen w&uuml;rde?<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nBist du dir sicher, dass dein Gegner auf einen Check deinerseits betten w&uuml;rde, aber nicht raisen w&uuml;rde, wenn du einen kleineren Betrag setzt, als er setzen w&uuml;rde, dann bette selbst. Ist das nicht der Fall, dann checke und call sein Bet.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBETSEQUENZEN\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nIn verschiedenen Situationen bieten sich verschiedene Betsequenzen an, um den Pot klein zu halten. Leider ist es extrem gegner- und imageabh&auml;ngig, mit welcher Betsequenz der Pot am kleinsten bleibt. Ich werde im folgenden ein paar h&auml;ufig auftretende Situationen kurz ansprechen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Du bist in Position<\/b>\n<\/p><blockquote>\n<p class=\"emoListintro\">\n\t<b>Du <\/b><b>spielst gegen den Preflop-Aggressor <\/b><br>\n\t(fast immer kommt eine Continuationbet des Gegners)<b>:<\/b>\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t<i>Call Flop - Call bzw. Check behind Turn<br>\n\t<\/i>\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tDas ist die Standardsequenz. Du hast Position und kannst callen oder checken, je nachdem, was dein Gegner macht. Ab der Turnkarte ver&auml;ndert sich teilweise deine Handst&auml;rke in Relation zur Boardstruktur und falls du dann immer noch gewillt bist, zum Showdown zu gehen, ist hier ein Call oder ein Checkbehind angeraten.\n\t<\/p>\n<\/blockquote><blockquote>\n<p class=\"emoListintro\">\n\t<b>Du bist Preflop-Aggressor:<\/b>\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t<i>i) Bet Flop - Check behind Turn<\/i>\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tEbenfalls die Standard-Betsequenz. Du machst eine Continuationbet am Flop, um den Pot m&ouml;glichst direkt mitzunehmen und keine Freecards zu verteilen. Am Turn bist du allerdings oft mit einer besseren Hand deines Gegners konfrontiert. Darum checkst du, um den Pot m&ouml;glichst klein zu halten und dir schwierige Entscheidungen am River zu ersparen. Wie zuvor schon erkl&auml;rt, kannst du dir aber auch Gedanken machen, ob du dir am Turn gegen deinen Gegner einen free Showdown durch eine 2nd Barrel erkaufen willst.\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t<i>ii) Check behind Flop - Call Turn<\/i>\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tAm Flop verzichtest du dieses Mal auf eine Continuationbet. Checkraist dein Gegner sehr viel am Flop und spielt ansonsten auch sehr aggressiv, so kannst du durch deinen Checkbehind sehr gut for Bluffinduce und Pot Control spielen ohne selbst in die Lage gezwungen zu werden, um einen sehr gro&szlig;en Pot zu spielen. Diese Betsequenz ist jedoch sehr gegner- und imageabh&auml;ngig und sollte nicht als Standardline gesehen werden.\n\t<\/p>\n<\/blockquote><p class=\"emoNormal\">\n<b>Du bist out of Position<\/b>\n<\/p><blockquote>\n<p class=\"emoListintro\">\n\t<b>Du spielst gegen den Preflop-Aggressor <br>\n\t<\/b>(fast immer kommt eine Continuation-Bet des Gegners):\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tDer Check zum Preflop-Aggressor ist Standard. Damit gibst du ihm keine M&ouml;glichkeit, den Pot durch ein Raise gro&szlig; zu machen (ob nun mit einer guten Hand oder als Bluff).\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t<i>i) Check \/ Call Flop - Bet Turn<br>\n\t<\/i>\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tDiese Bet-Sequenz bietet sich gegen Gegner an, die oft eine Continuationbet am Flop machen, am Turn dann allerdings passiver werden (trifft auf sehr viele ABC-Gegner zu). Gute Spieler deuten diese Bet-Sequenz allerdings oft als Schw&auml;che und versuchen durch ein Bluffraise am Turn den Pot einzusammeln. Ein guter Gegnerread ist hier unbedingt wichtig.\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t<i>ii) Check \/ Call Flop - Check Turn<br>\n\t<\/i>\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tDiese Bet-Sequenz bietet sich gegen Gegner an, die auch am Turn aggressiv weiter spielen (Raisen von Draws, made Hands, Bluffs). Wie du dann auf eine 2nd Barrel reagierst, h&auml;ngt sehr stark von der Boardtextur und dem genauen Read auf den Gegner ab.\n\t<\/p>\n<\/blockquote><blockquote>\n<p class=\"emoListintro\">\n\t<b>Du bist Preflop-Aggressor:<\/b>\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t<i>i) Bet Flop - Check (Bet) \/ Call (Fold) Turn<br>\n\t<\/i>\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tDas ist eine Standard-Betsequenz f&uuml;r alle mittelguten H&auml;nde, auch f&uuml;r Draws auf ungef&auml;hrlichen Boards. Bei der Aktion am Turn spielen die &Uuml;berlegungen aus dem Kapitel zum Spiel in Position hinein. Hier muss abgewogen werden, ob gecheckt oder gebettet werden sollte.\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\t<i><br>\n\tii) Check \/ Call Flop - Check (Bet) Turn<br>\n\t<\/i>\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tDiese Betsequenz ist etwas ungew&ouml;hnlich und in nicht allen Situationen anzuraten. Der Check\/Call am Flop als Preflop-Aggressor wirkt auf viele Gegner sehr weak, da du eigentlich sowohl deine guten H&auml;nde wie auch deine Bluffs contibettest. Daher kann der Gegner deine Handst&auml;rke sehr gut einsch&auml;tzen, wenn du das nur mit mittelguten H&auml;nden machst. Spielst du jedoch gegen einen &uuml;beraggressiven Gegner, so kannst du durch diese pl&ouml;tzliche Passivit&auml;t sehr gut deine Hand for Bluffinduce spielen und dabei den Pot recht klein halten.\n\t<\/p>\n<\/blockquote><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Fazit<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nIn diesem Artikel ging es ausschlie&szlig;lich um Pot Control. Dieses Konzept steht im genauen Gegensatz zur Protection, dem Sch&uuml;tzen deiner Hand vor H&auml;nden, die dich noch &uuml;berholen k&ouml;nnen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWann genau was anzuwenden ist, ist nicht von heute auf morgen zu lernen, sondern bedarf einiges an Erfahrung. Beide Konzepte sind gleich wichtig und sollten f&uuml;r eine erfolgreiche No-Limit-Karriere auf jeden Fall verinnerlicht werden. \n<\/p><table class=\"emoLinkbox\" style=\"margin-top: 24px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_video.jpg\" height=\"24\" width=\"32\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Videos:<\/b><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/1139\">Sessionreview von Hasenbraten: Protection vs. Pot Control<\/a>\n\t\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" height=\"25\" width=\"33\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Verwandte Artikel:<br>\n\t\t\t\t\t\t<\/b><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/184\">Protection - Die Hand sch&uuml;tzen<\/a><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/234\" target=\"_blank\"><\/a>\n\t\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_forum.jpg\" height=\"24\" width=\"32\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Diskussionsforum:<\/b><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.org.uk\/wbb_de\/thread.php?threadid=49156\"><br>\n\t\t\t\t\t\tDiskutiere den Inhalt dieses Artikels im Forum<\/a> <\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_coaching.jpg\" height=\"24\" width=\"32\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Live-Coaching:<\/b><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/coaching\/\" target=\"_blank\">Lerne Pokern bei Profispielern in den Live-Coachings<\/a>\n\t\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr oft h\u00e4lt man eine Hand, die keinen riesigen Pot rechtfertigt, mit der man aber dennoch zum Showdown kommen m\u00f6chte. 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