	{"id":57711,"date":"2012-07-30T12:11:00","date_gmt":"2012-07-30T12:11:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/1568\/"},"modified":"2026-07-06T04:56:19","modified_gmt":"2026-07-06T04:56:19","slug":"1568","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/bss\/1568\/","title":{"rendered":"Die 8 Spielertypen und wie du an ihr Geld kommst"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Die 8 Spielertypen und wie du an ihr Geld kommst<\/h1><div align=\"top\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0; padding: 0pt; width: 128px; float: right; margin-bottom: 8px; margin-top: 0pt;\">\n<div style=\"margin: 0pt; padding-top: 12px; padding-left: 10px; padding-right: 10px;\"><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6578\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/bild_videoverweis.gif\" alt=\"\" width=\"108\" height=\"76\" onmouseover=\"this.src='https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/bild_videoverweis_mo.gif';\" onmouseout=\"this.src='https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/bild_videoverweis.gif';\" onmousedown=\"this.src='https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/bild_videoverweis_click.gif';\"><\/a><\/div>\n<div style=\"padding: 8px 10px;\"><b>Video:<\/b> Klicke <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/video\/6578\">hier<\/a><\/div>\n<\/div><div style=\"padding: 8px 10px;\">\n<h1 align=\"left\">Einleitung<\/h1>\n<p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b>  <\/p>\n<ul class=\"emoList1\">\n<li><i>Worin sich Spieler unterscheiden.<br> <\/i><\/li>\n<li><i>Die 8 grundlegenden Gegnertypen<br> <\/i><\/li>\n<li><i>Wie du gegen sie spielst.<\/i><\/li>\n<\/ul>\n<\/div><div style=\"text-align: center; margin-bottom: 12px;\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_trennlinie.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" height=\"1\"><\/div><p class=\"emoNormal\">Auf den kleinen Limits ist es nicht so wichtig, ganz spezielle Reads auf einzelne Gegner zu entwickeln und ihre Eigenarten zu entdecken, schon weil man die meisten nach Ende des Spiels nicht wiedersehen wird. Wichtig ist es, dass man die Grundtypen kennt und wei&szlig;, welche Konterstrategie man gegen sie fahren sollte. Darum geht es in diesem Artikel.<\/p><h1 style=\"text-align: left; margin-top: 24px;\">Worin unterscheiden sich Spieler?<\/h1><p class=\"emoListintro\">Es gibt zwei gro&szlig;e Fragen, nach denen man Spieler unterscheidet:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Spielt er viele oder wenige H&auml;nde? <\/li>\n<li>Spielt er sie aggressiv oder passiv? <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Wer sehr locker in der Auswahl seiner Karten ist, wird loose genannt. Jemand, der eher zur&uuml;ckhaltend und bedacht in seiner Kartenauswahl ist, hei&szlig;t tight.<\/p><p class=\"emoNormal\">Das bezieht sich zwar meist auf die Kartenauswahl vor dem Flop, womit er &uuml;berhaupt ins Spiel einsteigt, gilt aber auch f&uuml;r das Spiel nach dem Flop. Es gibt z.B. so genannte loose Fit-or-Fold-Spieler. Das sind Leute, die sich zwar gerne jeden Flop anschauen, aber ohne einen Treffer am Flop auch sofort aufgeben. Sehr profitabel, nicht f&uuml;r sie, aber f&uuml;r dich, denn meistens treffen sie halt nicht und du kriegst sie leicht aus dem Pot.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die zweite Frage ist nat&uuml;rlich, wie jemand seine Karten spielt. Je aggressiver er ist, desto eher kannst du Spielz&uuml;ge anwenden, die darauf basieren, dass dein Gegner setzt. Das kann z.B. ein ganz simpler Checkraise sein. Du schiebst, er setzt, du erh&ouml;hst. Das funktioniert nat&uuml;rlich nur, wenn dein Gegner aggressiv genug ist, um zu setzen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Oder der Bluffinduce: Schw&auml;che signalisieren, um deinen Gegner dazu zu bringen, dich zu bluffen. Ein sehr passiver Spieler blufft selten, denn der Bluff ist von Natur aus ein eher aggressiver Spielzug.<\/p><p class=\"emoNormal\">Passive Gegner sind besser f&uuml;r so genannte Valuebets ohne jeden Schnickschnack geeignet. Du hast eine gute Hand, dein Gegner hat nicht das Geld f&uuml;r eine Domina und lebt seine devote Natur am Pokertisch aus&hellip;  dann setz, denn er wird es nicht f&uuml;r dich tun.<\/p><p class=\"emoNormal\">Egal aber, wie dein Gegner nun wirklich spielt, es gilt immer das Gegenteil-Prinzip. Ist dein Gegner loose, musst du tight werden. Ist dein Gegner tight, musst du loose werden. Blufft er viel, dann werd passiv und lass ihn bluffen. Ist er passiv, dann &uuml;bernimm du die Initiative.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein typischer Fehler ist zum Beispiel, dass Spieler denken: Der Typ da spielt jede Hand, also kann ich das auch. Das Gegenteil ist der Fall.<\/p><h1 style=\"text-align: left; margin-top: 24px;\">Der Rock<\/h1><p class=\"emoNormal\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/rock.jpg\" border=\"1111\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"133\" align=\"right\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0; margin-left: 12px; margin-bottom: 4px;\">Kommen wir auch gleich zum ersten Extrem unter den Spielertypen: dem Rock.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der Rock zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht spielt, also fast nicht. Er sitzt da, Stunde um Stunde, und macht nichts. Er wartet nicht einfach auf gute Karten. Er wartet auf die besten Karten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn er dir einmal Action gibt, kannst du dir sicher sein, dass er mindestens f&uuml;nf Asse plus gr&uuml;ner Uno-Karte auf der Hand h&auml;lt und sich beim Papst pers&ouml;nlich versichert hat, dass seine Erh&ouml;hung jetzt an dieser Stelle gottgef&auml;llig sei.<\/p><p class=\"emoListintro\">Dementsprechend ist das Spiel gegen einen Rock recht einfach:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Ignorier ihn. <\/li>\n<li>Greif seine Blinds an, wo es nur geht. <\/li>\n<li>Ist er vor dem Flop deine Erh&ouml;hung mitgegangen, kannst du fast immer eine Continuationbet anbringen. <\/li>\n<li>Halt dich von ihm fern, wenn er aufwacht und Action macht. <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Der Rock kann gerade auf den kleinen Limits trotz seiner ungesunden Spielweise Gewinne einfahren. Er braucht daf&uuml;r aber eins: einen Idioten. Nicht nett gesagt, aber so ist es. Der Rock macht sein Geld mit Leuten, die ihre Karten &uuml;berspielen, die ihn im falschen Moment bluffen, die denken: Dieser Typ da hat seit einer Stunde keine Hand gespielt und jetzt setzt und erh&ouml;ht der wie ein Bekloppter &ndash; der kann doch nur bluffen.<\/p><h1 style=\"text-align: left; margin-top: 24px;\">Die Nit<\/h1><p class=\"emoNormal\">Eine etwas softere, aber noch auff&auml;llig extreme Variante des Rocks ist die Nit. Sie versucht im Normalfall, gutes Poker zu spielen, hat nur leider das mit dem tighten Spiel etwas falsch verstanden.<\/p><p class=\"emoNormal\">Auch die Nit hat eine auff&auml;llige Vorliebe f&uuml;r den Fold-Button in der Pokerraum-Software entwickelt. Sie hat h&auml;ufig schon etwas mehr &uuml;ber Poker gelernt. Besonders oft vertreten ist die so genannte Chart-Nit. Das ist ein Spieler, der sich von irgendwo ein Starting Hands Chart besorgt hat und vor dem Flop sauber und durchaus auch aggressiv dahinspielt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Am Flop, Turn und River ist sie aber hoffnungslos verloren und spielt eher nach dem Homo-Faber-Prinzip: Ich sitze in der Abflughalle. Ich m&ouml;chte nicht da sein. Und alles, was ich w&uuml;nschte, ist nie in das Spiel eingestiegen zu sein.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dementsprechend gelten die gleichen Regeln wie f&uuml;r den Rock: Aggressives Spiel gegen ihn ist nicht nur gut f&uuml;r dein Ego, sondern auch f&uuml;r deine Bankroll. Die Nit sucht generell einen Grund, ihre Karten wegzuwerfen. Versuch, ihr diesen Grund zu liefern.<\/p><p class=\"emoNormal\">Bis auf die Continuationbet ist eine Nit eher selten am Bluffen. Respektiere das und gehe nicht irgendwelche Eins&auml;tze mit auf den vagen Verdacht hin, dein Gegner k&ouml;nne ja vielleicht doch bluffen. Die Nit erh&ouml;ht, die Nit macht eine Continuationbet am Flop und wenn sie dann am Turn noch einen Einsatz hinterherschiebt, dann hat sie fast immer auch eine starke Hand.<\/p><h1 style=\"text-align: left; margin-top: 24px;\">Der weak tighte Spieler<\/h1><p class=\"emoNormal\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/weaktight.jpg\" border=\"1111\" alt=\"\" width=\"199\" height=\"133\" align=\"right\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0; margin-left: 12px; margin-bottom: 4px;\">Noch ein wenig mehr in Richtung Normalit&auml;t geht der weak tighte Spieler, bzw. sind Rocks und Nits Spezialf&auml;lle dieses Grundtypen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Das gro&szlig;e Problem des weak tighten Spielers ist, dass er nicht mit Aggressivit&auml;t umgehen kann und sich zu oft nicht traut, das Richtige zu tun.<\/p><p class=\"emoNormal\">Manchmal merkst du das nicht auf Anhieb, aber im Laufe einer Pokerrunde wirst du entdecken, dass er einfach zu oft den Fold als L&ouml;sung ansieht, wenn ihn das aggressive Spiel seiner Gegner vor Probleme stellt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Gegen den weak tighten Spieler solltest du oft seine Blinds angreifen, oft Continuationbets anbringen und generell selektiv aggressiv sein. Der weak tighte Spieler ist von den Angsthasen im Poker die kompetenteste Variante, doch eine gesunde Aggressivit&auml;t wird sein Geld zu deinem machen.<\/p><h1 style=\"text-align: left; margin-top: 24px;\">Der TAG<\/h1><p class=\"emoNormal\">TAG steht f&uuml;r tight aggressive und damit den Kern deines Problems, denn auch du spielst, sofern du Ahnung vom Poker hast, den TAG-Stil. TAG ist die Wagner-Oper unter den Spielstilen und h&auml;tte es seinerzeit schon Internet gegeben, Nietzsches Zarathustra h&auml;tte TAG gespielt.<\/p><p class=\"emoNormal\">Es gibt daher auch nicht viel zu erz&auml;hlen &uuml;ber TAGs. Wenn du die Strategien von PokerStrategy.com verstanden hast, musst du eigentlich nur noch nachdenken, wo deine Schwachstellen liegen und du hast die deines Gegners.<\/p><p class=\"emoNormal\">TAGs kannst du mit aggressivem Spiel begegnen, aber sehr selektiv. Du kannst ihre Blinds angreifen, aber auch das ausgew&auml;hlt.<\/p><p class=\"emoListintro\">Im Wesentlichen gilt f&uuml;r das Spiel gegen diesen Spielertypen:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Er ist nicht dein Gegner. <\/li>\n<li>Konzentrier dich auf die richtigen Fische am Tisch. <\/li>\n<li>Sind keine Fische am Tisch, dann such dir einen anderen. <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">TAGs sind gut zum &Uuml;ben und besonders schlechte TAGs auf den kleinen Limits sind eine gute &Uuml;bung, um dich f&uuml;r die h&ouml;heren Limits mit h&ouml;herer TAG-Dichte vorzubereiten und Schwachstellen in deinem Spiel zu finden. Aber sie sind von Natur aus nicht die idealen Gegner, um Geld zu machen.<\/p><h1 style=\"text-align: left; margin-top: 24px;\">Der Maniac<\/h1><p class=\"emoNormal\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/maniac.jpg\" border=\"1111\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"133\" align=\"right\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0; margin-left: 12px; margin-bottom: 4px;\">Ganz das Gegenteil der zuvor genannten Typen ist der Maniac. Der Maniac ist der James Dean unter den Spielertypen, wild und unbez&auml;hmbar, nur meist nicht so cool wie das auch schon lange tote Original &ndash; also eine Art Til Schweiger.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der Maniac ist loose und superaggressiv. Poker ist f&uuml;r ihn kein Strategiespiel, sondern ein einziger Schwanzvergleich und eins ist f&uuml;r ihn sicher: Den Gr&ouml;&szlig;ten hat immer noch er.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der Maniac ist besonders anf&auml;llig f&uuml;r jede Art des Bluffinduces. Er blufft gern, also gib ihm die Gelegenheit daf&uuml;r. Wenn es einen Gegnertypen gibt, gegen den das auf den kleinen Limits sonst so unsinnige Slowplay Sinn ergibt, dann gegen ihn.<\/p><p class=\"emoListintro\">Gegen den Maniac solltest du:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Tight spielen<\/li>\n<li>Bluffs induzieren <\/li>\n<li>Eigene Bluffs unterlassen <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Warte auf eine gute Hand und dann spiel das kleine, unschuldige M&auml;dchen vom Lande, das Angst hat vor dem gro&szlig;en, b&ouml;sen Wolf. Lass dich nicht auf sinnlose Zweik&auml;mpfe ein. Selbst wenn deine Freunde dich Captain Amazing nennen, im Poker geht es um Profit und die richtige Entscheidung im richtigen Augenblick, nicht darum, der Captain am Tisch zu sein.<\/p><p class=\"emoNormal\">F&uuml;r deinen Gegner bist du eh nur ein Nickname und ein Spieleravatar. Selbst wenn du wolltest, k&ouml;nntest du ihm nichts beweisen. Also versuche, durch strategisch geschicktes Spiel so viel Geld wie m&ouml;glich aus ihm herauszuholen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Maniacs wie alle Spielerextreme haben ein Talent daf&uuml;r, andere Spieler auf Tilt zu bringen. Wenn du merkst, dass du deinem Gegner nicht einfach nur das Geld abnehmen, sondern gerne auch ein wenig Schmerzen zuf&uuml;gen m&ouml;chtest, ist es besser an der Zeit, sich einen neuen Tisch mit normalen Gegnern zu suchen. Das ist auch oder manchmal sogar weitaus mehr profitabel.<\/p><h1 style=\"text-align: left; margin-top: 24px;\">Der LAG<\/h1><p class=\"emoNormal\">LAG steht f&uuml;r loose aggressive. Der LAG spielt eher viele H&auml;nde und diese aggressiv. Insofern ist er dem Maniac nahe.<\/p><p class=\"emoNormal\">LAG war eine Zeitlang auf den hohen Limits eine profitable Angelegenheit, was sich mittlerweile aber auch &uuml;berlebt und wieder in Richtung TAG verschoben hat. Auf den kleinen Limits gibt es eine Regel: Es gibt keine guten LAGs. Was es dort gibt, sind Maniacs oder Spieler nah an der Grenze dazu und viele Spieler, z.B. besonders auf Full Tilt Poker, die LAG imitieren, ohne zu wissen, wie es funktioniert.<\/p><p class=\"emoNormal\">Ein guter LAG lebt davon, dass er nach dem Flop sehr viel herausholen kann und in marginalen Situationen die richtige Entscheidung trifft. Aufgrund seiner loosen Kartenauswahl vor dem Flop gelangt er n&auml;mlich oft in marginale Situationen nach dem Flop. Ebenfalls lebt er davon, dass ihn seine Gegner untersch&auml;tzen und wie einen Maniac behandeln.<\/p><p class=\"emoNormal\">Dieses Kapitel dient eher nur deiner Information, denn es wurde schon gesagt: Auf den kleinen Limits gibt es keine guten LAGs. Was es dort in die Richtung gibt, kannst du mit einer etwas abgeschw&auml;chten Version der Konterstrategie gegen Maniacs begegnen: Werde tighter in deiner Kartenauswahl und baue Spielweisen ein, die auf das Induzieren von Bluffs abzielen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Lass dich nicht auf sinnlose Zweik&auml;mpfe ein, aber du kannst ihm durchaus Respekt einfl&ouml;&szlig;en, denn der LAG spielt in der Regel so, weil er es f&uuml;r richtig h&auml;lt.<\/p><h1 style=\"text-align: left; margin-top: 24px;\">Die Callingstation<\/h1><p class=\"emoNormal\">Die Callingstation ist in den letzten Jahren eher seltener geworden. Wer schon l&auml;nger dabei ist, erinnert sich gerne an die Zeiten zur&uuml;ck, als auf Everest Poker oder 888.com Pacific Poker die Tische gef&uuml;llt waren mit Spielern, deren Software keinen Fold-Button besa&szlig;. Doch ab und zu trifft man sie auch heute noch.<\/p><p class=\"emoNormal\">Eine Callingstation kennt eigentlich nur einen Spielzug: Call &ndash; Mitgehen. Sie geht mit, was das Zeug h&auml;lt und wird auch mit guten oder &uuml;berragenden Bl&auml;ttern selten aktiv.<\/p><p class=\"emoNormal\">Und es muss nicht einmal auch nur ansatzweise Sinn ergeben, dass sie deine Eins&auml;tze mitgeht. Du erh&ouml;hst vor dem Flop, der Flop kommt Bube, Acht, Drei und die Callingstation geht deine Continuationbet trotzdem mit Neun Sechs mit.<\/p><p class=\"emoListintro\">Verschwende nicht allzu viel Zeit darauf, den Sinn in ihrer Spielweise zu entdecken, sondern konzentrier dich auf folgende Konterstrategie:<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Bluff niemals eine Callingstation. Und halt dich zur&uuml;ck mit deinen Semibluffs. <\/li>\n<li>Hast du eine Hand, dann setz. <\/li>\n<li>Spiel nicht auf Bluffinduce, denn die Callingstation blufft selten. <\/li>\n<li>Mach auch d&uuml;nnere Valuebets, also setz mit mittelstarken H&auml;nden, weil die Callingstation mit noch schlechteren H&auml;nden immer noch einen Grund f&uuml;rs Mitgehen findet. <\/li>\n<li>Spiel deine Draws passiv, denn Callingstations geben dir gern kostenlose Freecards. <\/li>\n<li>Wenn die Callingstation Action macht, dann hat sie in der Regel ein Monster. <\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">Es gibt zwar eine kleine Ausnahme in der letzten Regel, Callingstations bluffen doch hin und wieder mit ihren nicht angekommenen Draws am River, aber im Normalfall solltest du ganz einfach auf Value spielen, also ein nettes bis gutes Blatt machen und dann durch Eins&auml;tze versuchen, das Maximum aus ihr herauszuquetschen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Im Prinzip ist es das simpelste Poker &uuml;berhaupt, wenn du dich nicht auf Tilt bringen l&auml;sst, denn Callingstations k&ouml;nnen extrem nerven, sollten sie einmal einen Lauf haben. Sie sind pr&auml;destiniert daf&uuml;r, dir Suckouts reinzuw&uuml;rgen und deine vermeintlich unangreifbare Hand mit den unm&ouml;glichsten Karten am River doch noch zu &uuml;berholen. Bist du daf&uuml;r nicht abgekl&auml;rt genug, such dir besser einen anderen Tisch.<\/p><h1 style=\"text-align: left; margin-top: 24px;\">Der Donkey<\/h1><p class=\"emoNormal\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/cdn-origin.pokerstrategy.com\/Strategy\/images\/donkey.jpg\" border=\"1111\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"133\" align=\"right\" style=\"border: 1px solid #d0d0d0; margin-left: 12px; margin-bottom: 4px;\">Als Donkey (engl.: Esel) bezeichnet man im Allgemeinen einen auff&auml;llig schlechten Spieler, dessen Spielz&uuml;ge sich vor allen Dingen dadurch auszeichnen, dass sie oft einfach herzlich sinnlos sind.<\/p><p class=\"emoNormal\">Der typische Donkey auf den kleinen Limits sieht gern den Flop und versteht so &uuml;berhaupt nicht, wieso du vor dem Flop st&auml;ndig erh&ouml;hst: &bdquo;Du wei&szlig;t doch noch gar nicht, was f&uuml;r Karten kommen.&ldquo;<\/p><p class=\"emoNormal\">Er wittert &uuml;berall Bluffs und denkt sich st&auml;ndig: &bdquo;Der hat doch nichts.&ldquo; Dass er selbst ein noch gr&ouml;&szlig;eres Nichts auf der Hand hat, h&auml;lt ihn nicht davon ab, deine Eins&auml;tze mitzugehen.<\/p><p class=\"emoNormal\">Er blufft gern am River mit seinen busted Draws, die er &uuml;brigens vorher fast immer passiv gespielt hat. Er setzt oder erh&ouml;ht, wenn es keinen Sinn ergibt. Er blufft, wenn es keinen Sinn ergibt. Er geht mit, wenn es keinen Sinn ergibt. Er ist ein guter Junge&hellip; f&uuml;r deine Bankroll.<\/p><p class=\"emoNormal\">Im Normalfall ist er zu loose und zu passiv. So slowplayt er z.B. f&uuml;r sein Leben gern und stellt daf&uuml;r sein Geld mit nichts in die Mitte, wenn er mal wieder einen Bluff wittert. Er ist aber auch sehr stimmungsabh&auml;ngig und kann je nach Gewinn- oder Verlusterfahrung sehr schnell z.B. vom Callingstation-Modus in den Maniac-Modus wechseln. Darauf musst du achten. Der Donkey &auml;ndert im Laufe einer l&auml;ngeren Session seine Stimmung und Spielweise mehrfach.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wof&uuml;r Donkeys aber ein Talent haben, ist Tilt. Nicht nur gehen sie selbst gern auf Tilt, sie bringen durch ihre sinnfreie Art des Pokerns ihre Gegner auf Tilt. Donkeys spielen z.B. gerne Gutshots und ab und zu treffen sie auch den River. Das ist nicht jedermanns Sache.<\/p><p class=\"emoNormal\">Wenn du einen Donkey am Tisch hast, dann spiel schlichtes ABC-Poker gegen ihn. Schau ihn dir aber genauer an. Wie spielt er seine Monster? Wann steigt er aus?  Es gibt nicht den einen Donkey, aber alle haben sie gemein, dass sie sehr auff&auml;llige und leicht zu entdeckende Angriffspunkte haben.<\/p><p class=\"emoNormal\">Einmal entdeckt, kannst du dann draufhalten und ihm St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck sein Geld abnehmen, sofern er nicht zum x-ten Mal in Folge am River seinen Gutshot oder 2-Outer trifft. Dann hei&szlig;t es Nerven bewahren und zu schauen, dass du nicht auf Tilt gehst, bzw. den Tisch zu verlassen, solltest du anfangen, dem Donkey mehr als nur Pokerverluste zu w&uuml;nschen.<\/p><h1 style=\"text-align: left; margin-top: 24px;\">Fazit<\/h1><p class=\"emoNormal\">Du machst kein Geld im Poker, nur weil du irgendwann mal die besseren Karten h&auml;ltst als dein Gegner. Jeder hat mal bessere Karten. Du machst Geld, wenn du sie besser spielen kannst als dein Gegner. Und nat&uuml;rlich gilt das auch f&uuml;r deine schlechteren Karten.<\/p><p class=\"emoNormal\">Gerade wenn du die kleinen Limits spielst und erst deine Bankroll aufbaust, dann ist es so sinnlos, dir unbedingt die schweren Gegner zu suchen. Halt nach Callingstations, nach Nits und weak tighten Gegnern Ausschau und, wenn du nervenstark bist, nach Maniacs.<\/p><p class=\"emoNormal\">Die harten Gegner spar dir f&uuml;r die Midstakes auf. Auf den kleinen Limits laufen genug &bdquo;Trottel&ldquo; herum und sich konsequent diese zu suchen und auszunehmen, ist genau das Geheimnis, wie man es nach oben schafft.<\/p><p class=\"emoNormal\">Am Anfang ist nur eines wichtig: So schnell wie m&ouml;glich deine Bankroll aufbauen. Und das schaffst du mit guter Gegnerwahl. Nach wem du suchen musst, wei&szlig;t du jetzt.<\/p><table border=\"0\" cellspacing=\"0\" class=\"emoLinkbox\" style=\"margin-top: 24px;\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkbox1\">LINKS<\/td>\n<td class=\"emoLinkbox2\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxinner\" colspan=\"2\">\n<table border=\"0\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td class=\"emoLinkboxicon\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/download\/content\/bilder\/ps_icon_artikel.jpg\" alt=\"\" width=\"33\" height=\"25\"><\/td>\n<td class=\"emoLinkboxlinks\" colspan=\"2\"><b>Verwandte Artikel:<br> <\/b><a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/135\">Die Einstellung eines Pokerspielers<\/a><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/1335\">Wie sch&uuml;tzt du dein Geld vor Tilt?<\/a><br> <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/poker-psychology\/1333\/\">Stop-Loss-Limits - 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