	{"id":57653,"date":"2008-08-12T14:06:00","date_gmt":"2008-08-12T14:06:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1285\/"},"modified":"2026-07-06T04:55:28","modified_gmt":"2026-07-06T04:55:28","slug":"1285","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/sss\/1285\/","title":{"rendered":"Einf\u00fchrung in das Heads-up-Spiel"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Einf&uuml;hrung in das Heads-up-Spiel<\/h1><h1 align=\"left\">Einleitung<\/h1><p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b><\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><i>Du brauchst mindestens 50 Stacks <br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>Pick dir die Fische heraus<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>Loose in Position, tight out of Position<br>\n\t<\/i><\/li>\n<\/ul><div style=\"padding: 0pt; text-align: center; margin-bottom: 12px; margin-top: 0pt\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_trennlinie.jpg\" width=\"100%\" height=\"1\">\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nF&uuml;r viele gilt das Heads-up-Spiel als die K&ouml;nigsdisziplin des Pokerns. Andere reizt auch nur der Kampf Mann gegen Mann, doch wie auch immer man es sieht, Heads-up gewinnt zusehends mehr und mehr Interessenten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDieser Artikel bringt dir die wichtigsten Besonderheiten dieser Spielart n&auml;her. Du erf&auml;hrst, was in Hinsicht auf Bankrollmanagement und Tableselection zu beachten ist. Ebenfalls werden die Grundz&uuml;ge des Preflopspiels dargestellt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDass nur Grundprinzipien dargestellt werden k&ouml;nnen, erkl&auml;rt sich fast von selbst. No-Limit Hold&rsquo;em ist ein stark situationsabh&auml;ngiges Spiel, Heads-up No-Limit noch viel mehr. Im Heads-up gewinnt derjenige, der sich am besten auf seinen Gegner einstellen kann, und trotz vieler &Auml;hnlichkeiten ist jeder Gegner doch einzigartig.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDeshalb solltest du diese Variante auch nicht versuchen, bevor du nicht deine Lehrzeit auf Full Ring und Shorthanded hinter dich gebracht hast. Ohne gute Postflopskills und Handreading-Fertigkeiten ist Heads-up f&uuml;r dich nichts weiter als Gl&uuml;cksspiel.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Bankrollmanagement<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDa die Matches Heads-up in der Regel deutlich aggressiver sind und du dementsprechend auch h&auml;ufiger All-In bist bzw. gro&szlig;e P&ouml;tte spielst, ist auch die Varianz sehr hoch. Das muss sich auch auf dein Bankrollmanagement auswirken. Ein konservatives Bankrollmanagement mit mindestens 50 Stacks ist dringend angeraten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWer schnell aufsteigen will, der kann auch gelegentlich nach folgendem System kleine Shots starten: Hast du eine Bankroll von $6000 erreicht, kannst du einen Shot auf NL200 wagen. Solltest du dort 5 Stacks verlieren, somit nur noch $5000, 50 Stacks f&uuml;r NL100, &uuml;brig haben, gehst du sofort wieder auf NL100 zur&uuml;ck.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSo f&auml;hrst du im Grunde weiter mit einem 50-Stacks-Bankrollmanagement, aber die Aufstiege gehen schneller vonstatten. Wie immer bei Shots gilt: Tiltresistenz und Disziplin sind Grundvoraussetzungen. Egal was f&uuml;r einen fetten Fisch du auf einem h&ouml;heren Limit auszumachen vermeinst oder wie langsam es dir auf deinem Stammlimit vorangeht, wenn du nicht absteigen kannst oder den Tilt nicht unter Kontrolle hast, bist du ganz schnell der Fisch.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Varianz kann dich hart erwischen im Heads-up. Schreib es dir hinter die Ohren: Du musst absteigen k&ouml;nnen. Du musst den Tilt unter Kontrolle haben. Wenn nicht, ist Heads-up nicht dein Spiel.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Tableselection<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nGerade bei NL Heads-up sieht man oftmals astronomisch hohe Winrates auch auf gr&ouml;&szlig;ere Samplesizes. Doch wie kommen diese zustande? Eigentlich ist das recht leicht zu erkl&auml;ren. Wenn du 6max spielst und dir dort ein riesiger Fisch auff&auml;llt, musst du diesen meist mit vier anderen Spielern teilen. Du wirst nicht jede Hand gegen ihn spielen k&ouml;nnen und dementsprechend ist sein Anteil an deiner Winrate &uuml;berschaubar.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm Heads-up hingegen hast du einen solchen Spieler f&uuml;r dich allein und du kannst deine Edge ihm gegen&uuml;ber in jeder einzelnen Hand ausspielen. Die Situation ist also vergleichbar mit einem 6max-Tisch, an dem f&uuml;nf riesige Fische sitzen &ndash; eine im Vergleich zu Heads-up &auml;u&szlig;erst seltene Situation.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSomit d&uuml;rfte recht klar sein, dass die Tableselection wohl der wichtigste Punkt in der Spielvorbereitung ist. Das wird von vielen Spielern stark untersch&auml;tzt. Doch wie soll man das in der Praxis gestalten?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEs empfiehlt sich, &auml;hnlich wie du es von den Ringgames gew&ouml;hnt bist, eine gro&szlig;e Datenbank mit vielen geminten H&auml;nden zu erstellen, damit du auch gegen Leute, welche du bisher noch nicht als Gegner hattest, einen gewissen Read erlangst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Stats m&uuml;ssen hier nat&uuml;rlich ganz anders betrachtet werden. Du suchst nicht mehr nach Leuten mit m&ouml;glichst hohem VPIP, sondern nach Gegnern mit anderen Leaks. Wenn du eine wirklich gro&szlig;e Samplesize hast, kannst du nat&uuml;rlich einfach auf den &bdquo;Amount Won&ldquo; bzw. in diesem Fall Amount Loss achten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAnsonsten suchst du Gegner, die zu viele H&auml;nde oop spielen, also Leute, bei denen ein gro&szlig;er Unterschied zwischen VPIP und PFR besteht. Auch ein sehr hoher &bdquo;Fold to Continuationbet&ldquo;-Wert ist w&uuml;nschenswert, denn dieser erm&ouml;glicht es dir, sehr viele P&ouml;tte direkt am Flop unimproved zu gewinnen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nFalls du vorhast, auf Full Tilt Poker zu spielen, ist es auch hilfreich, sich direkt Notes &uuml;ber die St&auml;rke deiner Gegner zu erstellen. Hast du also ein paar H&auml;nde gegen einen guten Gegner gespielt, gib ihm einfach ein rotes Symbol, suche einen neuen Tisch und meide diesen Spieler in Zukunft.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSpielst du hingegen gegen einen Fisch, gib ihm ein gr&uuml;nes Symbol. Du kannst dir da ein eigenes Farbschema ausdenken und andere Farben f&uuml;r weitere Spielertypen verwenden.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Wie sehen deine Preflop-Ranges aus?<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nZuerst einmal sei angemerkt, dass die Unterschiede zu 6max gar nicht so gro&szlig; sind, wie man das eigentlich vermuten sollte. Im Grunde gilt das gleiche Prinzip: Man setzt seine Gegner auf eine Range und versucht, dagegen die bestm&ouml;gliche Entscheidung zu treffen, so wie bei jeder anderen Pokervariante auch. Postflop sind die Unterschiede also nicht sehr gro&szlig;, auch wenn sich aufgrund der weiten Ranges mehr M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Moves ergeben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer Unterschied ist allerdings, dass es keine Multiway-P&ouml;tte gibt und gerade das Preflopspiel deutlich looser ist. Somit steht man auch am Flop automatisch h&auml;ufiger unimproved da.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDa man jede Entscheidung im Grunde komplett abh&auml;ngig vom jeweiligen Gegner zu treffen hat, ist es deutlich schwerer, Richtlinien zu geben, nach denen man am Tisch verfahren sollte, da unter gewissen Umst&auml;nden eigentlich jede Line denkbar sein kann. Doch einige gemeinsame Grundlagen kann man angeben.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDU BIST IM SMALL BLIND\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nIm Heads-up hast du im Small Blind postflop immer Position und somit einen riesigen Vorteil. Diesen willst du m&ouml;glichst oft nutzen und kannst somit sehr viele H&auml;nde spielen. Allgemein empfiehlt es sich, im Small Blind immer zu raisen oder zu folden. Eine sinnvolle Raising-Range ist die folgende:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n22+, A2s+, A2o+, K2s+, K2o+, Q2s+, Q6o+, J2s+, J7o+, T6s+, T7o+, 96s+, 97o+, 85s+, 86o+, 74s+, 75o+, 64s+, 65o+, 53s+, 54o, 43s, 32s\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDiese muss nat&uuml;rlich angepasst werden, je nach Gegner. Du kannst noch looser werden, wenn der Gegner seinen BB nur sehr selten defendet oder oft nur passiv defendet und dann oft auf Continuationbets foldet. Je mehr Foldequity du hast, desto looser solltest du spielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nTighter werden sollte man in der Regel nicht, h&ouml;chstens gegen Leute, die sehr viel 3-betten oder einem postflop sehr viel Action geben, so dass man wenig P&ouml;tte ohne Showdown sieht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWenn der Gegner 3-bettet, musst du deine Entscheidung nat&uuml;rlich komplett von seiner 3-Betting-Range abh&auml;ngig machen, und das Spiel unterscheidet sich nur geringf&uuml;gig von bekannten Ringgames. Du wirst nat&uuml;rlich auf viele Gegner treffen, die deutlich mehr 3-betten als du das gewohnt bist, was aber auch nur dazu f&uuml;hrt, dass du selbst etwas looser weiterspielen musst.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDU BIST IM BIG BLIND\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nIm Big Blind solltest du sehr tight spielen, da du den Rest der Hand out of Position weiterspielen musst. Es gilt also wie bei allen anderen Varianten wieder:  in Position loose &ndash; out of Position tight!\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWenn du den Gegner noch nicht so genau kennst, ist es meist leichter, H&auml;nde, die du spielen willst, selbst zu 3-betten, da so postflop aufgrund der begrenzten Stacksizes weniger Spielraum f&uuml;r gro&szlig;e Fehler bleibt und du ohnehin schneller committed bist, wenn du den Flop auch nur ansatzweise getroffen hast.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWelche H&auml;nde du genau defendest und ob du sie aktiv oder passiv defendest, ist wieder komplett gegnerabh&auml;ngig. Eine allgemeine Range, die man wohl immer defenden sollte, ist folgende:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n22+, A8s+, ATo+, KTo+, K9s+, QTo+, Q9s+, JTo, J9s+, T8s+, 97s+, 87s, 76s, 65s\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nOftmals geht es nat&uuml;rlich auch looser, gerade wenn man gute Reads gesammelt hat und in der Lage ist, seinen Gegner postflop auch auszuspielen, aber gerade gegen unknown sollte man vor allem nicht bei den Ax-H&auml;nden looser werden. Man kommt sonst n&auml;mlich stets in sehr schwer zu spielende &bdquo;way ahead \/ way behind&ldquo;-Spots, die ohne Informationen sehr teuer werden k&ouml;nnen.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Fazit<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nLetztlich sind Heads-up-Cashgames auch nicht viel anders als andere No-Limit-Cashgames. Das Spiel ist allgemein etwas looser, aber es bleibt dabei, dass man sich die Ranges der Gegner &uuml;berlegen muss und dann entsprechend seine Entscheidung trifft. Somit sind die Unterschiede gerade postflop nur sehr gering und werden in diesem allgemeinen Einf&uuml;hrungsartikel nicht weiter behandelt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWas jedoch stark zu Tage tritt, ist der Einfluss der Varianz. Im Heads-up kann es schnell einiges Stacks hoch oder runter gehen. Das kann schnell aufs Gem&uuml;t und damit auf die eigene Spielweise schlagen. Der Tilt lauert an jeder Ecke. Erfahrenere Spieler legen es geradezu drauf an, ihre Gegner auf Tilt zu bringen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAuch wenn es spielerisch aussieht und dein Gegner ein Riesenfisch zu sein scheint, verlangt dir das Spiel mental einiges ab. Habe die Disziplin, vom Tisch zu gehen, wenn du Mist baust. Steige in den Limits ab, wenn du es musst. Es haben schon einige gute Spieler geschafft, ihre Bankroll zu vertilten, weil sie sich gesagt haben: &bdquo;Wieso aufh&ouml;ren? Ich hab doch eine riesige Edge.&ldquo;\n<\/p><table class=\"emoLinkbox\" style=\"margin-top: 24px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_video.jpg\" width=\"32\" height=\"24\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Videos:<\/b><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/1230\">NL100 Heads-up Sessionreview von Kendo<\/a><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/1414\">NL200 Heads-up Sessionreview von Kendo<\/a>\n\t\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" width=\"33\" height=\"25\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Verwandte Artikel:<br>\n\t\t\t\t\t\t<\/b><b><br>\n\t\t\t\t\t\t<\/b><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/194\/\">Was tun, wenn du way ahead \/ way behind bist?<\/a><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/202\/\">Wann lohnt sich eine 2nd oder 3rd Barrel?<\/a><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/7-card-stud\/1239\"><\/a>\n\t\t\t\t\t\t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_forum.jpg\" width=\"32\" height=\"24\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Diskussionsforum:<\/b><br>\n\t\t\t\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/forum\/thread.php?threadid=451366\">Diskutiere den Inhalt dieses 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