	{"id":57645,"date":"2008-06-12T09:02:00","date_gmt":"2008-06-12T09:02:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1193\/"},"modified":"2026-07-06T04:55:23","modified_gmt":"2026-07-06T04:55:23","slug":"1193","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/sss\/1193\/","title":{"rendered":"Blinddefense - Wie du deine Blinds verteidigst"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Blinddefense - Wie du deine Blinds verteidigst<\/h1><h1 align=\"left\">Einleitung<\/h1><p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b><\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><i>Die Probleme beim Blinddefend<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>Die Arten des Blinddefends<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>Die gr&ouml;&szlig;ten Leaks beim Blinddefend<br>\n\t<\/i><\/li>\n<\/ul><div style=\"text-align: center; margin-bottom: 12px\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_trennlinie.jpg\" width=\"100%\" height=\"1\">\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nUnter einem Blinddefend im Sinne dieses Artikels verstehen wir eine Situation, in der du im Big Blind oder Small Blind sitzt und preflop genau ein Spieler vor dir erh&ouml;ht. Das Merkmal dieser Situation ist, dass ein Spieler vor dir angezeigt hat, dass er an dem dead Money (die Blinds, welche du teilweise mitbezahlt hast) interessiert ist und demzufolge wohl auch eine Hand h&auml;lt, mit der er darum k&auml;mpfen m&ouml;chte. Hinzu kommt, dass alle anderen Spieler folden, so dass es postflop zu einem Heads-up-Spiel kommen wird.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Situation, dass du im Blind sitzt und ein Spieler vor dir limpt und somit deinen Blind nicht aggressiv angreift, ist in diesem Artikel nicht beschrieben, jedoch k&ouml;nnen einige der hier vorgestellten Aspekte auch auf diese Situation &uuml;bertragen werden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEbenso ver&auml;ndert sich bei einem Coldcaller zwischen dem Preflopraiser und dir die Dynamik sehr stark, was zur Folge hat, dass einige der Konzepte in dieser Situation nur bedingt ihre Anwendung finden und neue Konzepte wie das Squeezeplay greifen.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Warum sollte ich meinen Blind verteidigen?<\/h1><p class=\"emoListintro\">\nIn jeder Pokerform gibt es sogenannte Zwangseins&auml;tze. Seien es nun irgendwelche Antes oder Blinds, jedoch sind genau diese Zwangseins&auml;tze der Grund, warum man das jeweilige Spiel so spielt, wie man es tun sollte. Ohne Zwangseins&auml;tze h&auml;ttest du keine Probleme, ewig auf die wirklich starken H&auml;nde zu warten und diese dann recht aggressiv durchzuspielen in der Hoffnung, dass\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>ein schlechter Spieler deine Strategie nicht kennt und dich auszahlt<\/li>\n<li>ein anderer Spieler nur eine zweitbeste Hand macht\n\t<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nDie Blinds sind genau dazu da, um den Spielern schon einen Anreiz zu geben, in den Pot einzusteigen und das dead Money mitzunehmen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn No-Limit Hold&rsquo;em ist das Blindspiel auf den ersten Blick recht einfach zu meistern. Die Blinds sind im Vergleich zum effektiven Stack meist ein so kleiner Anteil, dass es sich besonders auf den Micro- und Smallstakes nicht lohnt mit marginalen H&auml;nden diesen kleinen Einsatz zu verteidigen und dadurch seinen gesamten Stack potenziell aufs Spiel zu setzen. Steigst du jedoch in die kleineren und normalen Midstakes auf, so wirst du erkennen, dass viele Spieler dazu tendieren, viel zu oft die Blinds anzugreifen, und du ein zu leichtes Opfer f&uuml;r diese Spieler bist, wenn du deine Blinds nicht mit etwas marginaleren H&auml;nden verteidigst, da der Gegner deine Monsterh&auml;nde ansonsten nicht ausbezahlen wird.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDieser Artikel soll dir nun zeigen, was du bei der Verteidigung deines Blinds beachten musst und welche Optionen dir selbst zur Verf&uuml;gung stehen, um auch in den Blinds m&ouml;glichst den gr&ouml;&szlig;ten Profit mit deinen guten H&auml;nden herauszuholen und den Verlust mit schw&auml;cheren H&auml;nden einzugrenzen.\n<\/p><h1 align=\"left\">Was macht das Blindspiel so besonders?<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nZuerst einmal musst du dir die eigentliche Dynamik anschauen, welche sich f&uuml;r einen Spieler im Small Blind\/Big Blind darlegt. Hierzu gibt es vier wichtige Punkte, welche das Spiel aus dem Blind heraus so schwierig gestalten.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDER POSITIONSNACHTEIL\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nGerade in No-Limit Hold&rsquo;em ist Position einer der wichtigsten Faktoren, um die eigene Hand postflop am profitabelsten spielen zu k&ouml;nnen. Daher ist es auch kein Wunder, dass ein guter Spieler darauf bedacht ist, dass seine eigene Range zum Button hin gr&ouml;&szlig;er wird. Gerade in sp&auml;ter Position werden marginale H&auml;nde profitabel und daher auch spielbar.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSpielst du nun aus den Blinds heraus, so hast du  nur preflop die sp&auml;te Position. Postflop wirst du immer einen Positionsnachteil dem Gegner gegen&uuml;ber haben, da du immer zuerst agieren musst. Genau diese Tatsache macht das Blindspiel besonders schwierig, da du out of Position kaum M&ouml;glichkeiten der Potcontrol hast und es somit sehr schwer f&uuml;r dich wird, mit mittelstarken H&auml;nden das Maximum an Value herauszuholen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas folgende kurze Handbeispiel zeigt, wie schwer es f&uuml;r dich in so einer Situation sein kann.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>Beispiel 1:<br>\n<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Reads:<br>\n<\/b>CO: $200, thinking TAG<br>\nHero: $200\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>1\/2 No-Limit Hold'em <\/b><font color=\"#0000ff\">(5 handed<br>\n<\/font><font color=\"#0000ff\">)<\/font><\/p><p><b>Preflop: <\/b>Hero is BB with <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> , <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> <br>\n<font color=\"#999999\"><i><br>\n2 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">CO raises to $7.00<\/font>, <font color=\"#999999\"><i>SB folds<\/i><\/font>, Hero calls $5.00.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu callst preflop, um dein Pocketpaar gegen das Openraise des Gegners auf Setvalue zu spielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Flop: <\/b>($15.00) <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> , <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> , <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\nHero checks, <font color=\"#ff0000\">CO bets $10.00<\/font>, Hero calls $10.00.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nLeider triffst du dein Set nicht. Die Continuationbet des Gegners sagt dir jedoch nicht, ob er auch wirklich diesen Flop getroffen hat. Da seine Range in dieser Situation sehr gro&szlig; ist und er durchaus mit 90% seiner Range hier die Continuationbet ansetzen wird, bist du guter Dinge, dass du hier am Flop noch die beste Hand h&auml;ltst und callst daher die Continuationbet.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Turn: <\/b>($35.00) <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\nHero checks, <font color=\"#ff0000\">CO bets 25$<\/font>, <font color=\"#999999\"><i>Hero folds<\/i><\/font>.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAm Turn kommt eine Overcard zu deinem Pocketpaar und der Gegner feuert eine 2nd Barrel ab. Du hast nun &uuml;berhaupt keine Ahnung, wo du stehst und wei&szlig;t nicht, ob du diese zweite Bet noch einmal callen sollest oder nicht. Aus Angst, hier zu oft die schlechtere Hand zu halten, foldest du jedoch.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Fazit:<\/b> Du stehst sowohl am Flop wie auch am Turn auf verlorenem Posten, da du keinerlei Informationen zur gegnerischen Handst&auml;rke hast und daher nicht wei&szlig;t, woran du bist.<br>\nDein Dilemma geht aber noch weiter. Beginnst du hier als Standardline, dein  2nd Pair am Flop zu checkraisen, so verwandelst du eine Hand mit Showdownvalue in einen Bluff, da der Gegner dein Checkraise tendenziell nur mit besseren H&auml;nden callt oder eventuell sogar mit schlechteren H&auml;nden reblufft und du teuer die bessere Hand foldest.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n&Auml;hnliches gilt f&uuml;r das Turnspiel. Egal welche Line du w&auml;hlst, in der du Aggression zeigst, du verwandelst deine Hand in einen Bluff. Ob du nun check\/raise oder donk\/fold spielst, macht es nicht besser. Deine Hand wird zu einem Bluff. Check\/callst du den Turn und spielst deine Hand ihrem Showdownvalue entsprechend, so legst du deine beiden Karten dem Gegner offen dar, der nun sicher erahnen kann, dass du in diesem Spot eine Hand mit Showdownvalue h&auml;ltst, welche jedoch keiner zu gro&szlig;en Gegenwehr standhalten kann.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nUm nun auf eine 3rd Barrel am River einen Herocall machen zu k&ouml;nnen, ben&ouml;tigst du schon besondere Reads und da diese oft sehr rar sind, wirst du hier sehr oft selbst auf eine Blankkarte am River check\/fold spielen m&uuml;ssen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEgal wie wir es drehen oder wenden, der Positionsnachteil macht es dir sehr schwer, diese Hand postflop profitabel zu spielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDoch nicht nur die mittelstarken H&auml;nde werden dir postflop Kopfzerbrechen bereiten. Selbst die richtigen Monster sind sehr schwer zu spielen. Genau diese Problematik verdeutlicht das folgende Handbeispiel.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>Beispiel 2:<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Reads:<\/b><br>\nCO: thinking TAG, Stack: 200$<br>\nHero: Stack: 200$\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>1\/2 No-Limit Hold'em <\/b><font color=\"#0000ff\">(5 handed)<br>\n<\/font><\/p><p><b>Preflop: <\/b>Hero is BB with <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> , <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> <br>\n<font color=\"#999999\"><i><br>\n2 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">CO raises to $7.00<\/font>, <font color=\"#999999\"><i>SB folds<\/i><\/font>, Hero calls $5.00.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu callst preflop, um dein Pocketpaar gegen das Openraise des Gegners auf Setvalue zu spielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Flop: <\/b>($15.00) <b>3<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> , <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> , <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> <font color=\"#0000ff\">(2 players)<\/font><br>\nHero ???\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu hast die Hitbox bei deinem Preflopcall aktiviert und triffst dein Set. Nun stellt sich nur noch die Frage, wie du am meisten Value aus der Hand herausholen kannst. Sollest du hier am Flop check\/raise oder donk\/3-bet spielen? Oder w&auml;re es nicht besser, den Flop zuerst nur zu check\/callen, um eventuell dann den Turn zu donken? Oder solltest du den Turn nach einem check\/call Flop doch lieber checkraisen?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Fazit:<\/b> In diesem Beispiel reicht es schon, den Flop zu sehen und dir gehen tausende Fragen durch den Kopf und du wei&szlig;t dann doch nicht, wie du nun am besten Value aus der Hand bekommst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSpielst du check\/raise oder donk\/3-bet Flop, musst du schon in dem Ma&szlig;e gl&uuml;cklich sein, dass sich der Gegner auf solch einem Board mit einem Overpair stacken und das Geld in die Mitte wandern l&auml;sst. H&auml;lt er hier nur zwei Overcards, was aufgrund seiner relativ gro&szlig;en Openraising-Range der wahrscheinlichste Fall ist, so wird er auf ein Checkraise sehr leicht folden und auf eine Donkbet teilweise folden und in den seltensten F&auml;llen bluffraisen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSpielst du den Flop nur check\/call und hoffst, dass der Gegner seine Hand soweit verbessert, dass er nun ein Toppair oder &auml;hnliches h&auml;lt, so beginnt das gleiche Spiel erneut. Mit einer Donkbet bekommst du kaum Value aus einer One-Pair-Hand heraus, da diese die Bet nur callen wird, um am River neu zu evaluieren. Checkraist du, so besteht auf der einen Seite die Gefahr eines Checkbehinds des Gegners, wodurch dir eine M&ouml;glichkeit genommen wird, Value aus der Hand zu holen. Gelingt dir ein Checkraise, so wird ein guter Spieler nahezu seine komplette Range, die du schl&auml;gst, folden und nur noch mit besseren H&auml;nden im Pot bleiben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu siehst also, selbst ein solches Monster l&auml;sst sich out of Position nur sehr schwer um Stacks spielen, wenn der Gegner nicht gerade selbst eine sehr starke Hand h&auml;lt, von der er sich nicht verabschieden kann.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDiese beiden Beispiele zeigen eigentlich sehr gut, wie sich dein Positionsnachteil postflop auswirkt. Und genau dies solltest du schon preflop in deine Entscheidung einflie&szlig;en lassen.<br>\nBei beiden H&auml;nden sollte dir deutlich geworden sein, dass deine m&ouml;glichen Spielweisen sehr stark von deiner gesamten Blinddefense-Range abh&auml;ngt. Du brauchst also immer einen Gesamtplan in deinem Spiel, um wirklich aufschlussreich analysieren zu k&ouml;nnen, wie du in den oberen Beispielen deine mittelstarke Hand oder dein Monster spielen solltest.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDIE ERWEITERTEN HANDRANGES DER GEGNER\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nNeben dem Positionsnachteil ist es ebenso wichtig, die gegnerische Range korrekt einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen. Die Openraising-Ranges der jeweiligen Gegner k&ouml;nnen sich sehr stark unterscheiden, wobei zwei Punkte generell zu beachten sind.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nUmso sp&auml;ter die gegnerische Position, desto gr&ouml;&szlig;er ist die Openraising-Range. Viele Spieler haben auf den Midstakes den Grundsatz des Positionsspiels verinnerlicht und passen daher ihre eigene Range ihrer Position an. Ein Buttonraise ist demzufolge schw&auml;cher einzusch&auml;tzen als ein Raise aus UTG.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas zuvor Gesagte trifft nicht auf alle Spieler gleicherma&szlig;en zu. Du kannst nicht davon ausgehen, dass jeder Spieler seine Ranges genau so anpasst, wie du es auch selbst machst. Das setzt eine gewisse Kompetenz des Spielers voraus, welche jedoch von Spieler zu Spieler unterschiedlich ausgebildet ist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu musst dich also unbedingt von folgender Denkweise verabschieden, wenn du dir Gedanken zu deiner Spielweise aus den Blinds heraus machst: &bdquo;Wie spiele ich Hand XY gegen ein Button-Openraise\/UTG-Openraise?&ldquo;\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu musst vielmehr zu diesem Gedanken kommen: &bdquo;Wie spiele ich Hand XY gegen exakt diesen Gegner gegen seine Button-Openraising-Range\/UTG-Openraising-Range?&ldquo;\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin guter Anhaltspunkt ist der &bdquo;Attempt to Steal&ldquo;-Wert vom PokerStrategy Elephant oder PokerTracker, um eine Aussage &uuml;ber die Anpassung der gegnerischen Range bezogen auf die Position zu machen.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDER PSYCHOLOGISCHE EINFLUSS des \"eigenen\" DEAD MONEYS\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nSitzt du selbst in den Blinds, muss dir eins klar sein: Du verteidigst niemals &bdquo;deinen&ldquo; Big Blind oder Small Blind!\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNur weil die Chips noch vor dir liegen, geh&ouml;ren sie dir nicht. Du hast sie in den Pot getan, bevor du deine Hand gesehen hast. Du solltest daher auch nicht dazu verleitet werden, aufgrund der Tatsache, dass das dead Money aus deiner Tasche kommt, nun schlechte und unpassende H&auml;nde aus den Blinds heraus zu spielen, nur weil du &bdquo;dein&ldquo; Geld zur&uuml;ckhaben m&ouml;chtest. Es ist egal, von wem das Geld kommt. Es liegt im Pot! Die Tatsache, dass es von dir stammt, darf dein Spiel nicht negativ beeinflussen.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDEINE ABSOLUTE POSITION\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nBist du im Small Blind oder im Big Blind? Die Antwort auf diese Frage beeinflusst deine Entscheidung ma&szlig;geblich. Abh&auml;ngig von deiner Position hast du die M&ouml;glichkeit, die Setzrunde abzuschlie&szlig;en oder eben nicht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBist du im Small Blind, sollte immer die Spieltendenz der Big Blinds in deine Entscheidung einflie&szlig;en. Tendiert er dazu, viel zu squeezen, 3-Bets light zu callen oder lighte 4-Bets in solchen Blinddefend-Situationen zu machen, solltest du dir dessen bewusst sein.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDeine Callingrange aus dem Small Blind sollte sich stark ver&auml;ndern, wenn du wei&szlig;t, dass hinter dir noch ein Spieler im Big Blind sitzt, welcher sehr gerne solche Situationen ausnutzt, um eine 3-Bet anzusetzen und so den Pot sehr oft direkt preflop mitzunehmen. Allein durch die Tatsache, dass ein squeezefreudiger Spieler im Big Blind sitzt, kann aus einem Call ein Fold werden.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Anwendung der vorgestellten Aspekte<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nBisher hat dieser Artikel die Umgebungsvariablen nur theoretisch beleuchtet. Direkte Ergebnisse f&uuml;r dich, die dir sagen, wie du dein Blinddefendspiel gestalten solltest, gab es noch nicht. Hier ist daher der richtige Punkt zu erw&auml;hnen, dass dieses &bdquo;Vorspiel&ldquo; nicht umsonst war. Theoretisch k&ouml;nntest du dich jetzt an deinen Schreibtisch setzen und nur auf Basis der vorgestellten Parameter deine eigenen Schl&uuml;sse f&uuml;r dein Blinddefensespiel ziehen und dir selbst Klarheit &uuml;ber die eigenen Handranges in den m&ouml;glichen Situationen verschaffen. Denn es sollte klar sein, dass es nicht die eine Strategie gibt, welche f&uuml;r jeden voll und ganz in sein Spiel zu &uuml;bertragen ist. Du musst f&uuml;r dich eine gesunde Mischung finden, welche perfekt in deine Gesamtstrategie passt. Daher nimm dir Zeit daf&uuml;r.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSoviel dazu. Gehen wir weiter im Thema. Zu Beginn stellt sich nat&uuml;rlich eine besondere Frage: Welche Optionen bieten sich dir beim Blinddefendspiel &uuml;berhaupt? Preflop kannst du zwei unterschiedliche Wege einschlagen, welche in diesem Artikel als passiver Defend und als aktiver Defend kategorisiert werden.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDER PASSIVE DEFEND\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDer passive Defend beschreibt die Situation, in der du das Preflopraise nur callst und so kosteng&uuml;nstig einen Flop sehen kannst. Der Vorteil des Calls liegt darin, dass du den Pot nicht zu gro&szlig; werden l&auml;sst und dir so postflop out of Position noch genug Spielraum l&auml;sst, um dich in einem relativ kleinen Pot von mittelstarken H&auml;nden leicht trennen zu k&ouml;nnen. Nach dem Preflopcall selbst stehen dir Unmengen an verschieden m&ouml;glichen Lines zur Verf&uuml;gung, mit denen du die Hand fortsetzen kannst. Ein direkter Check zum Preflopraiser ist daher kein Muss. Den Positionsnachteil kannst du in diesem Sinne sehr gut zu deinem Vorteil ausnutzen, wenn du dich in den richtigen Spots dazu entscheidest, eine Donkbet am Flop anzusetzen. Klick also niemals zu schnell auf den Check-Button, sobald die ersten drei Karten aufgedeckt worden sind!!\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer Nachteil des passiven Defend liegt jedoch ebenso auf der Hand. Du spielst die Hand postflop out of Position und ohne Initiative. Das ist die mit Abstand schlechteste Ausgangsposition, welche man sich vorstellen kann, da du so oft kaum ausreichend Informationen &uuml;ber die gegnerische Handrange hast. Um aus dieser Ausgangssituation eine +EV-Situation zu gestalten, ben&ouml;tigt es also guter Postflop- und Handreadingskills.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDER AKTIVE DEFEND\n<\/div><p class=\"emoListintro\">\nBei einem aktiven Defend entscheidest du dich, das Openraise preflop direkt zu 3-betten. Diese 3-Bet hat gleich mehrere Konsequenzen, welche je nach Spielsituation von Vor- oder Nachteil sein k&ouml;nnen.\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Du erzeugst preflop Foldequity und kannst den Pot direkt gewinnen\n\t<\/li>\n<li>Du tust etwas f&uuml;r dein 3-Betting-Image\n\t<\/li>\n<li>Du definierst die gegnerische Range etwas besser\n\t<\/li>\n<li>Du erh&auml;ltst postflop die Initiative\n\t<\/li>\n<li>Der Gegner ist zu einer Entscheidung gezwungen, wie er gegen die 3-Bets in Position vorgehen will\n\t<\/li>\n<li>Du spielst postflop einen mittleren bis gro&szlig;en Pot out of Position\n\t<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nDu sieht also, dass du durch eine aktive Gegenwehr den Pot preflop zwar gr&ouml;&szlig;er machst, dadurch jedoch die Initiative gewinnst und so durchaus P&ouml;tte gewinnen kannst, welche dir so nicht unbedingt zugestanden h&auml;tten. Einfach durch die Tatsache, dass du den Gegner vor die Entscheidung stellst, ob er nun wirklich um das &bdquo;bisschen&ldquo; dead Money k&auml;mpfen will oder nicht, kannst du diese Situation f&uuml;r dich nutzen, denn du zeigst an, dass du bereit bist, um den Pot zu k&auml;mpfen.\n<\/p><h1 align=\"left\">Die h&auml;ufigsten Fehler bei einem Blinddefend<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDas nun folgende Kapitel befasst sich mit der Frage, worauf du genau achten musst, wenn du dich f&uuml;r einen Blinddefend entscheidest, und zeigt h&auml;ufig gemachte Fehler auf. Wichtig ist hierbei, dass du dir &uuml;ber die grundlegenden Prinzipien im Klaren bist, welche in den Situationen greifen,  um sie dann selbstst&auml;ndig in dein eigenes Spiel integrieren zu k&ouml;nnen. Kannst du die Situation richtig einsch&auml;tzen, steht nichts mehr im Weg, ein kreatives und profitables Blindspiel in dein eigenes Spiel zu integrieren.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDAS SETMININGLEAK\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDer erste wichtige Aspekt, auf den hier nun eingegangen wird, ist eine sehr h&auml;ufig auftretende Situation. Du bekommst im Blind ein kleines bis mittleres Pocketpaar (22-99) und stehst nun vor der Frage, wie du deinen Blind damit verteidigst. Du hast sicher schon viel davon geh&ouml;rt, dass man die kleinen und mittleren Pockets sehr gut auf Setvalue callen kann. Hierf&uuml;r existieren nat&uuml;rlich auch etliche Regeln, welche behaupten &bdquo;man kann exakt dann callen, wenn man das 10- bis 15-fache des zu callenden Betrages noch als Reststack &uuml;brig hat und somit genug implied Odds hat, um bei einem Hit genug zu gewinnen und so die gesamte Situation als +EV-Situation zu gestalten.&ldquo;\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer Gedanke hinter diesem &bdquo;auf Setvalue callen&ldquo; ist unzweifelhaft korrekt. Nur bitte verabschiede dich von solchen Aussagen, dass man das x-fache des zu callenden Betrag braucht. Dieser Gedanke hat n&auml;mlich dann zur Konsequenz, dass, wenn man nur einen Dollar weniger als vorgeschrieben hat, nicht mehr die korrekten implied Odds hat, um callen zu k&ouml;nnen, und daher ein Fold korrekt w&auml;re. Poker ist leider nicht so einfach, dass man sich nur die Stacksizes anschauen muss und dann direkt mit einem Pocketpaar sagen kann, dass man hier auch wirkliche einen +EV-Call macht. Dies w&auml;re leider zu sch&ouml;n.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWas bedeutet das? Viele Spieler callen einfach blind ihre Pocketpaare auf Setvalue, ohne &uuml;berhaupt einmal auf die gesamte Situation zu achten. Wichtige Kriterien, ob man callen sollte, sind doch die gegnerische Range und die Tendenzen des jeweiligen Gegners. Nur wenn die gegnerische Range &bdquo;stark&ldquo; genug ist, um oft genug 2nd best H&auml;nde zu mache, und wenn dann noch der Gegner schlecht genug ist, auch mit diesen oft genug broke zu gehen, kannst du dir &uuml;berhaupt die korrekten Odds anrechnen. Es ist daher oftmals schlichtweg falsch, gegen ein BU-Openraise aus dem SB ein kleines\/mittleres Pocketpaar auf reinen Setvalue zu callen, da die gegnerische Range oftmals so gro&szlig; ist, dass du nicht oft genug mit einem Set ein Payout bekommen wirst. Hinzu kommt, dass du recht oft gegen eine solch weite Range auf eine Continuationbet des Gegners die beste Hand folden wirst. Die Tatsache, dass du postflop out of Position spielen musst und es somit, wie in den Handbeispielen zum Positionsnachteil gut gezeigt, oftmals sehr schwer haben wirst, den maximalen Value aus der Hand herauszuholen, spielt hier eine gro&szlig;e Rolle.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nPocketpaare sind also nicht einfach nur daf&uuml;r da, um sie preflop zu callen und dann postflop mal zu schauen, wo man landen wird, wenn man sein Set nicht getroffen hat. Es ist keine Schande, ein kleines\/mittleres Pocketpaar auch bei auf den ersten Blick guten implied Odds preflop zu folden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDes Weiteren sollte auch klar sein, dass Pocketpaare gerade gegen recht weite Preflop-Openraising-Ranges gute Equitywerte haben. Das hei&szlig;t, man kann mit ihnen durchaus auch einfach 3-betten und so die Initiative an sich ziehen, um den Pot ohne Showdown zu gewinnen oder die M&ouml;glichkeit zu haben, ein Set zu treffen und dann den Gegner in einem reraised Pot mit z.B. einem Toppaar zu stacken.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin einfacher Call mit einem Pocketpair nach bestimmten Setvalue-Regeln ist also nicht zwangsl&auml;ufig +EV. Such dir derartige Spielsituationen aus deiner Elephant- oder PokerTracker-Datenbank und geh einfach mal verschiedene Handranges durch. Der beste Weg, dieses Leak zu beseitigen, ist, daran selbst abseits des Tisches zu arbeiten und sich klar zu werden, dass solche Setvalue-Calls preflop sehr stark vom Gegner und der jeweiligen Situation abh&auml;ngig sind.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDAS BALANCINGLEAK\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nEin weiterer Fehler vieler Spieler ist es, dass sie in einer passiven Blinddefend-Situation ihre Hand nahezu offen spielen. Viele Spieler tendieren dazu, nur Pocketpaare aus dem Blind heraus zu callen, und machen es so dem Gegner recht einfach postflop gegen sie profitabel zu spielen. Du solltest darauf achten, gerade postflop out of Position die jeweils gew&auml;hlte Line auch wirklich insgesamt balanced zu haben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEs kann nicht sein, dass du nur mit getroffenen Sets am Flop donk\/3-bet spielst oder nur mittelstarke H&auml;nde am Flop und Turn check\/call spielst, um dann am River auf eine dritte Barrel zu folden. Deine Ranges sollten immer soweit ausbalanciert sein, dass immer ein paar Semibluffs und Monster enthalten sind. Besonderes Augenmerk solltest du hierbei auf die Preflopcalls legen. Calle nicht nur mit Pocketpaaren! Nimm H&auml;nde wie KQ, AQ, JT hinzu, um deine gesamte Range einfach ausgeglichener zu gestalten und deine &bdquo;donk\/3-bet Flop&ldquo;-Moves bzw.  deine &bdquo;check\/raise Flop&ldquo;- oder &bdquo;check\/call, donk Turn&ldquo;-Moves insgesamt gr&ouml;&szlig;er zu gestalten, so dass der Gegner dazu gezwungen wird, auch mal mit Toppair, no Kicker dein Checkraise am Flop und deine Turnbet zu callen, ohne zu wissen, ob er nun in ein Set l&auml;uft oder doch gegen einen Semibluff vorne liegt.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDAS 4-BET\/FOLD-LEAK\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDas n&auml;chste Leak geht nun weg vom passiven Blinddefend und tritt daf&uuml;r nur zu h&auml;ufig im aktiven Blinddefend auf. Du musst bei einer Preflop-3-Bet bedenken, gegen welchen Gegner du diese machst, wie es um dein Tableimage steht und welche History du mit dem Gegner hast. Gerade in den Midstakes beginnen viele Regulars damit, sehr light klein zu 4-betten. Hast du gegen diese Gegner eine zu gro&szlig;e 3-Betting-Range aus dem Blind heraus und foldest dann alles au&szlig;er deine Monster auf eine 4-Bet, solltest du die 3-Bet direkt sein lassen. In solch einer Situation bist du das perfekte Opfer f&uuml;r einen aggressiven 4-Better.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHast du ein tightes Image und spielst du gegen einen aktiven Regular, dann nutz doch einfach dein Image. Es ist nichts dabei, wenn du auf eine kleine 4-Bet, mit der sich der Gegner nicht committet hat (das ist wichtig, um auch Foldequity zu haben), eine Bluff-5-Bet anzusetzen und deinen gesamten Stack f&uuml;r 100 BB in die Mitte zu stellen. Gerade mit einem normal tighten Image erzeugst du mit diesen Bluffs eine enorme Foldequity und bekommst dadurch sp&auml;ter auch etwas mehr Value aus deinen Monstern heraus. Dabei ist nat&uuml;rlich zu sagen, dass man in dieser Situation nicht von einem Bluff sprechen sollte. Es ist vielmehr ein Semibluff, denn mit gut ausgew&auml;hlten H&auml;nden hast du auch gegen normale Push-Calling-Ranges noch eine sehr gute Equity.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nGehst du von einer Callingrange von JJ+, AK aus, so hast du beispielsweise mit 99 33% Equity, mit ATs 29% und mit AQs 31%.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nUnd beginnt der Gegner erst einmal, seine Callingrange in solchen Situation zu vergr&ouml;&szlig;ern, so bekommst du massig Value aus AA, KK und es verbessert sich die Equity deiner Semibluffs.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWichtig bei diesen &Uuml;berlegungen, wie du gegen aktive 4-Better vorgehen solltest, ist nat&uuml;rlich, dass dir klar sein sollte, dass ein Call einer 4-Bet sehr oft eine sehr schlechte Entscheidung ist. Ansonsten gilt es, sich zu wehren und immer auf die jeweilige Situation einzugehen. Denn auch hier gibt es keine festen Regeln. Der Gegner, das Image und die History m&uuml;ssen einfach stimmen, um die Situation  +EV zu gestalten. Auch diese Anpassung kann zu einem Leak werden, wenn man damit beginnt, zu viel preflop zu pushen.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDAS CONTINUATIONBETLEAK\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nSollte eine Continuationbet immer die gleiche Gr&ouml;&szlig;e haben? Sollte man bei bestimmten Boardtexturen immer contibetten? Diese Fragen lassen sich ganz gut beantworten: Jain!\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn diesem Abschnitt geht es nun darum, wie du dich in einem 3-bet Pot hinsichtlich der Continuationbet verh&auml;ltst, nachdem du deinen Blind preflop aggressiv verteidigt hast.<br>\nEin wichtiger Punkt, welcher unbedingt angesprochen werden muss ist, dass deine Continuationbets kleiner sein sollten als in einem normalen raised Pot. Damit ist nat&uuml;rlich gemeint, kleiner relativ zur Potsize. Aber warum?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDeine Continuationbet selbst gibt meist keinerlei Auskunft &uuml;ber deine Handst&auml;rke. Der Sinn dieser Bet ist es, den Gegner vor eine Entscheidung zu stellen und den Pot, sofern du eine sehr gute Hand hast, soweit zu vergr&ouml;&szlig;ern, dass dir die M&ouml;glichkeit offen steht, bis zum River deinen gesamten Stack elegant in die Mitte zu schieben. Spielst du in einem 3-bet Pot, hast du in den seltensten F&auml;lle Schwierigkeiten deinen Stack durch die einfache Line bet Flop, bet Turn, bet River schlussendlich in die Mitte zu schieben. Daher ben&ouml;tigst du am Flop keine 3\/4 oder ganze Potsizebet. Mit zu gro&szlig;en Continuationbets l&auml;dst du den Gegner nur dazu ein, dich entweder direkt am Flop All-In zu raisen oder einfach am Flop zu callen, so dass du am Turn mit einer unimproved Hand vor einer d&auml;mlichen Entscheidung stehst und dich fragst, ob du nun noch einmal barreln sollest, wodurch du dich meist selbst committest, oder ob du die Hand aufgeben sollest.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin Merkmal f&uuml;r dieses Leak ist also, wenn du zu oft den Flop zu hoch contibettest und den Turn dann check\/foldest. Dadurch verlierst du  immense Summen an Geld.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEine Continuationbet im Bereich von 1\/2 bis 2\/3 Potsize reicht meist v&ouml;llig aus, um deine Ziele zu erreichen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAber nicht nur die Betgr&ouml;&szlig;e ist ein gro&szlig;es Leak bei einer Continuationbet out of Position in 3-bet Pots. Ebenso wichtig ist die Boardtextur. Prinzipiell sollte klar sein, dass postflop bei kleineren Reststack-zu-Pot-Verh&auml;ltnissen die Handst&auml;rke abnimmt, mit der man bereit ist, broke zu gehen. Und hat man noch selbst die M&ouml;glichkeit, das All-In auszuf&uuml;hren dadurch noch einiges an Foldequity zu erzeugen, ist das nat&uuml;rlich eine sehr gute Situation.  Du musst also bei einem -rainbow J-high-Flop mit KK nicht unbedingt contibetten. Sehr oft wird der Gegner selbst versuchen, den recht gro&szlig;en Pot einzusacken, und committet sich meist selbst dadurch zum Pot, ohne dies eigentlich beabsichtigt zu haben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAnsonsten musst du dir nat&uuml;rlich immer im Klaren dar&uuml;ber sein, wie die jeweilige 3-Bet-Callingrange des Gegners aussieht. Prinzipiell ist zu dieser zu sagen, sofern man hier von einem thinking TAG ausgeht, dass er recht wenige Asse und vermehrt Pocketpaare und spekulative H&auml;nde halten wird. Daher sind auch trockene A- oder K-high-Boards eine sehr gute Gelegenheit f&uuml;r eine Continuationbet mit unimprovten Non-Pair-H&auml;nden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nJedoch solltest du auch den Aspekt der Potcontrol im Blick behalten, welcher auch in 3-bet Pots seine Anwendung findet. H&auml;ltst du eine mittelstarke Hand, welche gute Chancen hat, einen uncontested Showdown zu gewinnen, solltest du dazu tendieren, von einer Continuationbet abzusehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu solltest auch keine Probleme haben, je nach Gegner auf einem Flop: <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><b>5<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> mit <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> nach einer Preflop-3-Bet den Flop zu check\/folden. Gerade wenn du das Balancingleak aus dem passiven Defend auf den aktiven Defend &uuml;bertr&auml;gst, sollte dir klar sein, dass, wenn du eine gute Range hast, mit der du den Flop check\/raise All-In spielst, du diese Line mit &bdquo;check\/fold Flop&ldquo;-Lines ausgleichen musst.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDAS POLARISATIONSLEAK\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nEinen Aspekt, welche viele Spieler beim 3-Betten ihrer H&auml;nde aus dem Blind heraus vergessen ist, dass sie durch ihre 3-Bet dazu tendieren, die gegnerische Range in gewissen Ma&szlig;en zu polarisieren. Nun, was meint dieses &bdquo;Polarisieren&ldquo; genau? Hier ein Beispiel:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin aktiver TAG openraist seinen Button und du bist im BB mit ATo. 3-bettest du nun, sollte dir bewusst sein, dass du durch deine 3-Bet all die schlechteren Asse aus der gegnerischen Openrange zum Folden bekommst und meist nur noch gegen AQ+ spielen wirst. Du spielst also bei einem Hit am Flop meist gegen ein besseres Ass und kannst daher nicht sehr froh dar&uuml;ber sein, wenn der Gegner dir viel Action gibt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBei einer 3-Bet musst du also immer darauf achten, wie du dadurch die gegnerische Range ver&auml;nderst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin &auml;hnliches Dominationsproblem hast du auch, wenn du preflop ein Openraise nur callst. Schwache Asse oder K&ouml;nige sind daher einfach sehr schlechte H&auml;nde, um sie in solchen Situationen out of Position zu spielen, da du postflop nie gl&uuml;cklich sein kannst, das Geld vollst&auml;ndig in die Mitte schieben. Hinzu kommt, dass du es aufgrund des Positionsnachteils immer sehr schwer hast, die Potgr&ouml;&szlig;e zu kontrollieren. Insgesamt bedeutet das also, dass du unbedingt vermeiden musst, out of Position tendenziell dominierte H&auml;nde zu spielen.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDAS DOMINATIONLEAK\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDas zuvor Gesagte betrifft auch deine eigene 3-Bettingrange aus der Blind heraus. Aufgrund der Problematik mit der Domination der eigenen H&auml;nde durch den Gegner solltest du mittelstarke Highcard-H&auml;nde nicht 3-betten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDa deine legitime 3-Betting-Range daher recht klein erscheint und du dadurch recht wenig Aktion bekommen wirst, wenn du denn 3-bettest, bietet es sich an, die eigene Range so zu polarisieren, dass du entweder H&auml;nde 3-bettest, welche der gegnerischen Range &uuml;berlegen sind, oder H&auml;nde, welche eine sehr gute Postflop-Playability aufweisen und nicht so leicht dominiert sind bzw. leicht zu folden sind, sofern sie es doch sein sollten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDamit gemeint sind H&auml;nde wie 76s, T8s, 97s, etc... Mit diesen H&auml;nden kann man postflop recht gut  spielen und wei&szlig; sehr oft aufgrund der Postflopaktion, wie die ungef&auml;hre Equity der eigenen Hand gegen die gegnerische Hand aussieht. Hinzu kommt, dass es dir mit solchen H&auml;nden bei Gegenwehr nicht so schwer f&auml;llt, diese zu folden, da du meist schwache made Hands getroffen hast. Triffst du jedoch einen perfekten Flop und der Gegner kann sich selbst von seiner One-Pair-Hand nicht verabschieden, so ist das eine gute M&ouml;glichkeit, um den gegnerischen Stack einzusacken.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Fazit<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDieser Artikel hat dir hoffentlich gezeigt, auf was du bei deinem Blindspiel achten musst.<br>\nWerd also aktiv und schaut dir die hier vorgestellten Leaks einmal genauer an, ob sie in deinem Spiel auftreten und beseitige sie, sofern vorhanden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin paar Stunden abseits des Tisches, in denen du dich um solche Dinge k&uuml;mmerst, werden dein gesamtes Spiel und dein Spielverst&auml;ndnis auf eine neue Stufe bringen und dir somit sehr viele Dollar zus&auml;tzlich zu deiner Bankroll bescheren.\n<\/p><table class=\"emoLinkbox\" style=\"margin-top: 24px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_video.jpg\" width=\"32\" height=\"24\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Videos:<\/b><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/504\">Valueplay NL200 von Sebra<\/a>\n\t\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" width=\"33\" height=\"25\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Verwandte Artikel:<br>\n\t\t\t\t\t\t<\/b><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/183\/\">Wie verwendest du PokerTracker-Stats?<\/a><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/273\/\">Valuemaximierung - Profit aus starken H&auml;nden holen<\/a><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/140\/\">Pot Control - Den Pot unter Kontrolle halten<\/a>\n\t\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_forum.jpg\" width=\"32\" height=\"24\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Diskussionsforum:<\/b><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/forum\/thread.php?threadid=397264\">Diskutiere den Inhalt dieses Artikels im Forum<\/a> <\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel befasst sich mit dem Thema Blinddefense. 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