	{"id":57708,"date":"2009-06-30T15:10:00","date_gmt":"2009-06-30T15:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1543\/"},"modified":"2026-07-06T04:56:18","modified_gmt":"2026-07-06T04:56:18","slug":"1543","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/sss\/1543\/","title":{"rendered":"Die mathematische Betrachtung von Draws"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Die mathematische Betrachtung von Draws<\/h1><h1 align=\"left\">Einleitung<\/h1><p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b><\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><i>starke und schwache Draws<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>busted Draws<br>\n\t<\/i><\/li>\n<li><i>verbessere dein Spielgef&uuml;hl<br>\n\t<\/i><\/li>\n<\/ul><div style=\"text-align: center; margin-bottom: 12px\">\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_trennlinie.jpg\" height=\"1\" width=\"100%\">\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nWenn du die Goldsektion bisher aufmerksam durchgearbeitet hast, wirst du schon gelernt haben, wie du starke und schwache Draws spielst und wie du mit busted Draws am River agierst. Semibluffs, Bluffbets, Balancing und Freecards sind dir ebenfalls nicht unbekannt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn diesem Artikel erwartet dich nun eine etwas abstraktere Sichtweise im Spiel mit Draws. Die rein mathematische. Sie wird dir helfen No-Limit Hold'em ein St&uuml;ck besser zu verstehen und dein Spielgef&uuml;hl zu verfeinern.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Definition<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nZu Beginn musst du nat&uuml;rlich erst einmal wissen, wie der Begriff eines Draws genau eingegrenzt ist. Auf der rechten Seite findest du noch einmal die Definition.\n<\/p><table class=\"emoInfobox\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoInfoboxBody\">\n<p style=\"padding-top: 0pt; padding-bottom: 8px\">\n\t\t\t<b>Draw<\/b><i><br>\n\t\t\t(to draw: ziehen)<\/i>\n\t\t\t<\/p>\n<p>\t\t\t<i>\t\t\t<\/i> Ein Draw im No-Limit Hold'em ist eine Hand, welche momentan einen Showdown verlieren w&uuml;rde, jedoch noch die Chance besitzt, durch das Treffen bestimmter Communitycards die gegnerische Hand einzuholen und den Showdown doch noch zu gewinnen.\n\t\t\t<\/p><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nDu h&auml;ltst mathematisch gesehen dann eine drawing Hand, wenn deine Potequity gr&ouml;&szlig;er als  0% ist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEinen maximalen Potequity-Wert, welchen du nicht &uuml;berschreiten darfst um nicht mehr von einem Draw zu sprechen, gibt es nicht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIntuitiv k&ouml;nntest du eventuell den Gedanken haben, dass man nicht mehr von einem Draw sprechen w&uuml;rde, wenn die Hand eine gr&ouml;&szlig;ere Potequity als den Durchschnittswert hat. Das ist nicht korrekt.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nSchau dir dazu die beiden folgenden Handbeispiele an:\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL 1\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nSpieler 1: <b>7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"><\/b>,<b> 7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b><br>\nSpieler 2: <b>7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>,<b> 5<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b><br>\nSpieler 3: <b>A<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><\/b>,<b> K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Flop:<\/b> <b>2<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" height=\"11\" width=\"11\"><\/b>,<b> 3<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><\/b>, <b>4<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEquityverteilung:<br>\nSpieler 1 (<b>7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\"><\/b>, <b>7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b>): 27.461%<br>\nSpieler 2 (<b>7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>, <b>5<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>): 22.595%<br>\nSpieler 3 (<b>A<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><\/b>,<b> K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><\/b>): 49.943%\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWie du  siehst hat Spieler 1 weniger als die Durchschnittsequity (33%), obwohl er am Flop den Showdown noch gewinnen w&uuml;rde. Seine Hand entspricht nicht der Definition eines Draws, w&uuml;rde jedoch anhand eines maximalen Potequity-Wertes darunter fallen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n&Auml;hnliches gilt f&uuml;r Spieler 3. Er w&uuml;rde momentan den Showdown nicht gewinnen, hat jedoch mehr als die Durchschnittsequity. Dennoch h&auml;lt er hier am Flop einen Draw.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDieses Beispiel mag gestellt aussehen. Jedoch kann auch eine &auml;hnliche Situation in einer Heads-Up Konfrontation auftreten.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL 2:\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nSpieler 1 (<b>K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>,<b> Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>):Equity: 72.322%<br>\nSpieler 2 (<b>2<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><\/b>,<b> 2<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b>): Equity: 27.678%\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Flop:<\/b> <b>J<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>, <b>T<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>, <b>5<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDiese beiden Beispiele zeigen eindeutig, dass es keinen maximalen Equitywert gibt, um eine drawing Hand abzugrenzen.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Bedeutung von Draws in No-Limit Hold'em<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDie Tatsache, dass No-Limit Hold'em ein drawing Game ist, macht den gesamten Reiz beim Pokern aus. Denn die meisten Pokervarianten sind Drawvarianten, bei denen man entweder offen oder verborgen auf eine Hand drawen kann. Die einzige popul&auml;re non-drawing Variante w&auml;re Chinese Poker.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAufgrund von Draws entsteht nun das Konzept der Potequity, welches das gesamte Spiel in eine neue Richtung verschiebt. Nun kann es mathematisch korrekt sein, mit der schlechteren Hand einen Betrag x mitzugehen, wenn zuvor schon ein Betrag y als Deadmoney in der Mitte liegt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu hast also die M&ouml;glichkeit, auf zuk&uuml;nftige Ereignisse, welche du nicht beeinflussen kannst, zu reagieren, da sich dort die Handst&auml;rke der Spieler verschieben kann. Konzepte wie Implied und Reverse Implied Odds beruhen allein darauf.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu siehst also, dass Draws der wichtigste Bestandteil im Spiel sind, da sich so die Handst&auml;rke im Verlauf einer Hand ver&auml;ndern kann und du dich immer auf die neuen Umgebungsvariablen einstellen kannst. Hier kommt der Skill des Spielers zum Tragen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie nachfolgenden Konzepte richtig zu verstehen bedeutet daher gleichzeitig, das Pokerspiel zu verstehen.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Der Redraw<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDie Equity gibt dir immer an, zu wie viel Prozent du mit einer Handrange x gegen eine Handrange y am Showdown gewinnen wirst. Hierbei m&uuml;ssen die Handranges x und y immer aus mindestens einer Hand bestehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas Programm Equilator kann dir diese Berechnung f&uuml;r jede Situation innerhalb von Sekunden durchf&uuml;hren und dir immer n&auml;herungsweise deine konkrete Equity nennen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAufgrund dieser vorhandenen Equity kannst du nun auch als Underdog bei akzeptablen Pot Odds eine Bet callen.<br>\nAls Bronzemember hast du schon diese Konzepte kennen gelernt und kennst auch Methoden, wie du deine eigene Equity gegen verschiedene H&auml;nde aufgrund von Outs berechnen kannst.\n<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">\nWie wichtig ist ein Redraw?\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nDiese Frage wurde noch in keinem der Artikel beantwortet und soll nun an dieser Stelle mathematisch beleuchtet werden.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL 3:\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nSpieler 1: <b>A<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b>, <b>K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><\/b><br>\nSpieler 2: <b>Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>, <b>J<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b><br>\n<!--<b-->\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Board:<\/b> <b>K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" height=\"12\" width=\"13\"><\/b>, <b>7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b>,<b> 2<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEquityverteilung:<br>\nSpieler 1 (<b>A<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b>, <b>K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><\/b>): 61.4%<br>\nSpieler 2 (<b>Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>, <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">):  38.6%<\/p><p><!--<b-->\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSpieler 2 kann die Hand also noch mit einem Flush, Twopair, Trips oder einer Straight gewinnen.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL 4:\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nSpieler 1: <b>K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b>,<b> K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><\/b><br>\nSpieler 2: <b>Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>,<b> J<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b><br>\n<!--<b-->\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Board:<\/b> <b>K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>, <b>7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b>,<b> 2<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEquityverteilung:<br>\nSpieler 1 (<b>K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b>, <b>K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><\/b>): 73.5%<br>\nSpieler 2 (<b>Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>, <b>J<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>): 26.5%<br>\n<!--<b-->\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn Beispiel 4 hat Spieler 1 einen Redraw auf Quads und ein Full House. Dies erkennst du auch an seinem kleinem Equitysprung im Vergleich zu Beispiel 3. Jedoch kann man diesen Sprung nicht allein auf den neu dazu gewonnen Redraw zur&uuml;ckf&uuml;hren, da Spieler 2 nun einen v&ouml;llig anderen Draw h&auml;lt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn Beispiel 3 hat  Spieler 2 neben seinem Flushdraw auch noch die M&ouml;glichkeit, mit einem Runner Runner Twopair oder Trips die Hand zu gewinnen, was in Beispiel 4 nicht mehr m&ouml;glich ist.<br>\nEin Vergleich, um nur die Auswirkung des neuen Redraws zu sehen, ist daher unangebracht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMit ein wenig Fingerspitzengef&uuml;hl kannst du jedoch die vollen Funktionen des Equilators ausnutzen. Denn in diesem Programm besteht die M&ouml;glichkeit, Deadcards einzugeben, welche bei der Equityberechnung nicht ber&uuml;cksichtigt werden. Sie sind dann so gesehen aus dem Deck herausgenommen. Durch diesen kleinen Kniff kannst du nun zwei Konstellationen equitytechnisch so vergleichen, dass du allein die Auswirkung eines Redraws sehen kannst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nFolgende Karten sind in Beispiel 3 tot:<br>\n<b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nFolgende Karten sind in Beispiel 4 tot:<br>\n<b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>Beispiel 3:<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Board: K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>, <b>7<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b>,<b> 2<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSpieler 1 (<b>A<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><\/b>,<b> K<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\" height=\"11\" width=\"11\"><\/b>): 57.98%<br>\nSpieler 2 (<b>Q<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>, <b>J<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><\/b>): 42.02%<br>\n<!--<b-->\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>BEISPIEL 4:<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Board: K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSpieler 1 (<b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">): 73.78%<br>\nSpieler 2 (<b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">): 26.22%<br>\n<!--<b-->\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNun ist gew&auml;hrleistet, dass exakt 35 Karten im Deck sind, wovon die Outs f&uuml;r Spieler 2 in beiden Konstellationen genau identisch sind. In Beispiel 4 hat Spieler 1 nun lediglich den Redraw auf das Full House\/Quads.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Equity verschiebt sich nun um 15.8 Prozentpunkte zu Spieler 1 bzw. erh&ouml;ht sich um 27.25%.\n<\/p><p>Aber was bringt dieser Redraw f&uuml;r Spieler 1 genau?<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAm Turn hat er Outs auf jede 7, 2 und den letzten K&ouml;nig. Dies macht insgesamt 7 Outs. Trifft er am Turn nicht, so hat er bis zum River insgesamt nochmal 10 Outs.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDie Wahrscheinlichkeit, dass Spieler 1 seinen Redraw trifft ist daher:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> 1 - ((28\/35) * 24\/34)) = 1 - (48\/85) = 43.53%<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDie Wahrscheinlichkeit, dass Spieler 2 den Flush trifft liegt bei:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> 1 - ((27\/35) * (26\/34)) =  1- (351\/595) = 41.01%<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas bedeutet also, dass Spieler 2 zu 17.85% seinen Flush trifft, dennoch aber den Showdown gegen ein Full House\/Quads verliert.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu siehst, dass ein Redraw immer einen Equitysprung zur Folge hat.<br>\nJe st&auml;rker der gegnerische Draw ist, desto eher siehst du auch die Auswirkung eines kleinen Redraws.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich vergr&ouml;&szlig;ert sich auch der Equitysprung aufgrund der St&auml;rke deines Redraws. Ein Redraw am Flop auf ein Full House\/Quads ist dabei der st&auml;rkste Redraw, der auftreten kann und hat somit auch die gr&ouml;&szlig;te Auswirkung.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Die Blockingkarte<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nNeben dem Redraw gibt es auch noch eine weitere M&ouml;glichkeit, wie du die St&auml;rke eines gegnerischen Draws schw&auml;chen kannst. Das Halten einer Karte, die als ein Out f&uuml;r den gegnerischen Draw z&auml;hlt, verringert die Chance, dass er seinen Draw vervollst&auml;ndigt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDaraus ergibt sich die Frage, wie wichtig es f&uuml;r dich sein kann, eine solche sog. Blockingkarte in deiner Hand zu halten.\n<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">\nWie wichtig sind  Blockingkarten?\n<\/div><p>Um die Auswirkungen von Blockingkarten zu sehen, schau dir folgende Beispiele an.<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL 5:\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\n<b>Board:<\/b> <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSpieler 1 (<b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">): 59.66%<br>\nSpieler 2 (<b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">): 40.34% \n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL 6:\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\n<b>Board:<\/b> <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSpieler 1 (<b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">,<b> 4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">): 66.72%<br>\nSpieler 2 (<b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">): 33.28%\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHier hat Spieler 1 aufgrund seiner beiden Blockingkarten einen Equityspung um 7.06 Prozentpunkte bzw. um 11.83%.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAuch hier gilt wieder, je nachdem wie gro&szlig; der prozentuale Anteil an geblockten Outs des gegnerischen Draws ist, desto besser ist dies f&uuml;r dich.<br>\nH&auml;lt dein Gegner beispielsweise einen Gutshot mit einer Overcard und du h&auml;ltst eine oder zwei Blockingkarten, so wirst du einen h&ouml;heren Equitysprung bemerken, als wenn dein Gegner einen Flushdraw + Overcards hat und du nur eine Flushkarte blockst.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Commitment mit einem Draw<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nManche Spieler wissen nie, ob sie sich mit ihrem Draw zur Hand commiten wollen oder nicht. Einige gehen mit diesem Konzept zu leichtfertig um, andere wissen nicht um dessen Existenz. In diesem Abschnitt wirst du nun sehen, was es mit commiting Raises und dem Spiel mit Draws auf sich hat.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nVon commiten spricht man dann, wenn du dir durch eine vorherige Aktion auf einen gegnerischen Push solche Pot Odds gibst, dass EV(Call) &gt; EV(Fold) ist.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin oft gesehenes Beispiel ist eine 4-Bet preflop, bei der sich der Spieler zur Hand commitet und einen Push des Gegners immer callen muss.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL 7:\n<\/div><p class=\"emoListintro\">\n1$\/2$ No-Limit Hold'em (6 handed)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHero $200<br>\nMP $130\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop:<\/b> Hero is UTG with <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><br>\n<font color=\"#ff0000\">Hero raises to $7<\/font>, <font color=\"#ff0000\">MP reraises to $25<\/font>, <font color=\"#999999\"><i>4 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero reraises to $70<\/font>, <font color=\"#ff0000\">MP reraises to $130 (All-In)<br>\n<\/font>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nGibst du dem Gegner eine tighte Handrange von AK, JJ+, so hast du mit AKs eine Equity von 42.14%.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDa sich der Gegner hier in einer klaren raise-or-fold Situation befindet, kannst du die komplizierte Berechnung des EVs eines m&ouml;glichen Postflopspiels vernachl&auml;ssigen und davon ausgehen, dass der Gegner hier niemals deine 4-Bet nur callen wird.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIsoliert betrachtet, kannst du sowohl den schlussendlichen All-In Call wie die 4-Bet betrachten.\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(All-In Call) = 0.4214 * $203 - (1-0.4214) * $60 = $85.5442 - $34.716 = $50.8282<br>\nEV(4-Bet) = f * $35 + (1-f) * (-$63)<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nUm den EV beider Aktionen zusammen zu berechnen, musst du folgenden Term aufstellen:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(4-Bet + All-In Call) = f * $35 + (1-f) * (EV(Call nach Commitment) - $63)<br>\nEV(4-Bet + All-In Call) = f * $35 + (1-f) * ((0.4214 * $203 - (1-0.4214) * $60) - $63)<br>\nEV(4-Bet + All-In Call) = f * $35 + (1-f) * ($50.8282 - $63)<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nOb nun die Aktionskette +EV oder -EV ist, kannst du nur dann berechnen, wenn du auch von einer erzeugten Foldequity ausgehst.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nBei f = 0.3 w&uuml;rde gelten:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(4-Bet) = 0.3 * $35 + (1-0.3) * (-$63) = $10.5 - $44.1 = -$33.6<br>\n<\/i>\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(4-Bet + All-In Call) = 0.3 * $35 + (1-0.3) * ($50.8282 - $63)<br>\nEV(4-Bet + All-In Call) = $10.5 - $8.52 = $1.97974<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie 4-Bet ist isoliert betrachtet -EV und der schlussendliche All-In Call, zu welchen du dich durch die 4-Bet commitet hast, ist +EV.  Du darfst jedoch nicht einfach beide Erwartungswerte addieren, um den EV der Aktionskette zu erhalten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu siehst daher, dass wenn dein Gegner zu 30% auf deine 4-Bet foldet und zu 70% All-In pusht, du durch deine 4-Bet mit dem All-In Call einen EV von $1.97974 hast und somit eine +EV Situation erzeugt hast.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nJedoch zeigt sich in diesem Beispiel noch nicht wirklich, was der Sinn eines commiting Raises ist.<br>\nDaher nun ein etwas anspruchsvolleres Beispiel, an dem du dann auch schlussendlich die St&auml;rke eines commiting Raises erkennen wirst.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL 8:\n<\/div><p class=\"emoListintro\">\n1$\/2$ No-Limit Hold'em (6 handed)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHero $200<br>\nCO $129\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop:<\/b> Hero is BB with <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><br>\n<font color=\"#999999\"><i>2 folds<\/i><\/font>, <font color=\"#ff0000\">CO raises to $7<\/font>, 2<font color=\"#999999\"> folds<\/font>, Hero calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Flop:<\/b> ($15) <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><br>\nHero checks, <font color=\"#ff0000\">CO bets $12<\/font>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to $32<\/font>, <font color=\"#ff0000\">CO reraises to $122 (All-In)<br>\n<\/font>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu hast nun einen Flushdraw + Gutshot, was ohne Discount 12 Outs machen w&uuml;rde. Da dein Flushdraw nicht sehr hoch ist und du bei deinem Gutshot das Idiot-End h&auml;ltst, solltest du insgesamt 2 Outs abziehen. Dir w&uuml;rden immer noch 10 Outs bleiben, was einer Equity von ungef&auml;hr 40% entsprechen w&uuml;rde. Du br&auml;chtest also Pot Odds von 1: 1.5, um einen +EV Call zu haben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn dem Beispiel hast du nun 90$ bei einer Potsize von $169 zu callen. Das macht Pot Odds von 1: 1.87. Ein Call ist daher +EV. Du kannst also sagen, dass dein Checkraise am Flop dich zur Hand commitet hat, falls dein Gegner am Flop nun All-In stellt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Frage ist nun, ob es gut war, den Flop mit deinem Draw zu checkraisen und dich mit deinem Draw zu commiten?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nGut bedeutet in diesem Fall, dass du am Flop mit deiner Line checkraise\/call eine +EV Aktionskette provoziert hast. Um das zu bestimmen, kannst du nun &auml;hnlich wie bei der preflop 4-Bet versuchen, den EV der Aktionskette zu berechnen.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>Annahme:<\/b>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu hast gegen die gegnerische Pushingrange am Flop 40% Equity.<br>\nf sei die Foldequity.<br>\nc sei die Wahrscheinlichkeit, dass der Gegner dein Checkraise callt.\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(All-In Call) = 0.4 * $169 - 0.6 * $90 = +$13.6<br>\nEV(Gegner callt das c\/r) = EV(Postflop)<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer EV(postflop) ist &gt; 0, da du nach einem gegnerischen Call immer c\/f Turn spielen kannst und somit eine sichere break even Line spielen kannst. Da du jedoch ein guter Spieler bist, kann man davon ausgehen, dass du diese Line im Allgemeinen je nach Gegner und Boardtextur schlagen kannst.<br>\nSomit wird EV(Postflop) &gt; 0 sein.\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(c\/r Flop) = f * $27 + (1-f) * -$32<\/i>\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(Aktionskette) = f * $27 + (1-f) * (c * (EV(Postflop)-$32)  + (1-c) * (EV(All-In Call) -$32))<br>\nEV(Aktionskette) &gt; f * $27 + (1-f) * (c * (-$32) + (1-c) * ($13.6 -$32)<br>\ntext <\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>M&ouml;gliche Annahmen f&uuml;r c und f:<br>\n<\/b>\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> c = 0.6, f = 0.2<br>\ntext <\/i>\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(Aktionskette) &gt; 0.2 * $27 + (1-0.2) * (0.6 *(-$32) + (1-0.6) * ($13.6 -$32))<br>\nEV(Aktionskette) &gt; $5.4 + 0.8 * ((-$19.2) - $7.36)<br>\nEV(Aktionskette) &gt; $5.4 - $21.248 = -$15.848<br>\ntext <\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nUm den ganzen Term allgemein auszudr&uuml;cken werden folgende Variablen hinzugezogen:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Foldequity : f<\/li>\n<li>Potsize : p<\/li>\n<li>Betsize : b<\/li>\n<li>Wahrscheinlichkeit Gegner callt c\/r : c<\/li>\n<li>EV(All-In Call) : y<\/li>\n<li>EV(Postflop) : x<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoListintro\">\nEs ergibt sich folgender Term zur Berechnung des EV:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(Aktionskette) &gt; f * p + (1-f) * (c * (x-b) + (1-c) * (y-b)<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nErh&auml;ltst du nun, wie im oberen Beispiel f&uuml;r EV(Aktionskette)  einen negativen Wert, so kannst du durch folgende Berechnung herausfinden, wie viel EV deine Postflopline bei einem gegnerischen Call haben, muss um die Aktionskette dennoch als +EV Spielzug dastehen zu lassen:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> x &gt; (f * ((1-c) * y - p - b) - (1-c) * y + b)\/(c(1-f))<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn diesem Beispiel erh&auml;ltst du nun einen Wert x &gt; $33.016. Das bedeutet f&uuml;r dich, dass du bei diesen gegnerischen Calling- und Pushingfrequenzies diesen EV durch deine Aktionen nach dem Turn erreichen musst, um das Checkraise zu einem +EV Spielzug zu machen.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nNun das Beispiel mit etwas realit&auml;tsn&auml;heren Calling- und Pushingfrequenzies bei deinem Gegner:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> c = 0.25,  f = 0.55<br>\n<\/i>\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(Aktionskette) &gt; 0.55 * $27 + (1-0.55) * (0.25 *(-$32) + (1-0.25) * ($13.6 -$32))<br>\nEV(Aktionskette) &gt; $14.85 + 0.45 * ((-$8) -13.8)<br>\nEV(Aktionskette) &gt; $14.85 - $9.81 = +$5.04<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu siehst, dass du mit diesen Werten selbst dann ein +EV Checkraise hast, wenn du nach einem gegnerischen Call jeden Turn check\/fold spielen w&uuml;rdest (Das w&auml;re nat&uuml;rlich unrealistisch, da du einen getroffenen Flush wohl kaum am Turn aufgeben w&uuml;rdest).\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nOb nun jedoch das Checkraise und das Commitment wirklich die beste Line ist, steht auf einem anderen Blatt, da du, um das herauszufinden, den EV aller anderen m&ouml;glichen Lines berechnen m&uuml;sstest und diese dann miteinander vergleichen musst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAber ist das commiting Raise in diesem Beispiel nun eine gute Wahl? Was hat diese ganze Berechnung nun gebracht?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu hast erkannt, dass ein commiting Raise gegen die richtigen gegnerischen Calling- und Pushingfrequenzies +EV sein kann. Dieses Handbeispiel sollte dir jedoch zeigen, dass ein direkter Push sehr wahrscheinlich die bessere Line w&auml;re.<br>\nOhne dies auszurechnen kommt die Vermutung daher, dass du bei einer Checkraise\/call Line den Gegner sehr oft dazu bewegst, bessere Draws selbst zu pushen. Ungl&uuml;cklicherweise ist deine Equity gegen bessere Draws jedoch schlechter als gegen made Hands.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nW&uuml;rdest du aufgrund dessen in diesem Handbeispiel selbst direkt den Flop overbetten und pushen, so k&ouml;nnte der Gegner bessere Flushdraws eher folden, was deiner Equity vs. die gegnerische Callingrange nur entgegen kommen w&uuml;rde.<br>\n&Auml;ndert man das Beispiel jedoch nun etwas ab und gibt dir einen Nutflushdraw mit Gutshot, so w&uuml;rde deine Equity steigen, wenn dein Gegner nun selbst mit Draws All-In geht, da du diese dominierst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie wahre St&auml;rke eines commiting Raises liegt also darin, die gegnerische Handrange so zu beeinflussen, dass deine eigene Equity im Vergleich zu einem direkten Push deinerseits steigt.<br>\nDiese Argumentation bezieht nun ein, dass du mit beiden Lines prozentual gesehen die gleiche Foldequity erzeugst, dann jedoch gegen zwei unterschiedliche Handranges spielst.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\n<b>Anmerkung:<\/b>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDas Problem der Transparenz der eigenen Hand ist bei dieser mathematischen &Uuml;berlegung v&ouml;llig vernachl&auml;ssigt worden.<br>\nSpielst du diese Lines zu offensichtlich, kann dein Gegner folgende Information gewinnen:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Direkter Push = schwacher Draw<\/li>\n<li>Commiting Raise = Nutdraw + Monster<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nDurch diesen gegnerischen Read k&ouml;nnen die Calling- und Pushingfrequenzies so verschoben werden, dass du durch das weitere Postflopspiel einen recht hohen EV ben&ouml;tigst, um commiting Raises +EV werden zu lassen (Vergleich mit der <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"> Hand).\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Wie wichtig ist das Balancing der eigenen Handrange?<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nIm Spiel mit Draws stellt sich dir oft die Frage, wie wichtig das eigentliche Balancing deiner Handrange ist. Ist es sehr schlimm, wenn dein Gegner wei&szlig;, dass deine Handrange zu 100% aus Draws besteht oder kann er mit dieser Information nicht viel anfangen?\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nUm diese Fragestellung auf einer theoretischen Ebene zu begegnen, stelle dir folgendes Beispiel vor:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu bist Heads-Up am Turn in Position und dein Gegner bettet nun in dich hinein.\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><b>Handrange a)<\/b> Du h&auml;ltst nur Draws und hast gegen die gegnerische Bettingrange eine Equity von 25%.\n\t<\/li>\n<li><b>Handrange b)<\/b> Du h&auml;ltst nun einige Nuth&auml;nde und einige schwache Draws und hast gegen die gegnerische Handrange eine Equity von 25%.\n\t<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nWelche Handrange ist f&uuml;r dich besser und worin besteht der Unterschied?<br>\nVom Showdownvalue hast du mit beiden Handranges exakt den gleichen Erwartungswert. W&uuml;rdest du nun mit deinen kompletten Handranges pushen und der Gegner mit seiner kompletten Bettingrange callen, so w&uuml;rdest du in beiden F&auml;llen in 25% der F&auml;lle einen Showdown gewinnen.<br>\nAuf den ersten Blick besteht hier also kein so gro&szlig;er Unterschied.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nVersuchst du nun gegen die gegnerische Handrange optimal zu spielen, so wirst du erkennen, dass dich das erste Szenario sehr stark in deinen M&ouml;glichkeiten einschr&auml;nkt. Bei einer optimalen Spielweise w&uuml;rdest du die Turnbet aufgrund von Odds und Outs callen, um dann am River zu betten\/raisen. Triffst du deinen Draw w&auml;re diese Bet\/Raise ein Valueraise,. Verfehlst du aber, so bluffst du in einem optimalen Verh&auml;ltnis deine busted Draws, um den Gegner unentschlossen im Callen deiner Valueraises zu machen.<br>\nDein Nachteil ist dabei, dass du bis zum River warten musst, um deinen Gegner vor eine Entscheidung zu stellen, welche ihm Schwierigkeiten bereitet und zu Fehlern f&uuml;hren wird.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHast du jedoch eine zusammengew&uuml;rfelte Handrange, bestehend aus schw&auml;cheren Draws und Nuth&auml;nden, so kannst du bei einer optimalen Spielweise schon am Turn aktiv werden und dort mit deinen legitimen H&auml;nden for Value raisen bzw. diese mit Semibluffs balancen. Ebenso steht dir weiterhin die M&ouml;glichkeit offen, die Turnbet zu callen, um am River deine getroffenen Draws sowie deine Nuth&auml;nde ebenfalls for Value zu betten und mit Bluffraises diese Handrange zu balancen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu hast mit einer zusammengew&uuml;rfelten Handrange nun mehr M&ouml;glichkeiten gegen deinen Gegner zu spielen und dir f&auml;llt es insgesamt leichter, deine Handranges f&uuml;r die einzelnen Situationen zu balancen. Der Grund daf&uuml;r ist, dass du nun verschiedene Handtypen repr&auml;sentieren kannst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nKann dein Gegner deine Handrange auf einen klaren Handtypen eingrenzen, so wird er es einfacher haben gegen diese Handrange korrekt zu spielen, da es dir schwerer fallen wird deine Lines zu balancen.<br>\nOverall wirst du daher mit einer zusammengew&uuml;rfelten Handrange immer einen h&ouml;heren EV erreichen k&ouml;nnen.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Semibluffing und Blufffrequencies<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nZum Thema Semibluffs findest du in der Goldsektion gesonderte Artikel. Hier wirst du nun eine weitere mathematische Betrachtung finden, wie du das Spiel mit Semibluffs analysieren kannst.\n<\/p><div class=\"emoSubheadbig\">\nWie wichtig ist die St&auml;rke des Draws beim Semibluff?\n<\/div><p class=\"emoNormal\">\nZu Beginn wird nun von einem All-In Semibluff ausgegangen.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nSpielst du einen Semibluff, so ben&ouml;tigst du folgende Informationen, um den EV deines Semibluffs berechnen zu k&ouml;nnen:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Erzeugte Foldequity : f<\/li>\n<li>Equity vs. gegnerische Callingrange: E<\/li>\n<li>Potsize: p<\/li>\n<li>Eigene Betsize : b<\/li>\n<\/ul><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(All-In Semibluff) = f * p + (1-f) * (E * p - (1-E) * b)<br>\ntext <\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDieser Term ist so aufgebaut, dass du zuerst den Gewinn berechnest, wenn dein Gegner foldet und diesen zu dem Profit\/Verlust addierst, wenn dein Gegner callen sollte.<br>\nDu siehst also, dass du immer Gewinn einfahren wirst, wenn dein Gegner auf dein All-In Semibluffraise foldet, da dann nur noch du und der Pot &uuml;brig sind.<br>\nDer m&ouml;gliche negative Erwartungswert eines All-In Semibluffs kann daher nur aus der Situation kommen, wenn dein Gegner deinen Push callt. Und zuf&auml;lligerweise spielt genau in diesem Teil des Terms die Equity gegen die gegnerische Handrange eine gro&szlig;e Rolle bei der Frage, ob du Gewinn oder Verlust einfahren wirst.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDer zu analysierende Teilterm ist daher:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(Gegner callt) = E * p - (1-E) * b <\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nIst dieser Term gr&ouml;&szlig;er 0, so wirst du auch Profit erwirtschaften.<br>\nZur Analyse l&ouml;st du diesen Teilterm nach dem Verh&auml;ltnis zwischen Betsize und Potsize auf und erkennst dann einen Zusammenhang zur Equity.\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> 0 &lt; E * p - (1-E) * b<br>\n(1-E) * b &lt; E * p<br>\nb\/p &lt; E \/ (1-E)<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nTabelle f&uuml;r Betsize\/Potsize Verh&auml;ltnisse und deren Mindestequity:\n<\/p><table style=\"margin: 8px 0px 12px; width: 100%\" border=\"0\" cellpadding=\"4\" cellspacing=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #d5002c; color: #ffffff; font-weight: bold\">Betsize\/Potsize Verh&auml;ltnis<\/td>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #d5002c; color: #ffffff\">1\/4<\/td>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #d5002c; color: #ffffff\">3\/7<\/td>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #d5002c; color: #ffffff\">7\/13<\/td>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #d5002c; color: #ffffff\">2\/3<\/td>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #d5002c; color: #ffffff\">9\/11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #c5c6c8\">Mindestequity<\/td>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #c5c6c8\">1\/5 = 20%<\/td>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #c5c6c8\">3\/10 = 30%<\/td>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #c5c6c8\">7\/20 = 35%<\/td>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #c5c6c8\">2\/5 = 40%<\/td>\n<td style=\"border-style: solid; border-color: #ffffff; border-width: 0px 1px 1px 0px; background-color: #c5c6c8\">9\/20 = 45%<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><p class=\"emoNormal\">\nDu siehst also sofort, je gr&ouml;&szlig;er deine Equity ist, desto gr&ouml;&szlig;er kann dann auch dein schlussendliches b\/p Verh&auml;ltnis bei deinem All-in Semibluffraise sein, um auch in diesem Fall einen Gewinn zu erzielen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nKannst du also nun die gegnerische Callingrange so gut einsch&auml;tzen, dass du deine Equity nahezu optimal absch&auml;tzen kannst, so kannst du mit der oberen Tabelle nun perfekte All-In Semibluffraises ansetzen, da du dann Situationen heraufbeschw&ouml;ren kannst, in denen du nur gewinnen kannst.<br>\nDoch bedenke auch: Um einen +EV Semibluff durchzuf&uuml;hren, m&uuml;ssen nicht beide Teilterme einen positiven Erwartungswert haben. Es reicht vollkommen, wenn sich beide soweit ausgleichen, dass am Ende noch ein positiver Erwartungswert stehen bleibt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer zweite, etwas kompliziertere Fall ist nun, wenn es sich nicht um einen All-In Semibluffraise handelt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie mathematische Betrachtung des Ganzen wird dabei schwieriger, da nun sehr viele Annahmen &uuml;ber unz&auml;hlige m&ouml;gliche weitere Postflopaktionen angestellt werden m&uuml;ssen.<br>\nH&auml;ltst du einen sehr starken Nutdraw, so kannst du die obere Betrachtung zum commiting Raise einbeziehen, um eine mathematische L&ouml;sung der Spielsituation zu ergr&uuml;nden.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nBei schwachen Draws wird es nun noch einen Schritt schwieriger, da du in diesem Fall postflop mehr M&ouml;glichkeiten hast, da du\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Von deiner Hand noch wegkommen kannst<\/li>\n<li>eventuell gute Karten bluffen kannst, um andere H&auml;nde\/Draws zu repr&auml;sentieren\n\t<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nEine einfache mathematische Betrachtung ist daher nicht m&ouml;glich.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWas jedoch bei Semibluffs oftmals ein Problem sein kann, wenn du dich mit deiner Bet nicht commitest ist, dass du durch ein weiteres Raise von deinem Draw heruntergeraist wirst und deine Hand folden musst. Dies hat immer ein besonderen Nachgeschmack, da du ohne deinen Semibluff eine weitere Karte h&auml;ttest sehen k&ouml;nnen, wohingegen du nun durch den Semibluff keine weitere Karte mehr siehst und deine volle Potequity durch den Fold aufgibst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDaher auch hierzu eine mathematische Betrachtung, um eventuell etwas Durchblick in diesen Situationen zu bekommen.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL 9:\n<\/div><p class=\"emoListintro\">\n1$\/2$ No-Limit Hold'em (6 handed)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Preflop:<\/b> Hero is Button with <b>5<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>4<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><br>\n<i><font color=\"#999999\">3 folds<\/font><\/i>, <font color=\"#ff0000\">Hero raises to $7<\/font>, <i><font color=\"#999999\">SB folds<\/font><\/i>, BB calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Flop: <\/b>($15) <b>K<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">, <b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><br>\nBB checks, <font color=\"#ff0000\">Hero bets $12<\/font>, BB calls.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Turn: <\/b>($39) <b>A<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\"><br>\nBB checks, Hero ?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSolltest du nun mit deinem Gutshot semibluffen oder behindchecken und hoffen die Strasse zu treffen? Bei einem Checkbehind w&uuml;rdest du dann auch nur weiterspielen, wenn du die Strasse triffst.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nSo einfach ist diese Frage jedoch nicht zu beantworten, da bisher noch keine Informationen &uuml;ber die Stacksizes vorliegen.<br>\nInsgesamt habt ihr die Hand sehr deep begonnen:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nHero $409<br>\nBB $500\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDeine M&ouml;glichkeiten seien nun eine Potsizebet am Turn als Semibluff oder ein Checkbehind.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nUm nun eine mathematische Analyse vorzunehmen gehst du davon aus, dass dein gegner dich zu 1\/3 der F&auml;lle am Turn All-In checkraist und zu 2\/3 der F&auml;lle auf deinen Semibluff folden wird.<br>\nAuf das Checkraise wirst du dann nat&uuml;rlich deine Hand aufgeben und folden.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDen EV des Bluffs kannst du nun recht einfach berechnen:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(Bluff) = 2\/3 * $39 - 1\/3 * $39= +$13<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDer Semibluff ist also +EV. Doch wie sieht es nun mit dem Checkbehind aus?<br>\nTriffst du deine Strasse, so kannst du davon ausgehen, dass du in x% der F&auml;lle deinen Gegner stacken kannst. Deine Odds den Gutshot zu treffen stehen bei 4:44 -&gt; 1:11.\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(check) = 10\/11 * 0 + 1\/11 * (x * $429 + (1-x) * $39)<\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nGelingt es dir nun in 33% der F&auml;lle deinen Gegner zu stacken, so sieht der EV des Checks wie folgt aus.\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(check) = 10\/11 * 0 + 1\/11 * (1\/3 * $429 + (1-1\/3) * $39)<br>\nEV(check) = 0 + 1\/11 * 1\/3 * $429 + 1\/11 * 2\/3 * $39<br>\nEV(check) = 0 + $13 + $2.36 = +$15.36<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSemibluffen ist also +EV. Doch wie sieht es mit einem Checkbehind aus?<br>\nTriffst du deine stra&szlig;e, wird es dir gelingen deinen Gegner in x% der f&auml;lle zu stacken.\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> Die Chance zu treffen ist 4\/44<br>\nEV(check) = 10\/11 * 0 + 1\/11 (x * 1100 + (1-x) * 100)<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nTrifft dies nun beispielsweise in 33% der F&auml;lle ein (&auml;hnlich wie die 33% c\/r All-In bei bet), so sieht dein EV folgenderma&szlig;en aus:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(check) = 10\/11 * 0 + 1\/11 (1\/3 * 1100 + 2\/3 * 100)<br>\nEV(check)=  0 + 1\/11 * 1\/3 * 1100 +1\/11 * 2\/3 * 100<br>\n= 0 + 33.33 + 6.06 = 39.39<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin Check h&auml;tte in dieser Situiation also einen gr&ouml;&szlig;eren EV als ein Semibluff, obwohl dieser nat&uuml;rlich ebenfalls +EV w&auml;re.<br>\nMit ein wenig mathematischem Geschick kannst du die Formel so weit umformen, dass du sehr einfach sehen kannst, zu wie viel Prozent du den Gegner stacken musst, damit EV(check) &gt; EV(Semibluff) ist.\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> 13 &lt; 1\/11 *429x + 1\/11 * 42.9 *(1-x)<br>\n13 &lt; 39x + 39\/11 - 39\/(11x)<br>\n13 &lt; 39x + 3.54 - 3.54x<br>\n9.45 &lt; 35.46x<br>\nx&gt; 9.45\/35.46<br>\nx &gt; 0.2667 -&gt; 27%<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nStackst du deinen Gegner also in mehr als 27% der F&auml;lle nachdem du deine Stra&szlig;e getroffen hast, so ist ein Check bei den angenommenen Wahrscheinlichkeiten profitabler als ein Semibluff.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIn diesem Beispiel wurde die Option des Checkbehinds sogar noch etwas negativer betrachtet, als sie es wirklich ist, da es durchaus sein kann, dass du am River ein Paar triffst, die Hand runtergecheckt wird und du den Pot gewinnen kannst. Ebenso sind m&ouml;gliche +EV Bluffspots am River vernachl&auml;ssigt worden.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nJedoch stellt sich dir sicher immer noch die Ausgangsfrage, wann du ein Checkraise des Gegners riskieren solltest und dich von deiner Hand runterraisen lassen sollst.<br>\nHierzu musst du erst einmal alle m&ouml;glichen Faktoren aufz&auml;hlen, die bei dieser Frage eine Rolle spielen:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Die Wahrscheinlichkeit, dass der Semibluff gelingt.<\/li>\n<li>Die Wahrscheinlichkeit, dass dich dein Gegner von deiner Hand runter checkraist.<\/li>\n<li>Den Wert, den deine Hand hat, falls du deinen Draw nicht triffst.<\/li>\n<li>Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Draw ankommt.<\/li>\n<li>Deine implied Odds, falls du deine Hand machst.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoListintro\">\nDiese Faktoren sind alle stark miteinander verbunden, weshalb eine Einzelanalyse nicht sinnvoll ist.<br>\nDu kannst jedoch allgemeine Erkenntnisse folgern:\n<\/p><div class=\"emoImportant\">\nWenn du auf ein Checkraise folden musst, dann solltest du mit steigendem Value deiner Hand weniger Semibluffen!\n<\/div><p class=\"emoListintro\">\nNun muss erst einmal gekl&auml;rt sein, wie der Value deines Draws genau definiert ist und wodurch er mehr oder weniger Value haben kann.\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Dein Draw hat viele Outs.<\/li>\n<li>Die effektiven Stacks sind gro&szlig;.<\/li>\n<li>Dein Gegner ist eine Callingstation.<\/li>\n<li>Du drawst zu den Nuts.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nDu siehst, die letzten drei  Argumente f&uuml;r einen erh&ouml;hten Value deines Draws sind implied Odds Booster, die eben nur dann wichtig sind, wenn du auch eine Riverkarte zu Gesicht bekommst und weitere Aktionen sehen kannst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDas mag eventuell gegen deine eigentliche Intuition gehen, da du denken magst, dass wenn du etwas Value hast, du auf der einen Seite for Value betten kannst und dabei noch den Pot etwas builden kannst, um bei einem Hit am River eine h&ouml;here Valuebet anzusetzen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nGanz korrekt ist das jedoch nicht.<br>\nDenn bedenke, bei der Berechnung des EV(semibluff) spielt der Value deiner Hand keine Rolle. Dein Gewinn kommt allein durch die gegnerischen Folds. Beim Checkbehind spielt der Value deines Draws eine wichtige Rolle, da du mit steigendem Value auch mehr Gewinn am River erwirtschaften kannst und somit EV(check) steigt.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBeispiel 10:\n<\/div><p class=\"emoListintro\">\nAls abschlie&szlig;endes Beispiel kannst du diese beiden Boardtexturen vergleichen:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBoard 1: <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>5<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\"><br>\nBoard 2: <b>Q<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>9<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>5<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>2<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\" height=\"12\" width=\"13\">\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAuf beiden Boards hast du<br>\n<b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\"><b>, T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAuf welchem Board w&uuml;rdest du nun eher behindchecken und auf welchem eher Semibluffen?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n&Uuml;bertr&auml;gst du die Argumente von oben, so hast du auf dem ersten Board geringere implied Odds und dein Draw somit einen geringeren Wert. Denn du drawst nur auf eine Strasse, wenn Flushdraws und Full House M&ouml;glichkeiten offen sind.<br>\nDas bedeutet f&uuml;r dich, dass du manchmal deinen Draw komplettieren wirst, jedoch dann teuer den Showdown verlieren wirst, da dein Gegner dennoch eine bessere Hand h&auml;lt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDaher sinkt der EV eines Checks auf diesem Board.<br>\nBeim zweiten Board hast du diese Probleme nicht. Du drawst auf die Nuts und hast daher am River bei einem Hit keine besseren H&auml;nde zu bef&uuml;rchten.<br>\nDas erste Board w&uuml;rde sich aus diesen Gr&uuml;nden mit deinem OESD mehr f&uuml;r einen Semibluff eignen als das zweite Board.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nJe schw&auml;cher dein eigener Draw ist, desto eher passt dir auch diese Spielweise in den Plan, da du auf ein Checkraise einfacher folden kannst und weniger Equity durch deinen Fold aufgibst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin weiteres Konzept, das du bei schwachen und starken Draws ebenfalls beachten solltest, wenn du einen non-All-In Semibluff spielst ist \"die Idee des Drucks der weiteren Bets\".\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAufgrund eines gro&szlig;en Reststacks kannst du bei einem Semibluff den Gegner zu einem weakeren Spiel dr&auml;ngen und eventuell mehr Foldequity erzeugen, da der Gegner mit marginalen made Hands oft in einer Situation mit Reverse Implied Odds sitzt.\n<\/p><div class=\"emoSubhead\">\nBEISPIEL 11:\n<\/div><p class=\"emoListintro\">\n1$\/2$ No-Limit Hold'em (6 handed)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu spielst live und befindest dich nun am Turn und hast die Aktion zuvor vergessen.<br>\nEbenso hast du auch deine konkrete Hand vergessen, willst aber nicht nachschauen, da du so eventuell einen Read geben k&ouml;nntest. Was du jedoch wei&szlig;t ist, dass du keine Hand h&auml;ltst, die du for Value betten kannst.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<b>Turn:<\/b> <b>J<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/diamond.png\">, <b>T<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/spade.png\">, <b>7<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/club.png\">, <b>6<\/b><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/smileys\/heart.png\">\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDer Gegner checkt zu dir und du &uuml;berlegst dir nun eine Potsizebet abzugeben.<br>\nDaf&uuml;r nun zwei unterschiedliche Szenarien:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Du hast keinen Reststack und w&auml;rst dadurch All-In.<\/li>\n<li>Dein Reststack betr&auml;gt nach deiner Turnbet noch vierfache Potsize.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nIn welchem Szenario erzeugst du mehr Druck, falls dein Gegner eine Hand wie KJ, KT oder sogar schw&auml;chere made Hands h&auml;lt?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Entscheidung f&uuml;r deinen Gegner wird durch deinen Reststack um einiges schwerer, obwohl er die gleiche Hand h&auml;lt. Aufgrund des Reststacks gibst du dem ihm zu denken, ob er nun die Turnbet callen soll und wie er dann auf weitere Bets am River reagieren soll. Denn f&uuml;r seine made Hand k&ouml;nnen am River fast nur eklige Karten kommen, falls er nicht gerade Trips oder Twopair trifft.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm ersten Fall, w&uuml;rde er bei einem All-In-Push Odds von 1:2 auf seinen Call bekommen und sehr wahrscheinlich guten Gewissens mit einem Toppair callen k&ouml;nnen.<br>\nIm zweiten Fall hat er jedoch ein Problem. Er hat nun nicht nur diese eine Bet zu callen, sondern muss noch weitere Kosten bis zum Showdown einrechnen, wodurch er nun in einer Reverse Implied Odds Situation steckt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDenn da er dich als sehr guten Spieler einsch&auml;tzt, der auch in der Lage ist, mit busted Draws am River in einem optimalen Verh&auml;ltnis zu bluffen, ist er an dieser Stelle sehr unwissend, ob er nun nochmal callen soll oder nicht.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDu siehst, dass deine Hand nun erstmal zweitangig ist (Du kannst hier QJ, 88, 85 etc haben), wenn viele schwache und starke Draws m&ouml;glich sind. Wichtig ist jedoch, dass du erkennst wie stark die Entscheidungen deines Gegners sich voneinander unterscheiden, obwohl er beides mal ein TP hat.<br>\nAufgrund des Reststacks gibst du dem Gegner zu denken, ob er nun die Turnbet callt und eine weitere Bet am River ebenfalls bezahlt, da dort im Grunde nur schlechte Karten f&uuml;r ihn kommen k&ouml;nnen, die seine  Hand nicht wirklich super stark verbessern k&ouml;nnen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIm ersten Fall bekommt er 1:2 Odds und kann eigentlich recht angenehm callen, da er keine weiteren Bets mehr zu f&uuml;rchten hat.<br>\nSeine Reverse Implied Odds sehen daher wie folgt aus:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> (Potsizebet Turn + Betrag x) : (Potsizbet Turn + Betrag x + Potsize turn)<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nCheckst du den River, so w&uuml;rden sie wie bei einem Push 1:2 betragen.<br>\nBettest du den River jedoch All-In, so betragen sie 5:6<br>\nDas ist ein enormer Unterschied und eine recht unangenehme Situation f&uuml;r deinen Gegner.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nWas du daraus lernen kannst ist, dass du Draws am Turn eher nochmal betten solltest, wenn du einen Reststack zur Verf&uuml;gung hast und denkst, dass die gegnerische Hand auf einen Betrag x am Turn aufgrund des Drucks weiterer Bets folden wird, wobei er diesen Betrag x nach einem Checkbehind am Turn am River callen w&uuml;rde, da er dort dann keine Reverse Implied Odds mehr zu bef&uuml;rchten hat.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Blufffrequenzies<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nEin paar Mal wurde dieser Begriff schon in diesem Artikel angesprochen und sollte daher f&uuml;r dich abschlie&szlig;end noch zu 100% gekl&auml;rt werden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBei eingestreuten Bluffs mit busted Draws, bei denen du keine Equity mehr hast, gilt es immer den Gegner in eine solche Situation zu bringen, dass er nicht wei&szlig;, ob er deine Bet callen soll oder nicht, da er bef&uuml;rchten muss, zu oft Valubets auszuzahlen.<br>\nErreichst du hier ein mathematisch berechenbares Verh&auml;ltnis zwischen Bluffbets und Valuebets, so kann dein Gegner deine Strategie nicht exploiten.\n<\/p><p>Um eine solche Blufffrequenz zu berechnen, ben&ouml;tigst du nur zwei Parameter:&nbsp;<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Die Potsize : p<\/li>\n<li>Deine Betsize : b<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoListintro\">\nAus diesen beiden Parameter ergibt sich dann die Blufffrequenz B wie folgt:\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> B = b \/ (b + p)<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nH&auml;ltst du diese Blufffrequenz mit deiner Handrange ein, so wei&szlig; dein Gegner nicht, ob er nun eine Riverbet callen soll oder nicht. EV(Call) = EV(Fold) w&uuml;rde f&uuml;r deinen Gegner gelten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNeben dem Ziel deinen Gegner unentschlossen &uuml;ber dessen Entscheidung zu machen, willst du nat&uuml;rlich auch noch mit deinen Bluffs einen direkten Profit erzielen.<br>\nUm diesen zu berechnen, ben&ouml;tigst du nur eine Annahme &uuml;ber die Wahrscheinlichkeit, dass dein Gegner auf deinen Bluff foldet. Das bedeutet, du musst die erzeugte Foldequity einsch&auml;tzen.\n<\/p><p style=\"margin-left: 12px; margin-top: 0pt; padding-top: 0pt\" class=\"emoNormal\">\n<i> EV(Bluff) = f * p - (1-f) * b<br>\n0 &gt; f * p - (1-f) * b<br>\nf &gt; b\/(b+p)<br>\n<\/i>\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nFoldet der Gegner also &ouml;fter als b \/ (b + p), so machst du durch deinen Bluff einen Profit.<br>\nSollte der Gegner weniger oft folden, so wirst du durch deine Valuebets einen Profit erwirtschaften. Dein Gegner kann sich daher niemals einer perfekten Blufffrequenz anpassen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMathematisch ist das Thema Bluffen daher recht einfach zu beschreiben, jedoch liegt die Kunst in der korrekten Anwendung dessen. Denn du wirst kaum in der Lage sein, immer den genauen &Uuml;berblick &uuml;ber die eigene Handrange zu haben, um dann zu wissen, mit wie vielen deiner H&auml;nde du nun bluffen musst, um deine Valuebets perfekt zu balancen.<br>\n&Auml;hnliches gilt nat&uuml;rlich auch f&uuml;r das Einsch&auml;tzen der erzeugten Foldequity, welche gegnerspezifisch einzusch&auml;tzen ist und eigentlich nie linear mit der Betsize zunimmt.\n<\/p><h1 style=\"margin-top: 24px\" align=\"left\">Zusammenfassung<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nUm nun wirklich konkrete Spielweisen mit Draws zu erlernen, schaue dir auf jeden Fall die weiteren Artikel in der Goldsektion an.<br>\nDieser Artikel sollte dir nun ein etwas besseres Verst&auml;ndnis f&uuml;r den mathematischen Aspekt hinter all dem verschafft haben und dein Grundverst&auml;ndnis f&uuml;r No-Limit Hold'em gefestigt haben.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nMathematische Berechnungen zum Erwartungswert wirst du kaum am Tisch w&auml;hrend des Spielens durchf&uuml;hren k&ouml;nnen, was auch nicht notwendig ist.<br>\nEs reicht schon, dich abseits des Tisches mit diesen Dingen zu befassen, um so dein Gef&uuml;hl zu verbessern, welches dir dann beim Spielen helfen wird, die besten Entscheidungen zu treffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel f\u00fchrt dich in die mathematische Betrachtung von Draws ein. 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