	{"id":57691,"date":"2009-02-06T10:45:00","date_gmt":"2009-02-06T10:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1459\/"},"modified":"2026-07-06T04:56:08","modified_gmt":"2026-07-06T04:56:08","slug":"1459","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/sss\/1459\/","title":{"rendered":"Der Sinn eines Calldowns in NL Hold'em"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Der Sinn eines Calldowns in NL Hold'em<\/h1><h1 align=\"left\">Einleitung<\/h1><p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b><\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><i> Ob du das Konzept des Calldowns von FL auf NL &uuml;bertragen kannst<br>\n\t<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i> Was die Unterschiede in der Anwendung eines Calldowns sind<br>\n\t<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i> Wann du eine calldown&auml;hnliche Line spielen kannst<br>\n\t<br>\n\t<\/i><\/li>\n<\/ul><div style=\"text-align: center; margin-bottom: 12px\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_trennlinie.jpg\" height=\"1\" width=\"100%\">\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nPokerstrategen die schon einige Erfahrung mit Fixed Limit Hold'em gesammelt haben und nun auf No-Limit Hold'em wechseln, sind sehr vertraut mit dem Konzept des Calldowns. Oft hast du eine Hand, die gen&uuml;gend Equity gegen die gegnerische Handrange besitzt, um mehrere Bets zu callen und so zu einem Showdown zu gelangen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn diesem Artikel erf&auml;hrst du, inwiefern du dieses Konzept auch auf No-Limit Hold'em &uuml;bertragen kannst und worin die Unterschiede liegen.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Die mathematische Betrachtung eines Calldowns im Fixed Limit Hold'em<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nSpielst du in der Fixed Limit Variante einen Calldown, so kannst du diesen mathematisch sehr einfach betrachten, um zu sehen, inwiefern dein Calldown korrekt war. Meist beginnt die Entscheidung eines Calldowns nach der Aktion am Flop bzw. Turn oder dem Erscheinen einer speziellen Karte.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL FIXED LIMIT:\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nLimit: $5\/$10<br>\n6 players<br>\nUTG: 68,4\/47,9\/1,4\/57,8\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>(6 players) Hero is BB with <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"> <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><br>\n<i><font color=\"#999999\">UTG folds<\/font><\/i>, UTG+1 calls, <font color=\"#999999\"><i>3 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises<\/font>, UTG+1 calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Flop: <\/b><b>6<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> (4.4SB, 2 players)<br>\n<font color=\"#ff0000\">Hero bets<\/font>, UTG+1 calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Turn: <\/b><b>8<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"> (3.2BB, 2 players)<br>\n<font color=\"#ff0000\">Hero bets<\/font>, <font color=\"#ff0000\">UTG+1 raises<\/font>, Hero calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>River: <\/b><b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> (7.2BB, 2 players)<br>\nHero checks, <font color=\"#ff0000\">UTG+1 bets<\/font>, Hero calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn dieser Hand spielst du ausnahmsweise Fixed Limit und h&auml;ltst am Turn Toppair mit gutem Kicker. Nach dem gegnerischen Turnraise stellt sich f&uuml;r dich nun nur eine Frage: Wie sieht deine Equity gegen die gegnerische Handrange aus?\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nMathematisch kannst du einen Calldown vereinfacht wie folgt betrachten:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nE = Equity deiner Hand gegen die gegnerische Handrange<br>\nP = Potsize am Turn nach dem gegnerischen Raise (Angabe in Big Bets)<br>\nBg  = erwartete Anzahl an Big Bets, die der Gegner bis zum Showdown noch bettet <br>\nBc = erwartete Anzahl an Big Bets, die bis zum Showdown noch zu callen sind\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(Calldown) = E * (P + Bg) - (1-E) * Bc <\/i><br>\n<i><br>\nE &gt; Bc \/ (P + Bg + Bc)<br>\n<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nMit den Angaben des oberen Beispiels erh&auml;ltst du folgendes Ergebnis f&uuml;r deine Mindestequity f&uuml;r einen Calldown:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> P = 6,25BB<\/i><br>\n<i><br>\nBc = 2BB<br>\nBg = 1BB<br>\n<\/i>\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> E &gt; 2 \/ (6,25 + 1 + 2) <\/i><br>\n<i><br>\nE &gt; 21,62%<br>\n<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nH&auml;ltst du also mit deiner Hand eine Equity &gt; 21,6% gegen die gegnerische Handrange, mit der er den Turn raist und den River bettet, so hast du hier einen +EV Spot f&uuml;r einen Calldown.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAnnahme &uuml;ber eine gegnerische Handrange:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nQQ+, 88-66, AQs, KQs, Q2s+, 95s, 86s+, 76s, 54s, AQo, KQo, Q2o+, 95o, 86o+, 76o, 54o\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMit dieser Handrange h&auml;lt der Gegner Sets, Toppairs, Straights, Twopairs.<br>\nGegen diese Handrange h&auml;ttest du am Turn eine Equity von 30,7% und somit w&auml;re ein Calldown +EV.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAnmerkung: Diese Berechnung ist sehr stark vereinfacht. Eine bessere analytische Betrachtung eines Calldowns in Fixed Limit Hold'em findest du im Gold-Artikel: \"<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/53\/\">Calldown<\/a>\" in unserer Fixed Limit Strategie Sektion.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu siehst anhand dieser Beispielhand, dass es im Fixed Limit Hold'em sehr oft sehr profitabel ist, bei einer angemessenen Potsize mit einer TPGK-Hand einen Calldown durchzuf&uuml;hren. Nur l&auml;sst sich dies auch auf eine &auml;hnliche Situation in No-Limit Hold'em &uuml;bertragen?\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Die Schwierigkeiten in NL<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nVersuchst du nun obere Formel auf ein No-Limit Problem zu &uuml;bertragen, so wirst du feststellen m&uuml;ssen, dass es dir viel schwerer fallen wird, die ben&ouml;tigten Variablen zu quantifizieren, wobei die Potsize noch das einfachste Problem darstellt, da du diese immer ablesen kannst.<br>\nSchwieriger wird es bei der Gr&ouml;&szlig;e der Bets.\n<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">\nDie fehlenden Betsizeinformationen\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nBei den zu erwarteten Bets, die du noch bis zum Showdown callen musst, ergibt sich ein gr&ouml;&szlig;eres Problem. Aufgrund der freien Wahl der Betsize in No-Limit Hold'em, ist es dir nicht m&ouml;glich, eine konkrete Aussage dar&uuml;ber zu machen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMathematisch l&auml;sst sich ein Calldown daher sehr schlecht betrachten, wenn du nicht die wichtigen Variablen kennst und mit unbekannten Werten im Dunkeln tappst. Die Bets tendieren meist dazu, sehr stark anzuwachsen.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nEr&ouml;ffnet dein Gegner in einem Blindbattle die Hand preflop first in mit einem Minraise und bettet dann auf jeder Strasse immer nur halbe Potsize, so entwickelt sich die Betsize wie folgt:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Pot am Flop: 4BB -&gt; Bet am Flop 2BB<\/li>\n<li>Pot am Turn: 8BB -&gt; Bet am Turn: 4BB<\/li>\n<li>Pot am River: 16BB -&gt; Bet am River 8BB<\/li>\n<li>Pot am Showdown: 32BB<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoListintro\">\nDu siehst, der Pot sowie die Betsize wachsen sehr stark an. H&auml;ttest du nun einen Read auf den Gegner, dass er den River immer 1\/2 Potsize bettet, wenn er auch den Turn 1\/2 Potsize bettet, so k&ouml;nntest du nun die Formel aus dem Fixed Limit Beispiel versuchen zu &uuml;bertragen und w&uuml;rdest auf folgende Anforderung an deine Equity kommen:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> E &gt; 12 \/ (16 + 12 + 8)<\/i><br>\n<i><br>\nE &gt; 33%<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAufgrund des Zuwachses der Betsize in No-Limit Hold'em ist diese h&ouml;here Anforderung der Equity nur nachvollziehbar.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAus dieser Tatsache ergibt sich schon das erste Problem bei dem Gedanken, einen Calldown in No-Limit Hold'em durchzuf&uuml;hren.<br>\nDu siehst also, dass sich Calldowns, wie man sie aus Fixed Limit<br>\nHold'em kennt, nicht gleicherma&szlig;en auf No-Limit Hold'em &uuml;bertragen<br>\nlassen. Daf&uuml;r sind die beiden Varianten zu unterschiedlich.\n<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">\nDie Angst vor der Riverbet\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nHast du eine Hand, mit der du sehr gerne einen Showdown sehen w&uuml;rdest, so ergibt sich am Turn immer ein gro&szlig;es Problem f&uuml;r dich. Bettet der Gegner den Turn, so konfrontiert er dich nicht nur mit dieser Turnbet. Je nach Stacksize, die er noch &uuml;brig hat, l&auml;sst er dich im Ungewissen, wie hoch er den River betten wird. Dir bringt es also nicht viel, eine Turnbet zu callen, wenn du mit gr&ouml;&szlig;ter Wahrscheinlichkeit eine Riverbet von mehr als 1\/3 Potsize nicht mehr callen kannst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nViele deiner Gegner wissen um diesen Vorteil einer Turnbet und setzen die daraus resultierende Foldequity sehr gut in ihrem Spiel um.<br>\nBegehe also niemals den Fehler und entscheide dich schon am Turn, jede Riverbet zu callen. Das kann ein sehr kostspieliger Fehler f&uuml;r dich sein.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Der Sinn eines Calldowns in No-Limit Hold'em<br>\n<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nBisher solltest du daher zur Erkenntnis gekommen sein, dass Calldowns in No-Limit Hold'em nicht durchf&uuml;hrbar sind. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Sie haben ein anderes<br>\nAnwendungsgebiet, f&uuml;r das man einen vollkommen anderen Zugang ben&ouml;tigt.<br>\nM&ouml;gliche Situationen und deren theoretische Grundlagen werden dir nun<br>\nvorgestellt. Doch sei darauf vorbereitet: Eine mathematische Abhandlung<br>\nwie in der Fixed Limit Variante ist nicht m&ouml;glich.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer Sinn eines Calldowns in NL kann aus folgenden Gr&uuml;nden dennoch sinnvoll sein.\n<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">\nPotcontrol\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nIn No-Limit Hold'em wird vermehrt auf den Aspekt der Potcontrol geachtet. Daher ist es sehr selten, dass ein Spieler mit einer mittelstarken Hand, die Showdownvalue besitzt, eine Call Flop, Raise Turn, Bet River Line w&auml;hlt. Denn aufgrund der gr&ouml;&szlig;eren Bets auf den sp&auml;teren Strassen tendiert diese Line dazu, alle schlechteren made Hands des Gegners zum Folden zu bewegen und isoliert sich daher nur noch gegen die besseren H&auml;nde. Man kann daher nicht mehr von einer Valuebet am River sprechen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDementsprechend werden mittelstarke H&auml;nde meist auf Potcontrol gespielt, so dass sich der Gegner auch noch eine Chance zusprechen kann, am Showdown einen Pot zu gewinnen.\n<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">\nBluffinduce\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\n&Auml;hnlich wie beim Thema Potcontrol verh&auml;lt es sich auch mit dem Thema Bluffinduce. Hat ein NL Spieler eine Hand mit Showdownvalue, so setzt er OOP seine Potcontrol durch eine passivere Bluffinduce-Line durch. Diese Spielweise beginnt meist schon am Turn, da das der Schl&uuml;sselpunkt ist, an dem sich die letztendliche Potgr&ouml;&szlig;e am Showdown entscheidet.\n<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">\nCalldowns in einer way ahead\/ way behind Situation\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nNachdem du den Artikel \"<a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/no-limit\/194\/\">Was tun, wenn du way ahead \/ way behind bist?<\/a>\" durchgearbeitet hast, wirst du gelernt haben, dass in dieser Situation eine passive check\/call Spielweise meist das beste Mittel ist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDiese Spielweise kommt einem Calldown aus FL sehr nahe, ist jedoch nicht damit gleichzusetzen. In FL entscheidest du dich meist schon eine Strasse zuvor, auch die Bet auf der kommenden Strasse, unabh&auml;ngig von der erscheinenden Karte zu callen, da du die gegnerische Betsize schon im Voraus kennst. Dies kannst du in NL nicht machen. Hier gilt es auf die Betsize und die ver&auml;nderte Boardtextur bzw. Timing Tells des Gegners zu reagieren und deine Entscheidung an der n&auml;chsten Strasse neu zu treffen. Spiele also passiv, werde aber nicht zu einer Callingstation, die sich entschlie&szlig;t den Showdown um jeden Preis zu sehen.\n<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">\nCalldowns als Bluffinduce-Line gegen aggressive Gegner\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nHier handelt es sich um eine neue Situation, die bisher in keinem Artikel speziell behandelt wurde. Spielst du gegen einen aggressiven Gegner, der sehr oft versucht seine Kontrahenten durch Bets aus den P&ouml;tten rauszukicken, kannst du eine besondere Bluffinduce-Line gegen diesen Spieler w&auml;hlen, die einem Calldown nahezu gleich kommt.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\n$1\/$2 No-Limit Hold'em (6 handed)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nCO $200, LAG, sehr aggro postflop<br>\nHero $200\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop: <\/b>Hero is Big Blind with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><br>\n<i><font color=\"#999999\">2 folds<\/font><\/i>, <font color=\"#ff0000\">CO raises to $6<\/font>, <font color=\"#999999\"><i>2 folds<\/i><\/font>, Hero calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Flop: <\/b>($13) <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>8<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"> (2 players)<br>\nHero checks, <font color=\"#ff0000\">CO bets $9<\/font>, Hero calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Turn: <\/b>($31) <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"> (2 players)<br>\nHero checks, <font color=\"#ff0000\">CO bets $20<\/font>, Hero calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>River: <\/b>($71) <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> (2 players)<br>\nHero checks, <font color=\"#ff0000\">CO bets $61<\/font>, Hero calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu h&auml;ltst hier am Flop TPTK und hast nun verschiedene M&ouml;glichkeiten, die Hand weiterzuspielen. Da dein Gegner postflop sehr aggressiv ist und zu nahezu 100% den Flop continuationbetten, wird ist ein Check am Flop die Standardline.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNach der Continuationbet kannst du auf der einen Seite versuchen H&auml;nde wie KQ, QJ oder eventuelle unwahrscheinliche Draws zu stacken und dementsprechend damit  beginnen, durch ein Checkraise am Flop den Pot zu builden und soweit vorzubereiten, dass du bis zum Showdown ohne M&uuml;he All-in stellen kannst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie andere Spielm&ouml;glichkeit ist, die Aggressivit&auml;t des Gegners gegen ihn zu nutzen. Er wird sehr oft versuchen, den Turn auf eine Scarecard zu 2nd-barreln bzw. dich von einem 2nd-Pair oder schlechtem TP runter zu bekommen. Ein Check\/Call mit einem weiteren Check am Turn gibt ihm dazu die beste M&ouml;glichkeit. Du selbst f&uuml;rchtest im Grunde nur einen K, alle anderen Karten sind halb so schlimm.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAm Turn kommt eine nicht zu schlechte Karte. Der J wird deinen aggressiven Gegner sehr oft zu einer 2nd-Barrel verleiten, da er sich nun ausrechnen kann, ein 2nd-Pair sowie 99 und TT zum Folden zu bekommen. H&auml;lt er nun QJ, hat er dich zwar eingeholt, seine Range ist jedoch zu gro&szlig; um direkt folden zu k&ouml;nnen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAm River kommt dann die beste Karte f&uuml;r einen weiteren Check\/Call. Das Ass kann ihn sehr gut getroffen haben und k&ouml;nnte ihn dazu verleiten, gegen eine Hand wie KQ nun eine Valuebet anzusetzen. Und falls der Gegner das Ass nicht hat und auf einer Hand sitzt mit, der er sich nun kaum mehr Showdownvalue geben kann, wird ihn das Ass sehr oft zu einer 3rd-Barrel verleiten, um sich so die Chance offen zu lassen eine bessere Hand noch zum Folden zu bekommen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDa du selbst nun Top-Twopair hast, kannst du hier beruhigt callen. Ein Checkraise am River hat keinen zu gro&szlig;en Sinn, da dich dein Gegner kaum mit schlechteren H&auml;nden callen wird. Bedenke, er ist ein sehr aggressiver Spieler, der versucht durch seine Aggressivit&auml;t, P&ouml;tte zu stehlen. Er wird hier keine schlechten Calls mit einem schlechten Paar oder Twopair machen. Dazu sieht deine Line viel zu stark aus.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAnhand dieses Beispiels siehst du, wie du die Aggressivit&auml;t deines Gegners gegen ihn verwenden kannst. Hierzu ben&ouml;tigst du jedoch immer einen Read und musst bedenken, dass du deine Entscheidung an jeder Strasse neu treffen musst. Diese Spielweise l&auml;uft zwar auf einen Calldown hinaus, jedoch ist es hier kein Calldown aufgrund ausreichender Equity gegen die gegnerische Handrange, sondern vielmehr eine Anzahl mehrere Calls aufgrund deines Reads auf den Gegner.\n<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">\nCalldown im Blindbattle\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nIn einem Blindbattle ist immer eine sehr gegnerspezifische Spielweise anzuraten. Du wirst jedoch sehr oft bemerken, dass viele deiner Gegner dazu tendieren, in einem Blindbattle viel zu aggressiv zu spielen. Deine beste Anpassung an diese &uuml;beraggressive Spielweise ist daher, selbst passiver zu werden und sehr oft eine passive Line als Bluffinduce zu spielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDiese Anpassung hat zur Folge, dass du in Blindbattles OOP wie auch IP sehr oft einen Calldown &auml;hnlichen Spielzug machst. Im Grunde greift dieser Abschnitt genau den gleichen Gedankengang auf wie der zuvor. Dir soll jedoch bewusst werden, dass du dich deinem Gegner anpassen musst und genau dann eine passivere Spielweise, die zu einem Calldown f&uuml;hren kann aber nicht muss, spielen kannst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAchte also darauf, ob dein Gegner in einem Blindbattle zu aggressiv spielt und beginne H&auml;nde mit Showdownvalue auf nicht zu drawheavy Boards als Bluffinduce zu spielen.\n<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">\nCalldowns und die eigene Handst&auml;rke\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nSpielst du mit dem Gedanken in No-Limit Hold'em eine Calldown &auml;hnliche Line zu spielen, so gibt es im Grunde nur zwei verschiedene Handst&auml;rken, die daf&uuml;r in Frage kommen. Bedenke aber immer, dass neben der eigentlichen Handst&auml;rke auch immer dein Gegner eine wichtige Rolle spielt. Spielst du gegen einen passiveren Gegner, so ist ein Calldown meist keine L&ouml;sung, da dieser Gegner nicht auf eine Bluffinduce-Line hineinfallen wird. Hierf&uuml;r ben&ouml;tigt es einen aggressiven Gegner!\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDIE MONSTERHAND\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nHast du einige Erfahrung gesammelt, so wirst du eventuell an den Punkt kommen, an dem du dich &uuml;ber ein geflopptes Set Asse, die gefloppten Quads oder das gefloppte Full House nicht mehr richtig freuen kannst. Diese H&auml;nde sind allesamt super H&auml;nde und jeder Spieler sollte sich eigentlich einen Keks freuen, dass er das Board so toll getroffen hat.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nJedoch haben diese H&auml;nde ein gro&szlig;es Problem. Du gibst deinem Gegner kaum eine M&ouml;glichkeit, auch das Board akzeptabel getroffen zu haben. Somit wird dieser in aller Regel den Gro&szlig;teil seiner H&auml;nde auf deine Aggression folden m&uuml;ssen. Um daher den maximalen Value aus solchen Monsterh&auml;nden extrahieren zu k&ouml;nnen, ist eine Calldown &auml;hnliche Line oft nicht die schlechteste L&ouml;sung.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDa du keine Angst vor Freecards hast, versucht du durch eine passive Spielweise dem Gegner Schw&auml;che zu verkaufen, so dass dieser beginnt, in dich hinein zu bluffen. Neben dem Bluffinduce willst du nat&uuml;rlich auch, dass der Gegner am besten eine zweitbeste Hand macht, mit der er nun auch in der Lage ist, um seinen gesamten Stack zu spielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm Gegensatz zu einem richtigen Calldown wirst du jedoch mit deinen Monsterh&auml;nden nie eine Riverbet nur callen. Dein Ziel ist es, den Gegner von seiner Spielweise und seiner Handst&auml;rke soweit zu &uuml;berzeugen, dass er entweder am River einen gro&szlig;en Bluff auf deine pl&ouml;tzliche Aggression durchf&uuml;hrt oder so stark von seiner Handst&auml;rke &uuml;berzeugt ist, dass er eine Valuebet von dir noch einmal callt.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nDIE MITTELSTARKE HAND\n<\/div><p class=\"emoListintro\">\nNeben der Monsterhand, bei der du eine Calldown &auml;hnliche Spielweise in Betracht ziehen kannst, gibt es noch die mittelstarken H&auml;nde, mit denen du durchaus einen echten Calldown spielen kannst. H&auml;ltst du eine mittelstarke Hand, m&uuml;ssen neben einem sehr aggressiven Gegner noch zwei weitere Vorraussetzungen erf&uuml;llt sein, damit ein Calldown gerechtfertigt ist:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tShowdownvalue:\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tDeine Hand ben&ouml;tigt auch bei einer gegnerischen Bet, Bet, Bet Line noch gen&uuml;gend Showdownvalue. Ein Midpair am Flop ist daher nicht immer sehr gut f&uuml;r einen Calldown, da du sehr oft mit weiteren Overcards rechnen musst und dein Gegner zu viele M&ouml;glichkeiten hat deine Hand noch einzuholen. Toppair H&auml;nde sind daf&uuml;r schon etwas besser geeignet. Denn oft wirst du keine weitere Overcard mehr sehen. Mit einer Toppair Hand hast du dann noch die M&ouml;glichkeit, falls dein Gegner ebenfalls ein Toppair h&auml;lt, am besten Value zu extrahieren und dabei noch auf Potcontrol zu achten.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tDie Boardstruktur:\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tNeben deiner Handst&auml;rke ist die Boardstruktur sehr wichtig. Das Board darf nicht zu drawheavy sein, denn du m&ouml;chtest dem Gegner nicht kostenfrei auf seinen Draw ziehen lassen, um dann auch noch bei einem gegnerischen Hit eine Valuebet mit einer sehr wahrscheinlich geschlagenen Hand noch zu callen.\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tAu&szlig;erdem muss die Boardstruktur so sein, dass der Gegner auch auf die Idee kommen k&ouml;nnte, mit seiner Line eine Hand zu repr&auml;sentieren und sich einen Bluff sch&ouml;n zu reden. Eine TPTK Hand ist daf&uuml;r gut geeignet, da ein aggressiver Gegner sehr oft ein Ass bluffen wird, wenn er zuvor schon Aggression gezeigt hat. Da dir dieses Ass jedoch ein Twopair bringt, kannst du diesen Bluff nat&uuml;rlich sehr leicht callen und gegen manche Gegner, die sich nach einem Bluff in eine mittelstarke Hand verlieben, auch noch sehr gut for Value raisen.\n\t<\/p>\n<p class=\"emoNormal\">\n\tNeben dieser Handkonstellation sind nat&uuml;rlich Boards, auf denen eine WA\/WB Situation auftritt, eine weitere gute M&ouml;glichkeit, einen Calldown zu spielen.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nDu siehst also, dass es auf sehr viele Dinge ankommt, um eine passive Line for Bluffinduce spielen zu k&ouml;nnen, die den Anschein eines Calldowns hat. Verwechsle diese Spielweise jedoch nicht mit der Standardline eines richtigen Calldowns aus Fixed Limit Hold'em.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Zusammenfassung<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nAnhand dieses Artikels sollte dir nun bewusst sein, dass du das Konzept des Calldowns, das du aus Fixed Limit Hold'em kennst, so nicht vollst&auml;ndig auf No-Limit Hold'em &uuml;bertragen kannst.Der unkontrollierte Zuwachs der Betsizes verhindert einen Calldown mit den gleichen Gedanken wie in FL.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nJedoch entstehen neue Situationen, in denen du eine Calldown &auml;hnliche Line spielen kannst.<br>\nZusammenfassend kannst du also folgende Punkte aus diesem Artikel f&uuml;r dich mitnehmen. Eine Calldown &auml;hnliche Spielweise ist m&ouml;glich, wenn folgende Umst&auml;nde gegeben sind:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Du spielst gegen einen aggressiven Gegner<\/li>\n<li>Du h&auml;ltst eine Monsterhand<\/li>\n<li>Du befindest dich in einer WA\/WB Situation<\/li>\n<li>Du h&auml;ltst eine mittelstarke Hand auf einer favorisierten Boardstruktur<\/li>\n<\/ul><table class=\"emoLinkbox\" style=\"margin-top: 24px\" border=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" height=\"25\" width=\"33\"> <\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\"><b>Verwandte Artikel:<\/b><br>\n\t\t\t\t\t\t<a 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