	{"id":57278,"date":"2007-08-21T13:45:00","date_gmt":"2007-08-21T13:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/264\/"},"modified":"2026-07-06T04:49:55","modified_gmt":"2026-07-06T04:49:55","slug":"264","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/","title":{"rendered":"Zwei Spieler am Flop - Standardmoves"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Zwei Spieler am Flop - Standardmoves<\/h1><h1>1. Einleitung<\/h1><p>\nIn einem Shorthanded-Spiel mit 3 bis 6 Spielern tritt am Flop h&auml;ufig die Konstellation auf, dass sich nur noch zwei Spieler gegen&uuml;berstehen. Insbesondere f&uuml;r Neulinge sind diese Situationen besonders kritisch, da hier viele Spieler &ndash; wie wir sehen werden, wir auch &ndash; oftmals bluffen und sehr aggressiv spielen. Deshalb ist es sinnvoll, sich ausgiebig damit auseinander zu setzen.\n<\/p><p>\n<br>\nWir werden im Folgenden die verschiedenartigen Situationen, die entstehen k&ouml;nnen, differenziert betrachten. Dabei unterscheiden wir die Situation anhand von drei Kriterien:\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ul>\n<li>\n<p>\n\t<strong>Potgr&ouml;&szlig;e<\/strong> - Wurde vor dem Flop erh&ouml;ht oder nicht?\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\t<strong>Position<\/strong> - Ist man Out of Position (OoP) oder In Position (IP)? Out Of Position bedeutet, zuerst am Zug zu sein auf einer Stra&szlig;e, In Position ist die Kontraposition davon.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\t<strong>Initiative<\/strong> - War man Preflop der Aggressor (derjenige der den letzen Einsatz gesetzt hat, besitzt die Initiative)?\n\t<\/p>\n<\/li>\n<\/ul><p>\n<br>\nMan trifft nun folgende Einteilung: Zuerst entscheidet man, ob es sich um einen unraised Pot, es wurde also vor dem Flop nicht erh&ouml;ht, handelt. Danach wird zun&auml;chst im unraised Pot unterschieden, ob man Out Of Position und somit als erster dran ist, oder nicht. Im Fall eines raised Pots ist das etwas schwieriger. Hier unterscheidet man zun&auml;chst, ob der Gegner preflop erh&ouml;ht hat oder man selbst. Danach geht es um die Position am Tisch.\n<\/p><p>\n<br>\nDas f&uuml;hrt zu sechs M&ouml;glichen Konstellationen am Flop:\n<\/p><ul>\n<li>\n<p>\n\tUnraised Pot, OoP\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\tUnraised Pot, IP\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\tRaised Pot, Gegner Aggressor, OoP\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\tRaised Pot, Gegner Aggressor, IP\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\tRaised Pot, wir Aggressor, OoP\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\tRaised Pot, wir Aggressor, IP\n\t<\/p>\n<\/li>\n<\/ul><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\nBevor diese 6 M&ouml;glichkeiten einzeln analysiert werden, seien einige grunds&auml;tzliche Anmerkungen zur Spielstrategie gemacht, damit die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede der verschiedenen Betsequenzen deutlich werden.\n<\/p><p>\nDieser Artikel ist allerdings nur eine erste Einf&uuml;hrung. Er erl&auml;utert ausf&uuml;hrlich die Standard Betsequenzen. Es gibt f&uuml;r Fortgeschrittene zahlreiche M&ouml;glichkeiten, das eigene Spiel zu verfeinern.\n<\/p><p>\n<br>\nHeads-up, zu zweit, am Flop die Beziehungen zwischen eigener Hand, Flop, Handbereich des Gegners und dessen Bietverhalten vor dem Hintergrund des eigenen Table-Images richtig einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, zeichnet einen starken Spieler aus. An dieser Stelle sollen nur ungef&auml;hre Richtlinien aufgezeigt werden. Diese Richtlinien entsprechen bestimmten allgemeinen Mustern, die man wiedererkennen und auf sein Spiel &uuml;bertragen kann. So erh&auml;lt man eine erste Orientierung innerhalb dieser komplexen Thematik.\n<\/p><p><\/p><h1>2. Grunds&auml;tzliches<\/h1><h2>2.1. Wert der Hand am Flop<\/h2><p>Die erste Frage muss nat&uuml;rlich lauten: Wie haben wir den Flop getroffen? Dazu teilen wir die sich ergebenden M&ouml;glichkeiten in drei Kategorien ein:<\/p><ol>\n<li>Wir haben den Flop getroffen (Made Hand).<\/li>\n<li>Wir haben einen starken Draw.<\/li>\n<li>Wir haben den Flop verfehlt.<\/li>\n<\/ol><p>\n<strong>1. Wir haben den Flop getroffen (Made Hand).<\/strong><br>\nZun&auml;chst ist zu &uuml;berlegen, was 'getroffen' hei&szlig;t. Heads-Up ist ein Top-Paar eine starke Hand. Aber auch ein mittleres oder kleineres Paar k&ouml;nnen brauchbar sein. Man muss stets &uuml;berlegen, was der Gegner halten kann. Hat er geraist? Aus welcher Position agiert er? Spielt er wenige oder viele Karten? Wie gro&szlig; ist die Wahrscheinlichkeit, dass er auch getroffen hat? Man sieht also, es geht darum, den Gegner auf einen Handbereich zu setzen. <\/p><p>Ein Spieler, der aus fr&uuml;her Position erh&ouml;ht und wenig H&auml;nde spielt, wird eine andere Hand halten als ein Gegner, der vom BB aus eine Erh&ouml;hung von einem Spieler aus sp&auml;ter Position mitgeht. Die Entscheidung, ob man getroffen hat oder nicht, ist also relativ. Hier ist viel Erfahrung notwendig. Im Folgenden wird eine Hand als Made Hand bezeichnet, wenn man der Meinung ist, vorne zu liegen.<\/p><p><strong>2. Wir haben einen starken Draw.<\/strong><br>\nAls 'starken Draw' definieren wir einen Draw mit mindestens 8 Outs, also etwa OESD, Flushdraw oder eventuell Gutshot mit &Uuml;berkarten. Wichtig ist, dass der Draw f&uuml;r Semi-Bluffs stark genug ist, weil wir mit Semi-Bluffs operieren werden. Hat man zu wenig Outs, verlieren die Semibluffs an Kraft.<\/p><p><strong>3. Wir haben den Flop verfehlt. <\/strong><br>\nDie restlichen H&auml;nde werden eingestuft als 'Flop verfehlt'. Wie oben bereits gesagt ist die Grenze zwischen verfehlt und getroffen flie&szlig;end. Ob man mit diesen H&auml;nden noch mitgehen kann, h&auml;ngt von den Outs ab. Unter welchen Bedingungen man mit ihnen bluffen kann und sollte (hierunter kann unter Umst&auml;nden auch die Continuation-Bet fallen), wird weiter unten analysiert.<\/p><p><\/p><table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Frage 1: Zu welcher Kategorie geh&ouml;rt ein Paar mit der niedrigsten Karte im Board im Heads-up?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) Made Hand<br>\n\t\t\tb) starker Draw<br>\n\t\t\tc) Flop verfehlt\n<p>\t\t\t<strong>Frage 2: Zu welcher Kategorie geh&ouml;rt ein Gutshot im Heads-up?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) Made Hand<br>\n\t\t\tb) starker Draw<br>\n\t\t\tc) Flop verfehlt<\/p>\n<div align=\"right\">\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/8\/\" target=\"_blank\">L&ouml;sungen im Anhang<\/a> \n\t\t\t<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h2>2.2. Betsequenzen balancen<\/h2><p>\nWie sollte man am Flop nun agieren? Einem ersten Impuls folgend k&ouml;nnte man folgenderma&szlig;en vorgehen: Mit guten H&auml;nden setzen und erh&ouml;hen und mit schlechten H&auml;nden schieben und nach Pot Odds mitgehen bzw. aussteigen. Diese Vorgehensweise hat mehrere Nachteile:\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><ol>\n<li>\n<p>\n\tBluffer werden sofort vertrieben.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\tStarke Draws werden unterbewertet.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p>\n\tMan ist leicht zu lesen. Dies ist wohl der wichtigste Punkt.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<\/ol><p>\n<br>\n<strong>1. Bluffer werden sofort vertrieben.<\/strong>\n<\/p><p>\nBlufft der Gegner, m&ouml;chte man ihn nicht verschrecken. Er soll ruhig weiterbluffen, bis die Gebote teurer werden. So erh&ouml;ht man den eigenen Gewinn.\n<\/p><p>\n<br>\n<strong>2. Starke Draws werden unterbewertet.<\/strong>\n<\/p><p>\n<strong><br>\n<\/strong>\n<\/p><p>\nBei starken Draws 'geh&ouml;rt' einem bereits ein erheblicher Anteil am Pot, beispielsweise bei einem OESD oder Flush Draw rund 1\/3. Es stellt sich die Frage, ob man um diesen Anteil aktiver k&auml;mpfen kann. Setzt oder erh&ouml;ht man in bestimmten Situationen mit einem starken Draw, baut man die sogenannte <strong>'Foldequity'<\/strong> auf, <strong>die M&ouml;glichkeit, dass der Gegner eine (schwache) Made Hand, die aber zur Zeit noch vorne liegt, weglegt in der irrigen Annahme, bereits geschlagen zu sein.<\/strong>\n<\/p><p>\n<br>\nDieses gegnerische Aussteigen ist zwar ein Fehler, er legt die beste Hand weg, ist aber oftmals trotzdem korrekt, weil er nicht absch&auml;tzen kann, ob er noch vorne liegt, und, wenn ja, wie gro&szlig; die Wahrscheinlichkeit ist, dass es so bleibt. Ein solch aggressives Spielen von starken Draws nennt man Semi-Bluff, 'Bluff', weil man aller Wahrscheinlichkeit nach zurzeit die schlechtere Hand h&auml;lt, 'Semi' (= halb), weil man viele Outs hat, die die Hand zum Sieger machen.\n<\/p><p>\n<br>\nDer Semi-Bluff ist eine &auml;u&szlig;erst gef&auml;hrliche Waffe, die auch noch billiger ist, als es zun&auml;chst den Anschein hat. Mutige Denker m&ouml;gen sich der M&uuml;he unterziehen, das folgende Beispiel nochmals nachzurechnen. Es lohnt sich, weil man die Zusammenh&auml;nge besser versteht. F&uuml;r vorsichtige Denker ist es ausreichend, das Ergebnis zur Kenntnis zu nehmen.\n<\/p><p>\n<br>\nBeim Semi-Bluff hat man zwei M&ouml;glichkeiten zu gewinnen. Am liebsten m&ouml;chte man, dass der Gegner aussteigt, dann hat sich der Fall erledigt. Geht er aber mit, hat man wegen des starken Draws immer noch zahlreiche Outs, die man treffen kann. Nun zur Frage, ob sich der zus&auml;tzliche Einsatz lohnt oder ob es nicht lukrativer ist, einfach mitzugehen. Die exakte Beantwortung dieser Frage ist gegnerabh&auml;ngig und mit &auml;u&szlig;erst komplexen mathematischen Berechnungen verbunden (siehe Forumsdiskussion in der Platin-Sektion), f&uuml;r die Praxis reicht aber eine ungef&auml;hre Absch&auml;tzung.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><table border=\"0\" width=\"509\" height=\"296\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"background-color: #e5e6cf\">\n<p>\n\t\t\tWir sind beispielsweise eine Erh&ouml;hung im BB mitgegangen, im Pot sind also 4,5<br>\n\t\t\tSB. Der Gegner setzt (Pot 5,5 SB). Nehmen wir an, wir halten einen<br>\n\t\t\tFlush-Draw, haben also 9 Outs. Wir machen unseren Flush in ca. 1\/3 der<br>\n\t\t\tF&auml;lle bis zum River (9\/47 + 38\/47*9\/46 =~ 0,34), haben also eine Equity<br>\n\t\t\t(Gewinnwahrscheinlichkeit am Showdown) von 34% (der Einfachheit halber sei abgesch&auml;tzt 34% = 1\/3).\n\t\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t\t<br>\n\t\t\tBezogen auf unser konkretes Beispiel 'geh&ouml;ren' uns von den 5,5 SB im<br>\n\t\t\tPot bereits ca. 1,9 SB (34 % von 5,5). Mit dem zus&auml;tzlichen Einsatz, den<br>\n\t\t\twir zahlen, wenn wir erh&ouml;hen, anstatt mitzugehen, starten wir also einen<br>\n\t\t\tAngriff auf die restlichen 3,6 SB (5,5 SB &ndash; 1,9 SB = 3,6 SB). Den<br>\n\t\t\tzus&auml;tzlichen Einsatz m&uuml;ssen wir allerdings gar nicht ganz zahlen, denn<br>\n\t\t\taufgrund unserer Equity von 34% geh&ouml;rt uns bereits 1\/3 dieses Einsatzes und<br>\n\t\t\tvon dem gegnerischen Einsatz, den dieser zahlen muss, um im Pot zu bleiben,<br>\n\t\t\tgeh&ouml;rt uns ebenfalls 1\/3, so dass unsere eigentliche Investition beim Erh&ouml;hen nur 1\/3 SB betr&auml;gt.\n\t\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t\t<br>\n\t\t\tDas Verh&auml;ltnis von dem zus&auml;tzlich angegriffenen Potanteil (3,6 SB) zu<br>\n\t\t\tder Investition (1\/3 SB) betr&auml;gt 10,8:1. Wir machen also bereits<br>\n\t\t\tGewinn, wenn der Gegner nur in ca. 8,5% (100\/11,8 =~ 8,5, der Ansatz<br>\n\t\t\tergibt sich aus der nachfolgenden Erkl&auml;rung) der F&auml;lle seine Hand weglegt. In 100<br>\n\t\t\tF&auml;llen investieren wir 100 Male 1 SB (100 SB Verlust) und gewinnen 8,5<br>\n\t\t\tMale 11,8 SB (= 10,8 SB im imagin&auml;ren Pot + unsere investierte SB) =<br>\n\t\t\t100,3 SB, also ein durchschnittlicher Gewinn von 0,3 SB\/100 H&auml;nde.\n\t\t\t<\/p>\n<p>\n\t\t\tDiese Rechnung ist zugegebenerma&szlig;en nur eine grobe Absch&auml;tzung. Es<br>\n\t\t\twurde beispielsweise nicht ber&uuml;cksichtigt, dass der Gegner auch<br>\n\t\t\tnochmal erh&ouml;hen kann.<\/p><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p>\n<br>\nDass man also nur eine vergleichsweise geringe Foldequity ben&ouml;tigt, zeigt die ungeheure St&auml;rke des Semi-Bluffs. Durch die vielen Outs sind die zus&auml;tzlichen Kosten im Verh&auml;ltnis zum Gewinn eben verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig gering. &Auml;ndert man die Parameter im Beispiel, kann man leicht erkennen: Je mehr Outs wir haben, desto seltener muss der Gegner aussteigen. Andersherum ausgedr&uuml;ckt: Je gr&ouml;&szlig;er die Foldequity des Gegners ist, desto weniger Outs ben&ouml;tigen wir.\n<\/p><p>\n<br>\nFestzuhalten bleibt aber zweierlei. Zum einen muss der Gegner gar nicht oft aussteigen, damit der Semi-Bluff +EV hat. Zum anderen hat ein Semi-Bluff allerdings nur dann Sinn, wenn der Gegner auch H&auml;nde weglegen kann. Denn darauf beruht ja ein Teil der Gewinnerwartung. Geht der Gegner alles mit, hat ein Semi-Bluff nat&uuml;rlich einen &ndash;EV. Aber dann kassiert man ihm mit den Made Hands umso mehr ab.\n<\/p><p>\n&nbsp;\n<\/p><p>\n<strong>3. Man ist leicht zu lesen.<\/strong>\n<\/p><p>\n<strong><br>\n<\/strong>Der gr&ouml;&szlig;te Nachteil aber der oben angenommenen Spielweise besteht darin, dass ein Gegner, der die von uns angenommene Bietstrategie erkennt, einen riesigen Vorteil erlangt. Es ist fast so, als gestatte man ihm einen Blick in unsere Karten. Er wei&szlig; ziemlich genau, woran er ist, und wird seine Strategie entsprechend ausrichten, d.h. er wird kaum Fehler machen. Bedenkt man, dass der Gewinn beim Pokern nur aus den Fehlern der anderen resultieren kann, w&auml;re eine solche Bietstrategie fatal.\n<\/p><p>\n<br>\nUnser Bestreben muss es also sein, Betsequenzen zu finden, die f&uuml;r den Gegner mehrdeutig sind. Dann wird er mehr Fehler machen und das ist gut so, denn so machen wir Profit!\n<\/p><p>\nDieser Gedankengang f&uuml;hrt im Zusammenhang mit den zuvor beschriebenen &Uuml;berlegungen zu der Idee, Made Hands und starke Draws gleich zu behandeln. Der Gegner kann dann an der Betsequenz nicht mehr unterscheiden, ob er sich einer Made Hand oder einem Draw gegen&uuml;bersieht, und steht oft vor schweren Entscheidungen.\n<\/p><p>\n<br>\nDie Vorteile des Semi-Bluffs wurden oben erl&auml;utert. Man betrachte nun das Problem aus der Sicht des Gegenspielers (Villian): Villain erh&ouml;ht, Hero geht im BB mit (Pot = 4,5 SB), Villain hat am Flop vielleicht nur &Uuml;berkarten, vielleicht nur Ass Hoch, Hero checkraist, schiebt also, um den Einsatz des Gegners zu erh&ouml;hen (Pot = 7,5 SB). Villain 'wei&szlig;', dass Hero sowohl mit Made Hands als auch mit Draws diese Betsequenz w&auml;hlt. Hat Hero eine Made Hand und liegt er zur&uuml;ck, hat er h&ouml;chstens 4-5 modified Outs (Hero kann ein Set haben, Villain kann revers dominiert sein, seine Outs k&ouml;nnen zus&auml;tzliche gegnerische Draws vervollst&auml;ndigen, z. B. Hero hat Paar und Gutshot, usw.).\n<\/p><p>\n<br>\nLiegt Villain vorne, 'wei&szlig;' er, dass Hero einen starken Draw hat, d. h., dass seine Equity nur bei ca. 2\/3 liegt. Am River festzustellen, dass er hinten liegt, kann f&uuml;r Villain sehr, sehr teuer werden. Betrachtet man seine 'Effective Odds' f&uuml;r diesen Fall, d. h. die Summe, die er bis zum River zu zahlen hat, im Verh&auml;ltnis zu dem dann erwarteten Gewinn, sieht man, dass er schon auf den Gedanken kommen kann, auszusteigen. Bei der Analyse des Semi-Bluffs haben wir gesehen, dass das ja gar nicht oft der Fall sein muss. Unser Ansatz ist also, Made Hand und Draws gleich zu behandeln.\n<\/p><p><\/p><p>\n<strong>Dieses Gleichbehandeln von Draws und Made Hands nennt man Balancing, also das Ausbalancieren von Betsequenzen.<\/strong>\n<\/p><p><\/p><table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Frage 3: Warum ist es sinnvoll, Made Hands und Draws im Heads-up gleich zu behandeln?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) Balancing hat keinen Sinn, da sich Villain sowieso nicht darauf einstellt.<br>\n\t\t\tb) Durch das Balancing erschweren wir dem Gegner, korrekt gegen uns zu spielen, da er nicht wissen kann, woran er ist.<br>\n\t\t\tc) Weil es einen +EV hat.\n<p>\t\t\t<strong>Frage 4: Welche Aussage ist korrekt?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) Foldequity hat keine Bedeutung beim Semibluffen.<br>\n\t\t\tb) Je weniger Outs wir haben, desto profitabler ist ein Semibluff.<br>\n\t\t\tc) Je mehr Outs wir haben, desto profitabler ist ein Semibluff.<\/p>\n<div align=\"right\">\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/8\/\" target=\"_blank\">L&ouml;sungen im Anhang<\/a> \n\t\t\t<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h2>2.3. Steigerung der Foldequity<\/h2><p>Die unter 2.2. definierte Foldequity entsteht aber nicht nur durch den Semi-Bluff, sondern z. B. auch durch Erh&ouml;hungen vor dem Flop. Mit dem Ank&uuml;ndigen einer (relativ) starken Hand setzt der Aggressor den Gegner unter Druck und hat damit bereits ein Etappenziel erreicht. Ein unter Druck gesetzter Gegner kann Fehler machen. <\/p><p>Diese bereits vorhandene Foldequity sollte der Aggressor durch eine Continuation-Bet - ein Bluff-Einsatz aufgrund der Initiative - am Flop vergr&ouml;&szlig;ern. Die Initiative zu haben, ist auch psychologisch wichtig. Man kann den Pot schlie&szlig;lich nur vor dem Showdown gewinnen, wenn man setzt. Durch schieben wird kein Gegner zum Aussteigen animiert. Aggressives Spiel ist ein Kennzeichen erfolgreicher Spieler.<\/p><p>Um aber einem Missverst&auml;ndnis vorzubeugen, sei angemerkt: St&auml;ndiges sinnloses Setzen und Erh&ouml;hen, durch das man lediglich beabsichtigt, den Gegner zum aussteigen zu bewegen, ist absolut kontraproduktiv und enorm teuer. Nat&uuml;rlich kann man durch gelegentliches Bluffen eine bessere Hand herausdr&auml;ngen. Wer noch nie die beste Hand weggelegt hat, spielt viel zu viele H&auml;nde. Aber &uuml;bertreibt man diese Spielweise, wird sie sehr schnell von den Gegnern durchschaut und bestraft. Das Erzeugen von Foldequity ist gut, aber nicht sinnvoll um jeden Preis (kein Flirting with Desaster).<\/p><p><\/p><h2>2.4. Kosten-Nutzen-Verh&auml;ltnis<\/h2><p>Unser Ziel ist es nat&uuml;rlich, mit den Made Hands, die vorne liegen, m&ouml;glichst viel zu gewinnen und mit den Draws, die sehr wahrscheinlich zur Zeit hinten liegen, kosteng&uuml;nstig eine m&ouml;glichst gro&szlig;e Foldequity aufzubauen. War der Gegner der Aggressor, erreichen wir mit einer Donkbet (Donkbet = 'Eselsgebot', d. h. eine unerwartete Bet von demjenigen, der nicht die Initiative hat) am Flop nicht viel. <\/p><p>Steigt der Gegner aus, h&auml;tten wir 1 SB mehr bekommen, wenn wir seine Continuation-Bet gecheckraist h&auml;tten. Callt er, wissen wir nicht, ob er glaubt, hinten zu liegen, oder ob er erst am Turn erh&ouml;hen will. Erh&ouml;ht er, kann er zum einen stark sein, zum zweiten kann er eine Freecard nehmen wollen, zum dritten kann er unseren Einsatz f&uuml;r einen Bluff halten und dies bestrafen wollen. <\/p><p>Wir erhalten aus seiner Reaktion keinerlei weitere Information (au&szlig;er nat&uuml;rlich, wenn er aussteigt). Insbesondere bauen wir keine Foldequity auf. Deshalb ist die Betsequenz check\/raise Flop, bet Turn deutlich effektiver. Zum einen erhalten wir mehr Profit von schw&auml;cheren H&auml;nden, zum anderen erzeugt ein Einsatz am Turn nach einem Checkraise am Flop eine deutlich h&ouml;here Foldequity als eine Turn-Donkbet nach einem Mitgehen am Flop. Das soll nicht hei&szlig;en, dass Donkbets generell sinnlos sind, in der Fortgeschrittenensektion werden Situationen beschrieben, in denen sie eingesetzt werden k&ouml;nnen, aber diese sind nicht unsere Standard-Betsequenzen.<\/p><p><\/p><table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Frage 5: Wie baut man i.Allg. Foldequity auf?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) Durch passives Spiel.<br>\n\t\t\tb) Durch trickreiches Spiel.<br>\n\t\t\tc) Durch aggressives Spiel.\n<p>\t\t\t<strong>Frage 6: Welches Ziel verfolgt man i.Allg. mit den Standard-Betsequenzen?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) Mit Draws kosteng&uuml;nstig Foldequity aufbauen, mit Made Hands m&ouml;glichst viel gewinnen.<br>\n\t\t\tb) Mit Draws m&ouml;glichst viel gewinnen, mit Made Hands kosteng&uuml;nstig Foldequity aufbauen.<br>\n\t\t\tc) Ein m&ouml;glichst gutes Table-Image.<\/p>\n<div align=\"right\">\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/8\/\" target=\"_blank\">L&ouml;sungen im Anhang<\/a> \n\t\t\t<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h1>3. Standard-Betsequenzen<\/h1><p>Die unter 2. analysierten &Uuml;berlegungen und Strategien begr&uuml;nden nun folgende Betsequenzen, die wir standardm&auml;&szlig;ig verwenden. <\/p><p><\/p><h2>3.1. Unraised Pot, OoP<\/h2><p>\nDa wir gem&auml;&szlig; dem Starting Hands Chart in allen Positionen au&szlig;er dem Big Blind gegen einen einzigen Gegner immer erh&ouml;hen oder aussteigen, kann diese Situation nur vorkommen, wenn vor uns jemand eingestiegen ist und wir im BB geschoben haben.\n<\/p><p>\nHier sollten wir immer setzen, egal, was wir halten. Der Gegner muss nur in etwas mehr als 1\/3 der F&auml;lle aussteigen, damit dieser Einsatz profitabel ist (in 3 F&auml;llen investieren wir 3 SBs, nach unserem Gebot sind 3 SB im Pot, wenn wir durchschnittlich in etwas mehr als 1\/3 der F&auml;lle den Pot gewinnen, haben wir einen +EV).\n<\/p><p>\n<br>\nDa der Pot so klein ist, lohnt es sich f&uuml;r den Gegner meist nicht, um ihn zu k&auml;mpfen. Er wird sicherlich deutlich h&auml;ufiger als in 1\/3 der F&auml;lle seine Hand weglegen, denn im Big Blind k&ouml;nnen wir alles m&ouml;gliche halten, also jeden Flop irgendwie getroffen haben.\n<\/p><p>\n<br>\nWie geht es weiter? Geht der Gegner mit und die eigene Hand ist am Turn nichts mehr wert, sollte man check\/fold - schieben (check) und aussteigen (fold) - spielen. Ist sie aber spielbar, d.h. Made Hand oder Draw, muss man am Turn erneut setzen.\n<\/p><p>\n<br>\nErh&ouml;ht der Gegner am Flop und man hat nichts, kann man aussteigen. H&auml;lt man allerdings eine spielbare Hand, d.h. eine gute Made Hand oder einen starken Draw, sollte man direkt nochmal erh&ouml;hen und am Turn setzen, um die Initiative zu erhalten. Man sieht hier, dass wir Draws und Made Hands gleich behandeln.\n<\/p><p><\/p><table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/unraisedpotoop\/bet_bet\/de\/hand.xml')\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\"><\/a> \n\t\t\t<\/td>\n<td>\n<ul>\n<li><strong>Bet Flop, Bet Turn<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\t\t\tAn diesem Beispiel wird die Betsequenz, bei der man an Flop und Turn mit einem starkem Draw setzt (bettet), erl&auml;utert.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<h2><a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/unraisedpotoop\/bet_3bet_bet\/de\/hand.xml')\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\"><\/a><\/h2>\n<\/td>\n<td>\n<ul>\n<li> <strong>Bet\/3-Bet Flop, Bet Turn<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\t\t\tIn diesem Beispiel treffen wir einen FlushDraw und einen Open Ended Straight Draw, und der Gegner erh&ouml;ht unseren Einsatz am Flop.\n\t\t\t<\/p><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td> <a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/unraisedpotoop\/bet_cf_mit_ini\/de\/hand.xml')\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\"><\/a><\/td>\n<td>\n<ul>\n<li> <strong>Bet Flop, Check\/Fold Turn mit Initiative<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\t\t\tHero setzt am Flop als Bluff und der Gegner geht mit. Was tun wir am Turn? \n\t\t\t<\/p><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h2>3.2. Unraised Pot, IP<\/h2><p>Diese Situation kommt f&uuml;r uns nur vor, wenn ein Gegner vor uns mitgeht. Schiebt er am Flop, sollte man immer setzen (vergl. 3.1.). Setzt er, steigt man nat&uuml;rlich mit jeder nicht spielbaren Hand aus. Ansonsten geht man am Flop mit, und erh&ouml;ht erst einen weiteren Einsatz vom Gegner am Turn. So erh&auml;lt man mehr Profit von den Made Hands und erh&ouml;ht die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegner aussteigt, mit Draws. &Uuml;berkarten oder Draws mit &auml;hnlich vielen Outs kann man einmal am Flop mitgehen. Am Turn sollte man sich dann aber ohne weitere Verbesserung von der Hand verabschieden.<\/p><table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/unraisedpotip\/bet\/de\/hand.xml')\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\"><\/a> \n\t\t\t<\/td>\n<td>\n<ul>\n<li> <strong>Bet Flop<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\t\t\tIn diesem Beispiel sitzen haben wir Position auf den Gegner und er schiebt am Flop.\n\t\t\t<\/p><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td> <a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/unraisedpotip\/call_raise\/de\/hand.xml')\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\"><\/a><\/td>\n<td>\n<ul>\n<li> <strong>Call Flop, Raise Turn<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\t\t\tEs wird erl&auml;utert, wie man seine Entscheidung trifft, die Sequenz \"Mitgehen (call) und am Turn erh&ouml;hen (raise)\" zu w&auml;hlen. \n\t\t\t<\/p><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p><\/p><h2>3.3. Raised Pot, Gegner Aggressor, OoP<\/h2><p>Diese Situation kommt vor, wenn eine Erh&ouml;hung von uns nochmal erh&ouml;ht wurde oder wenn man eine Erh&ouml;hung im BB mitgeht. Hier folgen wir der unter 2.4. dargestellten Betsequenz: Schwache H&auml;nde spielt man nat&uuml;rlich check\/fold. Mit Made Hands und Draws schiebt man zuerst, da man ja einen Einsatz vom Aggressor erwartet. Diesen Einsatz erh&ouml;ht man dann. Diese Abfolge nennt man auch check-raise (schieben-erh&ouml;hen). Danach sollte man in den meisten F&auml;llen am Turn setzen. Hier muss man abw&auml;gen, wie wahrscheinlich es ist, dass der Gegner das Board auch getroffen hat, schlie&szlig;lich ist er der Preflop Aggressor. Dazu setzt man den Spieler auf einen Handbereich und vergleicht diesen mit der eigenen Hand und dem Board.<\/p><div style=\"text-align: center\">\n\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/raisedpotoop_villainaggressor\/de\/hand.xml')\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\"><\/a>\n\t\t\t<\/td>\n<td>Wir treffen Toppaar, m&uuml;ssen zuerst agieren und haben nicht die Initiative. Wie spielt man nun? \n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/div><p><\/p><h2>\n<\/h2><h2>3.4. Raised Pot, Gegner Aggressor, IP<\/h2><p>Dieser Fall tritt ein, wenn man erh&ouml;ht und der SB oder BB nochmal erh&ouml;ht. Wiederum gilt, dass man aussteigen sollte, wenn man nichts hat. H&auml;lt man aber eine spielbare Hand, gilt gem&auml;&szlig; den Gedankeng&auml;ngen aus 2.4. die Betsequenz call Flop, raise Turn, also am Flop mitgehen (callen), um am Turn zu erh&ouml;hen (raisen).<\/p><p>Aber Achtung: Hier hat der Gegner OoP Preflop erhebliche St&auml;rke gezeigt. Vor allem Made Hands sollten schon deutlich st&auml;rker sein als etwa in 3.1. Mit mittleren Draws und Made Hands sollte man daher eher nach Odds &amp; Outs mitgehen, da die Wahrscheinlichkeit, dass man den Gegner am Turn durch eine Erh&ouml;hung aus der Hand bluffen k&ouml;nnte, sinkt. Er hat einfach h&auml;ufig eine gute Hand, von der er sich nicht trennen m&ouml;chte.<\/p><div style=\"text-align: center\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/raisedpotip_villainaggressor\/de\/hand.xml')\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\"><\/a>\n\t\t\t<\/td>\n<td>Wir halten Toppaar mit bester Beikarte, doch der Small Blind hat viel St&auml;rke vor dem Flop gezeigt. <br>\n\t\t\tSpielen wir nun passiv oder aggressiv? <strong><br>\n\t\t\t<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\n<\/p><\/div><h2>\n3.5. Raised Pot, wir Aggressor, OoP<\/h2><p>\nDieser Fall entsteht, wenn man erh&ouml;ht und hinter einem geht ein Spieler vor den Blinds mit. Hier sollte in jedem Fall die Continuation-Bet erfolgen, auch wenn man nichts getroffen hat. Die Chance ist nicht klein, dass der Gegner auch nicht getroffen hat. Wenn man nicht setzt, kann dieser auch nicht aussteigen.\n<\/p><p>\n<br>\nErh&ouml;ht der Gegner, sollte man mit starken H&auml;nden (Made Hands wie Draws) sofort nochmal erh&ouml;hen und am Turn abermals setzen. Oft hat der Gegner versucht, hier quasi als Semibluff eine Freecard zu erlangen, um Geld zu sparen. Nun wird sie allerdings teurer und man erh&auml;lt die eigene Initiative aufrecht. Hat man aber keinen starken Draw oder wenig Outs, geht man nur mit und check-foldet den Turn unverbessert.\n<\/p><p>\n<br>\nGeht der Gegner den Einsatz am Flop nur mit und wir haben eine gute Hand, setzen wir nat&uuml;rlich am Turn erneut. Haben wir aber nur eine m&auml;&szlig;ige Hand und das Board l&auml;sst Draws zu, k&ouml;nnen wir ein Problem bekommen.\n<\/p><p>\nWenn wir n&auml;mlich erneut setzen und der Gegner erh&ouml;ht, m&uuml;ssen wir einsch&auml;tzen, was diese Erh&ouml;hung bedeutet. Erh&ouml;ht er nur mit sehr starken H&auml;nden, tritt kein Problem auf, wir k&ouml;nnen aussteigen. Was ist aber, wenn er unserer Line aus 3.4. folgt? Er kann nun sowohl eine starke Hand als auch einen Draw haben, so dass wir nicht einfach aussteigen k&ouml;nnen.\n<\/p><p>\n<br>\nHier entstehen schwierige Fragen, die in diesem Zusammenhang nicht weiter er&ouml;rtert werden k&ouml;nnen. Pauschal sollte man erstmal nur mit starken H&auml;nde, wie Top Paar aufw&auml;rts, mitgehen und mit Draws nach Odds &amp; Outs spielen. Steigt man aber in dieser Situation zu oft aus, werden sich die Gegner das merken und man kassiert in Zukunft st&auml;ndig Erh&ouml;hungen in dieser Situation.\n<\/p><p>\nAnstatt am Turn zu setzen, kommt die Betsequenz check\/call Turn in Frage. Eine Gefahr dabei ist allerdings, dass der Gegner eine Freecard nehmen kann. Hier m&ouml;glichst oft die richtige Entscheidung zu treffen, erfordert viel Erfahrung. Das Spiel OoP ist eben nicht leicht und Poker ist ein Spiel mit unvollst&auml;ndigen Informationen.\n<\/p><p><\/p><table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td> <a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/raisedpotoop_heroaggressor\/bet3bet_betmadehand\/de\/hand.xml')\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\"><\/a>\n\t\t\t<\/td>\n<td>\n<ul>\n<li> <strong>Bet\/3-Bet Flop, Bet Turn mit einer Made Hand<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\t\t\tIm Artikel wurde beschrieben, dass wir starke Made Hands und starke Draws gleich spielen. Hier sind <br>\n\t\t\tzwei Beispiele f&uuml;r die Umsetzung dieser Theorie. \n\t\t\t<\/p><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td> <a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/raisedpotoop_heroaggressor\/bet3bet_betmadehand\/de\/hand.xml')\"><br>\n\t\t\t<\/a><\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td> <a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/raisedpotoop_heroaggressor\/bet3bet_betdraw\/de\/hand.xml')\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\"><\/a><\/td>\n<td>\n<ul>\n<li><strong>Bet\/3-Bet Flop, Bet Turn mit einem Draw<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\t\t\tDer Gegner erh&ouml;ht unsere Continuation-Bet und wir halten nur einen Draw. Wie spielen wir nun nach <br>\n\t\t\tdem Artikel?\n\t\t\t<\/p><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<td>&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td> <a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/raisedpotoop_heroaggressor\/betcal_checkfold\/de\/hand.xml')\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\"><\/a><\/td>\n<td>\n<ul>\n<li><strong> Bet\/Call Flop, Check\/Fold Turn<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>\t\t\tDa wir keine &uuml;beraggressiven Spieler sind, geben wir auch mal auf. In dieser Hand wird gezeigt, <br>\n\t\t\twann so ein Punkt erreicht ist und wie wir damit umgehen.\n\t\t\t<\/p><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h2>3.6. Raised Pot, wir Aggressor, IP<\/h2><p>\nDiese Situation entsteht immer, wenn wir erfolgreich einen Spieler isoliert haben. Schiebt er, sollte immer die Continuation-Bet erfolgen. Auf einen Checkraise sollte man nat&uuml;rlich die hoffnungslosen H&auml;nde weglegen. Gleiches gilt, falls er in donkbettet. Mit spielbaren H&auml;nden, wie &Uuml;berkarten oder Draws mit &auml;hnlich vielen Outs, sollte man am Flop einmal mitgehen und am Turn unverbessert auf weitere Gegenwehr aufgeben.\n<\/p><p>\nMit starken Made Hands und starken Draws sollte man am Flop nur mitgehen. Am Turn &uuml;berlegt man sich dann, ob die eigene Hand stark genug f&uuml;r eine Erh&ouml;hung ist, entweder als Semibluff (sind die Outs und die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegner aussteigen k&ouml;nnte, gegeben?) oder um Geld in den Pot zu bekommen. Da unser Gegner trotz unserem Verhalten vor dem Flop St&auml;rke gezeigt hat und er sich daher nicht so oft von seiner Hand trennen wird, kommen hier f&uuml;r das Spiel mit Draws alle drei Optionen infrage: aufgeben, mitgehen oder erh&ouml;hen.\n<\/p><p><\/p><div align=\"center\">\n<div style=\"text-align: center\">\n<table border=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td> <a href=\"javascript:openHandReplayer('strategy\/articles\/fixed\/silber\/standardmoves\/raisedpotip_heroaggressor\/de\/hand.xml')\"><img decoding=\"async\" style=\"margin-right: 10px\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"120\"><\/a><\/td>\n<td>Wir isolieren einen Spieler erfolgreich, der flop kommt uns ganz gelegen, doch der Gegner donkt. <br>\n\t\t\tWas sagt der Artikel? \n\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>\n<\/p><\/div>\n<\/div><table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Frage 7: Wie sieht unsere Standard-Betsequenz in einem unraised Pot aus?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) check\/raise Flop, egal was wir halten.<br>\n\t\t\tb) bet Flop, egal was wir halten.<br>\n\t\t\tc) bet Flop mit einer Made Hand, check\/call Flop mit einem Draw, check\/fold mit M&uuml;ll.<br>\n\t\t\t<strong><br>\n\t\t\tFrage 8: Wie sieht unsere Standard-<\/strong><strong>Betsequenz <\/strong><strong>f&uuml;r die Situation \"Raised Pot, Gegner Aggressor, IP\" aus?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) raise Flop, bet Turn mit einer spielbaren Hand, fold Flop mit M&uuml;ll.<br>\n\t\t\tb) raise Flop, check behind Turn mit einer spielbaren Hand, fold Flop mit M&uuml;ll.<br>\n\t\t\tc) call Flop, raise Turn mit einer spielbaren Hand, fold Flop mit M&uuml;ll.<strong>\n<p>\t\t\tFrage 9: Wie sieht unsere Standard-<\/p><\/strong><strong>Betsequenz <\/strong><strong>f&uuml;r die Situation \"Raised Pot, Gegner Aggressor, OoP\" aus?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) check\/raise Flop, bet Turn mit einer spielbaren Hand, check\/fold Flop mit M&uuml;ll.<br>\n\t\t\tb) donkbet\/3-bet Flop, (donk)bet Turn mit einer spielbaren Hand, check\/raise Flop mit M&uuml;ll.<br>\n\t\t\tc) check\/call Flop, check\/call Turn mit einer spielbaren Hand, check\/call Flop, check\/fold Turn mit M&uuml;ll.\n<p>\t\t\t<strong>Frage 10: Wie sieht unsere Standard-<\/strong><strong>Betsequenz <\/strong><strong>f&uuml;r die Situation \"Raised Pot, wir Aggressor, OoP\" aus?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) bet\/3-bet Flop, check\/call Turn mit einer starken spielbaren Hand, bet\/call Flop, check\/raise Turn mit einer schwachen spielbaren Hand.<br>\n\t\t\tb) bet\/call Flop, check\/raise Turn mit einer starken spielbaren Hand, bet\/fold Flop mit einer schwachen spielbaren Hand.<br>\n\t\t\tc) bet\/3-bet Flop, bet Turn mit einer starken spielbaren Hand, bet\/call Flop, check\/fold Turn unimproved mit einer schwachen spielbaren Hand.<strong><\/strong><\/p>\n<p>\t\t\tFrage 11: Wie sieht unsere Standard-<strong>Betsequenz <\/strong><strong>f&uuml;r die Situation \"Raised Pot, wir Aggressor, IP\" aus?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) bet\/call Flop, call Turn mit einer spielbaren Hand, check\/raise Flop mit M&uuml;ll.<br>\n\t\t\tb) bet\/call Flop, raise Turn mit einer spielbaren Hand, bet\/fold Flop mit M&uuml;ll.<br>\n\t\t\tc) bet\/3-bet Flop, raise Turn mit einer spielbaren Hand, check\/fold Flop mit M&uuml;ll.<\/p>\n<div align=\"right\">\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/8\/\" target=\"_blank\">L&ouml;sungen im Anhang<\/a> \n\t\t\t<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h1>4. Abweichungen von den Standard-Betsequenzen<\/h1><h2>4.1. Keine Abweichungen von der Standard-Betsequenz ohne triftigen Grund<\/h2><p>Die unter 3. vorgeschlagenen Standard-Betsequenzen sind mehrdeutig und somit vom Gegner nicht leicht einzusch&auml;tzen, selbst wenn er wei&szlig;, nach welchen Mustern man agiert. Variationen a la 'Ich gehe Preflop auch schon mal mit AA nur mit, um meine Spielweise zu variieren' sind &ndash; hier wie dort - eher sch&auml;dlich. Deshalb sollte man &ndash; zumindest in der Anfangsphase &ndash; hiervon nicht abweichen. <\/p><p>Mit einem Monster beispielsweise regelm&auml;&szlig;ig auf die Continuation-Bet zu verzichten, ist kontraproduktiv. Erstens ist es verd&auml;chtig. Da die Continuation-Bet absoluter Standard ist, weist ein Verzicht die Gegner bereits auf eine starke Hand hin. Zweitens merkt sich ein mitdenkender Gegner, dass die Continuation-Bet, wenn man sie macht, dann auch nicht mehr besonders stark sein kann. Drittens verschenkt man Profit, wenn der Gegner auch getroffen hat.<\/p><p>Unter 3.5. wurde ein Beispiel daf&uuml;r gegeben, dass man sich nach dem Gegner richten muss, um aufzuzeigen, dass es hier f&uuml;r fortgeschrittene Spieler viel Finetuning geben kann, muss und wird. Aber zun&auml;chst sollte man einfach bei den Standard-Betsequenzen bleiben.<\/p><p><\/p><h2>4.2. Maniac und Calling-Station<\/h2><p>\nEinen triftigen Grund zum Abweichen von den Standard-Betsequenzen gibt es beim Spiel gegen Maniacs (\"Ich brauche nur den Erh&ouml;hen-Button\") und Calling-Stations (\"Ich kenne weder Aussteigen noch Erh&ouml;hen\"): Die Semibluffs funktionieren nicht. Es wird nicht gen&uuml;gend Foldequity aufgebaut. Der Wert von Semibluffs beruht darauf, dass Gegner gelegentlich auch aussteigen k&ouml;nnen. Tun sie das nicht, sind Semibluffs unprofitabel.\n<\/p><p>\nManiacs und Calling-Stations steigen fast nie aus. Von Maniacs gibt es eher eine weitere Erh&ouml;hung, Calling-Stations gehen mit allem bis zum Showdown. Beide Spielertypen repr&auml;sentieren schwache Spieler und man kann mit ihnen Geld verdienen, aber nicht mit unseren Standard-Betsequenzen. Mit Draws muss man auf Semibluffs verzichten und einfach mitgehen.\n<\/p><h2>4.3. Way Ahead\/Way Behind<\/h2><p>Oftmals gibt es die Situation, dass man nicht wei&szlig;, ob man vorne oder hinten liegt, und der Gegner hat die Initiative. Sicher ist nur, liegt man vorne, hat der Gegner kaum Outs, liegt man hinten, hat man selbst kaum Outs. <\/p><p>Der klassische Fall: Man geht mit Axo im BB eine Erh&ouml;hung mit, Flop: Axx in drei verschiedenen Farben. H&auml;lt der Gegner auch ein Ass, liegt man weit hinten, wenn er die bessere Beikarte hat. Man muss seine eigene Beikarte treffen und auch das muss noch nicht einmal reichen. H&auml;lt der Gegner aber kein Ass, liegt er weit hinten. <\/p><p>In dieser Situation ist unsere Standard-Betsequenz check\/raise Flop, bet Turn sowohl in aktiver wie in passiver Hinsicht extrem ung&uuml;nstig. Liegen wir vorn, geben wir dem Gegner die Gelegenheit, sich schnell von der Hand zu verabschieden. <br>\nErheblich mehr Profit erhalten wir, wenn wir ihn immer fr&ouml;hlich weitersetzen lassen. Liegt er vorn, geben wir ihm nicht die Gelegenheit, am Turn zu erh&ouml;hen und so von uns das Maximum zu kassieren. Heads-Up k&ouml;nnten wir kaum aussteigen, sondern wollen bzw. m&uuml;ssen zum Showdown. Selbst wenn wir w&uuml;ssten, dass wir hinten liegen, m&uuml;ssten wir mitgehen, weil ansonsten Gegenspieler beobachten, dass wir bei einem gef&auml;hrlichem Board leicht herausgeblufft werden k&ouml;nnen. <\/p><p>In einer solchen Way Ahead\/Way Behind-Situation (entweder wir liegen weit vorne oder unser Gegner) ist also eine passive Spielweise die bessere Wahl. Wie man leicht nachrechnen kann, erhalten wir so ein Maximum an Profit im Falle, dass wir Way Ahead sind, bzw. verlieren das Minimum im Falle, dass wir Way Behind sind. Sollte sich der Gegner am Turn eine Freecard nehmen, setzen wir nat&uuml;rlich am River.<\/p><p><\/p><table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\" width=\"100%\">\n<tbody>\n<tr>\n<td><strong>Frage 12: Welche Eigenschaft unserer Standard-Betsequenzen f&auml;llt gegen Maniacs\/Calling-Stations weg?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) Die M&ouml;glichkeit, mit Made Hands m&ouml;glichst viel zu gewinnen.<br>\n\t\t\tb) Die M&ouml;glichkeit, kosteng&uuml;nstig Foldequity aufzubauen.<br>\n\t\t\tc) Die M&ouml;glichkeit, sich ein gutes Table-Image aufzubauen.<strong>\n<p>\t\t\tFrage 13: Wie sieht unsere Standard-<\/p><\/strong><strong>Betsequenz <\/strong><strong>in einer wa\/wb-Situation (Gegner Aggressor) aus?<br>\n\t\t\t<\/strong>a) check\/call any street<br>\n\t\t\tb) (donk)bet\/raise Flop, check\/call down ab Turn<br>\n\t\t\tc) check\/raise Flop, bet Turn\n<div align=\"right\">\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/8\/\" target=\"_blank\">L&ouml;sungen im Anhang<\/a> \n\t\t\t<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h1>5. Fazit<\/h1><p>\nDas Spiel gegen einen Gegner am Flop kann sich, wie schon erw&auml;hnt, sehr kompliziert gestalten und l&auml;sst sich nur schwer in ein Schema pressen. Der hier vorliegende Artikel hat euch jedoch einige Standard-Betsequenzen an die Hand gegeben, an denen ihr euch orientieren k&ouml;nnt und auf denen ihr aufbauen k&ouml;nnt.\n<\/p><p>\nNat&uuml;rlich ist es hier unabdingbar, dass ihr w&auml;hrend und auch nach einer Hand aktiv eure Spielweise hinterfragt und der Frage nachgeht, ob es Alternativen gibt und was die Effekte einer solchen w&auml;ren.\n<\/p><h1>6. Anhang: L&ouml;sungen<br>\n<\/h1><p><strong>Frage 1: Zu welcher Kategorie geh&ouml;rt ein Bottom Pair im Heads-up?<br>\n<\/strong>Antwort a ist richtig. Im Heads-up kann selbst ein Bottom Pair stark genug sein.<\/p><p><strong>Frage 2: Zu welcher Kategorie geh&ouml;rt ein Gutshot im Heads-up?<br>\n<\/strong>Antwort c ist richtig. Mit nur einem Gutshot hat man lediglich 4 Outs und somit den Flop verfehlt.<\/p><p><strong>Frage 3: Warum ist es sinnvoll, Made Hands und Draws im Heads-up gleich zu behandeln?<br>\n<\/strong>Antwort b ist richtig. Das Balancing der eigenen Lines f&auml;llt in der Tat wenigen Gegnern auf den Low Limits auf, nichtsdestotrotz vergr&ouml;&szlig;ert sich der GesamtEV, wenn man seine Lines balanced, da man dem Gegner damit mehr M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Fehler bietet.<\/p><p><strong>Frage 4: Welche Aussage ist korrekt?<br>\n<\/strong>Antwort c ist richtig. Der Semibluff wird mit vielen Outs effektiv billiger, da man eine gr&ouml;&szlig;ere Equity hat.<\/p><p><strong>Frage 5: Wie baut man i.Allg. Foldequity auf?<br>\n<\/strong>Antwort c ist richtig. Man muss dem Gegner die M&ouml;glichkeit bieten, zu folden. Ohne Aggression geht das nat&uuml;rlich nicht.<\/p><p><strong>Frage 6: Welches Ziel verfolgt man i.Allg. mit den Standard-Betsequenzen?<\/strong><br>\nAntwort a ist richtig. Das Kosten-Nutzen-Verh&auml;ltnis sollte m&ouml;glichst effektiv sein.<\/p><p><strong>Frage 7: Wie sieht unsere Standard-Line in einem unraised Pot aus?<\/strong><br>\nAntwort b ist richtig. Dieser (Semi)Bluff muss gar nicht h&auml;ufig funktionieren, damit er einen +EV hat.<br>\n<strong><br>\nFrage 8: Wie sieht unsere Standard-Line f&uuml;r die Situation \"Raised Pot, Gegner Aggressor, IP\" aus?<br>\n<\/strong>Antwort c ist richtig: call Flop, raise Turn.<br>\n<strong><br>\nFrage 9: Wie sieht unsere Standard-Line f&uuml;r die Situation \"Raised Pot, Gegner Aggressor, OoP\" aus?<br>\n<\/strong>Antwort a ist richtig: check\/raise Flop, bet Turn<br>\n<strong><br>\nFrage 10: Wie sieht unsere Standard-Line f&uuml;r die Situation \"Raised Pot, wir Aggressor, OoP\" aus?<br>\n<\/strong>Antwort c ist richtig: bet\/3-bet Flop, bet Turn bzw. bet\/call Flop, check\/fold Turn.<br>\n<strong><br>\nFrage 11: Wie sieht unsere Standard-Line f&uuml;r die Situation \"Raised Pot, wir Aggressor, IP\" aus?<br>\n<\/strong>Antwort b ist richtig: bet\/call Flop, raise Turn.<br>\n<strong><br>\nFrage 12: Welche Eigenschaft unserer Standard-Lines f&auml;llt gegen Maniacs\/Calling-Stations weg?<br>\n<\/strong>Antwort b ist richtig. Gegen Calling-Stations hat man praktisch keine Foldequity und gegen Maniacs k&ouml;nnten Semibluffversuche ziemlich teuer werden.<br>\n<strong><br>\nFrage 13: Wie sieht unsere Standard-Line in einer wa\/wb-Situation (Gegner Aggressor) aus?<br>\n<\/strong>Antwort a ist richtig. Ein passiver Calldown hat in einer solchen Situation den gr&ouml;&szlig;ten EV.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel zeigt und erl\u00e4utert verschiedene Standard-Bietsequenzen f\u00fcr das Spiel Heads-up am Flop an einem Shorthanded-Tisch.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[183],"strategy_level":[117],"class_list":["post-57278","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-fixed-limit-silber"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zwei Spieler am Flop - Standardmoves - PokerStrategy DE<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zwei Spieler am Flop - Standardmoves - PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Dieser Artikel zeigt und erl\u00e4utert verschiedene Standard-Bietsequenzen f\u00fcr das Spiel Heads-up am Flop an einem Shorthanded-Tisch.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"PokerStrategy DE\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-07-06T04:49:55+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Est. reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"29\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/264\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/264\\\/\",\"name\":\"Zwei Spieler am Flop - Standardmoves - PokerStrategy DE\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/264\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/264\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/download\\\/content\\\/bilder\\\/flashplayer_thumb_small.jpg\",\"datePublished\":\"2007-08-21T13:45:00+00:00\",\"dateModified\":\"2026-07-06T04:49:55+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/264\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/264\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/264\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/download\\\/content\\\/bilder\\\/flashplayer_thumb_small.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/download\\\/content\\\/bilder\\\/flashplayer_thumb_small.jpg\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/fixed-limit\\\/264\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Strategies\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/strategy\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":3,\"name\":\"Zwei Spieler am Flop &#8211; Standardmoves\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/\",\"name\":\"PokerStrategy DE\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.pokerstrategy.com\\\/de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Zwei Spieler am Flop - Standardmoves - PokerStrategy DE","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Zwei Spieler am Flop - Standardmoves - PokerStrategy DE","og_description":"Dieser Artikel zeigt und erl\u00e4utert verschiedene Standard-Bietsequenzen f\u00fcr das Spiel Heads-up am Flop an einem Shorthanded-Tisch.","og_url":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/","og_site_name":"PokerStrategy DE","article_modified_time":"2026-07-06T04:49:55+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg","type":"","width":"","height":""}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Est. reading time":"29\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/","url":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/","name":"Zwei Spieler am Flop - Standardmoves - PokerStrategy DE","isPartOf":{"@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg","datePublished":"2007-08-21T13:45:00+00:00","dateModified":"2026-07-06T04:49:55+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/#primaryimage","url":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg","contentUrl":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/flashplayer_thumb_small.jpg"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/264\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Strategies","item":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/"},{"@type":"ListItem","position":3,"name":"Zwei Spieler am Flop &#8211; Standardmoves"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/#website","url":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/","name":"PokerStrategy DE","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/strategy\/57278","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/strategy"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/strategy"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=57278"}],"wp:term":[{"taxonomy":"strategy_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/strategy_category?post=57278"},{"taxonomy":"strategy_level","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/strategy_level?post=57278"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}